Hessischer Innovationsdienstleister fأ¼r die Landwirtschaft ... Hessischer Innovationsdienstleister

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    Hessischer Innovationsdienstleister für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum

    12. Newsletter "Innovation und Zusammenarbeit in Hessen"

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    seit dem Start ins Jahr 2019 ist bereits viel im Bereich Innovation und Zusammenarbeit passiert. Daher möchten wir Ihnen heute mit diesem Newsletter einen Rückblick auf vergangene Veranstaltungen sowie Berichte aus der Arbeit bewilligter Projekte liefern, auf anstehende Veranstaltungen aufmerksam machen und Sie an die Fristen zur Einreichung von innovativen Vorhaben und Kooperationsideen erinnern.

    In diesem Sinne wünschen wir viel Vergnügen beim Lesen und hoffen, dass Sie gesund und erfolgreich ins Jahr 2019 gestartet sind.

    Mit freundlichen Grüßen

    Nicola von Kutzleben und Dr. Ulrich Gehrlein

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    Lebhafter Start ins Jahr 2019 für Innovation und Zusammenarbeit

    Bewilligung sechs neuer Vorhaben während der Landwirtschaftlichen Woche Nordhessen

    Foto 1: Gruppenfoto bei der Bescheidübergabe 2019 (Quelle: Michael Gall / HMUKLV)

    Am Rande der 71. Landwirtschaftlichen Woche Nordhessen in Baunatal erhielten Vertreterinnen und Vertreter von insgesamt fünf sogenannten Operationellen Gruppen (OGs) und einer Kooperation am 14.01.2019 Bewilligungsbescheide für Fördersummen von insgesamt fast zwei Millionen Euro. „Um auf globale Herausforderungen wie die Sicherung der Welternährung, den Klimawandel oder Ressourcenknappheit zu reagieren brauchen wir neue und kreative Ideen, die zunächst auf regionaler Ebene ansetzen. Deshalb freue ich mich, heute Förderbescheide an sechs gute und interessante Projekte überreichen zu können, die innovative Ansätze zur Stärkung der Landwirtschaft und des ländlichen Raums umsetzen“, sagte die hessische Staatsministerin Priska Hinz bei der Übergabe der Förderbescheide an landwirtschaftliche Projekte, die durch Innovationen und Zusammenarbeit fortschrittliche Ideen entwickeln und erproben.

    Wie ihre Vorgänger stellen sich nun auch die OGs Apfelland-Initiative, Hanfanbauer Werra-Meißner, HessenStern, ÖkoSaat und KasPEr sowie die Kooperation Hessenfleisch den Herausforderungen ihrer Vorhaben.

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    Weiterführende Informationen zu den bewilligten Vorhaben finden Sie auf der Seite des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

    Berichte aus der laufenden Arbeit Operationeller Gruppen und Kooperationen aus Hessen

    Bickus for FOOD HEROES AWARD

    Bereits im September 2018 hatten wir über den FOOD HEROES AWARD und seinen Aufruf berichtet. Das Interreg North-West Europe-Projekt „Food Heroes“ sucht mit zahlreichen Partnern nach Lösungen, wie mit der Entwicklung neuer Wertschöpfungsketten für regionale Produkte die Verschwendung von Lebensmitteln verringert werden kann. Das Projekt hatte im vergangenen Jahr den FOOD HEROES AWARD ausgerufen, um auch außerhalb der Projektpartner nach Menschen mit innovativen und konkreten Ideen zu suchen, die zur Vermeidung der Lebensmittelverschwendung beitragen.

    https://umwelt.hessen.de/landwirtschaft/innovation-und-zusammenarbeit/vorhaben https://umwelt.hessen.de/landwirtschaft/innovation-und-zusammenarbeit/vorhaben

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    Das Startup „Bickus“, das aus der hessischen OG Biohuhn entstanden ist, wurde in der Kategorie „männliche Tiere“ nominiert und steht nun im Finale. Auf der Homepage können die Finalisten in den unterschiedlichen Kategorien gewählt werden.

    Neugebauter Schlachtanhänger ermöglicht stressfreie Rinderschlachtung

    Im Januar 2017 wurde die OG Extrawurst bewilligt. Da der Transport sowie eine fremde Umgebung vor dem Schlachten zu Stress bei den Tieren und somit zu einer schlechteren Fleischqualität führen, zielt das Vorhaben auf eine stressfreie Schlachtung ab.

    Nun konnten mit Hilfe eines neugebauten und EU-zugelassenen Schlachtanhängers in Nord- und Südhessen erstmalig Rinder ohne Lebendtiertransport geschlachtet werden. „Unser wichtigster weiterer Schritt ist es, einen mit der Praxis und mit den Veterinärbehörden abgestimmten Leitfaden zu entwickeln, der die gute fachliche Praxis des neuen Verfahrens beschreibt und die für den Tierschutz relevanten Faktoren festlegt“, sagte Dr. Andrea Fink- Keßler, Projektleiterin der OG Extrawurst, für einen Artikel im Landwirtschaftlichen Wochenblatt.

