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PHSG. Und Sie.

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PHSG. Und Sie.

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  • PHSG. Und Sie.

  • Wenn ich gross bin, mchteich einmal Lehrerin werden.

    Flavia, 8, Rapperswil

  • Einleitung 5

    Leitideen 8

    Studium an der PHSG 10

    Studium Kindergarten und Primarschule 14

    Studium Sekundarstufe I 16

    Studium Sekundarstufe II 18

    Weiterbildung 22

    Regionale Didaktische Zentren (RDZ) 23

    Forschung und Entwicklung 24

    PHSG International 30

    Campus 31

    Region 32

    Kontakt, Adressen 33

    ImpressumPdagogische Hochschule St.Gallen, Notkerstrasse 27, 9000 St.Gallen, Telefon +41 71 243 94 00, [email protected], www.phsg.chKonzept und Gestaltung: Festland AG; Fotografie: Jrg Zrcher, Daniel Ammann, Thinkstock; 4. Auflage: 800 Exemplare; PHSG Januar 2016

  • 5 Pdagogische Hochschule St.Gallen

    Beruf. Und Berufung.Der Entscheid fr eine der schnsten Lebensaufgaben.

    Kinder wollen Neues entdecken und lernen. Kinder mssen sich in einer immer

    komplexeren Welt bewhren. Kinder sind unsere Zukunft. Die Aufgabe, Kinder und

    Jugendliche ein Stck auf ihrem Weg zu begleiten, ist nicht nur spannend und

    abwechslungsreich, sie ist auch sehr anspruchsvoll. Gut ausgebildete und engagierte

    Lehrerinnen und Lehrer knnen Kindern den Freiraum geben, sich zu entfalten. Sie

    sind in der Lage, ihren Lerneifer und die Freude an der Schule zu wecken. Und sie sind

    vor allem auch fhig, ihnen in einem reizberfluteten Umfeld den ntigen Halt zu

    geben. Dieses Spannungsfeld charakterisiert die Herausforderungen des Lehrberufs.

    Fr unsere Gesellschaft, in der die schulische Bildung eine hohe Bedeutung hat, ist

    der Lehrberuf besonders wichtig. Whrend der Bildungsauftrag nach wie vor im

    Mittelpunkt der Ttigkeit stehen muss, sind im Laufe der Zeit immer neue Aufgaben

    hinzugekommen. Lehrpersonen gestalten nicht nur den Klassen- oder Fachunterricht,

    sie fhren auch den Dialog mit Eltern, Fachpersonen und dem Kollegium ihrer Schule.

    Ihr Beruf verlangt nicht nur fachliche, persnliche und soziale Kompetenzen, sondern

    auch Anpassungen an ein sich stetig wandelndes gesellschaftliches Umfeld. Diese

    Dynamik stellt hohe Anforderungen. Und sie erfordert die Bereitschaft, sich beruflich

    wie menschlich stets weiterzuentwickeln ein Leben lang.

    Mit ihrem hohen Qualittsanspruch und dem breiten didaktischen und fachwissen-

    schaftlichen Studienangebot bereitet die PHSG knftige Lehrpersonen umfassend

    auf ihren Beruf vor. Dabei legt sie grossen Wert auf eine optimale Verknpfung von

    Theorie und Praxis. Regelmssige praktische Einstze vom ersten Semester an sorgen

    dafr, dass Studierende ihre erworbenen Kenntnisse schon whrend des Studiums

    erproben und umsetzen knnen. Was die PHSG an Studiengngen und Weiterbildungs-

    mglichkeiten bietet und was diese Ostschweizer Hochschule anstrebt, vermittelt

    diese Broschre.

    Im Berufsleben von Lehrerinnen und Lehrern spielen Kinder und Jugendliche die

    Hauptrolle. Aus diesem Grund sind sie das bergeordnete Thema dieser Broschre.

  • Als Lehrerin ist man nicht nur Wissensvermittlerin, Erzieherin, Pdagogin, Moderatorin, Mediatorin, Bildungsmanagerin, Sozialarbeiterin, sondern auch Bezugsperson und Vorbild. Gibt es eigentlich einen spannenderen und vielseitigeren Beruf?

  • 8Die PHSG stellt hohe Ansprche an sich

    selbst: Ihr Ziel ist es, eine der fhrenden Pda-

    gogischen Hochschulen im Bodenseeraum

    und in der Schweiz zu sein. Auf Hochschulni-

    veau bildet die PHSG in einem erstklassigen

    Studien- und Arbeitsumfeld Lehrpersonen fr

    die Volksschule und die Berufsbildung aus.

    Die praxisnahe und umfassende Ausbildung

    fhrt dazu, dass die Absolventinnen und

    Absolventen auf dem regionalen und natio-

    nalen Arbeitsmarkt ge schtzt werden und

    willkommen sind.

    Damit die PHSG ihrem Qualittsanspruch

    auch in Zukunft gerecht wird, setzt sie viele

    ver schiedene Massnahmen um. Sie ist auch

    selbst eine lernende Institution, die Bildung

    als gesellschaftspolitischen Auftrag versteht.

    Sie ist selbstkritisch, betreibt ein grndliches

    Qualittsmanagement und frdert die kon -

    tinuierliche Weiterbildung der Dozentinnen

    und Dozenten. Sie stellt sich dem offenen

    Ge sprch und der Kritik der Studierenden

    und der Kundinnen und Kunden. Sie setzt

    sich intensiv mit gesellschaftspolitischen

    Ent wicklungen auseinander und bringt sich

    als aktive Partnerin in den wissenschaftlichen

    und bildungspolitischen Diskurs ein.

    Die PHSG hlt sich bei der Studiengestaltung

    und Berufs einfhrung an Leitstze, die den

    Studierenden eine optimale Ausbildung und

    Persnlichkeitsentwicklung ermglichen:

    Die PHSG bietet den Studierenden eine

    umfassende Ausbildung, die neben intel-

    lektuellen auch persnlichkeitsbildende

    und musische Elemente gewichtet und die

    kulturelle Bildung frdert.

    Die PHSG legt in der Ausbildung Wert auf

    Praxisnhe, Handlungsfhigkeit, Wissen-

    schaftsorientierung, Kooperationsbereit-

    schaft und Reflexionskompetenz.

    Die PHSG untersttzt die Studierenden in

    ihrer Entwicklung zu Persnlichkeiten, die

    sich durch innere Festigkeit und Offenheit

    fr Neues auszeichnen.

    Die PHSG frdert Lernen in vielfltigen

    Formen und mit Hilfe moderner Technik,

    wobei eigenverantwortliches und koope-

    ratives Lernen eine zentrale Stellung

    einnehmen.

    Die PHSG gestaltet und untersttzt den

    Be rufseinstieg der Lehrpersonen durch

    spe zifische Weiterbildungs- und Beratungs-

    angebote in Zusammenarbeit mit den

    Schultrgern.

