Zeitschrift f¼r Naturforschung / A / 4 (1949) .parallaxe der groen Planeten. Desgleichen wurde

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    B E S P R E C H U N G E N

    Die Vernderlichen Sterne der nrdlichen Milchstrae. Von P. A h n e r t , C. H o f f m e i s t e r , E . R o h l f s nnd A. v. d. V o o r d e . Verff. d. Sternwarte in Sonneberg (Bd.I, Nr.3).-Akademie-Verlag GmbH., Berlin 1949. 197 S., Preis brosch. DM 15..

    Die Vernderlichen Sterne bilden heute ein sehr umfangreiches Forschungsgebiet der beobachtenden Astronomie, zu dem die Sonneberger Sternwarte viele und wesentliche Beitrge geliefert hat. In dem vor-liegenden Heft verffentlicht C. Hoffmeister zusam-men mit seinen Mitarbeitern die bisher umfang-reichste Bearbeitung des Lichtwechsels von 667 vor-nehmlich schwachen Sternen aus dem sog. Felderplan zur Statistik der Vernderlichen Sterne der nrdlichen Milchstrae, deren Vernderlichkeit vornehmlich in Sonneberg entdeckt wurde. Das Ziel dieser statisti-schen Untersuchungen liegt zunchst darin, in einer Anzahl von lckenlos die zentrale nrdliche Milch-strae und Gebiete auerhalb ihres Verlaufs bedek-, kenden Sternfeldern alle erreichbaren Vernderlichen nach ihrer Anzahl und ihrer Typenzugehrigkeit zu ermitteln und in den dabei angewandten Verfahren des Aufsuchens, der Bearbeitung und der Helligkeits-bestimmung eine grtmgliche Einheitlichkeit zu er-langen. Die benutzten Platten im Format 20 X 20 cm bilden eine Flche von 83 Quadratgrad ab und dringen bei Expositionen von 2 h bis zu Sternen der Hellig-keitsstufe 16T5 vor. Die Aufsuchung der Vernder-lichen unter ihnen geschieht stereoskopisch. Es ist deshalb verstndlich, da jedes Sternfeld oft aufge-nommen werden mu. Die hier vorgelegten Ergeb-nisse beruhen auf der Durchmusterung von 1058 Plat-ten!

    In jedem Falle wurden die Elemente des Licht-wechsels abgeleitet und in einer Kurve veranschau-licht. Soweit der Lichtwechsel sich als unregelmig erwies, sind seine Eigenschaften auch kurz beschrie-ben worden. Dabei konnte aber auf die Ableitung von statistischen Einzelheiten verzichtet werden, zumal dies einer spteren zusammenfassenden Bearbeitung vorbehalten bleiben soll. Die Arbeit ist eine nicht hoch genug zu bewertende Frucht vorbildlicher Ge-meinschaftsarbeit, durch die sich die Sonneberger Schule von jeher auszeichnete.

    D i e d r i c h W a t t e n b e r g , Berlin-Treptow.

    Astronomisch-Geodtisches Jahrbuch fr 1949. Her-ausgegeben vom Astronomischen Recheninstitut in Heidelberg. Verlag G. Braun GmbH., Karls-ruhe 1948. 456 S., Preis brosch. DM 12..

    Das erstmalig in diesem Jahre erschienene Jahr-buch lehnt sich in seiner Form und Anlage an das Berliner Astronomische Jahrbuch an, wendet sich aber in seiner Bestimmung sowohl an Astronomen als an Geodten und Landmesser. Jedem Benutzer will es fr die Praxis in ansprechender Weise Hilfsmittel darbieten, den Unterricht erleichtern helfen und

    auerdem bei der Lsung von Aufgaben der direkten Orts- und Zeitbestimmung dienlich sein.

