"LIWURAM" Journal of the Humanities. Faculty of Arts

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    21-Jan-2017

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<ul><li><p>"LIWURAM" Journal of the Humanities. Faculty of ArtsReview by: H. Ekkehard WolffAfrica Spectrum, Vol. 26, No. 3 (1991), pp. 425-427Published by: Institute of African Affairs at GIGA, Hamburg/GermanyStable URL: http://www.jstor.org/stable/40174468 .Accessed: 16/06/2014 07:37</p><p>Your use of the JSTOR archive indicates your acceptance of the Terms &amp; Conditions of Use, available at .http://www.jstor.org/page/info/about/policies/terms.jsp</p><p> .JSTOR is a not-for-profit service that helps scholars, researchers, and students discover, use, and build upon a wide range ofcontent in a trusted digital archive. We use information technology and tools to increase productivity and facilitate new formsof scholarship. 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One cannot help asking in this connection whether the fragmentation did not affect the author's attention when he, for example, underlined women's right to land ow- nership around 1700 through such a rhetorical assertion in part 11 as, the "... noble women of the Gondarine period, unlike their sisters in much of the Middle East and many other parts of the world, including Great Britain, at that ti- me, exercised considcrable control over landed property" (p. 114) although he had already csta- blished in part 1 (p. 69) that women in Ethiopia could own land at least as early as the begin- ning of the sixteenth Century. This is not so much a contradiction as an ambigirity whether the Gondarine gender egalitarianism was a cli- max of the social evolution that begao hundreds of years before, a revolutionary inno- vaoo of lyasu and his successors or a mere re- velaon of a tradition through the abundance of documentation. The work is otherwise readable and informative and Stands out at pre- sent as the only monograph on the subject With a congratulation to the author, we await the publication of the remaining volumes. </p><p>BairuTafla </p><p>"LIWURAM" Journal of the humanities. Faculty of Arts. University of Maiduguri/Nige- ria. Vols. 1-3, 1985-1987, ISSN: 0189-8388. Preis: $ 5.00 pro Heft </p><p>"Liwuram" ist ein Wort aus der Sprache der Kanuri, dem Herrschaftsvolk in Bornu, Nord- ostnigeria, in dessen Hauptstadt die Universitt von Maiduguri angesiedelt ist es bedeutet "Bndel von Dokumenten wichtigen (geistli- chen) Inhalts islamischer Gelehrter" - welch ein schner Name fr eine wissenschaftliche Zeitschrift, mit der sich die geisteswissenschaft- </p><p>liche Fakultt dieser Universitt auf einer zwei- ten Schiene der internationalen ffentlichkeit vorstellt (neben ihrer Jahrbuchreihe "Annais of Borno", vgl afrika Spektrum 87/2). Liwuram wird praktisch ausschlielich mit "Bordmitteln" hergestellt, seit VoL 2 sogar in einer universitt- seigenen Druckerei (University of Maiduguri Printing Press). Auf die damit verbundenen technischen Probleme lt sich nur indirekt schlieen: Schon VoL 1 (1985) erschien ver- sptet 1986 (vgL Vorwort VoL 3:5), VoL 2 (1986) trgt bereits das Datum Juni 1987 unter dem Herausgebervorwort; VoL 3 (1987) wre demnach auch erst im Januar 1989 in Druck gegangen. Als Chefherausgeber fungiert in al- len drei dem Rezensenten vorliegenden Bnden jeweils ein anderer - Politik oder Ausdruck von Frustrationen ("Sonic setbacks have often thwarted the efforts and good intentions of the Editiorial Board" a.a.O.)