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Leitfaden für Abschlussarbeiten Technische Informatik © Dipl.-Ing. Sascha Mertens, Juli 08

Leitfaden für Abschlussarbeiten - ti.uni-due.de · Leitfaden für Abschlussarbeiten Tabellenverzeichnis Sprache und Inhalt _____ 17 Abschlussarbeit und Textverarbeitung _____ 18

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  • Leitfaden fr Abschlussarbeiten

    Technische Informatik

    Dipl.-Ing. Sascha Mertens, Juli 08

  • Leitfaden fr Abschlussarbeiten Tabellenverzeichnis

    INHALTSVERZEICHNIS

    Inhaltsverzeichnis ____________________________________________________ ii

    Abbildungsverzeichnis _______________________________________________ iv

    Tabellenverzeichnis _________________________________________________ iv

    Inhaltliche Gestaltung ________________________________________________ 1Umfang ___________________________________________________________ 1Grundprinzipien des Gliederns _______________________________________ 1Inhaltliche Gliederung _______________________________________________ 2

    Einleitung _______________________________________________________ 2Theorieteil _______________________________________________________ 2Argumentationsteil _______________________________________________ 3Auswertungsteil _________________________________________________ 5

    Formale Gestaltung ___________________________________________________ 6Formale Gliederung _________________________________________________ 6Textgestaltung _____________________________________________________ 8

    Schriftart ________________________________________________________ 8Schriftgrad ______________________________________________________ 9Seitengestaltung __________________________________________________ 9Kopf- und Fuzeile ______________________________________________ 10Zeilenabstnde __________________________________________________ 10Abstze ________________________________________________________ 11Blocksatz vs. Flattersatz __________________________________________ 11Hervorhebungen ________________________________________________ 12berschriften ___________________________________________________ 12

    Formale Einzelheiten _______________________________________________ 13Rechtschreibung ________________________________________________ 13Fremd- und Fachwrter __________________________________________ 13Abkrzungen ___________________________________________________ 13Zitate __________________________________________________________ 14Literaturverzeichnis _____________________________________________ 15

    Allgemeine Tipps ___________________________________________________ 17

  • Leitfaden fr Abschlussarbeiten Tabellenverzeichnis

    Sprache und Inhalt _________________________________________________ 17Abschlussarbeit und Textverarbeitung ________________________________ 18

    Mit dem Inhalt anfangen, nicht mit der Form ________________________ 19Platz schaffen durch Platz schaffen ________________________________ 20Seitenwechsel ___________________________________________________ 20Gliedern statt Formatieren ________________________________________ 20Nicht zhlen - zhlen lassen ______________________________________ 21Aufzhlungen und Listen kontrollieren ____________________________ 22Bilder & Grafiken ________________________________________________ 22Wo steht was? __________________________________________________ 23Sprache und Rechtschreibkorrektur ________________________________ 23Kopfzeilen/Fuzeilen beherrschen - Abschnitte _____________________ 23Grotaten ______________________________________________________ 24

    Anhang _____________________________________________________________ 25Formatierungsbeispiel ______________________________________________ 25

    Literaturverzeichnis __________________________________________________ 28

  • Leitfaden fr Abschlussarbeiten Tabellenverzeichnis

    ABBILDUNGSVERZEICHNIS

    Abbildung 1: Beispielformatierung, wie sie in thesis.dot konfiguriert ist _____ 26 Abbildung 2: Beispiel fr das Titelblatt __________________________________ 27

    TABELLENVERZEICHNIS

    Tabelle 1: Formatierungsmerkmale, die in thesis.dot verwendet werden _____ 25

  • Leitfaden fr Abschlussarbeiten Grundprinzipien des Gliederns

    Technische Informatik, Juli 08 1

    INHALTLICHE GESTALTUNG

    Die inhaltliche Gestaltung ist sehr stark abhngig von der Art der Arbeit und dem Thema selbst. Es kann an dieser Stelle also nur eine grobe Richtlinie fr die grundstzliche inhaltliche Gestaltung gege-ben werden.

    U m f a n g

    Der Umfang des Abschlussarbeitstextes sollte zwischen 50 und 100 Seiten liegen, nicht gezhlt werden Anhnge und die diversen Ver-zeichnisse. Dabei sind die Vorgaben des nachfolgenden Kapitels zur Textgestaltung zu beachten.

    G r u n d p r i n z i p i e n d e s G l i e d e r n s

    Was die Erstellung des Abschlussarbeitstextes angeht, ist das Glie-dern die eigentliche Arbeit hat man sich klargemacht, welcher Teil wo sinnvoll ist und ein vorlufiges Inhaltsverzeichnis erstellt, ist i.d.R. der schwierigste Teil der Schreibarbeit erledigt. Auerdem kann man anhand der Textgliederung auch seine grundstzliche Ar-beitsweise berprfen lsst sich das eigene Vorgehen partout nicht mit den nachstehenden Hinweisen vereinen, besteht zumindest die Mglichkeit, dass das Vorgehen zu unstrukturiert und ziellos ist. Nicht vergessen, Betreuer sind zum betreuen da und sollten regel-mig das aktuelle Inhaltsverzeichnis vorgelegt bekommen.

    Die folgenden Aussagen zu den Grundprinzipien guten Gliederns erscheinen Ihnen mglicherweise trivial. Gut! Dann ist davon auszu-gehen, dass Sie sie automatisch anwenden. Ansonsten sollten Sie ih-ren Text gelegentlich darauf prfen, ob die aufgelisteten Kriterien er-fllt sind

  • Leitfaden fr Abschlussarbeiten Inhaltliche Gliederung

    Technische Informatik, Juli 08 2

    Oberpunkte fassen Unterpunkte zusammen Unterpunkte sind zueinander homogen Reihenfolge ist logisch Keine einsamen Unterpunkte (z.B. Kapitel mit nur einem einzi-

    gen Unterkapitel) Einheitliche Sprachebene Keine zu tief verschachtelte Gliederung Maximal 4 Gliede-

    rungsebenen Nach einer berschrift folgt Text (!) und nicht eine Unterber-

    schrift

    I n h a l t l i c h e G l i e d e r u n g

    Im Allgemeinen sollte eine Abschlussarbeit folgende Teile beinhalten (dabei entspricht ein Teil nicht notwendig einem Kapitel!)

    Einleitung Theorieteil Argumentationsteil Beschreibung der praktischen Arbeit (falls vorhanden) Auswertungsteil

    E i n l e i t u n g

    Die Einleitung fhrt in das Thema der Arbeit ein. Dazu spezifiziert sie die Fragestellung und gibt das Untersuchungs-/Arbeitsziel vor. Sie stellt auerdem den Kontext der Fragestellung vor und gibt Aus-kunft ber die technisch wissenschaftliche Relevanz des Themas. Dabei sollte die Einleitung einen Umfang von 5 Seiten nicht ber-schreiten. Die Einleitung sollte so gehalten sein, dass Leser, die nicht in das entsprechende Themengebiet eingearbeitet sind, die Fragestel-lung und Problematik verstehen knnen.

    T h e o r i e t e i l

    Der Theorieteil untersucht existierende Lsungsanstze bzw. wissen-schaftliche Beitrge zur Fragestellung. Dabei werden die zugrunde liegenden theoretischen Grundlagen dargestellt. Zu diesem Zweck sollten existierende Anstze, Verfahren und Ideen erlutert, vergli-

  • Leitfaden fr Abschlussarbeiten Inhaltliche Gliederung

    Technische Informatik, Juli 08 3

    chen und bewertet werden. Folgt die ganze Arbeit einer in der Fach-literatur explizit formulierten Arbeitsmethode (z.B. Top Down Me-thode beim Entwurf von Software) sollte auch diese (kurz) erlutert werden die Ausgiebigkeit richtet sich nach dem allg. Bekanntheits-grad der Arbeitsweise. Je bekannter desto krzer kann ein Gebiet dargestellt werden, dafr auf entsprechende Fachliteratur verweisen. Gegebenenfalls knnen Aspekte, die fr die sptere Arbeit von be-sonderer Signifikanz sind, betont werden.

