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Kraut & Rüben Kraut & Rüben Gärtnern mit Rosa und Kurti Liesbeth Engelbrecht

Kraut und Rüben

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Broschüre zur Sonderausstellung

Text of Kraut und Rüben

  • AKraut & RbenKraut & RbenGrtnern mit Rosa und Kurti

    Liesbeth Engelbrecht

  • BLiteraturverzeichnis

    Buchter-Weisbrodt, H. (2006): Tomaten fr den Hausgarten. Wien: sterreichischer Agrarverlag.

    De Sairign, C. (1996): Wo die Schokolade wchst. Ravensburg: Ravensburger Buchverlag.

    Greiner, K., Weber, A., Michaeli-Achmhle, P. (1993): Gartenjahr. Erlebnis Garten im Jahreslauf. Niederhausen: Falken-Verlag GmbH.

    Hdelin, P. (2008): Alles ber Obst und Gemse. Esslingen: Esslinger Verlag.

    Heistinger, A., Arche Noah, Pro Specie Rara (Hrsg.) (2004): Handbuch Samengrtnerei. Innsbruck: loewenzahn.

    Koller, B., Steiner, E. (2011): Kraut & Rben. Menschen und ihre Kulturpflanzen. Ausstellungskatalog des Landesmuseum Niedersterreich, St. Plten.

    Pellisier, V.: Natur- & Pflanzen-ABC. Knigswinter: Tandem Verlag GmbH.

    Impressum

    Diese Publikation fr junge Leserinnen und Leser erscheint anlsslich der Ausstellung Kraut & Rben Menschen und ihre Kulturpflanzen 20.03.2011 12.02.2012

    Ausstellungsveranstalter Niedersterreichische Museum Betriebs GmbHDirektion Carl Aigner, Erich SteinerGeschftsfhrung Brigitte Schlgl, Peter WeissKuratoren Beate Koller (Arche Noah), Erich Steiner

    Autorin Liesbeth Engelbrecht unter redaktioneller Mitarbeit von Heidrun-Ulrike WenzelIllustration Maskottchen Rosa & Kurti Baschnegger & GolubIllustration Maskottchen Poldi Lisa-Iruna Bruckner

    Grafische Gestaltung schultz+schultz-Mediengestaltung, 1040 WienDruck Janetschek GmbH, 3860 Heidenreichstein

    Medieninhaber Niedersterreichische Museum Betriebs GmbH, St. Pltenwww.landesmuseum.net

    Mit freundlicher Untersttzung durch das Land Niedersterreich und die Aktion Natur im Garten www.naturimgarten.at

    2011 fr die Broschre bei den Medieninhabern 2011 fr die Fotografien: Arche Noah; Austria Research Centers GmbH.; L. Engelbrecht; Foto-archiv Landesmuseum Niedersterreich; B. Kaar; H. Lackinger; Natur im Garten (M. Benes-Oller, J. Brocks, A. Haiden, B. Haidler); pixelio (B. Klack, R. Kaute, G. Schoenemann, K. Schwarz, O. Wen-ninger); G. Scharmayr; wikimedia commons; shutterstock.com; photos.com; clipart.com

    Alle Rechte, auch das des auszugsweisen Abdrucks und das der Reproduktion einer Abbildung, sind vorbehalten. Das Werk einschlielich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschtzt. Jede Verwertung, Mikroverfilmung, bersetzung und die Einspeicherung in und Verarbeitung durch elektronische Systeme.nderungen vorbehalten.

  • Kraut & RbenKraut & RbenGrtnern mit Rosa und Kurti

    Hallo! Ich bin Poldi, das Maskottchen vom Lan-desmuseum. Wie ich sehe, hast du schon unsere neue Ausstellung entdeckt. Es geht um Kraut & Rben. Ich bin ja eigentlich eine ordentliche Eule, die selten Kraut & Rben durcheinander bringt. Darum habe ich Rosa, die Rbe und Kurti, das Kraut eingeladen. Gemeinsam werden sie dich durch die Vielfalt der Kulturpflanzen fhren. Ich wnsch dir viel Spa und zahlreiche neue Entde-ckungen!

    PflanzenfreundIn aufgepasst! Wir haben gehrt, du begleitest uns heute auf unserer Gartenreise. Das ist toll. Weit du, in so einem Garten ist ber das Jahr gesehen ganz schn viel los! Neben vielem Wissenswerten und verborgenen Geheimnissen aus unserer wunderbaren Pflanzenwelt haben wir auch einige Gartentipps und kstliche Rezepte vorberei-tet. Bist du bereit fr eine Reise durch die Vielfalt unserer Pflanzbeete?

    Tipp: Unser Museumsgarten mit Hochbeeten und Ntzlingshotel; Rtselauflsung auf Seite 51

  • Kruter- und

    Gemsegrten zum

    Nachmachen nden Sie

    auf der GARTEN TULLN

    ebenso wie kostenlose

    Themenfhrungen und

    Praxisseminare!

    PFLANZEN, ERNTEN& Genieen

    Natur im Garten steht ganz im Zeichen des Kruter-, Obst- und Gemsegartens

    Heuriges Spezialthema 2011: Kruter

    Jetzt das N Gartentelefon unter 02742/74333 anrufen und die Broschre gratis bestellen.

    Reisen Sie unter dem Motto Pflanzen, Ernten & Genieen zu den N Schaugrten

    Vorteilstage bei den Partnerbetrieben der Aktion

    DER AKTUELLE SCHWERPUNKT DER AKTION NATUR IM GARTEN:

    IN NIEDERSTERREI

    CHDAS GARTENER

    PFLANZEN, ERNTEN& Genieen

    PFLANZEN, ERNTENPFLANZEN, ERNTEN& Genieen

    LEBNIS

    www.DIEGARTENTULLN

    .at16. APRIL - 9. OK

    TOBER 2011

    WEITERE INFOS DAZU FINDEN SIE UNTER WWW.NATURIMGARTEN.AT/SCHWERPUNKTE

    Vorteilstage bei den Partnerbetrieben der Aktion

    WEITERE INFOS DAZU FINDEN SIE UNTER WWW.NATURIMGARTEN.AT/SCHWERPUNKTE

    Ernten & Genieen zu den N Schaugrten

    der Aktion

    PFLANZEN, ERNTEN& Genieen

  • VorwortKULTURPFLANZEN Jeder kennt sie, jeder verwendet sie. Doch seit wann gibt es das Obst, Gemse und die Kruter, die wir heute so schtzen? Wie haben diese Kst-lichkeiten den Weg in unser Leben gefunden?

    Unsere Naturgrten sind der ideale Ort fr eine Entdeckungsreise zu den Schtzen des Nutzgartens und diese Broschre soll dich dabei begleiten. Dazu wnsche ich dir viel Spa und ein frhliches Naschen.

    Wolfgang SobotkaLandeshauptmann-Stellvertreter

  • Auf in den Garten!Auf in den Garten!

    Eine Pflanze ist eine Pflanze!? 6Was ist eine Pflanze? 6

    Was ist eine Kulturpflanze? Geht diese ins Theater? 6

    Von der Wildpflanze zur Kulturpflanze Ein langer Weg! 6

    Die Qual der Wahl Darf ich eine Kulturpflanze sein? 7

    Warum braucht der Mensch die Pflanzen? 8

    Die tollen Eigenschaften einer Kulturpflanze 9

    Entdeckungsreise im Naturgarten 10

    Vom Samen zur Pflanze 11

    Was brauchen die Pflanzen zum Wachsen? 12

    Gartenhelfer gesucht! 13

    Mit Rosa und Kurti quer durchs Beet 14Blten, Stiel und viele Bltter 15

    Steckbrief: Kraut 15Da haben wir den Salat 17

    Zwiebel, Wurzeln und tolle Knollen 19Steckbrief: Rote Rbe 19Wir lieben dich, Miss Tolle Knolle! 22

    Ab ins Feld Rein ins Getreide! 24

    Fruchtgemse Die ganze Vielfalt 25Tomate oder Paradeiser? 25Zucchini Die Meisterin der Vielseitigkeit 26bern Zaun gschaut: Halloween und der Krbis 27

  • Alles Gurke oder was? 28Paprika, Pfefferoni & Co. 29

    Eine Bohne kommt selten allein Willkommen bei den Hlsenfrchten! 31Fisole oder Bohne? 31Soja, wo versteckst du dich? 32Ach du dicke Erbse! 33

    Ein Stckchen Natur 34

    bern Zaun gschaut: Wo kommt die Schokolade her? 35

    Die sesten Frchte aus der Obst- und Beeren-Welt 36Mit dem Apfelbaum durchs Jahr! 36Willkommen im Beerenreich 38

    Forschungsstation Hecke 42

    lpflanzen Jetzt wirds fettig! 43

    Frberpflanzen Jetzt wirds bunt! 45

    Von der Kulturpflanze zum Einheitsbrei 46Wer hats erfunden Wo ists hin verschwunden? 46

    Arche Noah Fr die Vielfalt! 48

    Und wie sieht deine Zukunft aus? 49

    Rtselauflsung 51

    Hast du eine Lieblingsfrucht? Oder be-vorzugst du leckeres Gemse? Oder gar Sonnenblumenkerne? Du findest an die 100 verschiedene Pflanzen in der Aus-stellung, und manche werden auch in dieser Broschre nher vorgestellt!

