NIEDERDEUTSCHE STUDIEN Schriftenreihe der alten Heteronyms . 178 8.2.2.2 Zweiseitige Verdrngung eines gemein-samen alten Heteronyms . . 180 8.2.2.3

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  • NIEDERDEUTSCHE STUDIEN

    Schriftenreihe der Kommission fr Mundart- und Namenforschung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe

    BEGRNDET VON WILLIAM FOERSTE HERAUSGEGEBEN VON JAN GOOSSENS

    BAND 28,1

  • GRENZMUNDARTEN

    UND MUNDARTGRENZEN

    Untersuchungen zur wortgeographischen Funktion

    der Staatsgrenze

    im ostniederlndisch-westflischen Grenzgebiet

    Teil 1: Text

    von

    LUDGER KREMER

    1979

    BHLAU VERLAG KLN WIEN

  • CIP-Kurztitelaufnahme der Deutschen Bibliothek

    Kremer, L udger: Grenzmundarten und Mundartgrenzen: Unters. zur Wortgeograph. Funktion d. Staatsgrenze im ostniederlnd.westfl. Grenzgebiet 1 von Ludger Kremer.- Kln, Wien: Bhlau.

    ISBN 3-412-06779-2 Teil 1. Text.- 1979. (Niederdeutsche Studien; Bd. 28)

    Copyright 1979 by Kommission fr Mundart- und Namenforschung Westfalens, Magdalenenstrae 5, 4400 Mnster

    Alle Rechte vorbehalten Ohne schriftliche Genehmigung des Verlages ist es nicht gestattet, das Werk unter Verwendung mechanischer, elektronischer, und anderer Systeme in irgendeiner Weise zu verarbeiten und zu verbreiten. Insbesondere vorbehalten sind die Rechte der Vervielfltigung - auch von Teilen des Werkes - auf photomechanischem oder hnlichem Wege, der tontechnischen Wiedergabe, des Vortrags, der Funkund Fernsehsendung, der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen, der bersetzung und der literarischen oder anderweitigen Bearbeitung.

    Printed in Germany Herstellung: Aschendorff, Mnster

    ISBN 3-412-06779-2

    D6

  • "Wo immer die Mundart mit einer hheren Sprachstufe in Konkurrenz gerte, zieht sie den krzeren."

    w. Henzen, Schriftsprache und Mundarten, 1 95 .

    "De ontwikkelingsgeschiedenis van een dialect i s d e o ntwikkelings

    geschiedenis van een cultuurtaal, met alle vernieuwing en verlies van taalvormen waaraan iedere cultuurtaal onderhevig is."

    K. Heeroma, 't Swieniegeltje, 3 ( 1957 ), 34 f.

    "Die kommunikative Gemeinschaft strebt [ . . . ] der Natur nach

    zur Vereinheitlichung des kommunikativen Umlaufsmittels. Es siegen dabei die sprachlichen Verstndigungsmittel der optimal bergeordneten Gemeinschaften. Die untergeordneten kommunikativen Gemeinschaften bernehmen einfach die Sprache der bergeordneten Gemeinschaften. [ . . . ] Dieser Faktor wirkt in der Richtung der Reduzierung von Sprachen."

    L. Zabrocki, Folia linguistica, 4 (1 970), 1 1 .

    Fr Linde, Nele und Peter

  • VORWORT

    Die folgenden Untersuchungen wurden im Jahre 1978 von der Philosophischen Fakultt der Universitt Mnster als Dissertation angenommen. Fr den Druck wurden sie nur unwesentlich berarbeitet. Das dritte Kapitel wurde in erweiterter Form an anderer Stelle verffentlicht und erscheint hier stark gekrzt .

    Die Arbeit entstand unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Jan Goossens. Fr seine Betreuung und wohlwollende Kritik danke ich ihm sehr herzlich; ihm verdanke ich auch die Aufnahme der Arbeit in die Reihe "Niederdeutsche Studien" . Fr wertvolle Hinweise danke ich Herrn Prof. Dr. Willy Sanders , Kiel . Herrn Prof. Dr. Pierre Hessmann und meinem Kollegen Dr. Armand De Loecker, Antwerpen, bin ich flir verstndnisvolles Entgegenkommen und freundschaftliche Hilfe , Herrn Dr. Timothy Sodmann M.A. , Mnster, fr Auskunft und Rat sehr verbunden.

