Das Bistum Hildesheim 1. Das Reichsunmittelbare ...germania-sacra- 7 Goetting...  LP. Anfang ad annum

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Text of Das Bistum Hildesheim 1. Das Reichsunmittelbare ...germania-sacra- 7 Goetting...  LP. Anfang ad...

  • GERMANIA SACRA HISTORISCH-STATISTISCHE BESCHREIBUNG DER KIRCHE DES ALTEN REICHES

    HERAUSGEGEBEN VOM MAX-PLANCK-INSTITUT FüR GESCHICHTE

    NEUE FOLGE 7

    DIE BISTüMER DER KIRCHENPROVINZ MAINZ

    DAS BISTUM HILDESHEIM

    DAS REICHSUNMITTELBARE KANONISSENSTIFT GANDERSHEIM

    1973

    WALTER DE GRUYTER . BERLIN . NEW YORK

  • DAS BISTUM HILDESHEIM

    1

    DAS REICHSUNMITTELBARE KANONISSENSTIFT GANDERSHEIM

    IM AUFTRAGE DES MAX-PLANCK-INSTITUTS FüR GESCHICHTE

    BEARBEITET VON

    HANS GOETTING

    1973

    WALTER DE GRUYTER . BERLIN . NEW YORK

  • ISBN 3 11 00-4219 3

    Library of Congress Catalog Card Number 72-81555

    c 1973 by Walter de Gruyter & Co .• vormals G. J. Göschen'sme Verlagshandlung

    J. Guttentag, Verlagsbuchhandlung· Georg Reimer· Karl J. Trübner . Veit & Comp. 1 Berlin 30

    Printed in Germany

    Alle Rechte, insbesondere das der übersetzung in fremde Sprachen, vorbehalten. Ohne ausdrückliche Genehmigung des Verlages ist es auch nicht gestattet, dieses Buch oder Teile daraus

    auf photomechanischem Wege (Photokopie, Mikrokopie) zu vervielfältigen.

    Satz und Drudt: Pranz Spiller, 1 Berlin 36·

  • VORWORT

    Der vorliegende Band 7 der N euen Folge der Germania Sacra be- handelt ausschließlich das Reichsstift Gandersheim. Band 8, der die Gandersheimer Eigenklöster St. Marien vor Gandersheim, Brunshausen und Clus sowie das Franziskanerkloster Gandersheim umfaßt, befindet sich im Druck, so daß auf ihn im Text bereits verwiesen werden konnte.

    Die Geschichte des ältesten Familienstifts der Liudolfinger, in dessen Entwicklung sich Reichs- und Landesgeschichte in besonders eindrucks- voller Weise berühren, hat den Bearbeiter - zunächst von der Diplo- matik her - seit vielen Jahren beschäftigt. So lag es nahe, das An- gebot anzunehmen, das· Reichsstift Gandersheim und ·seine Eigenklöster im Rahmen der Germania Sacra umfassend zu bearbeiten. Wie so häufig, erwies sich das Arbeitsfeld wesentlich umfangreicher · als zunächst an- genommen werden konnte. Obwohl durch eine Reihe eigener Vorarbeiten schon manche Probleme insbesondere der frühen Zeit gelöst worden waren, bedürfen andere noch weiterer Untersuchung. Darauf ist im Text jeweils hingewiesen worden. Im übrigen weiß niemand besser als der Bearbeiter selbst, daß bei Forschungen dieses Umfanges Vollkom- menheit ein unerreichbares Ziel ist.

    Von den Quellen zur Gandersheimer Geschichte ist im Laufe eines Jahrtausends vieles verlorengegangen. Dennoch ist die Quellenlage gerade für die frühere Zeit verhältnismäßig günstig. So konnte z. B. eine Abtissinnenlisteerarbeitet werden, wie sie in ihrer Lückenlosigkeit nur wenige der alten Stifter aufweisen dürften. Für die Personallisten im allgemeinen schreiben die Bearbeitungsrichtlinien der Germania Sacra vor, daß nicht etwa alle in den Quellen ermittelten Nachweise gebracht werden, sondern daß für die einzelnen· Personen, die jeweils bei der höchsten im Stift erlangten· Würde aufgeführt sind, in der Regel der erste und letzte Beleg für ein Amt · angegeben werden. Besonders für die neuzeitlichen Jahrhunderte galt der Grundsatz, vor allem die unge- druckten Quellen zu berücksichtigen und auf die Wiederholung von Angaben aus der allgemein zugänglichen genealogischen Literatur zu verzichten. Daß die Vernichtung aller Gandersheimer Kirchenbücher vor 1750 in mancher Hinsicht die Angabe genauerer Daten erschwerte, sei besonders erwähnt.

    Die Arbeit, die sich über nahezu anderthalb Jahrzehnte erstreckte, h~tte zwar den Vorteil genügender Reifezeit, aber auch die Nachteile

  • VI Vorwort

    vielfacher Ein- und Umarbeitungen, die teils durch Ji..nderungen der Bearbeitungsrichtlinien, teils durch weiteres Fortschreiten der Verzeich- nung benachbarter Archivbestände und das Erscheinen neuer Literatur nötig wurden. Nicht zuletzt war es die in der Zwischenzeit erfolgte Vereinheitlichung aller Archivsignaturen des Niedersächsischen Staats- archivs Wolfenbüttel, die eine sehr zeitraubende Umstellung der mei- sten Quellenzitate erforderlich machte.