  • Eine Pflanze ist eine Pflanze!?Eine Pflanze ist eine Pflanze!?Gleich tauchen wir in die bunte Pflanzenwelt ein. Doch zuvor gibt es noch ein paar grundlegende Dinge zu klren

    Was ist eine Pflanze?Pflanzen sind Lebewesen. Es gibt sie schon seit 3 Milliarden Jahren auf der Erde. Die Algen waren die Ersten, dann kamen vor 600 Mil-lionen Jahren die Tierchen dazu. Einige Millionen Jahre spter gab es bereits Bltenpflanzen und Fruchtpflanzen. Der Mensch gesellte sich aber erst vor 3 Millionen Jahren dazu.

    Die Pflanzen sind somit die ltesten Lebewesen auf der Erde. Ge-nauso wie Mensch und Tier mssen Pflanzen Nahrung aufnehmen und sich vermehren um weiter zu bestehen.

    Was ist eine Kulturpflanze? Geht diese ins Theater? Kulturpflanzen sind aus wildwachsenden Arten gezchtete Pflanzen, die als Nutz-pflanzen oder Zierpflanzen angebaut werden.

    Kulturpflanzen sind also jene Pflanzen, die vom Menschen in Kultur genommen wur-den. Der Mensch hat vor langer Zeit begonnen, wildwachsende Pflanzen auf seinem Land anzubauen. Das Wort Kultur stammt nmlich vom lateinischen Wort colere ab, was Acker bestellen bedeutet.

    Von der Wildpflanze zur Kulturpflanze Ein langer Weg! Vor rund 13.000 Jahren wurden die Menschen sesshaft. Bis dahin zogen sie als No-maden, als Jger und Sammler, durchs Land. Mehr als 10.000 Jahre liegt es zurck, da begannen die Menschen Pflanzen und Tiere zu zchten. Die durch die Landwirtschaft gewonnenen Nahrungsmittel wurden zur Lebensquelle der Bevlkerung. Mit den

    vor 300 Milliarden Jahren erste Pflanzen (Algen)

    vor 600 Millionen Jahren erste Tierchen (Weichtiere,

    z.B. Furchenfer)

    vor 350 Millionen Jahren erste Blten- und Fruchtpflanzen

    (z.B. Koniferen)

    vor 3 Millionen Jahren erster Mensch

  • Menschen wurden auch die Wildpflanzen sesshaft. Aus den wildwachsenden Pflan-zen wurden Nutzpflanzen oder Zierpflanzen, die nun von der Pflege der Menschen abhngig sind.

    In Niedersterreich lieen sich die ersten Menschen um 5.600 v. Chr. nieder. Der Lssboden, den sie hier fanden, eignete sich ganz besonders fr die Landwirtschaft. Viele Kulturpflanzen waren aber frher nicht heimisch bei uns. Sie wurden von Erobe-rern, Weltumseglern oder Einwanderern mitgebracht.

    Die Qual der Wahl Darf ich eine Kulturpflanze sein? Es gibt auf der Erde ungefhr 250.000 hher entwickelte Pflanzen. 4.000 davon wurden in Kultur genommen. Um eine Kulturpflanze zu sein, braucht es mehr als ei-nen Stngel und ein paar Bltter. Vielmehr muss die Pflanze so gebaut sein, dass ihr schmackhafte und nhrstoffreiche Frchte, Bltter, Wurzeln oder Knollen wachsen.

    vor 13.000 Jahren Menschen werden sesshaft

    vor 10.000 Jahren Menschen beginnen Pflanzen zu kultivieren

    vor 600 Jahren erste Eroberer entdecken neue Lnder und

    verteilen die Kulturpflanzen rund um den Globus

  • 8Warum braucht der Mensch die Pflanzen? Was wrde der Mensch ohne Pflanzen machen? Vielleicht denkst du: Hurra,

    ich muss keinen Salat mehr essen. Aber was ist mit Erdbeereis? Oder Chips? Von Schokolade gar nicht zu sprechen. Es gibt aber viel wichtigere Grnde,

    warum Pflanzen fr uns lebensnotwendig sind!

    Pflanzen geben uns Luft zum Atmen.Grne Pflanzen knnen mit Hilfe des Sonnenlichtes Sauerstoff produzieren. Diesen Vorgang nennt man Fotosynthese.

    Pflanzen liefern uns Nahrung.Obst, Gemse und Getreide fllen uns immer herrlich die Mgen.

    Pflanzen kleiden uns.Viele Pullis, T-Shirts und Hosen bestehen aus Baumwolle. Diese Wolle wird aus der Frucht der Baumwollpflanze gewonnen.

    Pflanzen geben uns ein Zuhause.Tisch, Bett und Kasten sind aus Holz gemacht. Die Bume dafr fin-den wir in den Wldern dieser Erde.

    Pflanzen machen uns gesund.Viele Pflanzen haben eine heilende Wirkung. Heilpflanzen werden oft zur Herstellung von Medikamenten verwendet.

  • 9Die tollen Eigenschaften einer Kulturpflanze Vergleiche die Wildpflanze mit der Mega-Kulturpflanze. Schau dir genau an, welche Vorteile eine Kulturpflanze gegenber der Wildpflanze hat.

    hren zerbrechen, Hlsen platzen: Samen werden leicht ausgestreut

    Zeitige Blte, kleine Frchte, viele Samen: rasche Vermehrung

    Rote Frchte locken Vgel an, die die Samen fressen, aber nicht verdauen: gro-rumige Verbreitung

    Scharfe, bittere, giftige Frchte: Abschreckung gegen Sugetiere

    Stachelige Bltter, bitterer Milchsaft: Fra-Schutz

    Groe Speicherorgane: langsames Wachstum, spte Blte

    Leicht zu ernten: keine brchigen hren oder aufspringende Schoten

    Gut lagerbare, nhrstoffreiche Samen

    Groe, nhrstoffreiche Frchte

    Wohlschmeckend, nicht zu scharf und bitter

    Groe Blattmasse ohne Stacheln oder viel Milchsaft

  • 10

    Entdeckungsreise im NaturgartenIn einem Naturgarten ist immer was los! Hier kann man jede Menge Tiere und Pflan-zen entdecken und erforschen. Wusstest du z.B. dass unter 1m3 Erde bis zu 700 Wr-mer leben?

    Ganz besonders toll an Naturgrten ist, dass man hier kstliches Obst und Gemse ernten kann. Es wird nmlich ganz ohne giftige Spritzmittel und chemische Dnger angebaut. Deshalb kann man es vllig bedenkenlos essen.

    Im Kreislauf der NaturDamit die Pflanzen optimal wachsen knnen, ist ein gesunder Boden die wichtigste Voraussetzung. Kompost, den natrlichsten Gartendnger, kannst du ganz einfach selbst herstellen:

    Zutaten: Kchenabflle wie z.B. Salatbltter oder Obst-

    reste. Jedoch keine gesalzenen Speisereste! Gartenabflle wie z. B. Laub, Rasenschnitt,

    Zweige oder Erntereste Etwas Gartenerde und Steinmehl Heu oder Stroh

    So wirds gemacht:Schichte an einer halbschattigen Stelle im Garten zuerst die Zweige auf. Gib darauf abwechselnd eine ca. 20 cm hohe Schicht gemischter Gartenabflle und eine dnne Schichte Erde oder Steinmehl, bis ein schner Haufen entsteht. Decke ihn mit etwas Heu oder Stroh ab, damit der nicht austrocknet.

    Beobachtungstipp: Im Komposthaufen kannst du bald jede Menge Wrmer, As-seln und Tausendfer beob-achten, die aus den Abfllen wieder fruchtbare Erde erzeu-gen. Mit einer (Becher)lupe kannst du sie besonders gut betrachten.

  • 11

    Vom Samen zur PflanzeDie Pflanzenvermehrung ist gar keine einfache Sache. Pflanzen knnen sich mit Sa-men vermehren oder mit Pflanzteilen. Manche Gewchse lassen sich auch auf bei-de Arten vermehren, wie zum Beispiel die Erdbeere. Du kannst sie sen und warten bis sie wchst, oder du nimmst einen Auslufer von einer bestehenden Pflanze und steckst ihn in die Erde.

    Es hngt von der Pflanze ab, wie die Vermehrung funktioniert. Die meisten Frchte des Gartens lassen sich aber ganz einfach aus Samen groziehen.

    Grtnern mit dem Grnen DaumenLektion 1 Wie se ich richtig

    Flle Erde in ein Pflanzgef (Blumentopf, Joghurtbecher, etc.)Streue einige Samen auf die ErdeBedecke die Samen leicht mit ErdeGiee deine Saat

    Samen gibt es zu kaufen. Auf der Rckseite eines Samensackerls ist immer beschrie-ben, wann, wo, wie und in welchem Abstand die Samen gest werden mssen. Be-ginne mit etwas Einfachem: Kresse. Schon nach wenigen Tagen werden die Samen keimen.

    Auf dieselbe Weise kannst du auch Samen am Fensterbrett vorziehen und sie dann als Pflnzchen in den Garten setzen, sobald es drauen wrmer ist.

  • 12

    Probiers zuhaus mal aus! Saatgutgewinnung fr Anfnger

    Was brauchst du dazu:1 reifen Paprika1 Blatt Kchenrolle1 Messer

    Der Paprika lsst sich sehr einfach vermehren. Nimm einen reifen Paprika, schneide ihn in der Mitte auseinander und brich das Kerngehuse vorsichtig heraus. Falte die Kchenrolle in der Mitte, sodass eine schne Linie entsteht. Lege auf diese Linie im Abstand von 2 cm Paprikasamen. Lass es an einem warmen Ort trocknen. Falte die Kchenrolle zusammen und bewahre sie bis zum Frhling auf. Setze dann den ganzen Kchenrollenstreifen ins Beet, oder verwende nur einzelne Samen davon.

