Visionen #1: Wirtschaft

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    LEBENSADERN FR O: Infrastruktur fr internationale Wettbewerbsfhigkeit VOLL-UNIVERSITT: Technik & Sprachen ausbauenZUKUNFTSPROJEKTE FR O & LINZ: Lsungen fr morgen

    Alles Wirtschaften beginnt mit einer Investition!

    Visionen#1: Wirtschaft

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    Alles Wirtschaften beginnt mit einer InvestitionUnser Zentralraum ist das wirtschaftliche Herz s-terreichs. Eine starke Industrie sorgt fr Tausende hochqualifizierte Arbeitspltze, sichert gemeinsam mit einem bunten Branchen-Netzwerk an kleinen und mittleren Unternehmen Wachstum, Wohlstand und Beschftigung. Die obersterreichische Wirt-schaft hat den stattgefundenen Strukturwandel gut gemeistert im Gegensatz zu vielen anderen Re-gionen Europas. Doch welche Herausforderungen kommen auf unsere Wirtschaft zu, wohin soll sich Obersterreich entwickeln?

    Gemeinsam die Zukunft Obersterreichs gestalten

    Als BSA Obersterreich haben wir versucht, Ant-worten auf diese Fragen zu finden. Gemeinsam mit prominenten Expertinnen und Experten aus Wirt-schaft, Politik und Wissenschaft wurde in den ver-gangenen Monaten darber diskutiert. Das Ergebnis dieses Prozesses ist Inhalt des Magazins. Alles Wirtschaften beginnt mit einer Investition: Wir mssen bereit sein, eine Idee in die Tat umzu-setzen sowie Zeit, Geld und Herzblut zu investieren. Das gilt fr Neues ebenso wie fr Bestehendes, das sich weiterentwickeln will. Danke an alle, die in die-sem Sinn investieren. Diskutieren wir darber, wie wir die obersterreichische Wirtschaft strken kn-nen, damit wir Arbeitspltze und Wohlstand fr die Menschen in Obersterreich sichern knnen. Damit das wirtschaftliche Herz sterreichs noch strker schlgt.

    Mag. Christian ForsterleitnerVorsitzender BSA O & Linzer Vizebrgermeister

    INHALTSVERZEICHNIS

    Gemeinsam in die Zukunft investierenWenn Stadt und Land an einem Strang ziehen 04

    O Wirtschaft in ZahlenZahlen, Daten & Fakten ber O 08

    Linz: Das wirtschaftliche Herz von OLinzer Brgermeister Klaus Luger im Interview 10

    Herausforderungen fr den Standort OKommentar von DI Helmut Fallmann 12

    Brennpunkt SolarenergieInterview mit Solarzellen-Forscher Serdar Sariciftci 14

    Zukunftsprojekte fr ObersterreichSteyr 2030, Linzer Straenbahn-Achse, Messe Wels 16

    Wenn der Schwarm finanziertFinanzierungs-Alternative Crowdfunding & -investing 18

    Masterplan HafencityDer Linzer Hafen setzt Impulse 20

    Wirtschaftsfaktor WohnenWohnbaufrderung sorgt fr Wachstum 22

    Wirtschaftsmotor Stdte & GemeindenSchlsselfunktion fr den Standort 24

    Welcome to ProtopiaDie Tabakfabrik Linz als Testgebiet neuer Industrien 26

    Der Trend zur SelbststndigkeitEPUs frdern heit Wirtschaft frdern 28

    Lebensadern fr ObersterreichOhne Infrastruktur kein Wirtschaftsmotor 30

    Ein Wachstumsfonds fr ObersterreichDen Unternehmen das Kapital fr Wachstum geben 32

    Schlummerndes Potenzial fr die WirtschaftEmpowerment & Netzwerke fr Frauen 34

    Digitales Teilen fr mehr GemeinwohlDigitale Gter ermglichen kooperativen Wettbewerb 36

