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Uni, Personal & Studiengänge 2015

Uni, Personal & Studieng¤nge

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Zentralverwaltung .........................................................................................................37
Fakultät für Physik und Astronomie .............................................................................194
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät .........................................................................207
Namensverzeichnis .................................................................................................. 364
U ni
, P er
so na
Angewandte Physische Geographie, Geosystem- wandel und -schutz: siehe Geographie ............. 254
Anglistik / Amerikanistik ..................................228
Betriebswirtschaftslehre: siehe Wirtschaftswissenschaft ..................................360
Chemie ............................................................236
Chinese and Economics: siehe Sinologie / Modern China ..................................................342
Chinese Studies: s. Sinologie / Modern China ..342
Computational Mathematics ............................238
Cultural Landscapes ........................................240
Didaktiken einer Fächergruppe der Mittelschule: siehe Lehramt an Mittelschulen .......................286
Digital Humanities ...........................................242
Englisch (Lehramt): s. Anglistik / Amerikanistik 228
English-Speaking Cultures: siehe Anglistik / Amerikanistik ..................................................228
Erdkunde (Lehramt): siehe Geographie ............ 254
Ethik (Lehramt): siehe Philosophie ...................320
Ethnomusikologie / Transcultural Music Studies: siehe Musikwissenschaft ................................. 314
Europäische Ethnologie / Volkskunde ..............244
Europäisches Recht / Wirtschaftsrecht: siehe Rechtswissenschaft ......................................... 334
Evangelische Religionslehre (Lehramt): siehe Evangelische Theologie ....................................246
Evangelische Theologie ....................................246
Experimentelle Medizin: siehe Medizin ............302
FOKUS Chemie: siehe Chemie ..........................236
FOKUS Life Sciences: s. Life Sciences (FOKUS)..290
FOKUS Pharmazie: siehe Pharmazie ................. 318
FOKUS Physik: siehe Physik und Nanostrukturtechnik ........................................324
Französisch: siehe Romanistik ......................... 336
Geographie (Schwerpunkt Physische Geographie): siehe Geographie........................ 254
Germanistik ..................................................... 256
Historische Hilfswissenschaften: siehe Geschichte.......................................................260
Katholische Theologie ......................................268
Klassische Archäologie .................................... 271
Kunstgeschichte .............................................. 272
Kunstpädagogik ............................................... 274
Lebensmittelchemie ........................................280
Life Sciences (FOKUS) ......................................290
Life Sciences (Promotionsstudiengang) ............292
Luft- und Raumfahrtinformatik .........................294
Modern China: s. Sinologie / Modern China .....342
Modernes Chinesisch: siehe Sinologie / Modern China ..................................................342
Modernes Südasien: siehe Indologie / Südasienkunde ...............................................264
Museologie und materielle Kultur .....................308
Musik (Lehramt) ............................................... 310
Pädagogik ....................................................... 316
Pharmazie ....................................................... 318
Philosophie .....................................................320
Philosophie und Religion .................................322
Physik und Nanostrukturtechnik ......................324
Political and Social Studies ..............................326
Politologie: s. Political and Social Studies ........326
Privatrecht: siehe Rechtswissenschaft .............. 334
Realschullehramt: siehe Lehramt an Realschulen .....................................................288
Rechtswissenschaft ......................................... 334
Religionslehre, evangelische: siehe Evangelische Theologie ....................................246
Religionslehre, katholische: siehe Katholische Theologie ......................................268
Romanistik ...................................................... 336
Russische Sprache und Kultur .......................... 338
Science and Technology (Promotionsstudiengang) ................................340
Sinologie / Modern China ................................342
Sonderpädagogik ............................................344
Spanisch: siehe Romanistik ............................. 336
Sportwissenschaft / Sport ................................348
Theologische Studien / Theological Studies: siehe Katholische Theologie ............................268
Translational Neuroscience .............................. 350
Wirtschaftsinformatik ....................................... 356
Wirtschaftsmathematik .................................... 358
Wirtschaftswissenschaft ..................................360
Die Wurzeln der Julius-Maximilians-Universität Würzburg reichen bis ins Jahr 1402 zurück. Ausgehend von einer Theologischen Fakultät hat sie sich zu einer in Lehre und Forschung äußerst leistungsstarken Universität mit vollem Fächerspektrum ent- wickelt, das von den Naturwissenschaften und der Medizin über die Geistes- und Ge- sellschaftswissenschaften bis hin zu ausgewählten ingenieurwissenschaftlichen Fä- chern reicht. Heute bilden fast 400 Professoren und mehrere tausend wissenschaftli- che Mitarbeiter und Dozenten in zehn Fakultäten rund 28.000 Studierende aus.
Breites Fächerangebot Auf Grund ihrer über sechs Jahrhunderte langen Entwicklung und Optimierung ver- fügt die Universität Würzburg über ein breites Fächerangebot. Zu den klassischen Studiengängen gehören Medizin, Theologie, Philosophie und Jura, Psychologie, Wirt- schaftswissenschaft, klassische und moderne Philologien, Bildungswissenschaften, Gesellschaftswissenschaften, Altertumswissenschaften, Biologie, Chemie, Pharma- zie, Mathematik und Informatik sowie Physik und Astronomie. Als traditionsreicher Standort der Lehrerbildung bietet die Universität Würzburg eine Vielzahl von lehr- amtsspezifischen Studiengängen und Fächerkombinationen an.
Durch die Einrichtung neuer Studiengänge zu aktuellen Fragestellungen aus Gesell- schaft und Technik wird das Fächerspektrum ständig an moderne Entwicklungen angepasst. Zu diesen Studiengängen gehören beispielsweise Nanostrukturtechnik, Funktionswerkstoffe, Biomedizin, Modern China, der Master-Studiengang Space Science and Technology sowie die Bachelor-Studiengänge Digital Humanities, Ma- thematische Physik, Computational Mathematics, Luft- und Raumfahrt-Informatik und Mensch-Computer-Systeme. In jüngster Zeit neu gestartet sind die Bachelor-Stu- diengänge Medienkommunikation, Museologie sowie „Philosophie und Religion“. Zu praktisch allen Bachelor-Studiengängen werden konsekutive Master-Studiengän- ge angeboten, um einen nahtlosen Übergang von der Bachelor- in die Master-Phase zu ermöglichen.
FR IS
TE N
U N
D T
ER M
Bewerbungsschluss für zulassungsbeschränkte Studiengänge 15.01.2015
Immatrikulation für zulassungsfreie Studiengänge: 16.02 bis 10.04.2015
Rückmeldung fürs Wintersemester 2015/16 15.06. bis 03.07.2015
Wintersemester 2015/16
Vorlesungsfreie Tage: Buß- und Bettag: 18.11.2015 (bis 12:00 Uhr) Weihnachten: 24.12.2015 bis 06.01.2016
Bewerbungsschluss für zulassungsbeschränkte Studiengänge 15.07.2015 (Achtung: Wer Medizin, Zahnmedizin und Pharmazie studieren will und sein Abitur vor dem 16.01.2015 gemacht hat, bewirbt sich bei der Stiftung für Hochschulzulassung bis 31.05.2015
Immatrikulation für zulassungsfreie Studiengänge: ca. Mitte Juli 2015 bis Vorlesungsbeginn
Rückmeldung fürs Sommersemester 2016 07.01.2016 bis 29.01.2016
Allgemein Anmeldetermine für Eignungsprüfungen
Immatrikulation für Gaststudierende
- fürs Sommersemester: März bis April - fürs Wintersemester: September bis November
Weitere Infos unter www.uni-wuerzburg.de/fuer/studierende/vorlesungsverzeichnis/
Die Alte Universität in der Domer- schulstraße. Sie sieht heute im Wesentlichen wieder so aus, wie Fürstbischof Julius Echter sie von 1582 bis 1591 bauen ließ. Damals bot das wuchtige Renaissance- gebäude Platz für den gesamten Universitätsbetrieb. Heute ist dort nur noch die Juristische Fakultät angesiedelt. Die frühere Universi- tätskirche, die Neubaukirche, dient der Uni als Fest- und Veranstal- tungssaal. Der Grundstein für die Alte Universität wurde am 11. Juni 1582 gelegt – auf dem Gelände des verlassenen St.-Ulrich-Klosters der Benediktinerinnen, am südlichen Rand der Altstadt. Echter ließ die Reste des Klosters abreißen und schuf so Platz für einen weitläufigen Universitätsbau. Die Pläne dafür stammten vom kurmainzischen Bau- meister Georg Robin (1522-1592): Ein viergeschossiges Bauwerk umgibt einen fast quadratischen Innenhof, der im Süden von der Universitätskirche abgeschlossen wird. (Foto: Wolfgang Bytomski)
Alle Angaben ohne Gewähr
Zahlreiche Sonderforschungsbereiche, Graduiertenkollegs und Forschergruppen gibt es an der Universität. Sie werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziell gefördert. Die Uni hat diese Einrichtungen der Spitzenforschung im harten Wettbewerb mit anderen Hochschulen gewonnen.
Auch beim Einwerben von Drittmitteln zeigt sich die Forschungsstärke der Universität. Rund 101 Millionen Euro haben Wissenschaftler der Uni im Jahr 2013 eingeworben, eine erneute Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. Ein ähnlich gutes Ergebnis dürfte die Universität auch 2014 erzielt haben.
Im aktuellen Förderranking der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), das auf der Höhe der bewilligten Drittmittel basiert, zeigt sich eine deutliche Zunahme der Würzburger Dritt- mitteleinwerbung aus der DFG. Insgesamt hat die Uni Würzburg von 2008 bis 2010 von der DFG 133,1 Millionen Euro erhalten, mehr als 20 Prozent mehr als von 2005 bis 2007. Damit erreicht sie unter den 94 deutschen Unis Platz 15 – im Bereich der Lebenswissenschaften liegt sie sogar auf Platz 4.
Weitere Rankings bestätigen immer wieder die Spitzenstellung der Universität, beispielswei- se das renommierte „Academic Ranking of World Universities“ der Jiao-Tong-Universität in Shanghai. In der Wertung von 2014 kommt die Uni Würzburg im Gesamtergebnis unter die besten 200 Universitäten der Welt und unter die besten 13 in Deutschland. Weiterhin sind fünf Würzburger Fachbereiche unter den Top 150 weltweit gelistet; zwei davon finden sich so- gar unter den Top 100. In der Chemie steht die Universität dort weltweit auf dem exzellenten 30. Platz, in Deutschland sogar auf Rang 2.
Auch das Ranking des Centre for Science and Technology Studies der Universität Leiden (Nie- derlande), das sogenannte “Leiden Ranking” hat der Universität Würzburg im Jahr 2014 he- rausragende Leistungen bestätigt. Dort liegt die Julius-Maximilians-Universität in Deutsch- land auf Rang 6, in Europa auf Platz 57 und im weltweiten Vergleich der 500 führenden Universitäten an 93. Stelle. Im Bereich der Naturwissenschaften belegt sie in Deutschland ebenfalls Rang 6, in Europa Rang 26 und weltweit Rang 89.