    Was brauchen die Pflanzen zum Wachsen? Eine Pflanze braucht Nahrung! Diese besteht aus 3 wichtigen Dingen. Nur wenn sie diese hat, kann sich aus einem kleinen Samen eine starke, schne Pflanze entwi-ckeln.

    Weit du, welche drei Dinge die Pflanzen zum Leben brauchen?

    Die Pflanze braucht Ist es dunkel, so kann sich das Chlorophyll (Blattgrn) nicht bilden. Das Blattgrn ist aber fr die Fotosynthese ntig. Durch die Fotosynthese produziert die Pflanze Nhr-stoffe, die sie zum Leben braucht, aber auch Sauerstoff fr uns Menschen.

    Die Pflanze braucht Ist es kalt, versteckt sich die Pflanze lieber unter der Erde. Dieses Verbergen schtzt die Pflanze auch vor Frost, sodass sie im nchsten Frhjahr wieder austreiben kann.

    Die Pflanze braucht Sie muss ihren Durst stillen, genauso wie wir Menschen. Die Pflanze braucht diese Flssigkeit um die Nhrstoffe aus dem Boden aufnehmen und weitere Nhrstoffe pro-duzieren zu knnen. Im Sommer brauchen unsere Pflanzen besonders viel davon.

  • 13

    Gartenhelfer gesucht!Damit im Garten pfel, Birnen, Zwetschken und andere Frchte gedeihen knnen, mssen die Blten von Insekten bestubt werden. Das bernimmt meistens die Ho-nigbiene. In den letzten Jahren sind die Bienenvlker durch Parasiten, Krankheiten und Umweltgifte arg geschrumpft. Deshalb mssen ihre wilden Verwandten, die Wildbienen einspringen. Du brauchst vor Ihnen aber keine Angst haben. Sie sind vllig friedfertig und die meisten Arten sind so klein, dass ihr Stachel unsere Haut gar nicht durchdringen knnte. Du kannst diese ntzlichen Tiere mit ganz einfachen Mitteln im Garten ansiedeln:

    So wirds gemacht:Bohre ca. 10 cm dicke Astscheiben von Harthlzern (Buche, Eiche) 5 bis 8 cm tief an (Bohrergre 2-8mm). Du kannst auch hohle Staudenstngel oder Schilf bndeln oder in eine Konservendose stecken. Hnge deine Ntzlingshotels an sonnigen, regen-geschtzten Stellen auf.

    Beobachtungstipp:An sonnigen Tagen im Frhling und Frhsommer flie-gen Bienen in die Lcher, um Bltenstaub und ihre Eier in die Lcher zu tragen. Dann verschlieen sie die Lcher. Im Inneren entwickeln sich ihre Larven.

  • 14

    Mit Rosa und Kurti quer durchs BeetMit Rosa und Kurti quer durchs BeetWillkommen im Schlaraffenland! Der Garten ist voller knackiger, bunter, schmackhafter Frchte. Was gibt es Herrlicheres, als einfach hinaus in die Natur zu gehen und von jedem Strauch, Baum oder Pflnzchen zu kosten?

    Welche Frucht gehrt zu welchem Begriff?Gemse wird in Zwiebelgemse, Wurzelgemse, Knollengemse, Stangengemse, Blattgemse, Bltengemse und Fruchtgemse eingeteilt. Daneben gibt es noch Obst, Beeren, Getreide, lpflanzen.

    Weit du, welche Frucht zu welchem Begriff gehrt? Es ist ganz einfach berlege, welcher Teil der Pflanze gegessen wird! Verbinde die Paare mit einer Linie.

    Zwiebelgemse

    Wurzelgemse

    Knollengemse

    Stangengemse

    Blattgemse

    Bltengemse

    Fruchtgemse

    Obst

    Beeren

    Getreide

    lpflanze

  • 15

    Blten , Stiele und viele BltterBlten , Stiele und viele Bltter Sieh dich um. Alles ist grn. Wir sind hier im Reich der essbaren Bltter, Stiele und Blten: Kohlgemse, Salate, Spinat, Artischocke, Lauch Zuerst mchte ich mich aber selber vorstellen. Immerhin darf ich dich durch die Ausstellung begleiten!

    Steckbrief: Kraut Name: Weikohl (in sterreich bekannt als Weikraut)Spitzname: Kraut, Krautkopf, KrauthuptelPflanzenfamilie: KreuzbltlerName der Art: GemsekohlGeschwister: Rotkraut, Wirsing, Kohlrabi, Karfiol, Brokkoli, Kohlsprossen, Krauskohl, MarkstammkohlGemsefamilie: Blattgemse

    Ich vermehre mich: mit SamenIch wachse: Ab Mrz im Frhbeet. Von April bis Mitte Juni direkt im Garten. Jung-pflnzchen knnen im April ins Freie gesetzt werden. Pflanz mich in einem Abstand von 40 cm zum nchsten Pflnzchen.Liebste Erntezeit: Frhe Sorten von Juli bis August (mssen frisch gegessen werden). Lagersorten bis Mitte November im Garten lassen (solange es nicht gefroren hat). Lagersorten knnen bis zum Frhling im Keller aufbewahrt werden.

    Am liebsten gegessen als: Krautsalat, Sauerkraut Mein wichtigster Inhaltsstoff: Vitamin CKrperbau: rund, wie ein KopfIch komme aus: EuropaFamiliengeschichte: Mein Vorfahre, der Wilde Kohl, war vor allem im Mittelmeerraum und an den Westksten von England, Frankreich und Spanien zu finden.

    Mein schrgster Verwandter: Spazierstockkohl Dieser Kohl ist ein Futterkohl der bis zu 3,5 m hoch wird. Er wchst auf der Insel Jersey im rmelkanal zwischen Frankreich und Grobritannien. Die Menschen verwenden die Bltter als Futterpflanze und verarbeiten den trockenen Stiel zu Spazier-stcken. Davon hat der Spazierstockkohl auch seinen Namen!

  • 16

    Das Kraut ist also ein Kreuzbltler! Kreuzbltler haben ihren Namen von den vier Kronblttern der Blte. Diese sind nmlich kreuzartig angeordnet.

    Niedersterreich Zuhause in der Region Von rund 1850 bis 1950 war das Tullnerfeld ein wichtiges Anbaugebiet fr Kraut. Heute ist das Tullner Kraut kaum mehr zu finden. Dieser flache und lockere Krautkopf wurde durch moderne Sorten mit kleinen, kom-pakten und lagerfhigen Kpfen ersetzt. Die Sorte Tullner Kraut besteht nur noch in geringem Mae. Es konnte berleben, da es sich fr Sauerkraut ganz besonders eignet.

    Tullner KrautFindest du heraus, warum sich das Tullner Kraut so gut zu Sauerkraut verarbeiten lsst?

    Ist das wirklich wahr?

    Spinat hat einen sehr hohen Eisenanteil. Der Mensch sollte daher viel Spinat essen!

    NEIN Der Irrglaube, Spinat habe ei-nen auergewhnlichen Eisenanteil, entstand durch einen Abschreibfehler. Unser Krper braucht aber Eisen um Sauer-

    stoff transportieren zu knnen. Leidet man unter Eisenmangel, so fhlt man sich schlapp, mde und kann sich schwer konzentrieren. Iss daher viele Lin-sen, denn sie haben wirklich einen hohen Eisengehalt.

    Sieh dir dazu das Fotobuch in der Ausstellung an. Hier erfhrst du mehr ber dieses junge Grn, welches schon ganz zeitig im Frh-ling im Garten zu finden ist! Vielleicht kannst du auch die Fragen

    zum jungen Grn beantworten.

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    Da haben wir den Salat! Die Vorlufer unserer Salate sind Wilde Lattiche. Schon die alten gypter ernteten den Lattich. Die Griechen wiederum verwendeten den weien milchartigen Saft der Pflanzenstngel als Schlafmittel. Dann verschwand der Salat von der Bildflche. Erst 800 n. Chr. wurde er in Mitteleuropa wiederentdeckt.

    Heute gibt es eine bunte Vielfalt an Salaten. Sie wachsen ganz unterschiedlich. Man-che Blattsalate haben feste, knackige Kpfe. Wieder andere sind Pflcksalate und werden bltterweise geerntet. Die Bltter sind glatt oder gekraust, rundlich oder lnglich, grn oder rot, einfarbig oder gescheckt.

    Ordne die Namen der Salate den Bildern zu!Manche der Blattsalate sind auch in der Ausstellung abgebildet.

    ChinakohlGelbgrne Bltter mit einem dicken weien

    Stunk. Ovaler bis lnglicher Kopf.

    Pak ChoiVerwandter des Chinakohls, nur dunkler und viel kleiner.

    VogerlsalatHeit auch Feldsalat. Kein Kopf, kein Blatt, sondern eine Blattrosette wird geerntet.

    EissalatRund wie ein Kopf. Dichte, feste Bltter.

    Sie krachen beim Hineinbeien.

    KopfsalatDer Klassiker, ein richtiges Salathuptel eben.

    Sieht aus wie eine groe grne Rose.

    EndiviensalatLoser Kopf aus lockeren aber ein wenig gewellten Blttern.

    RadicchioEine Zichorieart. Farbe sehr verrterisch: Rot.

