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Informationsblatt November 2012

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www.zh.kath.ch Informationsblatt November 2012

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    Informationsblatt November 2012

    Zufriedene und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das wich-tigste Kapital der Katholischen Kirche im Kanton Zrich. Unsere Perso-nalordnung mit gleitenden Arbeitszeiten und familienfreundlichen Regelun-gen u.a. Kinder- und Familienzulagen, Mutterschafts- und Vaterschafts -urlaub trgt diesem Anspruch Rechnung. Sie wird auch vom Grossteil der Kirchenp egen als Anstellungsbehrden in den Gemeinden berzeugt mitgetragen. Den Vergleich zu anderen grossen Organisationen braucht die Katholische Kirche im Kanton Zrich nicht zu scheuen. Wir sind stolz darauf, dass die Personalombudstelle bereits ihr 10-Jahr-Ju-bilum feiern kann. Denn in der Kirche ist es wie in jeder Organisation: Es arbeiten Menschen zusammen, und es kommt zu Kon ikten. Umso wichti-ger ist es, diese frhzeitig und konstruktiv anzugehen. Dabei helfen die Om-budsleute und die neu aufgelegte Broschre Kon ikte, Mobbing, sexuelle bergriffe ein Leitfaden fr Kirchgemeinden, Pfarreien und kirchliche Organisationen. Darin beziehen der Synodalrat und der Generalvikar ein-deutig Stellung gegen jede Form von sexuellen bergriffen.In diesen Tagen erscheint auch die Personalfrderungsbroschre mit einem breiten Kursangebot fr das Jahr 2013. Da die Krperschaft 2013 ihr 50-Jahr-Jubilum feiern kann, sind die Kurse des Synodalrates fr kirchli-che Mitarbeitende kostenlos. Denn wir sind berzeugt: Gut ausgebildete und positiv eingestellte Mitarbeitende tragen zu einer lebendigen Kirche mit guter Ausstrahlung in der ffentlichkeit bei.Karl Conte. Synodalrat

    ///// Personalombudsstelle 10 Jahre jung und sehr gefragt /////////////////// //////////// Ttigkeitsprogramm Dienst am Menschen im Fokus /////////////// ///////////////// Aidsseelsorge Bewegende Fotoausstellung geplant ////////// ////// Jugendseelsorgeforum Kommunikation der Zukunft /////////////////// ////////////////// Fortbildung 2013 Kurs Werben fr die Kirche ///////////////

    Karl Conte, Synodalrat fr das Ressort Personal

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    Der Dienst am Menschen gehrt zum Grundauftrag der Kirchen und geht ber die seelsorgerliche Aufgabe im engeren Sinne hinaus. Er steht vor al-lem fr alle Ttigkeiten, welche die Kirchen solidarisch fr alle Menschen erbringen. Das Reich Gottes soll nicht lediglich durch distanzierte mitleidi-ge Almosen und eine fromme und philanthropische Grundhaltung darge-stellt werden. Es bedarf der Zuwendung und echter Parteinahme fr die/den Nchsten und der Wahrnehmung, dass sich Gott durch unser konkretes Handeln er kann es ja nicht selbst tun den Menschen zuwendet. Jesus ist nicht gekommen, um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen. Oder um es mit Dietrich Bonhoeffer zu formulieren: Die Kirche ist nur Kirche, wenn sie fr andere da ist.

