A. Als Sir Isaak Newton, der Vater der klassischen Physik seine Theorie vorstellte, war man fasziniert: Die geheimnisvolle Natur war berechenbar, sie

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  • Als Sir Isaak Newton, der Vater der klassischen Physik seine Theorie vorstellte, war man fasziniert: Die geheimnisvolle Natur war berechenbar, sie war erklrbar geworden. Es war wie eine Offenbarung: Voltaire nannte sie sogar die Newtonsche Religion
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  • Aber wozu brauchte man Gott eigentlich noch, wenn die Natur wie ein Uhrwerk nach ehernen Gesetzen funktionierte? Newton selbst glaubte das nicht:
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  • Die wunderbare Harmonie des Universums kann nur nach dem Plan eines allmchtigen Schpfers zustande gekommen sein. Das ist und bleibt meine letzte Erkenntnis.
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  • Aber Newtons Theorie machte sich sozusagen selbststndig. Die Welt war eine Maschine, ein Uhrwerk geworden: Berechenbar, nutzbar, beherrschbar.
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  • Napoleon: Wo ist in Ihrem Weltbild Gott? Laplace: Sire, mein Weltbild hat die Hypothese Gott nicht mehr ntig. R. Dawkins: Gott ist eine von der Wissenschaft zu 98% widerlegteHypothese.
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  • Wie sollte Gott nach dem neuen Weltbild denn noch in die Welt eingreifen? Wo sollte er wohnen? Wir haben auf der einen Seite wissenschaftliche Tatsachen, auf der anderen Seite einen 2000 Jahre alten Mythos. Ulrich Kutschera, Die Welt 21. 10. 2006
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  • Nach unserer landlufigen Vorstellung besteht die Welt ausElementarteilchen Atome, die jedes fr sich existieren und die unvernderlich sind. In der Quantenphysik gibt es das Teilchen im klassischen Sinn nicht mehr, d. h.es existieren d. h. es existieren im Grunde keine bleibenden Objekte.
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  • Hans-Peter Drr: Auch die Wissenschaft spricht nur in Gleichnissen. Herder 2008, 31 Ihre Bewegung ist sprunghaft, also ohne Zwischenstufen: Ein Elektron verschwindet an einem Punkt, und etwas spter, an einem anderen Punkt, entsteht wieder ein Elektron.
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  • Das sprunghafte der einzelnen Grundelemente setzt sich durch das ganze Universum fort: Die Weltereignet sich gewissermaen Die Welt ereignet sich gewissermaen in jedem Augenblick neu. Hans-Peter Drr: Naturwissenschaft und Wirklichkeit in: Helmut A. Mller (Hsg.) Naturwissenschaft und Glaube Bern/Mnchen, Wien, S 79.
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  • Die mathematischen Gleichungen der Quantenphysik beschreiben auf der einen Seite exakt das Verhalten des Systems. Aber die Ergebnisse der Rechnung sind nicht eindeutig: Sie stellen nur Mglichkeiten dar. ber das, was tatschlich geschehen wird, wie die Welt sich verndert, gibt es nur Wahrscheinlichkeitsaussagen:
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  • Es ist eine Art Zwischending zwischen Berechenbarkeit und Unberechenbarkeit. Das Naturgeschehen ist also kein mechanisches Uhrwerk, dass nach ehernen Gesetzmigkeiten abluft. Aus den ehernen Naturgesetzen sind Wahrscheinlichkeiten geworden.
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  • Die Grundelemente wie Elektronen oder Photonen erscheinen mal als Teilchen, mal als elektromagnetische Welle oder auch irgendetwas dazwischen. Sie knnen also als Teilchen auf einen winzigen Raum begrenzt oder als Welle sehr weit ausgedehnt sein.
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  • Hans-Peter Drr: Auch die Wissenschaft spricht nur in Gleichnissen. Herder 2008, 31 Zwei verbundene (verschrnkte) Teilchen verhalten sich vllig gleich ber beliebig weite Entfernung:
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  • Gerade hatte Albert Einstein mit seiner Relativittstheorie gezeigt, dass die Welt noch genauer berechnet werden konnte. Und nun sollte alles nur Zufall sein? Seine klassische Aussage dazu:
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  • Gottwrfeltnicht! Albert Einstein
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  • Noch merkwrdiger war, dass eine der berechneten Mglichkeiten sich erst realisiert, wenn System beobachtet wird, also z.B bei einer Messung. Selbst Ernst Schrdinger, einer der Vter der Quantenphysik, hatte Probleme damit, seine eigene Theorie zu akzeptieren.
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  • Mit seinem Beispiel wollte Ernst Schrdinger illustrieren, zu welch paradoxen Ergebnissen die Quantenphysik fhrt. Ernst Schrdinger SchrdingersKatze
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  • Fazit: Zunchst schien die Quantentheorie neue Mglichkeiten zu erffnen, die Ganzheitlichkeit der Natur zu erklren. Doch dann stellten wir fest, dass die Theorie in ihrer gegenwrtigen Form uns die Welt nicht befriedigend erklren kann und auch keine Mglichkeit bietet, sie mit der allgemeinen Relativittstheorie zu verbinden. David Peat: Der Stein der Weisen, Hoffmann & Campe 1992, 90
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  • Das Problem fr die Physiker war, dass die Quantenphysik trotz der ihrer Zumutungen die am besten belegte Theorie der gesamten Physik ist.