    Bericht des Treffens der OG Gärreste-Düngung bei Weizen und Mais

    Am Freitag, den 08.02.2019 fand an der Justus-Liebig-Universität ein Treffen der Operationellen Gruppe (OG) „Gärreste-Düngung bei Weizen und Mais“ statt, auf dem über die aktuellen Ergebnisse des laufenden EIP Projektes “Ertrags- und Qualitätssicherung von Winterweizen und Mais durch optimierten Einsatz von Gärrestdüngung in Hessen“ informiert wurde. An dem Treffen nahmen teil: Vertreterinnen des Regierungspräsidiums (RP) Gießen (Lena Hartert, Karin Drube), der Lead-Partner (Prof. Bernd Honermeier, Daniel Kern) und weitere Mitglieder der OG (Peter Arndt vom Hof Capelle, Lohnunternehmen Metz) sowie weitere Gäste vom Ingenieurbüro Schnittstelle Boden, vom LLH, dem Maschinenring Wetterau und dem Institut für Pflanzenernährung der JLU Gießen.

    Nach einer kurzen Begrüßung und gegenseitigen Vorstellung aller Teilnehmer(innen) wurden durch Prof. Honermeier die OG und das Projekt vorgestellt. Anschließend präsentierte Daniel Kern die Ergebnisse aus den On- Farm Versuchen mit Silomais und Winterweizen, die in den Jahren 2017 bis 2018 im Betrieb Hof Capelle durchgeführt wurden. Im Anschluss an den Vortrag wurden die Ergebnisse sehr intensiv und umfangreich diskutiert. Dabei wurde betont, dass Gärreste sich für die Nährstoffversorgung (Stickstoff und Phosphor) von Mais und Weizen eignen. Die Wirksamkeit der Nährstoffe hängt jedoch von der Zusammensetzung der Gärreste, vom Ausbringungstermin und

    https://vote.foodheroesaward.eu/ https://umwelt.hessen.de/sites/default/files/media/hmuelv/projektsteckbrief_extrawurst_2017_05_24.pdf

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    Boden und von der Einarbeitung der Gärreste ab. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass eine langfristige Düngung mit Gärresten auch die organische Substanz und das N-Mineralisierungs-Potenzial des Bodens erhöhen können. Aus diesen Gründen ist eine bessere Vorhersagbarkeit der Stickstoffmineralisierung von organischen Düngemitteln sehr wichtig.

    Das insgesamt 3-stündige Treffen wurde mit einem Ausblick für das Jahr 2019, in dem die laufenden Versuche fortgesetzt werden, beendet.

    OG GS-Netz auf der Landwirtschaftlichen Woche Südhessen

    Foto 2: Vortrag OG GS-Netz (Quelle: Karin Drube, RP Gießen)

    Jedes Jahr findet in Gernsheim die Landwirtschaftliche Woche Südhessen mit dem Hessischen Gemüsebautag statt. Am 30. Januar 2019 präsentierte Bettina Artelt von der Hochschule Geisenheim in diesem Rahmen verschiedene Entscheidungshilfen zur Bewässerungssteuerung und die Versuche der OG GS-Netz.

    Im EIP-Agri-Vorhaben, das kurz vor dem Abschluss steht, wurden Zwiebeln, Salat und Stangensellerie getestet. Die Ergebnisse stehen Beratungsdiensten und Softwarefirmen in Kürze zur Verfügung.

    https://umwelt.hessen.de/sites/default/files/media/hmuelv/projektsteckbrief_gs-netz_2017_05_24.pdf https://umwelt.hessen.de/sites/default/files/media/hmuelv/projektsteckbrief_gs-netz_2017_05_24.pdf

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    Kooperation Hessenfleisch sucht nach neuen Mitgliedern

    Foto 3: Die Kooperation Hessenfleisch bei der Übergabe des Förderbescheides durch Ministerin Hinz (Quelle: Nicola von Kutzleben / IfLS)

    Neben den Vorhaben im Rahmen von EIP-Agri wurde 2018 mit der Kooperation Hessenfleisch erstmals ein Vorhaben des Richtlinienteils D – Zusammenarbeit in Bezug auf die Unterstützung von lokalen Strategien bewilligt. Ziel der Kooperation Hessenfleisch ist es, das Angebot regionaler Fleischprodukte in Nordhessen zu erhöhen. Außerhessische Unternehmen haben einen großen Einfluss auf die angebotenen Erzeugnisse und behindern damit den angestrebten Bezug von regionalen Erzeugnissen. Dieser Herausforderung will sich die Kooperation stellen und hierfür ein Netzwerk über alle Stufen der Wertschöpfungskette, von der Tierhaltung bis hin zur Fleischvermarktung, aufbauen.

    Es handelt sich um eine offene Kooperation, bei der ständig neue Mitglieder beitreten können. Die Teilnahme an einer Kooperation kann sich positiv auf die Inanspruchnahme weiterer Fördermittel wie z.B. im Zusammenhang mit der Umsetzung von Investitionen im Bereich der Verarbeitung und Vermarktung der Erzeugnisse auswirken.

    Interessierte können Sie sich bei dem Hauptverantwortlichen der Kooperation, der Betreuungsgesellschaft für landwirtschaftliches Bauwesen mbH (BGL), melden. Ansprechpartner ist der Geschäftsführer Herr Bernd Vaupel.

    https://www.bgl-baubetreuung.de/

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    Suche nach Fördermöglichkeiten – Förderhandbuch der Deutschen Vernetzungsstelle Ländliche Räume (DVS) veröffentlicht!

    Für viele Akteure aus dem ländlichen Raum gehört die Akquise von Fördermitteln zum Alltagsgeschäft. Hierbei stehen oftmals vor allem der Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) im Vordergrund. Das DVS-Förderhandbuch für die ländlichen Räume liefert einen Überblick über Fördermöglichkeiten auf europäischer wie auch auf Bundesebene und geht darauf ein, welche Fördermöglichk