    A r g u m e n t a t i o n s t e i l

    Der Argumentationsteil stellt den eigentlichen Eigenbeitrag der (schriftlichen) Arbeit dar. Hier wird unter Rckgriff auf die im vori-gen Teil dargestellte Theorie die ursprngliche Fragestellung bear-beitet. Es sollte dazu beschrieben werden, woraus der Eigenbeitrag besteht, wie zur Bearbeitung der Fragestellung vorgegangen und das Vorgehen begrndet werden. Die Gestaltung des Hauptteils der Argumentation ist abhngig von der Art der Arbeit (die hier genann-ten Inhalte sind als Vorschlge anzusehen, da gerade dieser Teil der Arbeit stark vom individuellen Thema abhngig ist).

    E n t w i c k l u n g v o n S o f t w a r e o d e r H a r d w a r e

    Wird im Rahmen der Abschlussarbeit Software oder Hardware ent-wickelt so beschreibt der Argumentationsteil die Entwicklung. Er stellt dar, ob und welcher existierender Ansatz bernommen wird und begrndet dieses. Die Modifikation bzw. Neuentwicklung eines Lsungsansatzes wird beschrieben und ebenfalls begrndet. Auer-dem wird eine (nicht zu detaillierte) Beschreibung der praktischen Umsetzung gegeben. Wurde ein Test des Produkts durchgefhrt so sollten der Testaufbau und die Testergebnisse erlutert werden (wo-bei es durchaus mglich ist, die Darstellung der Ergebnisse zusam-men mit deren Auswertung im letzten Teil der Arbeit darzustellen).

    Grundstzlich ist zu Entwicklungsarbeiten zu erwhnen, dass die Beschreibung der vier Phasen Anforderungsstudie, Analyse, Entwurf und ggf. Implementierung entweder im Argumentationsteil behan-delt oder sinnvoll auf die Grundelemente des Textes verteilt werden knnen. Details der Implementierung sollten im Text nur erscheinen, wenn sie fr die Abhandlung von echter Wichtigkeit sind; im Zwei-felsfall gehren sie in den Anhang. Der Quellcode einer Software sollte, von kurzen Ausschnitten abgesehen, berhaupt nicht auf Pa-

  • Leitfaden fr Abschlussarbeiten Inhaltliche Gliederung

    Technische Informatik, Juli 08 4

    pier erscheinen1 sondern auf einem beigelegten Datentrger verfg-bar sein! Im Text mssen also auf jeden Fall enthalten sein: Pflichtenheft Systementwurf (mglichst unter Verwendung einer Modellie-

    rungssprache wie UML, Ward & Mellor o..) Abstrakte Modulbeschreibungen (Aufteilung in Teilprobleme) Essentielle Modulbeschreibung (enthlt die Lsungsstrategien

    fr die Teilproblem) Essentielle Datenstrukturen (Datenlexikon)

    Bedienungsanleitung !

    P r a k t i s c h e U n t e r s u c h u n g

    Bei Arbeiten, die eine Fragestellung durch praktische Untersuchung (z.B. Messungen) bearbeiten, wird im Argumentationsteil z.B. dar-gestellt, welche(s) Verfahren zur Untersuchung verwendet wurde. Dabei sollte deutlich werden, warum gerade diesem Verfahren der Vorzug gegeben wird. Machen Sie an dieser Stelle deutlich, welches Ziel die Untersuchung im einzelnen verfolgt, wie also mglich Er-gebnisse aussehen knnten. Auf jeden Fall sollte an dieser Stelle die Methodik dargelegt werden, mit der die Untersuchungsergebnisse ausgewertet werden. Das gleiche gilt im brigen fr das Untersu-chen selbst; wer sich nicht vorher klar ist, wie er mit dem Gefunde-nen umgehen will, luft in Gefahr, ziellos in der Gegend herum zu suchen. blicherweise beginnt eine praktische Untersuchung des-halb mit dem Aufstellen einer These (z.B. Die Aussage von xy zum Thema yz ist falsch,Das Verfahren xy von yz kann noch beschleu-nigt werden o..). Eine solche These sollte zu Beginn des Argumen-tationsteils formuliert und begrndet werden; erstmals erwhnen sollte man eine solche Bereits in der Einleitung, wenn sie dafr zu dnn erscheint, ist sie wahrscheinlich keine echte sondern nur ein erwartetes Teilergebnis. Wenn Sie glauben, keine These zu haben, setzten Sie sich einige Minuten um zu berlegen, ob Sie doch eine haben aber sie nicht als solche zu erkennen oder ob die Art ihrer Aufgabe wirklich derart ist, dass keinerlei Vermutungen bzgl. des Ergebnisses aufzustellen sind.

    T h e o r e t i s c h e U n t e r s u c h u n g

    In einer theoretischen Untersuchung ist der Argumentationsteil noch von besonderer Wichtigkeit, da er nicht die im Kern geleistete Arbeit beschreibt sondern der Kern der Arbeit ist. Hier sollten also die vorher

    1 Nein, auch nicht im Anhang

  • Leitfaden fr Abschlussarbeiten Inhaltliche Gliederung

    Technische Informatik, Juli 08 5

    beschriebenen theoretischen Grundlagen argumentativ zum Ergeb-nis gefhrt werden. Dabei wichtig ist, dass jede Folgerung begrndet werden muss, entweder durch Verweis auf eine Quelle oder durch Argumentation. Zu beachten ist bei Quellenverweisen, dass es sich um ein Ingenieurswissenschaftlich und keine Theologische Abhand-lung dreht nicht alles was irgendwo geschrieben steht, ist dadurch automatisch richtig. Gerade bei Kernaussagen sollte es selbstver-stndlich sein, dass man die Aussage einer Quelle entweder auch ar-gumentativ untermauern kann oder zumindest prft, ob diese Aus-sage in der akademischen Welt ausreichend unumstritten ist! Auch theoretische Untersuchengen beginnen hufig mit dem Aufstellen einer These, die dann Anhand von Quellenmaterial und selbst ge-sammelten Informationen geprft wird. Auch diese These ist explizit zu formulieren.

    A u s w e r t u n g s t e i l

    Im Auswertungsteil werden die Ergebnisse der Arbeit vorgestellt und bewertet. Dazu muss zunchst erklrt werden ob, in wie weit und warum die gefunden/erarbeiteten Ergebnisse (Untersuchungen) bzw. die entwickelte Hard- oder Software die Aufgabenstellung und die in der Einleitung genannten Zielsetzungen erfllen. Soweit vor-handen kann der Auswertungsteil auch einen Vergleich mit anderen existierenden Lsungen bzw. Ergebnissen beinhalten. Die Arbeit sollte mit einem Ausblick (Ideen zu mglichen Weiterentwicklungen, Anregungen zur besseren Durchfhrung einer Untersuchung o..) abgeschlossen werden.

  • Leitfaden fr Abschlussarbeiten Formale Gliederung

    Technische Informatik, Juli 08 6

    FORMALE GESTALTUNG

    Bei der formalen Gestaltung eines Textes gibt es grundstzlich zwei Ziele: Erfllung der Anforderungen des Betreuers Erfllung der allg. Anforderungen an einen (inge-

    nieurs)wissenschaftlichen Text Erstellung eines ansprechenden und gut lesbaren Dokuments

    Die Erfllung des ersten Punktes sollte grundstzlich nicht allzu schwer sein, abgesehen mglicherweise von der Tatsache, dass viele Betreuer keine konkreten Vorstellungen von der gewnschten for-malen Gestaltung haben. In Bezug auf das IMSE sollte dieser Leitfa-den die Anforderungen formulieren. Die hier gemachten Aussagen entsprechen sowohl den Anforderungen an wissenschaftliche Texte als auch den Erkenntnissen aus Buchdruck und Lesbarkeitsfor-schung. Ansonsten ist leider fest zu stellen, dass die Vorstellung vie-ler als Betreuer arbeitenden Menschen in Konflikt mit dem 3. und manchmal sogar mit dem 2. der o.g. Punkte stehen. Aus diesem Grunde sind die hier gemachten Aussagen kurz begrndet, so dass Sie, sollten Sie den Wunsch dazu verspren, hier in einen Diskurs mit Ihrem Betreuer eintreten knnen. Als die Grundregel des Forma-tierens kann man sicher das berhmte Weniger ist mehr anfhren, dass auf fast alle Elemente anwendbar ist (Anzahl verwendeter Schriften, Schriftgren, Schriftformen, Kopf-/Fuzeilenelemente, Abstze, Blattschwrzung, Gliederungsebenen usw.).

