Sicherheit in der Unfallreparaturwerkstatt - XENTRY Portal .Mercedesâ€Benz Freigegebene Lackâ€Reparatursysteme

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    PPG Gesundheit und Sicherheit

     

    PPG – Daimler AG Paint Manuals General Information  Seite 1 von 5 

    © PPG Industries Inc. [German] 5300 / Februar 2013

     

    Sicherheit in der Unfallreparaturwerkstatt   Mercedes‐Benz engagiert sich, jederzeit für Sicherheit am Arbeitsplatz zu sorgen. Um Ihnen die Sicherheitsproble‐ me in der Karosserie‐ und Lackierwerkstatt vor Augen zu halten, faßt PPG hier noch einmal die grundlegenden  Personenschutzdaten zusammen. 

    Auf den folgenden Seiten präsentiert PPG wichtige Sicherheitsinformationen, die in der Karosseriewerkstatt jeder‐ zeit  zu beachten  sind. Diese Daten  stammen  aus dem  PPG  Reparaturlack‐Trainingshandbuch,  das  jährlich  über  20.000 Lackierfachleute und der Reparaturlackhandel weltweit verwenden. 

    PPG faßt diese Daten hier kurz zusammen, um einige der wichtigsten Sicherheitsverfahren von PPG zu illustrieren. 

     

    Tips zum Thema Sicherheit am Arbeitsplatz   Hier einige allgemeine Sicherheitstips  für die Unfallreparaturwerkstatt, die helfen  sollen, Arbeitsunfälle und Be‐ rufskrankheiten zu vermeiden: 

    ‐ Stets  für Sauberkeit und Ordnung am Arbeitsplatz sorgen. Ausgelaufene oder verschüttete Farbe sofort auf‐ nehmen, um Unfälle zu vermeiden. 

    ‐ Den Raum gut lüften und dafür sorgen, dass Staub, Lösemitteldämpfe oder Aerosole nicht über die Atemwege  aufgenommen werden können (auch am benachbarten Arbeitsplatz). 

    ‐ Am  Arbeitsplatz  oder  im  Produktlager  keine  Nahrungsmittel  oder  Getränke  aufbewahren  oder  verzehren.  Nicht rauchen. 

    ‐ Die Haut durch Fettcreme schützen und Lackspritzer mit Wasser und Seife oder Spezialreiniger – aber nicht  mit Lösemittel oder Verdünner – entfernen. Vor dem Essen und Trinken gründlich die Hände waschen. 

    ‐ Schutzbrille tragen, damit keine Farbspritzer in die Augen gelangen können. 

    ‐ Sicherheitsdatenblätter und Aufkleber aufmerksam lesen und die Anweisungen befolgen. 

    ‐ Schutzkleidung, Gesichtsschutz, Brille und sonstige persönliche Schutzausrüstungen verwenden. 

     

    Erste‐Hilfe‐Maßnahmen bei Unfällen   Einatmen: Die betreffende Person an die frische Luft bringen, warm und ruhig halten. Bei unregelmäßigem Atem  oder Atemstillstand künstlich beatmen. Nichts in den Mund geben. 

    Augenkontakt: Mindestens zehn Minuten lang gründlich mit klarem Wasser ausspülen. Dabei die Augenlider auf‐ halten. 

    Hautkontakt: Verschmutzte Kleidung ausziehen, die Haut sorgfältig mit Wasser und Seife oder einem Spezialreini‐ ger waschen. Zum Reinigen keine Lösemittel oder Verdünner benutzen. 

    Verschlucken: Bei normalen Einsatz besteht keinerlei solche Gefahr. Ansonsten darf die betreffende Person nicht  zum Erbrechen gebracht werden. Sie muss ruhig gehalten werden. Einen Arzt rufen. 

    Dem Arzt das Produkt oder die entsprechenden Sicherheitsdatenblätter  zeigen, um die Diagnose  zu vereinfa‐ chen und zu beschleunigen. 

     

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    PPG Gesundheit und Sicherheit

     

    PPG – Daimler AG Paint Manuals  General Information  Seite 2 von 5 

    © PPG Industries Inc. [German] 5300 / Februar 2013

     

    Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen   Folgende Vorsichtsmaßnahmen sind bei den verschiedenen Arbeitsgängen zu befolgen: 

    ‐ Reparaturlackprodukte dürfen nur in gut belüfteten Räumen außerhalb der Lager‐ und Arbeitsbereiche umge‐ füllt und gemischt werden. 

    ‐ Angebrochene Behälter müssen wieder sorgfältig verschlossen und so bald wie möglich nach dem Einsatz  in  den Lagerbereich gebracht werden. 

    ‐ Isocyanate, Peroxide und sonstige Aktivatoren müssen unter strenger Einhaltung der Anweisungen im techni‐ schen Datenblatt mit den Basisprodukten vermischt werden. 

     

    Anwendung  ‐ Spritzbeschichtungen müssen in der Spritzkabinen oder ähnlichen Spezialbereichen erfolgen, die mit mechani‐

    schen Abzugssystemen ausgestattet sind. 

    ‐ Die Spritzkabine und ähnliche Spezialbereiche müssen so konzipiert, gebaut und instandgehalten werden, daß  der Luftdurchsatz hoch genug  ist, damit Lösemitteldämpfe oder Aerosole nicht an die Luft des Arbeitsberei‐ ches oder in die Atemwege des Personals gelangen können. Die Luftabzugssysteme müssen so konzipiert sein,  daß Lösemitteldämpfe, Aerosole usw. nach draußen an die freie Luft und nicht mehr in die Gebäude gelangen  können. 

