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DAS INNOVATIONSMAGAZIN VON DENTSPLY SIRONA AUSGABE 01 /16 SAUBERE SACHE WIE HYGIENE UNSER LEBEN VERBESSERT HYGIENE-FEATURES AUF DIE INNEREN WERTE KOMMT ES AN SEITE 16 ALARA-PRINZIP SICHERE DIAGNOSE TROTZ GERINGER DOSIS SEITE 28 OPTIMIERTE PRAXISSTRUKTUR AUF DAS RECHTE MASS KOMMT ES AN SEITE 36 A91100-M4-B977

01/16 von DENTSPLY SIRONA · vision -interview über die Hintergründe, warum die f usion die richtige Entscheidung war und wie dentsply sirona die zukunft der zahnmedizin gestalten

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Text of 01/16 von DENTSPLY SIRONA · vision -interview über die Hintergründe, warum die f usion die...

  • da s in no vat ions m a g a z in v on D E N TS PLY SIRONA

    aUsgaBE 01 /16

    SAubERE SAchE WiE HygiEnE UnsEr LEBEn vErBEssErt

    hYgIENE-fEATuRESaUf diE innErEn WErtE kommt Es an sEitE 16

    ALARA-PRINzIPsicHErE diagnosE trotz gEringEr dosis sEitE 28

    OPTImIERTE PRAxISSTRukTuRaUf das rEcHtE mass kommt Es an sEitE 36

    a911

    00-m

    4-B9

    77

  • fOkuSSIERT ThE DENTAL SOLuTIONS cOmPANYQualität verbindet sich mit Qualität 04

    Auf EINEN bLIcksauber ist gesund 08

    EINE fRAgE DER hYgIENEsaubere Prozesse – reines gewissen 10

    hYgIENEVERhALTENandere zeiten, andere sitten 15 hYgIENE-fEATuRESauf die inneren Werte kommt es an 16

    INfORmIERT INSTRumENTENAufbEREITuNgan Hygiene führt kein Weg vorbei 20

    INfEkTIONSSchuTzdie Übertragungskette unterbrechen 24

    ALARA-PRINzIPsichere diagnose trotz geringer dosis 28

    INNOVATIONSfREuDEBegeisterung kennt kein alter 30

    PRAxISNAh chAIRSIDE-VOLLzIRkONHeißer ofen für mehr speed 32

    PRODukTNEuhEITENsoftware-Updates sorgen für mehr flexibilität 35

    OPTImIERTE PRAxISSTRukTuRauf das rechte maß kommt es an 36

    ANSPRuchSVOLLE ImPLANTATIONsichere Lösung für kritische fälle 38

    DIgITALE SchIENENThERAPIEmit cErEc schneller zu transparenten alignern 40

    WISSENSWERT bRANchE„doc“ auf dem spielfeld und in der Praxis 42

    VERmISchTESapp, impressum 43

    I N h A L T

    Weltverbesserer – Hygiene ist ein über-raschend einfacher Weg, allerlei gefahren für die gesundheit und das Wohlbefinden zu bekämpfen wie der Brite Joseph Lister herausfand. p Eine Frage der Hygiene, Seite 10

    Trendsetter – Panama hat neue Hygiene-richtlinien erlassen und verpflichtet zahnkliniken zur maschinellen reinigung und desinfektion von instrumenten. p Instrumentenaufbereitung, Seite 20

    beschleuniger – Ein neuer sinterofen und ein neuer Herstellungs prozess ermöglichen vollzirkon-restaurationen in einer sitzung.p Heißer Ofen für mehr Speed, Seite 32

  • LIEbE LESERIN, LIEbER LESER, Juli 2016

    Hygiene ist eine tugend – das lehrte der Philosoph Jean-Jacques rousseau, und er hatte zweifellos recht. denn Hygiene ist wichtig und erstrebenswert, da wir uns und unsere mitmenschen so vor in-fektionen schützen und die gesundheit fördern. Hygiene betrifft uns in allen Lebenslagen und fordert unsere ständige aufmerksamkeit – überall auf der Welt. Wie vielschichtig das thema Hygiene ist, zeigt unsere titelgeschichte.

    nur wenn wir ein ganzheitliches verständnis von Hygiene haben, ist die steigende zahl an Heraus-forderungen in der globalisierten Welt zu bewältigen. dentsply sirona stellt sich diesen zunehmenden anforderungen durch die ausstattung von zahnarztpraxen und kliniken mit den führenden systemen für die instrumentenaufbereitung, die Bereitstellung hochwertiger Produkte für den infektionsschutz und der ständigen Weiterentwicklung der Produktpalette. Wir haben kontinuierlich die Hygiene-standards in der zahnheilkunde weiter vorangebracht. seit Jahren sorgen wir deshalb für eine bessere strahlen hygiene durch eine reduzierung der dosis beim digitalen röntgen. Wir fördern die nutzung eines hypo allergenen mundschutzes und haben die desinfektion der Wasserwege in unsere Behand-lungseinheiten integriert.

    als ‚the dental solutions company‘ können wir die Hygienestandards weiter verbessern, indem wir die ressourcen und Erfahrung von zwei marktführern zusammenbringen. dentsply sirona wird seine innovationskraft genauso in die Hygiene investieren wie auch in die perfekte abstimmung von geräten, therapien und materialien in allen Bereichen der zahnmedizinischen Behandlung – von der Prävention und gesundheitsförderung über die diagnose und therapieplanung bis zur versorgung. als komplett-anbieter vereint dentsply sirona führende Plattformen für verbrauchsmaterialien, ausstattung, techno-logie und spezialprodukten unter einem dach. Wir werden die zahnheilkunde durch unser unvergleich-liches Engagement in forschung und Entwicklung sowie in innovation vorantreiben. Unsere mission ist es, zahnärzte und zahntechniker mit integrierten, digitalen Lösungen dabei zu unterstützen, eine bessere, sicherere und schnellere zahnmedizinische versorgung anzubieten – für noch bessere klini-sche Ergebnisse und Patientenerfahrungen.

    gemeinsam blicken wir in eine noch bessere zukunft und vergessen dabei nicht, was uns zu dem ge-macht hat, was wir heute sind. Wir möchten uns bei unseren kunden für ihr vertrauen bedanken, das sie beiden Unternehmen und unseren marken seit mehr als 100 Jahren entgegenbringen. mit dieser ausga-be des vision-magazins laden wir sie ein, uns dabei zu begleiten, wenn wir unsere vergangenheit und zukunft miteinander verbinden: das sirona-format des vision magazins und die neue marke dentsply sirona. seien sie gespannt auf die kommenden ausgaben – wir werden ihnen weiterhin interessante Einblicke und geschichten aus der dentalbranche bieten. Und seien sie sicher, dass wir die tradition hochwertiger, informativer und spannender Publikationen als dentsply sirona weiter fort setzen werden.

    DIE VERbESSERuNg DER zAhNhEILkuNDE WELtWEit ist diE vision von dEntsPLy sirona

    JEffREY T. SLOVIN, cEO von Dentsply Sirona

    viel vergnügen bei der Lektüre wünscht ihnen ihr

    EDITORIAL sEitE 03

  • QuALITäT VERbINDET sicH mit QUaLität

    Blick in die Zukunft:

    Bret W. Wise,

    Executive Chairman

    von Dentsply Sirona (links)

    und Jeffrey T. Slovin,

    CEO von Dentsply Sirona

    (rechts).

    VISION — aUsgaBE 01/16 sEitE 04

  • am 29. februar fusionierten dEntsPLy und sirona zum weltweit größten Hersteller von dental-produkten für zahnärzte und zahntechniker. das neu geschaffene Unternehmen dentsply sirona ist damit marktführer im Bereich verbrauchsmaterialien, ausstattung, digitale technologien und integrierte Lösungen für zahnarztpraxen, kliniken und Labors. cEo Jeffrey t. slovin spricht im vision-interview über die Hintergründe, warum die fusion die richtige Entscheidung war und wie dentsply sirona die zukunft der zahnmedizin gestalten wird.

    Die Fusion ist seit einigen Monaten abgeschlossen. Was sind Ihre ersten Eindrücke? Gab es Überraschungen?

    — das ist alles noch sehr frisch – unser Unternehmen ist gerade einmal 120 tage alt1. Während dieser kurzen zeit konnten unsere teams bereits viele Projekte umsetzen. mich begeistert, mit welchen talenten wir weltweit in den Bereichen vertrieb, marketing, forschung und Entwicklung, und in unseren funktionsbereichen, z.B. Personal und finanzen, arbeiten. Wir schätzen uns glücklich, dass wir in dieser Branche tätig sind, in der engagierte zahnärzte ihr Bestes geben und die am Ende des tages uns alle betrifft, denn wir alle sind auch Pati-enten. Wenn wir also davon sprechen, die Patientenversorgung zu verbessern, dann betrifft das jeden einzelnen von uns.

    Es ist ein großes Ereignis, wenn sich zwei der größten Unternehmen einer Branche zusammenschließen. dabei ist es von zentraler Be-deutung, dass die jeweiligen Unternehmenskulturen miteinander harmonieren. Umso wichtiger war die Begeisterung des gesamten teams für unsere mission, zahnärzte und zahntechniker dabei zu unterstützen, eine bessere, sicherere und schnellere zahnmedizi-nische versorgung anzubieten. Und das sind keine leeren Worte für uns. Wir wollen einen nachhaltigen Einfluss auf die zahnheilkunde nehmen. Unsere Erwartungshaltung an uns selbst und an das, was wir als Unternehmen erreichen können, sind hoch. Wir wissen, dass unsere kunden – die für uns immer an erster stelle stehen werden – keine ausreden tolerieren, und wir werden sie nicht enttäuschen.

    als wir uns zur fusion entschlossen, wussten wir, dass es die beste Entscheidung für beide Unternehmen und von vorteil für die gesamte Branche sein würde. Heute bin ich noch mehr davon überzeugt, dass wir als dentsply sirona eine großartige zukunft vor uns haben. ge-meinsam mit unseren Partnern und kunden können wir sehr viel erreichen.

    Sowohl DEntSply als auch Sirona waren als eigenständige Unternehmen innovativ und erfolgreich. Was hat Sie zur Fusion bewogen?

    — sowohl dEntsPLy als auch sirona haben mehr als 100 Jahre Er-fahrung im dentalbereich. Beide waren in ihrem jeweiligen geschäfts-feld sehr erfolgreich. Wir werden die Werte und kulturen, die beide Unternehmen erfolgreich gemacht haben, bewahren und in das neue Unternehmen überführen.

    Einer der gründe für unsere fusion sind die vielen megatrends in der zahnheilkunde: sie wird zunehmend digital, und die nachfrage nach kronen, inlays, Brücken oder implantate, die in einer einzigen sitzung gefertigt werden, steigt stetig. zahnärzte, zahntechniker und Labors fordern voll integrierte Lösungen und effizientere nahtlose Work-flows. die neuen technologien ermöglichen schnellere und sicherere

    verfahren. Wir sind davon überzeugt, dass wir diesen wachsenden Bedürfnissen nur durch die integration von ausstattung, technologie und verbrauchsmaterialien entsprechen können. durch effizientere komplettlösungen verbessern wir die akzeptanz von technologien und beschleunigen somit die digitalisierung der zahnmedizin. das ist eine gewaltige Herausforderung, und wir hatten festgestellt, dass nur zwei Unternehmen auf dem markt in der Lage sein würden, diese trends als ein gemeinsames Unternehmen voranzubringen. anstatt unsere ressourcen in einem konkurrenzkampf zu verschwenden, waren wir davon überzeugt, dass wir zusammen die gemeinsamen ressourcen besser für unsere kunden und für die suche nach den besten Lösungen einsetzen können.

    durch den zusammenschluss kann das neue Unternehmen nicht nur ein breites Produktportfolio anbieten, sondern auch neue und inte-grierte Lösungen entwickeln. dadurch entstehen sicherere und effi-zientere Workflows von der diagnose bis hin zur Behandlung. Wir werden die geräte und materialien optimieren, die man bei standard-behandlungen sowie in der implantologie, Endodontologie und kie-ferorthopädie einsetzt. so kombinieren wir die kompetenzen beider Unternehmen und ergänzen uns gegenseitig auf dem Weg zu einer besseren, schnelleren und sichereren zahnheilkunde.

    Welche Vorteile haben Zahnärzte, Zahntechniker und patienten von der Fusion?

