Zeitschrift f£¼r Naturforschung / B / 22 (1967) dem aktomyosin£¤hnlichen Protein das funktionelle Sub
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  • B E S P R E C H U N G E N

    Glucuronic Acid Free and Combined. Von G. J . DUTTON. Academic Press, New York, 1966. 629 S. mit mehreren Abbn.; Preis geb. $25,00.

    Im letzten Jahrzehnt mehren sich die Monographien ber Naturprodukte, die das Gesamtwissen um den be-treffenden Stoff in einem Bande zusammenfassen. Zu diesen Monographien tragen Physiker, Chemiker, Bio-chemiker, Physiologen, Pharmakologen und auch Kli-niker bei und lassen so ein lebendiges Bild von den Grundeigenschaften des Naturstoffs entstehen, von sei-nen Funktionen und Abwandlungen im Organismus und von seiner Anwendung in Technik, Biologie oder Medizin. Ein solcher Band ist auch die vorliegende Monographie ber freie und gebundene Glucuronsure. Die Einteilung ist klar und bersichtlich: Chemie ( I ) , Stoffwechsel (II) und Biologische Bedeutung (III) der Glucuronsure und ihrer Glykoside. Die Chemie ist in zwei Kapiteln dargestellt. C. A . MARSH beschreibt ein-gehend die Chemie der D-Glucuronsure und ihrer Gly-koside. Man wird vielleicht nicht mit allem bereinstim-men, was MARSH zur Erklrung der Surestabilitt der D-Glucuronosyl-Bindung in Glykosiden beibringt, aber es ist eine anregende Diskussion. R . L. WHISTLER und R. M. ROWELL geben eine in Przision und Knappheit vorbildliche Darstellung der tierischen, pflanzlichen und bakteriellen Polysaccharide, die D-Glucuronsure oder L-Iduronsure enthalten. Auf den Stotffwechsel entfal-len vier Kapitel : Biosynthese der Glucuronide (G. J. DUTTON) , /^-Glucuronidase und die Hydrolyse von Glu-curoniden (G. A . LEVVY und J. CONCHIE), Stoffwechsel von Glucuronsure und Glucuronolacton (J. J. BURNS und A . H. CONNEY) und Stoffwechsel von Glucuron-sure-haltigen Polysacchariden (J. E. SILBERT) . Auch diese Kapitel sind sachkundig und klar von bekannten Experten geschrieben. Der dritte Teil des Buches befat sich mit der biologischen Bedeutung der gepaarten Glu-curonsuren fr den Gesamtorganismus. Er enthlt Ka-pitel ber die Paarung von Glucuronsure mit Arznei-mitteln und anderen exogenen Stoffen (R. L. SMITH und R. T. WILLIAMS) , ber die Paarung der Glucuronsure mit Bilirubin und ihre Folgen (R. SCHMID und R . LESTER) und ber die Konjugation der Sure mit Steroiden und Thyroxin und deren Stoffwechsel (M. F. JAYLE und J. R. PASQUALINI) . Jedes Kapitel enthlt eine ausfhr-liche Bibliographie, und die meisten haben einen A p -pendix, in dem quantitative Bestimmungs- und Assay-methoden detailliert sind. Das Buch hat in allen Tei len einen hohen Standard und wird wertvoll fr alle In-teressenten dieses weiten Gebietes sein.

    A . GOTTSCHALK, Tbingen.

    The Biochemistry of Copper. Von J . PEISACH, P . AISEN, W. E. BLUMBERG. Academic Press, New York 1 9 6 6 . 588 S., meh-rere Abbn.; Preis geb. $23,50.

    Das vorliegende Buch enthlt 39 Vortrge, die auf einem Symposium ber Kupfer in biologischen Syste-men im September 1965 in Hariman, New York , U S A gehalten wurden.

