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myStudy: Zur Konzeption einer internetbasierten ... einer Kommunikationsplattform die Gestaltung der Benutzerschnittstellen die zentrale Rolle. Daher muss im Rahmen der Konzeption

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  • myStudy: Zur Konzeption einer internetbasierten Kommunikationsplattform

    zur Unterstützung der Präsenzlehre

    Magisterarbeit im Fachbereich Angewandte Kulturwissenschaften

    Studiengebiete Sprache und Kommunikation, Kulturinformatik

    Vorgelegt von Timo Leder Matrikelnummer: 999315

    am 31.05.2003

    Erstprüfer: Walter Uka Zweitprüfer: Dr. Rolf Großmann

  • Inhaltsverzeichnis

    1

    Inhaltsverzeichnis

    1. Einführung 3

    2. myStudy im Spannungsfeld zwischen e-learning und Präsenzlehre 7

    2.1 Form und Grenze 7 2.2 Grenzen und Anschlussfähigkeit 14 2.3 Konstruktivismus und Form 18 2.4 Konstruktivistische Lerntheorie 21 2.5 e-learning im Lichte konstruktivistischer Lerntheorien 23 2.6 Ergänzung von Präsenzlehre durch vernetzte Technologien 28

    3. Form und Technik 31

    3.1 Techniktheoretische Interpretation des Formkalküls 31 3.2 Aspekte von Open Source-Technologien 38 3.3 Open Source aus unterscheidungstheoretischer Sicht 44

    4. Form und Interfacedesign 47

    4.1 Das Interface zwischen Artefakt und Anwender 48 4.2 Visualität und Information 51 4.3 Design als Verwendung von Zeichen 55

    5. Zur Umsetzung von myStudy 62

    5.1 Verortung von myStudy im universitären Kontext 62 5.2 Der Stundenplan als Interface 63 5.3 Darstellung von myStudy 65 5.4 Visuelle Gestaltung 75 5.5 Verwendete Technologien 78 5.6 Struktur der Datenbanken 86

    6. Schlussbemerkungen 89

    7. Quellenverzeichnis 92

    7.1 Literatur 92 7.2 Internetquellen 96

  • Abbildungsverzeichnis

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    Abbildungsverzeichnis

    Abbildung 1: Alte Hexe und junges Mädchen 11

    Abbildung 2: Ontologisches Designdiagramm (eigene Darstellung; nach Bonsiepe 1996, 20) 48

    Abbildung 3: Das Interface in der Beziehung zwischen Anwender und Artefakt (eigene Darstellung) 50

    Abbildung 4: Dimensionen der Semiose nach Morris (vgl. Nadin 1988, 271) 56

    Abbildung 5: Zeichenklassifikation nach Peirce (vgl. Nadin 1988, 271) 58

    Abbildung 6: Darstellung eines Hyperlinks mit Mauszeiger (Screenshot) 59

    Abbildung 7: Ansicht des myStudy-Stundenplanes (Screenshot) 66

    Abbildung 8: Aufbau der Suchmaske in der Veranstaltungssuche und Anzeige der Suchergebnisse (Screenshot) 68

    Abbildung 9: Druckansicht des myStudy-Stundenplanes (Screenshot) 69

    Abbildung 10: Stundenplanansicht mit Ausschnittvergrößerung einer eingetragenen Lehrveranstaltung (Screenshot, eigene Darstellung) 70

    Abbildung 11: Interface des Informations- und Kommunikationspanels in der Ansicht für Studierende (Screenshot, Ausschnitt) 71

    Abbildung 12: Differenzierung der Rechteverwaltung in der Anmeldung zur Nutzung von myStudy (Screenshot) 74

    Abbildung 13: Verwaltungswerkzeug zur Administration der myStudy-Datenbestände (Screenshot) 75

    Abbildung 14: Schematische Darstellung des Seitenlayouts (eigene Darstellung) 77

    Abbildung 15: Client-Server-Architektur und Darstellung einer HTTP-Anfage mit PHP-Interpretation (eigene Darstellung) 82

    Abbildung 16: Datenbankstruktur von myStudy (eigene Darstellung) 87

    Abbildung 17: Reduzierte Darstellung der Datenbankstruktur (eigene Darstellung) 88

  • 3

    1. Einführung

    „I believe that the motion picture is destined to revolu- tionize our educational system and that in a few years it

    will supplant largely, if not entirely, the use of textbook.“ (Thomas Edison 1922)1

    Die technischen Entwicklungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass multi- und hypermediale Technologien ein großes Potential für die Anwendung im Rahmen der universitären Lehre haben. Zugleich hat die intensive technolo- gische Durchdringung des Alltags dazu geführt, dass die Kompetenzen in der Nutzung dieser Medien einen besonders hohen Stellenwert im Ausbil- dungsprofil heutiger Hochschulabsolventen einnimmt. Heute ist diese Ent- wicklung an einem Punkt angekommen, an dem vielerorts darüber nachge- dacht wird, das Modell der Präsenzlehre, wie es an den deutschen Universi- täten praktiziert wird, neu zu überdenken und ganz oder teilweise durch die Verwendung von Internet- und Multimediatechnologien zu substituieren. Unter dem Schlagwort e-learning wurden daher in den letzten Jahren um- fangreiche Anstrengungen zur Entwicklung virtueller, zumeist hypermedia- ler Lernangebote unternommen.