    Dienstleistungen mit gesamtgesellschaftlicher BedeutungDie Ttigkeitsprogramme 2014-2019 der beiden Kirchen dokumentieren diesen Auftrag und geben Auskunft ber kirchliche Leitungen im gesamtge-sellschaftlichen Interesse. Welche Ttigkeiten sie erbringen, entscheiden die kirchlichen Krperschaften autonom. Es handelt sich also nicht um Leis-tungsauftrge des Staates.Von den vorgesehenen insgesamt 180 Mio. Franken (gemss Budget 2012 von Kirchgemeinden und Krperschaft) in den Bereichen Bildung (26.6), Soziales (45.1), Kultur (10.6) und Weiteres (98.2) werden rund 109 Mio. Franken oder 60% fr Leistungen mit gesamtgesellschaftlicher Bedeutung aufgewendet. Details dazu unter: www.zh.kath.ch/a-z > Ttigkeitspro-gramm.Diesen Leistungen stehen gemss Rechnung 2010 Einnahmen aus Steuerer-trgen natrlicher Personen in der Hhe von 127.8 Mio. Franken, Einnah-men aus Steuerertrgen juristischer Personen von 53.4 Mio. Franken und Kostenbeitrge des Staates von 12.05 Mio. Franken gegenber. Letztere er-hhen sich bis 2013 auf 22.1 Mio. Franken.

    Rahmenkredit von 300 Mio. Franken fr sechs JahreDer Regierungsrat des Kantons Zrich beantragt dem Kantonsrat fr die Jahre 2014 bis 2019 einen Rahmenkredit von 300 Mio. Franken fr Kosten-beitrge an die anerkannten Religionsgemeinschaften. Dieser Betrag orien-tiert sich an den bisher jhrlich 50 Mio. Franken, wird aber gemss neuem Kirchengesetz anhand der Mitgliedergrsse verteilt. Ende Oktober 2012 hat die vorberatende kantonsrtliche Kommission fr Staat und Gemeinden die anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften zu einem Hearing gela-den. Der Kantonsrat wird im Dezember ber die Vorlage (RRB 4927) ent-scheiden.www.zh.kath.ch und www.zh.ch/internet/de/aktuell/rrb/suche.html

    Ttigkeitsprogramm: Dienst am Menschen

    Ttigkeiten der Katholischen Kirche im Kanton Zrich in den Bereichen Soziales, Bildung und Kultur: Einsatz fr Familien und werdende Mtter (Bild 1), breites Kurs- und Weiterbildungsangebot in den Kirchgemeinden und Mediothek Relimedia (Bild 2), Orgel- und andere Konzerte(Bild 3)

    Die reformierte und katholische Kirche im Kanton Zrich haben erstmals Ttigkeitsprogramme vorgelegt. Diese weisen ge-samtgesellschaftlich bedeutsame kirchliche Leistungen insbe-sondere in den Bereichen Bildung, Soziales und Kultur aus.

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    Barbara Umbricht Lukas ist seit dem Sommer 2011 die neue Personalom-budsfrau. Ihr Fazit: Gut, dass es diese Einrichtung gibt sie wird ge-braucht. Diese Rckmeldung bekommen wir immer wieder. Die 46jhrige Rechtsanwltin mit Zusatzausbildung in Mediation und Kon iktmanage-ment bildet gemeinsam mit dem Theologen und Mediator Helmut Steindl (57) die Personalombudstelle der Katholischen Kirche im Kanton Zrich. Das Signal der Katholischen Kirche im Kanton Zrich lautet: Wir lassen unsere Mitarbeitenden bei Kon ikten nicht alleine. Das Ringen um die Lsung ist wichtig, wir beziehen die Sicht der jeweils anderen Seite mit ein, fhrt Steindl aus. Im Jahr 2011 bearbeitete die Personalombudsstelle rund 44 Flle von Kon ikten, deren Lsung lngere Zeit in Anspruch nahm. Die Ombudsstelle bert neutral und steht allen Angestellten und ehrenamtlich Ttigen der Katholischen Kirche im Kanton Zrich unentgeltlich zur Verfgung. Steindl: Wir mchten dem Kon ikt die Schrfe nehmen. Viele emp nden ihn als persnliche Niederlage. Unsere Intervention wird als Entlastung empfunden. Es kann auch schon mal vorkommen, dass ich frage: Haben Sie Untersttzung in dieser Krisenzeit? ergnzt Barbara Umbricht. In erster Linie helfen und untersttzen wir.

