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  • Schulische und außerschulische Bildungssituation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund

    Jugend-Migrationsreport Ein Daten- und Forschungsüberblick

    Monika Stürzer, Vicki Täubig, Mirjam Uchronski, Kirsten Bruhns

  • Monika Stürzer, Vicki Täubig, Mirjam Uchronski, Kirsten Bruhns

    Schulische und außerschulische Bildungssituation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund Jugend-Migrationsreport. Ein Daten- und Forschungsüberblick

  • Das Deutsche Jugendinstitut e.V. (DJI) ist ein sozialwissenschaftliches Forschungsinstitut. Es untersucht die Lebenslagen und die Entwicklung von Kindern, Jugendlichen, Frauen, Männern und Familien sowie darauf bezogene öffentliche Angebote zu ihrer Unterstützung und Förderung. Schwerpunkte seiner Arbeit in den o.g. Bereichen sind unter anderem: – Dauerbeobachtung zum Wandel von Lebensverhältnissen, – Studien zu aktuellen gesellschaftspolitischen Fragestellungen, – Praxisbegleitung und Evaluation von Modellprojekten, – Beratung von Politik und Praxis der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, – Unterstützung bei der Erstellung von Berichten der Bundesregierung. Das Deutsche Jugendinstitut hat seinen Sitz in München und eine Dependance in Halle/Saale. Mit derzeit rund 140 wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist das DJI im Bereich der Forschung zu Kindern, Jugendlichen, Frauen, Männern und Familien das größte nicht universitäre Forschungsinstitut in Deutschland. Träger des 1963 gegründeten Instituts ist ein gemeinnütziger Verein mit Mitgliedern aus Politik, Wissenschaft, Verbänden und Institutionen der Jugend und Familienhilfe.

    Die Forschungsgruppe „Migration, Integration und interethnisches Zusammenleben“ befasst sich mit den interkulturellen Beziehungen, Verständigungs- und Integrationsprozessen von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund. Im Mittelpunkt der Forschungsgruppe stehen das interethnische Zusammenleben sowie die interkulturellen Beziehungen unter Kindern und Jugendlichen verschiedener Herkunftskultur. Dabei werden vorrangig die Voraussetzungen, Rahmenbedingungen und Entwicklungsverläufe gelingender interethnischer Beziehungen unter Zugewanderten und Einheimischen untersucht, ohne dabei den Blick für Brüche, Widersprüche, Konflikte und Probleme zu versperren. Impressum © 2012 Deutsches Jugendinstitut e.V. Forschungsgruppe Migration, Integration und interethnisches Zusammenleben Nockherstraße 2, 81541 München Telefon: (089) 62306-274 Telefax: (089) 62306-162 ISBN 978-3-86379-074-5

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    Inhaltsverzeichnis

    Vorwort (Thomas Rauschenbach) 9

    Einleitung 11

    1 Allgemeinbildende Schulen (Monika Stürzer) 14

    1.1 Die wichtigsten Ergebnisse 15 1.2 Datenquellen 17 1.3 Befunde 18 1.3.1 Schülerinnen und Schüler mit und ohne Migrationshintergrund 18 1.3.2 Der Übertritt von der Grundschule auf weiterführende Schulen 23 1.3.3 Bildungswege im Sekundarbereich 25 1.3.4 Schulabschlüsse 34 1.3.5 Förderschulen 46 1.3.6 Einstellungen zur Schule 49 1.3.7 Klassenwiederholungen 51 1.3.8 Lehrkräfte mit Migrationshintergrund 52 1.4 Ausblick 54 1.4.1 Zusammenfassung der Befunde 54 1.4.2 Bewertung der Datenlage 56 1.4.3 Forschungsbedarf 57

    2 Berufliche Ausbildung (Mirjam Uchronski) 59

    2.1 Die wichtigsten Ergebnisse 60 2.2 Datenquellen 62 2.3 Befunde 64 2.3.1 Von der Schule in …?: Übergänge an der 1. Schwelle 64 2.3.2 Chancen auf einen vollqualifizierenden Ausbildungsplatz 68 2.3.3 Vollqualifizierende Ausbildungsgänge in Betrieben 70 2.4 Ausblick 86 2.4.1 Zusammenfassung der Befunde 86 2.4.2 Bewertung der Datenlage 89 2.4.3 Forschungsbedarf 90

    3 Studium (Mirjam Uchronski) 91

    3.1 Die wichtigsten Ergebnisse 92 3.2 Datenquellen 94 3.3 Befunde 96 3.3.1 Übergänge in die Hochschule 96 3.3.2 Studium 104 3.3.3 Studienabschluss 118

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    3.3.4 Berufseinmündung (Monika Stürzer) 124 3.4 Ausblick 128 3.4.1 Zusammenfassung der Befunde 128 3.4.2 Bewertung der Datenlage 129 3.4.3 Forschungsbedarf 131

    4 Jugendarbeit (Vicki Täubig) 132

    4.1 Die wichtigsten Ergebnisse 133 4.2 Datenquellen 135 4.2.1 Datenauswahl 135 4.2.2 Die Studien auf einen Blick 136 4.3 Befunde 140 4.3.1 Jugendverbandsarbeit und freiwilliges Engagement 140 4.3.2 Offene Angebote (in Einrichtungen) 155 4.3.3 Mobile Jugendarbeit/Streetwork 159 4.3.4 Jugenderholung 161 4.3.5 Internationale Jugendbegegnung 162 4.3.6 Außerschulische Jugendbildung 163 4.4 Ausblick 164 4.4.1 Zusammenfassung der Befunde 164 4.4.2 Bewertung der Datenlage 166 4.4.3 Forschungsbedarf 166

