retail 2503

  • View
    221

  • Download
    0

Embed Size (px)

DESCRIPTION

 

Text of retail 2503

  • medianet.at

    retail

    Kfighaltung Eierbauern wehren sich gegen Billigst importe 27

    Tengelmann Markant geht gegen Fusionserlaubnis vor 27

    Schoko-Check ber 40 Produkte sind getestet worden 30

    Shopping Innovationen, die den Einkauf verndern 31

    Grafik der Woche Alle Zahlen rund um das Osterei 32

    Freitag, 25. Mrz 2016 Cover 25

    P

    anth

    erm

    edia

    .net

    /Nik

    itos1

    977

    Unsere Winzer sind in der onlinewelt angekommen sterreichische Winzer und Weinhndler bauen ihre Webprsenz aus, der direkte Kontakt zum Kunden bleibt aber an erster Stelle. 28

    Pona Die Erfinderinnen des neuen Bio-Drinks im Gesprch.

    Cocoa Life Mondelez ber sein Nachhaltigkeitsprogramm.

    P

    ona

    M

    onde

    lez

    st

    erre

    ich/

    APA

    -Fot

    oser

    vice

    /Hr

    man

    ding

    er

    3026

    Andreas LonkaiManner

    Andreas Lonkai (59) ist neuer Verkaufsleiter International

    bei Manner und folgt in dieser Funktion Mathias Walser nach.

    Der Marketing- und Ver-triebsexperte war zuvor u.a. bei Senna Nahrungsmittel, LOral, Colgate-Palmolive und Pepsi-

    Cola International ttig.

    M

    anne

    r/Ber

    nhar

    d N

    oll

    Panthermedia.net/B. Friedel

    Der medianet Sonder themenplan

    2016 ist hier abrufbar!

    (www.medianet.at)

    hchster genuss.maximal nachhaltig.

    cc_maxPLANET_45x54_Layout 1 03.12.20

    EDI-LSUNGEN FR HANDEL& INDUSTRIE

    +43/1/505 86 02 | www.editel.at

  • medianet.at

    somit wesentlich zur Bekmpfung von Hunger und Armut in Ghana beitragen. Mehr als ein Drittel des Bruttoinlandsprodukts in Ghana wird mit Erlsen aus dem Ver-kauf der Frucht erwirtschaftet. Die Rohstoffpreise sind dabei in den letzten Jahren stetig angestiegen. In Ghana und der Elfenbeinkste haben die Regierungen einen Min-destlohn eingefhrt, der an den Marktpreis von Kakao gebunden ist. Das heit, dass die Bauern von einem hheren Rohstoffpreis profi-tieren, kommentiert Pieters.

    Zuknftige Herausforderungen Eigenen Angaben zufolge hat Mon-delez in all seinen Kakao-Bezugs-lndern bereits 76.700 Kakaobau-ern in rund 800 Anbaugemeinden erreicht. Es mangelt an Technolo-gie, fairen Lhnen und Geld fr In-vestitionen. Wir sind mittlerweile in der Position, dass wir die volle Transparenz unserer Versorgungs-kette erreicht haben. Und wir ha-

    Von Daniela Prugger

    WIEN. Schokolade von bester Qua-litt herzustellen, aber auch, sie zu einem leistbaren Preis anzubieten, das war schon der Anspruch von Grndervater Philippe Suchard im 19. Jahrhundert. Darum, dass die Geschichte des Schokolade-Pioniers noch heute die Marke be-lebt, ist der internationale Lebens-mittelkonzern Mondelez bemht. Man habe seit Jahren kontinuier-lich in die Premium-Marke inves-tiert, wei Merle Meier-Holsten, Mondelez-Marketingmanagerin fr Zentraleuropa. Zustzlich ge-strkt werden soll der Charakter von Suchard nun durch das Thema Nachhaltigkeit: Als erste Marke verpasste Mondelez der Schokola-de mit Schweizer Wurzeln das kon-zerneigene Cocoa Life-Logo.