? "Ut desint vires, ta- rnen es laudanda voluntas" sind wir geneigt aus dem Oberlieferungsschatz abendlndischen Kulturerbes Ovid zu zitieren und den Herausge- bern erfolgreiche Weiterarbeit in der Zukunft zu wnschen. </p><p>Mit VoL 3 scheint Liwuram das endgltige Format gefunden zu haben, nicht nur, was Ab- messungen und Logo (von A. L. Satti entwor- fen) betrifft, sondern auch die inhaltliche Glie- derung. Die Sektion "Arcles" ist nunmehr nach Disziplinen geordnet (in VoL 3 "History - </p><p>Language in Education - Linguistics - Literatu- re - Mass Communication"), dann folgen "Re- views" und "Poems". Am Schlu bieten die "Notes on Contributors" ntzliche Hinweise auf akademische Position und Interessenschwer- punkte von Kollegen, die hierzulande oftmals nur den wenigsten namentlich bekannt sein drften. </p><p>Folgen wir der "Notice to Contributors" (VoL 3:142), so akzeptiert Liwuram Beitrge aus aller Welt, also nicht nur von Mitgliedern der eigenen Universitt, "whose primary focus is on the development and promotion of know- ledge that is relevant to Nigerian and African needs" - eine recht vage und darum vielleicht sogar praktische, allerdings ideologisch uerst anfallige Definition der inhaltlichen Politik der Zeitschrift In der Praxis der drei vorliegenden Vols. hat diese Politik denn auch keine sprba- ren einschrnkenden Auswirkungen, wenn un- ter die "Nigerian and African needs" sympathi- </p><p>425 </p><p>This content downloaded from 185.44.77.146 on Mon, 16 Jun 2014 07:37:52 AMAll use subject to JSTOR Terms and Conditions</p><p>http://www.jstor.org/page/info/about/policies/terms.jsp</p></li><li><p>scherweise auch "Aspects of Prehistoric Tech- nology in the Middle Niger Valley of Nigeria" (VoL 1), "Islamic Mysticism..." (Vol. 2), und "Consonant Variation within Kanuri Dialects..." (VoL 3) zahlen. </p><p>Allgemeines Fazit Die Universitt Maidugu- ri ist zu ihrer Politik der Selbstdarstellung und dem Engagement des Herausgebelgremiums ih- rer "Faculty of Arts" zu beglckwnschen. </p><p>Hinsichtlich einer Bewertung des wissen- schaftlichen Anspruches der Beitrge zur Ltwu- ram nimmt sich der Rezensent die Freiheit, sol- che aus seinem Fachgebiet (Sprachwissen- schaft) und betreffend Regionen enger Vertraut- heit aus eigener Anschauung in Nigeria auszu- whlen (der Rezensent hat 1968/69 und 1973/74 insgesamt 18 Monate zu Feldforschun- gen in Nordostnigeria verbracht, 1980-82 war er fr zwei akademische Jahre Mitglied der "Fa- culty of Arts" an der Universitt Maiduguri). </p><p>Tanure Ojaide: "Uving to regret The girl who marries the ideal man in Nigerian oral lite- rature" (VoL 1:57-60). T. O. greift ein weitver- breitetes Motiv der afrikanischen Oralliteratur heraus: Die schne, aber allzu whlerische K- nigstochter fallt auf einen unechten Schnling herein, hinter dem sich ein furchtbares Wesen verbirgt, heiratet ihn berstrzt, wird des Be- trugs gewahr und schlielich von einem echten Helden aus dem Heimatdorf gerettet und gehei- ratet T. O. vertritt nun die monogenetische An- sicht, da dieses Motiv - wie andere auch - l- ter ist als die Migrationsgeschichte der meisten Volksgruppen, die heute (noch) Geschichten um dieses Motiv herum erzhlen. Er beschwrt damit eine vor-tribale heile Welt "when all the peoples were still together". Nach seiner An- sicht sind dieser Urgeschichte im Verlaufe der Jahrhunderte Ethnos-spezifische kulturelle Bei- ladungen aufgelastet worden, die deutlich pdagogisch-didaktische Ziele verfolgen: Auf- ruf zu gemeinsamem Handeln (Urhobo), War- nung vor Besitzgier (ibibio) etc. Das Motiv er- laubt zeit- und ortsbezogene Ausschmckun- gen, die fr Datierungen und Lokalisierungen einzelner Versionen hilfreich sind: So tragt der unechte Schnling in einer Urhobo-Version