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Patientenverfügung der Krebsliga - Mein verbindlicher ... · PDF filePatientenverfügung der Krebsliga 3 Generell gilt: Zutreffendes bitte ankreuzen ( ). Datieren und unterschreiben

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Patientenverfgung von

Patientenverfgung der Krebsliga

Mein verbindlicher Wille im Hinblick auf Krankheit,

Sterben und Tod

Impressum

HerausgeberinKrebsliga SchweizEffingerstrasse 40Postfach3001 BernTel. 031 389 91 00Fax 031 389 91 [email protected]

ProjektleitungEva Waldmann, Programmleiterin Rehabilitation und Palliative Care, Krebsliga Schweiz, Bern

TextDr. theol. Ruth Baumann-Hlzle, Leiterin Institut Dialog Ethik, ZrichLic. phil. Patrizia Kalbermatten-Casarotti, MAS, wissenschaftliche Mitarbeiterin Patientenverfgung, Institut Dialog Ethik, Zrich Lic. phil. Daniela Ritzenthaler-Spielmann, wissenschaft-liche Mitarbeiterin Patientenverfgung, Institut Dialog Ethik, ZrichEva Waldmann, Krebsliga Schweiz, Bern

FachberatungDr. med. Hans Neuenschwander, Hospice Ticino und IOSI, LuganoDr. med. Claudia Mazzocato, PD, MER, service de soins palliatifs, CHUV, Lausanne Dr. med. Ueli Grninger, Geschftsfhrer Kollegium fr Hausarztmedizin (KHM), BernIrma Boving, Pflegefachfrau Onkologie, Mitarbeiterin des Krebstelefons, Krebsliga Schweiz, BernKlara Hgger, dipl. Pflegefachfrau AKP, Sozialberaterin, Krebsliga St. Gallen-AppenzellAnne-Lise Bezenon, Sozialarbeiterin, Krebsliga Wallis

RedaktionLic. phil. Catherine Bass, MAS Palliative Care und Thanatologie IUKB, BubikonVerena Marti, Publizistiksupport, Krebsliga Schweiz, BernLic. phil. Sabine Jenny, Programmleiterin Krebs- informationsdienst, Krebsliga Schweiz, Bern

FotosImagePoint AG, Zrich

DesignKrebsliga Schweiz, Bern

Diese Patientenverfgung ist auch in franzsischer und italienischer Sprache erhltlich.

2017, 2013, 2009, Krebsliga Schweiz, Bern4., unvernderte Auflage

In Zusammenarbeit mit

KLS / 5.2018 / 011018023111

Dieses Dokument soll Sie ermutigen, sich mit wichtigen Fragen der letzten Lebensphase auseinanderzusetzen, ide-alerweise gemeinsam mit Menschen Ihres Vertrauens. Im ausgefllten Dokument Ihrer Patientenverfgung hal-ten Sie fest, wie entschieden werden soll, falls Sie selber nicht mehr dazu in der Lage sind.

Diese Patientenverfgung geht vertieft auf spezifische Fragen ein, die sich bei einer Krebserkrankung stellen knnen.

Ergnzende hilfreiche Informationen finden Sie in der Broschre Selbstbestimmt bis zuletzt aber wie? Weg-leitung zum Erstellen einer Patientenverfgung. Sie bietet Anregungen und Hinweise, was beim Ausfllen einer Patientenverfgung zu beachten ist.

Die Bestellmglichkeit finden Sie im Anhang auf Seite 34.

3Patientenverfgung der Krebsliga

Generell gilt:

Zutreffendes bitte ankreuzen ( ).

Datieren und unterschreiben Sie das Dokument von Hand.

Wenn Sie das Dokument von Hand ausfllen, schreiben Sie bitte gut lesbar.