    Kakao sichert LebensunterhaltMit einer Marke ist auch Verpflich-tung verbunden, so Meier-Holsten. Wir versuchen, fr den Verbrau-cher relevant zu sein. Relevanz, Nachvollziehbarkeit und Informa-tion spielen eine groe Rolle. Die Antwort von Mondelez auf diese Anforderungen von Konsumenten an Hersteller: Cocoa Life. Seit den Grndungstagen im Jahr 2012 mit dabei ist die heutige Direktorin des Nachhaltigkeitsprogramms, Cathy Pieters. Die Vernderungen in Sachen Nachhaltigkeit mssen auf den Kakao-Farmen geschehen, erklrt Pieters im Gesprch mit medianet. Nachhaltigkeit ist heute fr viele ein schwammiger Begriff. Fr Pieters hat Nachhaltigkeit vor allem etwas mit der Bevollmch-tigung und der Selbststndigkeit

    von Bauern zu tun. Es geht darum, dass Kakao-Bauern eigenstndige Businessmnner und -frauen wer-den, so die Cocoa Life-Direktorin. Doch es gibt noch viel zu tun.

    Die wichtigsten Anbaulnder fr Mondelez sind Ghana, die El-fenbeinkste und Indonesien. Fr die Wirtschaft dieser Lnder ist Kakao von besonderer Bedeutung. Mit einer Produktion von etwa 850.000 t Kakao pro Jahr ist Ghana weltweit der zweitgrte Produ-zent. Etwa eine Mio. Kleinbauern bauen Kakao an. Eine Verbesse-rung der Lebens- und Arbeitsbe-dingungen von Kakao bauern kann

    ben eine Verbindung zu unseren Lieferanten, den Kakaobauern und den Communities.

    Pieters: Mit dem Programm versuchen wir die Situation wirk-lich positiv zu beeinflussen. Kein anderes Unternehmen in der Scho-koladenbranche sieht sich die Lie-ferkette so genau an wie wir. Mit der Initiative sei man auf einem gutem Weg, die Lebensumstnde von 200.000 Kakaobauern in den Anbaugemeinschaften der sechs wichtigsten Kakaoherkunftslnder zu verbessern, teilt das Unterneh-men mit. Kakao zu 100% aus nach-haltigem Anbau zu beziehen, sei ganz klar das langfristige Ziel von Mondelez.

    Weltweit sichert der Kakao-An-bau laut der Make Chocolate Fair-Kampagne den Lebensunterhalt fr 40 bis 50 Mio. Kleinbauern, Arbeitskrfte und ihre Familien im Globalen Sden. Doch die He-rausforderungen fr die Zukunft bleiben gro: Umweltschdigende Produktionsmethoden wie die Ro-dung von Wldern haben in vielen Lndern ihre Spuren hinterlassen. Der Klimawandel bedroht die Zu-kunft der Bauern zustzlich: Die Vernderungen der Niederschlge und der Temperatur sind auch in Europa lngst sprbar; Kakaobu-me reagieren darauf besonders sensibel.

    In jeder Region stehe man ande-ren Herausforderungen gegenber. Wir alle wissen, dass Kinderarbeit leider noch immer ein Thema ist vor allem in Ghana. Es ist unsere

    Prioritt, Kinderarbeit zu bekmp-fen, macht Pieters klar.

    Strkung von FrauenDer Kakaoanbau ist arbeitsinten-siv und wird meist von Handarbeit errichtet. Im Durchschnitt werden 40 Prozent der Arbeit auf den Ka-kaofarmen von Frauen verrichtet. Aber Frauen besitzen nur zwei Prozent des bewirtschafteten Lan-des, so Pieters. Daraus resultiere auch die wirtschaftliche Abhn-gigkeit von Mnnern. In der Regel haben die Frauen aber nicht den gleichen Zugang zu Bildung und Trainings wie Mnner; das wollen wir ndern. Erst die Strkung von Frauen in der Arbeitswelt knne auch ihre gesellschaftliche Position verbessern. Mit Cocoa Life sorgen wir dafr, dass Frauen in den Ent-scheidungspositionen eingesetzt werden. Wir helfen Frauen dabei, dass sie ihr eigenes Geld verdienen und es auch eigenstndig verwal-ten knnen, schliet Pieters ab.

