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industrial 0804

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  • medianet.at

    industrial technology

    Umweltfreundlich CO2

    ersetzt Erdl in der Elastomer- Produktion 75

    Hannover Junge Firmen zeigen innovative Energie gewinnung 76

    Weltkonferenz Experten fr cyber-physikalische Systeme tagen in Wien 77

    Jungheinrich 2016 wird ein gutes Jahr fr das Staplergeschft 80

    AUf ScHiene

    Innovationspreis BahnindustrieWIEN. Anlsslich seines 10jhrigen Bestehens und angesichts der groen Herausforderungen der Branche ruft der Verband der Bahnindustrie heuer erstmals einen Innovationspreis aus.

    Der Award ist mit 3.000 Euro dotiert, der Einsendeschluss ist mit 30. September 2016 festgelegt. Die eingereichten Arbeiten (alle Details zu den Teilnahmebedingungen findet man auf der Website des Verbandes unter http://Bahnindustrie.at) werden von einer hochkartig besetzten Fach jury begutachtet und bewertet. (red)

    MecHAtronik-clUSter

    Blick in die digitale ZukunftNEUHOFEN/YBBS. Schwerpunktthema der diesjhrigen Jahrestagung des MechatronikClusters am 28. Juni ist der digitale Wandel. Detaillierte Infos zum Programm stehen in Krze unter http://www.mechatronikcluster.at zur Verfgung. (red)

    Freitag, 8. April 2016 cover 73

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    Wenn die Pv-Zelle mit der Batterie eins wird Forscherteam der TU Graz arbeitet im Projekt SolaBat an einem Hybridsystem, das Batterie und Solarzelle verbindet. 75

    iGo neo cX 20 Still bringt Roboter-Kommissionierer auf den Markt.

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    www.vsl.atTel: +43 2236 615 72 0

    Verpackung - Koffer - Flightcase

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    kraftwerk Stillwater Erstmals werden PV, Solar- und Geothermie in einer Anlage kombiniert. 76

    Jungheinrich

  • medianet.at74 energie & ressourcen Freitag, 8. April 2016

    energie Ag

    Neue ra in RiedersbachLINZ. Im Kraftwerksblock Riedersbach 2 wurde krzlich die letzte Tonne Steinkohle ver-stromt. Damit geht ein Kapitel Industriegeschichte in Obers-terreich zu Ende.

    Generaldirektor Leo Windt-ner: Die Verwerfungen auf den Energiemrkten zwingen uns dazu, die Stromerzeugung aus Kohle am Standort zu beenden. Obwohl die Anlagen technisch in optimalen Zustand sind, ist ein weiterer Betrieb wirt-schaftlich nicht mehr mglich.

    Zwischen 1969 und heute wurden im Kraftwerk Rieders-bach insgesamt 7,9 Millionen Tonnen Braunkohle und 4,3 Millionen Tonnen Steinkohle verstromt.

    Der Standort bleibt weiter-hin eine strategische Reserve der Energie AG fr ein bereits genehmigtes Gas-und-Dampf-Kraftwerk. (red)

    energiemesse

    Schwerpunkt SpeichertechnikSHENZHEN. Im Zusammen-hang mit dem Ausbau Er-neuerbarer Energien und der e-Mobilitt gewinnt das Thema Stromspeicherung immer mehr Gewicht. Darauf haben die Veranstalter der China Inter-national Battery Fair, die vom 24. bis 26. Mai im Messe- und Kongresszentrum Shenzhen stattfindet, reagiert und orga-nisieren im Rahmen der Messe heuer erstmals auch die China Energy Storage Application Exhibition. (red)

    neue DenA-stuDie

    Flexibilisierung der StromnetzeBERLIN. In einer neuen Studie untersucht die Deutsche Ener-gie-Agentur (dena), wie sich Speicher fr die Flexibilisie-rung des Stromnetzes nutzen lassen.

    Anders als bisherige Un-tersuchungen, die einzelne Anwendungsflle betrachten, wird die dena-Netzflexstudie die Kombination verschiedener Betriebsarten analysieren, um den Netzausbau zu optimie-ren und die wirtschaftlichen Potenziale der Speicher zu steigern.

    Dabei werden regulatorische, wirtschaftliche und techni-sche Rahmenbedingungen einbezogen und Handlungs-empfehlungen fr deren Wei-terentwicklung erarbeitet. Ziel der Studie ist es vor allem, Be-triebsmodelle fr Speicher zu finden, die wirtschaftlich sind und gleichzeitig das Stromnetz entlasten.

    Fr die Umsetzung arbeitet die dena mit Netzbetreibern, Energieversorgern, Anlagen-bauern und Anbietern von Speicherlsungen zusammen. Die Ergebnisse sollen Anfang 2017 vorgestellt werden. (red)

    Von Britta Biron

    GRAZ. Nachhaltige Energieversor-gung muss unabhngig von natur-gegebenen Schwankungen erneu-erbarer Energiequellen, etwa Son-nenstrahlung, sein. Die Koppelung von umweltfreundlichen Energie-quellen mit zuverlssigen Ener-giespeichersystemen ist daher ein ebenso notwendiges wie bekanntes Konzept.

    Derzeit sind miteinander ver-bundene Einzelsysteme im Einsatz, die aus Photovoltaikzellen, meist bleibasierten Akkus und Unmengen an Kabeln bestehen. Solarpaneele am Dach und eine Batterie im Kel-ler: Das braucht viel Platz, ist war-tungsintensiv, und nicht optimal effizient, schildert Ilie Hanzu vom Institut fr Chemische Technologie von Materialien der TU Graz. Wir wollen nun aus zwei Einzelsys-temen einen Hybriden zwischen Batterie und Solarzelle machen, der elektrische Energie sowohl um-wandeln als auch speichern kann.

    GrundlagenforschungDer Schlssel zum Erfolg liegt in der neuen Kombination funktionel-ler Materialien.

    Hanzu erklrt: In dem Hybrid-system teilen sich leistungsstarke Materialien ihre Aufgaben in der Solarzelle und in der Batterie. Wir brauchen Materialien, die ihre je-weiligen Aufgaben zuverlssig er-fllen, sowie mit anderen Materi-alien elektrochemisch kompatibel sind, damit sie in einem Gert zu-sammen funktionieren.

    Statt umweltschdlicher kobalt-haltiger Elektroden sollen um-weltfreundliche Titanate als Aktiv-materialien eingesetzt werden. Auch polymerbasierte, also organi-sche Solarzellen knnten zum Ein-

    satz kommen. Wir mssen wissen, was passiert, wenn die Materialien miteinander in Kontakt kommen. Deshalb untersucht das ZFE als unser Projektpartner die zugrunde-liegenden Grenzflcheneffekte und -reaktionen, so Hanzu.

