Römisch-katholisches Pfarrblatt Region Olten 16/2012

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Römisch-katholisches Pfarrblatt Region Olten 16/2012

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  • KIRCHEheuteDie Kirchen gehen an der muba auf die Menschen zuAn der muba vom 13. bis 22. April sind auch die Kirchen dabei

    Mit einem Stand und einem bunten Pro-gramm auf der Forumsbhne in der Son-derprsentation lter werden aktiv blei-ben stellen sich die Kirchen an der muba einem breiten Publikum vor. Hhepunkt des gemeinsamen Auftritts ist ein kume-nischer Gottesdienst am 22. April.

    Als Teil der Sonderprsentation lter wer-den aktiv bleiben zeigen sich die christka-tholische, die evangelisch-reformierte und die rmisch-katholische Kirche beider Basel an der muba. Nach einem lngeren Unter-bruch sind damit die Kirchen wieder an der Basler Publikumsmesse prsent. Dass die Kirchen das Angebot der muba angenom-men haben, ist sehr modern, sagt Messelei-ter Chris Eichenberger im Gesprch mit Kir-che heute. Wir freuen uns und denken, dass wir eine gute Plattform sind.

    Zum Programm der muba gehre neben dem klassischen Verkaufen auch die Ausein-andersetzung mit neuen, berraschenden Themen, betont Eichenberger. So war nach der Minarett-Abstimmung an der muba 2010 das Bundesamt fr Migration zu Gast, und im Wahljahr 2011 erhielten die politischen Par-teien eine Plattform. Wir machten damit gute Erfahrungen, sagt Eichenberger. Das Publikum aus der Region Basel sei sehr offen. Generell sei eine Messe ein guter Ort, um mit Menschen ins Gesprch zu kommen. Die Leute sind gut gelaunt und haben Zeit. Dem pflichtet Xaver Pfister, Informationsbeauf-tragter der Rmisch-Katholischen Kirche Basel-Stadt, bei. Auf die Leute zuzugehen sei auf der Strasse nur begrenzt mglich.

    Das Konzept sei darauf ausgerichtet, dass sich die Kirchen in ihrer ganzen Vielfalt dar-

    stellen knnen, sagt Roger Thiriet, Informati-onsbeauftragter der Evangelisch-reformier-ten Kirche Basel-Stadt und Projektleiter des muba-Auftritts. Am Stand, der als Kirchgar-ten gestaltet ist, gibt es Informationen zu den kirchlichen Dienstleistungen, einen Lehrpfad und jeden Tag einen thematischen Schwer-punkt. Zudem sind auf der Forum-Bhne tglich zwischen 16.00 und 16.25 Uhr Darbie-tungen zum Thema Kirche und Kultur zu sehen und zu hren. Hhepunkt ist ein ku-menischer Gottesdienst am Sonntag, 22. Ap-ril, um 10 Uhr im Rundhof.

    Silvia Buscher, Informationsbeauftragte der Rmisch-katholischen Landeskirche Ba-sel-Landschaft, hebt hervor, dass der muba-

    Auftritt Gelegenheit gebe, auf Dienstleistun-gen hinzuweisen, die man nicht so kenne.

    Zusammen mit den anderen Kirchen wollen wir die Rolle und die Bedeutung der Kirchen in der Gesellschaft kommunizieren, fasst Diakon Lenz Kirchhofer, Verantwortli-cher der Christkatholischen Kirchen BS/BL fr das Muba-Projekt, zusammen.

    Wir hoffen, zeigen zu knnen, dass die Kirche vielseitig und lebendig ist und sich Kirchenmitgliedschaft lohnt, hlt Paul Dal-cher, Informationsbeauftragter der Evange-lisch-reformierten Kirche Baselland, fest.