    Fr die Erlaubnis zur Archivbenutzung danke ich dem Geschftsfhrenden Direktor des Forschungsins tituts fr deutsche Sprache - Deutscher Sprachatlas - an der Universitt Marburg a.d. Lahn, Herrn Prof. Dr. Reiner Hildebrandt, und dem Leiter der Abteilung Dialektologie des Instituut voor Dialectologie, Volkskunde en Naamkunde der Koninklijke Nederlandse Akademie van Wetenschappen in Amsterdam, Herrn Dr. J. de Rooij .

    Ohne die bereitwillige Mitarbeit meiner rund 1 50 Informanten im ostniederlndisch-westflischen Grenzgebiet, die ich namentlich hier nicht auffhren kann, wre diese Untersuchung nicht zustandegekommen. Sie haben mir in stundenlangen und ermdenden Interviews unverdrossen Rede und Antwort gestanden. Fr ihre Geduld, ihren Eifer und nicht zuletzt ihre Gastfreundschaft sei ihnen darum ganz besonders herzlich gedankt. Fr ihre freundliche Hilfe bei der Suche nach geeigneten Informanten bin ich Herrn G.J .H. Krosenbrink, Winterswijk, Herrn B .H.A.M. Plegt, Oldenzaal, Herrn A. Beltman, Zwolle , Herrn Prof. Dr. H. Entjes , Groningen, Herrn Oberkreisdirektor W . Franke , Lingen und Herrn Studiendirektor i .R. Dr. H. Heddendorp, Nordhorn, zu Dank verpflichtet.

    Finanzielle Untersttzung fr den aufwendigen empirischen Teil der vorliegenden Untersuchungen erhielt ich vom Landschaftsverband WestfalenLippe in Mnster und vom Departement Taal- en Letterkunde der Universiteit Antwerpen {UFSIA). Die Verffentlichung der Arbeit wurde ermglicht durch eine namhafte Druckkostenbeteiligung der Kommission fr

  • VIII

    Mundart- und Namenforschung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe und Zuschsse der Universitten Mnster und Antwerpen (UFSIA). Allen Institutionen spreche ich meinen Dank aus .

    Das Aufatmen am Ende des langen Marsches , den die Durchfhrung dieser Untersuchungen bedeutete , teilt mit mir meine Frau . Sie hat auf diesem Wege eine doppelte Last getragen, ihr und unseren Kindem widme ich diese Arbeit.

    Antwerpen, im Oktober 1979 Ludger Kremer

  • INHALTSVERZEICHNIS

    Band 1 : Text

    Vorwort . . VII Abkrzungen XIII 1 . Einleitung 1

    1 . 1 Grundfragen 1 1 .2 Der westf. Wortverband in den stlichen Niederlanden 3 1 .3 Der nl. Wortverband im westlichen Westfalen . 5 1 .4 Sprachwandel im Generationenvergleich . 6 1 .5 Moderne Kulturwrter in den Dialekten . 8

    2. Theoretische und methodische Vorbemerkungen 1 1 2 . 1 Zur Darstellung der Ausgangsposition 1 1 2 .2 Sprachwandel als dialektalogisches Problem 1 2 2.3 Sprachwandel als wortgeographisches Problem 1 4 2 .4 Interferenz und Transferenz . . . . . . . 18 2 .5 Dialektgeographische und/oder soziolinguistische

    Betrachtungsweise . . . . . . . . . . . 22 2 .6 Erwartete Implikationen des lexikalischen Wandels 23 2 .7 Untersuchungsmaterial und Befragungsmethode 27

    2 .7 . 1 Material : direkte und indirekte Methode 27 2 .7 .2 Enquete und Informanten 29 2 .7.3 Netzdichte und Kartierung . 3 2 2 .7.4 Transkription . . . . . . 32

    TEIL I : DAS DIALEKTALE KONTINUUM 3 . Der geographische, historische und volkskundliche Hintergrund . 37

    3 . 1 Zur Geographie des UG . . . . . . . 39 3 . 1 . 1 Naturrumliche Gliederung und natrliche Grenzen

    des UG . . . . . . 39 3 . 1 .2 Verkehr und Wirtschaft . . . . 4 1 3 . 1 .3 Bevlkerung . . . . 43

    3 .2 Die wirtschafts- und kulturgeschichtliche Entwicklung des UG . . . . . . . . . . 45 3 .2 . 1 Zwischen Vorzeit und Hochmittelalter 46 3 .2 .2 Sptmittelalter und frhe Neuzeit . . 48 3 .2 .3 Reformation und Gegenreformation . 52 3 .2 .4 "Gouden Eeuw" und 18 . Jahrhundert 56 3 .2.5 Neunzehntes und zwanzigstes Jahrhundert 64