aus den 40er Jahren die damals typische Klei- dung, in einer moderneren Bura-Version braucht er schon einen Attachfc-Aktenkoffer! Nach T. O. ist der didaktische Zweck offenkun- dig und stets derselbe: Es ist nicht alles Gold, </p><p>was glnzt; d.h. philosophisch geht es um die (oft versteckte) Wahrheit der Dinge und des Menschen Einsicht in seine individuelle Unvoll- kommenheit Vordergrndig geht es aber auch um - ganz offenkundig mnnlich-chauvinisti- sche - Warnungen an narzissche und ber- mig anspruchsvolle junge Frauen ebenso wie eine Warnung der (konservativ-reaktionren) Elterngeneration an die Jungen, sich nicht ber das tradierte Wertesystem (symbolisiert durch Eheschlieung gegen die Regeln) hinwegzuset- zen. Trstlicher Rat Lieber spt umkehren als gar nicht, dann wird alles gut </p><p>Ahmed H. U. Talukdar. "A study of the edu- cational problems of the nomadic people of Gwoza Local Government Area of Borno Sta- te" (VoL 2:77-89). In Ermangelung jeglicher statistischer Unterlagen ber Anwesenheits- und Erfolgsquoten von Schulkindern nomadi- scher Herkunft (Fulbe) hat A. T. eigene Daten erhoben: Auf 32 Interviews mit einem 15 Aus- sagen umfassenden Fragebogen wird dann ein Apparat von statistischen Methoden appli- ziert - einem Nicht-Statistiker wie dem Rezen- senten erschliet sich dessen Notwendigkeit an- gesichts eines so kleinen Datenkorpus' nicht ganz -, um zu einer Antworten-Hierarchie zu gelangen, welche Grnde jeweils mehrheitlich von den Befragten fr die desolate (im Sinne von "western education"!) Situation der Noma- denkinder verantwortlich gemacht werden. Nicht gerade berraschend sind die mehrheitli- chen Einschtzungen, da die offerierte Schul- bildung von Nomadeneltern als fr ihre Bedrf- nisse irrelevant angesehen wird und sie ohnehin zu arm sind, die notwendigen finanziellen Mit- tel aufzubringen, wo doch die Kinder sowieso bei der Herde und am Herd gebraucht werden! Die Kinder selbst sind - im Gegensatz zur Hal- tung ihrer Eltern - unproblematisch und passen sich gut an, ihre schlechten Leistungen hngen primr mit den schlechten huslichen Arbeits- bedingungen zusammen. F.inraty in der Famili- en-konomie, zusammen mit der saisonalen Migration, sind auch fr die hohe Abbruchquo- te der Nomadenkinder verantwortlich. Prakti- sche Konsequenzen sind zu ziehen (a) im Be- reich der Erziehung der Nomadeneltern zu ei- ner positiven Einstellung zu westlicher Erzie- hung, (b) der finanziellen Absicherung der Schler durch Stipendien. Eine kompensatori- sche Abfindung der Eltern fr entfallende Ar- </p><p>426 </p><p>This content downloaded from 185.44.77.146 on Mon, 16 Jun 2014 07:37:52 AMAll use subject to JSTOR Terms and Conditions</p><p>http://www.jstor.org/page/info/about/policies/terms.jsp</p></li><li><p>beitskraft der Kinder wird nicht erwhnt Umara Bulakarima: "Consonant Variation </p><p>within Kanuri dialects" (Vol. 3:59-71). U. B. ist einer der noch viel zu wenigen afrikanischen Nachwuchswissenschaftler, der bereits als B.A.-Student von der segensreichen Einrich- tung der "Langzeitdozenturen" des Deutschen Akademischen Austausch-Dienstes profitieren durfte, langjhrig betreut am Ort und bis heute fortdauernd durch Prof. N. Cyffer Getzt Mainz) und den Rezensenten (1980-82 in Maiduguri, jetzt Hamburg) - und mit welchem Erfolg! U. B. stellt in diesem Beitrag in Kurzfassung die Ergebnisse seiner Magisterarbeit ( 1987) vor so- lide, nachprfbar und ohne berflssiges rheto- risches Beiwerk und rein terminologisches Wortgeklingel (die Einzelheiten sind nur fr den Fachlinguisten von Interesse und brauchen hier nicht referiert zu werden). Ein schner Be- weis fr den