    RucolaPflcksalat. Lngliche, gezackte Bltter.

    Schmeckt ein wenig nussig.

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  • 18

    Auch die Bltter, Stiele und Blten anderer, vielleicht nicht als Gemse bekannter, Pflanzen knnen verspeist werden: Winterpostelein, Sauerampfer, Rapunzelglocken-blume, Guter Heinrich, Lwenzahn, Eiskraut, und noch einige andere.

    Grtnern mit dem Grnen DaumenLektion 2 So bekommst du schne Zeilen im Garten

    Stecke einen Teil der Pflanzschnur in die ErdeSpanne die SchnurStecke auch das zweite Stckchen in den BodenZiehe mit einem Stock entlang der Schnur eine Furche in die Erde

    Samen sen: Lege die Samen in die Furche und bedecke sie leicht mit Erde.Jungpflanzen einsetzen: Bohre Lcher entlang der Furche, gib die Wurzel der Pflanzen in die Erde und drcke sie rundherum gut fest.Giee die angebauten Samen oder Jungpflanzen.

    Das ist eine Pflanzschnur. Du kannst sie aber leicht selber ma-chen: Nimm einfach zwei kleine Steckerl und verbinde diese mit Spagat.

    Das ist ein Pflanzer. Er bohrt kleine Lcher in den Boden. Du brauchst ihn, wenn du ein junges Pflnzchen ein-setzt.

    In einem Hochbeet funk-tioniert das Zeilenziehen genauso. Besuche doch das Hochbeet im Museums-garten. Du wirst staunen, was dort alles wchst!

  • 19

    Zwiebel, Wurzeln und tolle KnollenZwiebel, Wurzeln und tolle Knollen So, jetzt darf ich mich vorstellen. Glaube mir, unter der Erde sieht alles ganz anders aus. Hier wohnen Zwiebel, Knoblauch, Karotte, Radieschen, Rettich, Kren, Sellerie, Kartoffel und alle mglichen Rben.

    Steckbrief: Rote Rbe Name: Rote RbePflanzenfamilie: Gnsefugewchse*Name der Art: RbeGeschwister: Mangold, Futterrbe, Zu-ckerrbeGemsefamilie: Wurzelgemse

    *Die Bltter der Gnsefugewchse sind den Schwimmfen von Gnsen sehr hn-lich. Viele Pflanzen dieser Familie sind mit einem krftigen dunklen Rot eingefrbt,

    wie die Rote Rbe oder die Stiele des

    Mangolds.

    Meine schrgsten Geschwister:

    Der Mangold Er ist ein komplizierter Zeitgenosse. Er hat wie die Rbe eine Wurzel, nur kleiner. Aber gegessen wird diese nicht. Verspeist werden die Bltter und Stiele. Der Man-gold zhlt daher zum Blattgemse. Aber Vorsicht: Mangold ist kein Spinat!

  • 20

    Die ZuckerrbeUnglaublich, dass daraus Zucker wird! Zuerst wird die Zuckerrbe gewaschen und in Streifen geschnitten. Mit heiem Wasser wird aus den Streifen der Zu-cker gelst. Der Zuckersaft wird gefiltert und eingedickt, bis der Saft kristallisiert. Presst man diesen Kristallzucker, erhlt man Wrfelzucker. Mahlt man ihn, ent-steht Staubzucker. Und die brig geblie-benen Zuckerrbenstreifen werden als Tierfutter verwendet.

    Ich vermehre mich: mit SamenIch wachse: Ab Mrz im Frhbeet. Von April bis Mitte Juli direkt im Garten. Jung-pflnzchen knnen ab Mitte April ins Freie gesetzt werden. Pflanze mich in einem Abstand von 10 cm.Liebste Erntezeit: Frische Knollen ab Juli (aber bitte gleich essen). Lagerrben ms-sen erst kurz vor dem ersten Frost aus der Erde raus. Diese knnen bis zu 6 Monate in einem kalten Keller aufbewahrt werden. Wichtig ist dabei, dass die Rben whrend der Lagerung in Sand eingeschlagen sind.

    Am liebsten gegessen als: Rote Rben-Salat, Rote Rben-Suppe Meine wichtigsten Inhaltsstoffe: Vitamin C, B3, B6 und FolsureKrperbau: je nach Sorte, rund, lnglich oder kegelfrmigIch komme aus: EuropaFamiliengeschichte: Meine Urahnin ist die Wildrbe. Zu finden ist sie an der europi-schen Atlantikkste sowie am Mittelmeer. Von dort wurde sie von den Rmern nach Nordeuropa gebracht, wo die Germanen und Kelten begannen, die wilde Rbe zu kultivieren.

    Niedersterreich Zuhause in der RegionAuch die Zuckerrbe ist in Niedersterreich beheimatet. Sie wird hauptschlich im Weinviertel und im Tullner Becken angebaut. In Tulln gibt es sogar eine Zuckerfabrik, wo die Rben zu Zucker verarbeitet werden.

  • 21

    Einfach zum Nachkochen!Rote Rben-Suppe

    Zutaten:1 kleine Zwiebel, 1 kleines Stck Butter, 3 Rote Rben, 1 Liter WasserSalz, Pfeffer, gemahlener Kmmel, Peter-silie, Liebstckl, oder 1 SuppenwrfelNur wenn du magst: Kren

    Zwiebel klein schneiden. Rote Rben schlen (mit einem Gummihandschuh) und in Stcke schneiden. Butter im Topf schmelzen lassen und Zwiebel darin leicht anrsten. Rote Rben-Stcke und Gewr-ze dazugeben und mit Wasser aufgieen.Kochen lassen, bis die Rbenstcke weich sind. Suppe prieren und vielleicht ein bisschen nachwrzen. Kren dazugeben und auf Tellern anrichten.

    Der Kren passt sehr gut zu der Roten Rbe. Wenn er dir aber zu scharf ist, kannst du ihn ruhig weglassen. Kren findest du auch in der Ausstellung. Riech einmal daran!

    Vielfalt in der Kche! Nimm statt Rote Rben einfach Zucchini, Krbis, Karotten, Karfiol, Brokkoli oder Erb-sen. Mit diesem Gemse kannst du genauso eine cremige Gemsesuppe kochen.

  • 22

    Wir lieben dich, Miss Tolle Knolle! Kndel, Kroketten, Pree, Pommes, Sterz, Salat, Bratkartoffel, Kartoffelpuffer, Erdp-felsuppe, Erdpfelgulasch, Ofenkartoffel, Pellkartoffel oder Chips. Kaum ein Tag ver-geht, an dem nicht Kartoffeln, alias Erdpfel, gegessen werden. Aktuell ist die Kartof-fel die drittwichtigste Nahrungspflanze auf der Welt. Es gibt ungefhr 4.000 Sorten in verschiedenen Farben, Formen und Gren.

    Seit ber 8.000 Jahren ist die Kartoffel ein Grundnahrungsmittel in Sdamerika. Als sie vor 500 Jahren nach Europa kam, war sie nicht beliebt. Die Blten und Bltter wa-ren ungeniebar und die tolle unterirdisch versteckte Knolle noch nicht entdeckt. Es dauerte fast 200 Jahre, bis der Erdapfel seinen Durchbruch schaffte.

    In sterreich ordnete Maria Theresia im Jahr 1767 den Anbau der Erdpfel per De-kret an. Doch die Leute hielten sich nicht an dieses Gesetz. Erst der Bayerische Erbfolgekrieg (1778 bis 1779) zwischen sterreich und Preuen verhalf der Kar-toffel zu Ruhm. Dieser Krieg ging sogar als Erdpfelkrieg in die Geschichte ein, da die Soldaten hauptschlich mit Erdpfeln ernhrt wurden.

    Von der Knolle zur Knolle

    TippDie Kartoffel enthlt sehr viel Vitamin C. Koche daher die Kartoffeln immer mit der Schale, damit ihre guten Inhaltsstoffe nicht verloren gehen!

    Diese Punkte nennt man Augen. Daraus wachsen Keime die spter zu Trieben werden.

    Aus den Trieben wchst eine neue Kar-toffelpflanze mit vielen neuen Knollen heran.

  • 23

    Die gesunden und ungesunden Seiten des Erdapfels

    Welche Wurzeln, Knollen und Zwiebeln werden hier gesucht?

    Mich gibt es in zwei Formen: unterirdisch als Knolle und oberirdisch als stangenartiges Grn.

    Mit dem ersten Teil meines Namens kann man herumfahren, wenn man krftig in die Pedale tritt.

    Ich trage eigentlich den Namen eines Obstes, aber das ist nicht mein ganzer Name.

    Viele Menschen fangen zu weinen an, wenn sie mich schneiden.

    Ich bin eine unscheinbare Wurzel, doch wenn du mich erst schlst und reibst, dann wird dir mein Duft gehrig in die Nase steigen.

    Ein gekochter Erdapfel enthlt so gut wie kein Fett, sondern besteht aus fast 80 % Wasser.

    Erdpfel in frittierter Form sind wahre Fettbomben. Mehr als 30 % Fett stecken in diesen Pommes.

  • 24

    Ab ins Feld Rein ins Getreide! Ab ins Feld Rein ins Getreide! Getreide ist die Basis fr unser wichtigstes Grundnahrungsmittel, das Brot. Getrei-de ist ein Sammelbegriff fr krnertragende Sgrser. Erntet man diese Krner und mahlt sie, so erhlt man Mehl, welches Klebereiwei (Gluten) enthlt. Diese Gluten bestimmen die Backfhigkeit eines Getreides. Aus Mehl mit einem hohen Glutenan-teil knnen Brotlaibe geformt werden. Mehl mit einem niedrigen Anteil an Kleberei-wei verarbeitet man besser zu Fladen.

