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Handreichungen für die sonderpädagogische Förderung · PDF fileTeil 1: Diagnostik – Überprüfung grundlegender Kompetenzen in den Bereichen Wahrnehmung und Motorik am Schulbeginn

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Text of Handreichungen für die sonderpädagogische Förderung · PDF fileTeil 1:...

  • Bildungsregion Berlin-Brandenburg

    Sonderpdagogische Frderungin den Berliner Schulen

    Teil 4: Frderung im Bereich der

    emotionalen und sozialen Entwicklung

    UNTERRICHTSENTWICKLUNG

  • Folgende Handreichungen sind bereits erschienen: Teil 1: Diagnostik berprfung grundlegender Kompetenzen in

    den Bereichen Wahrnehmung und Motorik am Schulbeginn Teil 2: Frderplanung Teil 3: Temporre Lerngruppen in der Schulanfangsphase

    Impressum Herausgeber: Landesinstitut fr Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM) 14974 Ludwigsfelde-Struveshof

    Tel.: 03378 209-200 Fax: 03378 209-232 Internet: www.lisum.berlin-brandenburg.de Autorinnen und Autoren: Fachmultiplikatorinnen/ Fachmultiplikatoren Emotional-soziale Entwicklung und koordinierende Ambulanzlehrkrfte (Moderation: Martin Harten) Redaktion: Tanja Hlscher, Peter-Jordan-Schule, Charlottenburg-Wilmersdorf

    Ansprechpartnerin: Christiane Winter-Witschurke, Referentin Sonderpdagogische Frderung, LISUM E-Mail: [email protected]

    Layout: Christa Penserot

    Foto: SenBWF Landesinstitut fr Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM); Mai 2008 ISBN 978-3-9810733-6-2

    Dieses Werk einschlielich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschtzt. Alle Rechte ein-schlielich bersetzung, Nachdruck und Vervielfltigung des Werkes vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf ohne schriftliche Genehmigung des LISUM in irgendeiner Form (Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfltigt oder verbreitet werden. Eine Vervielfltigung fr schulische Zwecke ist erwnscht. Das LISUM ist eine gemeinsame Einrichtung der Lnder Berlin und Brandenburg im Geschftsbereich des Ministeriums fr Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg (MBJS).

  • Inhaltsverzeichnis

    Vorwort ........................................................................................................... 5

    Einleitung........................................................................................................ 7

    1 Was bedeutet Frderbedarf im Bereich der emotionalen und sozialen Entwicklung? ............................................................................ 9

    2 Welche Bedingungen sind in der Schule frderlich fr den Erwerb emotionaler und sozialer Kompetenzen?..................... 11

    3 Wie kann man im Schulalltag mit verhaltensschwierigen Kindern gezielt arbeiten?...................................................................... 14

    4 Welche besonderen Entwicklungsverlufe knnen mit dem Verhalten des Kindes in Zusammenhang stehen? ....................... 26

    5 Wie gestaltet man hilfreiche Beratungsprozesse?................................ 33

    6 Wie wird sonderpdagogischer Frderbedarf im Bereich emotionale und soziale Entwicklung festgestellt?................................. 36

    7 Wo finde ich Untersttzung und Ansprechpartner? .............................. 37

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  • Vorwort Vermutlich hat noch keine Lehrergeneration so intensiv an dem Verstndnis ihrer Rolle als Lehrkraft gearbeitet wie die heutige. Das gilt fr die Lehrkrfte in allen Schulstufen und Schularten gleichermaen und hat mit den grundlegenden Neuerungen, von denen Schule derzeit be-stimmt wird, zu tun. Die Erwartungen der Gesellschaft haben sich gewandelt, Kindheit hat sich verndert, unser Verstndnis von Lernen ist weiterentwickelt um nur drei Aspekte zu nennen. Das Berliner Schulgesetz des Jahres 2004 greift die Entwicklungen auf, in-dem es z. B. im 4 festlegt, dass jede Schule dafr Verantwortung trgt, dass die Schlerinnen und Schler, unabhngig von ihren Lernausgangsla-gen, an ihrer Schule das Ziel der jeweiligen Schulart oder des jeweiligen Bil-dungsganges erreichen. Dabei wird dem gemeinsamen Unterricht, der gemeinsamen Erziehung sowie dem gemeinsamen Lernen der Schlerinnen und Schler Prioritt gegeben. D. h. Schule hat den Auftrag, auftretenden Lernproblemen aller Kinder und Jugendlichen mit Manahmen der Prventi-on, der rechtzeitigen und zustzlichen Frderung zu begegnen. Die vorliegende Handreichung richtet sich an die Kolleginnen und Kollegen, die gleich in welcher Einrichtung Schlerinnen und Schler unterrichten, die zustzliche Untersttzung im Bereich ihrer emotional-sozialen Entwick-lung bentigen. Ich bin sicher, (fast) jede Lehrkraft kommt irgendwann einmal im schulischen Alltag an die Stelle, an der sie sich fragt, wie Kindern oder Jugendlichen zu begegnen ist, deren Verhalten Besonderheiten oder gar dauerhaft Beson-derheiten aufweist. In den letzten Jahren hat die Zahl von Kindern mit sonderpdagogischem Frderbedarf in der allgemeinen Schule zugenommen; Kinder mit dem Fr-derbedarf im Bereich der emotional-sozialen Entwicklung sind durchweg sofern kein weiterer Frderbedarf vorliegt in dieser Schulform. In keinem Feld erzieherischen und unterrichtenden Handelns gert das eige-ne Verhalten der Lehrkraft, die Interaktion zwischen Kind und Lehrkraft so in den Blick wie im Umgang mit Kindern, die wir uns angewhnt haben auffl-lig zu nennen. Auffllig wodurch? Fr wen? Die Fachwelt ist abgerckt von personenbezogenen Erklrungsmodellen fr menschliches Verhalten, die die Grnde fr ein Verhalten zeigen. Immer strker haben systemische Sichtwei-sen sich durchgesetzt, die unser Augenmerk auf den Kontext und das ihm innewohnende Regelwerk einer Beziehung lenkt. Es ist viel Spezialwissen aber auch Erfahrung notwendig, um mit der hier angesprochenen Schlergruppe so umzugehen, dass fr sie selbst und die Klasse, in der sie lernen, positive Entwicklungen entstehen. Immer stehen dabei das Verhalten, die Kommunikationsregeln, die Fhigkeit zum Dialog und zu Empathie auch der Lehrerin, des Lehrers auf dem Prfstand. Es ist zugleich die Frage nach dem Selbstverstndnis der eigenen Profession und der darin gelebten Rolle als Lehrerin und Lehrer. Dazu gehrt, das eigene