    Gedanken. Und Ziele.Die Leitideen der Pdagogischen Hochschule St.Gallen.

  • 9 Pdagogische Hochschule St.Gallen

    Die PHSG bietet ein umfassendes Weiter-

    bildungsangebot an. Sie konzentriert sich

    dabei auf Angebote, die eine lngerfristige

    und nachhaltige Entwicklung von Personen

    und Institutionen untersttzen.

    Die Regionalen Didaktischen Zentren (RDZ)

    zeigen fundiert aufbereitete beispielhafte

    Lernumgebungen und untersttzen Lehr -

    personen in den Regionen bei ihrer tglichen

    Arbeit. Sie tragen zur Verankerung der

    Bildungsdiskussion in den Regionen bei.

    Die Weiterbildungen der PHSG entstehen

    in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen

    und ausgewiesenen Partnerinnen und

    Partnern. Die breit abgesttzten, qualitativ

    hochstehenden Angebote sind auf dem

    Bildungsmarkt beliebt und anerkannt.

    Mit ihrem Engagement in Bildungsforschung,

    Entwicklung und Beratung leistet die PHSG

    zustzlich einen Beitrag zur wissenschaft-

    lichen Klrung von schulischen Fragen und

    steht dafr auch im Austausch mit inter-

    nationalen Forscherinnen und Forschern.

    Sie erforscht die Gestaltung von Lernumge-

    bungen und Lernprozessen und setzt sich

    fr die Um setzung der Erkenntnisse in den

    Schulen ein. Der Dienstleistungsbereich

    untersttzt die Schulklassen, die Schulein-

    heiten und das Umfeld wirkungsvoll bei der

    Analyse, Weiterentwicklung und Qualitts-

    sicherung. Die PHSG leistet damit einen

    wertvollen Beitrag zur Entwicklung und

    Realisierung neuer pdagogisch-didaktischer

    Konzepte in der Volksschule.

    Die PHSG legt Wert darauf, dass sich die Studierenden auchzu Persnlichkeiten entwickeln, die offen sind fr Neues.

    Ein praxisnahes Lernen in vielfltigen Formen bereichert dieumfassende Ausbildung an der PHSG.

  • 10

    Die PHSG ist eine Hochschule mit rund 1400

    Studierenden, rund 3500 Kursteilnehmenden

    im Bereich Weiterbildung sowie rund 400

    Mitarbei tenden, die beste Voraussetzungen

    fr die knftige sowie die aktuelle Ttigkeit

    als Lehrerin oder Lehrer bietet. Sie ist ein

    lebendiger Organismus, der sich wandelt und

    weiterentwickelt. Der richtige Ort fr kreative

    und begeisterungsfhige junge Leute, die sich

    Wissen aneignen wollen. Die PHSG verfgt

    ber eine ausgeprgte Studienkultur und

    verfolgt zahlreiche Hochschulprojekte.

    Die PHSG will zugleich Lern- und Begegnungs-

    raum sein. Die Studierenden werden aktiv

    ins Hochschulleben mit einbezogen und sind

    aufgerufen, einen aktiven Beitrag zur Entwick-

    lung der Hochschule zu leisten. Die Studieren-

    denorganisation SO sichert und wahrt die

    Interessen der Studierenden. Sie ussert

    aber auch Wnsche, Ideen und Forderungen

    der Studierenden und bemht sich um deren

    Umsetzung. Zudem organisiert sie Feste fr

    die Studierenden und kulturelle Anlsse.

    Das Studium an der PHSG ist durch eine

    intensive Verknpfung von Theorie und Praxis

    geprgt. Verschiedene betreute Praktika, die

    schon im ersten Semester beginnen, bilden

    einen festen Bestandteil des Lehrplans und

    ermglichen den Studierenden, die erwor-

    benen theoretischen Kenntnisse zu er pro ben

    und whrend des Studiums praxisbezogen

    umzusetzen. Die intensive und vielseitige

    Ausbildung stellt hohe Anforderungen an

    die Studierenden und verlangt Eigeninitiative

    und Selbststndigkeit: Das breit gefcherte

    Aus bildungsprogramm ermglicht es, indi -

    vi duelle Schwerpunkte zu setzen und den

    Bildungshorizont im Verlauf der Berufskarriere

    mit Ergnzungsstudien und zahlreichen

    spannenden fachwissenschaftlichen, pda-

    gogischen und didaktischen Weiterbildungs-

    angeboten zu erweitern.

    Das Basis-Ausbildungsangebot der PHSG

    umfasst folgende Studiengnge:

    Studiengang Kindergarten und Primarschule

    (mit Bachelor-Abschluss)

    Studiengang Sekundarstufe I

    (mit Master-Abschluss)

    Studiengang Sekundarstufe II

    (mit eidgenssischem Diplom)

    Hochschule. Und Lebensraum.Das inspirierende akademische Umfeld an der PHSG.

    Ob Lesung oder Vortrag, Tanz oder Theater, Klassik oder Pop, kulturelle Anlsse spielen an der PHSG eine wichtige Rolle.

    Mit betreuten Praktika ermglicht die PHSG den Studierenden,Gelerntes schon whrend des Studiums praxisbezogen umzusetzen.

  • 11 Pdagogische Hochschule St.Gallen

    Berufspraktische Studien

    Die Berufspraktischen Studien umfassen

    als zentrale Ausbildungsteile Praktika sowie

    darauf bezogene Vor- und Nachbereitungen;

    die Praxisveranstaltungen sind durch aus-

    gebildete Mentoratspersonen begleitet.

    Mit diesen Studien verfolgt die PHSG klare

    Zielsetzungen: Sie sollen den Studierenden

    kontinuierliche und lngerfristige persnliche

    Entwicklungsprozesse ermglichen. Beim

    Aufbau ihrer professionellen Kompetenzen

    bernehmen die Studierenden Verantwortung,

    indem sie kontinuierlich an den von ihnen

    (mit-)ausgewhlten Zielen arbeiten. Die

    Studierenden machen vielfltige und verschie-

    denartige Praxiserfahrungen. Neben dem

    eigentlichen Unterrichten mit Lerngruppen

    setzen sie sich auch mit schulhausinter nen

    Aktivitten auseinander und erkunden die

    Schule als Institution.

    Individuelle Beratung

    Die PHSG legt Wert auf eine sorgfltige

    Be treu ung der Studierenden. Deshalb

    werden Studienbegleitung und Mentorat

    durch ein Beratungsangebot ergnzt. Die

    Studien beratung untersttzt Studierende,

    die ihr Studium unterbrechen, ein Jahr

    repetieren oder aus einer anderen Pda-

    gogischen Hochschule an die PHSG

    bertreten. Bei persnlichen Problemen

    mit dem Studium steht den Studierenden

    eine unabhngige, von Fachpersonen

    betreute Beratungs stelle zur Verfgung.