    F o r m a l e G l i e d e r u n g

    Der folgende Aufbau des Abschlussarbeitstextes ist bindend. Texttei-le, die wahlweise weggelassen werden knnen, sind als optional gekennzeichnet.

    T i t e l b l a t t

    Das Titelblatt nennt Thema, Fakultt, Namen des Bearbeiters, des Be-treuers und den Abgabetermin. Ein Beispiel findet sich in der zum Text gehrenden Formatvorlage.

  • Leitfaden fr Abschlussarbeiten Formale Gliederung

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    A b s t r a c t ( o p t i o n a l )

    Ein Abstrakt ist eine auf eine Seite komprimierte Darstellung der Ar-beit. Dies ist bei Abschlussarbeiten nur dann sinnvoll, wenn die Zu-sammenfassung sich inhaltlich signifikant von der Aufgabenstellung unterscheidet.

    I n h a l t s v e r z e i c h n i s

    Das Inhaltsverzeichnis enthlt alle Gliederungspunkte des Textes bis zur 3. Gliederungsebene mit den zugehrigen Seitenzahlen. Die Gliederungsebenen werden durch einrcken gekennzeichnet.

    A b b i l d u n g s v e r z e i c h n i s ( o p t i o n a l )

    Eine Liste aller im Text verwendeten Abbildung mit Seitenzahl und Quellenangabe fr nicht selbst erzeugte Abbildungen. Die Abbil-dungen sind entweder fr den gesamten Text fortlaufend numme-riert oder nach dem Schema wobei Nummer fr jedes Kapitel bei 0 beginnt.

    T a b e l l e n v e r z e i c h n i s ( o p t i o n a l )

    Eine Liste aller im Text verwendeten Tabellen mit Seitenzahl und Quellenangabe fr nicht selbst erzeugte Tabellen. Die Tabellen sind den gesamten Text fortlaufend nummeriert oder nach dem Schema wobei Nummer fr jedes Kapitel bei 0 beginnt. Aus praktischer Erfahrung empfehlen wir die erste Variante, es sei denn, Sie kennen Ihr Textverarbeitungsprogramm wirklich gut.

    A b k r z u n g s v e r z e i c h n i s ( o p t i o n a l )

    Im Abkrzungsverzeichnis werden verwendete Abkrzungen alphabetisch sortiert aufgefhrt und knapp erlutert. Abkrzungen sollten eher sprlich eingesetzt werden. Ausgenommen sind allge-mein gebruchliche Abkrzungen wie o.g. , z.B., usw. Die Verzeich-nisse fr Abbildungen, Tabellen und Abkrzungen knnen auch vor das Literaturverzeichnis gestellt werden.

    H a u p t t e x t

    Der eigentliche Abschlussarbeitstext.

  • Leitfaden fr Abschlussarbeiten Textgestaltung

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    A n h a n g ( o p t i o n a l )

    Im Anhang knnen ergnzende Materialen untergebracht werden, die zur Vollstndigkeit der Arbeit wichtig erscheinen aber nicht in den Hauptteil gehren. Dazu knnen Bauplne, Auszge aus Quell-texten o.. gehren (und noch mal: Quelltexte von Software-Arbeiten sollten nicht vollstndig als Text beigefgt sondern als Diskette oder CD beigelegt werden).

    L i t e r a t u r v e r z e i c h n i s

    Das Literaturverzeichnis ist eine Liste aller Textquellen, die in der Arbeit verwendet wurden und auf die im Haupttext verwiesen wird. Das Literaturverzeichnis auch vor den Anhang gestellt werden.

    T e x t g e s t a l t u n g

    Die Anforderungen an die Textgestaltungen werden hufig entwe-der ber- oder unterschtzt. Es bleibt fest zu halten, dass ein an sich sthetische ansprechendes Dokument eher geeignet ist, beim Leser eine positive Aufnahme zu erreichen als ein hssliches. Die Forma-tierung eines Dokumentes wirkt sich auerdem massiv auf seine Lesbarkeit aus, hierzu gibt es intensive Studien in deren Folge Schlsse gezogen wurden, wie ein Text gestaltet werden knnen, um dass flssige Lesen zu erleichtern. Auf der anderen Seite sollten Sie nicht vergessen, dass der Aufwand fr die Textformatierung einen gewissen Rahmen nicht berschreiten sollte, denn auch wenn die Form den Inhalt aufwerten kann, so kann ein guter Inhalt durch nichts ersetzt werden.

    S c h r i f t a r t

    Ein Dokument sollte mglichst nur zwei verschiedene Schriftarten enthalten, davon eine Serifen Schrift (Times New Roman, Gara-mond, Book Antiqua, New Century Schoolbook) und eine serifenlose Schrift (Arial, Futura). Eine der Schriften sollte fr den Haupttext die andere fr die berschriften verwendet werden. In Fachkreisen herrscht Uneinigkeit, welche von beiden Familien lesbarer ist Seri-fen gelten einigen Fachleuten als Lesehilfe anderen dagegen als op-tisches Rauschen (vgl. [2], [8]). Unumstritten ist, dass Serifenlose Schrift auf dem Bildschirm besser zu lesen ist und i.d.R. einem Text

  • Leitfaden fr Abschlussarbeiten Textgestaltung

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    modern erscheinen lsst. Serifenschrift dagegen verleiht gedruckten Dokumente hufig etwas das Flair von Ernsthaftigkeit. Die gngigste Aufteilung (siehe Zeitungen und Bcher) ist aber derzeit noch ber-schriften ohne Serifen und der Haupttext mit. Angeblich ist die Schriftart Palatino (Book Antiqua in Windows) eine gnstigere Schrift als Times New Roman, da sie kopiererfreundlicher ist. Die verschiedenen Schriftformen (fett, kursiv, kapital usw.) knnen zum Gliedern und Hervorheben verwendet werden, dabei ist Sparsamkeit und Einheitlichkeit der Weg zum Erfolg.

    Empfehlungen (Haupttext berschriften):

    Book Antiqua Tahoma Times New Roman Arial Garamond Verdana

    Wenn Sie vor dem Problem stehen, dass eine serifenlose Schrift auf dem Bildschirm leichter lesbar ist, eine serifenbehaftete Schrift Ihnen aber im Ausdruck besser gefllt, so bietet Ihnen die konsequente (und konsistente) Nutzung von Formatvorlagen die Mglichkeit, Ihr Dokument in einer sans-serif Schrift anzufertigen und die Schrift erst kurz vor dem drucken umzustellen.

    S c h r i f t g r a d

    Schriftgren zwischen 10 pt und 12 pt gelten als gut lesbar. Zu be-achten ist, dass unterschiedlich Schriftarten bei gleicher Grenan-gabe unterschiedlich gro wirken.

    Empfehlung: Schriftgre 12 pt

    S e i t e n g e s t a l t u n g

    Der Abschlussarbeitstext sollte einseitig formatiert werden (zweisei-tige Formatierung hat viele Nachteile und kaum Vorteile). Sinnvolle Seitenrnder sind ein magebliches Element zur guten Lesbarkeit von Texten. Trotzdem gibt es nicht die Regel fr das Seitenlayout. Bei einseitiger Formatierung gilt grundstzlich:

  • Leitfaden fr Abschlussarbeiten Textgestaltung

    Technische Informatik, Juli 08 10

    Linker und rechter Rand sind an sich gleich gro. Am linken Rand werden noch 1 cm Bundsteg fr die Bindung hinzu gefgt.

    Der untere Rand ist grer als der obere, da die optische Mitte h-her liegt als die geometrische (ein gutes Beispiel findet sich in [9]).