    Lsungsorientierter Blick auf das gesamte SystemEine neue Broschre von Synodalrat und Generalvikariat befasst sich umfassend mit dem Thema, enthlt Kontaktadressen und Hinweise fr den Umgang mit Kon ikten oder auch Mobbing. Der fr das Personal zustn-dige Synodalrat Karl Conte fhrt aus: Bei Kon ikten zu intervenieren ist ganz klar eine Fhrungsaufgabe. Je frhzeitiger das passiert, umso besser. Dies besttigen auch die Personalombudsleute. Manche Kon ikte sind bereits so zugespitzt, dass ein Neustart nicht mehr mglich ist. Dann knnen wir nur noch die Kndigungsbedingungen verhandeln. Hauptsache ist, dass alle ihr Gesicht wahren knnen, so die Personalombudsleute. Die Lsungen stehen im Vordergrund nicht das richtige oder falsche Handeln der einen oder anderen Person. Die duale Struktur das staatskirchenrecht-liche System und das kirchliche System bietet zudem hu g Boden fr Kon ikte: unterschiedliche religise berzeugungen im Seelsorgeteam, Probleme mit der Kirchenp ege als Anstellungsbehrde sind Beispiele dafr. Wir tauschen uns regelmssig aus, besonderes bei intensiven Fllen. Manchmal sind unsere Empfehlungen nicht gern gesehen. Wir sind nicht Teil des Kon ikts und knnen mehr als nur eine Position sehen, ist Helmut Steindl berzeugt. Um die Unabhngigkeit nach aussen zu betonen, hat die Ombudsstelle ihre Geschftsstelle in der Anwaltskanzlei von Barbara Umbricht Lukas in Zrich. Gesprche nden nach Absprache an einem mglichst diskreten und neutralen Ort statt, der mit der gesuchstellenden Person oder Behrde vereinbart wird. Es steht den Gesuchstellenden frei, zwischen der Ombudsfrau und dem Ombudsmann zu whlen.www.zh.kath.ch/ombudsstelle

    Personalombudstelle - 10 Jahre jung

    Sehen sich als Team: die Ombuds-leute Barbara Umbricht Lukas und Helmut Steindl

    Die neue Broschre kann per Mail beim Synodalrat bestellt werden und ist online abrufbar unter www.zh.kath.ch/personal

    Konfl ikte sind etwas ganz normales und trotzdem trifft die Konfl iktparteien die Erkenntnis, dass etwas nicht rund luft, tief. 10 Jahre nach der Einrichtung der Personalombudsstelle ist ihr Angebot gefragt.

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    Leiter Peter Weskamp erffnete: Relimedia ist keine Bibliothek sondern ein Raum fr Medien. Diese Medien stehen ab sofort fr den Download und die Verwendung in Schulzimmer und Kirche bereit. Die Online-Distri-bution wurde 2010 vom kumenischen Medienladen bisheriger kirchli-cher Dienstleister rund um audiovisuelle Medien als europaweites Pilot-projekt gestartet und geht nun in Relimedia ber konfessions- und medienbergreifend, getragen von der kumenischen Mediengruppe, hauptschlich nanziert von den beiden grossen Zrcher Kirchen.

    Wissen ber Religion verbreiten Laut Peter Weskamp, Leiter des neuen Medienzentrums, orientiert sich Relimedia an zwei Trends, die das traditionelle Bibliotheksbild ablsen: Medienzentrum im stdtischen Raum als Ort der Begegnung und des Austauschs (Urban Media Space) sowie Medienzentrum als Ort, an dem Ideen und Wissen gehandelt und ausgetauscht werden (Idea Store). Im Gegensatz zu traditionellen Bibliotheken werden Kundinnen und Kunden von Relimedia durch religions- und medienpdagogisch ausgebildete und erfahrene Fachkrfte beraten. An diesem Punkt setzte auch Ruth Thalmann, Synodalrtin, in ihrer Ansprache zur Erffnung an: Junge Menschen sind hu g

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