    Investitionen schaffen WohlstandKommentar von LH-Stv. Reinhold Entholzer 38

    Linz am Sprung zur Voll-UniversittNach Medizin kommen Technik & Sprachen 40

    Arbeitsmarkt OStatus Quo, Trends & Ableitungen 44

    Neue Donaubrcke fr Linz Sicherer, gnstiger & eine Chance fr Linz 46

    ImpressumOffenlegung gem. 25 Mediengesetz

    MedieninhaberBund Sozialdemokratischer Akademiker und Akademikerinnen, Intellek- tueller, Knstler und Knstlerinnen in Obersterreich, Landstrae 36, 4020 Linz, ZVR-Zahl 863087133, BSA Info, GZ 02Z030307S

    RichtungSozialdemokratisch, Informationsorgan fr progressiv denkende Wirt-schaftstreibende, AkademikerInnen und Intellektuelle

    RedaktionEder Miriam, Ellmer Markus, Entholzer Reinhold, Etzelstorfer Dieter, Fallmann Helmut, Forsterleitner Christian, Gerstorfer Birgit, Hackl Gerald, Luger Klaus, Margreiter Doris, Mller Chris, Oberleitner Robert, Pawel Stefan,

    Wir mssen bereit sein, eine Idee in

    die Tat umzusetzen zu investieren.

    Stger Alois, Walch Katrin Anna

    Redaktionsadresse4020 Linz, Landstrae 36, Tel.: 05/77 26 11-39www.bsa-ooe.at, www.facebook.com/bsa.ooe

    Layout / DruckDo it! Communications, 4040 Linz /Gutenberg.Werbering Gesellschaft m.b.H., 4021 Linz

    FotonachweisArbeitsmarktservice sterreich, Bombardier, Bundesministerium fr Verkehr, Innovation und Technologie, Jagsich Michael, OPEN COMMONS LINZ, shutterstock, SP Linz, Stadt Linz, Tabakfabrik Linz, Voggeneder Florian

  • RUBRIKBEZEICHNUNG

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    Die Industrie und mit ihr die Exportwirtschaft

    sind das Rckgrat unserer Wirtschaft.

    Ein gutes wirtschaft- liches Mikroklima braucht Freirume und beherzte Taten

    Die ffentliche Hand kann einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, wie sich eine Region entwickelt. Sie muss Freiheiten ge-ben und gleichzeitig gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen fr die Menschen schaffen. Das bedeutet zum einen konkrete Handlungen, wie eine leistungsfhige Infrastruktur fr Men-schen, Gter und Daten, gezieltes Investieren in Forschung & Entwicklung, Untersttzung durch effiziente Serviceleistungen und Frderungen als Schwunggeber sowie soziale und medizi-nische Einrichtungen, die Sicherheit und Hilfe geben. Und das bedeutet zum anderen ein Klima, das Unternehmergeist, Kre-ativitt und Ideen frdert, das den Menschen Mut macht und in dem sie sich wohlfhlen. Dieses Mikroklima kann die Politik mitgestalten.

    Unternehmen brauchen leistungsfhige Verkehrswege, innovative Bildungseinrichtungen und ein Klima, das Menschen, Betriebe, Vereine und Institutionen einldt, ein gemeinsames Bild unserer Zukunft zu entwerfen. Vor allem aber auch eine Politik, die nicht stndig er-klrt, was wie und warum nicht geht. Ein Klima, das gezieltes Investieren in Forschung & Entwicklung er-mglicht und die Menschen zu Kreativitt und Unter-nehmergeist anspornt.

    Linzer Universitten: Binnen 50 Jahren zur Hochschulstadt

    Alle groen Entwicklungen in unserem Bundesland entspringen solcher Geisteshaltung. Ein gutes Beispiel ist die Linzer Uni-Landschaft. Heute hat sich Linz lngst als fixer Hochschulstandort etabliert. Etwa 19.000 Stu-dierende zhlt alleine die Johannes Kepler Universitt.

