retail 1501

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  • medianet.at

    retail

    Food Verbraucherzeitung Konsument stellt Hitpara-de der Trickser vor 38

    Ikea Kunden knnen seit Kurzem auf ikea.at Produkte bewerten 38

    Edeka Gabriels Aufla-gen-Katalog fr Tengel-mann-bernahme 38

    Lidl Soziale Verantwor-tung wird gro geschrieben 39

    Am Tellerrand Daniela Prugger ber das System Kuba 40

    Freitag, 15. Jnner 2016 covEr 33

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    Unsere vorstellungen driften sehr weit auseinander Pfeiffer vs. Gewerkschaft: Nachdem keine Einigung erzielt wurde, entscheidet eine Schlichtungsstelle ber den Sozialplan. 34

    Konkurrenz Traditionelle Kaffeehuser haben es immer schwerer.

    Exportproblem Milchpulver frs Ausland setzt Bauern unter Druck.

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    Henning Kreke

    Steuerboard DouglasChef Henning Kreke

    wechselt in den Aufsichtsrat der Parfmkette. Der 50Jhrige

    plane, den Vorsitz des Kontrollgremiums vom Vertreter des

    DouglasMehrheitseigners CVC, Daniel Pindur, zu bernehmen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilen lie. Kreke, dessen Familie Minderheitseigner bei Douglas ist, hatte den Konzern von einer Handelsgruppe zur Parfmeriekette umgebaut. Im Zuge dessen trennte sich

    Douglas unter anderem von der Swarenkette Hussel und dem

    Schmuckhndler Christ.

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    Der medianet Sonder themenplan

    2016 ist hier abrufbar!

    (www.medianet.at)

    Die medianet rankingweek 2015/16 erscheint am 4. Mrz 2016. Erstmalig werden auch Daten, Informationen und Ratings aus xpert.network, dem ersten B2BPortal fr die Kommunikations branche, in die Bewertung miteinbezogen.

    ranking week 2015/16 D A S B R A N C H E N R A N K I N G V O N medianet

    Lidl sterreich

  • medianet.at

    werber angetreten hat oder dies in unmittelbarer Zukunft machen wird. Auf den Informationsver-anstaltungen sei jenen Mitarbei-tern, die noch keine Jobaussichten haben, geraten worden, sich beim AMS zu melden. Wie viele davon tatschlich Gebrauch gemacht ha-ben, wei Schmidtbauer aber nicht. Vonseiten der AK bzw. des Insol-venzschutzverbands soll alles rei-bungslos verlaufen sein so wur-den auch alle ausstehenden Lhne und Gehlter noch vor Weihnach-ten berwiesen.

    Whrend die Filialmitarbeiter auf ihr Novembergehalt und Weih-

    Von Nataa Nikolic

    WIEN. Es wurde in den vergange-nen Tagen wieder etwas ruhiger um das Sorgenkind Zielpunkt. Die grte Pleite des vergangenen Jah-res und die drittgrte Handels-pleite seit 1992 (nach Konsum und Libro) zog noch zwei weitere Unter-nehmen in die Insolvenz: Schirnho-fer und Motlicek.

    Fleischproduzent Schirnhofer erffnete am 1. Dezember ein Sa-nierungsverfahren. Die Folgen: 269 Dienstnehmer sind arbeitslos, und die steirische Rindfleischmarke Almo gert ins Wanken. Schirnhofer war nmlich der grte Abnehmer der 320 Almo-Bauern und erhielt 98% des Gesamtbestandes, weshalb kurzzeitig auch ein Schlachtstopp ausgerufen wurde. Wenig spter, Mitte Dezember, stellt auch die Kltefirma Motlicek als unmittel-bare Folge der Zielpunkt-Insolvenz einen Antrag auf Erffnung eines Konkursverfahrens. Nach dem Wegfall seines grten Kunden geht das Wiener Unternehmen mit 26 Dienstnehmern und 1,6 Mio. Schulden den Bach runter.

