Konfliktmanagement Konflikt-Management Grundlagen 1

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Konflikt-ManagementGrundlagen1

Konfliktmanagement

Konflikt(latein) conflictus/confligere = Zusammensto, Kampf2Skriptum S. 04 KonfliktmanagementWas ist ein Konflikt?Dr. Friedrich Glasl Interaktion zwischen Aktoren (Individuen, Gruppen, Organisationen)Unvereinbarkeit im Denken/Wahrnehmen/Wollen/Fhlenbei mindestens 1 Aktor besteht.

Dr. Karl Berkel2 Elemente gleichzeitig, gegenstzlich oder unvereinbarStrungen im HandlungsablaufKonflikte sind alltglich

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Skriptum S. 04 Konfliktmanagement

Konfliktarten nach StreitgegenstndenZielkonfliktBeteiligte verfolgen unterschiedliche Zielez.B. nach Rom oder Paris?

Wegkonflikt (Strategiekonflikt)gleiches Ziel soll auf unterschiedlichen Wegen erreicht werden z.B. Anreise per Bahn oder Fahrrad?

InteressenskonfliktBeteiligte verfolgen gemeinsames Ziel, aber unterschiedliche Interessenz.B. Ein neuer Job weil der Arbeitsplatz nahe ist oder um mehr Geld zu verdienen.

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Skriptum S. 12 KonfliktmanagementKonfliktarten nach BeteiligtenPaar- /Beziehungs-Konfliktezwischen 2 Partnern (bezogen auf 1 Thema) z.B. unterschiedliche Wertvorstellungen und Bedrfnisse

Dreiecks-Konflikte3 Personen = 3 BeziehungenEifersucht: 1 Person dringt in eine 2. Beziehung einKoalitionen: 2 Personen verbnden sich gegen eine andereDelegation: 2 Personen kommunizieren ber eine andere

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VaterMutterKindSkriptum S. 14 KonfliktmanagementKonfliktarten nach Beteiligten 2Gruppen-Konflikteab 4 Beteiligten - 2 Untergruppen mglichUntergruppenkonflikt: zwischen Untergruppen

Zugehrigkeitskonflikt: Kampf um Integration

Fhrungskonflikt: unklare Fhrungsrolle

Territorialkonflikt: Kampf um Ressourcen, Kompetenzen 8

Skriptum S. 15 KonfliktmanagementKonfliktarten: Innere KonfliktSigmund FreudTabu: Widerspruch zw. gesellschaftlichen Werten und persnlichen Trieben z.B. dipus-KomplexNeurose (wrtlich "Nervenkrankheit") heute: Physische Strung, ohne somatische (krperliche) Ursache

Kurt Lewinambivalente (widersprchliche) innere Krftebei mehreren, gleichzeitigen VerhaltensoptionenChange Management

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Kurt Lewin *1890 - 1947Sigmund Freud *1856 - 1939

Skriptum S. 15 KonfliktmanagementMilgram Experiment - 1961psychologisches Experiment zumWiderspruch zw. Autoritt und Gewissen

Bei einem Experiment zur "Lernfhigkeit"sollte eine Testperson (Lehrer)einem Schler (Schauspieler) Stromste versetzenwenn sich dieser Wortpaare nicht gemerkt hatte.

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KonfliktmanagementMilgram Experiment - ErgebnisVorgaben fr den Schler (Testperson)

Vorgaben fr den Versuchsleiter (Schauspieler)

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KonfliktmanagementKonflikte erkennen!UrsachenUnterschiedliche Bedrfnisse, Werteunterschiede, Intoleranz, verletzte Normen und Werte, berzeugungen, Machtansprche, begrenzte Ressourcen, Territoriums-Verletzungen, Manipulation, im Unternehmenber- bzw. Unterforderung, unfaire Behandlung, Zeitdruck, Abhngigkeiten, fehlende Aufstiegschancen, verschrfter Wettbewerb,Einkommen- und Leistungsunterschiede, intransparente EntscheidungenHierarchie , Rangfragen, unklare Strukturen, Vernderungen

Anzeichenngste, mangelnde Kommunikation, Vorurteile, Strungen, verbale Attacken, Neid, Feindseligkeiten, Unfreundlichkeit, Ironie, Zynismus, SturheitDesinteresse, Widerstand, Sabotage, Aggressivitt, Meinungsverschiedenheiten, Umschreibungen wie "Klrungsbedarf", "Missverstndnisse", "offene Fragen"12Konflikte haben meist mehr als 1. Ursache!