    Seitenrnder sollten ein Verhltnis (rechts : oben : links : unten ) von ungefhr 2 : 2 : 2 : 3,2 (goldener Schnitt2) oder 2 : 2 : 2 : 2,8 (entsprechend der DIN A4 Proportionen) haben. Auerdem soll-ten sie grozgig gewhlt werden (das widerspricht dem Ratio-nalisierungsgedanken des Ingenieurs, kommt dem durchschnitt-lichen Diplomanden aber entgegen ).

    Empfehlung : 2.5 cm : 2.5 cm : 2.5 cm : 3.5 cm (= Textfeld 16 x 23.7)

    Legen Sie den Seitenrand vor Beginn des Schreibens fest und ndern Sie ihn nicht mehr!

    K o p f - u n d F u z e i l e

    Die Kopf- und Fuzeilen sollen das Arbeiten (das eines Le-sers/Korrektors) mit einem Dokument erleichtern. Dafr entalten sie ntzliche Informationen wie z.B. Seitenzahlen, Urhebername, Kapi-telnummern oder berschriften. Die Zeilennummern befinden sich am besten unten rechts, da dies das schnelle Durchblttern erleich-tert und damit das schnelle Auffinden bestimmter Textstellen ermg-licht.

    Empfehlung: Abstand von Kopf- und Fuzeile jeweils die Hlfte des entsprechenden Seitenrands. Die Kopfzeile enthlt rechtsbndig den Titel des Textes oder die Kapitelberschrift. Die Fuzeile enthlt rechtsbndig die Seitennummern.

    Z e i l e n a b s t n d e

    Abstnde zwischen den Zeilen helfen dem Auge, die einzelnen Rei-hen voneinander zu trennen. Allerdings verliert ein Text durch zu groe Abstnde seine Einheit, das Auge muss auf jede Zeile neu jus-tiert werden. Ein sinnvoller Zeilenzwischenraum betrgt 20% -30% der Schriftgre (abhngig von der Schriftart). Dieser wird von Text-verarbeitungen wie z.B. WinWord oder LaTeX automatisch eingefgt

    2 Der goldene Schnitt ist das Seitenverhltnis, das in der Natur am hufigsten vor-kommt und vom Auge als am angenehmsten empfunden wird.

  • Leitfaden fr Abschlussarbeiten Textgestaltung

    Technische Informatik, Juli 08 11

    und braucht nicht extra eingestellt werden3. Viele Betreuer geben 1.5fachen Zeilenabstand an; dies hat sich wahrscheinlich eingebr-gert, um genug Platz zum korrigieren zu haben. Heute wird es oft angegeben, weil die Betreuer es selbst nicht anders kennen und da-von ausgehen, dass es irgendeinen Sinn haben wird 4.

    Empfehlung: Entsprechend der Voreinstellungen der Textverarbei-tungen (=nichts ndern!). Wenn es doch mehr sein soll, maximal 1.3 fachen Zeilenabstand whlen5.

    A b s t z e

    Neue Abstze werden durch Absatzabstnde oder eine eingerckte erste Zeile gekennzeichnet. Soll ein Abstand verwendet werden, so sollte dies dem Textverarbeitungsprogramm auch mitgeteilt werden. Auf gar keinen Fall sollten Satzabstnde durch zustzliche Eingabe von CRs (Returns) erzeugt werden. Solche Leerzeilen bilden eige-ne Abstze und bringen die Software gehrig durcheinander (angeb-lich lsst sich der eine oder andere WinWordCrash damit erkl-ren). Das Einrcken der ersten Zeile ist eine Technik, die ursprng-lich aus dem Zeitungsgewerbe kommt, wo Papier und damit Platz gespart werden muss und sollte hier nicht zur Anwendung kommen.

    Empfehlung: Vor jedem Absatz ein Abstand von 75% bis 100% der Zeichenhhe (9 pt 12 pt).

    B l o c k s a t z v s . F l a t t e r s a t z

    Die Lesbarkeit von Blocksatz und Flattersatz (=linksbndige Text-ausrichtung) ist etwa gleich hoch. Das setzt allerdings voraus, dass eine vernnftige Silbentrennung bergroe Wortabstnde beim Blocksatz verhindert. Da dies nicht immer gegeben ist, kann ein Flat-tersatz unter Umstnden vorteilhafter sein.

    Empfehlung: Flattersatz (ggf. mit Silbentrennung)

    3 Demzufolge bedeutet ein 1.5facher Zeilenabstand nicht, das zwischen zwei Zeilen eine halbe Zeile Zwischenraum gesetzt wird. Vielmehr wird der bliche Zwischen-raum von 20% des Schriftgrades um den Faktor 1.5 vergrert. Bei einer 12pt Schrift erhlt man also zwischen zwei Zeilen bis zu 5pt Zwischenraum. 4 Eine kurze Rckfrage beim Betreuer, ob er vorhat, wild im Text herum zu malen, kann klren, ob groe Zeilenabstnde wirklich notwendig sind. 5 Vielen Studenten kommt der grozgige Zeilenabstand entgegen, da sie Angst haben, die Mindestseitenzahl nicht zu erreichen. Die Erfahrung zeigt, dass die meisten Absolventen eher in Gefahr laufen, die Maximalseitenzahl zu berschreiten.

  • Leitfaden fr Abschlussarbeiten Textgestaltung

    Technische Informatik, Juli 08 12

    H e r v o r h e b u n g e n

    Es gibt drei unter Laien beliebte Arten der Hervorhebung, die unter Profis weitgehend Tabu sind: Fettdruck und GROBUCHSTABEN. Beide Formen stechen zu stark aus dem Text hervor, stehen in Kon-kurrenz zu den berschriften und hemmen den Lesefluss. Die Un-terstreichung als Mittel der Hervorhebung ist gleichzeitig die beste Methode, ein Textbild zu zerbrechen und einzelne Worte zu ver-unstalten (wie oben zu sehen streicht man, zumindest in WinWord, schlielich Teile von Worten durch!). Sie stammt aus Zeiten der me-chanischen Schreibmaschine und sollte eigentlich mit dieser zusam-men ausgestorben sein, leider haben viele Autoren die entsprechen-de Todesanzeige nicht gelesen. Es bleibt die

    Empfehlung: Hervorhebungen durch Kursivschrift; Hervorhebun-gen durch Fettschrift nur, wenn sie bewusst der Gliederung des Do-kumentes dienen sollen.

    b e r s c h r i f t e n

    Eine einheitliche Schriftart fr die berschriften garantiert ein ber-sichtliches Layout. Mehr als vier Gliederungsebenen sollten nicht verwendet werden. Um ihren Sinn als roten Faden durch den Text erfllen zu knnen bentigen berschriften keine aufwendigen Formatierungen sondern in erster Linie Platz. Eine berschrift muss sich deutlich vom vorhergehenden Textblock abgrenzen und darf na-trlich auch nicht mit dem neuen Verschmelzen. Um eine schnelle Auffindung einzelner Kapitel zu ermglichen, kann der Haupttext gegenber der berschrift um bis zu 2 cm eingerckt werden. Dabei sollte ggf. der linke Seitenrand entsprechend verkleinert werden

    Empfehlung: Alle berschriften in der Schrift, die nicht fr den Text verwendet wurde und fett. berschriften mit arabischen Ziffern nummerieren. SchriftgreEbene 4 = SchriftgreHaupttext SchriftgreEbene 3 = SchriftgreEbene 4 +2 usw

    bei Textgre 12 pt: 12pt, 14pt, 16pt, 18pt Vor jeder berschrift einen Abstand im Schriftgrad der berschrift, nach der berschrift genau so viel wie zwischen zwei Abstzen, mindestens aber einmal die Schriftgre.

  • Leitfaden fr Abschlussarbeiten Formale Einzelheiten

    Technische Informatik, Juli 08 13

    F o r m a l e E i n z e l h e i t e n

    Neben den Fragen der Textformatierung gibt es weitere formale Merkmale die bei der Erstellung eines wissenschaftlichen Textes bzw. einer Abschlussarbeit zu bercksichtigen sind.