Sinn und die "Rentabilitt" afrika- nistischer Langzeitdozenturen des DAAD in Afrika! </p><p>Bei aller Knappheit von Bibliotheksmitteln hierzulande und anderen professionellen Ver- pflichtungen: Liwuram verdient die Unterstt- zung der internationalen Afrikawissenschaf- ten - ideell durch inhaltliche Beitrag, und fi- nanziell durch Subskriptionen (nur $ 8.00 fr Institutionen, $ 5.00 fr Einzelpersonen). Adresse: Liwuram, Faculty of Arts, Univcrsity of Maiduguri, P.MB. 1069, Maiduguri, Nigeria. </p><p>H. Ekkehard Wolff </p><p>LAIJRENCE MARFAING L 'Evolution du Commerce au Senegal 1820 - </p><p>1930 Editions L'Harmattan, Paris 1991, 313 S., FF 170, ISBN 2-7384-1195-9 (Collecon "Raci- nes du Pr6sent") </p><p>Die Studie, eine Hamburger Dissertation, ist aus einem groen Forschungsprojekt ber Han- del und afrikanische Hndler in Westafrika her- vorgegangen, an dem neben einem Team aus Hamburg Historiker aus dem Senegal und der Elfenbeinkste beteiligt waren. Es geht der Au- torin darum zu analysieren, welche Konsequen- zen das Eindringen des Kolonialsystems, der Kolonialverwaltung und der europischen Han- delshuser im Senegal fr die Entwicklung des Handels und der groen afrikanischen Hndler </p><p>in dieser Region gehabt hat Marfaings Arbeit gliedert sich, nach einem </p><p>knappen einfhrenden Kapitel ber die wichtig- sten Exportprodukte des Senegal, Gummi und Erdnsse, in zwei groe Abschnitte. Zunchst werden in einem chronologischen Teil die poli- tischen und konomischen Bedingungen des Exporthandels beleuchtet; im anschlieenden systematisch angelegten Teil analysiert die Au- torin dann die Konfrontation zwischen europi- schem und afrikanischem Handel. </p><p>Die Thematik "Handel und Hndler in Afri- ka" ist in der Forschung bisher sehr unter- schiedlich aufgegriffen worden. In jngerer Zeit dominieren besonders zwei Aspekte. Zum ei- nen wird verstrkt der vorkoloniale Handel un- tersucht, um die Ausgangsbedingungen afrika- nischer Wirtschaften vor dem Eindringen der Europer genauer herauszuarbeiten. Zum ande- ren hat sich die neuere Forschung vermehrt mit dem europisch-afrikanischen Handel ausein- andergesetzt Doch trotz betrchtlicher Fort- schritte auf diesem Feld bestehen weiterhin De- fizite: Nur wenige Untersuchungen verfolgen den Handel in einer Region ber einen lnge- ren Zeitraum und bercksichtigen die frikani- schen Hndler, soweit es die Quellen zulassen, eingehender. Auch wird kaum auf die Verbin- dung zwischen dem Kolonialhandel und dem innerafrikanischen Handel hingewiesen, auf die Berhrungspunkte und wechselseitige Beein- flussung, die wohl weit strker waren, als man bisher vermutet hat </p><p>Die Ergebnisse der Arbeit von Marfaing sind auerordentlich vielschichtig und relativie- ren die in der Forschung (vgL z. B. Samir Amin oder Roger Pasquier) immer noch weit verbrei- tete Hypothese von der Ausmerzung und dem schlielichen Verschwinden der groen afrika- nischen Hndler unter dem Druck des Koloni- alsystems. Dennoch bleibt unzweifelhaft, und das arbeitet die Autorin auch klar heraus, da die groen franzsischen Handelshuser, im Se- negal vor allem vertreten durch Maurel et Prom und die CFAO, durch ihre genauere, stndig re- vidierte Kenntnis des europischen Marktes, durch ihre Beziehungen zum Gesetzgeber in der Metropole und zur Kolonialverwaltung vor Ort und schlielich durch ihre Kapitalbasis ei- nen entscheidenden Vorteil gegenber ihren afrikanischen Konkurrenten gehabt haben. Die- se privilegierte Position haben sie im Senegal </p><p>427 </p><p>This content downloaded from 185.44.77.146 on Mon, 1...</p></li></ul>

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