Als enorm forschungsstark hat das Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) unter anderem die Würzburger Psychologen, Biologen, Chemiker, Physiker und Mathematiker eingestuft. Masterstudierende und Promovierende finden in diesen Fächern „herausragend forschungsstarke Fachbereiche und internationale Orientierung“. Punkten konnten beim CHE beispielsweise die Physiker mit ihren wissenschaftlichen Leistungen. Ihre Publikatio- nen werden so häufig von Kollegen zitiert, dass sie damit auf einem Spitzenplatz in dem
Viele Erfolge der Universität Würzburg in der Forschung gehen auf eine Strategie der Zentrenbil-
dung zurück. Schon Anfang der 1990er-Jahre hat sie begonnen,
fakultätsübergreifende Forschungszentren zu gründen. Dadurch erschloss sie neue For- schungsthemen und innovative
Studiengänge. Diese Zentren sind zu international sichtbaren
Markenzeichen geworden. Im Bild: Der Innenhof des Rudolf-Virchow-Zentrums.
Das Universitätsgebäude am Wit- telsbacherplatz ist eine zentrale Stätte der Lehramtsausbildung. Das war schon immer so: Der fast 200 Meter lange, schlossartige Prachtbau wurde am 1. Oktober 1898 als Königliches Schullehrer- Seminar eröffnet. Das Gebäude hatte anfangs vier Schlafsäle, eine Großküche mit Speisesaal, Räume fürs Zeichnen, Werken und Musizieren und sogar eine Hauskapelle. Ein Karzer vervoll- ständigte die Ausstattung.
Ranking landeten. Die Biologen erzielen Spitzenbewertungen in den Bereichen „Anzahl der Veröffentlichungen“, „Herausragende Wissenschaftler“ und „Studierendenmobilität“. Über- durchschnittlich gut schneidet die Fakultät auch in vielen Punkten in der Bewertung durch die Studierenden ab. Die Psychologen zeichnen sich vor allem durch ihre hohe Anzahl an Publi- kationen und deren Qualität sowie durch die Höhe der eingeworbenen Forschungsgelder aus.
Forschungsstark sind auch die Geisteswissenschaften. So ist beispielsweise das Institut für Musikforschung in seiner Ausrichtung und seinen Kompetenzen deutschlandweit einzigar- tig. Dort lehrt und forscht zudem der bislang erste und einzige Musikwissenschaftler, dem die DFG den renommierten Leibniz-Preis zuerkannt hat. Stark sind auch die Würzburger Ang- listen und Amerikanisten: Das hat ihnen der Wissenschaftsrat in seinem ersten Forschungs- rating für die Geisteswissenschaften bescheinigt.
Klangvolle Namen finden sich in den Wirtschaftswissenschaften. Hier können Studierende zum Beispiel bei einem Wirtschaftsweisen Vorlesungen besuchen und in allen betriebs- und volkswirtschaftlichen Fachbereichen an aktuellen Studien zur wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands mitarbeiten.
Auch Firmengründungen werden an der Universität Würzburg überdurchschnittlich gut un- terstützt. Zu diesem Ergebnis kommt der „Gründungsradar 2013“ des Stifterverbands für die deutsche Wissenschaft. Im Ranking der 39 betrachteten großen Hochschulen – mit mehr als 15.000 Studierenden – liegt Würzburg auf Platz 12. In Sachen Gründungsverankerung (Platz 5 für Würzburg) und Gründungssensibilisierung (Platz 6) wertet der Stifterverband die Leistungen der Julius-Maximilians-Universität sogar als vorbildlich. Für die gute Gründungs- atmosphäre an der Uni sorgen unter anderem der Lehrstuhl für Unternehmensgründung und Unternehmensführung sowie das Servicezentrum Forschung und Technologietransfer, das Gründungsprojekte und Erfinder rundum betreut. Hinzu kommen die Angebote des Career Service und weitere gründungsrelevante Veranstaltungen in mehreren Fakultäten.
Die Bandbreite der Forschungsthemen in der Juristischen Fakultät ist groß. Sie reicht vom europäischen Recht und der Europäisierung der nationalen Rechtsordnungen über das Recht im Internet bis zu speziellen Fragen des Roboterrechts. Was die Einwerbung von Drittmitteln betrifft, weist die Statistik für die Juristen in den vergangenen Jahren einen überdurchschnitt- lich großen Zuwachs aus. Auch das beweist die Qualität der dort geleisteten Forschung.
Top-Medizin und Spitzenforschung zum Wohl der Patienten: Diese Devise gilt im Klinikum der Universität. Wissenschaft und Patientenbehandlung sind dort so eng miteinander ver- zahnt, dass die Patienten von den jeweils modernsten Therapiestandards profitieren.
Aus guter Forschung entsteht gute Lehre. In allen Studiengängen werden neueste For- schungsergebnisse berücksichtigt; Studierende werden an wissenschaftliche Projekte herangeführt. Doktoranden erfahren in den universitätsweiten Graduiertenschulen eine strukturierte Ausbildung. Vier davon gibt es inzwischen: Unter dem Dach der University of Würzburg Graduate Schools sind die Graduate Schools Life Sciences, Humanities, Science & Technology und die Graduate School Law, Economics and Society vereint. Doktoranden kön- nen dort ihrer individuellen Forschung nachgehen – unterstützt durch spezielle Forschungs- gruppen und interdisziplinäre Programme. Die Graduate Schools bieten ihren Promovieren- den Unterstützung durch mehrere Betreuer und Begleitveranstaltungen. Ein individuelles Promotionskomitee betreut und berät die Doktoranden.
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Die Julius-Maximilians-Universität Würzburg ist eine international renommier- te Universität mit einem breiten Fächerspektrum. Verwurzelt in Würzburg und Mainfranken, hat sie in Forschung und Lehre Leistungen von weltweiter Bedeu- tung hervorgebracht. Darin liegt die Basis unserer Identität, die wir zugleich als Verpflichtung sehen, auch künftig exzellente Forschung und Lehre in allen Wissenschaftsbereichen zu erbringen.
Die 1402 erstmals gegründete Universität Würzburg bietet heute mehr als 100 Studienfächer in den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, den Natur- und Lebenswissenschaften, der Medizin und in ausgewählten Bereichen der Ingenieurwissenschaften an, in denen unsere Studierenden auf vielfältige Be- rufsfelder vorbereitet werden. Hauptaufgabe der Universität ist es, ihre Lehre eng auf die aktuelle Forschung abzustimmen. Unsere Studierenden arbeiten weltweit mit ausgewiesenen Forscherpersönlichkeiten zusammen und tragen mit Abschluss-, Master- und Promotionsarbeiten selbst zur Forschung bei. Ein Ziel der Universität ist die Stärkung der interdisziplinären Zusammenarbeit, um spannende Fragestellungen zwischen verschiedenen Wissensbereichen zu bearbeiten. Die JMU setzt sich mit kontinuierlichen Qualitätsverbesserungs- prozessen fachübergreifend und nachhaltig für ihre Hochschulentwicklung ein.
Die Universität Würzburg versteht es als ihre zentrale Aufgabe, Erkenntnisse in allen Wissenschaftsbereichen zu gewinnen und diese an ihre Studierenden, die forschende Fachwelt und eine breite Öffentlichkeit weiterzuvermitteln. Forschung und Lehre auf internationalem Niveau sehen wir stets in Verantwor- tung gegenüber den Belangen der Gesellschaft und ethischen Werten. Diese Haltung spiegelt sich auch in unserem Motto wider: „Veritati“, der Wahrheit verpflichtet. Unsere gesellschaftliche Verantwortung nehmen wir im Einsatz für die demokratischen Grundrechte, für humanitäre Ziele und für nachhaltigen Ressourceneinsatz wahr.
Selbstbewusst sein: Erfolgreiche Tradition An unserer Universität haben viele herausragende Forscher gewirkt, darunter Philipp Franz von Siebold, berühmter Ethnologe, Japan- und Naturforscher, Rudolf Virchow, Begründer der modernen Zellbiologie, und Franz Brentano, bedeutender Philosoph und Psychologe. Wilhelm Conrad Röntgen, Nobel- preisträger für Physik, entdeckte in Würzburg die Röntgenstrahlung. Seit 1985 sind mit Klaus von Klitzing (Physik), Hartmut Michel (Chemie) und Harald zur Hausen (Medizin) drei Forscher, die an unserer Universität gearbeitet haben, mit Nobelpreisen ausgezeichnet worden. Wir werden auch künftig überragen- de Fachkompetenz und Kreativität nach Kräften fördern.
Neues entdecken: Leistungsstarke Forschung Unsere Universität sieht sich als Ort der Grundlagenforschung und der anwen- dungsorientierten Forschung. Wir wollen in zukunftsrelevanten Wissensgebie- ten neue Erkenntnisse erarbeiten, die kulturelle, ökologische und ökonomi- sche Innovationen ermöglichen und damit wichtige Impulse für Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft geben. Unsere Forschungsaktivitäten werden von der Verantwortung der Forschenden gegenüber dem Allgemeinwohl und den menschlichen Grundnormen geleitet.
Gutes Lernen: Qualität der Lehre Unsere Universität sieht sich guter Lehre verpflichtet. Alle Studierenden sollen zu optimalem Wissen und kritischem Denken hingeführt werden. Unsere Kernaufgaben in der Lehre: Den Studierenden forschungsbasiertes Fachwissen und Kompetenzen vermitteln, um sie auf die Berufswelt vorzubereiten und ihren persönlichen Bildungshorizont zu erweitern. Unsere Lehrenden stellen sich dieser Aufgabe mit hohem Engagement und setzen sich kontinuierlich für die Verbesserung der Qualität ihrer Lehre sowie für die Entwicklung innovativer Lehrangebote ein.
Neues vermitteln: Zukunftsfähige Lehrerausbildung Unsere Universität bietet Studiengänge an, die für das Lehramt an verschie- denen Schularten qualifizieren. Wir messen diesen Studiengängen besondere gesellschaftliche Bedeutung bei und bilden unsere angehenden Lehrer und Lehrerinnen auf höchstem Niveau nach neuesten wissenschaftlichen Kennt- nissen aus. Den Lehramtsstudierenden wollen wir auch für außerschulische Berufsfelder optimale Einstiegschancen sichern. Darum können sie parallel zum Staatsexamen einen akademischen Abschluss als Bachelor of Arts oder Bachelor of Science erwerben. Auch der Übergang in Master- und Promotions- studiengänge wird gefördert.
Vielfältig vernetzt: Diskussion der Zusammenhänge Der lebendige und stetige Austausch zwischen unterschiedlichen Disziplinen ist uns wichtig. Wir haben daher neue Studiengänge an den Schnittstellen zwischen Geistes- und Naturwissenschaften sowie zwischen Natur- und Le- benswissenschaften eingerichtet. Interkulturelle Studienelemente und be- rufsfeldübergreifende Schlüsselqualifikationen sind fester Bestandteil vieler Curricula. Zu wichtigen interdisziplinären Wissenschaftsthemen existieren Forschungszentren; weitere sind im Aufbau. Leistungsfähige Arbeitsgruppen finden darin besonders günstige Voraussetzungen für international herausra- gende Studien.
Stark gefördert: Chancengleichheit Wir wollen die Chancengleichheit energisch und zügig umsetzen. Das Kreativi- tätspotential von Frauen und Männern in Forschung, Lehre und Verwaltung soll sich ungehindert entfalten. Wir haben daher auf allen Karrierestufen Förder- maßnahmen eingeführt, die systematisch ausgebaut werden. Familienfreund- lichen und -förderlichen Arbeits- und Studienbedingungen sowie bedarfsge- rechten Kinderbetreuungsangeboten für Studierende und Beschäftigte mit Familienpflichten messen wir höchste Bedeutung bei.