    — dank der fusion können wir den markt noch besser bedienen und die klinischen Ergebnisse verbessern. Unsere familien, unsere freunde – und natürlich wir selbst – sind Patienten. als dentsply sirona haben wir mehr ressourcen als alle anderen in der Branche. dadurch können wir die Entwicklung bahnbrechender innovationen beschleunigen, mit der die Patientenversorgung in der zahnheil-p

    Q

    Dentsply Sirona hat Standorte in mehr als 40 Ländern weltweit

    und ist mit Vertriebspräsenzen in über 120 Ländern vertreten.

    1stand Juli 2016

    fokUssiErt — ThE DENTAL SOLuTIONS cOmPANY sEitE 05

  • forderungen für medizinische geräte und setzt aus verpflichtung gegenüber anwendern und Patienten auf ein umfassendes Qualitäts-management-Programm, das auch unsere Lieferanten und dienst-leister einschließt. diese fusion setzt Qualitätsstandards für unsere gesamte Branche. davon werden sowohl zahnärzte als auch Pa-tienten profitieren.

    Im Dentalmarkt gibt es Befürchtungen, dass Dentsply Sirona eine Monopolstellung einnehmen wird. Wie reagieren Sie darauf?

    — seit der fusion sind wir das größte und innovativste Unternehmen in der dentalbranche, und darüber hinaus haben wir die größten teams an forschern, Wissenschaftlern und ingenieuren in der gesamten Branche aufgebaut. dieses starke fundament stellt sicher, dass wir noch bessere Ergebnisse und Lösungen für unsere kunden erzielen. Wir bieten zudem die größte und umfassendste klinische schulungs-plattform der Branche. Unsere Unternehmensgröße wollen wir dafür nutzen, unsere kunden noch besser zu informieren und zu trainieren. dennoch hat unser Unternehmen auch nach der fusion einen markt-anteil von weniger als 20 Prozent. das bietet noch viel Entwicklungs-potenzial. Und da unser Wachstum auf innovation aufbaut, profitiert davon wiederum die dentalbranche als ganzes. Wir wissen auch, dass Wettbewerb das Beste in uns hervorbringt und fordern deshalb eben-so andere dazu auf, die zahnheilkunde tagtäglich zu verbessern.

    Man sagt, dass große Unternehmen ‚träger‘ werden. Wie stellen Sie sicher, dass Dentsply Sirona weiterhin schnell und flexibel auf die Anforderungen des Marktes reagiert?

    GRÜNDUNGSJAHR

    1899IN NEW YORK CITY

    DENTSPLY SIRONA

    VERTRIEB IN

    120LÄNDERN

    LTM 31.12.15

    2,7MRD USD

    MITARBEITER 2015

    11.600

    GRÜNDUNGSJAHR

    1877IN ERLANGEN

    VERTRIEB IN

    120LÄNDERN

    LTM 31.12.15

    1,2MRD USD

    MITARBEITER 2015

    3.500

    DIE fuSION IN zAhLEN: DENTSPLY uND SIRONA SIND ‚ThE DENTAL SOLuTIONS cOmPANY‘

    p kunde weltweit vorangetrieben wird. Unsere kunden haben nun zugriff auf die umfassendste Produktpalette von einem einzigen Hersteller, die wiederum durch die größte vertriebs- und service-in-frastruktur in der dentalindustrie unterstützt wird. dentsply sirona bietet die etabliertesten und leistungsstärksten marken, die für ihre Qualität und innovation stehen, sowie das klare Bekenntnis, in die Entwicklung neuer technologien zu investieren, um diese führenden Produkte noch weiter zu verbessern. Unser breiteres spektrum an integrierten Lösungen ermöglicht zahnärzten völlig neue Behand-lungskonzepte und kürzere Behandlungszeiten, wodurch der Pra-xisablauf effizienter wird. darüber hinaus gewährleisten die Lö-sungen von dentsply sirona eine hochwertige ästhetik und verbessern damit die akzeptanz beim Patienten und das Behand-lungserlebnis. Ergänzend zu unseren Produkten und integrierten Lösungen bieten wir unseren kunden die umfassendste klinische schulungsplattform der gesamten Branche. diese unterstützt zahn-ärzte bei der Einführung neuer technologien und der Weiterentwick-lung der Patientenversorgung.

    DEntSply und Sirona sind als Qualitätshersteller bekannt. Wird das auch bei einem Unternehmen dieser Größe nach wie vor der Fall sein?

    — Beide Unternehmen haben sich bei ihren kunden einen namen als Qualitätsanbieter gemacht. die konsequente Einhaltung unseres Qualitätsversprechens schafft vertrauen bei unseren kunden. Bei allen innovationen fühlen wir uns höchsten Qualitätsstandards ver-pflichtet. dentsply sirona erfüllt und übertrifft die weltweiten an-

    VISION — aUsgaBE 01/16 sEitE 06

  • — größer zu sein bedeutet nicht unbedingt langsamer zu werden. Wir rechnen damit, dass unsere vergrößerte infrastruktur dazu beiträgt, unsere innovationskraft zu optimieren. die fusion hat die beiden größten innovatoren der dentalindustrie zusammen gebracht. Jedes Unternehmen für sich verfügt über mehr als 100 Jahre branchenwei-te Erfahrung sowie führende f&E Plattformen. gemeinsam beschäf-tigen wir mehr als 600 Wissenschaftler und ingenieure. Unsere Ent-wickler und ingenieure sind durch unsere zukünftigen möglichkeiten besonders motiviert und stehen in direktem kontakt mit anwendern und Wissenschaftlern. Wir sind entschlossen, unsere innovations-zyklen zu verkürzen und die zahnheilkunde weiter voranzutreiben. Wir freuen uns stets über das feedback unserer kunden, das direkt in die Produktentwicklung einfließt, und wir wissen, dass unsere kun-den hohe Erwartungen an uns haben. für uns gelten die höchsten standards, und ich glaube fest daran, dass wir die Entwicklung in der Branche auch in den nächsten 100 Jahren anführen werden.

    Zwei große Unternehmen zusammenzuführen kann schwierig sein. Können Sie uns sagen, wo Sie in diesem prozess stehen?

    — zwei Unternehmenskulturen zu integrieren ist herausfordernd, aber ich bin mir sicher, dass uns das zusammenwachsen zu einem stärkeren Unternehmen machen wird. Was die integration betrifft, sind wir auf einem sehr guten Weg. Wir haben bis jetzt schon viel erreicht, auf das wir stolz sein können: Wir haben umfirmiert, unser neues führungskräfteteam vorgestellt und ein geschäftsmodell erarbeitet, das unser Wachstum weiter fördern wird. darüber hinaus haben wir zwei sparten aufgestellt: einerseits den Bereich techno-logien und andererseits den Bereich verbrauchsmaterialien in der zahnmedizin und im segment Healthcare. Wir sind dabei, ‘the dental solutions company’ zu werden. in unseren ersten 120 tagen haben wir bereits gemeinsam eine neue, innovative software zur marktein-führung gebracht, die Wurzelkanalbehandlungen sicherer und schneller macht. dies war das Ergebnis einer zusammenarbeit zwi-schen führenden Entwicklern, Produktmanagement und vertrieb aus unseren geschäftsbereichen für Endodontologie und Bildge-bende systeme. Unsere neue 3d Endo software ist die erste dvt-ba-sierte software, mit der endodontische Behandlungen mit den Bild-daten der ortHoPHos-geräte im voraus geplant und optimiert werden können. anhand der 3d-daten kann der zahnarzt die anfor-derungen an die Behandlung fallspezifisch erkennen, die natürliche form des Wurzelkanals analysieren und die entsprechenden feilen über die integrierte feilen-datenbank auswählen. dadurch wird die endodontische Behandlung vorhersehbarer, effizienter und die kom-munikation mit dem Patienten wesentlich verbessert.

    die tatsache, dass dEntsPLy und sirona schon seit Jahren zusam-menarbeiten und 2014 die führenden reziproken feilensysteme WavEonE® von maillefer und rEciProc® von vdW in die Behandlungs-einheit tEnEo integriert haben, erleichterte das zusammenwachsen. kürzlich haben wir diese systeme auch in unsere Behandlungseinheit siniUs integriert, wodurch der Workflow für endodontische Behand-lungen wesentlich verbessert wurde.

    darüber hinaus gab es noch viele weitere vielversprechende Projekte in der zusammenarbeit: Unser cErEc-team und der vertrieb für celtra dUo von vormals dEntsPLy arbeiten eng zusammen, um cErEc zirconia weltweit zu vermarkten. für die markteinführung im märz in den Usa entwickelte unser gemeinsames team ein starter-kit mit allen komponenten, die für einen optimalen Workflow notwendig sind: dazu gehören celtra dUo-Blöcke, das neue cErEc speedglaze-spray

    sowie der calibra Universal-zement – das perfekte setup für den Beginn der arbeit mit cErEc zirconia.

    all das zeigt, wie sehr die fusion unseren kunden nützt. Wir lösen damit unser versprechen ein, unsere erweiterten f&E-fähigkeiten so einzusetzen, dass der markt davon profitiert.

    Welche Auswirkungen wird diese Fusion auf die Zahnheilkunde haben? Wie stellen Sie sich die Zahnheilkunde im Jahr 2030 vor?

    — die vergangenen 30 Jahre haben für die zahnheilkunde enorme veränderungen gebracht. denken sie nur an die implantologie, La-serzahnheilkunde, cad/cam und die digitalen röntgenverfahren. nicht nur die tiefe der innovationen war beeindruckend, sondern auch deren geschwindigkeit. Und es gibt viele weitere aufregende neue ideen und Produkte, die noch entwickelt werden. am anfang unseres gespräches sprachen wir über integrierte Lösungen. ich glaube, dass diese auch weiterhin eine wichtige rolle spielen werden. die integra-tion digitaler technologien schafft effizientere Workflows und zahn-ärzte werden ihren Patienten mittels der verbrauchsmaterialien komplettlösungen anbieten können, die von der diagnose bis zur Behandlung reichen. dieser trend wird keineswegs auf Europa oder nordamerika beschränkt sein, sondern sich weltweit etablieren. dentsply sirona wird dabei vorangehen. das Unternehmen wird die industrie nicht nur in den nächsten Jahren verändern, wir werden die zahnheilkunde auch noch in hundert Jahren verbessern.

    Gibt es noch etwas, das Ihre Kunden über Dentsply Sirona wissen sollten?

    — zunächst sollen unsere kunden wissen, wie sehr sie im mittelpunkt unserer arbeit stehen und wie sehr wir sie schätzen. Wir bauen ein Unternehmen auf, das zahnärzte und zahntechniker sowie deren Patienten besser versorgen kann. Wir wollen ihr Partner sein, indem wir über ausbildung und schulung, service und support und natürlich durch innovation bessere, sicherere und schnellere Lösungen für sie schaffen. Wir arbeiten mit unseren kunden auf jede erdenkliche Weise zusammen, um unsere vision zur realität werden zu lassen: innova-tive Lösungen bereitstellen, die zur verbesserung der zahngesund-heit weltweit beitragen. P

    Jeffrey T. Slovin ist cEo von dentsply sirona. davor war er drei Jahre lang President und cEo von sirona dental systems. slovin hat seit 2004 führende management-Positionen in der dentalindustrie inne. Er ist mitglied im Board of fellows der Harvard school of dental medicine.

    zuR PERSON

    fokUssiErt— ThE DENTAL SOLuTIONS cOmPANY sEitE 07

  • sie sind fürs auge meist unsichtbar: krankheitserreger wie viren und andere Ursachen, die uns krank machen. Wie sehr wir davon im alltag betroffen sind, zeigen die folgenden fakten. Ein stärkeres Bewusstsein für Hygiene und die konsequente anwendung aller erforderliche schrit-te – von der körper- über die arbeitshygiene bis zur it-Hygiene – helfen dabei, gesund zu leben.

    SAubER IST gESuND

    10.000.0001.000.000

    TODESfäLLE köNNTEN JEDES JAhR DuRch REgELmäSSIgES häNDEWASchEN VERhINDERT

    WERDEN.2

    20 SEk. SOLLTE EIN häNDEWASchgANg ANDAuERN. DAS REIchT, um zWEImAL ‚hAPPY bIRThDAY‘

    zu SINgEN.

    bAkTERIEN TummELN SIch Im SchNITT Auf NuR EINEm QuADRATzENTImETER EINES gEbRAuchTEN SPüLSchWAmmS.1

    WELTWEITES mARkTVOLumEN füR hAuShALTSREINIgER IN DEN JAhREN 2013 bIS 2022 (IN mRD. uS-DOLLAR)3

    fußn

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    1-7:

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    3.