  • Kinder und Jugendliche zu unterrichten, ist eine der schnstenLebensaufgaben und eine der anspruchsvollsten. Deshalb brauchen Lehrerinnen und Lehrer eine Ausbildung, die sie um fassend auf die Anforderungen dieses Berufes vorbereitet.

  • 14

    Kinder. Und Schule.Die Ausbildung fr Kindergarten und Primarschule.

    Mit dem Eintritt in den Kindergarten und

    spter in die Primarschule beginnt fr Kinder

    ein neuer und wichtiger Lebensab schnitt.

    Nach dem behteten Familienumfeld mssen

    sie sich unter Gleichaltrigen zu rechtfinden,

    Erfahrungen sammeln und vor allem viel

    lernen. In diesem Alter sind Kinder neugierig

    und begeisterungsfhig, es macht ihnen

    Freude, jeden Tag etwas Neues zu lernen.

    Lehrpersonen haben die Aufgabe, ihre

    Schlerinnen und Schler bei der Persn -

    lich keits entwicklung zu untersttzen, sie

    zu begleiten und zu beraten. Sie ver mitteln

    Wissen, frdern aber auch die Bildung

    sozialer Kompetenzen.

    Merkmale des Studiengangs

    Das Profil des Studiums ist charakterisiert

    durch eine sehr breite Ausbildung. Es ver-

    mittelt das Wissen und die fachdidaktischen

    Kompetenzen fr das Unterrichten in

    smtlichen Fchern des Kindergartens und

    der Primarschule und frdert den Aufbau

    berufsorientierter personaler und sozialer

    Kompetenzen. Das erste Jahr der Ausbildung

    ist diplom typen bergreifend or ganisiert und

    beinhaltet das Unterrichten vom Kindergarten

    bis zur sechsten Klasse der Primarschule.

    Danach liegt der Schwerpunkt auf dem

    jngeren Kind (Kindergarten bis dritte Klasse)

    oder auf der Primarschule (erste bis sechste

    Klasse). Neben der Allroundausbildung

    besteht die Mglichkeit, Akzente zu setzen,

    sich zu spezialisieren und so als Lehrperson

    ein eigenes Profil zu entwickeln.

    Das Studium entspricht europischen Studien -

    standards und ermglicht den Besuch von

    Gastsemestern an Partneruniversitten und

    -hochschulen im Ausland. Es beinhaltet zudem

    ein Praktikum in einer Schule im englisch-

    oder franzsischsprachigen Raum.

    Lernen heisst auch entdecken. Die natrliche Neugier der Kindermacht das Unterrichten in der Primarschule zu einer dankbaren Aufgabe.

    Die ersten drei Schuljahre sind im Leben eines Kindes von enormerBedeutung und haben grossen Einfluss auf seine weitere Entwicklung.

  • 15 Pdagogische Hochschule St.Gallen

    Bachelor-Studiengang

    Diese Ausbildung dauert im Vollzeitstudium

    drei Jahre (sechs Semester) und fhrt zu

    einem Hochschulabschluss (Bachelor) und

    einem in der Schweiz anerkannten Diplom

    fr das Unterrichten aller Fcher:

    im Kindergarten bis zur 3. Klasse

    Primar schule (Diplomstudiengang A)

    oder

    in der 1. bis 6. Klasse der Primarschule

    (Diplomstudiengang B).

    Die ersten drei Schuljahre sind im Leben eines Kindes von enormerBedeutung und haben grossen Einfluss auf seine weitere Entwicklung.

    Musische Fcher wirken sich auch an Primarschulen positiv auf diePersnlichkeitsentwicklung der Schlerinnen und Schler aus.

    Berufseinfhrung

    Zum ersten Mal vor der eigenen Klasse zu

    stehen, ist fr neue Lehrerinnen und Lehrer

    eine grosse Verantwortung und Heraus for-

    derung. Eine professionelle Begleitung sorgt

    dafr, dass der Sprung ins Berufsleben

    klappt. Die Berufseinfhrung untersttzt die

    jungen Berufsleute bei der Gestaltung und

    Reflexion ihrer Berufserfahrungen. Sie bietet

    fachkundige Beratung bei Berufs- und Unter -

    richtsproblemen an. Alle Lehrpersonen, die

    im Kanton St.Gallen ihre Unterrichtsttigkeit

    aufnehmen, durchlaufen die obligatorische

    einjhrige Berufseinfhrung.

    Berufspraktische Studien

    Die Berufspraktischen Studien haben die

    Aufgabe, das theoretische Wissen mit

    den Erfahrungen im knftigen Berufsfeld

    zu verknpfen. In Blockpraktika werden

    die beruflichen und fachlichen Kompetenzen

    fr den Berufseinstieg auf ge baut und gebt.

    Die berufspraktische Ttigkeit in Kindergrten

    und Primarschulen umfasst einen Viertel

    der Gesamtausbildungszeit.

    Erweiterungsstudien

    Zusatzausbildungen fr Kindergarten- und Handarbeitslehrpersonen

    Einzelfachabschlsse fr Lehrpersonen in der Primarschule

    Stufenausweitung fr Lehrpersonen

  • 16

    Jugendliche im Alter zwischen 13 und 16

    Jahren befinden sich in einer ebenso an-

    spruchsvollen wie entscheidenden Phase.

    Sie suchen Freiheiten, aber auch Grenzen.

    Sie machen sich Gedanken ber ihre Identitt,

    aber auch ber ihre Ziele und Trume. Und

    sie mssen sich mit der Planung ihrer un -

    mittelbaren Zukunft beschftigen. In dieser

    Phase brauchen sie Lehrpersonen, denen sie

    vertrauen, die ihnen Rckhalt geben und die

    sie bei der Entwicklung ihrer persnlichen,

    sozialen und fachlichen Kompetenzen frdern.

    Wichtig ist auch der Dialog mit den Eltern bei

    der Planung der weiteren Ausbildung oder

    der beruflichen Zukunft. Auftrag der Sekundar-

    stufe I ist die Vorbereitung zur Berufswahl.

    Sie soll den Schlerinnen und Schlern den

    bertritt ins Berufsleben erleichtern.

    Studiengang Sekundarstufe I

    Die Ausbildung fr Lehrpersonen dauert im

    Vollzeitstudium viereinhalb Jahre und fhrt

    zu einem in der Schweiz anerkannten Hoch-

    schulabschluss fr das Unterrichten auf der

    Sekundarstufe I. Es werden zwei Abschlsse

    angeboten:

    Master of Arts in Secondary Education (MA), phil. I, 9 Semester

    oder

    Master of Science in Secondary Education (MSc), phil. II, 9 Semester.

    Jugend. Und Zukunft.Die Ausbildungslehrgnge fr die Sekundarstufe I.

  • 17 Pdagogische Hochschule St.Gallen

    Mehr Mobilitt dank Bologna

    Mit der Deklaration von Bologna streben die Unterzeichnerstaaten einen europischen Hochschulraum an,

    der international wettbewerbsfhig ist und die Mobilitt der Studierenden frdert. Dies wird mit folgenden

    Massnahmen erreicht:

    Die modularisierten Studienleistungen werden im European Credit Transfer System (ECTS) verrechnet.