    R e c h t s c h r e i b u n g

    Natrlich sind (deutschsprachige) Arbeiten nach der neuen deut-schen Rechtschreibung abzufassen. Wird die Arbeit in Englisch ver-fasst so ist es wichtig, sich zu entscheiden, ob Amerikanische oder Britische Schreibweise verwendet wird. Auf keinen Fall darf eine Vermischung erfolgen.

    F r e m d - u n d F a c h w r t e r

    Fremdwrter knnen natrlich in groer Menge involviert werden, um ex verbis den Leser von der eigenen Eloquenz zu berzeugen. Mglichweise ist er so beeindruckt, dass er nicht mehr merkt, dass der Text dadurch vllig unverstndlich wird. Sinnvoll sind Fremd-wrter, wenn

    es kein gngiges einfaches Wort fr den Sachverhalt gibt, oder dieser ohne Fremdwort mhsam umschrieben werden msste

    es sich um ein Fachwort handelt

    Gerade im Bereich der Ingenieurswissenschaften sind englische Fachwrter natrlich extrem verbreitet und sollten entsprechend ih-rer Gebruchlichkeit durchaus eingesetzt werden. In vielen Fllen knnen durch Verwendung des gleichbedeutenden deutschen Wor-tes (wenn existent und allgemein gebruchlich) hufige Wiederho-lung im Text vermieden werden (Computer Rechner, Schnitt-stelle Interface etc.). Tatschlich ist im Umgang mit Fachausdr-cken etwas Fingerspitzengefhl gefragt. Unzulssig sind aber in je-dem Fall die Ververbung englischer Nomen (wie updaten, downloaden o..), auch wenn sie dem gngigen Sprachgebrauch entspringen.

    A b k r z u n g e n

    Abkrzungen sollten sparsam verwendet werden, sofern es sich nicht um die allgemein gngigen handelt (z.B. z.B., etc., o.., usw. etc.). Alle anderen sind bei der ersten Verwendung in Klam-

  • Leitfaden fr Abschlussarbeiten Formale Einzelheiten

    Technische Informatik, Juli 08 14

    mern auszuschreiben und nach Mglichkeit in einem Abkrzungs-verzeichnis auf zu listen: MIB (Management Information Base).

    Z i t a t e

    Mit Zitaten wird die Richtigkeit von Informationen nachgewiesen und Meinungen gesttzt. Wrtlich bernommene Textstellen werden durch Anfhrungszeichen gekennzeichnet. Nach dem Zitat folgt in Klammern der Verweis auf die Quelle (siehe auch Literaturver-zeichnis) unter Angabe des Autors, des Erscheinungsjahres6 der Quelle und der Seite7, auf der die Textstelle zu finden ist. Wird ein nummeriertes Literaturverzeichnis verwendet, so kann einfach der entsprechende Index angegeben werden (siehe unten). In inge-nieurswissenschaftlichen Arbeiten ist es nicht unblich, sogar nur das Quellwerk (ohne Seitenzahl fr die spezifische) Stelle anzugeben. Hier sollten Autoren selbst einschtzen, wie wichtig die Auffindbar-keit einer Textstelle ist handelt es sich bei dem Text um eine argu-mentierende Schrift, ist es sicherlich unerlsslich dem Leser die Mg-lichkeit zu geben, die zur Sttzung der eigenen Aussagen angegebe-nen Textstellen leicht zu finden. Bei der Beschreibung eines Praxis-projekts dienen Literaturquellen dagegen hufig nur als Referenz fr allgemein bekanntes und unstrittiges Wissen, so dass lediglich wich-tig ist, aufzuweisen, welchem Werk dieses Wissen entnommen wur-de.

    Auslassung innerhalb eines wrtlichen Zitats kennzeichnet man durch [...]. Eigene Einfgung (zur Einpassung des Zitats in einen eigenen Satz) werden in eckige Klammern gesetzt. Natrlich drfen Auslassungen und Einfgungen den Sinn des Originalsatze nicht verndern! Beginnt oder endet ein Zitat innerhalb eines Originalsat-zes, so wird das Zitat mit ... ein- bzw. ausgeleitet, auer das Zitat wird in einen eigenen Satz eingebettet. Anfhrungszeichen in Zitaten werden durch einfache Hochkommata ersetzt. Wrtliche Zitate soll-ten sparsam verwendet werden, man zitiert nicht seitenweise son-dern ein oder zwei kurze Stze. Eine nicht als Zitat gekennzeichnete, wrtlich bernommene Stelle ist einer der schlimmsten Verste ge-gen die Regeln des wissenschaftlichen Arbeitens sowie die meisten gngigen Prfungsordnungen und fhrt zwingend zum Durchfallen

    6 Hat ein Autor in einem Jahr mehrer Werke verffentlicht, aus denen zitiert wird, so werden die Jahresangaben durch a, b, c usw. erweitert. Dies muss im Literatur-verzeichnis ebenso geschehen. Das Problem entfllt durch Verwendung eines nummerierten Literaturverzeichnisses 7 Geht der zitierte Satz ber zwei Seiten, so kennzeichnet man dies durch ein f: S. 78f.

  • Leitfaden fr Abschlussarbeiten Formale Einzelheiten

    Technische Informatik, Juli 08 15

    eines Absolventen bzw. der chtung eines Wissenschaftlers in Fach-kreisen.

    Beispiele fr Zitate: Auge und Bewusstsein verlangen [...] gegliederte Eindrcke,... (Je-gensdorf 1980, S. 72). Fr die ...Konstruktion [...] zur geometrischen Bestimmung des Verhltnisses von Format, Textsatz und freie Flche (= Satzspiegel) ... ([3], S. 57) benutze Gutenberg folgende Vorschriften.

    Unter indirekten Zitaten versteht man Umformulierungen von Text-stellen ebenso wie die bernahme fremder Gedanken und Argumen-tationen sowie im technischen Bereich von technischen Spezifikatio-nen. Die Zitierquelle wird vor oder nach der betreffenden Aussage angegeben. Bei indirekten Zitaten kann die Seitenzahl weg gelassen werden. Der Verweis auf den Autor kann auch im Text geschehen.

    Beispiele: Das Simple Network Management Protocol besitzt folgen-den Befehlsumfang (Douglas 2000)... McGhie vertritt in [2] die Meinung, dass die Voreinstellungen von WinWord allenfalls fr Benutzer auf Kniescheibenniveau sinnvoll sind.

    L i t e r a t u r v e r z e i c h n i s

    Das Literaturverzeichnis enthlt die vollstndige Liste aller der Ar-beit zitierten Quellen (Bcher, Zeitschriften, Internetseiten usw.). Das Literaturverzeichnis wird alphabetisch nach dem Namen der Verfasser sortiert und enthlt fr jeden Eintrag auerdem den Titel des Quell-werkes, den Verlag und das Erscheinungsjahr. Da Dokumente, die dem Internet entnommen werden, nach einiger Zeit nicht mehr pr-sent sein knnten, sollte fr derartige Literaturquellen zumindest auch noch der Monat angegeben werden, in dem die Textpassage ge-funden wurde8. Auerdem sollte man sich bewusst sein, dass Nach-vollziehbarkeit das wichtigste Element der Arbeit ist sollte eine Ar-gumentation an einer Stelle mageblich und ausschlielich auf einer Internetquelle beruhen, so liegt es in Ihrem Interesse, nachzuprfen, ob diese Quelle auch in dem Zeitraum noch verfgbar ist, in dem Ih-re Arbeit bewertet ist; eine nicht mehr aufzufindende Quelle wird seitens des Prfers mit Sicherheit keine Begeisterung hervorrufen.

    8 Pedantische veranlagte Professoren erwarten ggf. eine Angabe des Datums und der Uhrzeit!

  • Leitfaden fr Abschlussarbeiten Formale Einzelheiten

    Technische Informatik, Juli 08 16

    Wird das Literaturverzeichnis nummeriert, so kann die Nummer ei-nes Eintrags als Referenz im Text verwendet werden. Als Beispiel kann das Literaturverzeichnis auf Seite 18 dieses Textes herangezo-gen werden.