    In sterreich wachsen jede Menge Getreidearten. Hier siehst du wie die Felder und die Krner dieser Getreide aussehen.

    Ist das wirklich wahr?Hafer macht stark!

    JA Hafer ist ein riesiger Energielieferant. Er hilft beim Muskelaufbau und frdert die Verdauung. Hafer ent-hlt eine Menge Proteine (Eiwei) und die fr den Krper wichtigen ungesttigten Fettsuren. Es stimmt also wenn jemand sagt: Du musst Hafer essen, dann wirst du stark wie ein Pferd! Die Haferpflanze wird

    brigens auch an Pferde verfttert. Fr die Menschen werden aber die Haferkrner geschlt und zu Haferflocken gepresst. Sportler schwren darauf!

    TippWas tun bei Gluten-Unvertrglichkeit: Buchweizen und Hirse essen!Diese beiden Getreide zhlen zum sogenannten Pseudo-Getreide, da sie kein Kle-bereiwei besitzen. Sie sind daher zum Brotbacken eher ungeeignet. Amarant und Quinoa sind ebenfalls Pseudo-Getreide.

  • 25

    Fruchtgemse Die ganze Vielfalt Fruchtgemse Die ganze Vielfalt Frucht ist nicht gleich Obst! Auch Gemsepflanzen tragen Frchte! Fruchtgemse umfasst die am hufigsten gegessenen Gemsesorten: Paradeiser, Gurke, Paprika, Zucchini und Krbis.

    Tomate oder Paradeiser? Der Name Tomate ist vom ursprnglichen Namen dieses Gemses abgeleitet. In Sd- und Mittelamerika, wo die Tomate schon vor rund 1.500 Jahren kultiviert wurde, hie sie nmlich Xitomatl.

    Als die Tomate vor ca. 500 Jahren nach Europa kam, wurde sie nur als Zierpflanze angebaut. Die roten und gelben Frchte sahen schn und sinnlich aus. Angeblich soll-ten diese Frchte eine besondere Wirkung bei Liebesangelegenheiten haben. Daher nannte man die Frchte kurzerhand Liebespfel oder Paradiespfel. Und von Paradies zu Paradeis ist es dann nicht mehr weit

    In sterreich haben sich die Paradeiser erst um 1950 durchgesetzt. Heute sind diese leckeren Frchte das beliebteste Gemse der sterreicher. Im Durch-schnitt isst jede Person 25 kg Paradeiser im Jahr!

    Egal ob Fleischtomate, Cocktailtomate oder Rispentomate, diese Frucht besteht fast nur aus Wasser. Dafr enthlt sie jede Menge wertvoller Mineralstoffe. Kali-um hilft beim Entwssern des Krpers, Zink hlt uns wach und untersttzt die Konzentration. Die Tomate ist also ein perfekter Lernbegleiter!

  • 26

    Die mehr als 1.000 Paradeisersorten knnen die sonderbarsten Bezeichnungen haben. Was glaubst du, welcher Name passt zu welchem Bild?

    White Beauty Black Cherry Ochsenherz Green Zebra Orange Fleischtomate

    Zucchini Die Meisterin der Vielseitigkeit Obwohl die Zucchini aus Europa stammt, wurde sie erst sehr spt in sterreich be-kannt. Nun findet man sie in fast jedem Garten. Eine Zucchinipflanze bringt in der Regel sehr viele Frchte hervor. Gibt es einen Zucchiniberschuss, so kann man sich in der Kche austoben. Von Vor-speise bis Nachspeise alles ist mglich und vor allem lecker: Zucchinisuppe, ge-fllte Zucchini, Letscho mit Zucchini und Tomaten, Zucchinisalat und ein saftiger Zucchinikuchen als Dessert.

    TippPflcke die Zucchini solange sie noch kleiner sind (bis ca. 20 cm). Junge Zuc-chini haben noch eine weiche Schale und weiche unauffllige Kerne, die du einfach mitkochen kannst. Je grer und dicker die Zucchini ist, umso hrter ist auch die Schale. Diese muss genauso wie die hart gewordenen Kerne vor dem Kochen entfernt werden.

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    Ist das wirklich wahr?Zucchini = Krbis

    JA Ist dir schon einmal aufgefallen, dass Zucchini und Krbisse ganz hnliche Kerne haben? Das liegt daran, dass die Zucchini eine Krbisart ist. Sie zhlt neben dem l-krbis, Zierkrbis und Spaghettikrbis zu den Sommerkrbissen. Die meisten Speise-krbisse sind eine Unterart der Winter- oder Riesenkrbisse. brigens: auch Gurken und Melonen gehren zur groen Familie der Krbisgewchse!

    bern Zaun gschautHalloween und der KrbisAlles Schlechte kommt aus Amerika. Und Halloween gehrt definitiv dazu. So oder so hnlich, hast du sicherlich schon einmal Leute reden gehrt. Und jetzt kommts: Halloween ist durch und durch europisch. Dieser Brauch stammt nm-lich aus Irland!

    Halloween ist ein Totenfest, welches die Kelten (die Vorfahren der Iren) zum Somme-rende feierten. Sie entzndeten groe Feuer und vertrieben so die bsen Geister.

    Auch der Krbis geht auf die Kelten zurck. Der Sage nach gab es einen Bsewicht, der mit dem Teufel Spielchen trieb. Er durfte daher nach seinem Tod weder in den Himmel noch in die Unterwelt. Der Teufel brachte ihm stattdessen eine glhende Kohle direkt aus der Hlle. Der Bsewicht legte diese in eine ausgehhlte Rbe. So wanderte er durch die Finsternis in der Hoffnung seinen Frieden zu finden.

    Statt einer Rbe brgerte sich mit der Zeit der Krbis ein. Und die ausgeschnittenen Gesichter vertreiben hoffentlich noch heute die bsen Geister...

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    Alles Gurke oder was? Wann hast du das letzte Mal in ein Melonenstck gebissen? Kannst du dich an ihren sen Saft erinnern? Und wie war das beim letzten Gurkenstck?

    Zugegeben, die Gurke ist etwas fester als die Melone, aber dennoch sind die beiden direkte Verwandte. Am engsten ist die Gurke mit der Zucker- und Honigmelone ver-wandt. Man glaubt es kaum, aber eine nicht ganz reife Melone schmeckt ganz schn sauer, fast wie eine Gurke. Die Se kommt erst mit der Reifung. In vielen sdostasia-tischen Lndern wird die Melone berhaupt unreif geerntet und verspeist.

    Botanisch betrachtet ist die Melone eine Panzerbeere. Den Namen hat diese Beerengattung von der harten Schale der Frchte. So gehren auch Krbis und Gurke zu den Panzerbeeren.

    Fruchtiges buntes Gemse-Rtsel

    Wer ist die Gurke und wer die Melone? Wer ist die Tomate und wer die Zitrone?

    Wer ist die Tomate und wer der Krbis? Wer ist der Paprika und wer die Melanzani?

    Wer ist die Tomate und wer der Paprika?

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    Paprika, Pfefferoni & Co. Beim Paprika wird grob zwischen Gemsepaprika und Gewrzpaprika unterschieden. Gewrzpaprika, noch nie gehrt? Kein Wunder, in sterreich schaut die Einteilung etwas anders aus. Hier heien diese Gar-ten- und Kchenlieblinge Pfefferoni, Chili oder einfach Paprika.

    Paprika Pfefferoni Chili mild mild, scharf scharf, sehr scharf

    Eigentlich gibt es keinen grnen Paprika. Solange die Frucht grn ist, ist sie unreif. Da sie aber auch schon in diesem Zustand lecker schmeckt, kann man sie ruhig grn ernten. Die reifen Paprika, Pfefferoni und Chili sind je nach Sorte rot, orange oder gelb.

    Ist das wirklich wahr?Hui, den Mund verbrannt? Brnde lscht man mit Wasser!

    NEIN Hast du wirklich eine zu scharfe Chili gegessen, so solltest du kein Wasser nach-trinken, da sich so die ganze Schrfe noch mehr im Mund verteilt. Zum Lschen ver-wendest du besser ein Stck Butter, Schmalzbrot oder Milch.

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    Grtnern mit dem Grnen DaumenLektion 3 Hilfe, ich habe nur ein Fensterbrett!

    Kein Problem, solange das Fenster Richtung Sonne schaut! Fr das Anbauen am Fensterbrett eignen sich nicht zu buschig wachsende Pflanzen wie Paradeiser, Paprika, Erdbeeren und Kruter.

    Du pflanzt sie ganz normal in Pflanztpfe. Sobald die Pflanzen grer werden, musst du sie umtopfen (in einen greren Topf mit mehr Erde geben). Paradeiser brauchen auerdem eine Sttze, damit sie nicht umkippen. Nimm ein Bambusrohr, stecke es neben die Paradeiserpflanze in die Erde und binde die Pflanze daran fest.

    Einfach zum Nachkochen!Italienische GemsepfanneGenossen am besten mit Reis oder Buchweizen!

    Zutaten:1 Zwiebel, 2 Paprika, 6 Paradeiser, 1 kleine Zucchini, ein wenig l, Liter Wasser, Salz, Pfeffer, Majoran, Oregano

    Gemse in Streifen oder Scheiben schneiden.l erhitzen und Gemse darin anrsten.Mit Wasser aufgieen und wrzen.Gemse zugedeckt dnsten lassen. (Es soll noch bissfest sein).

