Coaching und Mentoring - Coaching - Mentoring Projekt-Coaching Weitere Coaching-Varianten (z.B. Selbstcoaching,

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  • Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie

    Coaching und Mentoring

    Im Rahmen des Master-Seminars „Personalentwicklung“ Laura Tophinke & Stefanie Philipp

    01.12.17 Seite 1 Laura Tophinke & Stefanie Philipp

  • Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie

    Heutiger Ablauf

    1.  Einführung 2.  Coaching

    –  Theoretischer Input –  Studie zur Wirksamkeit –  Diskussion Pause

    3.  Mentoring –  Theoretischer Input –  Studie zur Wirksamkeit –  Diskussion

    4.  Praxisbeispiel 5.  Abschluss

    01.12.17 Seite 2 Laura Tophinke & Stefanie Philipp

  • Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie

    Beginn des Auszuges ...

  • Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie

    Beratungs- und betreuungsorientierte

    PE-Ansätze

    Coaching Mitarbeiter- gespräche

    Mentoring

    Kollegiale Beratung Karriere-

    beratung

    360°- Feedback

    Übersicht: Worum geht es?

    01.12.17 Seite 4 Laura Tophinke & Stefanie Philipp

    Ryschka, Solga, & Mattenklott (2011)

  • Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie

    2. Coaching

  • Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie

    Relevanz des Themas

    01.12.17 Seite 6 Laura Tophinke & Stefanie Philipp

    „Im Leben die kraftvollen Wellen nehmen“ − wie es die Meeresschildkröte macht!

  • Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie

    Definition – Was ist Coaching?

    Coaching ist ein ergebnisorientierter und systematischer Prozess, bei dem ein Coach einem/einer nicht- klinischen Klient/in hilft, im privaten oder beruflichen Leben ...

    –  Lebensaufgaben und –  Zielerreichungen

    ... voranzutreiben und zu vereinfachen.

    à Ziel: Hilfe zur Selbsthilfe

    (Grant, 2003)

    01.12.17 Seite 7 Laura Tophinke & Stefanie Philipp

  • Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie

    Definition – Welche Arten von Coaching gibt es?

    Einzel-Coaching Gruppen-Coaching

    Projekt-Coaching

    Weitere Coaching-Varianten (z.B. Selbstcoaching, E-Coaching, Coaching mit mehreren Coaches, Kombinationen)

    (Rauen, 2014)

    01.12.17 Seite 8 Laura Tophinke & Stefanie Philipp

  • Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie

    Rollen des Coaches – Was sind Vor- und Nachteile?

    Externes Coaching

    –  Akzeptanz, Unabhängigkeit, Neutralität, organisationsübergreifende Perspektiven, spezielle Expertise

    –  fehlende Fach- und Feldkompetenz, Kosten

    Internes Coaching

    –  Kenntnis des Unternehmens, Strukturen, Kultur, Politik sowie kalkulierbare Personalkosten

    –  Geringere Akzeptanz, interne Abhängigkeiten, eingeschränkte Vertraulichkeit, Betriebsblindheiten

    Coaching durch Vorgesetzte

    –  Hoffnung auf entwicklungsorientierten Führungsstil von Vorgesetzten, geringe Kosten

    –  Rollen- & Interessendilemmata, keine Neutralität

    01.12.17 Seite 9 Laura Tophinke & Stefanie Philipp

    (Ryschka et al., 2011)

  • Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie

    Rahmenbedingungen des Coachings

    Voraussetzungen für die erfolgreiche Etablierung einer Coaching-Beziehung: –  Freiwillige Teilnahme und Veränderungsbereitschaft des Coachingnehmers –  Gegenseitige Akzeptanz und Vertrauen –  Wertschätzung und emotionale Unterstützung durch den Coach –  Offenheit und Transparenz im Coaching, sowie Diskretion und Vertraulichkeit nach aussen –  Ausreichende Selbstmanagementfähigkeiten des Coachingnehmers

    01.12.17 Seite 10 Laura Tophinke & Stefanie Philipp

    (Ryschka et al., 2011)

  • Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie

    Ziele und Zweck des Coachings Die Ziele beim Coaching sind so vielfältig wie die Anlässe und Anliegen, die zu einem Coaching führen.

    01.12.17 Seite 11 Laura Tophinke & Stefanie Philipp

    Ziele der Organisation: –  Stabilisierung und Weiterentwicklung

    von Leistungsfähigkeit

    –  Effizienzsteigerung –  Entfaltung von Potentialen –  Verhaltensänderungen –  Etc.