    Die Bearbeitung eines solchen Gegenstandes ist nur in ständiger unmittelbarer Berührung mit dem archivalischen Quellenmaterial mög- lich. Da sehr erhebliche Teile der Gandersheimer Archivalien noch nicht oder nur unbefriedigend geordnet waren, war deren Verzeichnung eine unabdingbare Vorarbeit. Daß sie von mir seinerzeit im Rahmen meiner dienstlichen Obliegenheiten im Niedersächsischen Staatsarchiv Wolfenbüttel mit Vorrang durchgeführt werden konnte, ist dem Ver- ständnis von Staatsarchivdirektor Dr. jur. Hermann Kleinau zu ver- danken, der als bester Kenner der braunschweigischen Landesgeschichte zugleich wertvolle Hinweise gab. Die »Magazinerlaubnis" , die mir nach meiner Berufung an die Universität Göttingen sein Amtsnachfolger, Archivdirektor Dr. joseph König, und seine Vertreter in großzügiger Weise gewährten, war für die Vollendung der Arbeit und die Kon- trolle der Quellenzitate unerläßlich und sei ebenfalls dankbar vermerkt. Zu danken habe ich ferner allen genannten Archiven und Bibliotheken für freundlichst erteilte Auskünfte und nicht zuletzt den Mitarbeitern des Max-Planck-Instituts für Geschichte für mannigfache Anregungen. Vor allem aber gilt mein Dank dem Initiator und ersten Direktor des Instituts, Professor Dr. Dr. h. c. Hermann Heimpel, der diese Arbeit mit verständnisvoller Geduld begleitet und mich in vielfacher Weise gefördert hat.

    Hans Goetting

  • INHALTSVERZEICHNIS

    Vorwort v Allgemeine Abkürzungen ................................................ IX

    1. Quellen, Literatur und Denkmäler S 1. Quellen ....................................................... .

    1) Ungedruckte Quellen ....................................... . 2) Gedruckte Quellen ........................................... . 3) Ältere Ausarbeitungen und Kollektaneen zur Stiftsgeschichte ..... .

    S 2. Literatur ..................................................... . S 3. Topographie und Denkmäler ..................................... .

    1) Baugeschichte der Stiftskirche ................................. . 2) Die Altäre und Altarkapellen der Stiftskirche ................... . 3) Grabdenkmäler ............................................. . 4) Außenkapellen ............................................. . 5) Reliquien- und Kirchenschatz. Glocken ......................... . 6) Die übrigen Stiftsgebäude ................................... . 7) Baumeister und Künstler ..................................... .

    2. Archiv und Bibliothek ............................................... . S 4. Archiv S 5. Bibliothek und liturgische Handschriften ......................... .

    3. Historische übersicht ...................................... .' ........ .

    4 10 11 19 19 26 39 41 44 48 56

    57 57 66

    76 S 6. Lage, Name und Patrozinien. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 76 § 7. Gründung und älteste Entwicklung des Stifts ...................... 81 S 8. Das Reichsstift bis zum Ende des Gandersheimer Streites ............ 85 § 9. Von der Mitte des 11. Jhs. bis zur Erringung der kirchenrechtlichen

    Exemtion ...................................................... 94 S 10. Das Reichsstift im Kampf mit den territorialen Gewalten ............ 102 § 11. Das Jahrhundert der Reformation ................................ 117 S 12. Das evangelische Reichsstift bis zu seiner Aufhebung im Jahre 1810 .... 132

    4. Verfassung .......................................................... 146 S 13. Die Stiftsverfassung. Gesamtkapitel und Statuten .................. 146 § 14. Die Äbtissin .................................................... 153 S 15. Die Dignitäten .................................................. 162

    1) Die Pröpstin ................................................ 162 2) Die Dekanin ................................................ 165 3) Die Küsterin ................................................ 168 4) Die Scholasterin .............................................. 170

    S 16. Das Kanonissenkapitel .......................................... 172

  • VIII Inhaltsverzeichnis

    § 17. Das Kanonikerkapitel und die Stiftspfarrei ........................ 182 § 18. Die Vikare .................................................... 195 § 19. Die Küster § 20. Die Organisten

    200 201

    § 21. Die Stiftsschulen und ihre Lehrer ................................•. 202 § 22. Das Stiftshospital zum Hl. Geist .................................. 207 § 23. Die Stiftsministerialität und die erblichen Hofämter. Das sonstige Abtei-

    personal . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 209 § 24. Das Verhältnis zum Diözesanbischof und die kirchenrechtliche Exemtion .. 216 § 25. Die Reichsunmittelbarkeit ........................................ 223 § 26. Vogtei und Landesherrschaft ...................................... 231 § 27. Siegel und Wappen ............................................ 237

    5. Religiöses und geistiges Leben .......................................... . 241 § 28. Liturgische Feiern und Prozessionen ......................... .' ...... 241 § 29. Ablässe ........................................................ 245 § 30. Bruderschaften ...................................... ~ ........... 247 § 31. Wissenschaftliche und litera