automotive 1501

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  • medianet.at

    automotive business

    Interview Mazda-Austria GF Gnther Kerle im medianet-Gesprch 82

    Europa-Strategie Infiniti will endlich auch am Alten Kontinent Fu fassen 83

    Alles fr die Katz! Jaguar geht mit dem neuen XF auf Kundenfang 86

    Grafik der Woche Der rot-wei-rote Automarkt schreibt 2015 Plus 88

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    vienna Autoshow: Neuheiten-Feuerwerk zum 10. JubilumDie 10. Auflage der Vienna Autoshow geht mit zwei Europa-Premieren und 400 Neuwagen bis 17. Jnner in der Messe Wien ber die Bhne. 84

    cES-Neuheiten Autos erobern die Elektronikmesse fr sich.

    Neues rekordjahr Volvo verkaufte im vergangenen Jahr weltweit erstmals mehr als 500.000 Fahrzeuge.

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    US-Behrde lehnt Rckrufplan abWOLFSBURG/WASHING-TON. In der Abgasaffre bei Volkswagen halten die US-Umweltbehrden die bisher vorgelegten Vorschlge zum Rckruf der betroffenen Die-selautos fr unzureichend. Die kalifornische Umweltbehrde CARB erklrte diese Woche, der im November eingereichte Plan gehe nicht ausreichend auf die Gesamtauswirkungen fr Fahrverhalten, Emissionen und Sicherheit der Autos ein. Den Vorschlgen fehle es an Informationen fr eine tech-nische Bewertung. Aus der Mitteilung ging aber hervor, dass VW weiterhin die Chance habe, bei den Lsungsvor-schlgen fr den Rckruf der manipulierten Dieselfahrzeuge nachzubessern. (APA)

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    Starker Endspurt bringt WachstumPEKING. Chinas Automarkt ist zum Jahresende dank massi-ver Steuererleichterungen (die Regierung senkte ab Oktober die Mehrwertsteuer fr Autos mit einem Motor von hchs-tens 1,6 Liter Hubraum) deut-lich gewachsen. Der Absatz stieg im Dezember nach Daten des Branchenverbands PCA um 16,9 Prozent auf 2,36 Millio-nen. Dank des starken Jahres-endspurts lag das Absatzplus ber das Jahr gesehen bei 8,5 Prozent auf 20,6 Millionen Stck. (APA)

    Jaguar

  • medianet.at

    medianet: Ist diese Strategie auch ein Erfolgsrezept, weshalb es fr Mazda Austria in Sdosteuropa so gut luft?Kerle: Das ist in jedem Fall ein ganz wichtiger Erfolgsfaktor. Wir haben 1992 in Ungarn, Slowenien und Kroatien unsere internationa-len Aktivitten begonnen und uns ein Know-how aufgebaut, wie man genau mit dieser Strategie auf kleinen Mrkten erfolgreich agiert. Dieses Know-how haben wir in der Folge auch anderswo unter Beweis gestellt, zuletzt etwa in der Trkei.

    medianet: Als Konsequenz davon wird Mazda Austria im laufenden Fiskaljahr erstmals mehr Autos au-erhalb sterreichs verkaufen als in sterreich.

    Von Jrgen Zacharias

    WIEN. Das vergangene Autojahr war fr Mazda Austria (wieder ein-mal) ein gutes: 10.105 Fahrzeuge konnte der Importeur in sterreich verkaufen, und auf seinen sdost-europischen Mrkten steuert das Unternehmen berhaupt auf neue Rekordzahlen zu. Bis zum Ende des Fiskaljahrs mit Ende Mrz hat sich Geschftsfhrer Gnther Kerle dort ein Wachstumsziel von 15% gesetzt, aktuell sei man so-gar leicht ber diesem Wert. Auch sonst gibt es fr den scheidenden Geschftsfhrer, der mit Anfang April die Agenden an Nachfolger Heimo Egger bergeben wird, we-nig Grund zu jammern. Es luft ausgezeichnet, so Gnther Kerle im medianet-Interview.