Gut integriert: Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen Wir ermöglichen studieninteressierten Menschen, unabhängig von den per- sönlichen Voraussetzungen, erfolgreich zu studieren. So bieten wir Vorkurse zur Verstärkung der Grundlagenkenntnisse in verschiedenen Studiengängen und Deutschkurse für ausländische Studierende an. Ganz besonders wichtig sind uns Maßnahmen, die Studieninteressierten und Beschäftigten mit Behin- derungen oder chronischen Erkrankungen einen Zugang zu Studium und Beruf eröffnen.
Kennenlernen: Internationalität An unserer Universität ist eine hohe Anzahl ausländischer Studierender ein- geschrieben. Wir erweitern kontinuierlich unsere Austauschprogramme mit renommierten Partneruniversitäten auf allen Kontinenten. Der Austausch mit unseren Partnern basiert auf Gegenseitigkeit und Ausgewogenheit. Wichtiges Ziel ist es, allen Studierenden einen Auslandsaufenthalt zu ermöglichen. Wir sehen den internationalen Austausch als wichtiges Element, um das Verständ- nis für unterschiedliche Kulturen, Nationalitäten und Sprachen zu fördern.
Mitarbeiten: Modernes Management Unsere Verwaltung versteht sich als Einrichtung, die optimale Rahmenbe- dingungen für Forschung und Lehre sowie Kooperationen mit der Wirtschaft schafft – durch ein modernes Management, durch das Einbinden und Weiter- bilden ihrer Beschäftigten und durch den Einsatz innovativer Arbeitskonzepte.
Aus Forschung lehren – Nachwuchsförderung und lebenslanges Lernen In alle Studiengänge unserer Universität fließen die neuesten Forschungser- gebnisse ein. Wir stärken das Zusammenwirken von Forschung und Lehre und führen die Studierenden direkt an wissenschaftliche Projekte heran. Für die Doktorandenausbildung wurde eine universitätsweite Graduiertenschule ein- gerichtet. Wir fördern die Eigenständigkeit unserer Nachwuchswissenschaftle- rInnen und schaffen die Voraussetzungen zur Umsetzung ihrer Ideen. Mit Teil- zeitstudienmodellen sowie berufsbegleitenden Studiengängen ermöglichen wir Lebenslanges Lernen und einen direkten Wissenstransfer in die Berufswelt.
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Als bedeutender regionaler Arbeitgeber und Ausbilder trägt die Universität Verantwortung für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sorgt für bestmögli- che Arbeitsbedingungen und fördert ihre Identifikation mit der Universität und betreut das universitäre Gründungsgeschehen sowie die Nutzung von Schutz- rechten nachhaltig.
Mitreden: Kultur der Partizipation Wir legen großen Wert darauf, die Anliegen der Studierenden und der Beschäf- tigten bei der Ausgestaltung der Studien- und Arbeitsbedingungen zu berück- sichtigen. Unsere Studierenden wirken bei Entwicklung, Verbesserung und Evaluation der Studiengänge mit. Wir unterstützen die Arbeit der Fachschaften und der gesamtuniversitären Studierendenvertretung ebenso wie die des Kon- vents der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und des Perso- nalrats und beteiligen sie an wichtigen Entscheidungsprozessen.
Viel erfahren: Alumni-Netzwerk Wir sind stolz auf unsere Absolventen und pflegen den Kontakt mit ihnen. In unserem Alumni-Netzwerk findet ein fach- und fakultätsübergreifender Aus- tausch zwischen Studierenden und Ehemaligen statt. Von deren reichhaltigen Berufserfahrungen können Lernende und Lehrende profitieren. Mit der Alum- ni-Arbeit wollen wir diese Erfahrungen nutzen, den Alumni eine Teilnahme am universitären Leben ermöglichen und die Universität durch diese Allianz stärken.
Nachhaltigkeit: Lebensgrundlagen schonen Wir sehen uns sowohl im baulichen und organisatorischen Bereich wie auch in allen Fragen der Forschung und Lehre dem Prinzip der Nachhaltigkeit ver- pflichtet. Als Arbeits- und Lebensstätte von 31.000 Menschen und als Ort der Innovation und Ideen übernimmt unsere Universität eine Vorbildrolle auch bei großen Zukunftsfragen, wie Klimawandel und nachhaltiger Energiegewinnung.
Gut leben: Universität und Region Universität, Stadt und Region bieten Studierenden und Beschäftigten ein at- traktives Lebensumfeld. Würzburg ist durch seine städtebauliche Schönheit, seine zentrale Lage und sein reizvolles Umland ein beliebter Studien- und Forschungsstandort mit hohem Freizeitwert. Weinberge, das Maintal und ein südländisch anmutendes Klima sind charakteristisch für unsere Region. Viele Gäste der Universität, die aus aller Welt zum Forschen, Lehren oder Lernen nach Würzburg kommen, schwärmen noch lange von der Lebensqualität un- serer Stadt.
Weltweit vernetzt: Die Uni und ihre Partnerschaften
Von Umeå bis nach Kapstadt, von Vancouver bis nach Tokio, von Abobo-Adja- mé bis nach Zhejiang: Die Universität Würzburg unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu zahlreichen ausländischen Hochschulen weltweit. Auch auf Ebene der Fakultäten und Lehrstühle gibt es viele Kooperationen mit akade- mischen Einrichtungen in Europa, Amerika, Asien, Afrika und Australien. Sie organisieren den Austausch von Studierenden und Lehrenden; in ihrem Rah- men laufen vielfältige gemeinsame Forschungsprojekte, an denen regelmäßig Studierende und Doktoranden beteiligt sind.
Die Universität ist international attraktiv. Das lässt sich zum Beispiel an der Zahl der ausländischen Besucher ablesen. Die meisten ausländischen Gastfor- scher an deutschen Universitäten kommen mit einer Förderung der Alexander- von-Humboldt-Stiftung (AvH) oder des Deutschen Akademischen Austausch- dienstes (DAAD) in die Bundesrepublik. Viele von ihnen entscheiden sich da- bei für Würzburg als Gastuniversität. So erklärt sich das sehr gute Abschneiden der Uni in einem Ranking der Deutschen Forschungsgemeinschaft: Sie belegt bei den AvH-Geförderten zusammen mit den Unis in Heidelberg, Tübingen und der LMU München die Spitzenplätze.
Die Mitarbeiter des International Office koordinieren und pflegen die interna- tionalen Beziehungen der Universität. Sie betreuen ausländische Studienbe- werber und Studierende, die ein Studium an der Universität beginnen möchten oder die schon hier eingeschrieben sind. Und sie kümmern sich um Studie- rende der Uni Würzburg, die einen Auslandsaufenthalt durchführen möchten.
Im Wintersemester 2014/15 waren 2.218 ausländische Studierende an der Uni- versität Würzburg eingeschrieben; das entsprach einem Anteil von rund acht Prozent an den insgesamt 27.853 Studierenden.
Internationale Partner der Universität Würzburg
Europa Bosnien-Herzegowina: Universität Sarajewo (2010) Frankreich: Université de Caen (1977) Italien: Università degli Studi di Padova (1985) Italien: Università degli Studi di Urbino (1982) Polen: Politechnika Wrocawska (2009) Portugal: Universidade de Lisboa (1980) Rumänien: Universitatea „Babes Bolyai“ din Cluj-Napoca (1997) Russland: Universität Samara (2010) Russland: Moskauer Staatliche Lomonossov Universität (2013) Schweden: Universität Umeå (1981) Spanien: Universidad de Salamanca (1981) Spanien: Universidad Pontifica de Salamanca (1988) Tschechische Republik: Karls-Universität Prag (1990) Ukraine: Ivan Franko National University of Lviv (2014) Ukraine: Lviv Polytechnic National University (2014)
Amerika Brasilien: Universidade Federal do Maranhão, São Luis (1981) Chile: Pontificia Universidad Catolica de Chile, Santiago (1982) Kanada: University of British Columbia (1997) Kolumbien: Universidad Icesi (2011) Mexiko: Universidad de Guadalajara (2003) Mexiko: Universidad Autonoma de San Luis Potosí (2013) San Salvador: Universidad de El Salvador (2004) USA: State University of New York at Albany (1968) USA: University of Texas at Austin (1995) USA: University of New Mexico, Albuquerque (2006) USA: University of North Georgia, Dahlonega (2011) USA: Eastern Illinois University, Charleston (2011)
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Asien Aserbaidschan: Universität Baku (2010) China: Universität Zhejiang, Hangzhou (1986) China: Peking University (2010) China: University of Science and Technology of China, Hefei (2012) Indien: Kannada University Hampi (2005) Indien: Mangalore University (2009) Indien: Jawaharlal Nehru University (2010) Indien: Indian Institute of Science, Bangalore, Informatik VII, Physik, Biologie (2012) Indien: Tata Institute of Fundamental Research - National Center for Biological Sciences, Ban- galore, Biologie (2012) Indien: Tata Institute of Fundamental Research - Center for Applicable Mathematics, Mathe- matik (2012) Indien: Indian Institute of Technology Madras (2013) Iran: Tehran University of Medical Science (2014) Iran: Sharif University of Technology (2014) Iran: University of Tehran (2014) Israel: Tel Aviv University (2004) Israel: Technion - Israel Institute of Technology (2013) Japan: Chuo-Universität, Tokyo (1987) Japan: Osaka Sangyo Universität (1988) Japan: Ritsumeikan Universität, Kyoto (2004) Japan: University of Tokyo (2010) Korea: Hankuk University of Foreign Affairs (1986) Korea: Ajou University (2010) Korea: Yeungnam University (2011) Korea: Seoul Women‘s University (2013 renewal) Saudi Arabien: King Saud University (2013) Vietnam: Hanoi University of Science and Technology (2014) Vietnam: Vietnam Academy of Science and Technology (2014)
Afrika Benin: Université d‘Abomey-Calavi (2009) Burkina Faso: University of Ouagadougou (2009) Elfenbeinküste: University of Abobo-Adjamé (2009) Kenia: University of Nairobi (2009) Kongo, Demokratische Republik: Université de Kinshasa (2009) Kongo, Demokratische Republik: Catholic University of Graben Butembo (2010) Kongo, Demokratische Republik: Université de Kikwit (2012) Kongo, Demokratische Republik: Université Kongo in Mbanza-Ngungu(2012) Kongo, Demokratische Republik: Université Libre des Pays des Grands Lacs, Goma (2012) Kongo, Demokratische Republik: Université Officielle de Ruwenzori in Butembo (2012) Kongo, Demokratische Republik: Université de Lumbashi (2013) Kongo, Demokratische Republik: Université Officielle de Bukavu (2012) Kongo, Demokratische Republik: Université Catholique de Bukavu (2012) Kongo, Demokratische Republik: Université Officielle de Mbujimayi (2013) Kongo, Demokratische Republik: Université Protestante au Congo in Kinshasa (2013) Kongo, Demokratische Republik: Université Libre des Pays des Grands Lacs, Butembo (2013) Kongo, Republik: École Supérieure de Technologie des Cataractes in Brazzaville (2014) Niger: Université de Niamey (1983) Nigeria: University of Nigeria, Nsukka (1983)
Die Studierenden der Universität Würzburg sind international: Rund
2.200 sind aus dem Ausland an den Main gereist, um hier ein oder
mehrere Semester lang Vorlesungen und Seminare zu besuchen. Sie
kommen aus mehr als 100 Ländern rund um den Globus von A wie
Afghanistan bis Z wie Zypern. und jeden 1. und 3 . Dienstag im Monat von 11.00 - 13.00 Uhr im Zimmer 113a im Mensagebäude an der Uni am Hubland
Sanderstr. 27 97070 Würzburg [email protected] Tel.: 0931 388-388
Mo bis Mi: 08.00 - 16.30 Uhr Do: 08.00 - 17.30 Uhr Fr: 08.00 - 15.00 Uhr
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Chronik der Universität Würzburg Historische Eckdaten
1402 Papst Bonifaz IX. erteilt das päpstliche Privileg zur Errichtung einer Volluniversität in Würzburg. Es ist die vierte Universitätsgründung auf dem Gebiet des heutigen Deutschland
Unterbringung der Universität im Hof „Zum großen Löwen“, im Neumünsterschen Dechanteihof und im Hof „Zum Katzenwicker“
1410 Erlass der Universitätsprivilegien (u.a. eigene Gerichtsbarkeit) durch Fürstbischof Johann von Egloffstein 1413 Rektor Johann Zantfurt wird von seinem Famulus erdolcht 1415 Beginn des Niedergangs der ersten Universität, da die finanzielle Ausstattung unzureichend ist 1427 Berufung des Joh. v. Münnerstadt ist aufgrund der schlechten Quellenlage die letzte eindeutig der Erst-
gründung zuzuweisende Urkunde
1573 Julius Echter von Mespelbrunn wird zum Fürstbischof gewählt und bemüht sich sogleich um eine Erneue- rung der Würzburger Hohen Schule
1575 Universitätsprivilegien Kaiser Maximilians II. 1576 Erneute Erteilung der päpstlichen Privilegien durch Papst Gregor XIII. 1582 Am 2. bis 4. Januar wird die Universität mit einem Festakt durch Fürstbischof Julius Echter wiedereröffnet.