    Regula Vogt-Kohler

    www.mubakirchgarten.ch

    Am 13. April ffnet die muba ihre Tore.

    mu

    ba

    R m i s c h - k at h o l i s c h e s P fa R R b l at t R e g i o n o lt e n 14. bis 20. april 2012

    A Z A 4 6 0 0 O l t e n

    16/2012

    www.kirche-heute.ch

    Prsentieren 2Was ist eine messe? 2impuls: es muss nicht immer die sanitt sein 3Dekanatseite 4

    aus den Pfarreien 518Vor 1400 Jahren kam gallus in die ostschweiz 19kurse/begegnungen/ fernseh- und Radioprogramm 20

  • 2

    Prsentieren

    Als Kinder fanden wir es nicht lustig, wenn uns der Lehrer am Besuchstag den Eltern als folg

    same Klasse prsentieren wollte, oder wenn die Eltern uns irgendwelchen Gsten vorfhrten. Spter lernten wir, dass beim Be werbungs gesprch oder vor einem Vertragsabschluss gewisse Formen gewahrt sein

    wollten, damit wir zum Erfolg kamen. Und natrlich gibt es immer auch jene Momente, in denen wir gerne etwas von uns Geschaffenes andern zeigen.

    Mit etwas Stolz, vor allem aber mit Verkaufsabsichten zeigen Firmen an Messen wie der Muba ihre neuesten Produkte potenziellen Kunden. Die Art der Prsentation oder was unser Blick davon erhascht ist dabei entscheidend fr ein Informationsgesprch und dann allenfalls einen Kauf.

    Stolz ist es kaum, der die Kirchen als Aussteller an die Muba fhrt. Wie andere Organisationen wollen sie sich gut verkaufen. Wobei nicht damit zu rechnen ist, dass sie direkt am Messestand einen Vertragsabschluss machen. Fr einen Eintritt in die Kirche wren dann wohl noch weitere Schritte zu gehen. Aber die Kirchen werden an der Messe auf zahlreiche Mitglieder stossen, die sonst nur noch selten direkt mit ihr in Kontakt kommen. Und sie mchten auch jenen, die nie zu ihr gehren werden, erzhlen, dass sie mehr und anderes machen, als gemeinhin angenommen wird.

    Prsenz ist das Kerngeschft der Kirche. Wenn sie ihrem Auftrag treu sein will, muss sie bei den Menschen sein, ihre Freude und Hoffnung teilen, auf ihre Sorgen und Nte reagieren, auf ihre Fragen antworten. Am Kirchenstand sind deshalb nicht hbsche Hostessen oder agile Verkufer zu erwarten, sondern Mnner und Frauen der Kirche, die zuhren oder von ihrer konkreten Arbeit erzhlen knnen. Davon, wie sie das Evangelium prsentieren, wie sie im Alltag versuchen, das mit Jesus von Nazareth angebrochene Reich Gottes erfahrbar, prsent zu machen.

    Alois Schuler, Chefredaktor

    W e lt

    Kubanische Opposition ist enttuschtGemss der Internationalen Gesellschaft fr Menschenrechte (IGFM) sind Menschen-rechtler in Kuba von den Ergebnissen des Papstbesuchs enttuscht. Die kubanische Op-position sei vor allem darber verrgert, dass der Papst Zeit fr ein inoffizielles Treffen mit Ex-Diktator Fidel Castro gefunden habe, nicht jedoch fr eine Zusammenkunft mit Dissi-denten oder Angehrigen der Brgerrechts-organisation Damen in Weiss. Whrend des Aufenthalts des Papstes seien insgesamt 269 Angehrige der kubanischen Zivilgesell-schaft, Menschenrechtsaktivisten, Blogger, Musiker, Schriftsteller und Journalisten in-haftiert oder unter Hausarrest gestellt wor-den, um ihre Teilnahme an den Papstmessen zu verhindern.

    Rebellen zerstren Caritas-Station in MaliIn Mali sind vergangene Woche nach der Ein-nahme der Stadt Gao durch Tuareg-Rebellen eine Kirche und eine Caritas-Station zerstrt worden. Das meldete der vatikanische Pres-sedienst Fides. Zudem htten islamistische Gruppen Jagd auf katholische Priester und Ordensleute gemacht. Einer Gruppe von Christen gelang laut Fides die Flucht aus der besetzten Stadt im Norden des Landes. Rund 200 Gemeindemitglieder befnden sich noch in Gao. Der Caritas-Verband versorge gegen-wrtig in Mali mehr als 100 000 bedrftige Menschen mit Mais, Hirse und Reis. In Gao wurden die Hilfslieferungen vorerst einge-stellt.