    e-learningIn der Bildungspolitik ist die Entwicklung von e-learning-Plattformen vor allem deshalb von großer Bedeutung, weil in der Bereitstellung von effizien- ten Angeboten für die Aus- und Weiterbildung ein erhebliches Marktpoten- tial auf einem freien Bildungsmarkt erkannt wird. Auch im Rahmen betrieb- licher Weiterbildung finden e-learning-Konzepte immer größere Beachtung. Für das Jahr 2004 werden europaweit betriebliche Investitionen in e-learning-Systeme in Höhe von etwa 4 Milliarden Euro erwartet.2

    Mit Hilfe von e-learning-Plattformen soll Lernenden die Möglichkeit gege- ben werden, sich Wissen in einer selbstbestimmten sowie raumzeitlich unab- hängigen Art und Weise anzueignen. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit soll jedoch gezeigt werden, dass diesen Strategien ein Verständnis von Wis- sen und Lernen zugrundeliegt, welches unter Berücksichtigung von unter- scheidungstheoretischen Ansätzen in Frage gestellt werden muss. Die Effek- tivität von e-learning-Systemen muss infolgedessen problematisiert werden.

    Ergänzung der Präsenzlehre

    Doch sollen die Folgerungen, die hieraus gezogen werden, keinesfalls in re- aktionärer Manier den Einsatz von vernetzten Technologien im Rahmen der universitären Lehre verneinen. Vielmehr soll die organisatorische Unterstüt- zung der universitären Präsenzlehre durch Internet- und Multimedia-Techno-

    1 Zitiert nach Oppenheimer 1997, 45. 2 Diese Zahl geht aus einer Untersuchung der Unternehmensberatung Mummert

    und Partner hervor (vgl. Mummert u. a. 2002 [online]).

  • Einführung

    4

    logien vorgeschlagen werden, um auf diesem Wege einerseits die Medien- kompetenz von Lernenden und Lehrenden zu fördern und darüberhinaus die Präsenzlehre von organisatorischen Aspekten zu entlasten und in dieser Hin- sicht zu unterstützen.

    myStudy Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wird die internetbasierte Kommunikati- onsplattform myStudy vorgestellt, die bewusst auf die Unterstützung der Prä- senzlehre ausgerichtet ist, statt eine Virtualisierung der Lehre zu verfolgen. myStudy ist ein Projekt der Abteilung Digitale Kommunikations- und Publi- kationstechniken (.dok) des Rechen- und Medienzentrums der Universität Lüneburg. Den Studierenden und Lehrenden der Universität wird durch die- ses Projekt eine Kommunikationsplattform zur Verfügung gestellt, die es er- laubt, anhand des Vorlesungsverzeichnisses einen persönlichen Stundenplan zu erstellen und passwortgeschützt abzuspeichern. Gleichzeitig dient my- Study als Schnittstelle zwischen Lehrenden und Studierenden zur organisato- rischen Unterstützung der Lehre.

    Um das zentrale Element des Stundenplanes als Orientierungs- und Motiva- tionspunkt gliedern sich verschiedene Informations-, Kommunikations- und Distributionsfunktionen, welche zur Unterstützung und Organisation der Präsenzlehre eingesetzt werden können. Lehrende haben durch einen privile- gierten Zugang zu dem System die Möglichkeit, Informationen zu ihren Lehrveranstaltungen bereitzustellen und zu aktualisieren sowie Lehrmateria- lien zum Download anzubieten. Einen Überblick über die verschiedenen Funktionsbereiche gibt die folgende Darstellung:

    Tabelle 1: Funktionen der myStudy-Plattform

    Information

    - personalisierte Stundenpläne - detaillierte Informationen zu jeder einzelnen Veranstaltung - Bereitstellung von Seminarplänen - Verweise auf Webseiten von Veranstaltungen - Suche im Vorlesungsverzeichnis

    Kommunikation

    - veranstaltungsspezifische Blackboards - aktuelle Hinweise von Lehrenden an Studierende - seminarspezifische E-Mail-Listen - Anmeldung zu Seminaren

    Distribution

    - Up- und Download von Lehrmaterialien

  • 5

    Zielsetzung von myStudy

    Während das ursprüngliche Ziel bei der Entwicklung von myStudy darin be- stand, auf den Webseiten der Universität die Möglichkeit zu schaffen, einen persönlichen Stundenplan zu erstellen und auszudrucken, wurde relativ schnell deutlich, dass diese internetbasierten Stundenpläne eine Struktur bil- den, die weitergehend für die Unterstützung der Präsenzlehre genutzt wer- den kann.

    Die Verwendung von myStudy bietet seinen Nutzern den Vorteil, eine Viel- zahl von studienrelevanten Informationen zentral abrufen zu können. Infor- mations- und Kommunikationsmöglichkeiten, welche zuvor dezentral an verschiedenen Instituten und Lehrstühlen angeboten wurden (z.B. durch Aushänge an schwarzen Brettern), werden auf diese Weise gebündelt und sind auch von auswärtigen Studierenden einfach über das Internet wahrzu- nehmen. Andersherum können Lehrende mit Hilfe von myStudy die Aktuali- sierung sämtlicher Informationen zu allen von ihnen angebotenen Lehrver- anstaltungen zentral vornehmen. An der Schnittstelle zwischen Lehrenden und Studierenden entstehen so neue Kommunikationsräume, in denen ein studienbezogener Austausch stattfinden kann.

    myStudy ist im Internet unter der URL http://mystudy.uni-lueneburg.de zu finden.

    Gang der Untersuchung

    Der detaillierten Betrachtung von myStudy und seinem Potential zur Unter- stützung der universitären Lehre sollen zunächst einige theoretische Ausfüh- rungen vorange

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