PersonalienDieses Kapitel sollten Sie zuerst und in jedem Fall ausfllen

Vorname / Name

Strasse / Hausnummer

PLZ / Ort

Telefon

Mobile

Geburtsdatum

Heimatort

Religion / Konfession

Behandelnder Arzt

Vorname / Name

Adresse

Telefon Geschft

Mobile

E-Mail

(Tag. Monat. Jahr)

4

Das Ausfllen einer Patientenverfgung ist fr viele Menschen nicht einfach. Krankheit, Sterben und Tod sind Themen, die wir lieber aus unserem Alltag verdrngen. Wer aber den Schritt trotzdem wagt, erlebt oft eine Beruhigung und Erleichterung.

Eine Patientenverfgung hilft, sich selbst, den Angehrigen und dem Behandlungsteam Klarheit darber zu verschaffen, was Sie an Ihrem Lebensende wollen und vor allem auch, was Sie nicht wollen. Die Patientenverfgung ist Ausdruck Ihres vorgngig festgelegten Willens, falls Sie nicht mehr urteilsfhig sein sollten. Sie halten damit fest, wie entschieden werden soll, falls Sie dazu selber nicht mehr in der Lage sind.

Sprechen Sie mit Ihren Angehrigen und Nchsten, der vertretungsberechtigten Person, Ihrem Arzt, Ihrer rztin und anderen Menschen, denen Sie vertrauen, ber Ihre Ent scheidungen. Solche Gesprche knnen bei der Auseinandersetzung mit existenziellen Fragen weiterhelfen.

Aufbewahrungsort

Sorgen Sie dafr, dass die Patientenverfgung auffindbar ist, wenn sie gebraucht wird. Geben Sie Ihren vertretungsberechtigten Personen und evtl. Ihrem Hausarzt oder der behandelnden rztin eine aktuelle Kopie. Stellen Sie sicher, dass die Personen, die eine Kopie Ihrer aktuellen Verfgung haben, bereit sind, diese bei Bedarf ins Spital zu bringen.

Sie Knnen den Aufbewahrungsort Ihrer Patientenverfgung auf Ihrer Versichertenkarte digital speichern. Bitten Sie Ihren Arzt/Ihre rztin, diese Speicherung fr Sie vorzunehmen.

Hinten finden Sie eine Karte zum Herausnehmen, auf der Sie eintragen knnen, dass Sie eine Patientenverfgung haben und bei wem diese hinterlegt ist. Im Notfall kann es sehr ntzlich sein, diese Karte bei sich zu tragen, z. B. im Portemonnaie.

Seit 2013 sind rzte und rztinnen im Spital verpflichtet, bei der Behandlung eines urteilsunfhigen Patienten/einer Patientin abzuklren, ob eine Patientenverfgung vorhanden ist, indem sie nach einem Hinweis auf der Versichertenkarte suchen. Daher ist die Speicherung des Aufbewahrungsortes der Patientenverfgung auf der Versicherten karte sehr wichtig.

Die kantonalen Krebsligen (Adressen siehe S. 35) beraten Sie kostenlos beim Ausfllen Ihrer Patientenverfgung. Zum Thema Patientenverfgung ist auch eine Broschre erhltlich (siehe S. 34).

Denken Sie daran: Damit die Patientenverfgung rechtsgltig ist, muss sie von Hand datiert und unterschrieben werden. Sollten Sie dazu nicht in der Lage sein, muss die Patientenverfgung notariell beglaubigt werden.Bitte drucken Sie deshalb die Patientenverfgung aus und unterschreiben Sie auf Seite 31.

Wird im Text nur die mnnliche oder weibliche Form verwendet, gilt sie jeweils fr beide Geschlechter.

Vorwort

5Patientenverfgung der Krebsliga

Inhalt

Lassen Sie sich Zeit und regeln Sie die Punkte, die Ihnen im Moment wichtig sind. Das nachfolgende Inhaltsverzeichnis mit Datum macht es mglich, dass Sie nicht alle auf gefhrten Kapitel/Punkte schon von Anfang an ausfllen mssen.

Fr das Behandlungsteam ist es hilfreich, einen berblick ber die ausgefllten Kapitel/Punkte zu haben. Bitte notieren Sie hinter der Seitenzahl, wann Sie die einzelnen Punkte ausgefllt haben.

