Shakespeare William 1564 1616 Romeo Und Julia

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  • 7/29/2019 Shakespeare William 1564 1616 Romeo Und Julia

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    Romeo und JuliaShakespeare, William, 1564-1616

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    Thanks are given to Delphine Lettau forfinding a huge collection of ancientGerman books in London.

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    This Etext is in German.

    We are releasing two versions of this

    Etext, one in 7-bit format, known as PlainVanilla ASCII, which can be sent via plainemail-- and one in 8-bit format, whichincludes higher order characters-- whichrequires a binary transfer, or sent as emailattachment and may require morespecialized programs to display theaccents. This is the 8-bit version.

    This book content was graciouslycontributed by the Gutenberg Projekt-DE.That project is reachable at the web sitehttp://gutenberg2000.de.

    Dieses Buch wurde uns freundlicherweisevom "Gutenberg Projekt-DE" zurVerfgung gestellt. Das Projekt ist unter

    der Internet-Adressehttp://gutenberg2000.de erreichbar.

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    Romeo und Julia

    William Shakespeare

    bersetzt von August Wilhelm vonSchlegel

    PERSONEN

    ESCALUS, Prinz von Verona

    [GRAF] PARIS, ein junger Edelmann,Verwandter des Prinzen

    MONTAGUE und CAPULET } Hupter

    zweier Huser, welche in Zwistmiteinander sind

    [Ein andrer CAPULET, des Vorigen

    Verwandter] Ein alter Mann, ein Onkel vonCapulet

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    ROMEO, Montagues Sohn

    MERCUTIO, Verwandter des Prinzen undRomeos Freund

    BENVOLIO, Montagues Neffe und RomeosFreund

    TYBALT, Neffe der Grfin Capulet

    Bruder LORENZO, ein Franziskaner

    Bruder MARKUS, von demselben Orden

    ABRAHAM, Diener im Hause Montague

    BALTHASAR, Romeos Diener

    [SIMSON, GREGORIO, PETER und andere

    DIENER im Hause Capulet]

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    SIMSON, Diener des Capulet

    GREGORIO, Diener des Capulet

    PETER, Diener von Julias Amme

    Drei MUSIKANTEN

    Ein PAGE des Paris; ein weiterer Page

    Ein APOTHEKER

    CHORUS

    Ein Offizier

    Grfin MONTAGUE, Ehefrau desMontague

    Grfin CAPULET, Ehefrau des Capulet

    JULIA, Capulets Tochter

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    [WRTERIN, frher] Juliens Amme

    Brger von Verona. VerschiedeneMnner und Frauen, Verwandte beiderHuser.

    Masken, Garde, Wchter, Gefolge

    Die Szene ist den grten Teil des Stckshindurch in Verona; zu Anfange des

    fnften Aktes in Mantua

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    PROLOG

    (Der Chorus tritt auf.)

    CHORUS Zwei Huser waren--gleich anWrdigkeit-- Hier in Verona, wo dieHandlung steckt, Durch alten Groll zuneuem Kampf bereit, Wo Brgerblut dieBrgerhand befleckt. Aus dieser Feindeunheilvollem Scho Das Leben zweierLiebender entsprang, Die durch ihr

    unglckselges Ende blo Im Todbegraben elterlichen Zank. Der Hergangihrer todgeweihten Lieb Und der Verlaufder elterlichen Wut, Die nur der Kinder

    Tod von dannen trieb, Ist nun zweiStunden lang der Bhne Gut; Was drannoch fehlt, hrt mit geduldgem Ohr, Bringthoffentlich nun unsre Mh hervor.

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    ERSTER AKT

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    ERSTE SZENE

    (Ein ffentlicher Platz)

    (Simson und Gregorio, [zwei BedienteCapulets,] treten bewaffnet mit Schwerternund Schilden auf.)

    SIMSON Auf mein Wort, Gregorio, wirwollen nichts in die Tasche stecken.

    GREGORIO Freilich nicht, sonst wrenwir Taschenspieler.

    SIMSON Ich meine, ich werde den Koller

    kriegen und vom Leder ziehn.

    GREGORIO Ne, Freund, deinen ledernenKoller mut du bei Leibe nicht ausziehen.

    SIMSON Ich schlage geschwind zu, wenn

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    ich aufgebracht bin.

    GREGORIO Aber du wirst nicht

    geschwind aufgebracht.

    SIMSON Ein Hund aus Montagues Hausebringt mich schon auf.

    GREGORIO Einen aufbringen heit: ihnvon der Stelle schaffen. Um tapfer zu sein,mu man standhalten. Wenn du dich alsoaufbringen lt, so lufst du davon.

    SIMSON Ein Hund aus dem Hause bringtmich zum Standhalten. [Mit jedemBedienten und jedem Mdchen Montagues

    will ich es aufnehmen.] Ich habe bei jedemBedienten und Mdchen der Montaguesden Vorrang und nehme also dieMauerseite ein, [so da ich nicht auf die

    schmutzige Straenmitte treten mu.]

