Kollektive Kapitalanlagen in der Schweiz - Willkommen .Januar 2015 die Kollektivanlagenverordnung-FINMA

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    Kollektive Kapitalanlagen in der SchweizPraktischer berblick undrechtliche Grundlagen

    3. Auflageaktualisierte Version Sommer 2016

    www.pwc.ch

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    Vorwort

    Im Dezember 1994 haben wir unsere erste Broschre zum Bundesgesetz 1995 und zu den Verordnungen betreffend Anlagefonds herausgegeben. Diese und die darauffolgenden Publikationen dienten vielen Praktikern als Nachschlagewerk und erfreuten sich einer sehr grossen Beliebtheit. Seit dieser ersten Publikation im Anlagefondsbereich sind mehr als zwanzig Jahre vergangen, und auch das Bundesgesetz ber die kollektiven Kapital-anlagen (KAG) wird bald schon seinen zehnten Geburtstag feiern knnen.

    Rechtsentwicklungen im Ausland, welche die Schweiz in adquater Weise umzusetzen hat, wie auch hhere Erwartungen von Regulatoren und Anlegern haben dazu gefhrt, dass sich das Recht immer schneller entwickelt, was auch zur Folge hatte, dass die Eidgenssische Finanz-marktaufsicht per 1. Januar 2015 die Kollektivanlagenverordnung-FINMA (KKV-FINMA) total revidierte und die Swiss Funds & Asset Management Association (SFAMA) in ihren Richtlinien und Weisungen verschiedene Anpassungen bzw. Neuerungen vornahm. Ab 1. Januar 2016 werden die KAG-Bewilligungstrger die Vorschriften zu Risikomanagement/Risikokontrolle und zum Einsatz von Derivaten erfllen mssen und bis zum 1. Januar 2017 delegierte Ttigkeiten in ihr Organisationsreglement (OGR) aufnehmen mssen und das OGR muss von der FINMA genehmigt werden.

    Auch wenn mit dem Finanzdienstleistungsgesetz (FIDLEG) und dem Finanzinstitutsgesetz (FINIG) in der Schweiz bald weitere Gesetze in Kraft treten sollen respektive per 1. Januar 2016 in Kraft getreten sind (Finanzinfrastrukturgesetz (FINFRAG)), haben wir diese Umstnde zum Anlass genommen, unsere Broschre in aktualisierter Form neu aufzulegen.

    Mit der vorliegenden Ausgabe von Kollektive Kapitalanlagen in der Schweiz stellen wir Ihnen wieder ein handliches und umfassendes Arbeits-hilfsmittel zur Verfgung. Sie erhalten damit einen guten berblick ber den aktuellen Stand der schweizerischen Kollektivanlagegesetzgebung (inkl. Selbstregulierung) und die bewilligungs- und meldepflichtigen Tatbestnde. Bei der Wiedergabe der Publikationen der Eidgenssischen Finanzmarkt-aufsicht und der SFAMA beschrnken wir uns auf die wichtigsten Dokumente; diese sind in der aktuellsten Version ber die Internetseiten (www.finma.ch bzw. www.sfama.ch) abrufbar.

    Wir sind berzeugt, dass Ihnen auch die aktuelle Ausgabe von Kollektive Kapitalanlagen in der Schweiz ein ntzlicher Begleiter im Alltag sein wird. Auf unserer Homepage (www.pwc.ch/asset_management) finden Sie weitere ntzliche Informationen wie auch eine regelmssig aktualisierte Online-version dieses Buches. Wir beraten Sie gerne bei der Umsetzung von regula-torischen Fragen und stehen Ihnen fr weitere Ausknfte sehr gerne zur Verfgung.

    Aktualisierte Version Sommer 2016 PricewaterhouseCoopers AG

    PraxishilfenPublikationen KontakteRundschreibenKKV-FINMAKKVKAGbersichtVorwort

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    KAG

    KKV

    Praxishilfen

    bersicht

    Teil A: Bundesgesetz ber die kollektiven Kapital-anlagen (Kollektivanlagen-gesetz, KAG)[Seite 667]

    Teil C: Verordnung der Eidgenssischen Finanz-marktaufsicht ber die kollektiven Kapitalanlagen (Kollektivanlagenverord-nung-FINMA, KKV-FINMA)[Seite 160219]

    Teil F: Publikationen der Swiss Funds & Asset Management Association (SFAMA) sowie Richtlinien der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg)[Seite 268435]

    Teil B: Verordnung ber die kollektiven Kapital- anlagen (Kollektiv- anlagenverordnung, KKV)[Seite 68159]

    Teil G: bersicht ber bewilligungs-, genehmi-gungs- und meldepflichtige Tatbestnde fr kollektive Kapitalanlagen und bewilligte Institute in der Schweiz[Seite 436463]

    Teil E: FINMA- Rundschreiben[Seite 220267] Kontakte

    [Seite 465]

    PraxishilfenPublikationen KontakteRundschreibenKKV-FINMAKKVKAGbersichtVorwort

  • Teil A: Bundesgesetz ber die kollektiven Kapitalanlagen (Kollektivanlagengesetz, KAG)

    1. Titel: Allgemeine Bestimmungen1. Kapitel: Zweck und Geltungsbereich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 82. Kapitel: Kollektive Kapitalanlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 123. Kapitel: Bewilligung und Genehmigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 154. Kapitel: Verhaltensregeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20

    2. Titel: Offene kollektive Kapitalanlagen1. Kapitel: Vertraglicher Anlagefonds. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 222. Kapitel: Investmentgesellschaft mit variablem Kapital . . . . . . . . . . . 263. Kapitel: Arten der offenen kollektiven Kapitalanlagen und Anlagevorschriften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 314. Kapitel: Gemeinsame Bestimmungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36