    ‐ Die Sprühkabinen müssen aus schwer entflammbarem Material gefertigt und mit austauschbaren Trockenfil‐ tern oder einem Wasserwaschsystem ausgestattet sein, damit keine Farb‐ und sonstigen Reste an die Luft ge‐ langen. 

    ‐ Die mechanischen Luftabzugssysteme müssen nach dem Spritzen noch kurz  in Gang gehalten werden, damit  Lösemitteldämpfe, Aerosole usw. komplett abgeführt werden. 

     

    Sauberkeit am Arbeitsplatz  ‐ Größte Sauberkeit  ist höchstes Gebot, um Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz zu gewährleisten. Des‐

    halb muss der Arbeitsplatz stets sauber gehalten werden. 

    ‐ Ansammlungen von Spritznebel und Farbresten in den Kabinen und an den Ventilatoren können durch regel‐ mäßiges Entfernen und Reinigen vermieden werden. 

    ‐ Kehricht und Ausschuss sind sofort in Metallbehälter mit verschließbarem Deckel zu füllen und an einen siche‐ ren Ort außerhalb der Gebäude zu befördern. 

    ‐ Die Lager‐ und Arbeitsbereiche  sind  stets  sauber  zu halten; Verkehrswege und Ausgänge  sind klar  zu kenn‐ zeichnen und müssen frei bleiben. 

     

    Gesundheitsrisiken  Die größten Gefährdungen durch Autoreparaturprodukte entstehen folgendermaßen:  

    ‐ Durch Einatmen von Lösemitteldämpfen, die zu Benommenheit, Übelkeit, Geistesverwirrung und  im ungüns‐ tigsten Fall zu Bewusstlosigkeit führen können. Sie können auch Reizungen der Atemwege und  interne Schä‐ den verursachen. 

    ‐ Das Einatmen von Staub und Aerosolen kann zu Reizungen der Atemwege führen. 

    ‐ Bei Hautkontakt kann es zu Reizungen und in bestimmten Fällen zu Augenschäden kommen. 

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    PPG Gesundheit und Sicherheit

     

    PPG – Daimler AG Paint Manuals General Information  Seite 3 von 5 

    © PPG Industries Inc. [German] 5300 / Februar 2013

     

    ‐ Unbeabsichtigtes Verschlucken kann Reizungen von Mund, Hals und Verdauungsapparat sowie Erbrechen und  Bauchschmerzen verursachen. Bei größeren Mengen kann es zu Benommenheit oder Bewusstlosigkeit kom‐ men. 

     

    Vorsichtsmaßnahmen  Folgende Vorsichtsmaßnahmen zur Kontrolle und Minimierung dieser Gefährdungen sind besonders zu beachten: 

    ‐ Größte Sauberkeit am Arbeitsplatz 

    ‐ Größte Körperhygiene, z.B. Hände waschen vor dem Essen, Trinken oder Austreten. 

    ‐ Schutz gegen Einatmen von Staub, Farbdämpfen und Aerosolen bei allen Arbeitsschritten durch gute Belüf‐ tung, um die Schadstoffkonzentration in der Luft unter den Grenzwerten zu halten. An sämtlichen emissions‐ gefährdeten Stellen im Arbeitsbereich sind lokale Luftabzugssysteme vorzusehen. 

    ‐ Farbspritzer auf der Haut müssen umgehend mit Wasser und Seife entfernt werden. Gegebenenfalls  ist ein  Spezialreiniger zu verwenden. Für die Hautreinigung niemals Lösemittel oder Verdünner verwenden. 

    ‐ Auf besonders gefährdete Stellen auf der Haut ist eine gute Schutzcreme aufzutragen. 

    ‐ Bei Spritzgefahr ist eine geeignete Schutzbrille zu tragen. 

    ‐ Unbeabsichtigtes Verschlucken kann durch Ess‐, Trink‐ und Rauchverbot am Arbeitsplatz vermieden werden.  Es dürfen  keine Getränke und Nahrungsmittel mit  zum Arbeitsplatz oder  in die  Lagerräume  gebracht, dort  aufbewahrt oder zubereitet werden. 

     

    Wahl der Schutzkleidung und ‐ausrüstung   Die Schutzkleidung und –ausrüstung und  insbesondere die Atemschutzausrüstung muss sorgfältig und unter Be‐ rücksichtigung der Arbeitsbedingungen gewählt werden. 

     

    Feuer und Explosion   Brandherde  ‐ Alle möglichen Brandherde müssen genauestens überprüft werden: 

    ‐ Rauchverbot überall dort, wo Farben und Lacke gelagert, befördert oder verwendet werden. 

    ‐ Keine Zündhölzer oder Feuerzeuge mit in den Arbeitsbereich nehmen. 

    ‐ Elektrische Geräte müssen den gültigen technischen Normen entsprechen. 

    ‐ Wenn mit  einer  entzündlichen  Konzentration  von Dämpfen  zu  rechnen  ist,  dürfen  Fahrzeugmotoren  nicht  angelassen werden oder laufen. 

    ‐ Bestimmte Arbeiten können statische Elektrizität  frei setzen, z.B. Hantieren mit  leicht entzündlichen Flüssig‐ keiten oder Tragen von ungee