Skriptum S. 17/18 KonfliktmanagementEin Abend, an dem sich alle Anwesenden vllig einig sind, ist ein verlorener Abend.Albert Einstein13

Ein Abend, an dem sich alle Anwesenden vllig einig sind, ist ein verlorener Abend.

Albert Einstein KonfliktmanagementVorteile von KonfliktenUnterschiede und Defizite werden sichtbarBedrfnisse und Wnsche werden bewusstmehr Kommunikation bringt gegenseitiges Verstndnis

Gemeinsamkeiten sichtbarGruppen werden gefestigtKreativitt und Innovation wird gefrdert

wechselseitige LernprozesseSelbsterkenntnis und Persnlichkeitsentwicklung finden stattBereitschaft fr Vernderungen wird geschaffen

Komplexitt wird bewusstAlltag wird belebt

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Skriptum S. 44/45 KonfliktmanagementEinfluss-Faktor: CharakterBeispiele aus der antiken, griechischen "Temperamentenlehre"

Sanguiniker (lat. Blut)heiterer, lebhafter und leichtbltiger Menschextrovertiert / emotionale Stabilittphantasievoll, gesprchig und optimistisch Leichtsinn, Skrupellosigkeit, exzessiv

Choleriker (altgriech. Galle)leicht erregbar, unausgeglichen, jhzornigextrovertiert / emotional instabilwillensstark, furchtlos und entschlossen15

Skriptum S. 17 KonfliktmanagementEinfluss-Faktor: CharakterPhlegmatiker (griech. Schleim) langsam, ruhig und schwerflligintrovertiert / emotionale Stabilittgleichgltig und friedliebendordentlich, zuverlssig und diplomatisch

Melancholiker (altgriech. schwarze Galle)schwermtig, trbsinnig und traurigintrovertiert / emotional instabilvoll Misstrauen, berkritischverlsslich, selbstbeherrscht

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Skriptum S. 17 KonfliktmanagementHauptdimensionen der Persnlichkeit = 5-Faktoren-Modell (FFM), Big5-Modell

Neurozentrismusemotional stabil / labilIntroversion - Extraversionreserviert / kontaktfreudig, reagiert nach innen / nach auenOffenheit fr neue Erfahrungenaufgeschlossen / vorsichtig, progressiv / konservativSoziale Vertrglichkeitfreundlich / aggressiv, altruistisch / egozentrischGewissenhaftigkeitgenau / tolerant, organisiert / chaotisch

weitere Einflussfaktoren: Selbstbeherrschung, Rechtsbewusstsein, Ehrgefhl, Macht und Einfluss, persnliche Erfahrungen z.B. "gebranntes Kind", strategische berlegungen

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Big5 - SelbsttestSkriptum S. 17 KonfliktmanagementEisberg-Modell18Erfahrungen, Assoziationen, Wahrnehmung

rationale Ebeneemotionale Ebene~80 %~20 %Fakten, ArgumenteSkriptum S. 20 KonfliktmanagementKonflikt-Verhaltenlogisch - sachlich (nur ca. 15%!)[+] klares Denken, Fhigkeit zum Betrachten aus der Distanz[-] problematisch in Beziehungen (gefhlskalt)

emotional[+] selten nachtragend oder rachschtig[-] reduzierte Selbstbeherrschung, unkontrollierte Emotionen laut werden, erhhte Stimmlage, Wutausbrche, unbedachte uerungen

beziehungsorientiert[+] hohe Kompromissbereitschaft, hufig FriedensstifterInnen[-] geringe Konfliktfhigkeit, Streben nach Harmonie, leiden unter eigenen und fremden Konflikten

