finance 1501

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  • medianet.at

    financenet

    Prmien Betriebliche Altersvorsorge um 49% in 4 Jahren angestiegen 50

    Carbon Bubble Ausstieg aus den Investments in fossile Energien 52

    China und die Folgen Nach dem Crash bebten die globalem Mrkte 54

    Hoffnung stirbt zuletzt 2016 kann und soll es doch aufwrtsgehen 54

    Europavergleich 2015 war ein gutes Jahr fr die Brse Wien 55

    Freitag, 15. Jnner 2016 CovEr 49

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    versicherungen gewinnen das Match gegen die BankenZrich-Chef Gerhard Matschnig im medianet-Exklusivinterview: Unsere Zinsen in der Veranlagung sind attraktiv und risikolos.

    Aus fr die Fossilen Wie bewltigt die Finanzwelt das Ende einer ra? 52

    ATX (Schluss 13.1.) 2.204,05 -6,72%

    DAX (Schluss 13.1.) 9.960,96 -2,48%

    Top 5 ATX Prime

    Flop 5 ATX Prime

    EvN 0,19% Do&Co -0,20% AMAG -0,32% Strabag -0,54% Agrana -0,89%

    Immofinanz -13,42%

    Wienerberger -12,25%

    verbund -10,77%

    oMv -10,54%

    Kapsch Trafficcom -10,29%

    0,19%EvN

    -13,42%Immofinanz

    Top 5 DAX

    Flop 5 DAX

    SAP 2,33% rWE 2,32% E.on 2,29% volkswagen 1,35% Linde 0,99%

    ThyssenKrupp -8,23% BMW -6,63%

    Commerzbank -6,05%

    Deutsche Post -5,58%

    Deutsche Lufthansa -5,54%

    2,33%SAP

    -8,23%ThyssenKrupp

    DAX 6.13. Jnner 2016

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    50

    ATX 5.13. Jnner 2016

    Wiener Brse/Studio Joachim Haslinger

  • medianet.at

    Von Gerald Stefan

    WIEN. hnlich wie die Banken ha-ben auch die Versicherer mit einer Regelflut zu kmpfen: Was den Kre-ditinstituten ihr Basel IV, ist den Versicherern das heuer vollstndig in Kraft getretene EU-Regelwerk Solvency II. Dazu ist auch der Markt derzeit nicht einfach: Nied-rige Zinsen bewirken, dass die Ver-anlagung nicht mehr so viel Spa und die Produktgestaltung mehr Mhe macht. Auch die Auswirkun-gen des Klimawandels Unwetter mit hohen Schadensfllen und die schwache Konjunktur bekm-mern die Branche.

    Doch in Summe bietet der Versi-cherungsmarkt heuer auch etliche Chancen, sagt Gerhard Matschnig, CEO der Zrich Versicherungs-AG in sterreich. Die Zrich ist der Austro-Statthalter der gleichna-migen Schweizer Versicherungs-gruppe und in sterreich unter den Top-10 der grten Asseku-ranzen. So sind etwa die Zinsen in der Veranlagung bei Versicherern, verglichen mit Banken, attraktiv und risikolos, geht Matschnig im Interview in die Offensive.

    medianet: Auf sterreichs Versi-cherer kommt ein ereignisreiches Jahr 2016 zu. Seit 1. Jnner gilt das EU-Versicherungsregime Solvency II vollstndig. Es wird laut Finanz-marktaufsicht FMA die Risikositu-ation der Versicherer besser zeigen, aber auch zu mehr Volatilitt in

    den Bilanzen fhren. Im Februar soll ein Pensionsgipfel die Weichen fr eine verstrkte Betonung der zweiten und dritten Sule der Altersvorsorge legen, was auch fr die Angebote der Versicherer von groer Bedeutung ist. Was sind aus Ihrer Sicht die groen Heraus-forderungen 2016, was sind die grten Chancen? Erwartet Zrich selbst ein gutes Jahr?Gerhard Matschnig: Bereits seit Lngerem sind die Rahmenbedin-gungen fr die Versicherungswirt-schaft alles andere als erfreulich: Stagnierendes Wachstum, anhal-tende Niedrigzinspolitik, sich ma-nifestierender Klimawandel, zu-nehmende Regulierung all das sind Faktoren, die die Branche vor Herausforderungen stellen. Diese werden auch so rasch nicht ver-schwinden, sondern bleiben auch 2016 und wahrscheinlich darber hinaus erhalten. Sie haben Solven-cy II angesprochen: Die Vorgaben sind fr Versicherungsunterneh-men anspruchsvoll. Bei Zurich s-terreich haben wir unsere Haus-aufgaben zeitgerecht erledigt und sind bestens dafr aufgestellt. Was die Pensionsthematik betrifft, so ist es begrenswert, wenn sei-

    tens des Gesetzgebers die private Vorsorge gefrdert wird, denn la longue wird der Staatshaushalt entlastet. Gleichzeitig wird es da-mit sicherlich neue Impulse fr die Branche geben somit ist eine Betonung der zweiten und dritten Sule positiv zu sehen. Wir selbst haben fr 2016 jedenfalls viel vor: Einerseits werden wir in der ersten Jahreshlfte neue Produkte pr-sentieren, andererseits arbeiten wir auch an einigen Innovationen im digitalen Bereich.

