BISTUM LIMBURG JAHRESBERICHT 2015 6 EDITORIAL _Das Bistum Limburg DAS BISTUM LIMBURG Das Bistum Limburg

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  • JAHRESBER ICHT 2015 BISTUM L IMBURG

  • 01 EDITOR IAL 5

    Kapitel Inhalt Seite

    02 E INBL ICKE 19

    03 JAHRESABSCHLÜSSE zum 31. Dezember 2015

    42

    04 STAT IST IK 91

  • 4

  • 5

    01

    ED ITOR IAL 6 Das Bistum Limburg

    11 Vorwort des Ständigen Vertreters des Apostolischen Administrators

    13 Einführung des Finanzdezernenten

  • 6 EDITOR IAL _Das Bistum Limburg

    DAS B ISTUM L IMBURG

    Das Bistum Limburg ist eine junge Diözese (gegründet 1827) im Südwesten Deutschlands und umfasst Teile der Bundesländer Hessen und Rheinland-Pfalz. Ihr Gebiet erstreckt sich auf rund 6.200 Quadratkilometer zwischen dem Westerwald und Frankfurt, zwischen Lahn-Dill- Eder und dem Rheingau. Hier leben Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenskulturen. Genau diese Vielfalt zwischen städtischen, ländlichen, zwischen volkskirchlich geprägten Regionen und der Diaspora, der Erfahrung, dass Katholiken in der Minderheit sind, zeichnet das Bistum aus.

    Vielen bekannt ist der Limburger Dom. Die Hessen wählten ihn zur schönsten Kirche im Land. Von der Autobahn 3, hoch über der Lahn auf Felsen erbaut, ist er gut sichtbar und das Wahrzeichen des Bistums und der Bischofsstadt. In seiner jetzigen Form wurde er im Jahr 1235 als Pfarr- und Stiftskirche dem heiligen Georg und dem heiligen Nikolaus geweiht. Tausende Besucher treten jedes Jahr durch das Portal und bestaunen die schlichte Eleganz der Architektur. Sie genießen die Ruhe im Innern und lassen den spätromanischen Stil mit

    frühgotisch beeinflussten Elementen auf sich wirken. So wird für manchen der Dom zur Stadt Gottes unter den Menschen.

    Die größte Kirche im Bistum ist der gotische St. Bartholomäus Dom in Frankfurt. Obwohl die Kirche nie eine Bischofskirche war, wird sie auch wegen ihrer Bedeutung im Heiligen Römischen Reich als Dom bezeichnet. Der dritte Dom des Bistums steht in Wetzlar und ist eine der ältesten Simultankirchen in Deutschland. Sie wird von evangelischen und katholischen Christen zu gleichen Teilen genutzt.

    Bischof Wilhelm Kempf (1949 bis 1981) prägte und etablierte den synodalen Weg im Bistum Limburg. Am 16. März 1969 wurde im

    Bistum Limburg zum ersten Mal in Deutschland ein Pfarrgemeinderat gewählt. Synodos ist Griechisch und bedeutet gemeinsamer Weg. Gemeint ist hier das Bischof, Priester, Diakone und Laien ihre je unterschiedliche Verantwortung für die Sendung der Kirche gemeinsam in synodalen Gremien wahrnehmen.

    Prägend für die Diözese sind auch die Bistumspartnerschaften und sein weltkirchliches En- gagement. Kontakte gibt es heute zu katholischen Diözesen in der ganzen Welt. Intensive Beziehungen bestehen zu den Partnerdiözesen Kumbo und Ndola in Afrika, Alaminos auf den Philippinen, Kosice, Olomouc und Sarajevo in Osteuropa.

    So wird für manchen der Dom zur Stadt Gottes unter den

    Menschen.