    Dies erlaubt die Anrechnung des PHSG-Studiums an eine weiterfhrende Ausbildung auf tertirer Stufe,

    ermglicht aber auch die Anrechnung von Auslandsemestern an das PHSG-Studium. Gemss ECTS

    werden jedem Ausbildungsmodul Punkte zugeteilt. Ein ECTS-Punkt entspricht 25 bis 30 Arbeitsstunden.

    Die durchschnittliche Arbeitsleistung einer Studentin bzw. eines Studenten pro Studienjahr entspricht

    60 ECTS-Punkten.

    Die einzelnen Module der Ausbildung werden mit einem Leistungsnachweis abgeschlossen. Diese sind

    vielfltig und beziehen sich auf die aufgebauten Kompetenzen. Sie knnen unterschiedliche Formen

    aufweisen wie zum Beispiel schriftliche Prfung, Referat, Seminararbeit oder Portfolio.

    Das gestufte Studiensystem fhrt nach sechs Semestern bzw. 180 ECTS-Punkten zu einem Bachelor-

    Abschluss und nach drei zustzlichen Semestern bzw. 270 ECTS-Punkten zu einem Master-Abschluss.

    Entsprechend der Bologna-Deklaration schliessen Absolventinnen und Absolventen der Studiengnge

    fr Kindergarten und Primarschule mit einem Bachelor-Titel und solche des Studiengangs fr die Oberstufe

    mit einem Master-Titel ab.

    Berufspraktische Studien

    Als zentraler Teil der Ausbildung umfassen

    die Berufspraktischen Studien die Praktika

    sowie die darauf bezogenen Vor- und Nach-

    bereitungen. Die unterrichtspraktische

    Ausbildung findet mit Beginn des ersten

    Semesters in Klassen der Oberstufe als

    Halbtagespraktika unter professioneller

    Begleitung durch ausgebildete Praxis -

    lehr personen statt. Vier mehrwchige

    Kompakt prak tika vermitteln die fr den

    Berufseinstieg notwendigen Kompetenzen

    Unterrichten und Erziehen sowie die

    Erfahrung des Berufsauftrags als Lehr -

    person fr die Sek undarstufe I.

    Erweiterungsstudien

    Master-Studiengang Sekundarstufe I fr Primarlehrpersonen mit Bachelor-

    Abschluss oder mit seminaristischer

    Vorbildung; Abschluss: Master of Arts

    bzw. Master of Science und schweizweit

    anerkanntes Lehrdiplom

    Einzelfach-Abschluss Fachdiplom als Ergnzung zum bestehenden

    Lehrdiplom Sekundarstufe I

    Ein vielfltiger Unterrichtsstoff sorgt fr Abwechslung und lsstLehrpersonen Raum fr Kreativitt und Eigeninitiative.

  • 18

    ber eine berufliche Grundbildung treten

    junge Menschen in die Berufswelt ein ein

    neuer Lebensabschnitt beginnt. Jetzt heisst

    es Verantwortung bernehmen, nicht nur

    fr sich selbst, sondern auch fr die eigene

    Berufsausbung. Mit dem Eintritt in die

    Berufsfachschule erweitert sich auch das

    Umfeld sozialer Kontakte, das jetzt nicht

    mehr auf die nhere Umgebung beschrnkt

    ist. Und natrlich gibt es den ersehnten ersten

    eigenen Lohn. Lehrpersonen an Berufsfach-

    schulen bernehmen neben der Berufsbildne-

    rin oder dem Berufsbildner im Betrieb fr die

    jungen Erwachsenen eine wichtige Funktion in

    deren beruflicher Qualifizierung. Sie sind

    Ansprech personen, vermitteln im berufskund-

    lichen Unterricht das notwendige Berufs-

    wissen und untersttzen die 16- bis 20-Jhrigen

    im allgemeinbildenden Unterricht dabei, ein

    vollwertiges Mitglied unserer Gesellschaft zu

    werden. Ausgewiesene Berufsleute werden

    an hheren Fachschulen weiterqualifiziert.

    Diplomstudiengang Berufskunde (BKU)

    Die Ausbildung richtet sich an Lehrpersonen,

    die in Teilzeit an Berufsfachschulen ttig

    sind und eine berufspdagogische Quali-

    fika tion gemss Berufsbildungsverordnung

    BBV anstreben. Der Diplomstudiengang BKU

    dauert zweieinhalb Jahre und basiert auf dem

    Rahmenlehrplan fr Berufsbildungsverant-

    wortliche des Staatssekretariats fr Bildung,

    Forschung und Innovation SBFI (ehemals

    BBT). Er umfasst 1800 Lernstunden, die einen

    Prsenztag pro Woche, Lerngruppenarbeit

    und die Zeit fr das Schreiben der Diplom-

    arbeit umfassen. Der Abschluss befhigt zur

    Ttigkeit als hauptamtliche Berufsfachschul-

    Lehrperson berufskundlicher Richtung oder

    als Lehrperson an hheren Fachschulen.

    Beruf. Und Begleitung.Die Studiengnge fr die Sekundarstufe II und die hhere Fachschule.

  • 19 Pdagogische Hochschule St.Gallen

    Beruf. Und Begleitung.Die Studiengnge fr die Sekundarstufe II und die hhere Fachschule. Diplomstudiengang

    Allgemeinbildung (ABU)

    Die Lern bereiche Gesellschaft sowie

    Sprache und Kommunikation im Sinne

    des Rahmenlehrplans vorzubereiten, durch-

    zu fhren und auszuwerten, sind Ziele des

    Diplomstudiengangs ABU. Die Ausbildung

    gemss Rahmenlehrplan fr Berufsbildungs-

    verantwortliche des Staatssekretariats fr

    Bildung, Forschung und Innovation SBFI

    (ehemals BBT) richtet sich an Lehrpersonen

    fr allgemeinbildenden Unterricht an Berufs-

    fachschulen. Die Studiendauer betrgt

    zwei Jahre (1800 Lernstunden), verteilt auf

    zwei Prsenztage pro Woche, und bein haltet

    zustzliche Zeit fr die Diplomarbeit.

    Zertifikatsstudiengang Allgemeinbildung (ABU)

    Der Zertifikatsstudiengang ABU dauert ein

    Jahr mit einem Tag Prsenzunterricht pro

    Woche und einem Umfang von 300 Lern-

    stunden. Die Ausbildung ist in den Diplom-

    studiengang ABU integriert. Das Zertifikat

    berechtigt zur Erteilung von allgemeinbilden-

    dem Unterricht an Berufsfachschulen von bis

    zu 15 Lektionen. Bei Aufnahme des Diplom-

    studiengangs ABU wird das Zertifikat voll-

    umfnglich angerechnet, sofern auch die

    weiteren Aufnahmebedingungen erfllt sind.