Die Universitätsprivilegien werden erteilt und die Dekane für die Theologische, Philosophische, Juristi- sche und Medizinische Fakultät ernannt
Grundsteinlegung für den Bau der „Alten Universität“ mit Universitätskirche 1587 Erlass der Statuten für die Gesamtuniversität und die Fakultäten 1591 Fertigstellung der „Alten Universität“ für die Unterbringung der Theologen, Juristen und Geisteswissen-
schaftler mit Einweihung der Universitätskirche; Unterbringung der Medizinischen Fakultät im Juliusspital
1619 Fürstbischof Johann Gottfried von Aschhausen legt den Grundstock für eine allgemeine Universitätsbi- bliothek
1631 Eroberung Würzburgs durch die Schweden. Der Lehrbetrieb bleibt bis zu deren Abzug 1634 eingestellt, wertvolle Teile der Bibliothek kommen als Kriegsbeute nach Uppsala
1695 Errichtung eines Botanischen Gartens im Garten des Juliusspitals unter Fürstbischof Johann Gottfried von Guttenberg
1727 Vereinigung der einzelnen Stiftungsfonds der Universität zu einem Gesamtvermögen. Dadurch wird die Handlungs- und Reformfähigkeit der Universität stark verbessert
1734 Mit der neuen Studienordnung Fürstbischof Friedrich Karl von Schönborns findet die deutsche Sprache in der Lehre Verbreitung; die Rechtswissenschaften und die Praxisnähe generell werden gefördert
1749 Regierungsantritt Karl Philipp von Greiffenklaus. Mit der Schaffung einer der deutschlandweit ersten Pro- fessuren für Experimentalphysik wird diese aus der Philosophie gelöst
1757 Errichtung einer Sternwarte auf dem Turm der Universitätskirche 1773 Aufhebung des Jesuitenordens. Damit endet auch dessen beherrschender Einfluss auf die theologische
und philosophische Fakultät. Berufung aufgeklärter Professoren 1782 Schaffung einer Professur für Chemie und Pharmazie unter Fürstbischof Franz Ludwig von Erthal, mit des-
sen Förderung auch die Medizin reformiert wird und zu einer der führenden in Deutschland aufsteigt
1802 Würzburg kommt durch die Säkularisation unter bayerische Herrschaft. Die Universität verliert ihre stan- des- und grundherrlichen Privilegien und Rechte
1803 Grundlegend neue Organisationsakte für die Universität, Beseitigung des kirchlich-katholischen Charak- ters, starker Ausbau der Universitätsbibliothek aus Kirchenbesitz, massive Einschränkung der korporati- ven Selbstverwaltung, Einführung von Privatdozenten
1806 Großherzogtum Würzburg unter Ferdinand von Toskana, Aufhebung der Neuorganisation von 1803 und
Vernachlässigung der Universität 1814 Würzburg kommt endgültig unter bayerische Herrschaft, die Universität erhält neue Statuten 1828 Abschaffung der staatlichen Kuratel über die Universität und teilweise Wiederherstellung der universitä-
ren Selbstverwaltung. Die Wahl des Rektors konnte weiterhin durch den Ministerialkommissar übergan- gen werden
1832 Gründung des Ästhetischen Attributs (später Martin-von-Wagner-Museum der Universität) 1833 Mehr als ein Drittel der Würzburger Professoren werden unter König Ludwig I. wegen liberaler Tendenzen
entlassen 1849 König Maximilian II. erlässt neue staatliche Statuten für die bayerischen Universitäten, die wesentliche
Verbesserungen für die Studierenden und die Universitätsorgane mit sich bringen. Die Folge ist ein star- ker Anstieg der Studentenzahlen
1850 ff. Bau zahlreicher neuer Universitätsgebäude für die Medizin im Bereich Juliusspital/Pleicherwall, für die Naturwissenschaften am heutigen Röntgenring und in der Koellikerstraße, für die Zahnmedizin am Plei- chertor und für die Nervenklinik am Schalksberg
1858 Martin von Wagner stiftet seinen gesamten Kunstbesitz und einen Großteil seines Vermögens dem Ästhe- tischen Attribut der Universität; Errichtung des Martin-von-Wagner-Museums, das sich durch den Zukauf der Sammlung Feoli (1872) mit rund 500 griechischen und etruskischen Tongefäßen zu einem bedeuten- den Museum für antike Kunst entwickelt
1878 Aufteilung der Philosophischen Fakultät in eine philosophisch-historische und eine mathematisch-natur- wissenschaftliche Sektion
1896 Marcella O´Grady ist die erste zugelassene Hörerin der Universität Die „Neue Universität“ am Sanderring wird eröffnet
1903 Das Königreich Bayern lässt Frauen zum Studium an den damals bestehenden Landesuniversitäten Mün- chen, Würzburg und Erlangen zu. In Würzburg immatrikulieren sich im Wintersemester drei Frauen und 1286 Männer
1919 Professor Wilhelm Wien und Würzburger Studenten tragen maßgeblich zur Befreiung der Geiseln des „Re- volutionären Aktionsausschusses“ bei, der Residenz, Bahnhof und Festung besetzt hat. Zur Behebung der Probleme und Engpässe nach dem Krieg wird ein Allgemeiner Studentenausschuss (AStA) eingerich- tet
1921 Gründung der „Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften bei der Universität Würzburg“, die bis heu- te als Universitätsbund fortwirkt
Eröffnung des Universitätsklinikums „Luitpoldkrankenhaus“ 1929 Studentenhaus am Sanderrasen errichtet 1933 Gleichschaltung und Einführung des „Führerprinzips“ an den Universitäten. Der Rektor wird durch die
nationalsozialistischen Machthaber eingesetzt. Schrittweise werden unliebsame Hochschullehrer entlas- sen und jüdische Studenten vom Studium ausgeschlossen
1937 Einrichtung einer selbstständigen Fakultät für die Naturwissenschaften 1945 Am 16. März werden Stadt und Universität durch einen Luftangriff zu fast 90 Prozent zerstört. Nach nur
einem halben Jahr erfolgt am 1. Oktober die Wiedereröffnung der Universität mit der Aufnahme des Lehr- betriebs in der Katholischen Fakultät, gefolgt von der Philosophischen und Naturwissenschaftlichen Fa- kultät (Januar 1946) sowie der Medizinischen und Juristischen Fakultät (1947)
1963 Wiedereröffnung des Martin-von-Wagner-Museums im Südflügel der Residenz. Beschluss des Bayeri- schen Landtags zur Verlegung großer Teile der Universität aus der Stadt auf ein Gelände am Stadtrand (Hubland). Zwischen 1971 und 1978 entstehen dort die Universitätsbibliothek, das Philosophiegebäude sowie Gebäude der Fakultät für Physik und Astronomie sowie der Fakultät für Chemie und Pharmazie
1968 Neue Satzung der Universität verabschiedet. Ein Rektorenkollegium übernimmt die Leitung der Univer- sität, für die Verwaltungsgeschäfte ist ein Kanzler zuständig. Die Wirtschafts- und Sozialwissenschaften trennen sich von den Rechts- und Staatswissenschaften und werden zur sechsten Fakultät der Universität
1972 Eingliederung der Pädagogischen Hochschule als siebte Fakultät (Erziehungswissenschaften) 1974 Inkrafttreten des Bayerischen Hochschulgesetzes, Neustrukturierung der Universität: Präsidialverfas-
sung, neue Zentralorgane, Neugliederung auf Fakultätsebene in 13 Fachbereiche, wissenschaftliche Ein- richtungen und Betriebseinheiten, Abschaffung des AStA und des Studentenparlaments
1976 Bestellung eines Präsidialkollegiums mit fünf Mitgliedern als Leitung der Universität 1977 Auflösung des 13. Fachbereichs Erziehungswissenschaften im Zuge der neuen Lehrerausbildung 1985 Festliche Einweihung der Neubaukirche als Aula, 40 Jahre nach ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg 1992 Errichtung des Biozentrums am Hubland 1993 Mikrostrukturlabor am Hubland 1997 Das Institut für Physikalische Chemie komplettiert die Verlagerung der Fakultät für Chemie und Pharmazie
an den Hubland-Campus 1998 Erster technischer Studiengang (Nanostrukturtechnik) 1999 Institut für Informatik am Hubland
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2002 600-Jahr-Feier der Egloffstein-Universität 2004 Zentrum für Operative Medizin (ZOM) auf dem Medizin-Campus im Stadtteil Grombühl 2007 Neuordnung in zehn Fakultäten: Auflösung der Fakultät für Geowissenschaften, Verlagerung von Geologie
und Paläontologie an die Universität Erlangen-Nürnberg sowie Eingliederung der Geographie in die Philo- sophische Fakultät I - Fusion der Philosophischen Fakultäten I und II zur neuen Philosophischen Fakultät I, Umbenennung der bisherigen Philosophischen Fakultät III in Philosophische Fakultät II
2009 Neubau für das Rudolf-Virchow-Zentrum und das Zentrum für Infektionsforschung an der Chirurgischen Klinik
Eröffnung des Zentrums für Innere Medizin (ZIM) auf dem Medizin-Campus Erwerb des Leighton-Geländes (Campus Hubland-Nord) Einweihung Rudolf-Virchow-Zentrum/Institut für Molekulare Infektionsbiologie 2011 Fertigstellung erster Bauabschnitt Wittelsbacherplatz (Hörsaal- und Bibliothek) Eröffnung des Campus Hubland-Nord, Fertigstellung Hörsaal- und Seminargebäude Hubland-Süd, Fertig-
stellung Zentrales Praktikumsgebäude 2014 Umbenennung der Philosophischen Fakultät II in Fakultät für Humanwissenschaften und der bisherigen
Philosophischen Fakultät I in Philosophische Fakultät
Weitere Informationen zur Geschichte der Universität finden sich unter www.uniarchiv.uni-wuerzburg.de
Persönlichkeiten
1629 Athanasius Kircher, Mathematiker, Ethiker und Sprachgelehrter 1731 Johann Adam Ickstadt, Staats- und Völkerrechtler 1769 Carl Caspar von Siebold, Mediziner 1773 Michael Ignaz Schmidt, Historiker und Theologe 1773 Franz Oberthür, Theologe und Bildungsreformer 1785 Franz Berg, „der fränkische Voltaire“, Theologe 1785 Gallus Aloysius Caspar Kleinschrod, Strafrechtler 1799 Wilhelm Joseph Behr, Staatsrechtler 1803 Friedrich Wilhelm Joseph Schelling, Philosoph 1820 Johann Lukas Schönlein, Mediziner 1834 Ludwig Freiherr von der Pfordten, Rechtswissenschaftler und Vorsitzender des bayerischen Ministerrats 1838 Franz von Rinecker, Mediziner 1840 Carl von Edel, Jurist 1847 Rudolf Albert von Koelliker, Mediziner 1849 Rudolf Ludwig Karl Virchow, Mediziner 1850 Friedrich Wilhelm Scanzoni von Lichtenfels, Gynäkologe 1852 Joseph Adam Gustav Hergenröther, Theologe 1855 Ludwig von Urlichs, Achäologe 1863 Felix Dahn, Rechtshistoriker und Schriftsteller 1866 Franz Brentano, Philosoph 1868 Matthias von Lexer, Germanist 1868 Julius von Sachs, Botaniker 1868 Adolf Eugen Fick, Physiologe 1869 Friedrich Prym, Mathematiker 1874 Georg Eduard von Rindfleisch, Pathologe 1875 Friedrich Kohlrausch, Physiker 1878 Josef Kohler, Jurist 1882 Georg von Schanz, Rechts- und Staatswissenschaftler 1884 Hermann Schell, Theologe 1888 Christian Meurer, Jurist 1893 Theodor Boveri, Zoologe 1894 Oswald Külpe, Philosoph und Psychologe 1898 Sebastian Merkle, Theologe 1900 Ulrich Wilcken, Papyrologe 1903 Johannes Ferdinand Hehn, Theologe 1909 Emil Hilb, Mathematiker 1933 Josef Martin, Klassischer Philologe
Nobelpreisträger, die an der Universität gelehrt und geforscht haben
1901 Wilhelm Conrad Röntgen Von 1869 bis 1872 Assistent am Physikalischen Institut, Professor in Würzburg von 1888 bis 1900, erhielt 1901 den ersten Physiknobelpreis für die Entdeckung der später nach ihm benannten Strahlen. Dies gelang ihm 1895 im Physikali- schen Institut der Universität Würzburg.