    medianet: Herr Kerle, 2014 konnte Mazda in sterreich 9.389 Autos verkaufen, 2015 waren es mehr als 10.000. Ich nehme an, Sie sind mit dem Geschftsjahr zufrieden?Gnther Kerle: Sehr sogar nicht nur, weil wir unseren Absatz deut-lich steigern konnten, sondern auch, weil wir eigentlich noch viel mehr Autos verkaufen htten knnen. Die Nachfrage nach unseren Fahr-zeugen ist hoch, aufgrund von Pro-duktionseinschrnkungen seitens des Herstellers knnen wir aber nur beschrnkte Stckzahlen liefern.

    medianet: Welches Absatzpotenzi-al blieb dadurch ungenutzt?Kerle: Wir reden da sicherlich von rund 1.000 Fahrzeugen, die wir das entsprechende Angebot vor-ausgesetzt mehr verkaufen knn-ten. Die aktuelle Situation hat aber auch ihr Gutes; so sind wir nicht gezwungen, Rabattschlachten mitzumachen und knnen unserer Strategie Ertrag vor Volumen treu bleiben.

    Kerle: Die Entwicklung war schon lange absehbar. Whrend in s-terreich Stagnation und Verdrn-gungswettbewerb herrschen, be-finden sich unsere sdosteurop-ischen Mrkte im Wachstum. Und dieses Wachstum wird aller Vor-aussicht nach auch weiter anhal-ten, die Grenverhltnisse werden sich also weiter in Richtung der in-ternationalen Mrkte verschieben.

    medianet: Sie haben zuletzt mit der Aussage aufhorchen lassen, dass sich Autohndler in Zukunft zu Mobilittsdienstleistern entwi-ckeln werden. Was genau haben Sie damit gemeint?Kerle: Genau das! Es wird nicht mehr gengen, Autos zu verkau-fen und diese hinterher in den Werksttten zu servicieren. Will ein Hndler Erfolg haben, muss er dem Trend zum Nutzen statt Be-sitzen folgen und sich zum Mobi-littsdienstleister entwickeln; erste Tendenzen dahin sind jetzt schon absehbar. Bei neuen Leasingver-trgen wird etwa jetzt schon das Rckkaufrisiko nicht mehr auf den Fahrer bertragen. Es geht in Zukunft also nur noch darum, sich vom Faktor des Besitzens zu lsen und den Nutzgedanken in den Vor-dergrund zu rcken.

    medianet: Die Nutzer mssen also umdenken?Kerle: So ist es, aber das wird nicht zu ihrem Nachteil sein. Der Kunde kann in Zukunft sein Risiko leich-ter auf den Hndler abwlzen und wei durch All-Inclusive-Vertrge ganz genau, was ihm das Auto im Monat und ber das Jahr kostet. Und zwar inklusive Service und Winterreifen und ohne versteckte Kosten, und damit sollte es auch wieder verstrkt gelingen, die Ziel-gruppe der jungen Erwachsenen fr Autos zu begeistern.

    82 Hersteller & zulieferer Freitag, 15. Jnner 2016

    Nutzen statt besitzen! Der scheidende Mazda Austria-Geschftsfhrer Gnther Kerle ber inter-nationale Mrkte & den Wandel von Hndlern zu Mobilittsdienstleistern.

    Persnliche Highlights Im Rckblick waren fr Gnther Kerle vor allem seine Anfangs-jahre bei Mazda in den 1980ern (damals war Mazda extrem im Aufwind) und der Aufbau der Oststaaten ab 1992 extrem interessant.

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    Neues Jaguar laNd rover-Werk

    Entscheidung pro Slowakei

    BRATISLAVA. Wie Jaguar Land Rover (JLR) Ende des vergangenen Jahres bekannt gab, wird sich der Hersteller in der Slowakei ansiedeln und seine neue Fabrik im westslowakischen Nitra bauen.