    Den Organisatoren der Tagung ist es gelungen, Ex-perten aus dem Bereich der Biochemie, Biologie, Che-mie, Medizin und Physik zusammenzubringen, so da die Biochemie des Kupfers von breiter Warte aus be-handelt wird. Die einzelnen Beitrge sind von unter-schiedlichem Charakter. Teilweise sind sie in Form von Verffentlichungen mit detaillierten experimentellen An-gaben geschrieben, teilweise als bersichtsartikel mit zahlreichen Literaturangaben. Die Qualitt der Beitrge ist durchweg ausgezeichnet. Sehr interessant und an-regend sind auch die ausfhrlich wiedergegebenen Dis-kussionen.

    Das Buch gliedert sich in 6 Abschnitte. Im ersten Teil werden vor allem die chemischen und physikali-schen Eigenschaften von Kupfer-Peptid-Komplexen und Modellverbindungen behandelt. Dabei wird ausfhrlich auf die ESR-Spektren des Kupfers in verschiedenen Bindungszustnden eingegangen. Auerdem kommen chemische Methoden und die Anwendung der Rntgen-strukturanalyse auf Cu-Peptide zur Sprache. Im 2. Teil folgen einige physiologische und medizinische Aspekte, wie die Besprechung kupferhaltiger Gewebeproteine und der toxischen Wirkung des Kupfers auf Gehirn-gewebe. Auch der fnfte und sechste Teil ist biologi-schen und medizinischen Problemen gewidmet. Hier werden u. a. Hmocyanine, Ceruloplasmin und W i l -s o n s Krankheit eine Speicherkrankheit des Kup-fers besprochen. Die brigen Teile behandeln kup-ferhaltige Enzyme und deren Wirkung, wie Cytochrom C-Oxydase, Ascorbatoxydase und Phenoloxydasen.

    Die groen Fortschritte, die in den letzten 15 Jahren auf dem Gebiet kupferhaltiger Enzyme erzielt wurden, werden unter anderem eindrucksvoll demonstriert durch eine in der Einleitung zum Abschnitt ber Cytochrom C-Oxydase wiedergegebene Diskussionsbemerkung ber dieses Enzym auf einem Symposium im Jahre 1950. Damals war noch nicht einmal gesichert, da Cyto-chrom C-Oxydase ein Cu-Enzym ist, whrend heute bei-nahe 100 Seiten des Buches diesem Enzym gewidmet sind.

    Auch derjenige, der nicht unmittelbar mit kupfer-haltigen Enzymen oder Proteinen arbeitet, wird groen Gewinn aus dem Studium dieses Buches ziehen. Es ver-mittelt ein ausgezeichnetes Beispiel fr die fruchtbare Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen.

    Die Ausstattung lt keine Wnsche offen. Die Freude wird nur durch den hohen Preis gedmpft .

    H. GRISEBACH, Freiburg.

  • Biosynthesis of Antibiotics. Vol. 1. Von J. F. SNELL. Aca-demic Press, New YorkLondon. X, 234 S. mit einigen Abbn.; Preis geb. 10, .

    Die Literatur ber Antibiotika ist bereits sehr um-fangreich, doch ist bis auf einen Symposiumsband das vorliegende Buch das erste, das nur der Biosynthese dieser Verbindungen gewidmet ist. Die Antibiotika sind zwar eine sehr heterogene Gruppe von Verbindungen, deren alleinige gemeinsame Eigenschaft ihre antibioti-sche Wirkung ist, jedoch ist die Kenntnis ihrer Bio-synthese fr die vergleichende Biochemie von groem Interesse. Auch fr die optimale Lenkung von Fermen-tationsprozessen und fr die Gewinnung semisyntheti-scher Antibiotika drften zumindest in einigen Fllen die auf diesem Gebiet erzielten Ergebnisse von Bedeu-tung sein.

    Die im ersten Band besprochenen Verbindungen sind etwa chronologisch nach dem Zeitpunkt ihrer Ent-deckung geordnet. Nach Meinung des Rezensenten wre jedoch eine Einteilung der Antibiotika nach bio-genetischen Gesichtspunkten gnstiger.