    5 Resümee (Kirsten Bruhns) 168

    5.1 Bildung und Ausbildung in Deutschland: Einbahnstraße, Kreisverkehr oder Startrampe für Jugendliche mit Migrationshintergrund? 168

    5.2 Bildungs- und Ausbildungschancen – wohnortgebunden? 171 5.3 „Migrationshintergrund“ – eine komplexe Kategorie 173 5.3.1 Differenzierung nach Herkunftsländern – kulturelle

    Konstruktionen? 174 5.3.2 Generationenfolgen – Garanten für Annäherungsprozesse? 176 5.4 Migrationshintergrund und sozialer Hintergrund –

    alternative oder komplementäre Einflussfaktoren? 177 5.5 Geschlechterdifferenzen – nicht nur Gewinnerinnen

    und Verlierer 179 5.6 Die zeitliche Entwicklung von Potenzialen und Chancen

    in Bildung und Ausbildung 184 5.7 Datenlage – Datenbedarf 185

    Literaturverzeichnis 187

    Verzeichnis der Tabellen und Abbildungen 196

    Anhang 203

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    I. Tabellen- und Abbildungen 203

    A. Verzeichnis der Tabellen und Abbildungen im Anhang 203 B. Tabellenanhang 206 C. Abbildungsanhang 210

    II. Grundstrukturen des formalen Bildungs- und Ausbildungs- systems in Deutschland 224

    A. Grundstruktur des allgemeinbildenden Schulsystems 224 B. Das deutsche Berufsbildungssystem 226 C. Grundstruktur des Hochschulsystems 233

    III. Glossar 239

    IV. Abkürzungsverzeichnis 256

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    Vorwort

    Aus heutiger Perspektive mag man es kaum glauben: Noch nicht einmal zehn Jahre ist es her, dass sich die deutsche Debatte über Migration aus ihrer Erstarrung befreit hat. Lange Zeit wurde Einwanderung hierzulande vor allem als ordnungs- und sicherheitspolitisches Thema im Rahmen einer „Ausländerpolitik“ diskutiert. Gestritten wurde über Fragen der doppelten Staatsangehörigkeit, debattiert wurde darüber, ob Deutschland nun ein Einwanderungsland sei oder nicht. Aber trotz aller Kontroversen bestand in einer Frage auffällig wenig Dissens: dass der Anteil der Bevölkerung mit ausländischer Staatsangehörigkeit insgesamt bei etwa 10 Prozent liegt. In- folgedessen wurde die Bedeutung dieser Thematik von der Politik als nicht sonderlich prioritär eingeschätzt, war dies doch eine insgesamt überschau- bare Größenordnung, die eher zu ideologischen Auseinandersetzungen als zu politischem Handeln Anlass zu geben schien.

    Dieses Ausgangsszenario hat sich in ausgesprochen kurzer Zeit auffällig verändert. Nachdem die ersten international vergleichenden Kompetenz- studien bei ihren Befragungen anstelle eines Staatsangehörigkeitskonzeptes ein Migrationskonzept zugrundelegten, bei dem nicht mehr die Nationalität, sondern der Tatbestand der eigenen oder der elterlichen Zuwanderung – in manchen Fällen auch der der Großeltern – in den Mittelpunkt gerückt wur- de, machte sich mit dem Mikrozensus auch die erste amtliche Statistik die- ses Erhebungskonzept zu eigen. Denn: Eine Betrachtung, die sich allein auf Nationalitäten konzentriert, blendet aus, dass Einwanderer im juristischen Sinn häufig längst keine „Ausländer“ mehr sind, weil sie vielfach bereits deutsche Pässe besitzen.

    Die Folgen dieser Neuvermessung waren ebenso überraschend wie fol- genreich. Ab 2006 – der erste Nationale Bildungsbericht legte hierauf sei- nen Schwerpunkt – wurde sichtbar, dass in Deutschland der Anteil der Be- völkerung mit Migrationshintergrund in Wirklichkeit nicht bei zehn, son- dern bei rund zwanzig Prozent liegt, also rund doppelt so hoch ist wie zu- vor angenommen. Aber damit nicht genug: Ein Blick auf den Altersaufbau macht deutlich, dass die Gruppe der Menschen mit Zuwanderungsgeschich- te eine deutlich andere Altersverteilung aufweist als der allgemeine Bevölke- rungsdurchschnitt. Infolgedessen hat bei den jungen Menschen unter 25 Jahren mehr als ein Viertel der Heranwachsenden und bei Kindern unter sechs Jahren sogar mehr als jedes dritte Kind einen Migrationshintergrund.

    Erst die öffentliche Wahrnehmung dieses Ausmaßes rückte die Debatte um Migration in den Mittelpunkt der politischen Aufmerksamkeit, zumal dies be- deutet, dass in den westdeutschen Metropolen innerhalb der Gruppe der Her- anwachsenden die Migrationsanteile unschwer 40 Prozent und mehr, in einigen Städten sogar über 50 Prozent erreichen. Mithin ist es nicht verwunderlich, dass jenseits der Frage der Nationalität inzwischen die Gruppe der Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit deutlich kleiner ist als die Gruppe derer, die eine familiäre Zuwanderungsgeschichte haben, weil sie selbst, ihre Eltern oder ihre Großeltern nach Deutschland eingewandert sind. Das bedeutet aber auch: Migration mit all ihren Folgen ist längst kein marginales Phänomen mehr – es

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    ist eine Entwicklung, die die Gesellschaft als Ganzes betrifft, verändert und herausfordert.

    Aufgrund dieser neu justierten Größenordnungen wurde – verstärkt durch die Ergebnisse der PISA-Studien sowie anderer

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