    VISION — aUsgaBE 01/16 sEitE 08

    34,5–

    2013

    36,6–

    2016

    38,6–

    2019

    40,4–

    2022

  • DIE ERSTEN bAkTERIEN WuRDEN

    1676 VON ANTONI VAN LEEuWENhOEk

    mIThILfE EINES SELbST gEbAuTEN mIkROSkOPS ENTDEckT.

    EIN DARmbAkTERIum TEILT SIch ALLE

    30 mIN. AN NuR EINEm TAg köNNEN SO übER 281 bILLIONEN zELLEN ENTSTEhEN.4

    2 mIO. Pc WuRDEN WELTWEIT VOm bISLANg

    gEfähRLIchSTEN cOmPuTERVIRuS ‚mYDOOm‘ bEfALLEN.5

    1890 STELLTE DIE ScOTT PAPER cOmPANY

    DAS ERSTE TOILETTENPAPIER Auf ROLLEN hER.

    cA. 13% DER VERLETzuNgEN Am ARbEITSPLATz SIND Auf mANgELNDE SchLAfhYgIENE (SchLAf-STöRuNgEN, SchLAfAPNOE) zuRückzufühREN.7

    gROSSbRITANNIEN uND AuSTRALIEN hAbEN DIE bESTE hAuShALTS hYgIENE, WähREND chINA,

    DER mITTLERE OSTEN uND mALAYSIA Am ANDEREN ENDE DER VERgLEIchSLISTE RANgIEREN.6

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    3.fokUssiErt — Auf EINEN bLIck sEitE 09

  • VISION — aUsgaBE 01/16 sEitE 10

    SAubERE PROzESSE – rEinEs gEWissEn

  • Wer im supermarkt zum mineralwasser greift, für den ist es selbstverständlich, dass sowohl flasche als auch inhalt eine tadellose Hygiene vorweisen. Werden die gesetzlichen Höchstwerte für keime überschritten, haben wir ihn: den Lebensmittelskandal. auch in anderen Bereichen unseres alltags bewegen uns Hygienethemen: vor allem in der medizin – aber auch im Büro, zu Hause oder in unerwarteten Bereichen wie der it ...

    Woran denken Sie zuerst, wenn sie das Wort Hygiene hören? an sterile instrumente? frisches Wasser? saubere Wcs? alles richtig. Und doch blickt man nur durch ein schlüsselloch auf die riesige Begriffswelt der Hygiene. denn längst hat der Wunsch nach ‚sau-beren‘ Prozessen in allen Lebensbereichen zu einem beinahe in-flationären gebrauch des Hygienebegriffs geführt. Heute gibt es neben Praxis- oder krankenhaushygiene auch Unternehmens-hygiene, Psychohygiene, schulhygiene, Umwelt-, schlaf- und Lebensmittelhygiene und sogar cyberhygiene. Und mit dieser aufzählung sind wir noch lange nicht am Ende der Hygienewelten. das Positive: Wird ein hygienischer zustand als erstrebenswert definiert, ist dies die beste voraussetzung, um Prozesse zu prüfen und zu optimieren. für unser allgemeines Wohlergehen – und für ein reines gewissen.

    hYgIENE bEDEuTET VERANTWORTuNg füR JEDEN EINzELNEN

    ob durch medienberichte, spezielle sicherheitsbestimmungen, Um-weltskandale oder allgemeine Pflegehinweise: die Hygiene rückt immer mehr in unseren fokus. Jeder Einzelne ist mitverantwortlich, wie es uns, unserem Umfeld und auch unserer Umwelt geht, ob wir biologische krankheitserreger, schlechte stimmung oder virtuelle viren weiterverbreiten.

    diese verantwortung erstreckt sich auch darauf, achtsam mit natür-lichen ressourcen umzugehen, um beispielsweise für jeden sauberes trinkwasser zugänglich zu machen. nach schätzungen von UnicEf und WHo haben 663 millionen menschen kein sauberes trinkwasser, obwohl dies seit 2010 als menschenrecht anerkannt ist. Umwelthy-gine betrifft die menschen weltweit, wie die Wasserkrise in flint, einer stadt im Us-Bundesstaat michigan, zeigt. Wegen der schlechten Haushaltslage koppelte sich die stadt vom trinkwassernetz der au-tometropole detroit ab und versorgte die Bürger mit flusswasser. schon bald klagten die Einwohner über Übelkeit, Hautausschlag und Haarausfall. der grund: das flusswasser löste schwermetalle aus den Wasserleitungen und vergiftete damit die menschen. Wasser spielt also eine ganz besondere rolle für die gesundheit. mEDIzIN WAR EINST EIN ‚SchmuTzIgES gESchäfT‘

    das gilt nicht nur für das Wasser, das wir menschen trinken, sondern auch für jenes, das wir für unsere Hygiene einsetzen. Wir waschen unsere Hände mit Wasser und schützen uns damit vor übertrag-baren krankheiten. diese Erkenntnis hat sich in der medizin erst mitte des 19. Jahrhunderts durchgesetzt. Bis dahin war klinikarbeit ein ziemlich ‚schmutziges geschäft‘: operationsschürzen wurden nur selten gesäubert und medizinische instrumente sowie p

    Q

    Sauberes Trinkwasser aus dem heimischen Wasserhahn

    ist auch in entwickelten Ländern oft ein Wunschtraum.

    fokUssiErt — EINE fRAgE DER hYgIENE sEitE 11

  • Q Auf einer Computer-Tastatur finden sich im Schnitt bis zu 400 Mal mehr

    Bakterien als auf einem Toilettensitz. Wie stark sie sich dort in einem dün-

    nen Biofilm einnisten, macht ultraviolettes Licht sichtbar.

    p schwämme zur Wundreinigung oft für mehrere Patienten ver-wendet. aus heutiger sicht herrschten damals katastrophale Hy-gienezustände.

    das änderte sich in den 1840er-Jahren, als ein aus Ungarn stammen-der assistenzarzt am Wiener klinikum feststellte, dass desinfektion eine Übertragung von krankheiten verhindern kann. ignaz Philipp semmelweis (1818 – 1865) wies die medizinstudenten daraufhin an, sich ihre Hände vor Betreten der Wöchnerinnenstation mit einer chlorkalklösung zu desinfizieren – mit großem Erfolg: starben im april 1847 noch 18,2 Prozent der frauen an kindbettfieber, so sank

    die zahl der todesfälle innerhalb von zwei monaten auf 2,3 Prozent! semmelweis hatte damit den Beweis für die Wirksamkeit der Hän-dedesinfektion erbracht. sein britischer kollege sir Joseph Lister (1827 – 1912) führte 1865 erstmals eine operation mit Phenol-an-tisepsis durch. die nachhaltige Wirkung: die sterblichkeitsrate aufgrund postoperativer infektionen sank durch den Einsatz von antisepsis und Hygienemaßnahmen wie Händewaschen, gummi-handschuhe und instrumentendesinfektion rapide. Lister gilt damit als vorreiter der systematischen krankenhaushygiene. zudem ist er namensgeber für das oP-desinfektionsmittel Listerine (heute mund-spüllösung) und den Bakterienstamm der Listerien.

    gESuNDER umgANg mIT SIch uND ANDEREN

    doch nicht nur unser körper leidet unter mangelnder Hygiene und wird dadurch im schlimmsten fall ernsthaft krank. auch für unse-re seelische gesundheit ist ein reflektiertes verhalten unabdingbar. auch wenn Begriffe wie Psychohygiene oder sozialhygiene nicht zu unserem alltagssprachgebrauch gehören – von den maßnah-men, die sich dahinter verbergen, profitieren wir alle. schließlich geht es unter anderem darum, sich vor zu großen Belastungen zu schützen, stress wirksam abzubauen beziehungsweise das mit-einander angenehm zu gestalten. dazu zählt, sich anderen gegen-über tolerant zu zeigen oder eine wertschätzende, verständliche kommunikation anzustreben. die ist nicht nur im Privatleben wich-tig, sondern auch im Beruf. zum Beispiel im sinne einer guten Un-ternehmenshygiene.

    kurz zusammengefasst beschäftigt sich die Unternehmenshygie-ne mit maßnahmen, die einer firma helfen, gesund zu bleiben. darunter versteht man vor allem eine transparente Unternehmens-führung, stimmige Prozesse und ein angenehmes Betriebsklima. Eine verantwortungsvolle Unternehmenshygiene – man spricht hier auch von ‚corporate governance‘ – fördert kooperationen auf allen Handlungsebenen, kümmert sich um themen wie Ethik, glaub-würdigkeit und image sowie um ein korrektes verhalten gegenüber der Umwelt, Lieferanten, kunden oder aktionären. auch die ‚com-pliance‘ fällt in den Bereich der Unternehmenshygiene – ein Begriff, der sich derzeit ebenfalls wie ein virus in der ganzen Welt verbrei-tet. meist geht es dabei um regelverstöße wie Bestechung, kor-ruption oder systemmanipulation.

    sauberes trinkwasser, sanitäre Einrichtungen und gute körper- hygiene fördern nicht nur die gesundheit, sondern lassen kin-der auch normal wachsen, das haben britische forscher 2013 in einer studie ermittelt. so könnte das auftreten von verrin-gertem Wachstum mit besserer Hygiene prinzipiell um bis zu 15 Prozent gesenkt werden.

    Quelle: London School of Hygiene & Tropical Medicine

    gRöSSER mIT WASSER uND SEIfE!

    VISION — aUsgaBE 01/16 sEitE 12

  • Q Der Hygiene ein Denkmal gesetzt: Lister-Monument

    im Kelvingrove Park in Glasgow, Schottland.

    nicht zu verwechseln ist die Unternehmens- mit der arbeitshygie-ne. Hier ist die rede von der gefährdung der Beschäftigten durch staub, dämpfe, strahlen, Lärm oder infektiöse substanzen. medi-ziner und Laboranten, aber auch dienstleister und Handwerker können davon ein Lied singen.

    VIRTuELLE hYgIENE SchüTzT VOR REALEN gEfAhREN

    infektionen gibt es nicht nur bei Lebewesen. auch in der virtuellen Welt gibt es eine hohe ansteckungsgefahr. Bedauerlicherweise

    hilft gegen computerviren kein desinfektionsmittel der Welt. die ähnlichkeiten zwischen schädigenden computerprogrammen und biologischen krankheitserregern sind nicht von der Hand bezie-hungsweise der tastatur zu wischen: in beiden fällen sprechen wir von viren und Würmern, die netzwerke oder organismen be-fallen, lahmlegen und verheerende schäden verursachen können. gegen diese attacken können wir uns nur mit digitaler Prävention schützen. so sorgen vor allem antivirenprogramme, firewalls und sicherheitspatches, aber auch ein umsichtiger Umgang mit E-mails und dateianhängen für sicherheit im datenumfeld. dabei gilt: Je mehr menschen im netzwerk oder ‚in der Wolke‘ (cloud) rechnen und je größer die verarbeiteten datenmengen sind, desto ausge-feilter und ganzheitlicher müssen die maßnahmen zur cyber-Hy-giene sein.

    hYgIENE füR JEDEN zWEck, DREck uND fLEck

    kehren wir von der virtuellen Hygienewelt noch einmal zurück in den alltag. auch dort ist Hygiene ein viel diskutiertes thema. die meisten von uns wissen Bescheid über alle möglichen krankheitserreger und über dinge, die uns gut oder unserer Umwelt nicht gut tun. daher wollen auch viele selbst für ihr körperliches, geistiges, seelisches und soziales Wohlbefinden sorgen. nie war der markt für ratgeber, gesundheits-apps, frei verkäufliche arzneimittel und superfood sowie yoga- und fitnessstudios vielseitiger und größer. für jedes Wehwehchen gibt es ein gegenmittel, für jeden schmutz einen spe-zialreiniger und für jedes Problem eine saubere Lösung. p

    P Früh übt sich, wer

    ein Meister werden

    will. Am besten

    lernt man im Kindes-

    alter, dass Hygiene

    dazugehört, wenn

    man verantwortlich

    mit seinem Körper

    und seiner Um-

    welt umgehen will.

    fokUssiErt — EINE fRAgE DER hYgIENE sEitE 13

  • p Beeinflusst durch Werbung und teilweise überzogene Berichterstattungen gibt es einen Bereich, in dem Hygienebemühungen auch schon mal übers ziel hinausschießen: unseren Haushalt. aus angst vor infektionen greifen wir zu verschiedensten mittelchen, um keimen auch im letzten Winkel unserer Wohnung den garaus zu machen. da wird das geschirr mit an-tibakteriellen substanzen gespült, werden chlorhaltige reiniger in den abfluss geschüttet und arbeitsplatten mit desinfizierenden allzwecktüchern abgewischt. Und natürlich bietet uns die Putz-mittelindustrie für jeden zweck, dreck und fleck den perfekten rei-niger. auch wenn bis heute nicht endgültig bewiesen ist, dass es einen zusammenhang zwischen übertriebener Haushaltshygiene und der Entstehung von allergien gibt: die notwendigkeit einer

    nahezu klinischen Umgebung für gesunde men-schen darf auf jeden fall bezweifelt werden.