    Vat i k a n

    Zum Vesakh-Fest Grsse an die BuddhistenDer Vatikan hat den Buddhisten in aller Welt Glckwnsche zum Vesakh-Fest bermittelt. Das Vesakh-Fest ist der hchste und bedeu-tendste Feiertag des Buddhismus. Der vatika-nische Dialograt wrdigt in einem Schreiben die buddhistische Erziehung zu Gewaltver-zicht, Grosszgigkeit und Mitgefhl als ein kostbares Gut fr die Gesellschaft. Heute wrden immer mehr Schler verschiedener Glaubensrichtungen gemeinsam unterrich-tet. Dies erffne dem interreligisen Dialog neue Wege. Junge Menschen sollen gemein-sam fr Frieden und Gerechtigkeit einste-hen.

    Eine Station des Kreuzwegs in den FavelasBeim Weltjugendtag 2013 im brasilianischen Rio de Janeiro soll der Kreuzweg auch durch ein Armenviertel der Stadt fhren. Eine Stati-on des Kreuzwegs solle sich mit einer Situati-on aus dem Alltagsleben der Favelas beschf-tigen. Das plant der Leiter des Laienrats, der die katholischen Grosstreffen von vatikani-scher Seite organisiert. Die grosse Kreuzweg-Zeremonie, bei der ber das Leiden und Ster-

    ben Jesu meditiert wird, gehrt zu den Hhe-punkten der Weltjugendtage. Ein erstmaliger Weltjugendtag auf dem afrikanischen Konti-nent ist bereits in Planung.

    s c h W e i z

    Theologin verteidigt FastenkampagneDie Theologin Doris Strahm weist die Kritik der Schweizer Bischfe gegenber der dies-jhrigen Fastenkampagne zurck. Die Be-wahrung des kirchlichen Geschlechtermo-dells sei ihnen wichtiger als die vorbehaltlose Kampagne fr ein menschenwrdigeres Le-ben von Frauen. Die diesjhrige kumenische Fastenkampagne mit dem Titel Mehr Gleich-berechtigung heisst weniger Hunger weist auf den Zusammenhang von Gleichberechti-gung und Entwicklung hin. Obwohl Frauen in vielen Lndern des Sdens die Haupter-zeugerinnen und -verarbeiterinnen von Nah-rung sind, machen sie etwa 70 Prozent der von Hunger betroffenen Menschen weltweit aus.

    Von Aufbruch keine SpurDie katholische Kirche sei durch die Miss-brauchsskandale erschttert worden, doch fehle ihr offenbar die Kraft, sich dem Gesche-henen vorbehaltlos zu stellen und die Konse-quenzen zu ziehen. Dies schreibt Simon Spengler, Sekretr der Kommission fr Kom-munikation und Medien der Schweizer Bi-schofskonferenz im CVP-Magazin Die Poli-tik. In der Kirche sei derzeit von Aufbruch nicht viel zu spren, schon gar nicht ange-sichts der meines Erachtens drngendsten Frage, der Rolle der Frau in dieser Kirche, hlt Spengler fest.

    e D i t o R i a l i n k R z e

    W a s i s t

    eine Messe?Seit dem 5. Jahrhundert wird das aus den Entlassungsworten der Messfeier Ite, missa est stammende Wort fr die ganze liturgische Feier verwendet. Weil besonders feierliche Gottesdienste, etwa am Kirchweihfest, mit einem Markt verbunden waren, hat sich das Wort Messe auch in den Handelsbereich bertragen. Kirchenmusikalisch wird unter Messe eine Vertonung der gleichbleibenden Texte (des Ordinariums) Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus und Agnus Dei verstanden. Der liturgische Aufbau einer Messe besteht aus einem Erffnungsteil mit Gebeten und Liedern, einem Wortgottesdienst mit Schriftlesungen und einer Predigt, der Eucharistiefeier mit Gabenbereitung, Hochgebet und Kommunion sowie einem Abschluss mit Segen