    3. Titel: Geschlossene kollektive Kapitalanlagen1. Kapitel: Kommanditgesellschaft fr kollektive Kapitalanlagen . . . . . . . 452. Kapitel: Investmentgesellschaft mit festem Kapital . . . . . . . . . . . . . 48

    4. Titel: Auslndische kollektive Kapitalanlagen1. Kapitel: Begriff und Genehmigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 492. Kapitel: Vertreter auslndischer kollektiver Kapitalanlagen . . . . . . . . . 51

    5. Titel: Prfung und Aufsicht1. Kapitel: Prfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 522. Kapitel: Aufsicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53

    6. Titel: Verantwortlichkeit und Strafbestimmungen1. Kapitel: Verantwortlichkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 572. Kapitel: Strafbestimmungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59

    7. Titel: Schlussbestimmungen1. Kapitel: Vollzug; Aufhebung und nderung bisherigen Rechts . . . . . . . 622. Kapitel: bergangsbestimmungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 623. Kapitel: bergangsbestimmungen zur nderung vom 28. September 2012 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 644. Kapitel: Referendum und Inkrafttreten. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66

    Anhang IAufhebung und nderung bisherigen Rechts . . . . . . . . . . . . . . . . . 67

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    PraxishilfenPublikationen KontakteRundschreibenKKV-FINMAKKVKAGbersichtVorwort

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    Bundesgesetz ber die kollektiven Kapitalanlagen (Kollektivanlagengesetz, KAG)

    vom 23. Juni 2006 (Stand am 1. Juli 2016)

    Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, gesttzt auf die Artikel 98 Abstze 1 und 2 und 122 Absatz 1 der Bundesverfassung1, nach Einsicht in die Botschaft des Bundesrates vom 23. September 20052, beschliesst:

    1. Titel: Allgemeine Bestimmungen 1. Kapitel: Zweck und Geltungsbereich

    Art. 1 Zweck Dieses Gesetz bezweckt den Schutz der Anlegerinnen und Anleger sowie die Trans-parenz und die Funktionsfhigkeit des Marktes fr kollektive Kapitalanlagen.

    Art. 2 Geltungsbereich 1 Diesem Gesetz unterstellt sind, unabhngig von der Rechtsform:

    a. schweizerische kollektive Kapitalanlagen und Personen, die diese verwalten, aufbewahren oder vertreiben;

    b. auslndische kollektive Kapitalanlagen, die in der Schweiz vertrieben wer-den;

    c. Personen, die in der Schweiz oder von der Schweiz aus auslndische kollek-tive Kapitalanlagen verwalten;

    d. Personen, die in der Schweiz auslndische kollektive Kapitalanlagen vertrei-ben;

    e. Personen, die von der Schweiz aus auslndische kollektive Kapitalanlagen vertreiben, die nicht ausschliesslich qualifizierten Anlegerinnen und Anle-gern gemss Artikel 10 Abstze 3, 3bis oder 3ter oder entsprechendem aus-lndischem Recht vorbehalten sind;

    AS 2006 5379 1 SR 101 2 BBl 2005 6395

    951.31 Kreditinstitute

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    951.31

    f. Personen, die in der Schweiz auslndische kollektive Kapitalanlagen vertre-ten.3

    2 Diesem Gesetz nicht unterstellt sind insbesondere: a. Einrichtungen und Hilfseinrichtungen der beruflichen Vorsorge, einschliess-

    lich Anlagestiftungen; b. Sozialversicherungseinrichtungen und Ausgleichskassen; c. ffentlich-rechtliche Krperschaften und Anstalten; d. operative Gesellschaften, die eine unternehmerische Ttigkeit ausben; e. Gesellschaften, die durch Stimmenmehrheit oder auf andere Weise eine oder

    mehrere Gesellschaften in einem Konzern unter einheitlicher Leitung zu-sammenfassen (Holdinggesellschaften);

    f. Investmentclubs, sofern deren Mitglieder in der Lage sind, ihre Vermgens-interessen selber wahrzunehmen;

    g. Vereine und Stiftungen im Sinne des Zivilgesetzbuches4; h.5 Vermgensverwalter kollektiver Kapitalanlagen, deren Anleger im Sinne

    von Artikel 10 Absatz 3, 3bis oder 3ter qualifiziert sind und die eine der fol-genden Voraussetzungen erfllen: 1. Die verwalteten Vermgenswerte, einschliesslich der durch Einsatz von

    Hebelfinanzierungen erworbenen Vermgenswerte, betragen insgesamt hchstens 100 Millionen Franken.

    2. Die verwalteten Vermgenswerte der kollektiven Kapitalanlagen beste-hen aus nicht hebelfinanzierten kollektiven Kapitalanlagen, die fr ei-nen Zeitraum von fnf Jahren nach der Ttigung der ersten Anlage in jeden dieser kollektiven Kapitalanlagen keine Rcknahmerechte aus-ben drfen, und betragen hchstens 500 Millionen Franken.

    3. Die Anleger sind ausschliesslich Konzerngesellschaften der Unterneh-mensgruppe, zu welcher der Vermgensverwalter gehrt.

    2bis Vermgensverwalter kollektiver Kapitalanlagen nach Absatz 2 Buchstabe h knnen sich diesem Gesetz unterstellen, sofern dies vom Land gefordert wird, in dem die kollektive Kapitalanlage aufgesetzt oder vertrieben wird. Der Bundesrat r