    Die anderen drei Arbeitspakete des Projekts konzentrieren sich auf Materialien fr die Photovoltaik-seite und fr die Batterieseite so-wie auf die Materialkompatibilitt und den Zusammenbau der beiden Komponenten zu einem Gert.

    Die Vorteile eines 2 in 1-Hyb-ridsystems sind klar: Es ist platz-sparend, effizient und vergleichs-weise simpel in der Handhabung.

    Viele AnwendungsbereicheIm Projekt SolaBat werden die Grundlagen erarbeitet und erprobt, dennoch zeichnen sich schon jetzt viele unterschiedliche Einsatzmg-lichkeiten eines solchen Systems ab. Dazu Hanzu: Unsere Vorarbei-ten waren bereits sehr vielverspre-chend, und ich bin zuversichtlich, dass wir am Ende von SolaBat ein

    funktionierendes Konzept fr einen Photovoltaik-Batterie-Hybriden vorstellen knnen. Wo genau ein solches System Verwendung findet, lsst sich noch nicht determinie-ren die Mglichkeiten sind jeden-falls mannigfaltig. Sie reichen vom Handyakku ber Autobatterien bis zu Solarkraftwerken.

    In der Batterieforschung sei zu-dem zu beachten, dass verschie-dene Anwendungen auch unter-schiedliche Anforderungen mit sich bringen: Bei Batterien in Mikro-anwendungen oder Kleingerten wie beispielsweise Smartphones steht die Platzfrage an erster Stel-le, das Gewicht ist zweitranging. Im Fall von Autobatterien ist hin-gegen das Gewicht der wichtigste Parameter, weniger der Platz.

    In den kommenden drei Jahren stehen dem Institut fr Chemische Technologie von Materialien der TU Graz gemeinsam mit dem Zentrum fr Elektronenmikroskopie ZFE der Austrian Cooperative Research fr das Projekt rund 700.000 zur Ver-fgung.

    Hybride technologieDie TU Graz arbeitet an einem Konzept, Photovoltaikzellen mit elektrochemischen Energie-Speichersystemen in einem Gert zu kombinieren.

    Powerduo Durch die Kombination von Solarzelle und Speicher in einem Gert und die Verwendung umweltfreundli-cher Materialien sollen sowohl Platzbedarf und Wartungsaufwand als auch der kologische Fu-abdruck reduziert werden.

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    Die mglichen Anwen-dungsgebiete eines hybriden Systems reichen vom Handy-Akku bis zu Solarkraftwerken. ilie Hanzu Institut fr Chemische Technologie von Materialien der TU Graz

  • medianet.at Freitag, 8. April 2016 energie & ressourcen 75

    Von Britta Biron

    LEVERKUSEN. Elastomere basie-ren normalerweise komplett auf Erdl. Bei ihrer Herstellung lassen sich nun in einem Vorprodukt rund 25% des ls durch Kohlendioxid (CO

    2) ersetzen. Das Ergebnis sind

    sogenannte Polyethercarbonat-Polyurethane, die zu Elastomeren weiterverarbeitet werden knnen.

    Einzelne Chargen des neuarti-gen Materials lassen sich im La-bor bereits herstellen. Nun geht es darum, ein kontinuierliches Verfahren zu entwickeln, um eine wirtschaftliche Produktion im In-dustriemastab zu ermglichen. Daran arbeiten der Werkstoffher-steller Covestro zusammen mit der RWTH Aachen University und der Technischen Universitt Berlin im Projekt Production Dreams.

    kologische VorteileBisherige Tests in kleinerem Ma-stab haben ergeben: Die so her-gestellten Elastomere besitzen dieselbe hohe Qualitt wie solche, die nur aus petrochemischen Roh-stoffen bestehen. Gleichzeitig ist das neue Verfahren, das die Pro-jektpartner erarbeiten und um-setzen wollen, wesentlich energie-effizienter und kommt mit weniger Lsemitteln aus. Es hat daher eine deutlich bessere kobilanz als kon-ventionelle Prozesse.

    Da weniger Erdl eingesetzt wird, werden zudem die Verarbei-tungsschritte bis zu dessen Ein-satz im Elastomer vermieden das spart im gesamten Prozess wiede-rum CO

    2-Emissionen und Energie

    ein.Durch den Einsatz von Kohlen-

    dioxid wird somit die begrenzte Ressource Erdl geschont und gleichzeitig die Rohstoffbasis der Chemie- und Kunststoffindustrie erweitert.

    Neue KunststoffeGefrdert wird das fr drei Jahre anberaumte Projekt vom Bundes-ministerium fr Bildung und For-schung (BMBF) mit 1,5 Mio. .

    Mit Production Dreams verstr-ken wir unsere Bemhungen, wirt-schaftliche und klimaschonende Produktionsverfahren zu entwi-ckeln, bei denen CO

    2 als Baustein

    fr leistungsfhige Kunststoffe genutzt wird, sagt Projektleiter Jochen Norwig, der bei Covestro

    in Leverkusen in der Katalyse-forschung ttig ist.

    Im Bereich weicher Polyurethan-Schaumstoffe ist Covestro schon einen deutlichen Schritt weiter als bei den Elastomeren.

    Noch in diesem Jahr wird im Covestro-Werk im Dormagen eine

    erste Produktionsanlage in Be-trieb nehmen, um als Vorprodukt ein Polyol mit rund 20% CO

    2-Anteil

    herzustellen. Dieses soll vorwiegend in Weich-

    schaum-Anwendungen wie Polster-mbeln und Matratzen zum Ein-satz kommen.

    Kunststoffe aus KohlendioxidDer Werkstoffhersteller Covestro arbeitet mit Partnern aus der Forschung an einem industriellen Verfahren fr die Herstellung von CO2-basierten Elastomeren.

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    Im Covestro-Werk Dormagen werden Polyurethan-Weichschaumstoffe hergestellt.

    Technologie macht so vieles mglich. An der Schnittstelle zwischen Mensch

    und Maschine im Kontext der Arbeitswelt orientiert sich Ricoh an den

    Bedrfnissen der Menschen. Denn Technologie ist nie Selbstzweck, auch

    wenn es heute manchmal fast so scheint. Sie muss die Arbeit der Menschen

    erleichtern Freirume schaffen fr Kreativitt, fr die wichtigen Dinge

    im Leben. Wie den Kontakt mit den Menschen, die uns nahestehen.

    Es geht nie um die Technologie. Es geht darum, was sie Menschen ermglicht.

    www.ricoh.at

    ricoh_image-AZ_Medianet_216x288_iso_newspaper_ssp.indd 1 10.12.14 12:16

    Elastomere werden unter anderem fr Autoverkleidungen verwendet.

  • medianet.at76 energie & ressourcen Freitag, 8. April 2016

    Von Britta Biron

    HANNOVER. Die groen Umwl-zungen auf den Energiemrkten stellen die etablierten Energiever-sorger vor groe Herausforderun-gen, bieten gleichzeitig aber jungen und flexiblen Unternehmen intes-sante Mglichkeiten. Auf einem vom Bundeswirtschaftsministe-rium gefrderten Gemeinschafts-stand (in Halle 27) auf der Hanno-ver Messe prsentieren einige die-ser Newcomer ihre Produkte dem internationalen Fachpublikum.

