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MDM Jahresrückblick 2012

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Jahresrückblick der Mitteldeutschen Medienförderung GmbH 2012

Text of MDM Jahresrückblick 2012

  • J A H R E S R c k B l i c k2 012

  • 3E D i t o R i A l

    liEBE lESERinnEn unD lESER,

    auch 2012 entstand in Mitteldeutschland eine Vielzahl hochkartiger Filme. Lngst hat sich in der Branche herumgesprochen, dass Regisseure und Produzenten hier neben erstklassigen Arbeitsbedingungen eine Flle reizvoller Locations vorfi nden, deren groer Abwechslungsreichtum in der bedeutenden kulturellen und geschicht-lichen Tradition der Region begrndet liegt. Kaum einen Stoff gibt es, fr den Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Th ringen nicht die passende Kulisse abgeben knnen. Um die drei Lnder auch in fi nanzieller Hinsicht zu einem attraktiven Drehort zu machen, hat die MDM im letzten Jahr alleine fr die Produktion von Filmen fast zwlf Millionen Euro zur Verfgung gestellt. Eine Investition, die sich lohnt. Das zeigte nicht zuletzt die glnzende Bilanz MDM gefrderter Werke bei deutschen und inter-nationalen Festivals. Rund um den Globus war dort die stolze Anzahl von 53 Filmen zu sehen. Gleich sechs Titel schafft en es im Februar ins Programm der Berlinale so viele wie noch nie zuvor. Auch in Cannes, Venedig oder Toronto fl immerten in Mitteldeutschland entstandene Aufnahmen ber die Festivalleinwnde. Dass der Nachschub nicht versiegt, dazu will die MDM auch zuknft ig ihren Teil beitragen.

    Manfred SchmidtGesch sfhrer

    Saskia Rosendahl als Lore

  • 4M D M 2 012

    FRDEREntScHEiDungEn 2012:

    F R D E R k A t E g o R i E F R D E R S u M M E ( i n ) A n z A H l

    Produktion 8.972.000,00 33

    Produktion/Nachwuchs 2.855.000,00 13

    Multimedia-Produktion 160.000,00 2

    Projektentwicklung 514.889,76 11

    Multimedia-Projektentwicklung 41.000,00 2

    Paketfrderung 281.462,13 2

    Drehbuch 35.000,00 2

    Drehbuch/Nachwuchs 75.000,00 3

    Verleih 1.266.710,00 21

    Vorzeitige Verleihmanahme 12.500,00 1

    Abspiel/Prsentation 86.800,00 18

    Sonstige Manahmen 1.350.700,00 33

    Summe 15.651.061,89 141

    gesamtherstellungskosten gefrderter projekte: 151.889.337,70

    erzielte Regionaleffekte in Sachsen, Sachsen-Anhalt und thringen: 30.866.428,00

  • 5gESEllScHAFtER DER MDM unD MittElzuFHRung 2012:

    Freistaat Sachsen 3.834.689,00 28,7 %

    land Sachsen-Anhalt 2.806.500,00 21,0 %

    Freistaat thringen 2.556.500,00 19,2 %

    Mitteldeutscher Rundfunk 2.756.459,00 20,6 %

    zweites Deutsches Fernsehen 1.400.000,00 10,5 %

    gesamt 13.354.148,00 100,0 %

    MitgliEDER DES VERgABE AuSScHuSSES 2012:

    Claus-Peter Bomann(Vorsitzender)Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt

    Dr. Thomas Hertel (stellv. Vorsitzender)Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

    Claas DanielsenDirektor DOK Leipzig Filmfestival

    Nils-Jonas GreinerThringer Staatskanzlei

    Andr NaumannMitteldeutscher Rundfunk

    Katharina RibbeSchsische Staatskanzlei

    Dr. Arnold SeulMitteldeutscher Rundfunk

    Dr. Klaus SpielerFJS Frderverein fr Jugend und Sozialarbeit e.V.