    Bleibt festzuhalten: die anforderungen an Hy-giene sind so unterschiedlich wie die Bereiche, die sie betreffen. gemeinsam ist allen nur unse-re verpflichtung, sie zu erfüllen. schon 400 Jah-re vor christus stellte der griechische Philosoph

    demokrit fest: „Es flehen die menschen die götter an um gesundheit und wissen nicht, dass sie die macht darüber selbst besitzen.“ Es liegt also an uns, ob wir uns und unser Umfeld direkt oder virtuell anstecken und wie wir der uns übertragenen verantwortung gerecht werden. oder um es mit Jean-Jacques rousseaus Worten zu sagen: „die Hygiene ist weniger eine Wissenschaft als eine tugend.“ in die-sem sinne: Bleiben sie gesund! P

    „aUcH dEr gEist Hat sEinE HygiEnE,

    Er BEdarf, WiE dEr körPEr,

    EinEr gymnastik.“

    Honoré de Balzac

    08. 01. p Tag des Schaumbads 03. 02. p Tag der männlichen körperpflege 22. 03. p Weltwassertag 07. 04. p Weltgesundheitstag 28. 04. p Welttag für Sicherheit und gesundheit am Arbeitsplatz 05. 05. p Welttag der handhygiene 26. 08. p Tag des Toilettenpapiers 25. 09. p Tag der zahngesundheit 10. 10. p Internationaler Tag der seelischen gesundheit 15. 10. p Internationaler hände-Waschtag 15. 11. p Putz-Deinen-kühlschrank-Tag 16. 11. p Internationaler Tag der Toleranz 19. 11. p Welttoilettentag

    WIR fEIERN DIE hYgIENE!

    in kühlschränken normaler Haushalte können sich laut einer studie der Universität von arizona etwa 11,4 millionen keime pro Quadratzentimeter tummeln. auch ungeöffnete Lebens-mittelpackungen verbreiten keime. deshalb sollten kühl-schränke alle vier bis sechs Wochen gereinigt und zweimal im Jahr abgetaut werden.

    uNSAubERER bEfuND

    VISION — aUsgaBE 01/16 sEitE 14

  • „beim Niesen hält man die hand vor den mund!“ auf den ersten Blick scheint die von Eltern häufig ausgesprochene Ermahnung eine gute idee zu sein, denn Bakterien werden beim niesen meter-weit weggeschleudert und somit verbreitet. doch das mühsam erlernte verhalten hilft nicht: die Hand wird damit zum Überträger bei der Begrüßung, beim Betätigen des Lichtschalters oder beim festhalten in der straßenbahn. seitdem wir das wissen und uns die angst vor Pandemien wie der vogelgrippe umtreibt, haben wir gelernt, am besten in die Ellenbeuge zu niesen. Unser Wissen über infektionen und die gesellschaftliche aufklärung bestimmen also maßgeblich unser Hygieneverhalten.

    Und das war über die zeiten und in den kulturen sehr unterschied-lich. zwischen der antiken Badekultur, in der der tägliche thermen-besuch zum gesellschaftlichen Leben gehörte, und unserer heu-tigen freude am spa liegen aus hygienischer sicht düstere zeiten. Während die arabische und islamische Welt die antike tradition im Hamam bewahrte, setzte die Pest dem treiben in europäischen Badehäusern ein jähes Ende. in den folgenden Jahrhunderten war es absolut verpönt, sich zu waschen. die studie ‚körperbewusst-sein und Hygiene im Wandel‘ des zukunftsinstituts kelkheim be-richtet von vermeintlich wissenschaftlichen Untersuchungen und ärztlichen Befunden, die Wasser zum träger und auslöser von krankheiten und Epidemien erklärten. die menschen versuchten,

    den körper vor dem kontakt mit Wasser zu schützen. in der neuzeit verwendeten adelige weiße, mit alkoholhaltigem Parfüm getränkte tücher zur reinigung der sichtbaren körperteile. die bedeckten körperteile sollten durch das häufige Wechseln der kleidung rein gehalten werden.

    Erst mitte des 18. Jahrhunderts wurde das vermeintlich schädliche Wasser langsam rehabilitiert. auch die sogenannte miasmenlehre, die ausdünstungen für krankheiten verantwortlich machte, wurde erst von der Bakteriologie widerlegt, die im 19. Jahrhundert die Existenz von mikroorganismen aufdeckte und ihre rolle als krank-heitserreger erkannte. Wissenschaftliche studien und die Erfah-rungen in den feldlazaretten des amerikanischen Bürgerkriegs zeigten zu diesem zeitpunkt die reinigende Wirkung des Wassers auf, und das wiederum veränderte tiefgreifend das Hygienever-halten der gesellschaft.

    reinlichkeit, regelmäßige körperhygiene sowie die verwendung von taschentüchern oder toilettenpapier gelten heute als er-wünschtes gesellschaftliches verhalten. Über das richtige maß lässt sich trefflich streiten: Wissenschaftler vermuten, dass die übertriebene verwendung von desinfektions- und reinigungs-mitteln die Entstehung von Hautreizungen, allergien und Umwelt-belastungen begünstigen. P

    andErE zEITEN, andErE SITTENWir menschen legen heute Wert auf Hygiene. doch das verständnis davon, was das genau ist, hat sich im Laufe der zeit ganz erheblich verändert: Wasser war verpönt, die Benutzung von Hygieneartikeln lange unbekannt. dank wissenschaftlicher forschung wissen wir heu-te, was dem menschlichen körper gut tut – und was nicht.

    Q Hygienekultur im Wandel der Zeiten: Die römischen Bäder im westenglischen Bath erlebten

    über die Jahrhunderte eine stark schwankende Beliebtheit.

    fokUssiErt — hYgIENEVERhALTEN sEitE 15

  • Auf DIE INNEREN WERTE kommt Es aUcH an

    1983

    p m

    1

    Die Wassereinheit ist fest am Patienten-stuhl installiert. Ein eingebauter Amalgam-abscheider sorgt dafür, dass das Abwasser nicht mit quecksilberhaltigen Amalgamver-bindungen verunreinigt wird und schützt so die umwelt. Die integrierte Desinfekti-onsanlage reduziert die keimzahl und ihre Vermehrung im betriebswasser. Die Saug-schläuche sind nun direkt an der Wasser-einheit adaptiert.

    VISION — aUsgaBE 01/16 sEitE 16

  • aB 1

    994 p

    c-S

    ERIE

    Sauberes Wasser ist ebenso essenziell für die äußere wie für die innere Anwendung. Darin ähnelt eine behandlungseinheit dem menschen. Der hygiene kommt hier daher eine besondere bedeutung zu. Dentsply Sirona Treatment centers hat die behandlungsein-heiten in den vergangenen Jahrzehnten dementsprechend umfangreich weiter-entwickelt – nicht nur in funktionaler

    und ergonomischer hinsicht sowie im Design, sondern auch bei der hygieneausstattung. Eine moderne behandlungsein-

    heit entlastet das Praxisteam durch intelligente, au-tomatisierte Spül- und Sanierprogramme für die

    Wasserwege und Saugschläuche. Das spart viel zeit und Arbeit. In puncto hygiene ist

    Dentsply Sirona weltweit einer der Vor-reiter und setzt maßstäbe.

    Die Desinfektionsanlage für sämtliche Wasserwege wird aus der Stuhlbasis in die Wassereinheit verlagert und ist in der Regel mit einem freien Auslauf versehen. Damit ist das wasserführende Sys-tem von der öffentlichen Wasserversorgung getrennt.

    zu allen c-Einheiten gehören eine Sanierhaube sowie automatische Programme (Purge & Autopurge), mit denen die Wasserwege gespült und eine keimreduktion erreicht werden. Der in den Wasserwegen der Instrumente eingebaute Rücksaugstopp verhindert eine konta-mination der Instrumentenschläuche durch zurückfließende Sekrete aus dem mund des Patienten und trägt somit aktiv zur Vermeidung

    von kreuzkontaminationen bei. Ein weiterer Rücksaugstopp im Versorgungsblock des Arztelementes verhindert den

    Rückfluss beim betrieb von fremdinstrumenten.

    mit Einführung der c-Linie 1994 ist die Wasser-einheit nicht mehr am Stuhl, sondern fest im boden verankert und sorgt dadurch für zu-sätzliche Stabilität der Tragarme. Die frisch-wasserflasche der c8 ermöglicht seit 1998

    behandlungen unabhängig von der vorhande-nen Trinkwasserqualität. Ein in die Wasserein-

    heit eingebauter Sauglufterzeuger nach dem Venturi-Prinzip macht c8 unabhängig von zentralen

    Absauganlagen.

    fokUssiErt — hYgIENE-fEATuRES sEitE 17

  • 2008

    p T

    ENEO

    2011

    p S

    INIu

    S

    bei der neuen generation der behandlungs-einheiten (TENEO, SINIuS, INTEgO) machen die integrierten Sanieradapter das aufwen-dige handling mit Sanierhaube überflüssig. zum regelmäßigen Durchspülen der Was-serwege und für die monatliche Sanierung können die Instrumenten- und Saugschläu-che einfach aufgesteckt werden. besonde-re Saugschlauch-Reinigungsmittel können auf Wunsch den Vorgang unterstützen. Au-tomatische Sanier- und Spülprogramme er-möglichen leichtes und effizientes Arbeiten für das Praxisteam. Auch die Saugschläu-che lassen sich an die Sanieradapter an-schließen und auf knopfdruck mit Wasser spülen, sogar während einer behandlung. Auf Wunsch wird dieses Wasser mit einem Saugschlauchreinigungsmittel direkt in der

    VISION — aUsgaBE 01/16 sEitE 18

  • 2014

    p IN

    TEgO

    Wassereinheit beimpft. So spart sich das Praxisteam das tägliche mischen und ma-nuelle Absaugen eines Reinigungsmittels.

    mit dem Start des Spülprogramms werden alle Wasserwege automatisch und gleich-zeitig durchgespült. Die Assistenz hat wäh-renddessen nicht nur mehr zeit, sich um andere Vorbereitungen im behandlungs-raum zu kümmern. Der Spülprozess läuft auch zuverlässig die komplette geforderte zeit und bietet somit die Sicherheit, hygie-nisch einwandfrei arbeiten zu können.

    fokUssiErt — hYgIENE-fEATuRES sEitE 19

  • an HygiEnE fühRT kEIN WEg VORbEI

    Es gibt regeln und vorgaben, die man beachten muss, wenn man ans ziel kommen will. so wer-den die abmessungen der kreuzfahrt- und frachtschiffe weltweit von der schleusen größe in Panamakanal vorgegeben. damit super-frachter mit bis zu 14.000 containern die abkürzung zwischen atlantik und Pazifik passieren können, mussten 2016 die schleusen der Wasser-straße vergrößert werden. die gesundheitsbehörden von Panama haben in diesem Jahr auch für moderne, einheitliche normen gesorgt, so dass Praxen und dentalkliniken die strengen Hygienevorschriften einhalten.