    Der 1. Band umfat 6 Kapitel, die meist von Ex-perten geschrieben sind, die selbst aktiv ber das be-treffende Gebiet gearbeitet haben, wodurch ein hoher Standard gewhrleistet ist. Im einleitenden Kapitel werden von D. PERLMAN die mikrobiologischen Prozesse zur Darstellung von mit radioaktiven Isotopen markier-ten Antibiotika besprochen. Eine Reihe markierter Anti-biotika sind mit Angaben ber Vorstufen und Einbau-raten bei verschiedenen Kulturbedingungen in Tabel-lenform zusammengestellt. Es folgen Kapitel ber die Biosynthese der Penicilline und Cephalosporine (A. L. D E M A I N ) , d e r T e t r a c y c l i n e ( R . H . T U R L E Y u n d J . F . S N E L L ) , d e s S t r e p t o m y c i n s ( J . MENDICINO u n d J . M . P I C K E N ) , d e r P o l y a c e t y l e n e i n P i l z e n ( J . D . B U ' L O C K ) u n d d e r M a k r o l i d - A n t i b i o t i k a ( J . W . CORCORAN u n d M . C H I C K ) .

    Das Buch ist bedeutend umfassender, als der Titel verspricht, da der Inhalt an vielen Stellen weit ber die alleinige Behandlung der Biosynthese hinausgeht. So finden sich im Kapitel ber Penicilline und Cephalo-sporine nicht nur eine Einfhrung in deren Chemie, sondern auch ausfhrliche Angaben ber Fermentation, ber die Enzyme Penicillinase und Acylase, sowie ber semisynthetische Verbindungen und deren Wirkungs-spektren. Schlielich werden hier auch die /^-Lactamase und andere abbauende Enzyme behandelt.

    Die Literatur ist bis 1965 bercksichtigt. Das in Drude und Ausstattung sehr gute Buch enthlt ein Autoren- und Sachregister. Es kann jedem biochemi-schen Interessierten als sehr anregende Lektre emp-fohlen werden. H. GRISEBACH, Freiburg i. Br.

    Structure and Functions of Contractile Proteins. Von B. F. POGLAZOV. Academic Press, New York 1966, 321 S., meh-rere Abbn., Preis geb. 17, .

    Das vorliegende Buch ist in erster Linie fr den Spe-zialisten gedacht, fr den Biochemiker, Physiologen oder Biologen. In der Hauptsache befat es sich mit den aktomyosinhnlichen Proteinen; unter diesen Be-griff werden alle Proteine zusammengefat, die ATPase-Aktivitt und bei Zusatz von A T P eine reversible Ver-minderung ihrer Viskositt zeigen. Die eigentlichen kontraktilen Proteine des Skeletmuskels werden in Form eines Reviews der Literatur abgehandelt. Dieser ist ausfhrlich, wenn auch seine bersichtlichkeit durch Anhufung von methodischen und historischen Details leidet.

    Das Hauptanliegen des Autors ist es, die Struktur und Funktion der kontraktilen Proteine von Zellorga-nellen Geieln, Cilien, Chromosomen, Zellmembra-nen usw. auf der Grundlage eigener und fremder Befunde darzustellen. Dabei werden auch intracellulre protoplasmatische Bewegungen und die verschiedenen Bewegungsformen von Pflanzen mit einbezogen. Beson-ders viel Raum ist der Analyse der Eigenschaften der Schwanzscheide des Bakteriophagen T2, eines mono-molekularen Muskels" , gewidmet.

    Der Autor geht aber noch ber die vergleichende Un-tersuchung direkt an Bewegungen beteiligter Proteine hinaus. Ausgehend von der Einordnung von aus Niere, Leber usw. sowie aus Erythrocytenmembranen gewon-nenen Proteinen auf Grund ihrer ATPase-Aktivitt und ihres Viskosittsverhltnisses in die Gruppe der akto-myosinhnlichen Proteine, versucht er, die Verwandt-schaft als Basis einer Hypothese zu benutzen, die in dem aktomyosinhnlichen Protein das funktionelle Sub-strat nicht nur fr kontraktile Vorgnge, sondern auch fr die Regulation der Zellpermeabilitt und des akti-ven Transports sieht. Dieser Brckenschlag ist interes-sant, erscheint aber noch sehr spekulativ.

    Insgesamt ist das Budi lesenswert, wenn es auch durch Straffung und Konz