    Zum Schluss mit Gewrzen abschmecken und genieen.

    Vielfalt in der Kche! Asien statt Italien?Brokkoli statt Paradeiser, Kokosmilch statt Wasser, Zitronengras und Kreuz-kmmel statt Majoran und Oregano.Fertig ist die Asiatische Gemsepfanne!

  • 31

    Eine Bohne kommt selten alleinEine Bohne kommt selten alleinWillkommen bei den Hlsenfrchten!Hlsenfrchtler sind weit verbreitet. Man findet sie auf der ganzen Erde verstreut. Kein Wunder, es gibt ja auch ber 17.000 Arten: Fisolen, Erbsen, Linsen, Kichererbsen und alle mglichen Bohnenarten wie die Feuerbohne, die Kferbohne oder die Soja-bohne.

    Ist das wirklich wahr?Erben, Linsen und Co. Fleischersatz fr Vegetarier?

    JA Hlsenfrchte sind wichtige Eiwei-lieferanten. Eiwei ist ein wichtiger Be-standteil der Nahrung, den der Mensch vor allem zum Muskelaufbau braucht. Fr alle die nicht so gerne tierisches Eiwei, also Fisch, Fleisch, Milchprodukte oder Eier, essen, sind Bohnen, Linsen und Soja-produkte ein perfekter Ersatz.

    Fisole oder Bohne? Die Fisole wchst als Stangenbohne oder Buschbohne. Im Grunde sind Bohnen die Frchte der Fisole, doch die Fisole erntet man, solange die Bohnenhlse noch ganz glatt und dnn ist.

    Mchte man hingegen Bohnen ernten, so wartet man, bis die Bohnenhlse deutlich hgelig ist und leicht geffnet werden kann. Dann ist es einfach, die Samen, also die Bohnen, zu entnehmen.

  • 32

    Soja, wo versteckst du dich? Sojamilch, Sojaschnetzel, Sojagranulat, Sojasprossen, Tofualles Sojaprodukte. Doch steckt auch im Fleisch Soja? Du schmeckst es wahrscheinlich nicht, doch sterreichi-sche Rinder essen jede Menge Soja als Kraftfutter. Dafr wird Soja mit riesigen Schif-fen aus anderen Lndern importiert, hufig auch aus Lndern, wo Menschen Hunger leiden mssen. Leider sind auch sehr viele der weltweit angebauten Sojasorten gen-technisch verndert.

    Die Sojabohne war ursprnglich in Russland, Korea, Japan und China zuhause. Im 18. Jahrhundert schaff-te es diese Bohne von Asien sogar nach Europa, wo aber Soja nur in kleinen Mengen angebaut wurde. Die groen Mengen werden heute in den USA und Brasilien geerntet und in die Welt verschifft.

    Probiers zuhaus mal aus!Frisch sind Bohnen wunderbar als Salat, Linsen als Eintopf und Erbsen als Suppe, Bei-lage oder Risipisi zu verspeisen. Doch was tun mit alten, eingetrockneten Samen? Bleiben dir welche ber, so kannst du daraus ein buntes Bohnenbild machen!

  • 33

    Ach du dicke Erbse! Die Erbse ist eine der ltesten Kultur-pflanzen. Diese tollen Kgelchen sind die Samen und zugleich die Frchte von einer der ersten Pflanzen, die jemals von Men-schen angebaut wurden. Noch nicht ganz so alt ist ein Mrchen von Hans Christi-an Andersen, wo die Erbse eine wichtige Rolle spielt:

    Es war einmal ein Prinz, der lebte glcklich im Schloss seiner Eltern. Das einzige was ihm noch fehlte, war eine Frau. Der Prinz wollte unbedingt eine richtige Prinzessin. Daher ritt er durch das ganze Knigreich, um eine Prinzessin fr sich zu finden. Doch leider war die Richtige nie dabei.

    Eines Abends war ein schreckliches Gewitter. Pltzlich klopfte es an das Schlosstor. Drau-en stand ein von Wind und Regen zerzaustes Mdchen. Nachdem sie ein Bad genommen hatte, sagten die Kammerfrauen: Wie hbsch sie ist. Sie sieht aus wie eine wirkliche Prin-zessin. Und das Mdchen antwortete: Das bin ich auch!

    Dem Prinzen gefiel die Prinzessin. Sie war genau so, wie er sich seine zuknftige Frau immer vorgestellt hatte. Jetzt musste er nur noch herausfinden, ob sie auch eine wirkliche Prinzessin war.

    Auch seiner Mutter, der Knigin, gefiel die Mdchen. Sie holte eine Erbse aus der Speise-kammer und legte sie ganz unten in das Bett der Prinzessin. Darauf legte sie viele weiche Decken. Die Prinzessin war sehr mde von dem anstrengenden Tag, trotzdem konnte sie nicht schlafen. Die Erbse, die unter all den vielen Decken lag, drckte die Prinzessin so entsetzlich, dass ihr Rcken am Morgen grn und blau war. Der Prinz wusste nun: Das muss eine richtige Prinzessin sein. Er hielt sofort um ihre Hand an und schon bald wurde eine prchtige Hochzeit gefeiert!

    Weit du wie dieses Mrchen heit?

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    Ein Stckchen NaturEin Wildes Eck im Naturgarten ist wich-tig fr viele Tiere. Hier greifen die Men-schen nicht ein und lassen der Natur ihren Freiraum. Hier kommt hufig die Brennnessel vor. Ohne die gbe es z.B. viele bunte Schmetterlinge wie den Klei-nen Fuchs, das Tagpfauenauge oder den Admiral nicht. Ihre Raupen brauchen die Brennnessel nmlich als Futterpflanze!

    Aus Brennnesseln kann man aber auch eine kstliche Suppe kochen:

    So wirds gemacht:Lasse eine fein gehackte Zwiebel und Knoblauch in Butter anschwitzen.Gib ca. 100 Gramm gewaschene und fein geschnittene Brennnesselbltter dazu und erhitze sie kurz.Giee mit 750 ml Gemsebrhe auf und lasse das Ganze drei Minuten aufkochen.Fein prieren.Mische einen Becher Obers, einen Eidotter und zwei Esslffel Mehl, giee das in die Suppe und verrhre sie. Salzen und pfeffern.

  • 35

    bern Zaun gschautWo kommt die Schokolade her?Wchst Schokolade auf dem Baum, oder doch im Super-markt? Keines von beiden! Diese Sigkeit verdanken wir einer tropischen Pflanze, die vor allem in Mittel- und Sd-amerika wchst. Diese Pflanze hat besondere Bohnen als Frchte. Schon erraten? Es ist die Kakaopflanze.

    Die Kakaopflanze ist ein Baum, der mehr-mals im Jahr Blten ausbildet und Frch-te heranreifen lsst. Diese Frchte, die Kakaoschoten, bieten Platz fr 30 bis 40 Kakaobohnen, die in einem weien Fruchtfleisch eingebettet sind. Diese Bohnen schmecken aber nach gar nichts. Erst durch Grung werden sie braun und erhalten ein gutes Aroma. Die getrockne-ten Kakaobohnen werden spter in der Schokoladefabrik gerstet, geschlt und zermahlen.

    Das reine Kakaopulver ist ganz bitter. Daher gibt man Zucker und Milch dazu, verrhrt das Ganze und fllt diese Kakaomasse in Formen. Khlt diese se, flssige Schoko-masse ab, ist die Schokoladentafel fertig!

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    Die sesten Frchte aus der Obst- und Beeren-WeltDie sesten Frchte aus der Obst- und Beeren-Welt In luftigen Hhen oder doch ganz nah pfel, Birnen, Marillen, Kirschen, Himbeeren, Brombeeren, Erdbeeren. Von hoch oben bis ganz unten beim Boden ist bei Obst und Beeren alles mglich.

    Mit dem Apfelbaum durchs Jahr! Ein Baum ist schon etwas Spannendes. Er bleibt stehen das ganze Jahr ber stehen und verschwindet nicht, sobald die letzte Frucht geerntet ist.

    Ein Obstbaum kann berhaupt super beobachtet werden. Zu jeder Jahreszeit sieht dieser anders aus: Einmal trgt er die schnsten Blten, dann die vollkommensten Frchte, spter herrlich bunte Bltter und schlielich lsst er sich vom Frost einhllen und steht als Skulptur im kargen Garten.

    Kraut & Rben-Forscher aufgepasst!Beobachte einen Apfelbaum oder irgendeinen anderen Baum ber einen lngeren Zeitraum. Vielleicht schaffst du es sogar ein ganzes Jahr lang. Zeichne auf wie sich der Baum verndert und mache dir Notizen ber spannende Entwicklungen! Beobachte die Baumform, Bltterform, Astlnge und entdecke viele andere Dinge!

  • 37

    In Mitteleuropa gibt es 1.000 verschiedene Apfelsorten. Mchte man eine bestimmte Apfelsorte im Garten haben, so kann entweder ein junger Apfelbaum gekauft werden, oder man veredelt einen bestehenden Baum. Dabei wird ein Trieb eines Obstbaumes auf einen anderen Baum aufgepfropft. Das bedeutet, dass ein junger Trieb mit einem bestehenden Ast des Baumes verbunden wird.