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    GREGORIO Daran sieht man, da du einschwacher Sklave bist; denn der

    schwchste geht gegen die Mauer.

    SIMSON Das ist wahr; und daher werdendie Weiber, da sie die schwcheren sind,immer gegen die Mauer gedrckt: folglichwerde ich Montagues Bediente von derMauer wegstoen und seine Mdchengegen die Mauer drcken.

    GREGORIO Der Streit ist nur zwischenunseren Herrschaften und uns, ihrenBedienten. [Es mit den Mdchenaufnehmen? Pfui doch! Du solltest dich

    lieber von ihnen aufnehmen lassen.]

    SIMSON Einerlei! Ich will barbarisch zuWerke gehn. Hab ichs mit den Bedienten

    erst ausgefochten, so will ich mir dieMdchen unterwerfen. [Sie sollen die

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    Spitze meines Degens fhlen, bis er stumpfwird.] Ich werde sie ihrer jungfrulichenHupter berauben.

    GREGORIO Die Jungfrauen enthaupten?

    SIMSON Jawohl, die Jungfrauenenthaupten oder ihnen die Jungfrulichkeitnehmen, nimm es in dem einen oderanderen Sinn, ganz wie du willt.

    GREGORIO Sie werden es sinngem

    aufnehmen mssen, die es zu sprenbekommen.

    SIMSON Mich sollen sie zu spren

    bekommen, solange ich noch standhaltenkann: und es ist bekannt, da ich einhbsches Stck Fleisches bin.

    GREGORIO Nur gut, da du nicht Fischbist, sonst wrst du ein rmlicher

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    Drr-Hering.--Zieh nur gleich vom Leder:Da kommen zwei aus dem Hause derMontagues.

    (Abraham und Balthasar treten auf.)

    SIMSON Hier, meine Waffe ist blank.Fang nur Hndel an, ich will den Rckendecken.

    GREGORIO Den Rcken? Willst duReiaus nehmen?

    SIMSON Frchte nichts von mir!

    GREGORIO Ne, wahrhaftig! Ich dich

    frchten?

    SIMSON La uns das Recht auf unsrerSeite behalten, la sie anfangen!

    GREGORIO Ich will ihnen im Vorbeigehn

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    ein Gesicht ziehen, sie mgens nehmen,wie sie wollen.

    SIMSON Wie sie wagen, lieber. Ich willihnen einen Esel bohren; wenn sie eseinstecken, so haben sie den Schimpf.

    (Abraham und Balthasar treten auf.)

    ABRAHAM Bohrt Ihr uns einen Esel, meinHerr?

    SIMSON Ich bohre einen Esel, mein Herr.

    ABRAHAM Bohrt Ihr uns einen Esel, meinHerr?

    SIMSON Ist das Recht auf unsrer Seite,wenn ich ja sage?

    GREGORIO Nein.

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    SIMSON Nein, mein Herr! Ich bohre Euchkeinen Esel, mein Herr. Aber ich bohreeinen Esel, mein Herr.

    GREGORIO Sucht Ihr Hndel, mein Herr?

    ABRAHAM Hndel, Herr? Nein, meinHerr.

    SIMSON Wenn Ihr sonst Hndel sucht,mein Herr: ich steh zu Diensten. Ichbediene einen ebenso guten Herrn wie

    Ihr.

    ABRAHAM Keinen bessern.

    SIMSON Sehr wohl, mein Herr!

    (Benvolio tritt auf.)

    GREGORIO Sag: einen bessern; hierkommt ein Vetter meiner Herrschaft.

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    SIMSON Ja doch, einen bessern, meinHerr.

    ABRAHAM Ihr lgt!

    SIMSON Zieht, falls ihr Kerls seid! Frisch,Gregorio! denk mir an deinenSchwadronierhieb.

    (Sie fechten. Benvolio tritt auf.)

    BENVOLIO Ihr Narren, fort! Steckt eureSchwerter ein; Ihr wit nicht, was ihr tut.

    (Er schlgt ihre Schwerter nieder. Tybalt

    tritt auf.)

    TYBALT Was? Ziehst du unter denverzagten Knechten? Hieher, Benvolio!

    Biet die Stirn dem Tode!

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    BENVOLIO Ich stifte Frieden, steck deinSchwert nur ein! Wo nicht, so fhr es, diesehier zu trennen!

    TYBALT Was? Ziehn und Friede rufen?Wie die Hlle Ha ich das Wort, wie alleMontagues Und dich! Wehr dich, duMemme!

    (Sie fechten. Verschiedene Anhngerbeider Huser kommen und mischen sichin den Streit; dann Brger mit Kntteln.)

    ERSTER BRGER He! Spie' und Stangenher!--Schlagt auf sie los! Weg mit denCapulets!--Weg mit den Montagues!

    (Capulet im Schlafrock und GrfinCapulet.)

    CAPULET Was fr ein Lrm?--Holla, meinlanges Schwert!

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    GRFIN CAPULET Nein, Krcken,Krcken! Wozu soll ein Schwert!

    CAPULET Mein Schwert, sag ich! Der alteMontague Kommt dort u