Seconds November

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Stadtjournal, Stadtmagazin, koeln, bonn

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    GESUNDBLEIBENAn apple a day keeps the doctoraway ist ein kluges Sprichwort, bleibtfr Viele aber ein frommer Wunsch.Krankheiten bestimmen und verndernunser Leben. Trotzdem gibt es vieleMglichkeiten, sie zu beeinussen,ihnen vorzubeugen und mit ihnen zuleben.

    MEDIALESKrANKSEINAb 35 Jahren baut der Krper erwiese-nermaen ab. Und ab da beginnt auchdie mediale Dauerberieselung mit Bot-schaften wie Ich bin 40 und fhlemich jung, denn ich habe die Kraft derzwei Herzen! Ein gutes Ge-schft fr Einige, fr die Meis-ten. aber ein schlechter Rat.

    KrpErwAhrNEhMUNGEin gesundes Gleichgewicht im Zusam-menspiel zwischen Krper, Seele undGeist zu nden, fngt schon bei derKrperwahrnehmung an. Wir habenuns auf die Suche gemacht.

    ABO-GEwINNSpIELKein Einkaufsstress und immer aufder Hhe der Zeit? Seconds bieteteinen Aboservice fr 25 EUR, Diesmal mit Verlosung.

    szene, kulturen, temperamente

    Ihr Stadtjournal fr die Klner Region

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    Was dazu gehrt und was wir dafr tun knnen

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    Gesundheit!

    seconds.de

  • Aus den Inhalten

    wegezurGelassenheitEin Portrait des Buches von PeterLauster aus Kln:Wege zur Gelas-senheit

    SchwachenMuskelndenKampfansagenEMS Methode ersetzt Krafttraining

    DepresstogoVon der Wrme trauriger Geschichten

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    edit SecondsgoestoMedia Wir bedanken uns fr die vielen Anfragen zu un-seren Interviews. Ein Monatsjournal hat eine nicht wegzudenkende Schwche:die Terminlage. Um den Leseranfragen nachzukommen, werden wir ab Novem-ber unsere aktuellen Interviews zeitgleich online stellen.

    berregionale Themen, die wir ja grtenteils nur lokal prsentieren knnen,werden ebenfalls als Bericht auf unserer Website verffentlicht. Somit knnenauch Leser von auerhalb mitbekommen, wie viel in Kln und Umgebung eigentlich los ist.

    wIrVErABSChIEDEN

    unsere Autorin, Merle Ullrich ins Volontariat

    Sie hat aufgrund des Praktikums bei unsein dreijhriges Volontariat bei der Osnabrcker Zeitung bekommen.Wir wnschen alles Gute!Die Redaktion

    seco

    nds Momentaufnahmen

    Stadteiner

    Temperamente Lebensraum Kulturzirkus Urban Art

    02 | Inhalt secondsszene, kulturen, temperamente

    LebendigerTreffallerGenerationBrgerzentrum Deutz: durchdachtesKonzept bis ins Detail

    DauerprfungStudium

    Ladenerffnungbeiderpdagogischenwerkstatt

    habenSchmetterlingeADhS?

    CouchpotatoesEin Pldoyer fr den Sport

    CateringmitregionalemBezugDie Zukunft der Schulverpegung

    Narren.Knstler.heilige.Mutige Grenzgnger zwischen denWelten

    GesundesEssenMittagstisch fr Jedermann

    ACTION!KIDZKinder helfen Kindern

    StreetGalleryDrener Strae wird zur Kunstmeile

    In10MinutenzumneuenJob

    GrnderinKln

    Kln Hauptbahnhof, Flughafen Kln-Bonn, Presse Ludwig, Buchhandlung Knig, Bonn,

    Leverkusen, Hrth, Frechen, Brhl, Bergheim, Siegburg, Zeitschriftenfachhandel, Buch-

    handlungen, LOTTO-TOTTO, Tankstellenund in der Redaktion!

