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Die sprachliche Korrektur der VWA - lsr-t.gv.atlsr-t.gv.at/sites/lsr.tsn.at/files/upload_lsr/Die sprachliche Korrektur der VWA_mit... · PDF fileVorbemerkung zur Power-Point-Präsentation

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  • Vorbemerkung zur Power-Point-Präsentation Sprachliche Korrektur der vorwissenschaftlichen Arbeit

    Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die vorliegenden Unterlagen stammen aus einer Fortbildungsveranstaltung an der PHT im Sommersemester 2014 zum Bereich „Vorwissenschaftliche Arbeit“ (VWA). Dieses Seminar beschäftigte sich speziell mit dem Beurteilungskriterium Sprachliche Kompetenz. Die Veranstaltung wurde auf Wunsch von Lehrpersonen, die in ihrem Unterrichtsfach bisher weniger mit der Korrektur schriftlicher Arbeiten konfrontiert waren, angeboten. Ziel war es, eine Orientierung bei der Auslegung des Punktes Sprachliche Kompetenz zu geben, der im Leitfaden des Bundesministeriums zur VWA einen von 8 Kompetenzbereichen für die Beurteilung darstellt. Für SchülerInnen wurde außerdem eine Checkliste entworfen, die sie dabei unterstützen kann, eine sprachlich optimierte Arbeit abzugeben. Diese Sammlung von Tipps versteht sich als eine Grundlage, die selbstverständlich nach den Bedürfnissen der jeweiligen Schule bzw. bestimmter Fächer modifizierbar ist.

    Als Leiterin der Arbeitsgemeinschaft für Deutsch an den AHS Tirols hoffe ich, mit diesen Unterlagen dazu beizutragen, die sprachliche Korrektur und Beurteilung der vorwissenschaftlichen Arbeiten für KollegInnen aller Fächer zu erleichtern. Das Seminar, das weiterhin im Angebot der PHT zu finden sein wird, bietet die Möglichkeit, die in der vorliegenden Präsentation stichwortartig zusammengefassten Inhalte zu besprechen, zu konkretisieren und zu ergänzen. Dazu möchte ich Sie herzlich einladen! Prof. Mag.a Martina Frick, MA Leiterin der ARGE Deutsch, AHS/Tirol

  • Die sprachliche Korrektur der vorwissenschaftlichen Arbeit

    Fortbildungsveranstaltung

    für Lehrerinnen und Lehrer aller Fächer am 29. 4. 2014

    Referentin: Martina Frick

  • Überblick: Programm 1. Stellenwert der sprachlichen Kompetenz

    (VWA/Lehrplan) 2. „Sprachliche Kompetenz“ – ein Beurteilungsbereich

    der VWA 3. Deskriptoren im Einzelnen

    3.1 Wesentliche Prinzipien – Was ist das? 3.2 Orthographie/Rechtschreibung 3.3 Zeichensetzung 3.4 Grammatik 3.5 Hilfsmittel zur sprachlichen Korrektur

  • Fortsetzung: Programm

    3.6 Wortwahl/Wortschatz

    3.7 LeserInnenfreundlichkeit

    3.8 Einbau von Zitaten

    4. Beurteilung der „Sprachlichen Kompetenz“ insgesamt

    5. Fragen (Kärtchen)

  • Für eine insgesamt positive Beurteilung müssen  alle Kompetenzen (= „die

    wesentlichen Bereiche“)

     zumindest „überwiegend erfüllt“ sein.

    Grundlage: Leistungsbeurteilungsverordnung (14 Abs. 2 bis 6)

    1. 1 Stellenwert der sprachlichen Kompetenz als Beurteilungskriterium der VWA/DA

    1. Stellenwert der sprachlichen Kompetenz

    http://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10009375

  • Vorwissenschaftliche Arbeit – Grundlegendes

    05.10.2014 6

    für die Beurteilung relevante Kompetenzbereiche (§ 8 Abs. 1 RPVO):

    Beurteilung

    8 Kompetenzbereiche

    Schriftliche Arbeit

    1. Selbstkompetenz 2. Inhaltliche Kompetenz 3. Informationskompetenz 4. Sprachliche Kompetenz 5. Gestaltungskompetenz

    (formale Kriterien)

    Präsentation 1. Strukturelle & inhaltliche Kompetenz 2. Ausdruckfähigkeit und Medienkompetenz

    Diskussion 1. Diskursfähigkeit

  • 1. 2. Stellenwert als fächerübergreifendes Bildungsziel im Lehrplan der AHS

    Bildungsbereich Sprache und Kommunikation:

    Ausdrucks-, Denk-, Kommunikations- und Hand- lungsfähigkeit sind in hohem Maße von der Sprachkompetenz abhängig. In jedem Unterrichts- gegenstand sind die Schülerinnen und Schüler mit und über Sprache – z.B. auch in Form von Bildsprache – zu befähigen, ihre kognitiven, emotionalen, sozialen und kreativen Kapazitäten zu nutzen und zu erweitern. (Hervorhebungen Referentin)

    Quelle: http://www.bmukk.gv.at/medienpool/11668/11668.pdf, S. 3.

    http://www.bmukk.gv.at/medienpool/11668/11668.pdf

  • 1. 3. Positive Aspekte dieser Verordnungen

     Legale Grundlage für (sprachliche) Autorität gegenüber den SchülerInnen (unabhängig vom Unterrichtsfach)

     In Zukunft vermehrte Zusammenarbeit aller Lehrpersonen in Bezug auf sprachliche Kompetenz der SchülerInnen (notwendig) – Synergieeffekt

     Heranbildung einer größeren Bewusstheit bei SchülerInnen hinsichtlich ihrer sprachlichen Kompetenzen