    Ostschweizer Kompetenzzentrum fr Berufsbildung

    Die Pdagogische Hochschule St.Gallen (PHSG), das Institut fr Wirtschaftspdagogik der Universitt

    St.Gallen (IWP) und das Zentrum fr berufliche Weiterbildung (ZbW) haben sich im Jahr 2010 zum

    Ostschweizer Kompetenzzentrum fr Berufsbildung (OKB) zusammengeschlossen. Ziel ist es, Angebot

    und Wissen im Bereich der Berufsbildung zu bndeln und Aus- und Weiterbildungen fr welche die

    jeweiligen Anbieter autonom zustndig und verantwortlich sind besser zu koordinieren.

  • Lehrerinnen und Lehrer sind Spezialistinnen und Spezialisten fr Bildungs- und Erziehungsprozesse. Die zunehmende Heterogenitt und der Umgang mit verschiedenen Kulturen stellen hohe Anforderungen an die pdagogische Kompetenz.

  • 22

    Der Lehrberuf gehrt zu den Ttigkeiten,

    fr die eine lebenslange Weiterbildung unab-

    dingbar ist. Lehrpersonen, die sich weiter-

    entwickeln und immer wieder Neues lernen,

    werden ihren Beruf ber lange Zeit profes-

    sionell und mit Freude und Zufriedenheit

    ausben knnen. Die PHSG bietet ein

    innovatives und vielfltiges Weiterbildungs-

    programm, dessen Angebote auf hohem

    Praxisbezug und den neuesten wissen-

    schaftlichen Erkenntnissen beruhen. Die

    Weiterbildungsangebote richten sich an

    Lehrpersonen aller Stufen vom Kindergarten

    bis zur Berufsfachschule, an Schulleitungs-

    und Behrdenmitglieder, an Personen, die

    in schulergnzenden Betreuungsangeboten

    ttig sind, sowie an weitere Personen im

    Bildungsbereich.

    Vielfltige Weiterbildungen

    Das vielfltige Weiterbildungsangebot der

    PHSG ermglicht den Teilnehmenden, sich

    sowohl persnlich als auch im fachwissen-

    schaftlichen und methodisch-didaktischen

    Bereich weiterzuentwickeln. Gleichzeitig

    bietet Weiterbildung auch Zeit fr eine Stand-

    ortbestimmung. Die Weiterbildungslehrgnge

    lassen sich in Master- (MAS), Diplom- (DAS)

    und Zertifikatslehrgnge (CAS) einteilen.

    Die PHSG fhrt Lehrgnge durch wie den

    MAS Supervision, Coaching und Organisa-

    tionsberatung, den CAS Schulleitung, den

    CAS Frdern in Sprache und Mathematik,

    den CAS Ethik oder den CAS Medien-

    pdagogik. Daneben werden Kurse, Module,

    Nach- und Zusatzqualifikationen angeboten.

    Weiterbildung. Und Beratung.Die praxisbezogenen Weiterbildungs- und Beratungsangebote.

    Die Weiterbildungsangebote der PHSG ermglichen Lehrpersonen,sich weiterzuentwickeln und ihre beruflichen Kompetenzen zu erhhen.

    Berufseinfhrung

    In der Berufseinfhrung werden Junglehrper-

    sonen im ersten Berufsjahr durch regionale

    und lokale Mentorinnen und Mentoren be-

    gleitet. In den regionalen Mentoratsgruppen

    knnen sie sich ber Situationen austauschen,

    die ihnen Schwierigkeiten bereiten. In diesem

    geschtzten Rahmen werden praktikable

    Lsungen gesucht. Die Berufseinsteigenden

    schtzen die rasche und niederschwellige

    Untersttzung durch erfahrene Lehrerinnen und

    Lehrer. Diese erleichtert den Berufseinstieg.

    Schulentwicklung und Beratung

    Die Beratungsangebote der PHSG strken die

    Ressourcen von Lehrpersonen, Schulleitungen,

    Schulen und Schulgemeinden und dienen der

    Professionalisierung von Institutionen. Das

    Spektrum umfasst Unterrichtsentwicklung,

    Teamentwicklung, Schulfhrung und Organisa-

    tionsentwicklung. Fokussiert werden bei-

    spielsweise Bereiche wie Fhrungscoaching,

    Konfliktmanagement, Unterrichten in Mehr-

    jahrgangsklassen, Demokratiepdagogik oder

    Elternkommunikation.

  • 23 Pdagogische Hochschule St.Gallen

    Die fnf Regionalen Didaktischen Zentren

    (RDZ) der PHSG sind schweizweit einzigartig

    und leisten einen wichtigen Beitrag zur Weiter-

    entwicklung der Schule. Seit mehr als zehn

    Jahren erbringen sie praxisnahe Dienst-

    leistungen, die in die Regionen ausstrahlen.

    In den RDZ Gossau, Rapperswil-Jona,

    Rorschach, Sargans und Wattwil werden

    Lehrpersonen und Studierende dezentral und

    schulhausnah untersttzt. Attraktiv gestaltete

    und von Fachleuten konzipierte Lernarran-

    gements zu aktuellen Themen ermglichen

    Schlerinnen und Schlern Lernerfahrungen,

    die im Schulzimmer nicht mglich wren.

    Fr die Unterrichtsplanung stehen didaktische

    Arbeitsmittel und Materialien zur Verfgung.

    Unterlagen, die in der Forschung entwickelt

    wurden, werden in Zusammenarbeit mit

    den RDZ-Teams in der Praxis erprobt und

    umgesetzt.

    In den Mediatheken steht eine grosse und

    vielfltige Auswahl an Lehrmitteln, Medien,

    Software, Lernkisten und Zeitschriften zur

    Verfgung.

    An Weiterbildungskursen und in Workshops

    zu aktuellen Themen entwickeln Lehr -

    personen eigene Kompetenzen weiter und

    setzen sich mit Schulfragen auseinander.

    Erfahrene Lernberaterinnen und Lernberater

    konzipieren innovative Unterrichtsarrange-

    ments, die von Klassen und Lehrpersonen

    aller Stufen der Volksschule besucht werden.

    Sie beraten Studierende und Lehrpersonen

    bei Unterrichtsfragen.

    Fachleute der Medienwerksttten Rorschach

    und Gossau untersttzen Lehrpersonen

    beim Nutzen von ICT im Unterricht und beim

    Erstellen neuer Lernmedien.

    Anregung. Und Begegnung.Regionale Didaktische Zentren (RDZ).

    Die Lernwerkstatt im RDZ bietet Lehrpersonen viele Anregungen fr die Gestaltung von entdeckenden und erforschenden Lernsituationen.

    Die themenbezogenen Lerngrten und Workshops der RDZ sorgen fr Lernerlebnisse, die den Kindern lange in Erinnerung bleiben.