  • Leitfaden fr Abschlussarbeiten Sprache und Inhalt

    Technische Informatik, Juli 08 17

    ALLGEMEINE TIPPS

    Zum Ende dieses Leitfaden sollen noch einige allgemeingltige Hinweise gemacht sowie die wichtigsten Stolperfallen im Umgang mit WYSIWYG Textverarbeitungen am Beispiel von WinWord be-schrieben werden.

    S p r a c h e u n d I n h a l t

    Der Leser sollte durch den Text gefhrt werden, d.h. neue Gliede-rungspunkte mit Einleitungen versehen und Abstze durch berlei-tungen verbunden werden.

    Kurze, prgnante Stze sind aussagekrftiger als lange, kompliziert verschachtelte Satzkonstruktion. Man beweist heutzutage wissen-schaftliches Knnen dadurch, dass man sich verstndlich machen kann, nicht durch das Gegenteil.

    Die IchForm gehrt ebenso wenig in eine Abschlussarbeit wie Umgangssprache. Ausnahme (bzgl. des Ichs) betreffen das be-wusste Beziehen eines eigenen (zu anderen kontrren) Standpunktes oder der Hervorheben einer Entscheidung im Rahmen einer Ent-wicklung

    Der Text sollte in seinen Gestaltungsmerkmalen einheitlich sein. Das betrifft die immer gleiche Verwendung von Abkrzungen genauso wie z.B. ein einheitliches Layout fr Aufzhlungen (erster Buchstabe klein oder gro, Punkt am Ende oder nicht etc.).

    In jedem Fall wissen Sie mehr ber ihr Thema als Sie in den Text schreiben knnen. In den Abschlussarbeitstext gehrt nur das Wis-sen, dass fr das Verstndnis ihrer Arbeit wichtig ist und nur die Er-kenntnisse, die etwas mit der Aufgabenstellung zu tun haben. Un-terdrcken Sie von vorne herein die Angst, der Text wrde nicht lang genug und den daraus resultierenden Drang, ihn mit interessan-ten aber irrelevanten Kapiteln aufzublhen. In der Regel reicht schon das relevante Material aus um einen Text von viel zu groem Um-fang zu produzieren.

  • Leitfaden fr Abschlussarbeiten Abschlussarbeit und Textverarbeitung

    Technische Informatik, Juli 08 18

    Die Verstndlichkeit des Textes steht und fllt mit einer sinnvollen Gliederung. Lassen sich bestimmte Kapitel trotz intensivem Versu-chens nicht sinnvoll einordnen, sind sie mglicherweise berflssig (s.o.).

    Die Arbeit richtet sich an Fachleute, die allgemeine Grundkenntnisse und einen berblick ber die Problemstellung haben. Dementspre-chend brauchen nur Begriffe und Sachverhalte erklrt werden, die sich eingehender mit dem Thema befassen.

    Gerade ingenieurswissenschaftliche Texte leben von Visualisierun-gen durch Bilder, Tabellen, Diagrammen und Aufzhlung. Deren Einsatz sollte ein vernnftiges Ma allerdings nicht bersteigen.

    A b s c h l u s s a r b e i t u n d T e x t v e r a r b e i t u n g

    Das eine Abschlussarbeit heutzutage elektronisch erstellt wird steht gerade im Ingenieursstudium auer Frage. Das Hilfsmittel hierzu ist eine der gngigen Textverarbeitungen, wobei derzeit neben dem kommerziellen WinWord eine Vielzahl freier oder gnstig zu erwer-bender Produkte mit gleichem oder sogar grerem Leistungsum-fang erhltlich sind (meistens als download im Internet). Sollten Sie noch mit keinem dieser Programme vertraut sein, so haben Sie letz-tendlich die freie Wahl bezglich der Belange einer Abschlussarbeit sind die Unterschiede zwischen den Produkten derart klein, dass es unntig wre, lange Zeit auf die Auswahl des richtigen zu verwen-den. Es sei aber darauf hingewiesen, dass Sie mit der Verwendung eines Open Source Produkts wie z.B. Open Office (http://www.openoffice.org/) oder Abiword den Vorteil htten, entweder legal oder kostengnstig zu arbeiten, ohne dabei auf Leis-tungsumfang zu verzichten. Selbst ein Erfahrungsdefizit bzgl. Win-word liegt hier nicht wirklich vor, den der Umstieg zwischen diesen Textverarbeitungen wird maximal einige Tage in Anspruch nehmen, wenn man grundstzlich verstanden hat, wie Wortprozessoren mit Text umgehen. Als Alternative sei hier das Textsatzsystem LaTeX erwhnt, dass quasi automatisch Texte erzeugt, die den gngigen ty-pographischen Regeln entsprechen. Dafr ist die Anwendung ge-whnungsbedrftiger, es handelt sich hier um einen Textcompiler und nicht um eine WYSIWYMG Anwendung. Mit dem Zusatzmodul LyX ist allerdings eine Oberflche fr LaTeX verfgbar, die den Anspruch von WYSIWYM (What you see is what you mean) er-hebt. Grundstzlich ist der Einsatz von LaTeX extrem sinnvoll, wenn

  • Leitfaden fr Abschlussarbeiten Abschlussarbeit und Textverarbeitung

    Technische Informatik, Juli 08 19

    man vorhat, sehr viele mathematische Formeln zu verwenden. Au-erdem erzwingt die Betonung der Gliederungsstruktur den Schrei-ber zur klaren Strukturierung seines Textes.

    Bei dem richtigen Umgang kann eine Textverarbeitung einem Autor viel Arbeit abnehmen. Bei falscher Anwendung wird sie dagegen um so mehr Arbeit verursachen. Deshalb seien hier einige Hinweise zum Schreiben von umfangreichen Texten gegeben. Es handelt sich dabei jedoch um keine Einfhrung in Word oder hnliche Programme. Vielmehr sei vorangestellt, dass die allgemeine Einstellung ich schreibe in Word, das beherrsche ich schon simplerweise falsch ist. Die meisten beherrschen es nicht sie haben es nur noch nicht ge-merkt, weil sie noch kein umfangreiches Dokument erstellen mu-ten. Deshalb: lesen sie vor dem Schreiben ein Buch ber ihre Textverarbeitung (WinWord: z.B. [6] oder [7], Open Office: [10]). Tun sie es nicht, und Sie werden die Zeit, die Sie fr das Lesen des Buches bentigt htten sehr wahrscheinlich mit vllig unntigen Ar-beiten an ihrem Text verschwenden. Oder die gleiche Menge Buch nach und nach whrend des Schreiben lesen, in den Hilfetexten oder im Internet. Gerade Programme wie WinWord, Open Office oder Abiword gaukeln durch WYSIWYMG (What you see is what you (might) get) und die vielen bunten Buttons eine leichte Erlernbarkeit vor. Einen groen Text zu formatieren ist aber auf gar keinen Fall einfach! Tatschlich bieten o.g. Programme alle Mglichkeiten zum profes-sionellen Layout, die meisten Benutzer wissen nur nichts davon. Im folgenden sollen ein paar Hinweise gegeben werden, wie man der wohl am weitest verbreiteten (und auch am schwierigsten zu bndi-genden) Textverarbeitung WinWord seinen Abschlussarbeitstext ab-ringt, ohne dabei einen Herzinfarkt zu erleiden (die meisten Hinwei-se gelten gleichfalls fr Abiword oder Open Office).

    Sie werden feststellen, dass viele Hinweise nicht mit den Grundein-stellungen von WinWord bereinstimmen (z.B. Seitenrnder, ber-schriftenvorlagen). Sie werden aber vielleicht auch schon festgestellt haben, dass Texte, die mit diesen Grundeinstellungen geschrieben wurden, selten gut aussehen..... WinWord kann schne Texte produ-zieren, aber wer wre Bill Gates wenn er eine gute und in der Grundkonfiguration sinnvoll anwendbare Software verkaufen wr-de?.