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  • Keine einzige von der Naturwissenschaft untersuchte Erscheinung lsst sich tatschlich verstehen, wenn nicht Quantenstrukturen bercksichtigt werden. Thomas und Brigitte Grnitz: Die Evolution des Geistigen, Vanderhoek & Ruprecht, 2009, 141
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  • All die Millionen von Wissenschaftlern mchten mehr ber das Universum erfahren, ber die Gesetze der Natur, und sie mchten erklren, Immer genauer, immer detaillierter. Dieses Programm gelangt durch die Quantenphysik auf einen Schlag an sein Ende. Anton Zeilinger: Einsteins Spuk, Goldmann 2007, 89
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  • 1997 fhrte die Universitt Genf vor ber 3.400 Journalisten, Pdagogen, Wissenschaftlern und Ingenieuren ein Experiment durch, das besttigte, dass es die von der Quantentheorie vorhergesagte Verschrnkung von Teilchen tatschlich gab:
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  • Micolas Gisin in: Gregg Braden: Im Einklang mit der gttlichen Matrix, Koha 2009, S. 61 Das Faszinierende daran ist, dass miteinander verschrnkte Photonen ein und dasselbe System bilden. Wenn eines davon verndert wird, verndert sich das andere auf die genau gleiche Weise, selbst wenn die Zwillingsteilchen geografisch voneinander entfernt sind.
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  • Einstein hatte mit zwei anderen Physikern nachgewiesen, dass es nach der Quantentheorie eine unendlich hohe Geschwindigkeit zur Informationsbertragung geben musste. Also einen klaren Versto gegen die Relativittstheorie, nach der nichts schneller als das Licht sein konnte. 2008 stellte man in einem weiteren Experiment in Genf, fest, dass die Kommunikation zwischen verschrnkten Teilchen mit mindestens 100.000 facher Lichtgeschwindigkeit geschieht.
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  • Nicolas Gisin ist davon berzeugt, dass wir an der Schwelle einer neuen Epoche stehen, einer Revolution des Konzeptes von Natur und Welt: Da geschieht etwas wirklich Befremdliches, etwas auerhalb der Raumzeit. Rolf Frobse: Der Lebenscode des Universums, Lotos 2009, S. 88
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  • Die rationale Physik sieht.. nur die Oberflche der Wirklichkeit, Carl Friedrich von Weizscker: Bewutseinswandel, (1988), S. 419 die Physik erklrt nicht die Geheimnisse der Natur, sie fhrt sie auf tiefer liegende Geheimnisse zurck.
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  • Allein die Tatsache, dass die intelligentesten unter den Physikern seit ber siebzig Jahren an der Vereinigung von Relativitts- und Quantentheorie arbeiten und noch keine Lsung gefunden haben, zeigt mir, dass wir etwas fundamental dass wir etwas fundamental anderes suchen mssen. anderes suchen mssen. Anton Zeilinger, FASZ 12. 10. 2008
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  • Es ist nicht so, dass man sich darber keine Gedanken gemacht hat. So sagt Thomas Grnitz ber seinen Lehrer C. F. v. Weizscker: Er war der erste, der die Vorstellung des Aufbaus von Materie aus Information entwickelt hatte.
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  • Aber Carl Friedrich von Weizscker, Nachfolger von Werner Heisenberg in Gttingen wurde zeitlebens in diesem wichtigsten Bereich seiner wissenschaftlichen Forschung von der Physiker-Gemeinschaft ziemlich weitgehend ignoriert. Thomas und Brigitte Grnitz: Die Evolution des Geistigen, Vanderhoek & Ruprecht, 2009, 143
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  • Aber Thomas Grnitz verfolgte die Idee seines Lehrers konsequent weiter und er fand: Wenn man die Wirklichkeit auf kleinste Informationseinheiten, als Grundsubstanz grndet, so wird damit Materie tatschlich erklrbar:
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  • Thomas und Brigitte Grnitz: Die Evolution des Geistigen, Vanderhoek & Ruprecht, 2009, 139 Materie kann als kondensierte (Quanten-) Information verstanden werden.
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  • So wie sich Wasser in drei Aggregatzustnden als Gas, als Flssigkeit und als Eis zeigt, so kann man auch an der Quanteninformation drei unterschiedliche Aspekte der Wirklichkeit erkennen:
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  • Wenn die Quanteninformation verdichtet so verdichtet ist, dass sie im Raume ruhen kann, Materie. bezeichnen wir sie als Materie. Energie In Form von Energie bewegt sie Materie. Information Als Information kann sie schlielich steuern. den Energiefluss steuern. Sinngem nach Thomas und Brigitte Grnitz: Die Evolution des Geistigen, Vanderhoek & Ruprecht, 2009, 163
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  • Fazit: Nicht Materie ist der Urstoff: Information ist der Urstoff des Universums. Anton Zeilinger: Einsteins Schleier Die Neue Welt der Quantenphysik, C. H. Beck, 2003 217-226
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  • Unsere Welt ist im Tiefsten nicht materiell, sondern geistig. Carl Friedrich v. Weizscker Das is