    Es gibt fr industrielle Start-ups keine bessere Bhne, als das

    wirtschaftspolitische Umfeld der Hannover Messe, um auf sich auf-merksam zu machen. Hier treffen sie potenzielle Kunden, Kooperati-onspartner und Investoren, um ihre Visionen von einer effizienten und wettbewerbsfhigen Energiever-sorgung zu realisieren, sagt Marc Siemering, Geschftsbereichsleiter Hannover Messe bei der Deutschen Messe AG

    Dazu zhlt unter anderem die REAC Energy GmbH aus Herr-sching, die mit ihren StreamCubes ein modulares Anlagenkonzept entwickelt hat, das den Druck ein-strmenden Wassers in elektrische

    Energie umwandelt. Die Stream-Cubes sind modular und knnen-einzeln oder in Gruppen betrieben werden. Das kostengnstige und modulare Design macht es mg-lich, sogar Strme mit niedriger Fliegeschwindigkeit effektiv zu nutzen, erlutert Tobias Breit-bach, Technical Director. Ein wei-terer Vorteil ist, dass die langsame Bewegung der Rotoren die sensible Unterwasserwelt schont.

    Innovative KonzepteAuf Strom aus Abwrme im nie-deren Leistungs- und Temperatur-bereich setzt Orcan Energy; auf

    der Messe zeigt das Unternehmen unter anderem sein kompaktes Kleinstkraftwerk ePack. Es basiert auf dem ORC-Verfahren (Organic Rankine Cycle), einem thermo-dynamischen Prozess, der die Ab-wrme aus Industrieprozessen oder Motoren in CO

    2-neutralen

    Strom umwandelt. Die Anlage wur-de heuer mit dem IF Design Award in der Kategorie Industrie ausge-zeichnet.

    Die 2013 gegrndete Turbina Energy AG entwickelt und produ-ziert neben vertikalen Kleinwind-kraftanlagen mageschneiderte Systemlsungen von Wind-Solar-Hybridsystemen bis hin zu Multi-funktionsanlagen wie dem s/m/a/r/t Tower.

    Die Anlage ist so konzipiert, dass sie neben der Erzeugung von sauberem Strom noch eine Rei-he weiterer Funktionen berneh-men kann, so etwa als interaktive Werbeflche, Ausgabestation fr Pakete, Snacks oder Kleinteile, WLAN-Router, Ladestation fr e-Fahrzeuge oder im Bereich der berwachung und Sicherheit.

    Ein weiterer Aussteller am Ge-meinschaftsstand ist Fibalon, ein Unternehmen, das aus recycelten PET-Flaschen Polymerfaserfilter herstellt, die zum Klren von Pools, Aquarien, Teichen oder in Klranla-gen eingesetzt werden knnen.

    start-ups bringen viel neue energieIm Energy-Sektor der Hannover Messe prsentieren zahlreiche Jungunternehmen ihre innovativen Beitrge zu sauberer Energiegewinnung und Ressourcenschonung.

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    ROM/FALLON. Im Beisein des ita-lienischen Ministerprsidenten Matteo Renzi, Enel-Geschftsfh-rer Francesco Starace, Enel Green Power-CEO Francesco Venturini und Brian Sandoval, Gouverneur des US-Bundesstaats Nevada, wur-de vor Kurzem das Hybridkraft-werk Stillwater eingeweiht.

    Dabei handelt es sich laut Anga-ben des italienischen Kraftwerks-spezialisten um die erste Anlage weltweit, in der drei Energiegewin-nungsarten nmlich Solarther-mie, Photovoltaik und Geothermie miteinander kombiniert werden.

    Hhere LeistungDieser innovative Ansatz sorgt fr eine hhere Energieproduktion und dafr, dass die fr solare Energie-gewinnung typischen Schwankun-

    gen ausgeglichen werden. Geother-mie und Solarenergie ergnzen sich an dem Standort besonders gut, da an den sonnigsten, heiesten Ta-

    gen der meiste Solarstrom erzeugt wird, wenn Geothermie-Anlagen weniger effizient sind. Zudem kann die Stromerzeugung besser an das

    Verbrauchsprofil angepasst wer-den.

    Ein weiterer Vorteil ist, dass die bestehende Infrastruktur effizien-ter genutzt werden kann, wodurch Kosten eingespart und die Umwelt-belastung minimiert werden.

    Die Erfahrungen, die wir bei der Umsetzung dieses Projekts gesam-melt haben, geben uns die Mg-lichkeit, hnliche Hybrid-Konzepte auch fr Kraftwerke in anderen Regionen zu entwickeln, erlutert Starace.

    Mehrfach ausgezeichnetDie Umsetzung des ersten Hybrid-Kraftwerks erfolgte in drei Etap-pen.

    Ursprnglich startete Stillwater 2009 als reines Geothermie-Kraft-werk mit einer Leistung von 33,1 MW; 2012 kam die PV-Anlage mit einer Leistung von 26,1 MW dazu und im Vorjahr dann die Solarther-mie, die weitere 2 MW Leistung beisteuert.

    Das Stillwater Hybrid-Kraftwerk wurde von der Geothermal Energy Association bereits vier Mal mit dem Award Technology Advance-ment ausgezeichnet. (red)

    energetische HybrideEnel Group kombiniert im Kraftwerk Stillwater erstmals drei Energiegewinnungsarten miteinander.

    Kombination von Geothermie, Solar und PV bringt zahlreiche Vorteile.

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    Hier treffen Start-ups poten-zielle Kunden, Partner und Investoren, um ihre Visionen von einer effizi-enten Energie-versorgung zu realisieren.

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    Windpark in 1.600 Meter HhePURKERSDORF. Die Europ-ische Investitionsbank (EIB) gewhrte erstmals ein Dar-lehen fr einen Windpark in sterreich. Insgesamt wurden 50 Mio. (ein Viertel der Ge-samtkosten) fr die von den sterreichischen Bundesfors-ten geplante Anlage auf der Pretulalpe in der Steiermark zugesagt.

    Die Anlage wird aus inge-samt 14 Windrdern mit einer Leistung von jeweils 3 MW bestehen. Mit der Errichtung wird noch in diesem Frhling begonnen, die Fertigstellung ist fr Oktober geplant, die In-betriebnahme wird im Februar 2017 erfolgen. (red)

    VerneTZT

    Transparente VerbrauchsdatenWIEN. Energieeffizienz spielt im Zusammenhang mit den globalen Klimazielen, aber auch als Kostenfaktor fr Un-ternehmen eine groe Rolle. In diesem Zusammenhang erlangen Verbrauchsdaten eine besondere Bedeutung, um Ein-sparungsvorgaben auch tat-schlich messbar zu machen, bei gleichzeitiger Prozessoti-mierung durch die elektroni-sche Rechnung.