    Fr Kunden zhlt Gesamtrenditemedianet: Wie sehen Sie die He-rausforderungen des niedrigen Zinsniveaus, wie kann man auf

    der Produkt- und auf der Veranla-gungsseite richtig reagieren?Matschnig: Auf Produktseite be-deutet das Niedrigzinsumfeld eine gesetzliche Reduktion des hchst-zulssigen Rechnungszinses auf maximal ein Prozent. Da ber den garantierten Rechnungszins eine Gewinnbeteiligung angerechnet wird, ist aus Kundensicht nur das Niveau der Gesamtverzinsung rele-vant. Auch wenn dieses Niveau ge-genber den Hochzinsphasen deut-lich gesunken ist, ergibt sich im Vergleich zu den Banken noch im-mer eine attraktive risikolose Ren-dite. Fr Kundinnen und Kunden, denen ein Mehr an Ertrag wichti-ger ist als risikoloses Investment,

    Attraktiver als die Bankensterreichs Versicherer haben heuer mit flauer Konjunktur und Zinstief zu kmpfen, doch Innovationen und auch der geplante Gipfel zur Pensionsreform erffnen Perspektiven, sagt Zrich-Chef Gerhard Matschnig.

    Im GesprchGerhard Matsch-nig (Jg. 1957) ist Vorsitzender des Vorstandes bzw. CEO bei der Zrich Versiche-rungs-Aktienge-sellschaft.

    KapitalanlagenRund 65% der Kapitalanlagen der Versicherer stecken in Schuld-verschreibungen, Anleihen, etc.

    65%

    50 fInAnce:cover Freitag, 15. Jnner 2016

    Stagnierendes Wachstum, anhaltende Niedrigzinsen, Klimawandel sind Herausforderungen.

    Kapitalanlagen der versicherer

    Kapitalbereiche

    Schuldverschreibungen 48,2%

    Kapitalanlagefonds (Renten) 17,3%

    Beteiligungen, Aktien, Partizipationsscheine 14,6%

    Immobilieninvestments 6,8%

    Darlehen und Vorauszahlungen 4,6%

    Guthaben bei Kreditinstituten 3,1%

    Sonstiges 5,1%Quelle: VVO; Gesamtstand der Kapitalanlagen (2014): 83,3 Milliarden Euro

    versicherungsmarkt 1.3. Quartal 2015

    Sparte Prmien vernderung

    Gesamtprmien 13,41 2,38%

    Schaden- und Unfallversicherung 6,90 2,30%

    Lebensversicherung 5,03 1,95%

    Krankenversicherung 1,47 4,28%Quelle: FMA, Angaben in Milliarden Euro

    Prmien in der Betriebl. Altersvorsorge

    Jahr Prmien

    2014 884

    2013 755

    2012 662

    2011 592Quelle: VVO, Angaben in Millionen Euro

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  • medianet.at

    bietet sich die fondsgebundene Lebensversicherung als ein Veran-lagungsinstrument mit einer Versi-cherungskomponente an; hier steht ein weites Veranlagungsspektrum zur Verfgung, in dem kunden-individuell auf das gewnschte Verhltnis zwischen Ertrag und Risiko eingegangen werden kann. Mit dem Zurich Prime Invest bie-ten wir ein Produkt, das sowohl die Ertrags- als auch die Sicherheits-komponente auf den jeweiligen Kunden optimiert abstimmt und sich laufend an die Marktgegeben-heiten anpasst. Aus Veranlagungs-sicht sind wir von den sinkenden Zinsen kaum betroffen, da durch das Abreifen des Altbestands kaum Neuinvestments vorgenommen werden. Heikel knnte es nur dann werden, wenn es zu rasch steigen-den Zinsen kommt, die zu groen Abschreibungen fhren wrden. Durch unser ausgezeichnetes Ak-tiv-Passiv-Matching sind wir auf der Veranlagungsseite gut gerstet.

    medianet: Die Versicherungsbran-che galt bisher stets als stabiler Faktor am Arbeitsmarkt, im Ge-gensatz zu den Banken, die seit Jahren Personal abbauen. Bleibt diese Stabilitt erhalten, oder wird es in Zukunft weniger Jobs bei den Versicherern geben?Matschnig: Die Versicherungs-branche ist ein wichtiger Arbeit-geber in sterreich. Ob es zu einer Ausweitung der Personalstnde kommen wird, lsst sich schwer abschtzen. Ich kann hier nur fr Zurich sterreich sprechen: Wir werden weiter konsequent an der Optimierung der Geschftsprozes-

    se arbeiten und in IT-Systeme so-wie Apps investieren, die einerseits fr unsere Kunden und Vermittler nutzenstiftend sind und anderer-seits die Automatisierung sttzen. Das wird dazu beitragen, dass wir unter der Voraussetzung, dass das prognostizierte Wachstum ein-tritt unseren Personalstand hal-ten werden.

    medianet: Auf welche Produkte und Themen setzt Zrich heuer bei den Privatkunden?Matschnig: Im Jahr 2016 werden wir unseren Fokus auf Innovati-on als strategischen Eckpfeiler fortsetzen und unsere Produkte mit weiteren Verbesserungen ver-sehen. Unsere Haushalts-/Eigen-heimversicherungen wurden noch strker an die individuellen Be-drfnisse unserer Kunden ange-passt und werden somit noch at-traktiver. Ein Facelift erfhrt auch die Rechtsschutzversicherung, die im Dezember 2015 beim groen Rechtsschutz-Test von GVS Ge-sellschaft fr Verbraucherstudien den ersten Platz in den Kategori-en Tarif sowie Transparenz und Komfort erzielt hat. Grundstz-lich legen wir im Jahr 2016 einen

    Freitag, 15. Jnner 2016 fInAnce:cover 51

    Wachstum braucht rasche Liquiditt.

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    Heikel knnte es nur bei zu rasch steigenden Zinsen werden, die groe Abschreibungen bringen.

    Schwerpunkt auf die Unfallversi-cherung. Aus dem Bereich der Le-bensversicherung stehen die Be-rufsunfhigkeitsversicherung und fondsgebundene Lebensversiche-rung mit unserem Pro