1902 Emil Fischer Professor in Würzburg von 1885 bis 1892, Chemienobelpreis für Arbeiten auf dem Gebiet der Zucker- und Purin-Gruppen.
1907 Eduard Buchner Professor in Würzburg von 1911 bis 1917, Chemienobelpreis für biochemische Untersuchungen und die Entdeckung der zellfreien Gärung.
1911 Wilhelm Wien Professor in Würzburg von 1900 bis 1920, Physiknobelpreis für die Entdeckun- gen betreffend die Gesetze der Wärmestrahlung.
1919 Johannes Stark Professor in Würzburg von 1920 bis 1922, Physiknobelpreis für die Entdeckung des Dopplereffekts bei Kanalstrahlen und der Zerlegung der Spektrallinien im elektrischen Feld.
1935 Hans Spemann Student, Doktorand, Habilitand und Professor in Würzburg von 1894 bis 1908, Medizinnobelpreis für die Entdeckung des Organisator-Effekts im embryonalen Entwicklungsstadium.
1985 Klaus von Klitzing Student, Doktorand und Habilitand in Würzburg von 1969 bis 1980, Physikno- belpreis für die Entdeckung des Quanten-Hall-Effektes.
1988 Hartmut Michel In Würzburg als Doktorand und Postdoc von 1975 bis 1979, Chemienobelpreis für die Aufklärung des Photosynthese-Reaktionszentrums in Purpurbakterien.
2008 Harald zur Hausen In Würzburg als Postdoc von 1969 bis 1972, hier Habilitation; Medizinnobel- preis für die Entdeckung, dass Viren Gebärmutterhalskrebs auslösen können.
Weitere Nobelpreisträger, die einen Abschnitt ihrer Karriere an der Universität Würzburg ver- bracht haben, sind Svante Arrhenius (Nobelpreis für Chemie 1903), Karl Ferdinand Braun (Nobelpreis für Physik 1909), Walther Hermann Nernst (Nobelpreis für Chemie 1920), Karl Landsteiner (Nobelpreis für Medizin 1930) und Max von Laue (Nobelpreis für Physik 1914).
Leibniz-Preisträger der Universität
Die Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preise, die die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) jedes Jahr an etwa zehn herausragende deutsche Wissenschaftler vergibt, werden bisweilen auch als die „deutschen Nobelpreise“ bezeichnet. Denn keine andere wissenschaftliche Auszeich- nung in der Bundesrepublik ist so renommiert und mit so hohen Geldsummen dotiert: die Preisträger können bis zu 2,5 Millionen Euro erhalten.
Molenkamp Laurens Prof. Dr., Physik (2014) Laurens Molenkamp, seit 1999 Inhaber des Lehrstuhls für Experimentelle Physik III, hat mit seiner wichtigsten Arbeit ein komplett neues Forschungsgebiet mitbegründet. Nach einer Vielzahl von grundlegenden Beiträgen zur experimentellen Festkörperphysik und insbeson- dere der Halbleiter-Spintronik gelang ihm 2007 die erste experimentelle Verifizierung eines bis dahin nur theoretisch vorhergesagten neuen Quantenzustands der Materie: der soge- nannten topologischen Isolatoren.
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Braunschweig Holger Prof. Dr., Chemie (2009) Der Experte für Anorganische Chemie arbeitet im Bereich metall- und elementorganische Chemie. Er konzentriert sich auf die Untersuchung von Übergangsmetallkomplexen mit Bor-zentrierten Liganden. Als wegweisend gelten seine Ar- beiten, mit denen er das Element Bor durch die Verbindung mit Metallen gewissermaßen „gezähmt“ hat. Auf diese Wei- se hat seine Arbeitsgruppe neue Moleküle erzeugt und ihnen neue Eigenschaften gegeben. Von den neuen Molekülen wird erwartet, dass sie die Katalyse und die Materialwissenschaften nachhaltig beeinflussen.
Mussweiler Thomas Prof. Dr., Psychologie (2006) Der Sozialpsychologe beschäftigt sich mit der Frage, welche Rolle Vergleichsprozesse bei Urteilen und Entscheidun- gen spielen. Seine Arbeiten sind für die psychologische Entscheidungsforschung von Bedeutung und haben auch wirt- schaftliche Relevanz. Mussweiler war von 1995 bis 2004 an der Universität Würzburg tätig und wechselte 2005 als Pro- fessor für Sozialpsychologie und Differentielle Psychologie an die Uni Köln. Den Leibniz-Preis erhielt er im Wesentlichen für seine Würzburger Arbeiten.
Konrad Ulrich Prof. Dr., Musikwissenschaft (2001) Ulrich Konrad ist seit 1996 Inhaber des Lehrstuhls für Musikwissenschaft an der Uni Würzburg. Laut DFG zeichnen sich seine Arbeiten durch eine große Vielfalt aus: „Als Mozartforscher, der anhand von mehr als 300 Werkskizzen Mozarts Schaffensweise in neuer Weise rekonstruierte, hat er sich international einen Namen gemacht. Außerdem setzt sich Konrad intensiv mit Komponisten und Kompositionen des 19. Jahrhunderts auseinander.“ In neuerer Musikgeschichte beschäftigt er sich unter anderem mit Richard Strauß, Franz Schmidt und Alban Berg.
Lohse Martin Prof. Dr., Pharmakologie (1999) Martin Lohse, der seit 1993 den Lehrstuhl für Pharmakologie an der Uni Würzburg innehat, befasst sich mit Rezeptoren für Hormone und für Überträgerstoffe des Nervensystems. Diese Rezeptoren erkennen und binden Botenstoffe und erzeugen Reaktionen in der Zelle: Über sie beschleunigt zum Beispiel Adrenalin den Herzschlag oder erhöht Insulin die Zuckeraufnahme. Rezeptoren sind auch ein bevorzugter Angriffspunkt für Arzneimittel.
Grummt Ingrid Prof. Dr., Biochemie (1990) Ingrid Grummt erhielt den Leibniz-Preis für ihre Arbeiten auf dem Gebiet der Gen-Expression, also dem Prozess der Übertragung und Realisierung der genetischen Informationen. Ihr besonderes Interesse galt den Mechanismen, die Gene während der Entwicklung und Differenzierung der Zellen an- beziehungsweise abschalten. Als erste Wissenschaft- lerin konnte sie ein zellfreies System etablieren, mit dem sich die vom Zellwachstum abhängige Synthese der ribosoma- len RNA im Reagenzglas nachvollziehen ließ.
Hölldobler Bert Prof. Dr., Zoologie (1990) Der Experte für die Soziobiologie der Insekten hat bahnbrechende Arbeiten vor allem über das Sozialverhalten und die Ethoökologie der Ameisen vorgelegt. Das Sozialleben dieser Tiere erforscht er in den natürlichen Ökosystemen und in Laborexperimenten. 1969 ging Hölldobler an die Harvard-Universität in die USA. Mit seinem dortigen Kollegen Edward O. Wilson schrieb er das Fachbuch „The Ants“, das 1991 den Pulitzer-Preis erhielt. 1989 kehrte er an die Uni Würzburg zurück und hatte hier bis 2004 den Lehrstuhl für Zoologie II inne.
Zenner Hans-Peter Prof. Dr., Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde (1987) Der Würzburger Mediziner leistete Pionierarbeit bei der Erforschung der Haarzellen des Innenohrs. An den Zellhüllen konnte er elektrische Spannungen und winzige Poren ermitteln, die beim Hören elektrische Ladungsträger mit hoher Geschwindigkeit ein- und ausfließen lassen. Ebenso zeigte er, dass die äußeren Hörzellen über die Frequenzschärfe des Innenohrs und somit darüber entscheiden, ob Sprache verständlich aufgenommen wird.
Lange Otto Ludwig Prof. Dr., Botanik/Ökologie (1986) Otto Ludwig Lange hatte von 1963 bis zu seiner Emeritierung 1992 den Lehrstuhl für Botanik II an der Uni Würzburg inne. Er ist einer der Gründungsväter der pflanzenphysiologischen Ökologie. Vorrangiges Forschungsgebiet: die Ökophysiolo- gie von Flechten, Cyanobakterien, Algen und Moosen.
Heber Ulrich Prof. Dr., Botanik/Physiologie (1986) Ulrich Heber war Professor für Botanik an der Uni Würzburg von 1971 bis zur Emeritierung 1996. Sein Hauptforschungs- gebiet war die Biochemie des Stresses bei Pflanzen (Gefrierresistenz, Wasserhaushalt, Luftschadstoffe wie Schwefel- dioxid oder Ozon).