    Das Geschft mit dem Kakao Fr Ghana und die Elfenbeinkste ist der Kakaohandel ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, die Lebensumstnde der Bauern sind trotzdem hufig prekr. Mit der Initiative Cocoa Life will Mondelez ihre Situation verbessern.

    Cocoa LifeIm Rahmen des Nachhaltigkeitsprogramms Cocoa Life arbeitet Mondelez International an der Schaffung einer nachhaltigen Lieferkette fr Kakao weltweit.

    TafelmarktLaut Nielsen ist Milka die klare Nummer eins unter den Schokoladenmarken in sterreich und hlt einen wertmigen Marktanteil von 53,7% im Tafelmarkt. Wertmig ist der Tafelmarkt mit +3,2% gewachsen.

    53,7%

    M

    onde

    lez

    Inte

    rnat

    iona

    l (2)

    M

    onde

    lez

    st

    erre

    ich/

    APA

    Fot

    oser

    vice

    /Hr

    man

    ding

    er

    26 ReTaiL inTeRnaTionaL Freitag, 25. Mrz 2016

    Wir sind mittler-weile in der Po-sition, dass wir die volle Trans-parenz unserer Versorgungskette erreicht haben.

    Cathy Pieters Direktorin Cocoa Life

  • medianet.at

    GRAZ. Ihrem Unmut ber die ihrer Ansicht nach zu geringe Bezahlung und den Anteil von illegalen Kfigeiern in hierzulande produzierten Lebensmitteln, machten die steirischen Geflgelbauern vor Kurzem Luft. Tglich kommen rund 900.000 illegale KfigEier nach sterreich, kritisierte die steirische LWKVizeprsidentin Maria Pein.

    Obwohl in der Europischen Union seit 2012 illegal, wrden rund 327 Mio. illegale KfigEier vorwiegend aus EULndern, aber auch aus Drittstaaten wie der Ukraine, Indien, Ostasien wie Singapur oder China sowie aus Nord und Sdamerika zu Billigstpreisen importiert. Eine Herkunftsbezeichnung wie etwa in der Schweiz und ein Kreditstopp fr riesige Kfig anlagen im Ausland sei eine Alternative zur aktuellen Situation, stellt Pein fest.

    Kennzeichnung gefordertBilligstImporte wie Schaleneier, Eipulver oder Flssigeier fnden sich auch in Halbfertig und Fertigprodukten wie Kuchen, Backwaren, Nudeln, Osterpinzen, Keksen oder auch Packerlsuppen. Dadurch wrden die Tierschutzbestrebungen und die Wettbewerbsfhigkeit jener Landwirte, die sich an die

    Bestimmungen hielten, unterlaufen, kritisiert Pein.

    Der Obmann der steirischen Geflgelhalter, Anton Uitz, rechnete vor, dass der Preis fr Eier, den die 713 Legehennehalter im Lande erhielten, weiter gesunken sei.

    Gerade einmal 0,26 Cent bleibt einer Bauernfamilie pro verkauftes Ei, im Vorjahr seien es noch 0,30 Cent gewesen.

    Bei 10.000 Legehennen sind das 8.558,50 Euro brutto im Jahr, wovon noch die Sozialversicherung

    und Steuern abzuziehen sind. Das sind um 2.101,84 Euro weniger als noch vor einem Jahr, so Uitz. Man wolle vom Lebensmittelhandel fair behandelt werden, denn dieser habe seine Spannen ja erhht.

    Die Produkte wie etwa Eier oder Nudeln sind etwas Besonderes und zeichnen sich durch erstklassige Qualitt aus. Die Herkunftskennzeichnung auf der Speisekarte ist einfach, geht automatisch und ist fr uns kein Aufwand; sie ist wertvoller als die AllergenKennzeichnung, berichtet Simon Bauernhofer, Chef des Naturparkhotels Bauernhofer in Brandlucken. Er resmiert: Fr die Bauern und fr uns sind die regionalen Produkte eine WinwinSituation.

    Regionalitt als hchstes GutEine Alternative zur Abhngigkeit von Lebensmittelindustrie und Handel zei