  • 24

    Forschung. Und Entwicklung.Die wissenschaftlichen Institute der PHSG.

    Forschung und Entwicklung gehren neben

    der Ausbildung von Lehrpersonen zum Kern -

    auftrag einer Pdagogischen Hochschule.

    Anwendungsorientierte Forschung, die den

    Nutzen fr die Praxis in den Mittelpunkt stellt,

    ist eine wichtige Voraus setzung fr eine gute

    Ausbildung. Lehrerinnen und Lehrer bentigen

    wissenschaftlich gesttztes Know-how, um

    gesteigerten Anforderungen an ihren Beruf

    und dem Anspruch an hohe Professionalitt

    gerecht zu werden. Sie mssen ber ein

    Handlungsrepertoire zur Bewltigung zentraler

    Berufsaufgaben ver fgen, ihr Handeln wissen -

    schaftlich begrnden und reflektieren und

    Schule und Unterricht mit Kolleginnen und

    Kollegen weiterentwickeln knnen. Auch die

    Bildungspolitik ist fr ihre Entscheidungen auf

    Erkenntnisse aus der Forschung angewiesen.

    Mit ihrem Engagement in Bildungsforschung,

    Entwicklung und Beratung leistet die PHSG

    einen Beitrag zur wissenschaftlichen Klrung

    von schulischen Fragen. Die sieben Institute

    beschf tigen sich in verschiedenen For-

    schungs-, Entwicklungs- und Evaluationspro-

    jekten mit je eigenen wissenschaftlichen

    Schwerpunkten. Ihre Fragestellungen stehen

    dabei in direktem Bezug zu Schule und

    Bildung, jeder Schwerpunkt ist eng verbun den

    sowohl mit den Studiengngen in der Aus-

    bildung als auch mit den Zielstufen an den

    Schulen. Die Institute arbeiten mit nationalen

    und internationalen Forschungsinstitutionen

    zusammen und sind zudem in Organisationen

    der Forschungspolitik vertreten.

    Bei der wissenschaftlichen Arbeit wird an der

    PHSG grosser Wert auf den Einbezug von

    Dozierenden gelegt. Gewonnene Erkennt-

    nisse fliessen in die Aus- und Weiterbildung

    von Lehrpersonen sowie in die Planung und

    Entwicklung von neuen Lehrmitteln ein. Zur

    Sicherung des Wissenstransfers stellt die

    PHSG das Wissen auch Fachkreisen und der

    interessierten ffentlichkeit zur Verfgung.

  • 25 Pdagogische Hochschule St.Gallen

    Institut Lehr- und Lernforschung

    Lehren und Lernen sind eng verknpft. Lernen

    ist ein aktiver und eigenstndiger Prozess,

    der die Lehrenden herausfordert und Fragen

    aufwirft: Wie knnen Unterricht und Lern-

    um gebung so gestaltet werden, dass Sch le-

    rinnen und Schler ihren individuellen Inter es-

    sen und Lernvoraussetzungen ent sprechend

    lernen knnen? Wie kann eigenstndiges

    und verstehensorientiertes Lernen gefrdert

    werden? Wie lernen Kinder im Spiel? Was

    ist fr Motivation und Lernerfolg ausschlag-

    gebend? Wie knnen Lehrpersonen in Zu-

    sammenarbeit mit anderen Fachpersonen

    Unterricht und Frderung verbessern? Diese

    Fragestellungen stehen bei den Forschungs-

    projekten des Instituts im Zentrum, wobei

    ein Schwerpunkt auf dem Lernen und der

    Frderung jngerer Kinder liegt, insbesondere

    in Sprachfrderung und frher Mathematik.

    Das Institut legt Wert darauf, dass die aus den

    Projekten gewonnenen Erkenntnisse in

    Schulen, Kindergrten, Kitas und Spielgruppen

    umgesetzt und angewendet werden knnen.

    Institut Professionsforschung und Kompetenzentwicklung

    Das Institut Professionsforschung und

    Kompetenzentwicklung beschftigt sich in

    erster Linie mit der Frage, wie angehende

    Lehrpersonen ihre berufsrelevanten Kompe-

    tenzen whrend der Ausbildung optimal ent-

    wickeln knnen. Das in den Forschungspro-

    jekten erzeugte Wissen fliesst direkt in die

    Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen ein.

    Das Institut interessiert sich fr die beruflichen

    Fhigkeiten von Lehrpersonen und wie sich

    diese auf die Wissensbildung von Schle-

    rinnen und Schlern auswirken. Von Bedeu-

    tung sind auch Umfeld und Bedingungen,

    die bei Schlerinnen und Schlern zum erfolg -

    reichen Lernen und zu gnstigen Entwick-

    lungsverlufen fhren. Weitere Themenkreise

    des Instituts sind die Frderung der Kom-

    petenzen von Lehrpersonen in Ausbildung

    und Beruf sowie der bergang von der

    Sekundarstufe I in die Berufsausbildung bei

    Schlerinnen und Schlern.

    Institut FachdidaktikNaturwissenschaften

    Naturwissenschaften und Technik sind

    Schlsselfaktoren in einer modernen Industrie-

    und Wissensgesellschaft, die im weltweiten

    Wettbewerb Erfolg haben will. Trotz dieser

    Tatsache wurde der naturwissenschaftlich-

    technische Unterricht in den letzten Jahren

    vernachlssigt. Das Bestehen in der globalen

    Wirtschaft erfordert eine intensivere Aus-

    bildung mit einer strkeren Gewichtung im

    Stundenplan auf diesem Gebiet sowie

    inno vative Konzepte im Unterricht. Das Institut

    Fachdidaktik Naturwissenschaften setzt seine

    Schwerpunkte bei den Themen Umwelt-

    bildung und Kompetenzfrderung im Bereich

    MINT. Die Akzente liegen auf neuen Unter-

    richts strategien wie erkundend-forschendem

    Experimentieren und verstehendem Lernen.

    Naturwissenschaften und Technik wurden in Schweizer Schulenvernachlssigt und sollen nun wieder strker gefrdert werden.

  • 26

    Institut Fachdidaktik Sprachen

    Das Institut Fachdidaktik Sprachen betreibt

    praxisorientierte Forschung und Entwicklung

    im Bereich Sprachen und Mehrsprachigkeit.

    Inhaltliche Schwerpunkte sind Sprach-

    kompetenzen von Lehrpersonen, Nutzen

    von Synergien beim Lernen von mehreren

    Sprachen sowie Mobilitt und Austausch.

    Das Institut beteiligt sich an der Entwicklung

    von Lehrplnen und Lehrmitteln und begleitet

    deren Einfhrung in der Praxis. Es arbeitet

    eng mit anderen Forschungsinstituten zu-

    sammen und wirkt aktiv in wichtigen Organi-

    sationen des Sprachenunterrichts in der

    Schweiz und in Europa mit.