    Andr StrrThringer Ministerium fr Wirtschaft, Arbeit und Technologie

    Cosima Stracke-NawkaSchsische Landesanstalt fr privaten Rundfunk und neue Medien

    Dagmar UngureitZweites Deutsches Fernsehen

    MitgliEDER DES AuFSicHtSRAtS 2012:

    Staatssekretr Peter Zimmermann (Vorsitzender)Thringer Staatskanzlei, Regierungssprecher

    Staatssekretr Prof. Dr. Thomas Deufel (stellv. Vorsitzender)Thringer Ministerium fr Bildung, Wissenschaft und Kultur

    Staatsminister Dr. Johannes BeermannChef der Schsischen Staatskanzlei

    Staatssekretr Dr. Heiko Geue Ministerium der Finanzen des Landes Sachsen-Anhalt

    Staatssekretr Dr. Henry Hasenpfl ugSchsisches Staatsministerium fr Wissenschaft und Kunst

    Wolf-Dieter Jacobi Mitteldeutscher Rundfunk

    Elke LdeckeMitteldeutscher Rundfunk, Landesfunkhaus Sachsen-Anhalt

    Staatsminister Rainer RobraChef der Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt

    Peter WeberZweites Deutsches Fernsehen

    Grit WikirchenMitteldeutscher Film- und Fernsehproduzentenverband

  • 6D A S M D M -F R D E R J A H R

    Rund 15,6 Millionen Euro stellte der Ver-gabeausschuss 2012 fr die Entwicklung, Produktion und Auswertung von insge-samt 141 Film- und Medienprojekten in der Region zur Verfgung. Fast neun Mil-lionen Euro wurden davon fr die Pro-duktion von 33 Kino- und Fernsehfilmen vergeben. Neben rein deutschen Projekten stand auch die Frderung von internatio-nalen Koproduktionen wieder im Fokus. Ambitionierte Arthouse-Stoffe wie Domi-nik Grafs Die geliebten Schwestern oder Denis Dercourts Zum Geburtstag, aber auch Dokumentarfilme sowie Anima-tions- und Kinderfilme lagen der MDM dabei traditionell besonders am Herzen.

    DEn nAcHwucHS iM Blick

    Um vielversprechenden Talenten ihre ersten professionellen Schritte in der Filmbranche zu ermglichen, stellte die MDM mit ber 2,8 Millionen Euro rund 500.000 Euro mehr als 2011 fr spannende Nachwuchsprojekte zur Verfgung. Unter ihnen finden sich der Thriller Schatten von Maximilian Erlenwein, dessen De-bt Schwerkraft den FirstSteps Award sowie den Hauptpreis beim Festival Max-Ophls-Preis in Saarbrcken gewonnen hatte, die mit Olli Dittrich und Veronica Ferres prominent besetzte Komdie K-nig von Deutschland von David Dietl so-wie der animierte Kurzfilm Mein Leben

    als Kosmonaut, Arzt und Gott von Katre Haav, die fr ihr Projekt beim MDM Nach-wuchstag KONTAKT 2011 den Frder-preis fr den besten Pitch erhalten hatte.

    Entwicklung nEuER StoFFE

    Der technologischen Entwicklung trug die MDM ebenfalls Rechnung: So frderte sie im Bereich Multimedia erstmals die Pro-duktion diverser Apps. Auch in den Kate-gorien Projektentwicklung und Drehbuch brachte sie Stoffe mit Zukunft auf den Weg beispielsweise das Drama Leaks ber Wikileaks-Grnder Julian Assange von Regisseur Cyril Tuschi, der zuletzt mit seinem Dokumentarfilm Der Fall Cho-dorkowski fr Aufsehen gesorgt hatte.

    Ein BEkEnntniS zuM kino

    Gut 1,2 Millionen Euro und damit mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr bewil-ligte die MDM fr Verleihmanahmen. In Zeiten zahlreicher Filmstarts, immer krzerer Auswertungsfenster und alter-nativer Distributionswege strkte sie so die Auswertung der Filme in den Kinos. Festivals, Messen, Weiterbildungs- und Trainingsinitiativen, aber auch medienp-dagogische Vorhaben wie die Schulkino-wochen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thringen wurden mit weit ber einer Million Euro untersttzt.

    kopRoDuktionEn in gAng SEtzEn

    Um das knftige Miteinander von euro-pischen Produktionsfirmen anzukur-beln, frderte die MDM berregionale Koproduktionsmrkte, aus denen in der Vergangenheit schon viele erfolgreiche Projekte hervorgegangen waren, so etwa den Berlinale Co-Production Market oder den Ost-West-Koproduktionsmarkt Con-necting Cottbus. Zustzlich war die MDM im Rahmen von Focus Germany auf dem European Film Market der Berlinale und dem March du Film beim Filmfestival in Cannes vertreten.