    Editel hat dafr eine An-bindung an das DI-Netz der E-Wirtschaft (EDA) geschaffen, wodurch smtliche Energie-Versorger sterreichs ber eXite erreichbar sind. (red)

    KWB gmBH

    Strategischer Investor an BordST. MARGARETHEN. Die KWB Kraft und Wrme aus Biomasse GmbH zhlt zu den weltweit fhrenden Herstellern von Biomasse-Heizsystemen und plant im Zusammenhang mit ihren Wachstumszielen, ei-nen langfristigen strategischen Investor an Bord zu holen.

    Eine grundstzliche Eini-gung mit der Beteiligungs-gesellschaft PDP Holding wurde bereits erzielt, aktuell werden die Details der Beteili-gung besprochen.

    Peter Daniell Porsche, Eigen-tmer der PDP Holding GmbH, dazu: Ich kenne die KWB schon seit vielen Jahren, geh-re zu den grten Privatkun-den und bin von den Produkten und der Unternehmensphiloso-phie sehr berzeugt. Wenn wir jetzt durch unser Investment die Weiterentwicklung der KWB untersttzen, halte ich dies fr einen beraus wert-vollen Kapitaleinsatz.

    KWB betreibt Niederlassun-gen in Deutschland, Frankreich und Italien, hat rund 15 Ver-triebspartner in ganz Europa, Kanada, Chile und Japan und erzielte 2015 einen Umsatz von 55 Mio. . (red)

    marc siemering Geschftsbereichsleiter Hannover MesseVon neuen Kraftwerkskonzepten bis zu innovativer Filtertechnik werden am Gemeinschaftsstand viele Neuheiten gezeigt.

  • medianet.at Freitag, 8. April 2016 innoVaTion & unTerneHmen 77

    Von Britta Biron

    BERLIN. Im Zuge der Digitalisisie-rung fallen immer mehr Daten an rund 2,5 Trillionen Byte tglich. Doch mit dem Sammeln allein ist es natrlich nicht getan. Um die Informationen hinter den Bits und Bytes gewinnbringend nutzen zu knnen, mssen die Daten analy-siert werden.

    Die berwiegende Mehrheit der 600 Fhrungskrfte aus Europa, den USA und China, die fr die Studie Going Big: Why Companies Need to Focus on Operations Ana-lytics vom Digital Transformation

    Instituts (DTI) der Unternehmens-beratung Capgemini befragt wur-den, sind berzeugt, dass die Da-tenanalyse ein immer wichtigerer Faktor ist, um betriebliche Ablufe zu optimieren, Gewinne zu steigern und die Wettbewerbsfhigkeit zu strken.

    Ungenutzte DatensilosDamit einhergehend, verschiebt sich auch der Fokus der Analytics-Aktivitten. Immerhin 70% der be-fragten Unternehmen konzentrie-ren sich statt auf kundenorientier-te Projekte jetzt verstrkt auf den operativen Bereich.

    Allerdings stecken umfangreiche Analytics-Initiativen in operativen Prozessen ebenso wie ihre Erfolge noch in den Kinderschuhen.

    Denn erst 18% der Betrieben gel-ten laut der Studie als Vorreiter, deren Daten-Analyse so weit fort-geschritten und mit den Geschfts-prozessen verknpft ist, dass dar-aus auch wirtschaftliche Vorteile generiert werden knnen; weiteren 21% der Unternehmen gelingt das zumindest in einigen wenigen ope-rativen Geschftsbereichen.

    Die restlichen 61% knnen bisher aus ihren Daten noch keinen prak-tischen Nutzen ziehen.

    Die Studie hat auch ermittelt, welche Faktoren ber Erfolg oder Misserfolg von Analytics-Manah-men entscheiden. Einerseits spielt der Grad der Datenintegration eine Rolle. So verfgen 43% der erfolg-reichen Unternehmen ber kom-plett integrierte Daten, bei den er-folglosen sind es dagegen nur 11%.

    Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Datenvielfalt: 59% der erfolg-reichen Unternehmen nutzen neben den internen auch externe Daten, um sich eine breitere und tiefere Informationsbasis zu verschaffen.

    Schlusslicht DeutschlandUS-Unternehmen sind in ihren Analytics-Vorhaben nicht nur am weitesten fortgeschritten, sondern auch am erfolgreichsten; bereits die Hlfte von ihnen gibt an, die gewnschten Vorteile aus Operatio-nal Analytics ziehen zu knnen, bei den deutschen Unternehmen, die insgesamt schlecht abschneiden, sind es dagegen nur 30%.

    Lediglich 14% der Operations-Analytics-Initiativen in Deutsch-land werden von Managern auf C-Level geleitet; in Grobritannien sind es dagegen knapp 41%.

    Besonders gro ist der Aufhol-bedarf in Deutschland bei der In-tegration von Daten, um diese fr Analytics-Projekte nutzen zu kn-nen; Deutschland zhlt hier mit 11% zu den Schlusslichtern. Beson-ders weit sind die Studienteilneh-mer aus den Niederlanden, die mit 32% das Feld anfhren.

    Rasches Handeln notwendigDie Unternehmen mssen endlich ihre Datensilos in den Griff bekom-men, funktionierende Governance aufbauen und Betriebsmodelle fr Analytics schaffen, die sich schnel-ler skalieren lassen. Deutschland tut sich hier aktuell noch schwer und bleibt zusammen mit Frank-reich in der Gruppe der Nachzg-ler. Das berrascht angesichts der hohen Bedeutung, die das Thema Industrie 4.0 hierzulande geniet, meint Ingo Finck, Leiter des Big-Data- & Analytics-Teams bei Cap-gemini Consulting D-A-CH.

    Big Data macht Big ProblemsErst knapp ein Fnftel der Unternehmen kann seine Daten wirtschaftlich sinnvoll nutzen, beim groen Rest stecken Analytics-Manahmen noch in den Kinderschuhen.

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    61% der Unternehmen knnen aus der Datenanalyse noch keinen wirtschaftlichen Nutzen ziehen.

    WIEN. Dem AIT Austrian Institu-te of Technology ist es gelungen, gemeinsam mit TU Wien und IST Austria die CPS Week heuer erst-mals nach Wien zu bringen.

    Zur Weltkonferenz fr cyber-physikalische Systeme, die von 11. bis 14. April in der Wiener Hofburg stattfindet, werden rund 1.000 De-legierte aus Forschung und Wirt-schaft erwartet.

    Hochkartiges ProgrammAuf dem Programm stehen vier Konferenzen, 20 Workshops und sechs Tutorials, in denen die Ex-perten neueste Entwicklungs-trends besprechen, den konkreten Handlungsbedarf fr die interna-tionale Forschung diskutieren so-wie industrielle Erfolgspotenziale ausloten.

