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Rettet die Selbstbestimmung Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung Autor: RAin Sandra Rostek15. November 2011

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  • Rettet die Selbstbestimmung Patientenverfgung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfgung Autor: RAin Sandra Rostek15. November 2011
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  • 2 Zwei Fragen, die sich jeder stellen sollte: Was wird aus meinem Vermgen? Was wird aus mir, wenn ich einmal nicht mehr fr mich entscheiden kann?
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  • 3 Was wird aus meinem Vermgen? Verkauf Schenkung Ehevertrag Scheidungsfolgenvereinbarung Testament Erbvertrag
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  • 4 Patientenverfgung Vorsorgevollmacht Betreuungsverfgung Was wird aus mir, wenn ich einmal nicht mehr fr mich entscheiden kann?
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  • 5 Schenkung Ehevertrag Scheidungs- folgen Betreuungsverfgung Vorsorgevollmacht Patientenverfgung Verkauf Testament Erbvertrag
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  • 6 Warum soll ich vorsorgen? Jeder von uns kann durch Unfall, Krankheit oder Alter in die Lage kommen, dass er wichtige Angelegenheiten seines Lebens nicht mehr selbstverantwortlich regeln kann. Ob und wann eine solche Situation eintritt ist nicht vorhersehbar!
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  • 7 Aber ich habe doch Angehrige! Natrlich werden sich Ihre Angehrigen im Ernstfall um Ihre Angelegenheiten kmmern! Aber Achtung: Rechtsverbindliche Erklrungen dr- fen Ihr Ehegatte, Ihre Eltern oder Ihre Kinder nicht fr Sie abgeben!!! Eine gesetzliche Vertretung infolge Verwandtschaft gibt es im Deutschen Recht nur fr minderjhrige Kinder (elterliche Sorge)
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  • 8 Aber ich habe doch Angehrige! Fr Volljhrige knnen Angehrige daher nur entscheiden bzw. Erklrungen abgeben, wenn sie hierzu rechtsgeschftlich bevollmchtigt sind oder gerichtlich zum Betreuer bestellt wurden.
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  • 9 Falsch ist also, dass Ihr Ehegatte notfalls verbindliche Entscheidungen ber medizinische Manahmen und deren Abbruch fr Sie treffen kann. Richtig ist: Kann der Patient nicht mehr selbst entscheiden, entscheiden Arzt, Betreuer und Betreuungsgericht nach dem mutmalichen Willen des Patienten!
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  • 10 Falsch ist auch, dass Ihre Angehrigen einen Heim-/Pflege-/Behand- lungsvertrag fr Sie abschlieen knnen. Richtig ist: Schlieen sie den Vertrag trotzdem, gehen sie eine eigene Verbindlichkeit ein, fr die sie grundstzlich zu 100 % mit ihrem eigenen Vermgen haften!
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  • 11 Die mageblichen Puzzleteile zum Schutz Ihrer Selbstbestimmung und Ihrer Angehrigen heien Patientenverfgung Betreuungsverfgung Vorsorgevollmacht
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  • 12 I. Patientenverfgung Gegenstand: Bestimmung, welche medizinischen Ma- nahmen vorgenommen werden drfen, wenn ich meinen Willen nicht mehr uern kann.
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  • 13 I. Patientenverfgung Vorteile: Erhalt meiner Selbstbestimmung (gesetzliche Bindungswirkung, sofern der Inhalt noch meinem aktuellen Willen entspricht) Ich selbst trage die Verantwortung fr die Folgen meiner Verfgung und entlaste so meine Angehrigen!
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  • 14 II. Vorsorgevollmacht Gegenstand: Bevollmchtigung bestimmter Personen, alle oder bestimmte Aufgaben (z. B. Vermgen-/ Gesundheitsfrsorge) fr mich zu erledigen. In Sachen Gesundheitsfrsorge hat der Bevollmchtigte meinen in der Patienten- verfgung niedergelegten Willen umzu- setzen.
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  • 15 II. Vorsorgevollmacht Vorteil: Der Bevollmchtigte wird zu meinem Vertreter im Willen und entscheidet an meiner Stelle (Stellvertretung) Nachteil: Uneingeschrnktes Vertrauen zum Bevollmchtigten erforderlich!
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  • 16 III. Betreuungsverfgung Gegenstand: Sollte die Vorsorgevollmacht einmal nicht ausreichen und eine rechtliche Betreuung erforderlich sein, kann der sptere Betreute seine SELBSTBESTIMMUNG wahren, indem er dem Gericht und dem Betreuer verbindliche Vorgaben macht.
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  • 17 III. Betreuungsverfgung Mglicher Inhalt (nicht abschlieend): Bestimmung, welche Person(en) Betreuer sein soll(en) Verpflichtung zur Anhrung eines bestimmten Arztes Vorgaben zum Umgang mit meinem Vermgen zur Finanzierung der Pflege Anordnung der Unterbringung in einem bestimmten Pflegeheim Einwilligung bzw. Versagung bestimmter medizinischer Eingriffe
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  • 18 Was Sie noch beachten sollten: Formales: Patientenverfgung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfgung sind grundstzlich formfrei mglich Schriftform aus Beweiszwecken dringend zu empfehlen! Ausnahmsweise notarielle Form erforderlich (z. B. bei unwiderruflicher Vollmacht, Vollmacht zur Verfgung ber Immobilien, Vollmacht zur Vor- nahme von HReg-Anmeldungen)
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  • 19 Was Sie noch beachten sollten: Informieren Sie Ihren zuknftigen Bevollmchtigten ber Ihr Vorhaben! Aktualisieren Sie Ihren niedergelegten Willen regelmig! Ihre Patientenverfgung sollte im Optimalfall ein Dokument mit Ihrer Vorsorgevollmacht + Betreuungs- verfgung bilden
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  • 20 Was Sie noch beachten sollten: Zum schnellen und sicheren Auffinden Ihrer Vorsor- gevollmacht empfiehlt sich die Registrierung beim zentralen Vorsorgeregister (einmalige geringe Kosten) Ihre Patientenverfgung sollte im Optimalfall ein Dokument mit Ihrer Vorsorgevollmacht + Betreuungs- verfgung bilden Weisen Sie Dritte (Freunde, Familie, rzte, Kranken- haus, Pflegeheim etc.) auf die Existenz Ihrer Vorsor- geverfgungen hin!
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  • 21 Viele weitere Tipps rund um das Thema Vorsorge finden Sie in unserem Begleitheft!
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  • VORSPRUNG DURCH WISSEN Wir sind fr Sie da!

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