    Fremdsprachen zu lernen, gewinnt in einer global vernetzten Welt immer mehr an Bedeutung. Die PHSG orientiert ihre Forschungsarbeit am praktischen Nutzen.

    Institut Bildungsevaluation, Entwicklung und Beratung

    Das Institut Bildungsevaluation, Entwicklung

    und Beratung bietet im Auftrag von Kunden

    externe Evaluationen von Bildungsinstitu-

    tionen (Kindergarten bis Hoch schule) und

    sozialen Einrichtungen an, evaluiert Schul-

    entwicklungsprojekte und Lehrmittel und

    verfasst Expertisen zu spezifischen Fragestel-

    lungen. Die Auswertungen liefern verlssliche

    Informationen und Im pulse fr die Unterstt-

    zung lokaler Qualittsprozesse. Die unter-

    suchten Institu tionen und Projekte erhalten

    datengesttzte Grundlagen und Empfeh-

    lungen fr ihre weitere Entwicklung. Die

    gesamtheitliche Betrachtung der Ergebnisse

    verschiedener Institutionen bietet einen

    generellen berblick ber den Entwicklungs-

    stand und untersttzt die Entscheidungs-

    findung der verantwortlichen Personen der

    Institutionen. Die PHSG lanciert eigene

    Schulentwicklungsprojekte in Kooperation mit

    den jeweiligen Partnern. Diese Projekte

    liefern neue Erkenntnisse fr die Lehre an der

    PHSG und die Weiterbildung und dienen auch

    der Weiterentwicklung des Bildungssystems.

  • 27 Pdagogische Hochschule St.Gallen

    Institut Bildung und Gesellschaft

    Bildung bietet in unserer wissensbasierten

    Gesellschaft den Zugang zur sozialen und kultu-

    rellen Welt. Sie wirkt sich auf individuelle

    Entwicklungs- und Lebenschancen sowie Mg-

    lichkeiten der gesellschaftlichen Teilhabe aus.

    Das Institut leistet mit seinen Ttigkeiten einen

    Beitrag zur gerechten Chancenfrderung. Wh-

    rend einige Massnahmen direkt bei Kindern

    und Jugendlichen ansetzen, zielen andere auf

    die Professionalisierung von pdagogischen

    Fachkrften und Lehrpersonen ab. Das Ein-

    richten von Frderstrukturen und Angeboten

    der Eltern- und Familienbildung gehrt eben-

    falls zu den Aufgaben.

    Der Fokus des Instituts liegt vor allem auf

    Bildungsprozessen whrend der frhen Kind-

    heit, bei Bildungsbergngen und in der

    Familie. Die Ttigkeitsbereiche umfassen die

    Konzeption und wissenschaftliche Begleitung

    von Frder- und Modellprojekten, die Durch-

    fhrung von Grundlagenstudien, die Beratung

    von vorschulischen Einrichtungen, Schulen und

    Gemeinden sowie das Verfassen von Expertisen.

    Institut ICT & Medien

    Das Institut ICT & Medien trgt der gestie-

    genen Bedeutung von digitalen Medien im

    Lernen in ner- und ausserhalb der Schule

    Rechnung. Die Beherrschung von ICT und

    Medien hat sich in den letzten Jahren zu

    einer Kulturtechnik entwickelt, die heute zur

    Bewltigung von vielen Alltags-, Schul- und

    Berufssituationen unabding bar geworden

    ist. Das eigenstndige Lernen wird vermehrt

    zum digitalen Lernen, untersttzt durch

    mobile Gerte. Angesichts der grossen

    Dynamik in den Bereichen ICT und Medien

    schliesst das Institut eine wichtige Lcke in

    der Ausbildung, Weiterbildung und Beratung

    von Schulen, Lehrpersonen und Eltern.

  • Die Arbeitswelt ndert sich, die Entwicklung der Wissenschaften beschleunigt sich, die Kommunikation ist im Umbruch. Lehr personen brauchen ein feines Gespr fr wesentliche Vernderungen und eine innovative Auslegung ihrer Ttigkeit.

  • 30

    Die Frderung des internationalen Austauschs

    ist der PHSG ein wichtiges Anliegen. Deshalb

    bietet sie ein englischsprachiges Semester

    an. Mit der International Class haben Gast-

    studierende von anderen Pdagogischen Hoch-

    schulen aus dem Ausland und der Schweiz

    die Mglichkeit, ihre fachlichen, berufsprak-

    tischen, interkulturellen und sprach lichen

    Kompetenzen zu erweitern. Die Fr derung der

    Mobilitt gehrt zu den zent ralen Zielen der

    Deklaration von Bologna. Der Austausch er-

    mglicht Studierenden, nicht nur ihre sprach-

    lichen Fhigkeiten zu erweitern, sondern auch

    einen Einblick in andere Ausbildungs systeme,

    Rahmenbe dingungen und Kulturen zu erhalten.

    Incoming

    Studierende, die ein Gastsemester an der

    PHSG absolvieren, haben die Mglichkeit,

    entweder am englischsprachigen Programm

    der International Class teilzunehmen oder

    am regulren deutschsprachigen Studien-

    angebot. Die PHSG arbeitet regional, national

    und international mit Partnern zusammen

    und beteiligt sich aktiv am SEMP, der

    Schweizer Version des europischen Bildungs-

    programmes ERASMUS.

    Outgoing

    Die PHSG hat Partner mit deutsch-, englisch-,

    italienisch-, spanisch- und franzsisch-

    sprachigen Angeboten. Die Gaststudien-

    semes ter, die an einer der Partner institutionen

    der PHSG oder in einem selbstorganisierten

    Programm absolviert werden knnen, fhrten

    Studierende der PHSG schon nach Argen-

    tinien, Chile, Costa Rica, Frankreich, Island,

    Kanada, Skandinavien, Sdkorea aber auch in

    die Westschweiz oder ins Tessin.

    Fremdsprach-Assistenzpraktikum

    Seit 2009 bietet die PHSG jhrlich ein

    Fremdsprach-Assistenzpraktikum (FAP) an.

    Ziel des dreiwchigen Aufenthalts, der in der

    Regel am Ende des zweiten Studienjahres

    von Mitte Mai bis Anfang Juni stattfindet,

    ist neben der Erweiterung der Sprachkom-

    petenz auch die Frderung der didaktischen

    Kompetenz und das praktische Anwenden

    der Fremdsprache. Die Studierenden gestal-

    ten den Unterricht in einem anderen Land

    oder einer anderen Sprachregion aktiv mit.

    Auf diese Weise lernen sie neben einem

    anderen Schulsystem auch das Leben und

    die Kultur in einem anderen Land oder einer

    anderen Region kennen.

    Schweiz. Und Welt.Der internationale Austausch an der PHSG.