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    Das Fundament fr diese Entwicklung wurde 1962 durch die gemeinsame Einrichtung des Linzer Hoch-schulfonds seitens des Landes Obersterreich und der Stadt Linz gelegt. Dieser von Land und Stadt parittisch getragene Fonds diente als Triebfeder fr die Grndung der JKU. Wer htte sich 1950 gedacht, dass Linz zur Universittsstadt aufsteigen wrde? Heute haben wir eine lebendige Uni-Landschaft, die mit viel Eigenen-gagement die Entwicklung neuer Studienrichtungen und den Ausbau in Richtung Voll-Universitt voran-treibt.

    Die digitale Infrastruktur

    2015 gilt Linz als die WLAN-Hotspot-Stadt in ster-reich, braucht aber auch den europaweiten Vergleich nicht zu scheuen. Im Gegenteil: Im Verhltnis zur Ein-wohnerInnen-Zahl gibt es ein derartig flchendecken-des Angebot in keiner anderen europischen Stadt. Dieses Projekt startete 2005 zu einem Zeitpunkt, als das Smartphone noch in den Kinderschuhen steckte und Hotels einen Internetzugang nur gegen Gebhr zur Verfgung stellten. Auch die laufende Breitband-Of-fensive von Infrastruktur-Minister Alois Stger macht deutlich: Die ffentliche Hand investiert und schliet die Wirtschaftlichkeitslcke in Regi-onen, die kein privater Betreiber kos-tendeckend versorgen knnte. Durch diesen Zugang zum Daten-Highway wird vor allem in lndlichen Regionen die Basis fr das Wachstum der Klein- und Mittelunternehmen gelegt.

    Die Industrie, das starke Rckgrat

    Im Linzer Zentralraum einem international bedeu-tenden Produktionszentrum stehen die Zentralen

    von weltweit agierenden Konzernen, starken mittel-stndischen Betrieben und aufstrebenden, innovativen Unternehmen. Die Industrie ist zweifelsfrei das Rck-grat der Linzer Wirtschaft und der wichtigste Arbeits-platzgeber. Die Industrie soll deshalb auch in Zukunft in Linz eine ihr verbundene Heimat haben. Die Strken unseres Standorts die gut ausgebildeten Fachkrfte und die starke Infrastruktur bilden das Fundament dafr. Obersterreich ist hier in einem starken weltwei-ten Wettbewerb, in dem wir nur durch klare Akzente wie dem Ausbau der Technik an der JKU, mehr Frauen in die Technik etc. bestehen knnen.

    Die Kreativ-Wirtschaft: Das charmante I-Tpfelchen

    Die aufstrebenden Branchen der Kreativ-Wirtschaft strken unsere Innovationskraft. GrnderInnen und Start-ups brauchen aber nicht nur monetre Frderun-gen, sondern vor allem auch Navigationshilfen fr die strmische berfahrt zum Zielhafen Unternehmens-grndung. Sie brauchen Arbeitssttten, die kostengns-tig zu mieten sind und Finanzierungsinstrumente, die sie sicher durch den Flaschenhals Liquiditts-Engpass tauchen lassen. Die Kreativ-Wirtschaft trgt ihre gro-e Strke schon im Namen. Dieser Kreativitt muss

    man Entfaltungsmglichkeiten bieten, damit sie oft interdisziplinr, im ko-operativen Wettbewerb, unkonventio-nell und unbrokratisch die Region weiter bereichert. Wer diese jungen UnternehmerInnen frdert, bereichert damit die gesamte Region. Linz selbst hat durch den Erwerb der alten Ta-bakfabrik eine mutige Entscheidung getroffen: 20 Millionen Euro betrug der

    Kaufpreis. Die Investition hat sich ausgezahlt. Heute arbeiten dort wieder ber 300 Menschen am Gelnde

    Mag. Christian Forsterleitnerist Vorsitzender des BSA O und Vizebrgermeister der Stadt Linz.

    Industriestandort Nr. 1, Universi-ttsstadt und eine aufstrebende

    Kreativ-Wirtschaft: Linz hat sich in den letzten 50 Jahren gut entwickelt.

    Linz steht am Sprung zur Voll-Universitt. Wer htte sich das

    1950 gedacht?