    Hier gibt es uns:

    WIR SUCHENVertriebler und Verlagspraktikaten

    ma@seconds.de

  • www.seconds.de

    Gehrloseundnichth-rendeKinderdrehenge-meinsameinenFilmKnnen Gerlose besser sehen?

    Cinepnz

    TheFixxBack to EuropeCy Curnin im Interview

    pArKAGanz normale Jungs - Interview

    JoanArmatradingVerlosung des neuen Albums

    Musikschnipsel

    VIZAIm Interview

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    Gesundheit! Wnschen wir uns gegenseitig immerwieder und meinen damit ganz selbstverstndlichdas krperlich Genesen. Fassen wir den Begriff malweiter und sehen, wie wir leben und was wir an-stellen, um gesund zu bleiben, ergeben sich er-staunliche Perspektiven. Im November folgen wirPeter Lausters Wegen zur Gelassenheit, km-mern uns um das Gleichgewicht von Krper, Geistund Seele, von Bewegung und Entspannung aberauch zwischen den Generationen im DeutzerHaus der sozialen Gesundheit. Wir fragen, wasOrdnung und Unordnung mit Gesundheit verbin-det, was quirlige Kinder und behbige Behrdendafr tun. Wir spannen den Bogen vom neu ent-deckten Mittagstisch ber Couchpotatoes und Job-Speed-Dating bis zum Apfellehrgang.

    Die Musikredaktion hat The Fixx auf ihrer Zurck-in-Europa-Tour getroffen, mit Cy Curnin geplau-dert, die deutsche Indy-Rockband PARKAinterviewt und mit VIZA, der etwas anderen ame-rikanischen Rockband, gesprochen. Wie immer gibtes CDs zu gewinnen und geben Veranstaltungs-tipps.

    Viel Spa beim Lesen!

    Biolance Originell Film Musik

    Etwas Gesundheit ab und zu ist das beste Heilmittel desKranken (Friedrich Nietzsche)

    FLAMMABLE TEMPERAMENTE

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    SPONTANEOUS

    CULTURESCENEDANGEROUS November | 03

    Entdecke nicht zumhundertsten Mal Dein Veedel - sondern entdecke das Leben

    ApfellehrgangDas s-saure paradiesische Obst

    Vorbeugenistbesseralsheilen

    NationalesZentrumfrfrhehilfenAktionsprogramm der BZgA

    ExtremeSportler

    Bonn

    Leverkusen

    LadenhterOriginale im Veedel

    DuoOhNErOLF

    Impressum/Abo-wichteln

  • 04 | Temperamente secondsszene, kulturen, temperamente

    Ein Portrait des Buches Wege zur Gelassenheit vom Klner Autor Peter Lauster.

    VONANDrEASBASTIAN

    Die Alarmglocken haben schon lange ge-lutet, wenn Stress krperliche und see-lische Symptome hervorbringt. GuteRatschlge, Weisheiten ebnen einenWeg, der mit allerlei Baustellen versehenist.

    Es ist eine stndige Suche nach derMitte, die uns Kraft und Ruhe gibt. Dau-ernd werden wir aus der Bahn geworfen,immer wieder geschehen unvorherseh-bare Dinge, mit denen wir nicht rechnen.Mal sind die Kollegen krank, manchmalhalsen wir uns einfach zu viel auf. DasLeben wird von jeder Menge, auch unbe-rechenbaren und chaotischen, Faktorenbestimmt.

    Wenn wir dann irgendwann vllig ber-spannt sind, kommt es zu dauerhaftenErscheinungen, die uns seelisch wie psy-chisch in die Ecke drngen. Der Krpersendet zahlreiche Signale, die wir alsKopfmenschen natrlich vllig verdrn-gen knnen. Es fngt mit leichten Kopf-schmerzen an, geht ber Muskel-verspannungen bis hin zu Magenproble-men. Und fr alles haben wir ein Mittel-chen in der Hausapotheke. Verdrngen wird zum Sport, und esmacht unsere Welt viel extremer, als sieeigentlich ist. Es folgen Wahrnehmungs-verzerrungen, wir sind leichter gereizt,fhlen uns bedrngt durch Gesprche, ei-gentlich einfache Entscheidungen fallenimmer schwerer. Wir knnen uns immerschlechter konzentrieren, verlieren dieLust, uns zu bewegen. Der Krper rea-giert, gibt immer deutlichere Zeichen desRaubbaus.