    VISION — aUsgaBE 01/16 sEitE 20

  • Pro mundi beneficio – für das Wohl der Welt: dieser Wahlspruch Panamas, verewigt auf sei-nem Landeswappen, könnte jetzt für verfechter einer tadellosen instrumentenhygiene eine neue Bedeutung bekommen. denn die regierung des mittel-amerikanischen Landes hat eine ausstattung aller kliniken mit dem dac UnivErsaL veranlasst. damit wollen die Behörden die Umsetzung ihrer aktuellen richtlinien bei der aufbereitung zahn-ärztlicher instrumente sicherstellen. tatsächlich avanciert Pana-ma mit dieser maßnahme aber auch zum weltweiten vorbild für die durchsetzung von Hygienestandards.

    das national Biosafety committee in oral Health in Panama hatte zuvor sein Handbuch für Hygienestandards in zahnarztpraxen mit strengeren richtlinien für die aufbereitung von instrumenten ver-sehen. Um das risiko für kreuzkontaminationen zu minimieren, hielten die Experten des komitees eine technische Unterstützung des aufbereitungsprozesses für unerlässlich – und definierten neue anforderungen an eine sichere instrumentenhygiene.

    gESuchT: AuTOkLAVEN füR 180 kLINIkEN

    Um die kliniken bei der Erfüllung dieser anforderungen zu unter-stützen, suchte das komitee nach einer besonders leistungsfähigen technologie. Eine autoklav-Lösung sollte es sein, die ein effizientes reinigen, desinfizieren, ölen und sterilisieren in einem Prozess gewährleistet. im dac UnivErsaL fanden die Hygienebeauftragten schließlich das gerät, das alle ihre anforderungen erfüllt. 180 kli-

    Q

    Wie in dieser Poliklinik in Panama Stadt nutzen inzwischen rund 180 Kliniken

    in dem mittelamerikanischen Land den DAC Universal zur maschinellen Aufbereitung.

    niken wurden bis heute mit dem kombinations-autoklaven ausgestattet. der Erfolg dieser maß-

    nahme und die hohe akzeptanz der technologie ‚made in germany‘ weckten inzwischen das interesse

    der mittelamerikanischen nachbarn, die nun nach ähn-lichen Wegen suchen, um ihre Hygienestandards zu erhöhen.

    STRENgE RIchTLINIEN Auch IN EuROPA

    auch in Europa unterliegt die instrumentenaufbereitung strengen normen und richtlinien. Bis in einzelne technische Parameter hi nein regeln sie die Hygienestandards, die aufbereitungsprozesse, ihre validierung und die dokumentation von reinigung, desinfektion und sterilisation. Eine automatisierte aufbereitung wird allerdings nicht für alle instrumente verlangt. so ist zum Beispiel in deutschland nur für medizinprodukte der risikoklasse ‚kritisch B‘ eine maschinelle aufbereitung nach validiertem verfahren vorgeschrieben. dazu ge-hören instrumente mit Hohlräumen, gelenken oder schwer zugäng-liche teilen, die in kontakt mit schleimhaut, Blut, inneren geweben oder Wunden kommen.

    mANuELLE AufbEREITuNg bIRgT RISIkEN

    vielleicht liegt es an dieser Einschränkung, dass es selbst in einem Land wie deutschland bei der maschinellen aufbereitung von jenen instrumenten, die dafür geeignet sind, durchaus noch verbesse-rungspotenzial gibt. Und das, obwohl die manuelle reinigung ihre tücken hat. p

    informiErt — INSTRumENTENAufbEREITuNg sEitE 21

  • hygiene ist überall in der zahnarztpraxis präsent. sie beginnt bei einer ordnungsgemäßen Händehygiene und einer gründlichen desinfektion aller patientennahen flächen. Ein schwerpunkt ist die ordnungsge-mäße aufbereitung der medizinprodukte, ein immerwährender Pro-zess. Er betrifft sämtliche instrumente, die nach der Behandlung in den aufbereitungsraum gebracht und dort einer umfangreichen auf-bereitung bestehend aus reinigung, desinfektion und gegebenenfalls verpackung und sterilisation zugeführt werden. Wie die panamaischen Behörden erkannt haben, eignet sich für die maschinelle aufbereitung besonders der dac UnivErsaL. der kombinationsautoklav reinigt, ölt und sterilisiert bis zu sechs Hand- und Winkelstücke sowie turbinen

    auf knopfdruck. auch bei Ultraschallspitzen und -handstücken, düsen der multifunktionsspritzen und massiven instrumenten sorgt er für höchste hygienische sicherheit. die Leistungsfähigkeit des dac UnivErsaL wird mit einem validierungsverfahren sichergestellt, das viele Behörden anerkennen. medizinprodukte, die steril zum Ein-satz kommen, werden verpackt und mit siroseal PrEmiUm versiegelt. Beim anschließenden sterilisieren im dac PrEmiUm wird die keim-freiheit der instrumente hergestellt. die verpackung schützt bei der Lagerung vor einer rekontamination. alle wichtigen Parameter und der Erfolg der aufbereitung können nach abschluss des zyklus dokumen-tiert und auf dem Praxisrechner archiviert werden.

    03rEinigUng, öLUng,

    dEsinfEktion BzW. stEriLisation

    08nUtzUng

    04sPannzangEn-

    PfLEgE

    07dokUmEntiErtE

    frEigaBE Und LagErUng

    05vErPackUng

    06stEriLisation

    03DAc uNIVERSAL

    06DAc PREmIum

    05SIROSEAL PREmIum

    01EntsorgUng

    von EinWEginstrUmEntEn Und sacHgErEcHtE

    vorBErEitUng

    02PrÜfUng aUf

    UnvErsEHrtHEit

    p denn zum einen sind manuelle Prozesse nur schwer validierbar, das heißt: der nachweis der reproduzierbarkeit und Wirksamkeit gestaltet sich schwierig. zum anderen werden die Parameter der auf-bereitungsprozesse nicht automatisch aufgezeichnet. die dokumen-tations- und validierungsvorschriften verlangen, dass jeder schritt eines aufbereitungsprozesses nachvollziehbar sein muss. kein Problem für ein modernes aufbereitungsgerät, das eine lückenlose

    dokumentation verschiedener aufbereitungsschritte gewährleistet. Wer als kritisch eingestufte instrumente manuell aufbereitet, wird hingegen schwierigkeiten haben, die geforderten nachweise zu er-bringen – und kann im falle einer Hygieneüberprüfung seitens der aufsichtsbehörden Probleme bekommen. fazit: Wer maschinell rei-nigt, desinfiziert und sterilisiert, ist rechtlich und hygienisch auf der sicheren seite – in Europa und in Panama. P

    hYgIENEkREISLAuf IN DER mASchINELLEN

    INSTRumENTEN- AufbEREITuNg

    VISION — aUsgaBE 01/16 sEitE 22

  • DER NEUE JAGUAR F-PACE

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    86003736_F-PACE_210x297_VISION_v1.indd 1 18.04.16 09:34

  • der letzte ausbruch des Ebola-virus hat West afrika in nie dagewesener Härte getrof-fen. die rasante ausbreitung setzte das thema gesundheitsvorschriften, Hygiene-richt-linien und infektionsschutz weltweit auf die ta gesordnung. doch nicht Ebola allein hat dazu geführt, dass diskussionen unter Hygiene- Experten, medizinischem Personal und Patienten wiederaufgenommen oder neu ange stoßen wurde. andere aktuelle Beispiele für weltweit auftretende Epidemien sind die aus breitung von H1n1, von middle East respirato-ry syndrome (mErs), wirkstoffresisten ten tuberkulose-Bakterien und infektionen mit dem staphylococcus aureus-virus. Wir müssen noch viel lernen, denn die Übertragung von krankheiten kennt weder Länder noch grenzen.

    VISION — aUsgaBE 01/16 sEitE 24

    DIE übERTRAUntErBrEc HEn

    guNgSkETTE

  • Im gesundheitswesen besteht für Beschäftigte und Patienten ein erhöhtes infektionsrisiko, und deshalb darf es in diesem Bereich keine kompromisse geben. Um die sicherheit in der zahnarztpraxis zu garantieren, sind strenge Prozesse, klar definierte schritte und routinen absolut notwendig, die vom Praxispersonal vor, während und nach Behandlung sowie am Ende des arbeitstags zu beachten sind. Jeder Protokollverstoß und jeder nicht korrekt ausgeführte schritt stellen eine gefährdung dar, weil eine Übertragungskette entstehen könnte, die zu einer infektion führt. auch wenn dies zum glück nur relativ selten vorkommt, sind fälle der Übertragung von mikroorganismen und krankheitserregern wie Hiv- und Hepatitis B-viren, staphylocuccus aureus oder Legionellen in zahnarztpraxen

    bekannt. Um Übertragungsketten zu unterbrechen werden Hygie-nepläne zum schutz vor infektionen aufgestellt. Und dabei müssen jeden tag aufs neue viele kleine schlachten im kampf gegen krank-heiten geschlagen werden.

    auf der ganzen Welt gibt es verschiedene regulierungsorganisati-onen und Behörden, die Empfehlungen, richtlinien, vorgehenswei-sen und Protokolle herausgeben, die der reduzierung des risikos einer kreuzkontamination und infektion dienen. auch die Prozesse zur genehmigung oder freigabe von geräten, Biozid-Produkten und medikamenten hängt unter anderem davon ab, in welchem Land man sich befindet. allerdings beinhalten die Leitlinien und p

    krankheitserreger können beispielsweise Bakterien oder viren sein. diese leben und vermehren sich in ihrem Lebensraum, also im körper von tier und mensch oder in Lebensmitteln. die infektion kann sich viele verschiedene übertragungswege zunutze machen und entweder über den direkten körperlichen kontakt oder aber auch über die Luft, das Wasser, eine nadelstichverletzung, verunreinigte gegenstände und vieles mehr erfolgen. die krankheitserreger nutzen verschiedene Eintrittsstellen, um einen weiteren körper zu infizieren. Eine solche Eintrittsstelle wären beispielsweise die augen, die schleimhäute in ohren und nase sowie Haut-, stich- oder schnittverletzungen. die Übertragungskette wird komplett, wenn an der letzten stelle ein empfänglicher Wirt steht, z. B. ein mensch, der gegen eine bestimmte krankheit nicht geimpft wurde oder dessen immunsystem geschwächt ist.

    VOm muNDSchuTz zum INfEkTIONSSchuTz

    als Europa unter der Pest litt, wurde eine frühe form des atemschutzes in form einer ‚schnabelmas-ke‘ verwendet. mit dem Wissen um mikroorganismen und ihre Beherrschung ging auch die Entwick-lung wirkungsvollerer schutzmaßnahmen einher. der moderne oP-mundschutz schützt den träger und seinen Patienten gleichermaßen gegen spuckpartikel, spritzer und schwebstoffe, die im Umkreis von 60 cm um den Patienten in hoher konzentration auftreten. schwebstoffe verbleiben längere zeit in der Luft und legen größere strecken zurück als beispielsweise Partikel in spuckspritzern, so dass ihnen das medizinische Personal im rahmen einer zahnärztlichen Behandlung intensiv aus-gesetzt sind. 95 Prozent aller bei zahnärztlichen Behandlungen entstehenden schwebstoffe weisen einen durchmesser von 5 μm oder weniger auf und beinhalten mehrere arten von mikroorganismen. deshalb ist der mundschutz in der zahnarztpraxis von absoluter notwendigkeit. im Laufe eines arbeitstags werden die masken vom zahnarzt und dem fachpersonal für eine beträchtlich lange zeit getragen. deshalb ist es gleichermaßen von Bedeutung, dass diese nicht nur schutz bieten, sondern auch bequem zu tragen sind.

    die Präventionsmaske com-fit Plushtm von dentsply sirona Preventive besteht innen aus einem innovativen material, das sich auf der Haut weich anfühlt. sie bietet angenehme ohrschlaufen und ein patentiertes, gebogenes nasenband für einen perfekten sitz. anwender finden diese maske be-quemer als vergleichbare Produkte anderer anbieter; zudem ist sie hypoallergen. Unabhängige tests haben gezeigt, dass sie die höchste atmungsaktivität im markt besitzt und alle Leistungsniveaus des astm f2100-standards übertrifft.

    übERTRAguNgSkETTE

    01kRANkhEITS-

    ERREgER

    02LEbENS-

    RAum

    03übERTRAguNgS-

    WEg

    04EINTRITTS-

    STELLE

    05EmPfäNgLIchER

    WIRT

    informiErt — INfEkTIONSSchuTz sEitE 25

    guNgSkETTE

  • hygiene ist kompliziert, und man braucht zeit dafür. Aber selbst wenn es mal schnell gehen muss, rät fiona collins, eine inter-national anerkannte hygiene-Expertin aus colorado (uSA), zu umsicht und Sorgfalt.