    M i t d e m I n h a l t a n f a n g e n , n i c h t m i t d e r F o r m

    Erst Schreiben, dann formatieren ! So offensichtlich es ist, immer wieder wird viel Arbeit in Einzelheiten des Layouts gesteckt, die bei spteren nderungen obsolet werden. Whrend des Schreibens soll-

  • Leitfaden fr Abschlussarbeiten Abschlussarbeit und Textverarbeitung

    Technische Informatik, Juli 08 20

    te man sich auf das selbige konzentrieren und lediglich darauf acht-en, dass man WinWord alle ntigen Strukturinformation zukommen lsst also per Formatvorlagen definiert, welches Element was ist. Die Grundformatierungen der Vorlagen reichen fr eine sinnvolle Arbeit mit dem Text i.d.R. vllig aus. Das individuelle Layout sollte man sich dann am Ende berlegen. Keine Regel ohne Ausnahme: die Seitenrnder sollten unbedingt vor dem Schreiben festgelegt (und nicht mehr gendert) werden, schlielich bestimmen sie die mgliche Gre fr Bilder und Tabellen.

    P l a t z s c h a f f e n d u r c h P l a t z s c h a f f e n

    Der grte faux-pas bei der Benutzung von WinWord ist die Return-taste wenn Sie vertikalen Abstand zwischen zwei Textelementen (z.B. zwei Abstzen) bentigen, teilen sie es dem Programm mit, am besten, indem sie die Formatvorlage fr den entsprechenden Textteil anpassen (Formatvorlage [Name] Absatz Einzge und Ab-stnde). In manchen Fllen ist auch die direkte Formatierung sinn-voll (Format Absatz Einzge und Abstnde) z.B. vor Tabellen und Bildern. Fgen Sie keine leeren Abstze ein. Nie! Wenn Sie unbe-dingt eine Leerzeile direkt einfgen wollen, benutzen sie Umschalt Return um einen Zeilenumbruch zu erzeugen.

    S e i t e n w e c h s e l

    Sie brauchen einen Seitenwechesl? WinWord hat einen: Einfgen Manueller Wechsel Seitenwechsel. Wenn Sie stattdessen einen Sei-tenwechsel durch einfgen von Leerabstzen oder Zeilenumbrchen erzwingen ist Ihnen Frust dank Nachbearbeitung garantiert.

    G l i e d e r n s t a t t F o r m a t i e r e n

    Der grte Fehler liegt in der Betrachtung von Text als Zeichen mit Formatierung. Guter Text ist immer Zeichen mit Struktur. Die richtige Frage ist nicht mache ich das Wort fett, kursiv und/oder 2 pt grer sondern ist dieses Wort eine berschrift, ein einfacher Textteil, ein betonter Textteil, ein Bildtitel etc ?.

    Jedes Wort eines Textes gehrt einer Gliederungsgruppe an. Formatierun-gen werden den Gliederungsgruppen zugeordnet, nicht den einzelnen St-zen, Worten oder Zeichen.

    Das Gliedern geschieht unter WinWord unter Zuweisung von For-matvorlagen. Unter Verwendung von Formatvorlagen kann z.B. das

  • Leitfaden fr Abschlussarbeiten Abschlussarbeit und Textverarbeitung

    Technische Informatik, Juli 08 21

    Inhaltsverzeichnis automatisch erstellt oder die Formatierung fr ei-ne berschrift mit einer Aktion fr das ganze Dokument gendert werden. WinWord bietet bereits alle grundlegenden Textelemente an, meisten sind sie aber etwas versteckt und schlecht formatiert. Ein durchschnittlicher Abschlussarbeitstext braucht nicht mehr als fol-gende Formatvorlagen: berschriften 1 - 4 Textkrper Kopfzeile & Fuzeile Beschriftung Aufzhlungszeichen 1 4 Listennummer 1 4

    Formatvorlagen knnen untereinander hierarchisch geordnet wer-den, sprich berschrift 2 als von berschrift 1 abgeleitet definiert werden. Diese Zuweisung fehlt in der Grundkonfiguration und sollte mglichst frh im Schreibprozess vorgenommen werden (erleichtert Experimente mit dem Layout). Auerdem sollte als Folgeabsatz fr berschriften die Vorlage Textkrper eingestellt werden (Stan-dard dient eigentlich als Ursprung aller Vorlagen und ist eigentlich nicht fr die direkte Verwendung im Text vorgesehen.)

    N i c h t z h l e n - z h l e n l a s s e n

    Wenn Sie die ohnehin knappe Bearbeitungszeit fr Projekt nicht mit wiederholten Neunummerierungen von Bildern und Tabellen ver-bringen wollen, lassen Sie sich die Arbeit von Word abnehmen: Ein-fgen Beschriftungen hlt beliebige, nummerierbare Beschriftun-gen bereit. Die Verwendung von Abbildung bzw. Tabelle er-laubt brigens die automatische Generierung von Abbildungs- bzw. Tabellenverzeichnissen (Einfgen Index/Verzeichnisse).

    Die automatische Nummerierung von berschriften ist dagegen nicht trivial. Kurz und brutal erklrt: Unter Format Formatvorla-gen die Vorlage berschrift 1 zur Bearbeitung whlen. Sich zu Nummerierung anpassen durchklicken und hier jede Nummerie-rungsebenen von 1 bis 4 mit der entsprechenden Formatvorlage berschrift 1-4 verbinden. Entweder luft es jetzt oder sie mssen jemanden fragen, der sich damit auskennt. Manuell oder mit dem Nummerierungs-Button nummerierte berschriften verursachen unter Garantie rger.

  • Leitfaden fr Abschlussarbeiten Abschlussarbeit und Textverarbeitung

    Technische Informatik, Juli 08 22

    A u f z h l u n g e n u n d L i s t e n k o n t r o l l i e r e n

    Fr Aufzhlungen und nummerierte Listen stellt WinWord die For-matvorlagen Aufzhlung und Listennummern zur Verfgung. Deren Verwendung garantieren eine echte Kontrollierbarkeit dieser Textelemente. Die Verwendung der Buttons fr Aufzhlun-gen/Nummerierung (in der Menleiste) bzw. des Menpunktes Format Nummerierung ziehen dagegen mit Sicherheit Frust nach sich. Warum die Firma Kleinstweich bei Verwendung der But-tons bzw. des Mens nicht einfach die entsprechenden Formatvorla-gen zuweist wird ein weiteres Rtsel des christlichen Abendlandes bleiben.

    B i l d e r & G r a f i k e n

    Auch wenn es anhand der Funktionsflle so erscheint: WinWord ist kein ernstzunehmendes Tool fr Desktop Publishing sprich die freie Gestaltung von Dokumenten die aus vielen verschiedenartigen Objekten besteht. Schmerzlich bemerkbar macht sich dies beim Ein-fgen und vor allem Positionieren von Bildern. Um grere Unflle zu vermeiden, ein paar Hinweise: Grafiken/Bilder immer mit dem gleichen Layout einfgen (Kon-

    textmen Eigenschaften). Am unproblematischsten ist das Layout Mit Text in Zeile. Da-

    bei wird das Bild an einen bestimmten Absatz gebunden (was ja i.d.R. auch inhaltlich der Fall ist). Natrlich setzt man das Bild nicht in die selbe Zeile wie den Text sondern spendiert ihm sei-nen eigenen Absatz.

    Wenn es nicht unbedingt sein muss, sollte Textfluss um Bilder oder Bilder neben dem Text vermieden werden; dies schafft meis-tens mehr rger als der Effekt wert ist

    Bilder zunchst bei den Abstzen einfgen, zu denen sie inhalt-lich gehren. Nicht auf die weitere Positionierung achten, auch wenn sie ganze Text auf andere Seiten verrutschen lassen. Die endgltige Positionierung sollte am Ende der Arbeit zusammen mit dem endgltigen Layout geschehen.

    Viele Bilder kann man mit Bearbeiten Inhalte Einfgen als Grafik einfgen danach knnen sie in WinWord einigerma-en komfortabel weiterbearbeitet. Wer rger mit den WinWord Grafiktools hat, kann diese auch nach Power Point kopieren, das PP Grafik Tool ist teilweise handlicher und problemfreier.