    Die geliebten Schwestern

    Zum Geburtstag

    Knig von Deutschland

  • 7F i l M S E t M i t t E l - D E u t S c H l A n D

    Auch 2013 folgten zahlreiche Filmteams dem Ruf der reizvollen Locations und mo-dernen Studios in Sachsen, Sachsen-An-halt und Thringen. Die unkomplizierten Drehbedingungen und die effiziente Infra-struktur in den drei mitteldeutschen Bun-deslndern haben sich in Branchenkreisen ebenfalls lngst herumgesprochen. Die Bandbreite der verwirklichten Projekte reichte einmal mehr vom ambitionierten Arthouse-Drama bis hin zur aufwndigen Roman-Adaption.

    So verfilmte Philipp Stlzl im Sommer mit Stars wie Ben Kingsley, Stellan Skars-grd und Olivier Martinez Noah Gordons Weltbestseller Der Medicus. An Dreh-orten in Sachsen-Anhalt und Thringen erweckte der Regisseur das mittelalterliche England zum Leben. Das komplett mit deut-schen Geldern gestemmte Historiendrama von UFA Cinema machte beispielsweise auf der Burg Querfurt Station, deren optische Reize zuvor schon andere Groprojekte wie Die Ppstin oder 1 Ritter Auf der Suche nach der hinreienden Herzelinde ins rechte Licht gerckt hatten. Auf einer weiteren bekannten Burg, der Wartburg bei Eisenach, entstanden Teile des stim-mungsvollen Fantasy-Abenteuers Rubin-rot nach dem gleichnamigen Romanerfolg von Kerstin Gier. Die Dreharbeiten unter

    der Regie von Felix Fuchssteiner fanden darber hinaus in Mhlhausen und Wei-mar statt. Nach Weimar zog es auerdem den zehnfachen Grimme-Preistrger Do-minik Graf, der sieben Jahre nach Der rote Kakadu wieder einen Film frs Kino in-szenierte. Das Historiendrama Die gelieb-ten Schwestern, in dem Friedrich Schiller eine gewagte Mnage trois eingeht, wurde neben weiteren Orten in Thringen auch an Locations in Sachsen-Anhalt und Sachsen gefilmt. Eine andere deutsche Regiegre, Oscar-Preistrger Pepe Danquart, drehte Sequenzen des Kriegsdramas Lauf, Jun-ge, lauf in Halle und Knnern. Ebenfalls im Zweiten Weltkrieg spielt die Agota Kristof-Verfilmung Das groe Heft, die Woyzeck-Regisseur Jnos Szsz unter anderem im Schloss Kettenburg in Grfen-tonna in Szene setzte. Ein Wasserschloss im schsischen Grlitz, wo in der jngeren Vergangenheit bereits Hollywood-Gro-produktionen wie Der Vorleser und In 80 Tagen um die Welt oder Detlev Bucks Bestseller-Verfilmung Die Vermessung der Welt ihre Zelte aufschlugen, zog den Franzosen Denis Dercourt (Das Md-chen, das die Seiten umblttert) in seinen Bann. Er drehte dort Passagen des Thrillers Zum Geburtstag, seinem ersten deutsch-sprachigen Projekt.

    Der Amerikaner Tony Pemberton wagte sich an eine Adaption von Viktor Pelevins Kultbuch Buddhas Little Finger, die ber weite Strecken in einer leerstehenden Villa in Leipzig realisiert wurde, in die das Team gleich mehrere Sets baute. Von richtigen Studiobedingungen profitierte der Knig von Deutschland. David Dietl drehte sein Kinodebt unter anderem im STUDIO-PARK KinderMedienZentrum in Erfurt, wo wenig spter auch fr eine

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