    Das Gehirn ist in der Lage, bei vlligerberlastung Muskeln abzuschalten,ohne dass wir es mitbekommen. Zuerstsind oft die Oberschenkelmuskulatur unddie Schulterpartien betroffen. Der Krpererschlafft, so sehr wir uns als Kopfmen-schen auch dagegen wehren.

    Peter Lausters Buch Wege zur Gelas-senheit beschert einem viele unbe-schwerte Lesestunden. Die Gelassenheitdes Autors bertrgt sich auf den Leser.Gelassenheit ist ein Zustand, an dessenExistenz der Mensch erst wieder erinnertwerden muss, eine Stimmung des Ge-mts, die wir als Kinder so oft erfahrenhaben, wenn wir selbstvergessen mit unsund der Welt um uns herum beschftigtwaren. Glcksgefhle, Erwachen, Ent-spannen, Liebe, Gelassenheit Begriffeaus der Wunschkiste unseres Erwachse-nen-Alltags. Mensch, ich wollte michdoch in meinen Sessel setzen und maldas Buch zu Ende lesen oder endlich denGarten in Ordnung bringen, Freunde tref-fen. Es sind die einfachen und leichtenDinge die wir brauchen, um unsererStimmung einen Ruck zu geben. Statt-dessen immer derselbe Trott.

    Wir belegen Tai-Chi-Kurse, meditieren

    oder joggen, gehen in uns, ndern die Er-nhrung und die Alltagsbedingungen. Esfllt sofort auf, wenn ein Ungleichge-wicht besteht. Unser Krper braucht Ven-tile, damit ein Druckausgleich stattndet,er durchlebt stndige Umstellungspha-sen: Schlaf, Wachsein, Mdigkeit, Hunger,Durst, Stoffwechselvernderungen mitber- und Unterzuckerung unser Kr-per ist ein richtiges Abenteuer. Und diekrperliche Balance ist wichtig, um Ge-lassenheit erfahren zu knnen.In seinem Buch zeigt sich Peter Lausterals kundiger und behutsamer Reisefh-rer. Die Lektre ist inspirativ, Selbstver-stndlichkeiten nden hier wieder Platz.Ein typischer Rat: Wer abschalten kann,sollte dies regelmig tun: sich Bumevorstellen, einen stillen See, summendeGrillen oder eine leichte warme Brise, diedurch das Haar weht. Diese spielerische Vertrumtheit, dieTagtrumerei der Kindheit, verliert sichoft im Laufe des Lebens. Die Sinnesreizeeiner Millionenstadt, Lrm, Enge undZeitdruck lassen wenig Platz fr Entspan-nungsbungen. Wir mssen wieder ler-nen, zu trumen.

    KomplexeGefhlswelt

    Wohlfhlgedanken sind nicht so einfachaus dem Hut zu zaubern und ein intaktesPrivatleben ist ebenso wichtig wie einklarer Standpunkt zu den Dingen. Mei-nungen ndern sich stndig, genausowie der gesellschaftliche Wandel in demeinen Jahrzehnt Tabus hervorbringt, dieim nchsten wieder vergessen sind. PeterLauster versteht es, Selbsterkenntnis zuvermitteln. Dabei geht er systematischvor: In den Eingangskapiteln "Gelassen-heit entsteht durch Loslassen" und "Ge-lassenes Denken" werden vor allemtheoretische Grundlagen gelegt. DerKernsatz lautet: "Gelassenheit ist derAusdruck seelischer Gesundheit." DerAutor geht dabei von einem ganzheitli-chen Konzept aus, welches das Zusam-menspiel von Krper, Geist und Seelebeinhaltet. Er macht deutlich, w