  • 7EDITOR IAL Das Bistum Limburg_

    Die Geschichte des Bistums begann mit dem Zusammenbruch der weltlichen und kirchlichen Machtstrukturen in Europa als Folge der Französischen Revolution. Durch den Reichsdepu- tationshauptschluss im Jahre 1803, dem letzten Gesetz des Heiligen Römischen Reiches, wurden Gebiete der alten geistlichen Kurfürstentümer Mainz und Trier den nassauischen Herzogtümern zugeschlagen, darunter das Gebiet um Limburg, das bis dahin den rechtsrhei- nischen Teil des Trierer Bistums darstellte. Das Herzogtum Nassau mit Regierungssitz in Wies- baden initiierte zusammen mit der freien Reichsstadt Frankfurt die Errichtung eines eigenen Bistums. Am 23. November 1827 wurde das Bistum gegründet und der erste Bischof, Jakob Brand, nahm seine Amtsgeschäfte auf.

    Als Apostolischer Administrator leitet derzeit Weihbischof Manfred Grothe die Diözese. Am 1. Juli 2016 wurde Monsignore Dr. Georg Bätzing vom Heiligen Vater zum 13. Bischof von Limburg ernannt.

  • 8

    PFARREIEN NEUEN TYPS30

    PFARREIEN IN DER BISHERIGEN STRUKTUR131

    KINDERTAGESEINRICHTUNGEN257

    (Stand: 01. Januar 2016)

    MITARBEITER/INNEN1.666 des Bistums, des Domkapitels und des Bischöflichen Stuhls

    in Trägerschaft der Pfarreien von insgesamt 287 Kitas im Bistum Limburg

    (Stand: 01. Januar 2016)

    Die Daten wurden, soweit im Einzelfall nicht anders angegeben, auf den Stichtag 31. Dezember 2015 erhoben.

    EDITOR IAL

    _Das Bistum Limburg

  • 9

    KATHOLIKEN635.326

    GESAMTFLÄCHE6.182 km2

    BEZIRKE11

    IMMOBILIEN1.563

    MITARBEITER/INNEN7.315 der Kirchengemeinden 3.532 (Zuständigkeit Rentamt Nord) 3.783 (Zuständigkeit Rentamt Süd)

    (Stand: 2013)

    EDITOR IAL

    Das Bistum Limburg_

  • 10

    Domkapitular Wolfgang Rösch, Ständiger Vertreter des Apostolischen Administrators

    _Vorwort des Ständigen Vertreters des Apostolischen Administrators

    EDITOR IAL

  • 11

    zum dritten Mal veröffentlichen wir die Jahresabschlüsse der diözesanen Körperschaften des Bistums Limburg, des Bischöflichen Stuhls zu Limburg, des Limburger Domkapitels und der Schulstiftung des Bistums Limburg als rechtsfähige kirchliche Stiftung bürgerlichen Rechts.

    Bisher haben wir in unseren Finanzberichten sehr detailliert die Jahresabschlüsse der einzelnen Rechtsträger beleuchtet und den praktisch einzigen Schwerpunkt auf die Trans- parenz der Zahlen gelegt. Dies war wichtig und notwendig. Wie gewohnt werden wir auch in diesem Jahr die vollständigen Jahresabschlüsse detailliert offenlegen und erstmals auch die nach der externen Prüfung erteilten Bescheinigungen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft transparent machen.

    Kirche ist kein Selbstzweck, sie hat eine Sendung und lebt vom Handeln der Menschen, die im Vertrauen auf den Geist Gottes das Heute gestalten und Verantwortung übernehmen. Etwas von unserem Wirken wollen wir Ihnen künftig in unseren Jah- resberichten zeigen. Wir nehmen inhaltliche Schwerpunkte in den Blick und machen deutlich, wo Kirche in der Gesellschaft wirkt und gefordert ist. So stellen wir Ihnen den Weg der loka- len Kirchenentwicklung und der Pfarreiwerdung vor.