    Sieh dir diesen Apfel von innen an! Kennst du alle seine Bestandteile?Blte, Fruchtfleisch, Kern, Kerngehuse, Schale, Stiel

    Niedersterreich Zuhause in der RegionMan darf pfel und Birnen nicht durcheinan-der bringen, aber es ist schon wichtig, dass die Birne hier erwhnt wird. Sie gibt in gepresster Form einem niedersterreichischen Viertel seinen Namen und ist nicht nur auf unzhli-gen Bumen, sondern als berdimensionale Skulpturen neben Straen und auf Pltzen zu finden. Die Birne, aus der Birnensaft und vergorener Most gewonnen wird, ist saftig, s und wirkt entwssernd. Darum ist dieses Juwel aus dem Mostviertel in der gesunden Kche als Schlankmacher angepriesen.

  • 38

    Willkommen im Beerenreich! Einige Beeren haben uns ein Geheimnis verraten. Hast du das schon gewusst?

    Die Erdbeere ist keine Beere, sondern eine Sammelnussfrucht. Die kleinen Samen, die auf der Erdbeere sitzen, heien nmlich Nsschen und sind die eigentlichen Frchte der Erdbeere. Anfangs sind die Nsschen auf dem Bltenboden eng aneinanderge-drngt. Nach der Befruchtung beginnt der Bltenboden zu wachsen und zu reifen, bis die Frucht weich, rot und lecker ist.

    Hast du eine Himbeere schon einmal betrachtet? Sie besteht aus vielen kleinen K-gelchen und streng genommen ist jede der Kugeln eine Frucht. Gemeinsam platzieren sie sich als Beere auf dem weien kegelfrmigen Samen der Himbeere. Ebenso ist es bei der Brombeere, daher zhlen auch beide zu den Sammelsteinfrchten.

    Jostabeere schon einmal gehrt? Diese Beere ist eine Mischkultur aus Schwarzer Johannisbeere und Stachelbeere. Von der Johannisbeere hat sie ihre Farbe, von der Stachelbeere die Art des Fruchtfleisches. Und der Geschmack der ist eine gelungene Komposition aus beiden Frchten. Probieren zahlt sich auf jeden Fall aus!

    Ist das wirklich wahr?Bren lieben Beeren.

    JA Wie der Mensch, ist auch der Braunbr ein Allesfresser. Allerdings ernhrt er sich hauptschlich von Pflanzen: Grsern, Pilzen, Wurzeln, Nssen und auch Beeren. Na-trlich gibt es Beeren nicht das ganze Jahr ber, doch im Sommer und bis in den Herbst hinein freut sich der Braunbr ber diese Nahrung!

  • 39

    Niedersterreich Zuhause in der RegionAuch wenn Wein den Erwachsenen vorbehalten ist, so ist doch klar, dass berall wo es Weintrau-ben gibt auch ser Traubensaft angeboten wird.

    Die Weinbautradition ist ein wichtiger Teil der niedersterreichischen Kultur. Immerhin hat Nie-dersterreich eine Weinanbauflche (=Rebflche) von 30.000 Hektar. Das sind 42.000 Fuballfelder. Auerdem liegen 60 % der sterreichischen Reb-flche in Niedersterreich.

    Welch herrliche Frchte dieser bunte Obstbaum trgt. Ernte die Frchte und lege sie in den richtigen Korb!

    3 Kernobst

    4 Steinobst 3 Beerenobst

    2 Schalenobst

  • 40

    Niedersterreich Zuhause in der RegionMaryln und Dirndl Zwei fesche NiedersterreicherinnenMaryln ist der lteste bekannte Ausdruck fr die Marille. Neben Zwetschke, Kirsche, Pfirsich und Nektarine gehrt sie zur Gattung der Steinfrchte. Ursprnglich kommt die Marille aus China, wo diese se Frucht schon vor 4.000 Jahren bekannt war. Als die Reblaus Ende des 19. Jahrhunderts in der Wachau eine Weinernte verhinderte, wurde die Marille auch bei uns immer beliebter. Viele Weinbauern stiegen zu dieser Zeit auf Marillenanbau um. Heute ist die Wachauer Qualittsmarille eine in der EU geschtzte Bezeichnung.

    Dirndl gibt nicht nur der Tracht einen Namen, sondern auch der Kornelkirsche! Diese Frucht ist eine Wildobstart, nach der sogar eine niedersterreichische Region benannt ist: Das Pielachtal trgt den Beinamen Dirndltal, weil dort besonders viele Dirndl-strucher wachsen. Warum die Kornelkirsche im Volksmund Dirndl heit, ist aller-dings nicht bekannt.

  • 41

    Einfach zum Nachkochen!Saftiger Obstkuchen je nach Jahreszeit

    Zutaten:4 Eier, 20 dag Staubzucker, 10 Esslffel l, 5 Esslffel Wasser, 30 dag Mehl, Packerl Backpulver, ein bisschen Salz, Saft von ei-ner halben Zitrone, Obst der Saison was gerade im Garten wchst!

    Alle Zutaten (auer Obst) in eine Rhrschssel geben und schaumig mixen.Backblech mit Backpapier auslegen und den Teig darauf verteilen.Teig mit Obst belegen und im Backrohr bei 160C (Heiluft) ca. 25 Minuten backen.

    Vielfalt in der Kche!Marillenkuchen belegst du mit Marillenhlften, Beerenkuchen mit Himbeeren, Brom-beeren und Ribisel, Weintraubenkuchen mit Weinbeeren. Oder du mischt alles!

    Grtnern mit dem Grnen DaumenLektion 4 Ein Minigarten fr den Balkon

    Du willst auch Salat und Kruter anbauen und hast nicht viel Platz? Bau dir doch einen Schachtelgarten! Dazu bentigst du: 1 Holzkisterl, 1 Mllsack, Kbel Kies oder kleine Steine, 1 Stck Jute oder Filz (so gro wie das Kisterl), 1 Kbel Erde, Samen oder Pflnzchen

    Lege das Holzkisterl mit dem Mllsack aus. Dieser verhindert, dass das Wasser aus der Schachtel luft. Du kannst ihn auch aufschneiden, damit er grer ist. Dann gib die Steine in die Kiste und decke sie mit Jute ab. Die Jute hlt die Erde da-von ab, sich mit den Steinen zu mischen, lsst aber gleichzeitig das Wasser durch, damit die Pflanzen nicht im Wasser ste-hen mssen. Flle schlielich die Kiste mit Erde auf und beginne mit dem Ein-pflanzen.

  • 42

    Forschungsstation HeckeHecken sind besonders ergiebige Forschungsstandorte. Hier kannst du im Frhling viele Insekten an den Blten beobachten. Vgel bauen ihre Nester gerne in stacheli-gen Struchern wie der Heckenrose oder der Schlehe weil sie hier optimal geschtzt sind. Die Frchte von Dirndl, Hagebutte, Holler oder Himbeere sind auerdem Le-ckerbissen fr Mensch und Tier! Wenn im Garten genug Platz ist, dann kann man im Herbst und Frhling Hecken kinderleicht selber anpflanzen!

    Pflanz deine eigene Hecke! Suche bei einem Spaziergang junge,

    bleistiftdicke Zweige von wild wach-senden Struchern aus.

    Schneide die Zweige schrg unterhalb einer Knospe ab.

    Schneide sie knapp oberhalb einer Knospe auf Bleistiftlnge zurecht. Lockere den Boden und bohre mit einem Stab ein Loch vor. Setze den Steckling so ein, dass er nur einen cm herausragt. Lasse zwischen den Stecklingen 1,5 2 m Platz frei.

    Heckenbewohner erforschen: Breite ein altes weies Leintuch, das zuhause nicht mehr gebraucht wird,

    unter einem Strauch aus. Schttle die Zweige. Sammle die heruntergefallenen Tiere und gib sie in eine Becherlupe. Nach der Betrachtung wieder freilassen!

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    lpflanzen Jetzt wirds fettig! lpflanzen Jetzt wirds fettig! Raps, Mohn, Lein und Sonnenblumen wachsen eher auf dem Feld als im Garten. Jede dieser Pflanzen hat unter-schiedliche Verwendungsmglichkeiten, doch sie alle wer-den auch zu l verarbeitet. Diese 4 lpflanzen sind nur ein minimaler Bruchteil der 1.000 Arten die es weltweit gibt. Bekannt sind auch Olivenl, Krbiskernl, Sesaml, Erd-nussl oder Walnussl. Und aus Baumwolle, Kokosnuss, Mais, Weizen und Haselnuss wird ebenfalls l gewonnen.

    Niedersterreich Zuhause in der RegionMohnIm Waldviertel gibt es ein Mohndorf! Warum wohl? Weil hier seit jeher Mohn ange-pflanzt wird. Die Sorte des Waldviertler Graumohns wird seit dem 13. Jahrhundert mitten im Waldviertel gest und geerntet. Mohn blht wunderschn. Es zahlt sich wirklich aus zur Mohnblte Mitte Juli nach Armschlag und Umgebung zu fahren.

    Die reifen Mohnkapseln werden, sobald der Samen daraus geerntet ist, fr vielerlei dekorative Zwecke verwendet. Blumengestecke knnen damit geschmckt sein und geschickte Hnde basteln sogar eine Mini-Weihnachtskrippe daraus. Die Mohnsamen selbst werden im Ganzen zum Bestreuen von Gebck (Mohnweckerl) verwendet oder gemahlen fr diverse Kuchen und Torten (Mohnstrudel). Die Samen knnen auch ge-presst werden. Das Mohnl gibt dem Salat einen leicht nussigen Geschmack und ent-hlt berdies viel Kalzium, Vitamin B und gesunde ungesttigte Fettsuren.