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Ehrensenatoren der Universität
Willoweit Dietmar Prof. Dr. (2013), hatte von 1984 bis 2004 den Lehrstuhl für Deutsche Rechtsgeschichte, Bürgerliches Recht und Kirchenrecht inne. Mit der Juristischen Fakultät ist er weiterhin unter anderem als Mitorganisator und -her- ausgeber der „Würzburger Vorträge zur Rechtsphilosophie, Rechtstheorie und Rechtssoziologie“ verbunden. Dietmar Willoweit wurde 2010 zum Ehrenmitglied der Kommission für ost- und westpreußische Landesforschung ernannt. Im selben Jahr verlieh man ihm die Verfassungsmedaille des Freistaats Bayern in Silber; 2011 folgte der Bayerische Ver- dienstorden.
Helmreich Ernst Prof. Dr. (2011), Professor für Physiologische Chemie von 1968 bis zur Emeritierung 1990. An der Uni- versität baute er die Physiologische Chemie auf und führte sie national wie international zum wissenschaftlichen Erfolg. Zusammen mit dem Biochemiker Professor Guido Hartmann hat er ab den frühen 1970er-Jahren das Biozentrum der Universität konzipiert und es schließlich auch realisiert.
Hünig Siegfried Prof. Dr. (2011), Siegfried Hünig war von 1961 bis 1988 Professor für Organische Chemie. An der Univer- sität übernahm er als letzter Direktor des damaligen Chemischen Instituts die Aufgabe, dessen Neugliederung in die Institute für Anorganische und Organische Chemie zu organisieren. Darüber hinaus hatte er das neue Chemiezentrum auf dem Hubland-Campus zu planen, da es in den Gebäuden am Röntgenring zu eng geworden war.
Kochsiek Kurt Prof. Dr. (2010), von 1980 bis zu seiner Emeritierung 1998 Direktor der Medizinischen Klinik I. Er hat sich als langjähriger Lehrstuhlinhaber für Innere Medizin, als hervorragender Kliniker, Wissenschaftler und Lehrbuchautor, als SFB-Gründungssprecher, als Dekan und als Ärztlicher Direktor in ganz besonderer Weise um die Entwicklung der Uni- versität verdient gemacht. Darüber hinaus hat er als Vorsitzender des Wissenschaftsrats sowie als Mitglied zahlreicher wissenschaftspolitischer Gremien die Wissenschaftspolitik Deutschlands von Würzburg aus stark geprägt.
Ach Manfred (2009), von 1994 bis 2008 Mitglied im Bayerischen Landtag, dort Vorsitzender des Ausschusses für Staatshaushalt und Finanzfragen. Für die Finanzierung von Großprojekten und Baumaßnahmen der Universität hat er sich im Landtag stets nachhaltig und uneingeschränkt stark gemacht.
Eykmann Walter Prof. Dr. (2009), von 1978 bis 2008 Mitglied im Bayerischen Landtag, dort bis 1998 Mitglied im Kul- turpolitischen Ausschuss und ab 1986 Vorsitzender des Ausschusses für Fragen des Öffentlichen Dienstes. Setzte sich unter anderem dafür ein, dass die Universität technische Studiengänge einrichten konnte und im Jahr 2005 die wegwei- sende erste Professur für Gymnasialpädagogik in Bayern erhielt. 2002 wurde er zum Honorarprofessor der Universität Würzburg ernannt (Lehrstuhl für Allgemeine Erziehungswissenschaft).
Hacker Jörg Prof. Dr. (2009), von 1986 bis 2008 zuerst Professor für Mikrobiologie, dann (ab 1993) Inhaber des Lehr- stuhls für Molekulare Infektionsbiologie an der Universität Würzburg. Hier war er unter anderem Sprecher des Zentrums für Infektionsforschung und Koordinator des von der Europäischen Union geförderten Exzellenz-Netzwerks EuroPatho- GenoMics. Ab März 2008 für zwei Jahre Präsident des Robert-Koch-Instituts (Berlin). Seit März 2010 Präsident der Deut- schen Akademie der Naturforscher Leopoldina (Halle).
Salch Dieter Prof. Dr. (2007), Honorarprofessor für das Fachgebiet „Steuer- und Gesellschaftsrecht“ seit 2001. Seit 1990 im Gesellschaftsrat des Universitätsbundes, ab 1997 Mitglied im Vorstand. 1991 richtete er unter dem Dach des Universitätsbundes eine Stiftung ein, um Forschung und Lehre insbesondere an der Juristischen Fakultät zu fördern. 1999 wurde er Mitglied des Hochschulrats der Universität Würzburg, ein Amt, das er zunächst als stellvertretender Vorsitzender und später als Vorsitzender ausübte.
Zehetmair Hans Dr. (2005), von 1986 bis 2003 bayerischer Staatsminister, ab 1989 unter anderem für Wissenschaft und Forschung. Ausgezeichnet für die stete Unterstützung, die er der Universität bei ihrer Profilbildung gewährte.
Berchem Theodor Prof. Dr. (2004), von 1975 bis 2003 Präsident der Uni Würzburg. In seine Amtszeit fällt eine Reihe von Entscheidungen, die dazu führten, dass die Universität in die Riege der deutschen Spitzenhochschulen aufstieg. Er nahm Strukturveränderungen vor, um die Stärken der Universität aufzubauen. Unter anderem führte er anwendungs- orientierte Studiengänge ein, förderte internationale Kooperationen und baute die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft aus.
Preh Rosemarie (2001), Förderin des Universitätsbunds und der Preh-Stiftung. Bereits im Jahr 1990 ernannte sie die Universität Würzburg zur Ehrenbürgerin für ihre Verdienste, Forschung und Lehre der Alma Julia zu unterstützen. Geehrt wurde Rosemarie Preh ebenfalls mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande und dem Bayerischen Verdienstorden.
Scheele Paul-Werner Prof. Dr. (2000), von 1979 bis 2003 Bischof von Würzburg, für seine enge Verbundenheit mit der Julius-Maximilians-Universität, insbesondere der Katholisch-Theologischen Fakultät, und für seine Verdienste um die Ökumene sowie als Gelehrter.
Vogt Franz Dr. (2000), Präsident der Regierung von Unterfranken von 1984 bis 2000. Durch sein Engagement für die Uni- versität unterstützte er insbesondere die Bemühungen um die Einführung ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge.
Brause Herbert Dr. (1995), Diplom-Ingenieur, Ehrendoktor der Uni Würzburg (1980) und deren steter Förderer. 1976 übernahm er an der Uni einen Lehrauftrag in der Schulpädagogik, wo er auch technisches Medienwissen vermittelte. 1986 richtete er eine nach ihm benannte Stiftung ein, welche unter anderem die Medienpädagogik fördert. Die Stiftung finanzierte zum Beispiel den Neubau des Zentrums für Sprachen und Mediendidaktik am Hubland.
Heimberger Arnold (1993), von 1948 bis 1978 Syndikus der Universität Würzburg, ab 1969 zudem ständiger Vertreter des Kanzlers, für seine Verdienste um die Wiederaufnahme und Weiterentwicklung des Universitätsbetriebes nach der Zerstörung der Stadt Würzburg im März 1945. 1978 ehrte ihn die Universität ebenso mit der Ehrenbürgerschaft.
Klett Michael Dr. (1992), Aufsichtsratsvorsitzender der Klett AG (Stuttgart). Das Haus Klett ist der Universität spätestens seit 1970 eng verbunden, als es ihr das erste Sprachlabor finanzierte. Michael Klett engagierte sich bei den Bestrebun- gen der Uni, dem Auseinanderdriften von Medizin/Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften entgegenzuwirken, und zwar als Mitveranstalter der Würzburger Symposien. Michael Klett ist zudem seit 1988 Ehrenbürger der Universität Würzburg.
Dieter Werner H. Dr.-Ing. (1990), Vorsitzender der Geschäftsführung der damaligen Mannesmann Rexroth GmbH (Lohr) ab 1972, Vorsitzender der Mannesmann AG (Düsseldorf) ab 1985, Präsident der Industrie- und Handelskammer Würz- burg-Schweinfurt von 1979 bis 1982. Er verstärkte die Kontakte zwischen Universität und mainfränkischen Firmen und engagierte sich für die IHK-Firmenspende zum 400-jährigen Jubiläum der Uni 1982. Bereits 1985 wurde er mit der Ehren- bürgerwürde der Universität Würzburg geehrt.
Schäfer Otto Dr. phil. h.c. (1990), Gesellschaftsrat des Universitätsbundes Würzburg, Schweinfurt.
Swaine Richard Freiherr von (1990), Gesellschaftsrat des Universitätsbundes Würzburg, seit 1986 Träger der Ehrenbür- gerwürde der Universität Würzburg, Schweinfurt.
Castell-Castell Albrecht Fürst zu (1984), für seine Verdienste um die Universität als langjähriger Vorsitzender des Univer- sitätsbundes. Seit 1977 ist er ebenso Ehrenbürger der Universität Würzburg.
Maron Rudolf Dr. iur. et rer. pol. (1978), bereits seit 1967 Ehrenbürger der Universität Würzburg. Günder Heinz (1967), Regierungspräsident von Unterfranken. Wester Gunnar (1967), Konsul von Schweden, Vorsitzender der Geschäftsführung der SKF Schweinfurt. Metzing Hellmut (1964), Konsul von Guatemala, Inhaber der Firma Zeidler und Wimmer, Kirchheim. Premauer Werner Dr. (1962), Vorstandsmitglied der Bayer. Vereinsbank, München-Geiselgasteig. Steffen Franz Dr. (1962), Vorstandsmitglied der Bayer. Vereinsbank, München. Schuster Kurt (1961), Direktor, Rottach-Egern Seidel Hanns Dr. (1959), Bayer. Ministerpräsident, München. Kern Josef(1959), Direktor der Überlandwerk Unterfranken AG, Würzburg. Schäfer Georg Dr.-Ing. e.h. (1958), Mitinhaber der Firma Kugelfischer, Georg Schäfer & Co., Schweinfurt. Peterson Karl Wilhelm Dr.-Ing. e.h (1957), Geschäftsführer der SKF Kugellagerfabrik GmbH, Schweinfurt. Stadelmayer Franz Dr. (1956), Oberbürgermeister, Intendant des BR, Würzburg. Gastreich Anton (1955), Inhaber der Firma Richter & Frenzel, Würzburg. Riepl Josef Dipl.-Ing. (1955), Inhaber der Baufirma Josef Riepl, München. Wahl Gotthold Dr. (1954, Direktor der Landesversicherungsanstalt Unterfranken, Würzburg. Noell Friedrich Dr.-Ing. (1952), Kommerzienrat, Würzburg. König Fritz Prof. Dr. med. Dr. med. h.c. (1951), Geheimer Medizinalrat, Würzburg. Rost Georg Prof. Dr. phil. Dr. rer. nat. Dr. med. h.c (1950), Geheimer Regierungsrat, Würzburg. Martin Josef Prof. Dr. phil. (1949), erster Nachkriegsrektor, Würzburg Preh Jakob (1942), Fabrikbesitzer, Würzburg. Denig Rudolf Prof. Dr. (1938), seit 1928 Ehrenbürger der Universität. Leonhardt Rudolf (1933), Kommerzienrat, Würzburg. Löffler Hans Dr. med. h.c. (1932), Oberbürgermeister, seit 1927 Ehrenbürger der Universität, Würzburg. Springer Ferdinand Dr. med. h.c. Dr. phil. h.c. (1921), Berlin. Völk Georg Karl (1929), Kommerzienrat, außerdem auch Ehrenbürger der Universität, Würzburg. Henle Julius Ritter von Dr. iur. h.c. (1929), Regierungspräsident, außerdem auch Ehrenbürger der Universität, Würzburg. Schneider Josef Dr. (1922), Augenarzt, seit 1921 Ehrenmitglied der Universität Würzburg, Milwaukee.