    → Erhöhung der sprachlichen und inhaltlichen Kompetenz (potenziell)

  • 2. Sprachliche Kompetenz als Beurteilungsbereich der VWA/DA

    Fachsprache

    Besonderheiten jeder Disziplin

    (nicht nur Wortschatz)

    2.1 Prinzipielle Stilebenen

    Wissenschaftlicher Sprach-

    gebrauch im Allgemeinen

    schriftliche Standardsprache, sachlich-objektiver Stil,

    argumentativ, beschreibend …

  • 2. 2 Deskriptoren zur sprachlichen Kompetenz im Überblick

     Der Kandidat/die Kandidatin beherrscht die wesentlichen Grundprinzipien von Orthographie, Satzzeichensetzung und Grammatik.  Der Kandidat/die Kandidatin entspricht in Wortwahl/ Wortschatz einem vorwissenschaftlichen Anspruch.

     Der Kandidat/die Kandidatin fördert die Leser/innen- freundlichkeit des Textes.

     Der Kandidat/die Kandidatin baut Zitate sprachlich korrekt in den Textzusammenhang ein.

  • 3.1 Wesentliche Grundprinzipien der Orthografie, Satzzeichensetzung und Grammatik?

    „Wesentliche Grundprinzipien“ kann so verstanden werden, dass für die Beurteilung/Beschreibung

    a) nicht die einzelnen Fehler und deren Anzahl, sondern

    b) die Art der Fehler/Verstöße, die man zu Gruppen, Kategorien oder

    eben Prinzipien zusammenfassen kann,

    relevant sind. (Kompetenzorientierung!)

    Anmerkung: Das heißt nicht, dass man die einzelnen Fehler nicht anstreichen soll. Nicht mit Bleistift, sondern gut sichtbar!

    3. Die Deskriptoren im Einzelnen

  • 3.2 Orthografie

    I. Laut-Buchstaben-Zuordnung

    II. Groß- und Kleinschreibung

    III. Markierung von Kurzvokalen (Doppelung)

    IV. Markierung von Langvokalen (Dehnung)

    V. s/ss/ß-Schreibung sowie das/dass

    VI. Getrennt- und Zusammenschreibung

    VII. Fremdwörter

    I. aufwändig, Pubertät, Kandidaten;

    II. in Bezug auf, im Allgemeinen, als Erstes, ohne Zögern, etwas Gutes; der eine, die andere; die beiden; zum einen – zum anderen

    III. Meist kein Problem (mehr)

    IV. Dehnungs-h oder i/ie;

    V. Häufigste Fehlerquelle

    VI. Viele Unsicherheiten, aber relativ toleranter Umgang empfohlen

    VII. Sollte weniger fehleranfällig sein, da SchülerInnen diese – hoffentlich meist richtig – aus der verwendeten Fachliteratur übernehmen.

    3.2.1 Wesentliche Grundprinzipien der Rechtschreibung

  • Quelle (Kategorisierung in Fehlergruppen):

    Internationale Arbeitsgruppe „Schriftliche standardisierte kompetenz- orientierte Reife- und Diplomprüfung Deutsch“ (Hrsg.): Erläuterungen zur Bewertung der normativen Sprachrichtigkeit im Rahmen der schriftlichen Reife- und Diplomprüfung in Deutsch. Als Download: https://www.bifie.at/system/files/dl/srdp_d_normative_sprach richtigkeit_2013-04-19.pdf, S. 3/4 (Zugriff: 26. 4. 2014)

    Anmerkung Der Terminus „Prinzipien“ wird hier anders verwendet als im Leitfaden zur Beurteilung der VWA. Übernommen wurden die im Anschluss an die Prinzipien dargestellten und pragmatisch geeigneteren Regelbereiche zur Kategorisierung von Fehlern. Auch für die Beschreibung der Zeichensetzung und Grammatik wurden oben angegebene Erläuterungen herangezogen.

    https://www.bifie.at/system/files/dl/srdp_d_normative_sprachrichtigkeit_2013-04-19.pdf https://www.bifie.at/system/files/dl/srdp_d_normative_sprachrichtigkeit_2013-04-19.pdf https://www.bifie.at/system/files/dl/srdp_d_normative_sprachrichtigkeit_2013-04-19.pdf https://www.bifie.at/system/files/dl/srdp_d_normative_sprachrichtigkeit_2013-04-19.pdf https://www.bifie.at/system/files/dl/srdp_d_normative_sprachrichtigkeit_2013-04-19.pdf https://www.bifie.at/system/files/dl/srdp_d_normative_sprachrichtigkeit_2013-04-19.pdf https://www.bifie.at/system/files/dl/srdp_d_normative_sprachrichtigkeit_2013-04-19.pdf

  • 3.2.2 Empfehlungen im Umgang mit Verstößen gegen die Rechtschreibung (Lehrpersonen)

    a) KORREKTUR

     Im Text: Falsches unterstreichen oder Fehlendes ergänzen  Randvermerk (Übersichtlichkeit!): R oder O (für Rechtschreibung bzw. Orthographie) (keine Differenzierung in Untergruppen notwendig)

     Beschreibung der Arbeit:

    Auffällige Häufung von Fehlern (Schätzwert!) in bestimmtem Bereich evtl. erwähnen (z. b. gelegent- liche/einige/häufige Schwächen in Groß- und Klein- schreibung sowie s-Schreibung)

  • b) BEURTEILUNG

     Erfüllungsgrad 2: Wenige vereinzelte Fehler (nicht systematisch)

    „Sehr gut“: keine oder kaum Verstöße „Gut“: einige wenige Verstöße (aber keine Häufung in einem der

    wesentliche