    Der beobachtende und rechnende Astronom findet in dem stattlichen Bande alle ihn angehenden An-gaben ber Sonne, Mond, Planeten, Finsternisse, Sternbedeckungen und Satelliten des Jupiter und Saturn. Weggelassen sind leider Angaben ber die Scheibengre (Halbmesser) und die Horizontal-parallaxe der groen Planeten. Desgleichen wurde auf die Wiedergabe der Ephemeriden des Planeten Pluto verzichtet, so da in diesem Falle zustzlich die Benutzung eines anderen Jahrbuches erforderlich sein wird. Die Zusammenstellung der Sternbedeckun-gen beschrnkt sich auf Sterne bis zur 6. Gren-klasse. Zu begren ist die Aufnahme der physischen Sonnenephemer ide.

    Das Sternverzeichnis enthlt die mittleren rter von 1535 Fixsternen des Fundamentalkatalogs (FK3) . Anschlieend wird fr 232 Fundamentalsterne der scheinbare Ort in einem Zehntageintervall mitgeteilt. Fr den Geodten werden jedoch vornehmlich die Zweistunden-Ephemeriden des Stundenwinkels des Frhlingspunktes und fr die Sonne (E und Deklina-tion) von Interesse sein. Ebenso ntzlich drften sich fr die Praxis die beigegebenen Hilfstafeln wie Re-fraktionstafel, Interpolationsformeln und -tafeln, Ver-wandlung von Gradma in Zeitma sowie Neugrad in Altgrad, erweisen. Zudem wird die Benutzung der einzelnen Abteilungen des Jahrbuches durch aus-fhrliche Erluterungen und Beispiele erleichtert.

    D i e d r i c h W a t t e n b e r g , Berlin-Treptow.

    Konforme Abbildung. Von A l b e r t B e t z . Springer-Verlag, Berlin, Gttingen, Heidelberg 1948. 8, 359 S. mit 276 Abb., Preis DM 36..

    Dieses Werk ist fr Naturwissenschaftler und Ingenieure geschrieben, die bei der theoretischen Durchdringung ihrer praktischen Aufgaben auf die Methoden der konformen Abbildung angewiesen sind, jedoch nicht ber eine ausreichende mathematische Schulung zum Studium vorhandener funktionentheo-retischer Lehrbcher ber diesen Gegenstand ver-fgen. Das Buch ging aus Vorlesungen hervor, die der Autor fr Aerodynamiker an der Universitt Gt-tingen hielt. Es ist das Ziel des Werkes, eine Einfh-rung in die konforme Abbildung auf geometrisch an-schaulicher Grundlage unter Heranziehung von Vor-stellungen ber flchenhafte elektrische Strme und Beispielen aus anderen Gebieten der Physik zu geben, wobei mit den Methoden der berlagerung und des Vergleichs einfacher Beispiele ohne Verwendung komplexer Zahlen und komplexer Funktionen bereits ein weiter Weg zurckgelegt werden kann. Erst dann, und umgekehrt gerade von der Geometrie der konformen Abbildung her, wird der Leser zu den Mitteln der Funktionentheorie hingeleitet und er-fhrt eindrucksvoll die rechnerische Einfachheit und

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    Fruchtbarkeit der durch diese mathematische Diszi-plin gebotenen Methoden und Erkenntnisse.

    Der Verf. betont, das Werk sei nicht so sehr fr Mathematiker als fr Nichtmathematiker geschrie-ben, aber auch der Fachmathematiker wird obwohl er einige Dinge vermit, die ihm nicht zuletzt fr die Praxis bedeutungsvoll erscheinen die dargebo-tene Flle der anschaulichen Beispiele aus der Str-mungsforschung und das ganz ungewhnlich reich? und sorgfltig vorbereitete Figurenmaterial sehr be-gren. Fr den angewandten Mathematiker insbe-sondere ist hier ein Werk entstanden, das ihm unter Bercksichtigung modernster Anwendungen eine erste Gesamtschau ber die Bedeutung der konformen Ab-bildung und funktionentheoretischer Mittel (insbeson-dere erfreulich ausfhrlich das Gebiet der doppel-periodischen Felder und der hier bentigten ellipti-schen Funktionen) fr die konstruktiven Aufgaben der Aerodynamik bietet. Fr den vom Verf. mit die-sem Werk eigentlich Angesprochenen jedoch bietet das Buch eine vorzgliche, ganz auf seine Denkweise

    ' zugeschnittene Einfhrung; sie macht ihm den Zu-gang'zu den fr ihn sonst schwer verstndlichen Er-kenntnissen und Methoden der Funktionentheorie leicht begehbar und ist so ein unschtzbares Hilfs-mittel, fr das dem Verf. und seinen Mitarbeitern groer Dank gebhrt.