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Ayrault Jean-Marc (2013), französischer Premierminister. Jean-Marc Ayrault studierte Germanistik an der Universität Nantes und verbrachte das Wintersemester 1969/70 als Austauschstudent an der Universität Würzburg. Bei seinem Besuch im April 2013 erhielt er die Ehrenbürgerwürde in Anerkennung seiner Verdienste um die deutsche Sprache und seiner großen Verbundenheit mit der Universität.
Fricke Jochen Prof. Dr. (2012), seit 1975 an der Universität Würzburg als Professor für Physik tätig. Von 1992 bis 2005 übernahm er zusätzliche Verantwortung als Gründungssprecher, Vorstandsvorsitzender und Leiter des Zentrums für angewandte Energieforschung Würzburg (ZAE Bayern). Dieses blickt seit 1993 auf eine feste Zusammenarbeit mit dem Physikalischen Institut zurück. Erfolge feiert das Zentrum in der Entwicklung hochdämmender Vakuumisolationspanee- le, der Realisierung eines schnellen Wärmespeichers und dem Aufbau einer Meerwasser-Entsalzungsanlage im Oman.
Schäfer Otto G. (2011), seit den frühen 1980er-Jahren Mitglied im Universitätsbund, seit 2007 aktives Mitglied bei den Juristen-Alumni Würzburg. Otto G. Schäfer verleiht den Wolfgang-Kuhlen-Preis an die besten Absolventen des Ersten Juristischen Staatsexamens. Die Vergabe des jeweils mit 3.000 Euro dotierten Preises ist seit Jahren fester Bestandteil der Examensfeiern der Juristischen Fakultät.
Wullstein Sabina Prof. Dr. (2003), arbeitete seit 1964 als Ärztin an der Uni Würzburg, ab 1984 war sie Professorin für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde. Zusammen mit ihrem Mann Prof. Dr. Horst L. Wullstein unterstützte sie die Universi- tät beim Kauf des Hubland-Areals. Nach dem Tod ihres Mannes übernahm sie dessen Privatklinik am Oberen Neuberg- weg, übereignete sie aber im Jahr 1991 der Universität. Heute ist dort das Institut für Geschichte der Medizin beheimatet.
Lemmerich Jost Dr. (1995) für die Konzeption und Realisierung der Ausstellung zum 100. Jahrestag der Entdeckung der Röntgenstrahlen (1995). Lemmerich, 1929 in Berlin geboren, studierte von 1956 bis 1962 Physik an der Technischen Universität Berlin. Später arbeitete er in der Industrie sowie am Deutschen und, bis 1991, am Europäischen Patentamt in Berlin. Der Diplom-Physiker wurde unter anderem mit der Karl-Scheel-Plakette der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin geehrt. Die Technische Universität seiner Heimatstadt verlieh ihm 1996 die Ehrendoktorwürde. An der Uni Würzburg realisierte er 2006 eine Ausstellung über die zu dem Zeitpunkt noch 13 Würzburger Nobelpreisträger.
Brod Walter Dr. (1992), Mediziner, leitete viele Jahre ehrenamtlich das Institut für Hochschulkunde und ist der Univer- sität als Mäzen eng verbunden. Unter anderem überließ er der Universitätsbibliothek als unbefristete Leihgabe seine einzigartige Sammlung Würzburger Stadtansichten. Literaturgeschenke von ihm kamen dem Institut für Geschichte und der Medizingeschichte zu Gute. Auch das Martin-von-Wagner-Museum bedachte er mit graphischen Blättern und wert- vollen Dauerleihgaben, darunter zwei flämische Tafelbilder aus dem 17. Jahrhundert.
Bolza-Schünemann Hans-Bernhard Dr.-Ing. (1990), bemühte sich um ein besonders enges Verhältnis der Wirtschaft zu den naturwissenschaftlichen Fachbereichen der Universität und engagierte sich im Universitätsbund. Bolza-Schüne- mann war von 1971 bis 1995 Vorstandsvorsitzender der Koenig & Bauer AG (Würzburg), des ältesten Druckmaschinen- herstellers der Welt. Außerdem von 1983 bis 1986 Präsident der Industrie- und Handelskammer Würzburg-Schweinfurt sowie stellvertretender Vorsitzender des Universitätsbundes.
Diller Karl Dipl.-Ing. (1990), Abteilungsdirektor, ehemaliger Leiter des Universitätsbauamtes Würzburg.
Schuster David (1990), Senator, Vorsitzender der Israelischen Kultusgemeinde Würzburg.
Rötter Werner Dr. (1986), als Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung in Unterfranken setzte er sich verstärkt für die Belange der medizinischen Fakultät ein und förderte den technischen Ausbau des Luitpoldkrankenhauses als Lehranstalt. 1984 wurde ihm des Bundesverdienstkreuzes I. Klasse verliehen.
Goldberg Gerhard Dr. (1985), Wirtschaftsjurist, Hamburg.
Zeitler Klaus Dr. (1984), war von 1968 bis 1990 Oberbürgermeister der Stadt Würzburg. In dieser Funktion engagierte er sich stark für die Belange der Universität. Zeitler war seit 1950 Mitglied der SPD, wechselte dann 1992 nach innerpartei- lichen Querelen zu den Republikanern. Aus diesem Grund forderte der Studentische Konvent 1997 die Hochschulleitung auf, Klaus Zeitler die Ehrenbürgerwürde abzuerkennen. Diesem Antrag entsprach die Universität nicht, weil allein die „Zugehörigkeit zu einer vom Bundesverfassungsgericht nicht für verfassungswidrig erklärten politischen Partei“ dies nicht rechtfertige.
Schäfer Georg jun. Dipl.-Ing. (1983), als Vorsitzender der Tochtergesellschaft Schweinfurt des Universitätsbundes Würz- burg für seine Verdienste geehrt. 1991 verlieh man ihn mit dem Bundesverdienstkreuz I. Klasse.
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Rietschel Ernst Dr. (1983), Werksarzt der Fa. SKF Kugellagerfabriken GmbH, für sein Engagement zu Gunsten der Univer- sität als Schriftführer der Schweinfurter Tochtergesellschaft des Universitätsbundes.
Gerstner Franz Dr. (1982), von 1951 bis 1971 Geschäftsführer des Studentenwerkes, von 1970 bis 1994 Bezirkstagsprä- sident von Unterfranken, wurde für seine Verdienste um die Universität und die Wissenschaften in Unterfranken geehrt.
Meyer Philipp (1978), Regierungspräsident von Unterfranken. König Ernst (1977), Kaufmann, Würzburg. Santifaller-Sellschopp Maria Dr. (1974), Kunsthistorikerin, Dortmund-Brünninghausen. Schmitt Kilian (1971), Kaufmann, New York. Ott Eberhard (1971), Mitinhaber der Firma Friedrich Carl Ott & Co., Würzburg. Lippert Franz Dr. MdL (1970), Staatssekretär, Landshut. Diergarten Hans Dr.-Ing. habil., Dr.-Ing. E.h. (1968) Gentz Erwin (1967), Ministerialrat, Bad Godesberg. Göpfert Franz (1958), Oberregierungsrat, Würzburg. Hertwig Otto (1956), Regierungsbaudirektor, München-Solln. Markowski Josef (1955), Bauamtsdirektor, Würzburg.
Rauhut Kurt Dr. (1955), ließ sich nach der Flucht aus Schlesien 1949 nieder und vertrat hier die Universität als Rechtsan- walt. Dabei habe er „außerordentlich gute Arbeit geleistet, aber dafür niemals liquidiert, da er es als Ehre betrachte, für die Universität tätig sein zu dürfen.“ In Anerkennung dafür erhielt er die Ehrenbürgerschaft.
Jörg Peter Joseph Dr. iur. utr., Dr. phil., Dr. theol. h.c . (1955), Landrat, Würzburg. Günthert Oskar (1952), Bankdirektor, Würzburg. Richter Karl (1933), Buchdruckereibesitzer, Würzburg. Wolz Karl (1932), Regierungsdirektor, Geheimer Rat, Würzburg. Holzwarth Ignaz (1932), Regierungsdirektor, Würzburg. Lindemann Ferdinand von Prof. Dr. (1932), Geheimer Rat, München. Fitz Otto (1932), Konsul, Würzburg. Richter Otto (1930), Geh. Kommerzienrat, Würzburg. Bayersdörfer Michael Dr. (1930), Geh. Sanitätsrat, Neustadt a. Hdt. Feineis Wilhelm (1930), Leiter des Reichspostzentralamtes München. Hartmann Franz (1930), Hauptschriftleiter, Neustadt a. Hdt. Mahla Friedrich (1930), Geh. Hofrat, Bürgermeister, Landau. Elschner Kurt Dr. phil h.c. (1929), Geh. Kommerzienrat, Berchtesgaden. Zimmer Hermann Dr. (1929), Kommerzienrat, Waldershof. Klein Franz (1929), Direktor des Vereins Studentenhilfe, Würzburg.
Ehrenbürger vor 1927 (zeitgenössisch „Ehrenmitglieder“):
Meyerolbersleben Max Prof., Hofrat, Direktor des Staatskonservatoriums der Musik, Würzburg. Schönborn-Wiesentheid Franz Erwein Graf von Dr. phil. h.c., Dr. iur et Dr. med Kahle Max Dr. phil. h.c., Geh. Kommerzienrat, Direktor der Portland-Zementfabrik Karlstadt, Würzburg. Monclair Maisel Karl Dr. Kreymann Moritz Dr. phil. h.c., Direktor, Chemnitz. Sivén Gunnar, Zahnarzt, Helsingfors. Schlubach Herbert, Großkaufmann, Hamburg. Schlubach Roderich Dr. med. h.c., Großkaufmann, Hamburg. Meuschel August, Kommerzienrat und Direktor der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank, Würzburg. Eckener Hugo Dr. phil. et Ing. h.c., Vorsitzender der Gesellschafter der Luftschiffbau Zeppelin GmbH, Friedrichshafen. Wildhagen August, Geh. Kommerzienrat, Kitzingen. Wildhagen Hermann, Geh. Kommerzienrat, Kitzingen.
Ehrenmitglieder der Universität
Mayer Cornelius Petrus Prof. Dr. (2012), Leiter des Zentrums für Augustinus-Forschung, emeritierter Professor für Dog- mengeschichte und Systematische Theologie. In Anerkennung um die Verdienste zu seiner Augustinusforschung zeich- nete die Universität Würzburg Professor Cornelius P. Mayer mit der Würde eines Ehrenmitgliedes aus. Die Verbundenheit zur Augustinusforschung wird bereits mir seiner Mitgliedschaft im Augustinusorden seit 1949 deutlich und zeigt sich in vielen weiteren Lebensstationen. Seine bedeutendsten Forschungsleistungen sind das Augustinus-Lexikon und Corpus Augustinianum Gissense.