    Frau Collins, worauf kommt es Ihrer Meinung nach im Wesent-lichen an, wenn ein sicheres und gesundes Umfeld geschaffen werden soll?

    — die alte medizinische Weisheit ‚Primum, non nocere‘ – zu deutsch: ‚zuerst einmal nicht schaden‘ ist heute immer noch rele-vant und auch im kontext von infektionskontrolle und Hygiene in der zahnarztpraxis und anderen Einrich-tungen der gesundheitsfürsorge von ent-scheidender Bedeutung. außerdem ist es wichtig, eine sicherheitskultur zu leben, bei der sich jeder im Praxisteam für die Hygiene verantwortlich fühlt. das gesamte team erhält eine Einweisung und kann sich mit vorschlägen zur verbesserung der Hygie-nesicherheit einbringen. Es müssen ausrei-chend ressourcen zur gewährleistung und förderung der sicherheit vorhanden sein, beispielsweise ein mitarbeiter, der für die infektionsprophylaxe und die Umsetzung und Überwachung der Hygienerichtlinien verantwortlich ist. Ein weiteres Beispiel wäre die Bereitstellung finanzieller mittel für sicherheitsausrüstung. natürlich passieren fehler, und deshalb ist es wichtig, ein system einzuführen, mit dem sich herausfinden lässt, was passiert ist, und mit dem sich korrekturen vornehmen lassen, wenn einmal etwas schief geht oder man nur ‚haarscharf‘ um ein Problem he-rumgekommen ist.

    Wo sehen Sie die größten Hindernisse bei der Einhaltung des In-fektionsprophylaxe-Zyklus, und wie glauben Sie, können diese Hindernisse überwunden werden?

    — Es gibt eine vielzahl von gründen, warum die infektions pro-phylaxe nicht ausreichend beachtet wird. zeit- oder ressourcen-mangel sind hier ebenso von Belang wie fehlendes Wissen, eine fehlerhafte risikoeinschätzung oder fehlendes nachfassen. Eine weitere Ursache für eine nachlässige Umsetzung der regeln können beispielsweise auch trockene Haut und Hautirritationen sein, die durch wiederholtes Händewaschen verursacht werden und so das Personal davon abhalten, die Handhygiene konsequent zu betrei-

    ben. im zahnmedizinischen Bereich sollten sich ärzte und fachpersonal schätzungs-weise mindestens 20 bis 30 mal am tag die Hände waschen. tatsächlich haben studien nachgewiesen, dass die Handhygiene we-niger beachtet wird als die anderen aspekte der infektionsprophylaxe. in solchen situa-tionen kann es hilfreich sein, eigene ge-wohnheiten zu ändern und andere Produkte zu verwenden. der Einsatz von seifen und desinfektionsmitteln mit hautpflegender Wirkung hilft dabei, die Hautgesundheit zu

    verbessern und zu erhalten. Und ebenso ist es hilfreich, die Hände nach dem Waschen richtig abzutrocknen und regelmäßig einzu-cremen. Handreiniger auf alkoholbasis, die ohne Wasser und seife verwendet werden, haben eine bessere Wirksamkeit beim Erhalt des feuchtigkeitsgehalts der Haut. sie führen zu weniger Haut-irritationen und bieten eine alternative zum Händewaschen, so lange die Hände nicht sichtbar verschmutzt sind. Hautfreundliche Handreiniger werden von den mitarbeitern besser angenommen.

    p vorschriften in aller regel die gleichen oder ähnlichen grundan-nahmen und verfolgen alle das gleiche ziel: den schutz des Patienten und des medizinischen Personals.

    die wichtigsten vorschriften betreffen die Handhygiene, die persön-liche schutzausrüstung, die Behandlung von oberflächen in der Um-gebung, die instrumentenaufbereitung und -entkeimung sowie den Umgang mit bzw. zur Wartung von Wasserleitungen in Behandlungs-einheiten (Wasserhygiene). Handhygiene bildet einen wesentlichen grundpfeiler in jedem infektionsschutz- beziehungsweise Hygiene-programm. das medizinische Personal sollte die Hände routinemäßig vor und nach der Patientenbehandlung waschen sowie nach dem kontakt mit möglicherweise kontaminierten objekten oder oberflä-chen, nach einem Hautkontakt ohne Handschuhe, wenn Hände sicht-bar verschmutzt sind und vor dem verlassen des Behandlungszim-mers. Werden Handschuhe getragen, so erfolgt die Handhygiene vor und nach dem an- und ausziehen – also auch beim Wechseln. da die nichteinhaltung der Protokolle zur Handhygiene teilweise auf Haut-irritationen und trockenheit zurückzuführen ist, kann die Hautge-sundheit, der komfort und die funktion der Haut als natürliche Bar-riere durch Produkte mit hautpflegender Wirkung und Protokolle zur reduzierung der Hauttrockenheit verbessert werden. das richtige Protokoll und eine zur art der Behandlung passende Produktauswahl sind deshalb für alle schritte der infektionsprophylaxe entsprechend den geltenden vorschriften und Empfehlungen notwendig. P

    „WicHtig ist, in dEr Praxis

    EinE sicHErHEitskULtUr zU LEBEn.“

    fiona m. collins

    JEDER IST VERANTWORTLIch

    VERSchIEDENE ORgANISATIONEN füR VERSchIEDENE LäNDER

    Während weltweit für gesundheitsfragen die Weltgesundheitsor-ganisation WHo zuständig ist, gibt es auf nationaler Ebene ver-schiedene organisationen: in den Usa die occupational safety and Health administration (oHsa), die centers for disease control and Prevention (cdc) sowie für Produktzulassungen die fda und die EPa. in ähnlicher form bestehen in Europa unter anderem das robert-koch-institut (rki) und die EmEa. Weitere Beispiele umfas-sen Health canada sowie die tga in australien. in abhängigkeit von der zuständigen Behörde können die rechtliche situation und die für die Praxis geltenden vorschriften ebenso variieren wie auch die industrievorschriften für Produkte. aber wie wir alle wissen, ma-chen infektionen nicht an grenzen halt, und sie werden auch nicht durch weniger sorgfältige compliance oder weniger stringente vorschriften aufgehalten.

    VISION — aUsgaBE 01/16 sEitE 26

  • Wie wichtig ist der richtige Einsatz persönlicher Schutzausrüstung?

    — die Bedeutung des richtigen Einsatzes der persönlichen schutz-ausrüstung sollte nicht unterschätzt werden. denn ohne oP-klei-dung wären Haut und normale kleidung Blut und anderen infekti-ösen stoffen ausgesetzt. Eine Brille mit seitenschilden schützt vor der Übertragung von krankheitserregern und kleinen fremdkör-pern. auch sterile oP- und Untersuchungshandschuhe schützen das zahnmedizinische Personal und die Patienten vor dem kontakt mit mikroorganismen. arbeitshandschuhe schützen das Personal vor chemikalien und reduzieren das risiko einer stich- oder schnitt-verletzung. der mundschutz hilft, eine Übertragung über die na-senschleimhäute und die atemwege zu vermeiden. Bei verwendung eines Produkts mit astm-klassifizierung kann man darauf vertrau-en, dass der mundschutz ordentlich auf Wirksamkeit getestet wurde. Bei Untersuchungen, die kein so hohes schutzniveau erfor-dern – wie etwa eine Ultraschall-modellierung oder eine restaura-tive Behandlung – ist die Wahl eines mundschutzes der klasse astm 1, 2 oder 3 ratsam. natürlich sollte die persönliche schutz-ausrüstung gut passen und tragekomfort bieten.

    Wie können wir dafür sorgen, dass alle geltenden Regelungen eingehalten werden?

    — die vollständige Einhaltung aller vorschriften und Empfehlungen sollte immer das ziel sein, und zwar zu 100 Prozent, auch wenn wir wissen, wie schwer das ist. Ein mehrstufiger ansatz hilft bei der besseren Beachtung von Hygienevorschriften. Es konnte gezeigt werden, dass ausbildung und schulung wichtige Bestandteile bei diesem Bestreben sind, auch wenn sie allein nur für eine kurzfri-stige verbesserung sorgen können. Ebenfalls spielt eine rolle, dass

    wir die Einhaltung der Leitlinien vereinfachen und/oder attraktiver machen – zum Beispiel, indem wir angenehmere Produkte oder Produkte ohne Hautirritationen einsetzen und uns für Produkte entscheiden, die schneller und genauso wirksam sind, oder indem wir verfahren vereinfachen. checklisten, Beobachtungs- und indi-rekte audits helfen dabei, Erlerntes zu festigen, Bereiche zu iden-tifizieren, in denen noch gehandelt werden muss, und möglich-keiten zu schaffen, um feedback zu geben und zusätzliche schulungen anzubieten. außerdem werden zu guter Letzt eine gute Personalführung und eine sicherheitskultur benötigt, um die Einhaltung der bestehenden Leitlinien zu verbessern und die kreuzkontamination sowie die Übertragung von krankheiten zu reduzieren. P

    fiona m. collins, Bds, mBa, ma ist autorin zahl-reicher veröffentlichungen sowie referentin für infektionskontrolle, zahn- und mundleiden und deren Prophylaxe, sowie Biofilm und raucher-entwöhnung auf nationaler und internationaler Ebene. sie ist mitglied der ada, aadr, osaP, ada standardsgroup und ist die ada-vertreterin bei der aami. Während ihrer karriere hat collins in der klinischen Praxis, in der ausbildung und in der industrie gearbeitet. kontakt: [email protected]

    zuR PERSON

    EVERYONE IS AccOuNTAbLE

    INSTRumENTENREINIguNg mIT DENTSPLY SIRONA

    dentsply sirona bietet medizinischem fach-personal verschiedene möglichkeiten der rei-nigung von instrumenten. der dac UnivErsaL (links) beispielsweise reinigt, ölt, desinfiziert oder sterilisiert Hand- und Winkelstücke sowie turbinen in einem automatisierten vorgang ohne che mische reinigungsmittel. der reinigungs- und der ste rilisationsprozess sind nachweislich wirksam und reproduzierbar. für instrumente wie Handstücke und sondiergeräte, bei denen eine reinigung mit dac UnivErsaL nicht möglich ist, für die aber eine reinigung im Ultraschall-Bad in frage kommt, gibt es den resurgetm in-strumenten reiniger. resurgetm (rechts) hat in tests schmutz und Proteinreste nachweislich besser als andere reiniger entfernt und dabei die instrumente geschont: der resurgetm erzielt 98 Prozent schmutz entfernung.

    informiErt — INfEkTIONSSchuTz sEitE 27

  • Herr Ahonen, so niedrig wie möglich, so stark wie nötig – so lautet das Grundprinzip für den Strahlenschutz der Patienten weltweit. Das klingt fast schon banal. Wo liegt das Problem?

    — Bei dem Bemühen um die niedrigstmögliche strahlenbelas-tung müssen wir zwei aspekte betrachten: zum einen die anzahl der Einzeldosen und zum anderen die minimierung der jeweils applizierten strahlendosis. die strahlenhygiene liegt in der verantwortung des gesamten Praxisteams: die ärzte und zahn- ärzte müssen stets darauf achten, dass eine recht fertigende indikation vorliegt, und die mitarbeiter, dass sie nicht durch fehlbedienung unnötigen röntgenbedarf verursachen. dies lässt sich vor allem durch schulungen sicherstellen. Problematischer ist die minimierung der applizierten dosis, denn diese steht in relation zur Qualität des röntgenbildes und die wiederum muss optimal sein, um eine gesicherte diagnose zu stellen.

    Bedeutet das, dass sich der Zahnarzt zwischen Diagnosequalität und Strahlenschutz entscheiden muss?