    Die Top-Vortragenden kom-men von Spitzenuniversitten wie dem MIT oder der University of Pennsylvania und von Weltmarkt-

    fhrern wie Toyota, Schneider Elec-tric, GE Global Research und Infi-neon und natrlich vom AIT selbst, wo man sich dem Kongressthema

    in verschiedenen Projekten widmet.Paul Smith, Senior Scientist am

    AIT Digital Safety & Security De-partment, organisiert einen Work-shop rund um hchste Ausfall-sicherheit fr zuknftige Energie-netze.

    Bewerb fr Indoor-PositioningZum Thema Modellierungs- und Simulationsverfahren fr Smart Grid und Smart City-Konzepte or-ganisiert Edmund Widl, Senior Sci-entist am AIT Energy Department, einen Workshop.

    Das Thema Testen und Verifi-zieren autonomer und sicherheits-kritischer Systeme behandelt der Workshop von Dejan Nickovic, Se-nior Scientist am AIT Digital Sa-fety & Security Department und Finance Chair im Organisations-kommittee der CPS Week 2016.

    Im Rahmen des Events wird auch die Microsoft Indoor Locali-zation Competition ausgetragen, bei der insgesamt 49 Teams aus aller Welt, darunter auch einige sterreichische, die Leistungs-fhigkeit und Przision ihrer In-door-Navigationssysteme unter Beweis stellen werden. (red)

    cPs Week tagt in WienVom 11. bis 14. April wird die Hofburg zum Zentrum fr die Verbindung zwischen realer und digitaler Welt.

    1.000 Experten aus Forschung & Wirtschaft treffen einander in der Hofburg Vienna.

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    Neues Center fr InnovationenST. PAUL. Seinem Ruf als globalem Innovationsleader wird der Technologiekonzern 3M einmal mehr gerecht: Vor Kurzem erffnete das Unter-nehmen an seinem Hauptsitz ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum.

    Gut 150 Mio. USD wurden in den knapp 44.000 Quadratme-ter groen Komplex investiert.

    Innovative Lsungen sind kein Zufall. Um fr unsere Mit-arbeiter ein kreatives Umfeld zu schaffen, mssen wir Zeit, Energie und Kapital einsetzen, so Ashish Khandpur, 3M Senior Vice President Research & De-velopment. Weltweit beschf-tigt 3M rund 8.500 Forscher und investiert 5,8% seines Um-satzes in F&E-Projekte, aus de-nen jhrlich rund 3.000 Patente hervorgehen. (red)

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    Erster Standort in AsienKUALA LUMPUR. Der BASF-Konzern hat seinen ersten Pro-duktionsstandort fr Ucrete-Polyurethan-Bden auerhalb Europas in Betrieb genommen. Er befindet sich im BASF-Werk der Geschftseinheit Cons-truction Chemicals im Bukit-Raja-Industriepark in Selangor (Malaysia).

    Damit sind wir flexibler und knnen unsere Kunden schnel-ler, besser und kontinuierlich mit unseren Produkten versor-gen. Die Vorlaufzeiten in Ver-wendungsnhe sind um bis zu 35 Prozent krzer, so Arnold De Silva, Leiter des BASF-Ge-schftsbereichs Construction Chemicals fr Singapur, Ma-laysia, Myanmar, Kambodscha und Laos. (red)

    ZuKunFTsmarKT inDien

    WKO-Event zeigt Chancen aufWIEN/GRAZ. Die sterreichi-schen Exporte nach Indien entwickeln sich hervorragend, aber der Subkontinent bietet noch weit mehr Potenzial, als bisher von sterreichischen Unternehmen genutzt wird. Speziell in den Bereichen Maschinenbau, Infrastruktur und Urban Technologies/Smart Cities sieht die Wirtschafts-kammer noch interessante Chancen fr sterreichische Unternehmen.

    Im Rahmen der Veranstal-tung Rising India am 2. Mai in Wien und am 3. Mai in Graz bietet man interessierten Un-ternehmen Erfahrungsberichte von Unternehmen, die in Indi-en bereits aktiv sind, Infos zum indischen Markt und seinen rechtlichen und kulturellen Besonderheiten sowie indi-viduelles Coaching mit dem Wirtschaftsdelegierten, dem Marketingofficer und dem Key Account Manager des Auen-wirtschaftsCenter New Delhi.

    Die Teilnahme an der Ver-anstaltung ist kostenlos, An-meldungen sind bis 28. April mglich. (red)

  • medianet.at

    FRANKFURT. Die Vereinigten Staa-ten sind wieder das grte Ex-portland fr die Maschinenbauer in Deutschland, und diese starke Stellung werden die USA auch in diesem Jahr halten knnen. Denn whrend der chinesische Markt vermutlich ein weiteres Mal leicht schrumpfen wird, erwarten wie eine aktuelle Umfrage des VDMA zeigt drei Viertel der in den USA ttigen deutschen Maschinenbauer fr heuer hhere Abstze.

    Auf die Frage, aus welchen Bran-chen man mit einer verstrkten Nachfrage rechnet, liegen der Ma-schinen- und Anlagenbau sowie die Automobil- und Zulieferindustrie weit vorn.

    Auch von Kunden aus der Nah-rungs- und Getrnkeindustrie, der Luft- und Raumfahrt, der Kunst-

    stoffindustrie, der Bauwirtschaft und der Umwelttechnik erwarten sich die deutschen Unternehmen mehr US-Geschft.

    Diese Zuversicht spiegelt sich auch in den Investitionsplnen wi-der: Knapp 60% der befragten Un-ternehmen planen, in den nchsten

    drei Jahren in den USA zu investie-ren, rund die Hlfte der dafr vor-gesehenen Ausgaben entfllt auf den Auf- und Ausbau von Produk-tion und Montage.

    Die Abgasaffre von VW hat sich nach Meinung der Befragten zwar negativ auf die Reputation der ge-samten deutschen Industrie ausge-wirkt, made in Germany geniet aber nach wie vor in den USA einen guten Ruf.