    Kirche lebt aus der Erfahrung von lebendigem Glauben, der Be- gegnung mit anderen Menschen und der Weggemeinschaft in der Suche nach Gott. Wer glaubt ist nie allein. Besonders wird das von vielen bei Wallfahrten und Pilgerreisen erlebt. Bestärkt und bewegt kehren sie zurück und geben anderen ein Zeug- nis ihrer Erfahrungen. Seit 40 Jahren pilgern Menschen mit und ohne Behinderung aus den Diözesen Mainz, Limburg und Fulda gemeinsam nach Lourdes in Frankreich. Was diese Wall- fahrt so besonders macht, erklären wir in einem Beitrag.

    VORWORT

    Liebe Leserin, lieber Leser,

    Vorwort des Ständigen Vertreters des Apostolischen Administrators_

    EDITOR IAL

    Kirche ist kein Selbstzweck, sie hat eine Sendung und lebt vom Handeln der Menschen, die im Vertrauen auf den Geist Gottes das Heute gestalten und Verantwortung übernehmen.

  • 12

    Als Christen haben wir den Auftrag, bedrängten und verfolgten Menschen beizustehen. Die weltweiten Katastrophen, die Millionen von Menschen zur Flucht zwingen, lassen uns als Kirche nicht unberührt und fordern uns heraus. Wir bauen aktiv an einer Willkommens- kultur für Flüchtlinge und suchen nach guten Wegen der Integration. In unserem Jahres- bericht lesen Sie die Geschichte eines Flüchtlings, der einen Bundesfreiwilligendienst absol- viert, der vom Bistum mitfinanziert wird.

    Im Blick auf die kommende Generation sind uns die Jugendkirchen der Diözese wich- tig. Zehn Jahre liegen die Gründungen von JONA in Frankfurt, KANA in Wiesbaden und CROSSOVER in Limburg zurück. Anlässlich dieses Jubiläums wird der Jahresbericht auf zehn Jahre Jugendkirchen im Bistum Limburg zurückblicken.

    Im Bischöflichen Ordinariat hat uns im Jahr 2015 besonders auch die Neuordnung der diözesanen Vermögensverwaltung beschäftigt. Nach intensiver synodaler und kurialer Be- ratung haben wir die diözesane Vermögensverwaltung zum 1. April 2016 neu geordnet. Diese Ordnung stellen wir Ihnen vor.

    Auch in Zukunft werden wir in unseren Jahresberichten – neben der Rechenschaft in Finanz- und Vermögensfragen – aktuelle Themen, die uns als Kirche von Limburg bewegen, auf- greifen. Ihnen viel Freude bei der Lektüre.

    Mit besten Grüßen

    Domkapitular Wolfgang Rösch Ständiger Vertreter des Apostolischen Administrators

    _Vorwort des Ständigen Vertreters des Apostolischen Administrators

    EDITOR IAL

  • 13

    es freut mich sehr, Ihnen den Jahresbericht 2015 des Bistums Limburg präsentieren zu kön- nen. Neben detaillierten Zahlen und den Jahresabschlüssen der Körperschaften Bistum Lim- burg, Bischöflicher Stuhl zu Limburg sowie Limburger Domkapitel und Schulstiftung, zeigen wir Ihnen exemplarisch auf, welche inhaltlichen Schwerpunkte wir im vergangenen Jahr ge- setzt haben. Neu ist auch, dass wir den Jahresabschluss des Bischöflichen Stuhls gemeinsam mit denen der anderen Körperschaften im Bistum veröffentlichen können.

    Die wirtschaftliche Entwicklung des Bistums Limburg, die maßgeblich von der Kirchensteuer geprägt wird, ist immer auch Spiegelbild der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung und der Situation auf dem Arbeitsmarkt. Auch wenn uns große Schwierigkeiten auf europäischer

    E INFÜHRUNG

    Liebe Leserinnnen und Leser,

    Einführung des Finanzdezernenten_

    EDITOR IAL

    Finanzdezernent Gordon Sobb