    — keineswegs. sichere diagnose und strahlenschutz lassen sich vereinbaren – ohne dabei die forderungen des aLara- Prinzips, also die verwendung der niedrigstmöglichen dosis, zu missachten. denn es gibt inzwischen große technische fortschritte. Wir haben uns bei der auswahl unserer röntgen - systeme sehr intensiv mit der frage der Bildqualität auseinan-dergesetzt und dabei einige spannende Entdeckungen gemacht. Überzeugt hat uns schließlich die aufnahmetechnologie des ortHoPHos sL. sein 2d-sensor wandelt die röntgenquanten direkt in elektrische signale um. auf diese Weise holt das system das optimum an Bildinformationen aus einer röntgen-aufnahme heraus. dadurch reicht eine vergleichsweise niedrige strahlendosis, um eine sehr hohe Bildqualität zu erzeugen. Ebenso entscheidend für eine gute zeichenschärfe ist eine

    algorithmik, die beispielsweise in der Lage sein sollte, bei 3d-aufnahmen metallartefakte zu reduzieren.

    Worauf sollte der Behandler in seinem praxisalltag achten, um die Strahlendosis so gering wie möglich zu halten?

    — Bei der röntgendiagnostik wird immer nur ein teil des körpers der strahlung ausgesetzt. Je enger wir das bestrahlte areal eingrenzen können, desto stärker senken wir das strahlenrisiko. deshalb lautete bei der auswahl unseres röntgensystems eine wesentliche anforderung, dass sich die strahlenexposition auf den für die diagnose relevanten Bereich reduzieren lässt. so gibt der ortHoPHos sL 3d dem Behandler die möglichkeit, das 3d- aufnahmefeld beispielsweise auf 5 x 5,5 zentimeter zu begrenzen. des Weiteren bietet ortHoPHos sL als einziges gerät auf dem markt die möglichkeit, bei einer fernröntgenseiten-aufnahme speziell für kinder den oberen und hinteren Bereich des schädels auszublenden und somit die strahlendosis wesent-lich zu reduzieren.

    Wie gehen die patienten mit dem thema Strahlenschutz um?

    das ist sehr unterschiedlich. viele Patienten vertrauen darauf, dass wir als mediziner nichts tun, was ihre gesundheit gefähr-det, und wir sind uns unserer verantwortung hier auch bewusst. aber natürlich gibt es auch rückfragen und neugier bei Patien-ten. Wir klären hier entsprechend auf und erklären dann auch das aLara-Prinzip. P

    sicHErE diagnosE TROTz gERINgER DOSIS detailreiche röntgenbilder sind wesentlicher Bestandteil einer sicheren diagnose. das Bemü-hen um eine verbesserung der Bildqualität stößt jedoch an seine grenzen, wo eine überhöhte strahlungs dosierung die gesundheit des Patienten unnötig belastet. moderne dosisoptimierende röntgentechnologien erleichtern die risiko-nutzen-abwägung und sorgen so für strahlenhygiene.

    zuR PERSON

    marko Ahonen arbeitet als zahnarzt für ver-schiedene kliniken in Helsinki und anderen städten in finnland. Er ist spezialisiert auf restaurative zahnmedizin, okklusale reha-bilitationen und ästhetische zahnmedizin. zu diesen themen betreibt er eine umfangreiche Website und Blogs: http://www.cerecfinland.fi/

    VISION — aUsgaBE 01/16 sEitE 28

  • INNOVATIVE RöNTgENTEchNOLOgIE VON DENTSPLY SIRONA ImAgINg

    p VARIAbLE VOLumINA ermöglichen die auswahl des optimalen field of view (fov) für un terschiedliche in dikationen. das fov bei gaLiLEos hat einen kugeldurch messer von 15,4 zenti - meter. die ortHoPHos-geräte bieten unterschiedliche fov größen: von 5 x 5,5; 8 x 5,5; 8x8;11 x 8 bis 11 x 10 zentimeter. p SOfTWARE ALgORIThmuS mARS reduziert metallartefakte und ermöglicht ein klareres Bild für sichere diagnosen. p zuSchALTbARER hD-mODuS bietet bei Bedarf eine er höhte auflösung und kann zu gunsten einer reduzierten strahlenapplika tion abgeschaltet werden. p DIREcT cONVERSION SENSOR (DcS) wandelt röntgen strahlen direkt in elektri- sche signale um – ohne den zwischen- schritt der Umwandlung in Licht. das Er- gebnis: bessere Qualität bei geringer strahlung. das ist einzigartig auf dem markt. p ShARP LAYER (SL)-TEchNOLOgIE erstellt während eines Umlaufs mehrere tausend aufnahmen, aus denen die best - fokussierten fragmente zu einem zeichen-scharfen röntgenbild zusammengesetzt werden.

    RöNTgEN gESTERN uND hEuTE: gROSSE fORTSchRITTE IN bILDQuALITäT uND STRAhLENhYgIENE

    ALARA

    ist das kurzwort für ‚as

    Low as reasonably

    achievable‘. das bedeutet, dass

    die anwendung mit der

    geringstmöglichen strahlendosis z

    u

    erfolgen hat, die zugleich eine

    für die jeweilige fragestellung

    ausreichende abbildungs-

    qualität garantiert.

    gegenüber dem analogen röntgen, wie es 1962 mit dem oP3 der firma siemens möglich war (links), bietet das digitale röntgen einige vorteile: die röntgenbilder, die heutzutage mit dem ortHoPHos sL gemacht werden (unten), stehen wesentlich schneller an der Behandlungseinheit zur verfügung, da sie nicht mehr entwickelt werden müssen. die auflösung ist deutlich höher. dadurch sind feinste anatomische strukturen gut zu erkennen und abweichungen von gesunder zahnsubstanz besser zu befunden. auf dauer sind digitale röntgenbilder günstiger, weil keine chemikalien gekauft werden müssen. der Praxisbe-treiber spart Platz, weil die archivierung digitaler daten auf einem server erfolgt. auch muss das Praxisteam weniger zeit aufwenden, da der zugriff auf digitale daten einfacher ist und schneller geht. durch die bessere Positionierung des Patienten und die nach bearbeitung der aufnahmen müssen seltener

    Wiederholungsauf nahmen gemacht werden. auch erlauben die Begrenzung des

    aufnahmefeldes und eine in novative sensortechno logie

    eine reduzierung der strahlen belastung für den Patienten.

    informiErt — ALARA-PRINzIP sEitE 29

  • VISION — aUsgaBE 01/16 sEitE 30

    dr. reynolds J. fischbach ist 85 Jahre alt. doch seine Praxis ist nicht ‚von gestern‘ – im gegenteil: Erst vor kurzem hat sich der begeisterte cErEc-nutzer in eine neue Behandlungs-einheit ‚verguckt‘ – und diese gleich angeschafft.

    BEgEistErUng kENNT kEIN ALTER

  • „nocH niE HaBE icH EtWas so modErnEs Und scHönEs gEsEHEn.“

    reynolds J. fischbach

    informiErt — INNOVATIONSfREuDE sEitE 31

    zu spät, zu alt, zu riskant – diese ausreden haben für dr. rey-nolds fischbach noch nie gezählt. Während seine 25 Jahre jüngeren kollegen über eine nachfolgeregelung für ihre Praxis nach-denken, investiert er in neueste dentalsysteme, damit seine zahn-arztpraxis in minnesota/Usa modernsten ansprüchen an technik und Behandlungskomfort genügt.

    an neuester technik kann der ‚alte Hase‘ nur schlecht vorbeigehen: die Lust auf neues, das ihm die arbeit erleichtert und seine Patienten begeistert, ist zu groß. dabei macht er sich keine sorgen, dass sich die investition in seinem alter nicht mehr rechnen könnte. schließlich steigert eine neuanschaffung auch den Wert seiner Praxis. diese innovationsfreude zieht sich durch sein gesamtes mehr als 60-jäh-riges Berufsleben: 1958 war er der erste zahnarzt in seiner region, der mit turbinen arbeitete; computer nutzte er, bevor sie in industrie-unternehmen als standard galten, ganz zu schweigen von zahnarzt-praxen. seit vielen Jahren vertraut fischbach zudem auf die cad/cam-technologie mit cErEc. Bei der 30-Jahrfeier des immer noch innovativen cad/cam-systems war der 85-Jährige im september 2015 in Las vegas dabei und nutzte die gelegenheit, um seine Praxis neu auszustatten. dort habe er die Behandlungseinheit seiner träu-me entdeckt, erzählt fischbach, und diese gleich angeschafft.

    „in tEnEo habe ich mich sofort verliebt.“ Beeindruckt haben den tech-nik-freak sowohl form als auch funktion. „noch nie habe ich etwas so modernes und schönes gesehen.“ ihn freut auch, dass sich seine Patienten jetzt auf dem anatomisch geformten Polster ganz ent-spannt zurücklehnen können. die orthomotion-funktion erlaubt, rückenlehne und die sitzfläche in einem festen Winkel nach hinten zu neigen und die Patienten so in die gewünschte Behandlungsposi-tion zu bringen. „ich mag dieses system, da ich selbst unter rücken-problemen leide und weiß, dass viele meiner älteren Patienten ähn-liche Erkrankungen haben“, erklärt dr. fischbach. Wenn der Patient

    dann bequem liegt, kann der zahnarzt die Einstellung spei-

    chern und beim nächsten Besuch des Pati-enten über die intuitive Bedienoberfläche ganz einfach

    aufrufen, sodass der stuhl und das arztelement über die motorische verschiebebahn automatisch in die richtige Position fahren. „das nenne ich modernen Behandlungskomfort“, freut sich der erfahrene zahnarzt. außerdem bietet tEnEo ihm integrierte tischgerätefunk-tionen, etwa bei implantationen. gemeinsam mit dem cErEc-system und dem 3d-röntgensystem gaLiLEos ist die Praxis damit nun op-timal für solche Behandlungen ausgestattet – und ein Wunschtraum für jeden nachfolger, der irgendwann einmal die Praxis übernehmen möchte. P

    Erleben sie dr. fischbach im interview auf youtube http://www.siro.na/fischbach

    Reynolds J. fischbach, d.d.s., Pa., ist nieder-gelassener zahnarzt in saint Paul, minnesota/Usa. nebenbei war er früher als außerordent-licher Professor an der school of dentistry of the University of minnesota sowie als Prä-sident verschiedener fachgesellschaften wie der minnesota academy for gnathological re-search tätig.

    zuR PERSON

    TENEO ist die konsequente Wahl für jeden, der heute und in zukunft höchste ansprüche an Qualität, design und Workflow stellt. integrierte tischgerätefunktionen, intuitive Handhabung und innovative Bedienelemente mit vielen zu-satzoptionen machen Behandlungen schnell, bequem und effizient.

    p

  • Bei hohen kaukräften ist zirkonoxid der Werk-stoff der Wahl. der neue sinterofen cErEc speed-

    fire beschleunigt die Bearbeitung und ermöglicht so, Patienten in einer sitzung zu versorgen, sagt

    dr. michael skramstad aus minnesota/Usa.

    HEissEr ofEn füR mEhR SPEED

    VISION — aUsgaBE 01/16 sEitE 32

  • zirkonoxid ist fast so hart wie Dentallegierungen. die biokompa-tible keramik wird seit mehr als 15 Jahren erfolgreich in der zahn-medizin eingesetzt – zunächst nur als verblendeter gerüstwerk-stoff und seit etwa sechs Jahren auch für vollanatomische kronen. das gibt mir die sicherheit, den Werkstoff jetzt auch chairside zu nutzen. denn die krone, die ich dem Patienten einsetze, muss auch in einigen Jahren noch perfekt sitzen.

    neben der großen stabilität und langen Haltbarkeit besitzt zirkon-oxid noch zwei wichtige vorteile: aus einem solch biegebruch-festen material kann ich die restaurationen mit sehr dünnen Wand stärken herstellen. deshalb kann ich substanzschonender präparieren. außerdem lassen sich restaurationen einfacher einsetzen: sie werden nicht adhäsiv befestigt, sondern konven-tionell zementiert.