Denken Sie daran, bei Ergnzungen oder nderungen auch hinten auf Seite 32 das Datum der Aktualisierung zu notieren und zu unterschreiben.

Seite Ausgefllt am

Personalien 3 Vorwort 4Adressaten 6Vertretungsberechtigte Person 6

Was mir im Leben wichtig ist 10

Medizinische Anordnungen 13Linderung von Schmerzen 13 Linderung von Atemnot 14 Linderung von anderen Symptomen 15 Ernhrung 16Flssigkeit 18Lebenserhaltende Massnahmen 18 Reanimation 19

Betreuung und Begleitung 20Einweisung in ein Akutspital 20 Sterbeort 21Begleitung 21Religise Handlungen 23

Nach meinem Tod 24 Medizinische Forschung 24 Verfgung ber meinen Krper 25 Einsichtnahme in meine Patientendokumentation 27Bestattung und Abdankung 28 Was mir sonst noch wichtig ist 30

Datierung und Unterzeichnung 31 Aktualisierungen 32 nur auf Seite 32 ausfllenWichtige Dokumente und ihr Aufbewahrungsort 33 Anhang 34

(Tag. Monat. Jahr)

6

AdressatenDiesen Teil sollten Sie in jedem Fall ausfllen

Solange ich urteilsfhig bin, kann ich selbst jeder Therapie, die mir der behandelnde Arzt oder die rztin vorschlgt, zustimmen oder diese ablehnen.

Der medizinische Fortschritt ermglicht es heute vielen Menschen, lnger und mit ei-ner besseren Lebensqualitt zu leben als frher. Neue medizinische Handlungsmglich-keiten knnen jedoch auch zu neuen Problemsituationen fhren. Ich habe als autonome, urteilsfhige Person das Recht, auf medizinische und pflegerische Massnahmen zu ver-zichten, wenn sie mir nicht wnschenswert erscheinen. Umgekehrt kann ich Massnah-men, soweit sie nach den Regeln der medizinischen resp. pflegerischen Kunst ange- messen sind, auch einfordern. Darum verlange ich, dass mein Wille respektiert wird.

Mit meinen Anordnungen mchte ich die vertretungsberechtigten Personen sowie das Behandlungsteam entlasten. Die Verfgung gibt ihnen Anhaltspunkte, wie in meinem Sinne entschieden und gehandelt werden soll, wenn ich nicht in der Lage bin, selber zu entscheiden.

Vertretungsberechtigte Person Die vertretungsberechtigte Person

erhlt Informationen ber den Gesundheitszustand und ber die Prognose zum weiteren Verlauf der Erkrankung der urteilsunfhigen Person

wird in Entscheidungen zur Behandlung und Betreuung einbezogen

setzt den in der Patientenverfgung festgelegten Willen durch

stimmt, stellvertretend fr die urteilsunfhige Person, vorgesehenen medizinischen Massnahmen zu oder lehnt diese ab

entscheidet bei medizinischen und pflegerischen Fragen, die in der Patientenverfgung nicht geregelt sind, im Sinne der Verfgung und gemss dem mutmasslichen Willen der urteilsunfhigen Person

darf ber eine allfllige Entnahme von Organen, Gewebe oder Zellen entscheiden, unter Vorbehalt der Anordnungen unter Verfgung ber meinen Krper auf Seite 25 dieser Patientenverfgung

Ich habe diese Patientenverfgung mit den im Folgenden aufgefhrten Personen besprochen.

Den genannten Personen gegenber entbinde ich die behandelnden rztinnen und rzte sowie die Pflegenden von ihrer Schweigepflicht.

7Patientenverfgung der Krebsliga

Vertretungsberechtigte Person

Vorname/Name

Adresse

Geburtsdatum

Telefon Privat/Telefon Geschft

Mobile/E-Mail

Art der Beziehung

Evtl. Abmachungen

Ersatzpersonen

Kann meine obengenannte vertretungsberechtigte Person ihre Funktion nicht ausben, sind

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