Kooperationen und Fusionen von ¶ffentlichen Theatern .Kooperationen und Fusionen von ¶ffentlichen

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  • Kooperationen und Fusionen vonffentlichen Theatern

    Theoretische Grundlagen, empirische Untersuchungen undGestaltungsempfehlungen

    Dissertation

    zur Erlangung des Grades eines Doktors

    der Philosophie (Dr. phil.)

    der Pdagogischen Hochschule Ludwigsburg

    vorgelegt von Dipl.-KA. Patrick S. Fhl aus Berlin-Kreuzberg

    Berlin2010

  • II

    Erstgutachter: Prof. Dr. Armin Klein

    Zweitgutachter: Prof. Dr. Bernd Gnter

    Datum des Abschlusses der mndlichen Prfung: 14. Juli 2010

  • III

    Vorwort

    Die beiden Themenkomplexe Kooperationen und Fusionen haben in den vergangenenJahren erneut einen zunehmend wichtigen Platz in den breit gefhrten Diskussionen zu denReformbemhungen von ffentlichen Theatern eingenommen. Die interorganisationale Zu-sammenarbeit stellt fr eine wachsende Zahl ffentlicher Theater und/oder deren Trger angesichts der gesamtgesellschaftlichen Vernderungen, die auf den ffentlichen Theater-betrieb einwirken, den dynamischen und sich immer komplexer gestaltenden Bedingungender kommunalen und der Lnderhaushalte, eine Handlungsoption dar, um auf diese gegen-wrtig virulenten Herausforderungen gezielt und zukunftsorientiert zu reagieren. Die anhal-tenden Diskussionen in Thringen, in Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommernsind hierfr nur ein Zeugnis.

    Die Zielsetzung der vorliegenden Arbeit war es daher, diese Manahmen erstmalig theore-tisch und empirisch zu untersuchen, um Aussagen ber deren tatschliche Durchfhrung,ihre spezifischen und hchst komplexen Einflussfaktoren und Anforderungen zu gewinnen.Gleichfalls sollten erste Einschtzungen zu den Erfolgen und Rckschlgen erarbeitet wer-den. Damit ist ein wichtiger Schritt getan und die horizontale Zusammenarbeit im ffentlichenTheaterbereich kann in ihrer Vielfalt und Bandbreite erstmals ausfhrlicher abgebildet wer-den. Es bleibt allerdings ein erster, kleiner Schritt, denn Zusammenarbeit, als kulturmanage-riales und auch kulturpolitisches Querschnittsthema verstanden, weist noch viele weieFlecken auf. Mit der vorliegenden Dissertation ist somit auch ein wenig die Hoffnung verbun-den, auf entsprechende Desiderate aufmerksam zu machen und weitere Forschungen anzu-regen.

    Mit der Abfassung dieses Vorwortes wird ein mehrjhriges und herausforderndes Projektabgeschlossen. Ich wre allerdings kaum in die erleichternde und erfreuliche Situation ge-kommen, diese sowohl abschlieenden wie einleitenden Zeilen zu verfassen, ohne die steteUntersttzung, die mir von vielen Seiten entgegengebracht wurde.

    An erster Stelle danke ich Herrn Prof. Dr. Armin Klein, der mir diese Dissertation am Institutfr Kulturmanagement der PH Ludwigsburg ermglichte, und der mich whrend des gesam-ten Erstellungsprozesses fundiert und konstruktiv beraten und untersttzt hat. Herrn Prof. Dr.Bernd Gnter (Heinrich-Heine-Universitt Dsseldorf) habe ich dafr zu danken, dass er dasZweitgutachten bernommen hat und mir auerdem eine Vielzahl bereichernder sowie kriti-scher Hinweise vermittelte.

    Darber hinaus bin ich meinem Vater, Herrn Dr. Thomas Fhl, zu tiefstem Dank verpflichtet,der die Arbeit von Anbeginn engagiert begleitete und keine Mhen scheute, Kapitel fr Ka-pitel kritisch gegenzulesen. Frau Prof. Ellen Lissek-Schtz, Herrn Dr. Patrick Glogner undFrau Iken Neisener mchte ich herzlich fr das Gegenlesen einzelner Kapitel vor dem Hin-tergrund ihres jeweils fachspezifischen Know-hows danken. Frau Nora Wegner habe ichDank fr die hilfreichen Tipps bei der Auswertung des schriftlichen Fragebogens abzustatten.Meiner Mutter, Frau Silvia Fhl, habe ich ganz besonders fr die akribische Abschlusskor-rektur der vorliegenden Dissertation zu danken.

  • IV

    Groer Dank gebhrt schlielich meiner Lebensgefhrtin Joy und meinem Sohn Ilya, diegerade in den letzten Monaten des Jahres 2009, der abschlieend heien Schreibphase,die meisten Entbehrungen erfahren mussten und auf deren Untersttzung ich immer zhlenkonnte.