    3.3 Volkskundliche Zusammenhnge im UG 72 3 .3 . 1 Zur materiellen Volkskultur . 73 3 .3 .2 Brauchtum und Erzhlgut 76

    4. Der sprachliche Hintergrund . . . . . 8 1 4 . 1 Zur historischen Entwicklung der ostnl.-westf. Mundarten . 8 1 4.2 Dialektgeographische Gliederung des UG 86

    4.2. 1 Einordnung in grere strukturelle Zusammenhnge . 87 4 .2 .2 Binnengliederung der Mundarten des UG 89

  • X

    402 .3 Zur Namengeographie des Untersuchungsgebietes 102 4.3 Die Staatsgrenze als Dialektgrenze 105

    50 Zur Wortgeographie im ostnl.-westndo Grenzland 1 09 5 00 Zur Auswahl und Anordnung des Materials 1 09 So l Wortgeographische Hemmstellen 1 1 1

    50 1 . 1 Die dt0-nl . Staatsgrenze 0 0 0 0 1 1 1 5 0 1 .2 Die ostfriesische Ost- und Sdgrenze 1 1 3 5 0 1 .3 Die Ostgrenze des Eroslandes 1 14 5 0 1 .4 Die Grenze zwischen Sdwest- und Nordost-Dren te 0 1 1 5 5 0 1 .5 Dedemsvaart und sallndische V echte 1 17 5 0 106 Die Grenze zwischen Nieder- und Obergrafschaft

    Bentheim 0 1 18 50 1 .7 Die Ostgrenze der Grafschaft Bentheim 0 1 20 50 1 .8 Die Grenze zwischen Ost- und Westtwente 0 1 2 1 5 0 1 .9 Die Heubach-Dinkel-Linie 0 0 0 0 0 0 0 122 5 0 10 1 0 Berkel und Schipbeek 1 23 50 1 . 1 1 Die Grenze zwischen Ost- und West-Achterhoek 124 50 1 . 1 2 IJssel und Oude IJssel 0 0 0 0 0 0 0 1 25

    502 Wortgeographische Kernlandschaften 0 0 0 0 0 0 1 26 5020 1 Die Kstenlandschaften Ostfriesland und Groningen 0 1 26 50202 Der Weser-Ems-Raum 1 28 502.3 Westfalen 0 0 0 1 29 5 02 .4 Die Ostniederlande 130 50205 Der Niederrhein 0 132

    503 Ergebnis 133

    TEIL II : DIE AUFLSUNG DES DIALEKTALEN KONTINUUMS 60 Grenzkommunikation und Dialektgebrauch der Gegenwart 137

    60 1 Die Kommunikationssituation im UG nach dem Zweiten Weltkrieg 0 0 0 0 137 60 1 . 1 Grenzbewutsein und Grenzkontakte 0 1 37 60 1 .2 Dialekt und Standardsprache 138 60 1 .3 Der Status quo 60 1 .4 Organisierter Kontakt 0 0 0 14 1

    6 02 Die Entwicklung des Dialektgebrauchs seit 1 936 0 142 6020 1 Diglossie Standardsprache/Dialekt 0 0 0 142 60202 Diglossie im UG 0 0 0 0 0 0 0 144 60203 Diglossie in Niederdeutschland und den Niederlanden 0 148 602 .4 Schlufolgerungen 0 0 0 0 ISO

    6 .3 Zur Diglossie der Informanten 6.30 1 Situationsspezifische Unterschiede 1 5 2 6 .302 Regionale Unterschiede 1 5 5

    6 .4 Ergebnis 1 58 70 Lexikalischer Wandel im synchronen Kartenbild von heute 159

    700 Zur Auswahl und Anordnung des Materials 159 7 . 1 Karteninterpretation 1 60

    70 1 . 1 "Westfo" Wrter im nl. Teil des UG 1 60

    7 0 1 .2 Nl. Transferate im dt. Teil des UG 1 62

  • XI

    7 . 1 .3 Reliktwrter im dt. Teil des UG 164 7 . 1 .4 Grorumige Heteronyme 1 67

    7 .2 Regionale Differenzierungen . . . . 169 7.3 Ergebnis . . . . 169

    8 . Lexikalischer Wandel im diachronischen Kartenvergleich