    WARTEzEITEN SINNVOLL NuTzEN

    die möglichkeit, vollzirkon in einer sitzung chairside herzustellen und einzusetzen, verdanke ich dem Umstand, dass ich mit dem neu-en ofen cErEc speedfire trocken gefrästes zirkonoxid sehr schnell sintern kann. für eine krone benötigt das gerät in der regel zwi-

    schen 12 und 15 minuten. so dauert der gesamte fertigungsprozess nur wenig mehr als 90 minuten. die Patienten warten gerne so lange auf ihre krone und nutzen die zeit, um zu lesen oder einen film zu schauen. sie müssen keinen zweiten termin vereinbaren und benö-tigen kein Provisorium. auch aus klinischer sicht ist die sofortversor-gung sehr sinnvoll, denn so bleibt die restzahnsubstanz besser er-halten.

    ich selbst investiere in diesen Prozess nur etwa 30 minuten ar-beitszeit. Währenddessen präpariere ich, forme die Präparation mit der cErEc omnicam ab, konstruiere die restauration und glie-dere sie abschließend ein. die übrigen arbeitsschritte delegiere ich an meine assistenz. Während die krone auf der cErEc mc xL Pre-mium Package gefräst wird, widme ich mich anderen Patienten. auch die Bedienung des cErEc speedfire übernimmt die assistenz. die Benutzeroberfläche ist selbsterklärend. die restauration wird lediglich mit der okklusalfläche nach unten in die Brennkammer gelegt und der startknopf gedrückt – das ist alles. auch das Polie-ren, individualisieren und glasieren übernehmen in meiner Praxis die zahnmedizinischen fachangestellten. Erst wenn die krone fertig glasiert ist, betrete ich wieder das Behandlungszimmer und setze sie beim Patienten ein. p

    Nachdem ein Höcker des mit einer Amalgamfüllung versorgten Zahns weggebrochen war, empfahl ich eine CERECKrone aus Vollzirkon.

    In einer Vorschau habe ich die Position der Krone im Keramikblock geprüft. Hier wären gegebenenfalls Anpassungen möglich.

    Abschließend habe ich dem Patienten die fertige Krone aus voreingefärbtem Zirkonoxid eingesetzt und poliert.

    Auf dem virtuellen Modell zeichnete ich mithilfe des auto matischen Kantenfinders die Präparations grenzen ein.

    Die CEREC Software generiert mittels BiokieferAlgorithmus einen automatischen Erstvorschlag des Kronendesigns.

    kRONENRESTAuRATION mIT cEREc zIRcONIA

    p

    p

    p p

    „diE cHairsidE-fErtigUng von rEstaUrationEn aUs cErEc zirconia

    ist Ein grossEr gEWinn fÜr mEinE Praxis.“

    dr. michael skramstad

    PraxisnaH — chAIRSIDE-VOLLzIRkON sEitE 33

  • p als langjähriger cErEc-nutzer kenne und schätze ich die vorteile der fertigung von kronen, inlays, onlays und Brücken in nur einer sitzung. das chairside-verfahren ist ein komfort, den meine Pati-enten bereits seit zwölf Jahren kennen und von uns erwarten. mittlerweile nutzen alle vier in meiner Praxis tätigen zahnärzte cErEc. die chairside-fertigung von restaurationen ist aus unserer Praxis nicht mehr wegzudenken und trägt wesentlich zum wirt-schaftlichen Erfolg bei. schon seit längerer zeit warte ich darauf, vollanatomische zirkon-restaurationen in meiner Praxis fertigen und in einer sitzung anbieten zu können. als dentsply sirona cad/cam diese möglichkeit mit cErEc anbot, habe ich die Herstel-lung von voll zirkon-kronen sofort in mein angebot aufgenommen.

    zIRkONOxID EINfAch IN DER PRAxIS hERzuSTELLEN

    mit cErEc zirconia habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. die Her stellung von zahnersatz aus vollzirkon mithilfe der cad/cam-technologie ist einfach; wir waren damit sehr schnell vertraut. kein Wunder, denn man arbeitet kaum anders als beim anfertigen anderer geschliffener restaurationen. durch vollanatomisches zirkonoxid wird die chairside-Herstellung mit cErEc noch vielseitiger und wirtschaftlicher. Ein großer gewinn für meine Praxis! P

    Sintern p die assistenz legt die restauration in den cErEc speedfire-ofen und startet mit einem touchpad den sinterprozess. (16 Min.)

    Polieren und glasieren p zwischen beiden ar-beitschritten kann die restauration individualisiert werden. (12 Min.)

    Eingliedern und finishing p die zirkonoxid-restau-ration wird herkömmlich zementiert. dann werden zementreste entfernt und die ränder geglättet. (8 Min.)

    Dr. michael Skramstad ist niedergelassener zahnarzt in orono, minnesota/Usa, und hat sich auf restaurative und kosmetische zahn-heilkunde sowie implantologie spezialisiert. dr. skramstad ist zerti-fizierter trainer für Patterson dental und referiert international über digitale zahnheilkunde.

    zuR PERSON

    konstruktion an der cEREc Ac p mit dem Bio-kiefer-algorithmus werden hervorragende Erst-vorschläge generiert. (8 Min.)

    fräsen p zirkonoxid wird vergrößert gefräst. dadurch lassen sich die strukturen feiner aus-arbeiten. (10 Min.)

    Digitale Abformung p der scan mit der omnicam läuft wie bei herkömmlichen cErEc-restauratio-nen ab. (2 Min.)

    00:02,00HOUR SEC.MIN.

    00:36,00HOUR SEC.MIN.

    00:48,00HOUR SEC.MIN.

    00:56,00HOUR SEC.MIN.

    00:10,00HOUR SEC.MIN.

    00:20,00HOUR SEC.MIN.

    IN kNAPP zWEI STuNDEN IST DIE hERSTELLuNg VON zIRkONOxID-RESTAuRATIONEN AbgESchLOSSEN

    VISION — aUsgaBE 01/16 sEitE 34

  • Die Röntgensoftware SIDExIS 4 bietet zahlreiche neue tools und verbesse-rungen, die mit dem optionalen applikationspaket sicat suite nahtlos integ-

    riert werden. dadurch lassen sich auch objekte für die therapieplanung in

    der timeline von sidExis 4 darstellen. die software sicat function eignet

    sich zur kiefergelenksdiagnostik mit patientenindividueller kondylus-

    fossa-relation in Bewegung: dies ist vor allem für die diagnose und thera-

    pie von Patienten mit einer cranio mandibulären dysfunktion wichtig. die

    therapieschiene oPtimotion kann im volldigitalen Workflow direkt aus der

    software heraus bestellt werden. die software sicat air ist eine applikation

    zur digitalen analyse der atemwege für Patienten mit einer obstruktiven

    schlafapnoe. die im volldigitalen Workflow erstellte therapieschiene

    oPtisLEEP bietet einen optimalen tragekomfort und hohe stabilität.

    die aktuellen versionen der software sidExis 4 (v 4.1.3) und des röntgen-

    systems ortHoPHos sL (v 1.0.4) bringen viele vorteile wie die kompatibi-

    lität mit Windows 10 und verschiedene Workflow-verbesserungen. dazu ge-

    hört etwa, dass Bilder auch nachträglich dem gewünschten Patienten

    zugeordnet und das import-datum verändert werden können.

    Die erweiterte cEREc Premium Software erlaubt zahnärzten mit Praxislabor die Behandlung von fällen, die über das chairside-spektrum hinausgehen.

    dazu bietet die software eine größere Palette an Bearbeitungswerkzeugen,

    unterstützt neben den cErEc intraoral-scannern auch die extraoralen scan-

    ner inEos x5 und inEos Blue und ermöglicht so die versorgung eines erweiter-

    ten indikationsspektrums: von kronen über kronenkäppchen, Brückengerüs-

    ten bis hin zu Brücken mit anatomischen verbindern, stegen und teleskopen

    werden alle arbeitsschritte mit nur einer software in verbindung mit den viel-

    seitigen cErEc-schleif- und fräseinheiten umgesetzt.

    zahlreiche neue oder weiterentwickelte tools optimieren den Bearbeitungs-

    prozess. dazu gehören der rekonstruktionsalgorithmus ‚Biokiefer‘ sowie der

    zugriff auf zahndatenbanken für hochwertige Erstvorschläge. so ermöglicht

    die cErEc Premium sW kürzere, einfachere und patientenorientierte arbeits-

    abläufe, auch für komplexere restaurationen. die digitalen abformungs- und

    konstruktionsdaten können über das sirona connect Portal versendet und

    empfangen werden, das so eine ideale verbindung zwischen zahnarzt und

    zahntechnischem Labor darstellt.

    SIDExIS 4 uND SIcAT SuITE Im PAkET

    SOfTWARE-uPDATES SORgEN füR mEhR fLExIbILITäT

    mEhR mögLIchkEITEN füR DAS PRAxISLAbOR

    Q SICAT Air zur Analyse und Planung schienengeführter Therapien bei obstruktiver Schlafapnoe ist Teil des Software-Pakets SICAT Suite.

    Q Kronenkonstruktion mithilfe der CEREC Premium Software.

    informiErt — PRODukTNEuhEITEN sEitE 35

  • aUf das rEcHtE mass kOmmT ES ANanfang 2014 übernahmen Lutz und Hanna ritter zwei ältere Praxen und gründeten das fach-zentrum ritter & ritter für kieferorthopädie, mund-, kiefer-, gesichtschirurgie und implantolo-gie in Hennef bei Bonn. Weil sie ihren Patienten moderne Behandlungsmethoden anbieten wollten, galt es, einiges grundlegend zu verändern. Lutz ritter schildert, wie er und seine frau diesen Wandel erfolgreich umgesetzt haben.

    VISION — aUsgaBE 01/16 sEitE 36

  • aUf das rEcHtE mass kOmmT ES AN

    Eine mehr als 30 Jahre alte zahnarztpraxis zu übernehmen gleicht einer zeitreise. so empfanden es meine frau und ich, als wir im Januar 2014 die räumlichkeiten einer Praxis für kieferorthopädie in Hennef bei Bonn betraten, die auf einen nachfolger wartete. die räume waren mit nadelfilz und Linoleumböden ausgestattet, der Eingangsbereich verströmte den typischen charme der 80er- Jah-re. Es war klar: vor uns lag viel arbeit – und wenig zeit. nicht mehr als zwei Wochen Praxisurlaub hatten wir uns für Umzug und Umbau gegeben, länger wollten wir unsere Überweiser und Patienten nicht warten lassen.

    SOLIDE bASIS füR NEuE STRukTuREN

    Unsere idee war, das Behandlungsspektrum zu erweitern und da-bei digitale technologien einzusetzen. also machten wir uns zu-nächst daran, mit einer umfassenden renovierung der räumlich-keiten eine tragfähige Basis zu schaffen: Wände und decken wurden gestrichen, Böden ersetzt, sanitärbereiche erneuert und der Eingangsbereich komplett neu gestaltet. das Equipment un-serer vorgänger – inklusive oPg- und ceph-röntgentechnik – ha-ben wir übernommen. Eine komplette neuausstattung der Praxis war für uns zu dieser zeit nicht vorstellbar, es hätte unseren engen zeitrahmen gesprengt. das einzige gerät, das wir sofort neu an-schafften, war ein 3d-röntgengerät. Ein dvt brauche ich zwingend für meine anspruchsvolle chirurgische arbeit und eine sichere implantatologie. ich habe mich auf knochenaufbau spezialisiert, und dafür sind 3d-röntgenaufnahmen unentbehrlich.

    nach abschluss der renovierungs- und Umbauarbeiten starteten wir unseren neuen Praxisbetrieb – zunächst mit unveränderter Praxismannschaft. im Laufe des Jahres haben wir das team er-weitert und sind heute – inklusive meiner frau und mir – zu 14.Eine gemeinsame Praxismanagerin sorgt dafür, dass der Betrieb beider Bereiche unserer Praxis strukturiert und effizient abläuft, denn mein frau leitet den Bereich kieferorthopädie, während ich für chirurgie und implantologie zuständig bin. Beide Bereiche sind auch für die Patienten an der farblichen kodierung gut unterscheid-bar. gut ein Jahr nach der Übernahme war es dann an der zeit, das Praxisequipment auszutauschen. Hierfür haben wir die Praxis im februar 2015 nochmals für zwei Wochen geschlossen.

    DIgITALE PROzESSE, mODERNE PATIENTENkOmmuNIkATION

    Heute hat das fachzentrum ritter & ritter mit den Praxen unserer vorgänger nicht mehr viel gemein. das liegt zum einen natürlich an der modernen ausstattung und den neuen technologien. verändert haben sich aber auch die Prozesse. der digitale Workflow ist für

    uns selbstverständlicher und gelebter alltag. ich plane implantat-versorgungen längst mit gaLiLEos implant, und meine frau ist cErEc ortho-anwenderin der ersten stunde: sie nutzt cErEc für digitale abformungen und aligner-Behandlungen.

    Ein Prozess, der sich außerdem ganz stark verändert hat, ist die Patientenkommu