    H . G r t i e r , Freiburg i. Br.

    Die Oxydkathode. Von G. H e r r m a n n und S. W a g e -n e r . 1. Teil, Physikalische Grundlagen von S . W a g e n er. J.A.Barth, Leipzig 1948. 2. um-gearb. Auflage. 131 S., 76 Abb., 8, Preis kart. DM 14.40.

    Dieser erste Teil, dessen Neuauflage sich nur wenig von der ersten unterscheidet, enthlt die theoretischen physikalischen Grundlagen, die zum Verstndnis der Oxydkathode und ihres Emissionsmechanismus erfor-derlich sind. Der 1. Abschnitt behandelt die Elektronen-emission der Metalle, den Elektronenaustritt, die Kennliniengleichungen, den Einflu adsorbierter Fremdschichten. Der 2. Abschnitt bringt die Verfah-ren zur Messung der Austrittsarbeit der Elektronen aus Metallen; neu ist hier ein Kapitel ber die Tem-peraturabhngigkeit der Austrittsarbeit. Ferner wer-den die Verfahren der Austrittsarbeitsbestimmung aus der Richardsonschen Gleichung, aus der Abkh-lungsleistung, oder mit Hilfe des Kontaktpotentials, bzw. aus Feld- und Photoemission kritisch bespro-chen, und zwar jeweils fr reine und fr mit Fremd-stoff bedeckte Metalle. Der dritte Abschnitt behandelt die Elektrizittsleitung und die Diffusion in Ionen-verbindungen. Es werden die Unterschiede zwischen Leiter, Isolator, Halbleiter errtert, die verschiede-nen Arten der Halbleiter diskutiert und die Leit-fhigkeitstemperaturbeziehung fr Halbleiter aus-fhrlich behandelt. Der letzte Paragraph befat sich mit Diffusion und Ionenleitung in Festkrpern. Den Abschlu bildet ein ausfhrliches, auf den neuesten Stand ergnztes Schrifttumsverzeichnis.

    In klarer Darstellung und geschickter Auswahl

    wird alles bercksichtigt, was zum Verstndnis der angeschnittenen Fragen ntig ist, aber auch nur ge-rade das, was unbedingt notwendig ist. Da ein Be-drfnis nach solch einer von einem guten Kenner der Materie gegebenen kritischen Zusammenfassung des bisher grtenteils nur in Einzelarbeiten vorliegen-den Materials vorhanden ist, zeigt am besten die Tatsache, da die erste Auflage kurz nach Erscheinen vergriffen war.

    B. G y s a e, Hechingen.

    Strukturmechanik. Von H a n s Um S t t t e r . Theodor Steinkopff-Verlag, Dresden und Leipzig 1948. 238 S. mit 143 Abb. und 34 Tabellen, Preis geb. DM 19..

    Das plastische und elastische Verhalten der Materie lt sich durch die klassische Hydrodynamik und Elastizittstheorie nur unzureichend erfassen. Aus dem Studium dieser auch technisch wichtigen Eigen-schaften hat sich daher in neuerer Zeit im Auslande ein eigenes Spezialgebiet der Physik entwickelt, das als Rheologie oder Fliekunde bezeichnet wird und bereits ber eigene Gesellschaften und Zeitschriften verfgt. Es ist erfreulich, da man sich jetzt auch bei uns bemht, die Diskussion ber diese Dinge in Flu zu bringen. Einen Beitrag dazu versucht U m s t t t e r in seinem Buche Strukturmechanik" zu liefern.

    So sehr die Grundtendenz dieses Buches zu begren ist, so wenig kann der Referent verschweigen, da ihm die Art und Weise, wie hier Physik betrieben wird, sehr bedenklich erscheint. Bereits die Grund-konzeption der Struktu