    Ausgezeichnete NeuheitenDie starke Stellung am US-Markt ist allerdings nicht unangefochten. Mehr als die Hlfte der befragten Firmen rechnet mit mehr Wettbe-werb aus China. Das zeigt sich be-reits in der aktuellen Importstruk-tur der USA: China ist 2013 zum wichtigsten auslndischen Ma-schinenlieferanten aufgestiegen, Deutschland belegt seit 2015 Platz vier, knapp hinter Mexiko. Auch die amerikanischen Maschinenbauer holen nach Ansicht der Befragten am Heimatmarkt auf; allerdings zhlen hierzu nicht nur originr amerikanische Unternehmen, son-dern auch die US-Niederlassungen auslndischer Betriebe. (red)

    78 innovation & unternehmen Freitag, 8. April 2016

    Von Britta Biron

    WIEN. 2015 sind beim sterreichi-sche Patentamt 3.195 Erfindungen (Gebrauchsmuster und Patente) an-gemeldet worden, was einem Plus von 2,7% entspricht

    Die meisten Anmeldungen stam-men aus dem Bereich der Kunst-stoffverarbeitungsverfahren sowie der Maschinen fr die Formgebung von Kunststoffen, wobei 18 Erfin-dungsanmeldungen allein von der Firma Engel Austria kamen; der O Kunststoff-Experte liegt mit insge-samt 34 Anmeldungen im Ranking der innovativsten sterreichischen Unternehmen auf Platz vier. Ange-fhrt wird die Riege heimischer

    Erfinder von AVL List, auf dessen Konto 88 Anmeldungen gehen.

    AVL List-CEO Helmut List dazu: Das sterreichische Patentamt kann mit weltweiten Entwicklun-gen Schritt halten und ist damit ein relevanter Faktor fr das Beurteilen und Bewerten von Patenten. Das ist das ein Wettbewerbsvorteil bei Ein-schtzung und Durchfhrung inter-nationaler Patentstrategien.

    Nach Bundeslndern liegt zum wiederholten Mal Obersterreich mit insgesamt 621 Erfindungen in Fhrung, gefolgt von Wien (464) und der Steiermark (439).

    Legt man allerdings nicht die ab-soluten Zahlen zugrunde, sondern setzt die Zahl der Erfindungen in Relation zu den Einwohnern, so ist Vorarlberg mit 108 Anmeldungen pro 100.000 Einwohnern der beste Nhrboden fr Innovationen.

    Bessere MarktchancenUnternehmen verlassen sich da-rauf, dass wir schnell und zu-verlssig ihre Chancen auf einen Patentschutz beurteilen. Fr s-terreichische Firmen ist das eine entscheidende Frage, wenn sie in neue internationale Mrkte ex-pandieren wollen, so Mariana Karepova, Prsidentin des ster-reichischen Patentamts, die das Angebot ihres Hauses kontinuier-lich ausbauen mchte.

    Zu den neuen Services gehrt un-ter anderem, dass das Patentamt mit seinen Kunden in drei Spra-chen arbeitet: Patentanmeldungen werden nun auch direkt in Eng-lisch oder Franzsisch beurteilt, ei-ne deutsche bersetzung ist nicht mehr notwendig; dadurch sparen Unternehmen die bersetzungs-kosten und kommen rascher zu den ntigen Informationen.

    Weiters setzt man auf globale Vernetzung: Durch Kooperations-vertrge mit Patentmtern in Ziel-mrkten sterreichischer Unterneh-men vor allem den USA und China werden Patente dort schneller ge-whrt, wodurch man den Unterneh-men einen entscheidenden Start-vorteil auf neuen Mrkten bietet.

    Technologieminister Gerald Klug, dessen Ressort industrienahe For-schung mit 500 Mio. pro Jahr fr-dert, dazu: Wissen und Know-how gehren heute zu den wichtigsten Ressourcen. Es ist mir wichtig, dass durch die individuelle Bera-tung des Patentamts Unternehmen jeder Gre vom kleinen Start-up bis zum groen Industrieunter-nehmen in neuen Mrkten Fu fassen knnen. Dadurch wird das Patentamt zum Sprungbrett in die Welt. Wir werden das Patentamt neu aufstellen und zur zentralen Drehscheibe fr sterreichische Innovationen machen.

    Neuer StaatspreisIn diesem Zusammenhang ver-weist der Minister auch auf den 9. November, den internationalen Tag der Erfinderinnen und Erfinder, an dem er heuer erstmals den Staats-preis Patent in den Kategorien Pa-tent des Jahres, Marke des Jah-res und ErfinderIn des Jahres verleihen wird. Die Einreichfrist beginnt am 25. April.

    innovationsgeist auf hohem niveauDer Schutz von Erfindungen gewinnt immer mehr Bedeutung. 2015 verzeichnete das sterreichische Patentamt einen neuerlichen Anstieg der Erfindungsanmeldungen.

    thyssen krupp

    Aufzge setzen auf Industrie 4.0ESSEN. Thyssenkrupp erwei-tert seine Zusammenarbeit mit Vodafone und setzt in seiner Aufzugssparte auf Machine-to-Machine (M2M)-Technologie des Telekommunikations-konzerns.

    Vodafone liefert die globale M2M-Kommunikationsplatt-form und spezielle M2M-SIM-Karten, die rund um den Glo-bus in bestehenden und neuen Aufzgen eingesetzt werden. Der Groauftrag umfasst meh-rere Hunderttausend M2M-Verbindungen in Europa, Asien sowie Nord- und Sdamerika.

    Servicetechniker erhalten ber die Datenverbindungen in Echtzeit einen berblick ber erforderliche Reparaturen und knnen die Aufzugsanlagen proaktiv warten, bevor sie aus-fallen. Thyssenkrupp erwartet, dass sich durch den voraus-schauenden Service die Aus-fallzeiten von Aufzgen um die Hlfte reduzieren lassen. (red)

    hasso plattner institut

    Onlinekurs fr GeschftsprozessePOTSDAM. Wie Geschfts-prozesse przise in Modellen dargestellt, beschrieben und analysiert werden knnen, zeigt ein neuer sechswchi-ger Online-Kurs des Hasso-Plattner-Instituts (HPI), der am 11. April auf openHPI, der interaktiven Bildungsplattform des HPI, startet. Einschreiben knnen sich Interessierte unter dem Link: https://open.hpi.de/courses/bpm2016.

    Verantwortlich fr Konzep-tion und Durchfhrung ist das Team rund um Mathias Weske, Professor am Lehrstuhl fr Business Process Technology am HPI. Die Wissenschaftler wollen mit ihrem Angebot vor allem Interessenten aus den Bereichen Administration, Qualittsmanagement, System-architektur und Softwareent-wicklung erreichen. (red)

    FraunhoFer institut

    Neuer Standort in TirolWATTENS. In enger Zusam-menarbeit mit der Destination Wattens und dem Land Tirol wird die Fraunhofer-Gesell-schaft noch in diesem Jahr eine neue Niederlassung in Wattens erffnen das Fraun-hofer Innovationszentrum fr Digitale Transformation der Industrie.

    Dazu Matthias Neeff, Ge-schftsfhrer der Destination Wattens Regionalentwicklung GmbH: Durch die Erffnung einer Niederlassung der Fraun-hofer-Gesellschaft in unserem neuen Grnderzentrum Werk-sttte Wattens wird die Attrak-tivitt des Standorts fr eine Ansiedlung von Unternehmen in unterschiedlichen Entwick-lungsphasen weiter erhht und das Peer-to-Peer-Lernen gefr-dert. Sie ist damit ein zentraler Baustein unserer Ambitionen zur nachhaltigen Belebung des regionalen Wirtschaftsraums. (red)

    nachfrage aus usa steigtLaut einer VDMA-Umfrage erwartet die Mehrheit der deutschen Maschinenbauer fr heuer mehr Geschft mit ihren US-Kunden.