Trepp Leo Prof. Dr. DD (2010), Rabbiner, emeritierter Professor für Philosophie und Geisteswissenschaften. Leo Trepp starb am 2. September 2010 im Alter von 97 Jahren. Er war der älteste Alumnus der Universität und der letzte noch le- bende Rabbiner, der sein Amt zur Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland ausübte. Die Universität Würzburg hatte ihm 1985 das Goldene Doktor-Diplom verliehen. Zu seinem 75-jährigen Promotionsjubiläum zeichnete sie ihn zusätzlich mit der Würde eines Ehrenmitglieds aus – in Anerkennung seiner Verdienste um die Verständigung und Aussöhnung sowie wegen der Anfeindungen und Nachteile, die er wegen seines jüdischen Glaubens auch an der Universität Würz- burg erdulden musste.
Inhaber der Verdienstmedaille „Bene Merenti“
„Bene Merenti“ in Gold
Bröcker Eva-Bettina Prof. Dr. (2014), seit 1991 Professorin für Haut- und Geschlechtskrankheiten an der Universität Würzburg. Von 1992 bis 2011 Direktorin die Universitäts-Hautklinik. Hier forschte Bröcker schwerpunktmäßig über Me- lanome und deren Behandlung. Sie wirkte maßgebend an der Zertifizierung des Hautkrebszentrums mit und dessen Einbettung in das Comprehensive Cancer Center Mainfranken. Von 1998 bis 2011 gehörte sie dem Interdisziplinären Zentrum für Klinische Forschung der Universität Würzburg an. 2002 wurde sie in die Nationale Akademie der Naturfor- scher Leopoldina gewählt.
Heber Ulrich Prof. Dr. (2014), seit 1979 Professor am Julius-von-Sachs-Institut der Universität Würzburg. Heber war Mitbegründer und treibende Kraft der DFG-Forschergruppe „Ökophysiologie“. Aus dieser Gruppe ging 1989 der DFG- Sonderforschungsbereich „Ökologie, Physiologie und Biochemie pflanzlicher Leistung unter Stress“ hervor, den Heber mehrere Jahre lang leitete. Er gehört zu den Pionieren der Ökosystemforschung und war auf diesem Gebiet immer wie- der weltweit als Gastprofessor tätig.
Hettrich Heinrich Prof. Dr. (2014), seit 1989 Lehrstuhlinhaber für Vergleichende Sprachwissenschaft. Von 1996 bis 2008 im Vorstand der Indogermanischen Gesellschaft tätig und Herausgeber der Gesellschaftszeitschrift „Kratylos“. Neben seinen zahlreichen Gutachtertätigkeiten für Universitäten und wissenschaftliche Organisationen in europäischen Län- dern und den USA übernahm Hettrich hier Ämter in der akademischen Selbstverwaltung: In seiner letzten Amtsperiode als Dekan war er maßgeblich beteiligt an der Zusammenlegung der Philosophischen Fakultäten I und II sowie der Fakul- tät für Geowissenschaften zur gemeinsamen neuen Philosophischen Fakultät I.
Lange Otto Ludwig Prof. Dr. Dr. (2014), seit 1967 bis zu seiner Emeritierung 1992 Professor am Lehrstuhl für Botanik II und Direktor des Botanischen Gartens der Universität Würzburg. Hier widmete er sich unter anderem der Ökophy- siologie von Flechten, der Hitze- und Trockenresistenz sowie dem Wasserhaushalt von Wild- und Kulturpflanzen und der Wirkung anthropogener Luftverunreinigungen. Bereits 1967 wurde in der Antarktis ein Berg nach ihm benannt: In Anerkennung seiner Forschungen zur Flechten-Ökologie heißt dieser seither „Lange Peak“.
Linsenmair Karl Eduard Prof. Dr. (2014), seit 1976 Lehrstuhlinhaber für Tierökologie am Zoologischen Institut der Uni- versität Würzburg. Hat ganz entscheidend zur Etablierung und Förderung der Tropenbiologie und der Biodiversitätsfor- schung deutschland- und europaweit beigetragen. Als der seinerzeit einzige Biologe im „Nationalkomitee für Global Change Forschung“ war Linsenmair dort entscheidend an der Entwicklung des Konzepts für das BMBF-Programm BIO- LOG-BIOTA beteiligt. In diesem Rahmen leitete er das Programm BIOTA-West, das darauf abzielte, die Erkenntnisse aus der ökologischen Grundlagenforschung für konkrete Problemlösungen auf dem afrikanischen Kontinent einzusetzen.
Müller-Hermelink Hans Konrad Prof. Dr. (2014), seit 1985 Lehrstuhlinhaber für allgemeine Pathologie und pathologi- sche Anatomie und Leiter des Instituts bis 2009. In dieser Zeit rief er viele Forschungsinitiativen ins Leben; eine der wichtigsten ist das Interdisziplinäre Zentrum für Klinische Forschung. Nach seiner Emeritierung 2009 wurde er Wis- senschaftsdirektor der Medizinischen Fakultäten der Universitäten Kiel und Lübeck. Müller-Hermelink hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Würzburger Biomedizin heute national und international große Anerkennung genießt, und dass Erkenntnisse aus der experimentellen Forschung möglichst rasch in die klinische Anwendung einfließen konnten.
Brunner Horst Prof. Dr. (2013), übernahm 1981 den Lehrstuhl für deutsche Philologie an der Universität Würzburg. Zu- sätzlich nahm er über viele Jahre hinweg Aufgaben in verschiedenen weiteren Gremien wahr, unter anderem als Vor- standsmitglied des deutschen Germanistenverbands und als Mitglied der Germanistischen Kommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Große Verdienste erwarb sich Brunner ferner als Herausgeber wissenschaftlicher Sam- melbände, als Mitherausgeber von drei angesehenen Buchreihen sowie des traditionsreichen Fachorgans „Archiv für das Studium der neueren Sprachen und Literaturen“.
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Goebel Werner Prof. Dr. (2013), 1974 wurde Goebel auf den neu geschaffenen Lehrstuhl für Mikrobiologie der Universität Würzburg berufen und hatte diesen bis 2007 inne. Goebel ist einer der Initiatoren von „ERANET Pathogenomics“. Diese Initiative koordiniert die Forschung auf europäischer Ebene. 1988 wurde Goebel in die älteste Akademie Deutschlands aufgenommen, in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina und bekam 2007 deren Verdienstmedaille ver- liehen. Im selben Jahr erhielt Goebel mit anderen deutschen und ausländischen Forschern (unter ihnen die Würzburger Professoren Jürgen Kreft und Michael Kuhn) den „Descartes-Preis für transnationale Verbundforschung“.
Klinger Elmar Prof. Dr. (2013), seit 1976 als Professor für Fundamentaltheologie und vergleichende Religionswissen- schaft an der Universität Würzburg tätig. Seit 1994 ist Klinger Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste (Salzburg/Wien), seit 2003 Sprecher der bayerischen Fundamentaltheologen und seit 2004 Vorstandsmit- glied der Stiftung und des Vereins zur Förderung des interkulturellen und interreligiösen Dialogs „Promotio Humana“. Im Februar 2006 übernahm er die Leitung des DFG-Projekts „Melchior Cano – De locis theologicis. Textkritische Edition des lateinischen Textes und deutsche Übersetzung“. Emeritiert wurde Elmar Klinger zum 30. September 2006.
Schülke-Schmitt Renate (2012), die studierte Rechtswissenschaftlerin stand seit 1988 im administrativen Dienst des Universitätsklinikums, bis sie 2011 das Amt der Direktorin niederlegte. Während ihrer Tätigkeit in der Verwaltung und Leitung des Klinikums setzte sie sich für eine vielgestaltige organisatorische Zusammenarbeit ein und schaffte positive Bedingungen für klinische Forschungen und Projekte im medizinischen Bereich. Eine besondere Würdigung gilt ihrem Engagement in landes- und bundesweiten Gremien – etwa als Vorstandsmitglied im Verband der Universitätsklinika Deutschlands.
Sinn Ulrich Prof. Dr. (2012) seit 1994 am Lehrstuhl für Klassische Archäologie tätig und bis zu seiner Emeritierung 2011 Leiter der Antikenabteilung des Martin-von-Wagner-Museums. Seine Forschungsarbeit und sein Engagement in der akademischen Selbstverwaltung machten ihn zu einem geschätzten Kollegen: als Mitglied in Prüfungskommissionen, Mitbegründer des Zentrums für Lehrerbildung und 2003 bis 2009 Vizepräsident der Universität. Auch seine Verdienste im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit durch das Halten von öffentlichen Vorträgen machen ihn zum Träger der Bene- Merenti-Medaille in Gold.
Stoer Josef Prof. Dr. (2012), seit 2010 emeritiert. Mit seiner mehrjährigen Forschungserfahrung aus Amerika etablierte Josef Stoer an der Universität Würzburg ein exzellentes Forschungsklima im Bereich der Mathematik. Seine Mitglied- schaften in zahlreichen Verbänden zeigen auch sein außeruniversitäres Engagement für das Fach Mathematik. Darüber hinaus setzte er sich für den Aufbau der Informatik an der Universität Würzburg ein.
Toyka Klaus Viktor Prof. Dr. (2012), seit 1989 an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und bis 2010 Lehrstuhlin- haber für Neurologie und Direktor der Neurologischen Klinik und Poliklinik. Seine Forschungsarbeiten auf dem Feld neu- roimmunologischer Erkrankungen verhalfen der Universität Würzburg zu internationalem Ansehen. Am 28. September 2005 wurde Klaus Toyka in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina aufgenommen. Auch der Förderung der Universität im Allgemeinen und der Künste im Speziellen widmete sich Klaus Toyka.
Knemeyer Franz-Ludwig Prof. Dr. (2012), seit 1970 am Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht an der Julius-Maximili- ans-Universität Würzburg (seit 1. April 2004 emeritiert). Er leistete einen wichtigen Beitrag im Bereich Verwaltungsrecht durch die Gründung eines gleichnamigen Instituts. Vor allem aber förderte Franz-Ludwig Knemeyer den Austausch zum kommunalen Recht durch die Gründung des Kommunalwissenschaftlichen Forschungszentrums Würzburg 1978. Als Vor- sitzender zahlreicher Vereine und Zentren zu diesem Thema beeinflusste er nachdrücklich die Entwicklung des Faches.
Möckel Andreas Prof. Dr. (2011), von 1976 bis 1992 Inhaber des Lehrstuhls für Sonderpädagogik mit Schwerpunkt Lern- behinderten-Pädagogik. Als dessen Erstinhaber erbrachte er Pionierleistungen: Er etablierte und profilierte das Fach, für das es damals in Deutschland noch keine universitäre Tradition gab, im Lehr- und Ausbildungskanon der Universität. Durch sein Engagement wurde die Sonderpädagogik in Würzburg neben der herkömmlichen Lehramtsausbildung veran- kert. Der Würzburger Sonderpädagogik verschaffte Möckel eine bundesweite Sichtbarkeit und Außenwirkung.
Müller Karlheinz Prof. Dr. Dr. (2011), von 1972 bis 2004 Inhaber des Lehrstuhls für Biblische Einleitung und Biblische Hilfswissenschaften an der Katholisch-Theologischen Fakultät. An der Universität Würzburg war er verantwortlich für die wissenschaftliche Edition der so genannten „Judensteine aus der Pleich“, dem mit über 1500 Stücken weltweit größten Fund an Grabsteinen und Grabsteinfragmenten aus einem mittelalterlichen jüdischen Friedhof. Weiterer Schwerpunkt von Müllers Wirken war der ökumenische und interreligi