    Wie geht es weiter?Fr die 2.708 Zielpunkt-Beschf-tigten hie es bis zuletzt bangen und hoffen, dass ein Mitbewerber die Filialen bernimmt. Fr 112 Standorte konnte Masseverwal-ter Georg Freimller jedoch keine Nachmieter finden etwa 1.250 Mitarbeiter verlieren daher ihren Job. Ein Groteil der Arbeitneh-mer, die von den Schlieungen be-troffen sind, hat mittlerweile den berechtigten vorzeitigen Austritt erklrt, sagt Klaus Schmidtbauer vom Insolvenzschutz der Arbeiter-kammer Wien. Aus persnlichen Gesprchen und Telefonaten wei ich, dass ein Teil der Arbeitnehmer bereits eine neue Arbeitsstelle in der Regel bei einem der Mitbe-

    nachtsgeld warten mussten, wur-den die Beschftigten des Logistik-zentrums im 23. Bezirk pnktlich ausbezahlt. Die Zielpunkt Logistik wurde bereits vor Lngerem in die Pfeiffer Logistik GmbH mit Sitz in Traun integriert. Aufgrund der Zielpunkt-Insolvenz und des Weg-falls des Zielpunkt-Filialbetriebs wird das Logistikzentrum in Wien im Zuge einer sogenannten Teilbe-triebsschlieung geschlossen, sagt Pfeiffer-Sprecherin Martina Macho und betont, dass das Logistikzent-rum nicht insolvent ist und daher alle Mitarbeiter weiterhin ihren Lohn bekommen.

    Gescheiterte VerhandlungenDie Teilbetriebsschlieung macht einen Sozialplan notwendig, um Hrteflle bei den 181 von der Kn-digung betroffenen Arbeitnehmern zu vermeiden. Dafr setzt sich die Gewerkschaft der Privatangestell-ten Druck, Journalismus, Papier (GPA djp) ein allerdings bislang ohne eine Einigung mit Pfeiffer.

    Aktuell driften die Vorstellun-gen der Gewerkschaft sowie die Mglichkeiten der Pfeiffer Logistik GmbH sehr weit auseinander. Die Gewerkschaft fordert Sozialplan-leistungen in der Hhe von rund 7 Mio. whrend die Pfeiffer Logis-tik, die heuer ein Ergebnis der Ge-schftsttigkeit von minus 1,3 Mio. aufweist, maximal 1,8 Mio. leis-ten kann, erklrt Macho ganz zur berraschung von GPA djp-Regio-nalgeschftsfhrer-Stv., Mario Fer-rari. Ich wei nicht, wie man auf diese 7 Mio. kommt, sagt Ferrari im Gesprch mit medianet. Das Angebot von 1,8 Mio. liegt weit unter dem, was wir uns vorstellen. Wir haben als Verhandlungsbasis einen Vorschlag auf den Tisch ge-legt, aber nie eine Zahl genannt. Die Verhandlungsbasis war, wie sich im weiteren Verlauf des In-terviews herausstellt, aber offen-bar doch eine Zahl; welche, wollte Ferrari nicht sagen. Denn das ist

    das Gesamtpaket, mit freiwilligen und gesetzlichen Abfertigungen, da gehts auch um die Arbeitsstif-tung und vieles mehr. Es macht daher keinen Sinn, eine Summe zu fordern. Da mssten wir zuerst die Rahmenbedingungen abstecken. Wie viel Pfeiffer tatschlich zahlen muss, wird die Schlichtungsstelle klren mssen. Es wird sicher ei-nen Sozialplan geben. Die Schlich-tungsstelle wird entscheiden, wie hoch der ausfllt und fr das muss Pfeiffer auch aufkommen, prog-nostiziert Ferrari, der auch vor der Pleite den Zielpunkt-Betriebsrat bei den Sozialplanverhandlungen untersttzt hat.

    Die Pfeiffer Logistik ist schlicht nicht imstande, die geforderte Summe aufzubringen. Ein Sozi-alplan in dieser Hhe gefhrdet potenziell weitere Arbeitspltze, beteuert hingegen Pfeiffers Unter-nehmenssprecherin.