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    Der Markt in China stagniert, nun suchen Maschinenbauer verstrkt in den USA ihr Glck.

  • medianet.at

    Von Britta Biron

    GTENBACH. Aktuell erwirtschaf-tet die Industrie rund ein Viertel ih-res Umsatzes mit Dienstleistungen, und dieser Sektor wchst mit rund neun Prozent jhrlich deutlich dy-namischer als das Neugeschft. Auch hinsichtlich der Kundenbin-dung und Steigerung der Wettbe-werbsfhigkeit bieten Service- und Dienstleistungen den Unternehmen interessante Mglichkeiten. Bis 2020 wird so eine Berechnung der Unternehmensberatung Bain & Co das Dienstleistungsgeschft be-reits einen Umsatzanteil von 40% haben.

    Allerdings tun sich etliche Unter-nehmen schwer, in diesem Bereich aktiver als bisher zu sein; einer der Grnde dafr ist, dass die Ent-wicklung hier anders luft als im technischen Bereich, wo neue Ideen und Konzepte mittels Prototypen auf ihre Funktionsfhigkeit getes-tet werden knnen.

    Simulator fr AusbildungDas soll sich nun ndern. Die Partner des Verbundprojekts dimenSion dazu gehren unter anderem das Karlsruher Institut fr Technologie, die Herrenknecht AG, die Gebrder Faller GmbH, Romaco Pharmatechnik GmbH, die SolidLine AG sowie der Ver-band Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) wollen whrend der nchsten drei Jahre Lsungsanstze entwickeln, die die Entscheidungsfindung, das Testen, die Optimierung, die Schu-lung und die Dokumentation in der Dienstleistungsentwicklung unter-sttzen.

    Um die praktische Anwendbar-keit der entwickelten Lsungsan-stze zu gewhrleisten, bringen die beteiligte Unternehmen spezifische Fallbeispiele aus verschiedenen Branchen (z.B. Werkzeug- und Ma-schinenbau) ein.

    So soll beispielsweise eine Dienstleistung in Form eines Simu-lators entwickelt werden, mit dem Maschinenbediener hochwertiger,

    sensibler Maschinen ausgebildet werden knnen.

    Christian van Husen, Professor an der Hochschule Furtwangen, sieht einen konkreten Mehrwert fr Unternehmen: Durch den Einsatz von Prototypen sollen die Qualitt und Chancen entwickel-

    ter Dienstleistungen verbessert werden.Besonders durch schnell umsetzbare Dienstleistungs-Pro-totypen, sogenanntes Rapid Ser-vice Prototyping, sollen auch kleine Entwicklungsprojekte oder frhe Phasen des Entwicklungsprozesses untersttzt werden.

    Durch Prototypen sollen die Qualitt und Chancen entwickelter Dienstleistungen verbessert werden.

    Freitag, 8. April 2016 innovation & unternehmen 79

    Prototypen fr Servicegeschfthnlich wie im technischen Bereich sollen knftig auch neue Dienstleistungen vor der Markteinfhrung genau getestet werden knnen.

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    Das Servicegeschft gewinnt fr die Industrie eine immer grere Bedeutung.

    ERFOLGREICHE B2BKOMMUNIKATION LEBT VOM BLICK DAHINTERNorbert Schrangl Geschftsfhrender Gesellschafter

    Wissen, Begeisterung und Komplettservice sind fr uns die Basis herausragender B2B-Kommunikation. Um alles ber Ihre Marke zu erfahren, gehen wir tief rein: in Ihre Produktion, in Ihre Reinrume und Labore oder auf Ihre Teststrecke und in Ihren Windkanal. So wird Komplexes einfach. So wird ein Versprechen fr die Zielgruppe relevant. So wird B2B-Kommunikation berraschend und aufmerksamkeitsstark. Das alles macht uns zu dem, was wir fr unsere Kunden sind: Die treibende Kra der B2B-Kommunikation.

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    Christian van husen Hochschule Furtwangen

  • medianet.at80 transport & logistik Freitag, 8. April 2016

    Von Britta Biron

    HAMBURG. Auf der Basis der gu-ten Entwicklung in den ersten bei-den Monaten des laufenden Jahres und unserer Markteinschtzung rechnen wir einen Auftragseingang zwischen 3,0 und 3,1 Milliarden Euro sowie einen Konzernumsatz in einer Bandbreite zwischen 2,9 und 3,0 Milliarden Euro. Das EBIT fr das laufende Geschftsjahr sollte zwischen 220 und 230 Mil-lionen Euro liegen, umreit Jung-heinrich-Vorstandsvorsitzender Hans-Georg Frey, die Erwartungen fr heuer.

    Der Weltmarkt fr Flurfrder-zeuge lag mit 167 Tausend Fahrzeu-gen bis Ende Februar 2016 leicht ber dem Vorjahresniveau (164 Tausend Fahrzeuge), eine deutlich hhere Dynamik, nmlich ein Plus von 14% auf 65.000 Fahrzeuge zeigt im gleichen Zeitraum dagegen der europische Markt, der fr den Hamburger Konzern besonders wichtig ist.

    Mehr AuftrgeDer Auftragseingangswert aller Jungheinrich Geschftsfelder lag in den ersten zwei Monaten mit 469 Mio Euro um 12% ber dem

    Vorjahreswert, der stckzahlbezo-gene Auftragseingang stieg um 6 Prozent auf 16.800Tausend Fahr-zeuge.

    Auch die Bilanz der diesjhri-gen LogiMat fiel uerst positiv aus, vor allem der neuen Schmal-gangstaplers vom Typ EKX 516 stie auf groes Interesse seitens der Fachbesucher, die auf einer speziell eingerichteten Fahrstrecke das Fahrzeug live im Einsatz erle-ben und die neuen Assistenzsyste-me und Leistungsmodule bei einer Fahrt selbst testen konnten.

    In der Fabrik der Zukunft ms-sen sich Lagerarbeiter aber nicht

    mehr selbst ans Steuer eines Staplers setzen, sondern knnen Arbeitsauftrge an intelligente, fahrerlose Transportfahrzeuge de-legieren.

    Noch sind solche Fahrzeuge zwar Zukunftsmusik, aber ihre Realisie-rung rckt immer nher.

    Intelligenter StaplerSeit 2013 arbeitet Jungheinrich ge-meinsam mit dem Institut fr Inte-grierte Produktion, Basler AG, Gt-ting KG und dem Institut fr tech-nische Informatik der Universitt zu Lbeck (ITI) im Projekt FTF out of the Box an der Entwicklung ei-nes Staplers, der auf menschliche Sprache und Gesten reagiert.