  • 31 Pdagogische Hochschule St.Gallen

    Der Campus der PHSG umfasst vier Hoch-

    schulgebude, die sich in St.Gallen, Rorschach

    und Gossau befinden. Die Gebude Mariaberg

    und Stella Maris in Rorschach und Hadwig in

    St.Gallen sind Bauwerke mit einem historisch

    wertvollen Hintergrund. Neben den Hoch-

    schulgebuden verfgt die PHSG mit den

    Regio nalen Didaktischen Zentren zudem ber

    fnf Dienstleistungszentren mit attraktiven

    Angeboten fr Kindergarten, Primarschule und

    Oberstufe. Diese Zentren, die Studierenden,

    Dozierenden und Lehrpersonen offenstehen,

    liegen in Gossau, Rapperswil-Jona, Rorschach,

    Sargans und Wattwil.

    Sport und Kultur

    Regelmssige Bewegung trgt viel zum

    allgemeinen Wohlbefinden bei. Das Sportpro-

    gramm der PHSG ermglicht Studierenden,

    Dozierenden und Angestellten, einen Aus-

    gleich zu den tglichen, eher kopflastigen

    Herausforderungen zu finden und Kontakte

    auch ausserhalb des eigenen Studienganges

    oder der eigenen Abteilung zu knpfen.

    Nebst einem eigenen Sportangebot bietet

    die PHSG in Zusammenarbeit mit Unisport

    der Universitt St.Gallen Trainingslektionen,

    gnstige Spe zialkurse und verschiedene

    Sportveran staltungen an.

    Eine ebenso wichtige Rolle spielt an der PHSG

    die Kultur. Neben zahlreichen kulturellen Ver-

    anstaltungen in Bereichen wie Musik, Theater

    oder Kunst frdert die PHSG das kulturelle

    Bewusstsein der angehenden Lehrpersonen

    auch durch direkte Begegnungen mit Knst-

    lerinnen und Knstlern. Von Bedeutung sind

    vor allem Projekte, welche die Studierenden

    selber realisieren oder mit einbeziehen.

    IT-Infrastruktur

    Die moderne Infrastruktur des Campus ist fr

    das Arbeiten mit persnlichem Notebook und

    Internet ausgerichtet und untersttzt die

    Studierenden beim individuellen und gemein-

    samen Lernen. Die Standorte Rorschach und

    Gossau verfgen zudem ber eine Medien-

    werkstatt, in der die Studierenden bei

    IT-Umsetzungen fr die Lehre und Praktika

    beraten werden. Mit modernsten Medien

    ausgestattete Vorlesungs- und Seminarrume

    tragen zu einem zeitgemssen Lehren und

    Lernen bei. Neueste Technologien sind in den

    Schulungsrumen vorhanden. E-Learning-

    Plattformen ermglichen vielfltige Lehr- und

    Lernformen, und elektronische Prfungen

    gehren heute zum Studienalltag.

    medienverbund.phsg

    Der Medienverbund versorgt die Studierenden,

    Dozierenden und Forschenden der PHSG

    sowie die Lehrpersonen des Kantons St.Gallen

    mit Literatur, Medien und Informa tionen.

    Zudem stellt er fr die verschiedensten

    Formen der Medienproduktion Infrastruktur

    und Beratungs angebote zur Verfgung und

    ergnzt damit die medienpdagogische

    Aus- und Weiterbildung. Der Medienverbund

    betreibt an drei Hochschulstandorten der

    PHSG insgesamt drei Mediatheken und zwei

    Medienwerksttten.

    Tradition. Und Zeitgeist.Campus und Organisation der PHSG.

  • 32

    Die Hochschulgebude der PHSG liegen in einer

    der schnsten landschaftlichen Gegenden der

    Schweiz, der Region St.Gallen-Bodensee.

    Die in unmittelbarer Nhe zum Vierlnder-Eck

    liegende Region befindet sich vor dem

    imposanten Alpsteinmassiv mit dem 2502 m

    hohen Sntis und wird im Norden durch den

    Bodensee begrenzt. Whrend die lndliche

    Umgebung von St.Gallen in der hgeligen

    Voralpenlandschaft ein herrliches Gebiet zum

    Wandern und Biken ist, lockt das Bodensee-

    ufer von Rorschach bis Altenrhein mit

    Frei bdern, zahlreichen Wassersportmglich-

    keiten und schnen Seepromenaden.

    St.Gallen

    St.Gallen, die Metropole der Ostschweiz,

    besitzt eine reizvolle Altstadt mit Brger-

    husern mit buntbemalten Erkern aus dem

    16. bis 18. Jahrhundert. Wahrzeichen von

    St.Gallen ist der Stiftsbezirk, ein UNESCO-

    Weltkultur erbe, mit barocker Kathedrale und

    Stiftsbibliothek. St.Gallen verfgt ber ein

    breites kulturelles Angebot mit Stadttheater,

    Kleintheater und Museen.

    Rorschach

    Das knapp 9000 Einwohner zhlende Stdtchen

    Rorschach erfreut sich einer privilegierten

    Lage direkt am Bodensee. Hervorstechendes

    Bauwerk ist das markante Kornhaus, das

    1749 in Betrieb genommen wurde und heute

    als Museum viel Sehenswertes aus der

    regionalen Geschichte beherbergt. Kultstatus

    auch bei Studierenden hat die Badhtte,

    die 1924 erffnet wurde.

    Gossau

    Die Stadt Gossau zhlt gut 17000 Einwohner

    und ist ein bedeutender Wirtschaftsstandort.

    Vor den Toren der Kantonshauptstadt

    St.Gallen und der Kulisse des Alpsteinmassivs

    gelegen, bietet auch die viertgrsste Stadt

    des Kantons ein vielseitiges Kultur-, Sport-

    und Freizeit angebot.

    Landschaft. Und Lebensqualitt.Die einzigartigen Standorte der PHSG in der Ostschweiz.

  • 33 Pdagogische Hochschule St.Gallen

    Hochschulgebude Hadwig

    Pdagogische Hochschule St.GallenHochschulgebude Hadwig

    Notkerstrasse 27

    CH-9000 St.Gallen

    Telefon +41 71 243 94 00

    [email protected]

    Hochschulgebude Mariaberg

    Pdagogische Hochschule St.GallenHochschulgebude Mariaberg

    Seminarstrasse 27

    CH-9400 Rorschach

    Telefon +41 71 844 18 18

    [email protected]

    Hochschulgebude Stella Maris

    Pdagogische Hochschule St.GallenHochschulgebude Stella Maris

    Mller-Friedbergstrasse 34

    CH-9400 Rorschach

    Telefon +41 71 858 71 50

    [email protected]

    Hochschulgebude Gossau

    Pdagogische Hochschule St.GallenHochschulgebude Gossau

    Seminarstrasse 7

    CH-9200 Gossau

    Telefon +41 71 387 55 20

    [email protected]

  • 34

    Mir macht die Schule Spass, weil wir einen Lehrer haben, der wirklich auf uns eingeht.

    Lars, 13, St.Gallen

  • www.phsg.chwww.facebook.com/phsg.ch