    Lage der Logistik-Mitarbeiter Whrend die Gewerkschaft also auf den Sozialplan wartet, sucht Erich Schnleitner bereits nach ei-nem Nachmieter fr das Logistik-Zentrum. Sofern er einen findet, der die Mitarbeiter bernimmt, wre der Sozialplan obsolet und Pfeiffer diesbezglich aus dem Schneider.

    Bei einer Weiterfhrung des Betriebs als Logistik-Zentrum be-stnde die Mglichkeit fr die betroffenen Kollegen, hier weiter-zuarbeiten, sagt der Holding-GF, dem man vorwirft, seine bereilte Expansionspolitik sei fr die Ziel-punkt-Insolvenz verantwortlich.

    Angesprochen auf die Folgen ei-nes mglichen Verkaufs, sagt Ferra-ri berrascht: Der Umstand eines eventuellen neuen Eigentmers des Logistik-Zentrums ist uns vollkom-men neu und war nie Thema. In diesem Falle wre kein Sozialplan ntig, da alle Beschftigten mit allen Rechten und Pflichten vom neuen Eigentmer bernommen werden mssten.

    Eine Insolvenz und ihre FolgenZielpunkt, Status quo: 112 geschlossene Filialen und gescheiterte Sozialplanverhandlungen fr Logistik-Mitarbeiter. Die Vorstellungen von Gewerkschaft und Pfeiffer knnten unterschiedlicher nicht sein.

    Zielpunkt-FolgenPfeiffer sucht nach einem Kufer bzw. Nachmieter fr das Logistik-Zentrum in der Heizwerkstrae im 23. Die geografi-sche Nhe zum benachbarten Billa-Lager lsst Raum fr Spekula-tionen, inwieweit das Zielpunkt-Zentrum nicht auch fr die Rewe interessant wre.

    Katz & Maus Whrend die GPA djp, Pfeiffer zufolge, einen Sozialplan in Hhe von 7 Mio. fordert, behauptet Gewerkschafter Mario Ferrari, nie eine konkrete Zahl genannt zu haben. Fakt ist aber, dass Pfeiffer 1,8 Mio. gebo-ten hat, und die Vorstellungen der beiden Parteien sehr weit ausein-andergehen.

    7 Mio.

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    34 COVERSTORY Freitag, 15. Jnner 2016

  • medianet.at Freitag, 15. Jnner 2016 aktuelles 35

    Von Christian Novacek

    WIEN. Es werden rund drei Mil-liarden Kilo Milch in sterreich produziert, umreit IG-Milch-Obmann Ewald Grnzweil die Dimension. Und ergnzt das Er-schtternde: Zwei Milliarden wer-den in sterreich abgesetzt und ein Drittel wird zu elendigsten Preisen ins Ausland gebracht! Die gegebe-nenfalls komplexen Konstellatio-nen, die dazu fhren, bringt Grn-zweil auf einen einfachen Nenner: Der freie Markt ist eigentlich kein freier Markt, sondern einer, wo die Groen gro gefrdert werden und die Kleinen verhungern. Gefrdert werde ausschlielich zugunsten des Wachstums der Betriebe; die-ses Wachstum habe sich aller-dings schon lngst ausgewachsen und gegen seine Wurzeln gewandt, sprich: Es tut der Milchwirtschaft und speziell den Bauern schon lan-ge nicht mehr gut.

    Die Forderung, die daraus fr Grnzweil wie auch Judith Moser-Hofstadler von der BV (sterrei-chische Berg- und Kleinbuer_in-nen Vereinigung) resultiert, ist eine alte, aber wieder aktuelle: Die Pro-duktionsmengen mssen reguliert werden! Und dabei geht es zu-mindest laut BV nicht nur um die Auswirkung des Milchpreises auf die Existenz der Bauern, son-dern ebenso um die Perspektive ei-ner artgerechten Tierhaltung. Eine Milchtierhaltung, die auf dem ex-zessiven Einsatz von Kraftfutter und der Zucht auf Hochleistung anstatt Lebensleistung beruht, ist nicht zu akzeptieren, meint Hof-stadler. Gr