    Im Gegensatz zu bereits exis-tierenden autonomen Lagerfahr-zeugen bentigt das neue Konzept auch keinerlei vorgegebene Wege-netze, etwa in Form von Magnet-sensoren oder Fhrungslinien auf dem Boden, sondern orientiert sich mittels 3D-Kameras und kann auf Hindernisse oder Vernderungen richtig reagieren.

    Auf der diesjhrigen Hannover Messe stellen die Projektpartner zwar noch kein marktfhiges Fahr-zeug, aber immerhin eine funkti-onsfhige Technologiestudie vor, die von den Messebesucher natr-lich auch selbst ausprobieren wer-den kann.

    gute aussichten am staplermarkt Nach den Erfolgen im Vorjahr rechnet man bei Jungheinrich auch fr heuer mit Zuwchsen. Innovationen spielen fr den Erfolg eine wichtige Rolle, auch solche fr die ferne Zukunft.

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    HAMBURG/HANNOVER. Der iGo neo CX 20, der auf der diesjhri-gen LogiMat als bestes Produkt in der Kategorie Kommissionierer-, Frder-, Hebe- und Lagertechnik ausgezeichnet wurde, interagiert mit dem Bediener wie ein Team-kollege und folgt diesem whrend des Kommissionierens auf Schritt und Tritt.

    Basis fr den iGo neo CX 20, der diesen Juli auf den Markt kommen wird, ist der bereits bewhrte Still-Kommissionierer CX 20 mit einer Tragfhigkeit von zwei Tonnen, dem mithilfe intelligenter Roboter-technologie kognitive Fhigkeiten verpasst wurden.

    Sicher & vielseitigSo sorgt eine lasergesttzte Umge-bungserkennung, die das Umfeld

    84.000 Mal pro Sekunde scannt, da-fr, dass das intelligente Fahrzeug die gesamte Lagertopologie inklu-sive der Personen wahrnehmen

    und entsprechend darauf reagieren kann. iGo neo CX 20 kann auf eine Art Kurzzeitgedchtnis zurckgrei-fen, mit dessen Hilfe er sich merkt,

    welche Hindernisse er passiert hat; es unterscheidet dabei zwischen statischen und dynamischen Hin-dernissen.

    Markteinfhrung im JuliDank Automation on Demand kann der Bediener jederzeit frei darber entscheiden, ob er das Fahrzeug manuell oder autonom einsetzen mchte. Damit wird der iGo neo CX 20 zu einem idealen Assistenzsys-tem fr eine effiziente Kommissio-nierung.

    Ein am Gert angebrachtes optisches Signal (Optical Signal Unit) zeigt mit einer Art visuellem Pulsschlag den jeweils aktuellen Arbeitsmodus an. Durch dieses nonverbale User Interface ist ein Einsatz des iGo neo CX 20 ohne Schulungsmanahmen auch ber Sprachgrenzen hinweg mglich.

    Ein weiterer Vorteil ist die kom-pakte Bauweise: Mit einer Breite von nur 80 cm kommt der smarte Stapler auch in schmalen Gngen problemlos zurecht.

    Der Antrieb erfolgt ber eine Standardbatterie, es ist aber auch der Einsatz von Lithium-Ionen-Technologie mglich. (red)

    intelligent kommissionierenMit dem smarten Stapler iGo neo CX 20 bringt der FlurfrderfahrzeugHersteller Still die Robotik ab Juli serienmig ins Lager.

    Das Fahrzeug weicht Hindernissen autonom aus und handelt situationsabhngig.

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    Auf der Hannover Messe prsentiert Jungheinrich mit den Projektpartnern eine Technologiestudie des Staplers der Zukunft.

    Wir konnten alle wichtigen Kennzahlen in den ersten bei-den Monaten deutlich steigern und erwarten ein starkes Ge-schftsjahr.

    kapsch carriercom

    Bahntechnik fr LuxemburgWIEN/LUXEMBURG. Nach einer europaweiten Ausschrei-bung entschied sich der luxem-burgische Bahnbetreiber CFL fr Kapsch als Systemlieferant, -integrator und -betreiber des GSM-R-Funknetzes.

    Wir freuen uns, dass uns CFL als Bestbieter den Zuschlag erteilt hat, sagt Thomas Schpf, COO Kapsch CarrierCom. Unsere Lsungen gehen weit ber die derzeiti-gen GSM-R-Standards hinaus und gewhrleisten damit die Sicherheit von Fahrgsten und Personal.

    Darber hinaus ermglicht das neue System die tech-nische Interoperabilitt auf europischem Niveau und entspricht dem von der Eu-ropischen Union geplanten transeuropischen Hochge-schwindigkeitsbahnsystem.

    Der Auftrag beinhaltet Be-trieb und Wartung fr die ersten drei Jahre; das Projekt umfasst 271 Bahnkilometer in Luxemburg und wird bis Anfang 2017 umgesetzt.

    Bme-Benchmark

    Sicherheit in der Supply ChainFRANKFURT. Der Bundesver-band Materialwirtschaft, Ein-kauf und Logistik e.V. (BME) hat gemeinsam mit der risk-methods GmbH das erste un-abhngige Online-Assessment entwickelt, mit dem Unter-nehmen einfach und rasch die Robustheit ihrer Lieferkette prfen knnen.

    Bei erfolgreicher Teilnahme erhalten Unternehmen eine Ur-kunde und ein personalisiertes Logo zur Verwendung sowie ein Auswertungsergebnis mit Scoring. Darber hinaus gibt das Assessment Hilfestellun-gen zur Weiterentwicklung im Bereich Secure Supply Chain, indem es Verbesserungs- und Optimierungspotenziale auf-zeigt.

    swisslog expandiert

    bernahme in den USABUCHS. Die zum Robotik-Kon-zern Kuka gehrende Swisslog gab vor Kurzem bekannt, dass sie Power Automation Systems (PAS), einen US-amerikanischen Spezialisten fr Palettenshut-tle-Technik, bernehmen wird.

    Dadurch wolle man bessere Rahmenbedingungen schaffen, um die Geschfte in Nord- und Sdamerika sowie Asien und Australien auszubauen.

    Eine enge Zusammenarbeit zwischen Swisslog und PAS besteht schon seit etlichen Jahren. Gemeinsam hat man unter anderem Automatisie-rungslsungen fr Coca-Cola entwickelt. (red)

    hans-georg Frey Vorstandsvorsitzender der Jungheinrich AG

    MN2030_073_i_20160408_i1_FERT_073.pdfMN2030_074_i_20160408_i2_FERT_074.pdfMN2030_075_i_20160408_i3_FERT_075.pdfMN2030_076-077_i_20160408_i4-5_FERT_076.pdfMN2030_078_i_20160408_i6_FERT_078.pdfMN2030_079_i_20160408_i7_FERT_079.pdfMN2030_080_i_20160408_i8_FERT_080.pdf