    Ziele des Coachingsnehmers: –  Bewältigung neuer (Führungs-)Aufgaben –  Karriereentwicklung –  Stressmanagement, Work-Life-Balance,

    Burnout-Prophylaxe –  Lösung von Konflikten –  Etc. (Ryschka et al., 2011)

  • Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie

    Möglicher Ablauf eines Coachings

    01.12.17 Seite 12 Laura Tophinke & Stefanie Philipp

    Anliegen Erst-gespräch Beginn Durch- führung Evaluation Ende

    Bedürfnis nach professioneller Beratung

    (Jansen et al., 2004)

    Finden eines geeigneten Coaches

    Kontakt- aufnahme

    Erwartungen, Möglichkeiten, Grenzen klären

    Klärung der Ausgangs- situation

    Zielbe- stimmung - Interventionen

    - Hilfe zur Selbsthilfe

    Überprüfung erreichter Ziele

    Abschluss

    Vertrags- schluss

    Transfer- kontrolle

  • Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie

    Methoden – Wie wird gecoacht?

    –  Methoden zum Beziehungsaufbau –  z.B. Gesprächsführung

    –  Diagnostische Methoden –  z.B. Testverfahren, Rekonstruktionen, Rollenspiele, Zusammenhänge analysieren

    –  Reflexive Methoden –  z.B. Selbstreflexion, Feedback

    –  Veränderungsmethoden –  z.B. Verhaltensmuster durchbrechen, Verhalten und Fähigkeiten trainieren

    –  Zielsetzungsmethoden –  z.B. Zielvereinbarungen, Hausaufgaben

    01.12.17 Seite 13 Laura Tophinke & Stefanie Philipp

    (Rauen, 2014)

  • Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie

    Metaanalyse zum Nutzen von Coaching (Theeboom, Beersma, & van Vianen, 2013)

    –  Ziel: Mögliche positive Effekte von Coaching im organisationalen Kontext –  Forschungsfrage: Ist Coaching in einem organisationalen Kontext, wenn es von professionellen

    trainierten Coaches durchgeführt wird, wirksam?

    –  Hypothesen: Einfluss von Coaching Interventionen auf folgende Individual-Level-Outcomes

    01.12.17 Seite 14 Laura Tophinke & Stefanie Philipp

    Leistung und Fähigkeiten Wohlbefinden Coping Arbeitseinstellungen Zielorientierte Selbstregulation

  • Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie

    Ergebnisse

    –  Coaching einen signifikant positiven Effekt auf alle fünf Outcomes:

    –  Aufgrund der grossen Heterogenität der Studien wurde zusätzlich eine Subgruppen-Analyse durchgeführt: –  Einfluss des Studiendesigns auf die Effektstärken: 


    „Within subject design“ vs. „Mixed design“ à grössere Effektstärken bei „within subject design“-Studien –  Einfluss der Anzahl an Coaching-Sitzungen auf die Effektstärken: 


    ≥ 5 Sitzungen vs. < 5 Sitzungen à keinen signifikanten Einfluss auf die Effektstärken

    01.12.17 Seite 15 Laura Tophinke & Stefanie Philipp

    g = 0.60, g = 0.46, g = 0.43, g = 0.54, g = 0.74

  • Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie

    Theoretische und praktische Implikationen – Was heisst das nun?

    Theorie –  Die metaanalytischen Ergebnisse zeigen, dass Coaching für die Verbesserung des Funktionierens eines

    Individuums bei der Arbeit ein effektives Tool darstellt und daher wirksam ist.

    Praxis Wir wissen jetzt, dass Coaching funktioniert, aber für die Praxis stellt sich nun die Frage, wie es funktioniert: –  Welche Mechanismen und Prozesse führen du einem effektiven Coaching? –  Welche Moderatoren und Mediatoren gibt es, die die Effektivität des Coachings beeinflussen?

    01.12.17 Seite 16 Laura Tophinke & Stefanie Philipp

    ?

    Forschung Theorie & Praxis

  • Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie

    Diskussion

    –  Was denkt ihr, was macht ein gutes Coaching bzw. einen guten Coach aus? –  Wie findet man einen geeigneten Coach in diesem eher unübersichtlichen Markt?

    01.12.17 Seite 17 Laura Tophinke & Stefanie Philipp

  • Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie

    4. Praxisbeispiel

  • Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie

    Praxisbeispiel „Coaching“

    Ausgangslage –  Einzelcoaching in grossem Technologie-Unternehmen XY –  Durchführung durch externer Coach

    Ein kurzer Einblick:

    01.12.17 Seite 19 Laura Tophinke & Stefanie Philipp

    §  Herr B. Meyer, 45 J.* §  Ingenieur mit

    Leitungsfunktion §  Seit 5 Jahren im

    Unternehmen XY beschäftigt

    §  Frau S. Kupferschmid §  Coach, Ausbildnerin

    mit eidg. Fachausweis und Psychotherapeutin

    §  Geschäftsleiterin des Coachingzentrums Olten (CZO)

    * Angaben sind frei erfunden

    http://www.coachingzentrum.ch