    Der zum indischen Konzern Tata Motors geh-rende Autobauer wird in der Slowakei insgesamt 1,5 Mrd. Euro investieren, wodurch bis zu 4.000 neue Arbeitspltze entstehen werden. Zusammen mit Zulieferern soll die Investition rund 8.000 neue Jobs bringen.

    Baubeginn der neuen Fabrikhallen im Indus-triepark bei Nitra ist fr dieses Jahr geplant, 2018 sollen die ersten Autos vom Flieband rollen. In der ersten Phase werden 150.000 Fahrzeuge pro Jahr gefertigt, die Produktion soll innerhalb der folgenden zehn Jahre aber auf 300.000 Autos jhr-lich ansteigen. Es ist ein gewaltiger Erfolg fr unser Land, der besttigt, wir haben ein stabiles und solides Unternehmerumfeld, erklrte der slo-wakische Ministerprsident Robert Fico. Die Slo-wakei werde die Investition mit staatlichen Sub-ventionen in Hhe von 130 Mio. untersttzen, unter dem Vorbehalt einer Zustimmung vonseiten der EU, erklrte der Premier.

    JLR siedelt sich als vierter Autobauer in der Slowakei an nach VW, PSA Peugeot Citroen und Kia. Schon jetzt werden damit im Land weltweit die meisten Neuwagen pro Kopf gefertigt. (APA)

    reNault-NissaN-strategie

    Rckkehr in Iran mglich

    PARIS/TOKIO. Die franzsisch-japanische Ren-ault-Nissan-Gruppe hat Interesse, nach Ende der westlichen Sanktionen wieder im Iran aktiv zu werden. Das Land sei ein vielversprechender Markt, sagte der Chef des Autobauers, Carlos Ghosn. Allerdings mssten der Zeitpunkt politisch klug gewhlt und das Vorgehen rechtlich ein-wandfrei sein.

    Kunden im Iran haben nur eine begrenzte Zahl von Automodellen zur Auswahl, seit im Zuge der Sanktionen wegen des iranischen Atompro-gramms viele Autobauer das Land verlieen. In dem Land gibt es pro 1.000 Einwohner lediglich rund 100 Autos, in der EU liegt die Quote ungefhr sechsmal so hoch.

    Seit dem Abschluss eines Abkommens zur Beile-gung des Nuklearkonflikts Mitte Juli vergangenen Jahres bereiten sich viele westliche Unternehmen auf eine Rckkehr in den Iran vor. Das Atomab-kommen knnte schon in wenigen Tagen in Kraft treten. Sobald dies geschehen ist, knnen Sanktio-nen aufgehoben werden. (APA)

    Es wird in Zukunft nicht mehr gengen, Autos zu verkaufen & zu servicieren!

    Eines der aktuellen Neuzulassungs-Zugpferde des japanischen Automobilherstellers: der Mazda-SUV CX5.

  • medianet.at Freitag, 15. Jnner 2016 HERSTELLER & ZuLiEfERER 83

    SUNDERLAND. Exotenstatus hat Infiniti in sterreich. Die 1989 gegrndete, in den USA sowie in China erfolgreich prsente Nobel-Marke von Nissan ist hierzulande seit 2010 auf dem Markt, mit der-zeit einem Hndler (Brunn am Ge-birge, N). Von Jnner bis Novem-ber 2015 wurden von der aktuellen Modell-Palette aus Limousinen und Crossovern der Mittel- und Oberklasse Q50, Q70, QX50, QX70 25 Fahrzeuge abgesetzt.

    Das soll sich 2016 grundlegend ndern mit einer Erweiterung des Portfolios um einen Kompakten: den Q30 (siehe auch Seite 86).

    Er entstammt einer Technik- Kooperation zwischen dem Renault-Nissan- und dem Daimler-Konzern, basiert auf der A-Klasse von Mercedes und startet zeit-gleich mit der Vienna Auto Show (14.17.1.) auf dem Austro-Markt.

    Kompakte PremiereDie Markteinfhrung des Q30 ist der Auftakt zu Infinitis Europa-Ini-tiative. Dafr wurde ein neuer Pro-duktionss