    Meine Eltern, Silvia und Thomas Fhl, haben mir eine akademische Ausbildung ermglichtund mich auf meinem bisherigen Lebensweg tatkrftig untersttzt. Ich bin ihnen dafr austiefstem Herzen dankbar und widme ihnen deshalb die vorliegende Arbeit.1

    Berlin, im Juli 2010 Patrick S. Fhl

    1 Die vorliegende Dissertation erscheint zustzlich in einer berarbeiteten und leicht gekrzten Fassung in der

    Reihe Kulturmanagement und Kulturwissenschaften von Prof. Dr. Armin Klein im Wiesbadener VS Verlag.

  • V

    Inhaltsbersicht

    1 KONZEPTIONELLE GRUNDLAGEN ...............................................................................12 BEGRIFFLICHE GRUNDLAGEN DES UNTERSUCHUNGSFELDES .....................................293 ENTSTEHUNG, AUSLSER, ZIELE UND EINFLUSSFAKTOREN VON

    THEATERKOOPERATIONEN UND -FUSIONEN...............................................................834 QUALITATIVES UND QUANTITATIVES ERHEBUNGSDESIGN.........................................1535 ERGEBNISSE DER EMPIRISCHEN UNTERSUCHUNGEN ...............................................1816 GESTALTUNGSEMPFEHLUNGEN .............................................................................2777 RESMEE UND FORSCHUNGSDESIDERATE ..............................................................323QUELLENVERZEICHNIS .........................................................................................................329ANHANG..............................................................................................................................351

  • VI

    InhaltsverzeichnisTABELLENVERZEICHNIS ......................................................................................................... XIIABBILDUNGSVERZEICHNIS ..................................................................................................... XVABKRZUNGEN UND SIGLEN ................................................................................................ XVII1 KONZEPTIONELLE GRUNDLAGEN ...............................................................................1

    1.1 EINFHRUNG IN DIE PROBLEMSTELLUNG UND RELEVANZ DER THEMATIK .......................1

    1.2 STAND DER FORSCHUNG ZUM THEMA ZUSAMMENARBEIT UND RELEVANZ DERVERSCHIEDENEN FORSCHUNGSGEBIETE FR DIESE ARBEIT..........................................4

    1.2.1 Zusammenarbeit im ffentlichen Kulturbetrieb..................................................51.2.2 Zusammenarbeit im ffentlichen Sektor ...........................................................81.2.3 Zusammenarbeit in der Privatwirtschaft..........................................................10

    1.3 WISSENSCHAFTSTHEORETISCHE GRUNDPOSITIONEN.................................................14

    1.3.1 Kulturmanagement als Bezugslehre...............................................................151.3.2 Realwissenschaften als Bezugsrahmen .........................................................161.3.3 Theorienpluralismus ......................................................................................201.3.4 Exkurs: Modelltheoretische Erklrungsanstze von Zusammenarbeit

    in der bersicht .............................................................................................22

    1.4 ZIELSETZUNG, METHODISCHES VORGEHEN UND AUFBAU DER ARBEIT .........................23

    1.4.1 Zielsetzung und Arbeitshypothese .................................................................231.4.2 Aufbau der Arbeit und bersicht der methodischen Vorgehensweise .............26

    2 BEGRIFFLICHE GRUNDLAGEN DES UNTERSUCHUNGSFELDES .....................................292.1 DER FFENTLICHE THEATERBETRIEB: BEGRIFFLICHE GRUNDLAGEN ...........................29

    2.1.1 Der Begriff des ffentlichen Theaters .............................................................292.1.2 Kurzbeschreibung der ffentlichen Theaterlandschaft in Deutschland ............30

    2.1.2.1 Ausgewhlte Daten zur Situation der ffentlichen Theater ..........................31

    2.1.2.2 Trgerschaftsstrukturen und -kategorien von ffentlichen Theatern ............35

    2.1.2.3 Rechtsformen von ffentlichen Theatern ....................................................38

    2.1.2.4 Sparten und Spielbetrieb von ffentlichen Theatern....................................39

    2.1.2.5 Organisationsstrukturen und Theaterproduktion .........................................42

    2.1.2.6 Stakeholder von ffentlichen Theatern .......................................................46

    2.1.2.7 Ziele von ffentlichen Theatern ..................................................................48

    2.2 ZUSAMMENARBEIT: BEGRIFFLICHE GRUNDLAGEN ......................................................55

    2.2.1 Zusammenarbeit als Oberbegriff ....................................................................552.2.2 Klassische Merkmale von Kooperationen und Fusionen.................................592.2.3 Bestimmungskriterien von Kooperationen und Fusionen ................................