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  • Handeln in Bezug auf die Kontexte, in dem die Interaktion mit dem Gegen-ber geschieht, reflektieren zu knnen. Ich danke den Autorinnen und Autoren fr ihr Engagement und ihre Arbeit und wnsche den Nutzerinnen und Nutzern Erfolg bei der Anpassung der in der Handreichung gemachten Anregungen auf ihre Praxis. Mascha Kleinschmidt-Brutigam Leiterin der Abteilung Unterrichtsentwicklung

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  • Einleitung Wie ist die Handreichung entstanden? Die vorliegende Handreichung ist ein Ergebnis des intensiven kollegialen Ver-stndigungsprozesses im berregionalen Berliner Fachtreffen der Ambulanz-lehrkrfte fr den sonderpdagogischen Frderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung. Dieses Fachtreffen findet seit 1994 in der Regel monatlich statt und ist ein Instrument der Qualittssicherung und -entwicklung der ambu-lanten Sonderpdagogik. In der Regel nehmen daran ein bis zwei Ambulanz-lehrkrfte fr diesen Frderschwerpunkt aus jeder Berliner Region teil, von denen darber hinaus viele teilweise seit mehreren Jahren ebenfalls als Multiplikatorin oder Multiplikator oder in den Regionen ttig sind. Die wesentli-chen Inhaltsbereiche des Treffens sind: Fachlicher Austausch, gemeinsame Fortbildung und kollegiale Intervision. Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 findet das Fachtreffen als LISUM-Fachkonferenz der Ambulanzlehrkrfte und Multiplikatorinnen bzw. Multiplikatoren (Emotional-soziale Entwicklung) statt. Was kann ich in der Handreichung finden? Die Handreichung versammelt wesentliche Grundlagen und Erfahrungen der Sonderpdagogik des Frderschwerpunktes Emotionale und soziale Entwick-lung, sie gibt Hinweise auf erprobte und bewhrte Handlungsstrategien im Um-gang mit schwierigen Kindern und Jugendlichen. Als praxisorientiertes Kompendium beansprucht die Handreichung keine Vollstndigkeit, sie ist die Momentaufnahme eines Arbeitsprozesses und wird erst durch die Anpassun-gen und Vernderungen der Nutzerinnen und Nutzer lebendig. Die Handrei-chung soll den Zugang zu der umfnglichen Fachliteratur und den vorliegenden Handbchern erleichtern, sie ist als Ergnzung/Einstiegshilfe gedacht und kann ein sonderpdagogisches Studium nicht ersetzen. An wen richtet sich die Handreichung? Zielgruppe der vorliegenden Handreichung sind alle Lehrkrfte der allgemeinen Schulen, die Untersttzung im Umgang mit schwierigen Schlerinnen und Schlern suchen und/oder sonderpdagogische Frderung durchfhren, sowie alle Lehrerinnen und Lehrer der sonderpdagogischen Frderzentren, die in den allgemeinen Schulen besonders auch in der Schulanfangsphase bera-tend und untersttzend ttig sind. Was ist der Orientierungsrahmen? Fr den sonderpdagogischen Frderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung sind verschiedene theoretische Orientierungen als erkenntnis- und handlungsleitend anzutreffen. Innerhalb des Fachtreffens der Berliner Ambu-lanzlehrkrfte hat sich ein offener, bewusster Umgang mit den unterschiedlichen theoretischen Schulen und den darauf begrndeten Verfahrensweisen als wert-voll und fruchtbar fr die Bestimmung der jeweiligen persnlichen Standpunkte und Haltungen der Kolleginnen und Kollegen erwiesen. Es bleibt daher den Nutzerinnen und Nutzern der Handreichung berlassen, das fr sie jeweils Pas-sende und Handhabbare dem Material zu entnehmen, es fr ihre Zwecke um-

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  • zugestalten und zu ergnzen. Geeignete Foren fr diese Arbeit sind die schuli-schen Teams, die Fach- und Regionalkonferenzen sowie spezielle Veranstal-tungen der regionalen Fortbildung fr Lehrerinnen und Lehrer. Dank Der Dank fr die geleistete Arbeit gilt den Ambulanzlehrerinnen und Ambu-lanzlehrern, die in unermdlicher Kleinarbeit seit 2006 Texte erstellt, disku-tiert, verndert, verworfen und neu gefasst haben. Der gemeinsame Verstndigungsprozess war als Weg und Ziel gleichermaen wertvoll und korrespondiert mit einer grundlegenden Erkenntnis unserer Arbeit: Ein