  • Leitfaden fr Abschlussarbeiten Abschlussarbeit und Textverarbeitung

    Technische Informatik, Juli 08 23

    W o s t e h t w a s ?

    Wenn Sie auf etwas verweisen wollen, suchen Sie es nicht selbst, sondern lassen WinWord das Suchen bernehmen: mit Einfgen Querverweis knnen sie auf berschriften, Abbildungen, Tabellen, Nummerierte Elemente und gesetzte Referenzmarken verweisen. Die ersten vier sollten sowieso vorhanden sein: Abbildungen und Tabellenbeschriftung, soweit mit Einfgen Beschriftung erstellt, nummerierte Elemente wenn sie Listennummer verwendet haben (in diesem Text werden so die Referenzen auf die Bibliographie erstellt). Wenn Sie auf einzelne Wrter verweisen wollen, mssen Sie an der entsprechenden Stelle eine Textmarke (Einfgen Textmarke setzen).

    S p r a c h e u n d R e c h t s c h r e i b k o r r e k t u r

    Die Rechtschreibkorrektur der meisten Textverarbeitungen ist eine der grten Arbeitserleichterungen, welche die Computerisierung mit sich gebracht hat. Leider funktioniert sie nur korrekt, wenn die richtige Sprache eingestellt ist und hier kann WinWord wahrlich whlerisch sein. Wichtig ist zunchst, dass alle verwendeten Format-vorlagen auf die gleiche Sprache eingestellt sind. Sollte es Problem geben, sollte man zunchst alle verwendeten Vorlagen kontrollieren (Vorlagen bei denen die Sprache nicht erwhnt sind bernehmen diese von der Vorlage, auf der sie aufbauen!). Erst dann macht es Sinn den ganzen Text zu markieren und die Sprache manuell neu zu bestimmen um etwaige direkte Formatierungen zu lschen.

    K o p f z e i l e n / F u z e i l e n b e h e r r s c h e n - A b s c h n i t t e

    Es ist durchaus blich, das Deckbltter und Inhaltsverzeichnisse an-ders nummeriert sind als der Haupttext (= Deckblatt berhaupt nicht, Inhaltsverzeichnis rmisch). Ebenso kann der Bedarf bestehen, unterschiedliche Kopfzeilen zu verwenden. Wer hier schon immer fluchend aufgegeben hat, kenn die Aufteilung in Abschnitte nicht oder nicht gut genug: ein Abschnitt in Word ist die Einheit, der eine einheitliche Seitenformatierung zugewiesen ist. Dazu gehren Sei-tennummerierung, Fu- und Kopfzeilen, Seitenrnder und Blattaus-richtung (!). Jedes Dokument besteht zunchst aus einem Abschnitt. Will der Benutzer verschieden Abschnittsformatierung verwenden, muss er WinWord den Beginn eines neuen Abschnittes anzeigen, in-dem er einen Abschnittswechsel einfgt (Einfgen Manuell Abschnittswechsel). Bei Kopf- und Fuzeilen muss auerdem noch die Funktion Wie vorherige deaktiviert werden, sonst wird eine

  • Leitfaden fr Abschlussarbeiten Abschlussarbeit und Textverarbeitung

    Technische Informatik, Juli 08 24

    nderung der Formatierung auf alle vorher kommenden Abschnitte bertragen. Auch die Seiteneinrichtung wird standardmig fr den aktuellen Abschnitt durchgefhrt, hier ist Aufmerksamkeit gefragt, sonst hat ein Dokument pltzlich unbeabsichtigt unterschiedliche Seitenrnder.

    G r o t a t e n

    Generell sollte man erwarten, dass Ihre Abschlussarbeit unter den Begriff groe Texte fllt (50 Seiten oder mehr). Es liegt dann nahe, den Text auf mehrere Dateien zu verteilen. Eigentlich bietet WinWord hierfr die Funktionalitt der Zentral- und Filialdokumente an, aber der einzige Hinweis dazu ist: Finger weg. Wenn ihr Rechner leis-tungsfhig genug ist, arbeiten sie mit einem groen Dokument. Wenn Sie teilen mssen, tun Sie es manuell, indem sie die Arbeit in zwei oder drei groe Teile aufspalten. Mit 2 Minuten Copy & Paste sollten diese Teile zusammenzufgen sein, so dass man z.B. einmal wchentlich ein aktuelles Inhaltsverzeichnis erzeugen kann. Wenn Sie unbedingt einzelne Dateien verwenden wollen und gleichzeitig stndig alles sehen mssen verwenden sie LaTeX und nicht Win-Word.

  • Leitfaden fr Abschlussarbeiten Formatierungsbeispiel

    Technische Informatik, Juli 08 25

    ANHANG

    F o r m a t i e r u n g s b e i s p i e l

    Die folgende Tabelle listet die Formate auf, die in der Formatvorlage thesis.dot verwendet wurden. Diese ist zum download verfgbar und enthlt neben den hier vorgestellten Formateinstellung eine Vor-lage fr die Titeleseite.

    Tabelle 1: Formatierungsmerkmale, die in thesis.dot verwendet werden

    Seitenrnder Links, Rechts, Oben 2,5 cm, Unten 3,5 cm, Bundesteg 1 cm

    Schriftarten Textkrper Book Antiqua berschriften Tahoma

    Schriftgren Textkrper 12 pt berschrift 1 20 pt berschrift 2 16 pt berschrift 3 14 pt berschrift 4 12 pt Kopf/Fuzeile 10 pt Beschriftungen 10 pt Tabellentext 10 pt

    Abstnde Zeilenabstand Einfach vor Absatz 12 pt vor berschrift Gre der berschr. nach berschrift 12 pt Abstand Listen 3 pt (vor und nach) Kopfzeile 1,25 cm Fuzeile 1,75 cm vor Beschriftung 12 pt

    Textfluss Linksbndig

  • Leitfaden fr Abschlussarbeiten Formatierungsbeispiel

    Technische Informatik, Juli 08 26

    Abbildung 1: Beispielformatierung, wie sie in thesis.dot konfiguriert ist

  • Leitfaden fr Abschlussarbeiten Formatierungsbeispiel

    Technische Informatik, Juli 08 27

    Abbildung 2: Beispiel fr das Titelblatt

  • Leitfaden fr Abschlussarbeiten Literaturverzeichnis

    Technische Informatik, Juli 08 28

    LITERATURVERZEICHNIS

    [1] Jegensdorf, Lothar: Schriftgestaltung und Textanordnung, Otto Maier Verlag, 1980

    [2] McGhie, John: Creating a Template, http://word.mvps.org/FAQs/Customization/CreateATemplatePart2.htm, Jan. 2004

    [3] Rehe, Rolf F.: Typographie: Wege zur besseren Lesbarkeit, Verlag Coating, St. Gallen, 1974

    [4] Roth, Werner: Kurzer Leitfaden zur Gestaltung von Seminar-, Stu-dien- und Diplomarbeiten, http://iug.uni-paderborn.de/WieSeStuDiVor/kurztexte/Gestaltung/gestaltung.html, Jan. 2004

    [5] Sagebiel-Dittrich, Bettina: Merkblatt zur Erstellung von wissen-schaftlichen Arbeiten, http://www.betina-sagebiel.de/, Nov. 2002

    [6] Camarda, Bill: Special Edition: Using Microsoft Word 2000, Que Cooperation, 1999

    [7] Meister, Cindy; McGhie, John; Jamieson, Peter: Microsoft Word Das ProfiBuch, Microsoft Press Deutschland, 2003

    [8] Beaufort Wijnholdsde, Aernout: Using Type: The Typographer's Craftsmanship and the Ergonomist's Research, http://www.plainlanguagenetwork.org/type/utbo213.htm, June 2004

    [9] Bill, Max: Gestaltung und Design Tour http://www.typolis.de/version1/schnel12.htm, June 2004

    [10] Weber, Jean Hollis, Taming OpenOffice.org Writer 1.1, Weber-Woman's Wrevenge, October 2003