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Skriptum S. 20 KonfliktmanagementArten der Konfliktbeziehungnebeneinanderabgegrenzte Aufgaben

nacheinanderAbhngigkeit im Arbeitsverlauf

miteinanderaufeinander angewiesen, Schwchen im Team

hierarchischvorgesetzt oder untergeordnet20

Skriptum S. 20 KonfliktmanagementFormen der AuseinandersetzungHeier KonfliktKonflikt ist sichtbarwird offen ausgetragen

kalter Konflikt Konfliktgrund ist bekanntKonflikt wird verdeckt ausgetragen

Stellvertreter-KonfliktKonflikt wird ber Dritte ausgetragenindirekte Steuerung21

Skriptum S. 15 KonfliktmanagementArten der KonfliktaustragungVermeidungs-StrategienBagatellisierenBilanzieren(Ver)MeidenVerleugnenUmdeuten/IntellektualisierenVersickern lassenauf Eis legeneigene Wahrnehmung verzerrenLsungsstrategiensich durchsetzen / Kapitulation Fair Play Koexistenz / KooperationNachgeben / Trennung22Skriptum S. 20/21 Konfliktmanagement6 Grundmuster der Konfliktlsung23RegressionProgression (Entwicklung)

nach Gerhard SchwarzSkriptum S. 21/25 KonfliktmanagementGrundmuster der Konfliktlsung 1Flucht (Vermeidungsverhalten, oft instinktiv) u.a. Bagatellisieren, Bilanzieren, Resignieren, Umdeuten (Intellektualisieren), Uminterpretieren, Wahrnehmung verzerren, aufschieben, verleugnen, verdrngen [+]rasch, schmerzlos, kein Verlust[-] keine Weiterentwicklung, unbefriedigend, keine endgltige Lsung

2. Vernichtungz.B. Ausgrenzung, Ausschluss, Mobbing, Krieg, Mord [+] rasch, grndlich, dauerhaft, Sieger gestrkt[-] keine Weiterentwicklung, unumkehrbar, inhuman

3. Unterwerfungz.B. berzeugen, berreden, Nachgeben, Manipulieren, Bestechen, Drohen, Intrigieren, Abstimmen [+] keine Vernichtung, umkehrbar, schnell, wiederholbar, Arbeitsteilung[-] unausgewogen, umkehrbar, stndige Kontrolle (z.B. Aufstand) 24Skriptum S. 21/25 KonfliktmanagementGrundmuster der Konfliktlsung 24. Delegation (Fremdentscheidung) z.B. Gericht, (privates) Schiedsgericht, Mediation, Weisenrat, Kommission [+]energiesparend, anonym, kein Gesichtsverlust, Teileinigung, keine Eigenverantwortung[-]kein Zugewinn an Bewltigungskompetenz, keine Mitsprache

5. Kompromiss (Teileinigung)[+]alle beteiligt, kein Gesichtsverlust, Eigenverantwortung, [-] Verschiebung der Machtverhltnisse mglich, graduelle Zufriedenheit

6. Konsens (gemeinsame, tragfhige Lsung)z.B. Fusionen, Integration[+]Interessen(s)austausch, besseres Kennenlernen[-]Zeitaufwand, anstrengend, Rckfallgefahr, hohe soziale Kompetenz erforderlich

25Skriptum S. 21/25 KonfliktmanagementEskalation= eine schrittweise Steigerung bzw. Abstieg

Gefahren durch Eskalation:vernderte Wahrnehmung des KonfliktpartnersEmotionen und Gefhle gewinnen die Oberhandkonstruktive Lsungen werden erschwert

Handlungsspielrume werden eingeschrnktGewalt nimmt zugegenseitigen Vernichtung wird denkbar

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Skriptum S. 05 Konfliktmanagement

Eskalationsstufen nach Friedrich Glasl27win - wingemeinsame Lsungmglich!win - losemeist uerer Eingriff notwendiglose - losegemeinsame Lsungunmglich, Schaden begrenzen!Dimensionswechsel sind subjektiv unumkehrbar!

Skriptum S. 06/07 KonfliktmanagementEskalationsstufe I: win - winVerhrtungschwindende Kompromissb