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    SonnenblumeGar nicht heimisch ist diese viel bewun-derte Pflanze. Sie stammt aus Amerika und wurde anfangs aufgrund ihrer riesi-gen Blte nur als Zierpflanze angesehen. Im 19. Jahrhundert wurde in Russland erstmals entdeckt, dass die Sonnenblume eine tolle lpflanze ist. Es waren auch russische Einwanderer die das Sonnen-blumenl nach Amerika brachten, von wo aus die wirtschaftliche Nutzbarkeit dieser Blume erst so richtig aufblhte.

    LeinpflanzeEs wird zwischen l-Lein und Faser-Lein unterschieden. Durch pressen der Leinsamen, die auch einfach so gegessen werden knnen, erhlt man ein hochwertiges Speisel. Leinl wird aber auch zur Herstellung von lfarben verwendet. Gemalt wurde ebenfalls auf Lein(wnden).

    Aus Leinfasern wird auch Kleidung hergestellt: Lei-nenhosen, Leinenkleider und Leinenhemden. Dieses Material ist besonders leicht und im Sommer ganz ange-nehm zu tragen. Noch heute wird in Teilen Ober- und Nie-dersterreichs Lein zur Herstel-lung von Leinstoffen angebaut. brigens, bei uns ist der Lein auch als Flachs bekannt!

    Schau dir in der Ausstel-lung die tollen Bilder von den schn blhenden Feldern an. Findest du deinen Favo-riten?

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    Frberpflanzen Jetzt wirds bunt! Frberpflanzen Jetzt wirds bunt! Seit der Steinzeit werden Pflanzenfarben zum Frben verwendet. Durch die Ver-wendung von Naturfarben entstanden mit der Zeit bunte Stoffe, Fasern und Wollen. Krapp, Weid, Wau und Saflor. Welch sonderbare Namen. So heien die Pflanzen die auch in sterreich zum Frben verwendet wurden. Mit speziellen Methoden werden die Farbstoffe den unterschiedlichen Pflanzteilen entlockt. Von auen ist aber nicht erkennbar, welche Farbe dahinter steckt!

    FrberkrappWurzeln. Beim Trocknen entwickelt sich ein toller zwischen Rosa, Rot-Orange und krftigem Rot schwankender Farb-stoff.

    FrberwaidBltter. Ihnen kann durch Fermentati-on (ein spezieller Grungsprozess) ein schnes Blau entlockt werden.

    FrberwauBltter und Stngel. Getrocknet, zer-kleinert und dann gekocht, so erhlt man die Farbe Gelb.

    Frberdistl (Saflor)Bltenbltter. Bltenkpfchen werden von den Hllblttern befreit und ge-trocknet. Die Farbpalette reicht von Rosa ber Kirschrot, Braunrot bis zu Braungelb.

    Probiers zuhaus mal aus!Um Bilder zu gestalten muss man nicht unbedingt lfarben verwenden. Schne Far-ben erhltst du auch von geriebenen Karotten oder Roten Rben, frischen grnen Blttern, gepressten Beeren, Sand, Erde, usw. Am besten ist, du gehst in den Garten und probierst einfach verschiedene Gewchse aus! Nimm aber zum Malen kein ganz glattes Papier, denn dort bleibt die Farbe nicht gut haften.

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    Von der Kulturpflanze zum EinheitsbreiDer Mensch hat vor ber 10.000 Jahren begonnen, Wildpflanzen zu kultivieren. Durch unterschiedliche Vermehrungsversuche und Kreuzungsexperimente entstand eine riesige Zahl von Pflanzen. Von jeder Frucht gab es unzhlige Sorten, jede von ihnen hatte besondere Vorzge: Geschmack, Farbe, Form, Haltbarkeit, Reifezeit, Erntemen-ge oder Widerstandskraft gegen Schdlinge.

    Wer hats erfunden Wo ists hin verschwunden? Die Subsistenzwirtschaft hat dazu beigetragen, dass jede Menge Pflanzenarten in mehreren Sorten in den Grten gewachsen sind. Subsistenzwirtschaft heit nichts anderes als Selbstversorgung. Jeder Landwirt hat die Sorten angepflanzt, die fr das berleben der eigenen Familie notwendig waren.

    Doch was ist passiert? Im Laufe der Zeit folgte ein Wandel von der Subsistenzwirt-schaft hin zur Marktwirtschaft. Die Menschen begannen, nicht mehr nur fr sich selbst zu produzieren, sondern auch fr andere Personen. Die Technik brachte Fortschritt, andere Berufe entstanden, und die brig gebliebenen Bauern versorgten die restliche Bevlkerung mit Lebensmitteln, die sie am Markt zum Kauf anboten.

    Von der Kulturpflanze zum Einheitsbrei

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    Aus dem Markt entstand der Supermarkt. Und was finden wir da heute? Meist nur mehr eine Sorte von jedem Obst oder Gemse anstatt einer Auswahl aus der breiten Vielfalt.

    In den letzten 1.000 Jahren sind etwa der landwirtschaftlichen Vielfalt verschwun-den. Was ist der Grund dafr? Wir Menschen sind Luxuswesen. Es reicht uns nicht, nur das zu essen, was jetzt gerade im Garten wachsen wrde. Deshalb mssen wir verschiedene Produkte von anderen Lndern importieren, also einfliegen lassen.Damit diese Frchte die lange Reise berhaupt berstehen, sind sie meist knstlich behandelt oder gespritzt. Dadurch schafft es die Supermarkttomate drei Wochen lang prall zu bleiben!

    Es gibt mittlerweile verschiedene Organisationen, die versuchen, die biologische Viel-falt zu erhalten. Dadurch knnen schon fast ausgestorbene, ehemals heimische Pflan-zen wieder kultiviert werden.

    Niedersterreich Zuhause in der RegionDer Wachauer SafranVom 12. bis zum 19. Jahrhundert war Safran in Niedersterreich beheimatet. Die An-bauorte waren entlang der Donau zwischen Melk und Krems und im Weinviertel rund um Maissau. Der Safran war die letzten 100 Jahre nicht mehr in unseren Breiten zu finden. Seit 2009 wird diese Gewrzpflanze aber wieder in der Wachau angepflanzt. Der Wachauer Safran lebt wieder! Also dann: Backe, backe Kuchen

    Es gibt mittlerweile verschiedene Organisationen, die versuchen, die biologische Viel-falt zu erhalten. Dadurch knnen schon fast ausgestorbene, ehemals heimische Pflan-zen wieder kultiviert werden.

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    Arche Noah Fr die Vielfalt! In der ganzen Ausstellung findet man immer wieder das Logo der Ar-che Noah, doch was steckt dahinter? Wer oder was ist Arche Noah berhaupt?

    Die Arche Noah ist eine Gesellschaft zur Erhaltung und Verbreitung der Kulturpflan-zenvielfalt. Ihr Ziel ist es, gefhrdete Gemse-, Obst- und Getreidesorten zu bewah-ren und zu pflegen. Seit ber 20 Jahren ist die Arche Noah ttig und hat mittlerweile um die 8.000 Mitglieder und Frderer.

    Es sind etwa 6.000 Sorten an Gemse, Getreide und Krutern die im Arche Noah Sortenarchiv gesammelt werden. Es handelt sich dabei um Saatgut von Pflanzen die nirgends mehr zu finden sind. Vorsichtig werden die Pflanzen vermehrt. Dies erfolgt im Arche Noah Schaugarten in Schiltern und im Vermehrungsgarten in Langenlois. Viele Mitglieder haben auch Patenschaften fr bestimmte Saatgter bernommen und bauen diese nun in ihrem Hausgarten an natrlich biologisch. Auch Biobauern aus dem Waldviertel helfen bei der Erhaltung.

    Besuche den Arche Noah Schaugarten. Von Mai bis Oktober ist er geffnet. Jeweils am ersten Sonntag im Monat wird eine bestimmte Pflanzenraritt vor-gestellt. Auch fr Kinder gibt es immer ein tolles Programm.

    Ich war schon dort mir hats gefallen!

    Klick dich mal durch auf: www.arche-noah.at

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    Und wie sieht deine Zukunft aus? Der Mensch hat mehrere Mglichkeiten um nachhaltig zu leben. Nachhaltigkeit geht Hand in Hand mit Vielfalt erhalten, Ausbeutung anderer Lnder vermeiden, Schdlingsbekmpfungsmittel von der ei-genen Nahrung fernhalten und frisches, schmackhaftes Essen auf dem Tisch ha-ben.

    Qualitt steht an erster Stelle. Qualitt bei Obst, Gemse und Getreide bedeutet frische, bunte und duftende Frchte. Kei-ne Paradeiser, die mehr blass als rot sind, keine hellgelben Marillen und keine Wein-trauben, die nach Wasser schmecken.

    Auch wenn Einkaufen nicht zu deinen Hauptaufgaben gehrt, so bist du sicher des fteren dabei! Ein bewusster Einkauf trgt schon zur Vielfalt bei! Wirf einmal einen kritischen Blick in den Einkaufswagen!

    Nachhaltig einkaufen heit einkaufen mit Hirn!Kaufe Produkte aus der Region.Lebensmittel aus biologischem Anbau sind gesnder fr dich und fr die Umwelt.Achte auf das Gtesiegel.Fair Trade-Produkte sind gut fr dich und untersttzen die Landwirte in den Entwicklungslndern.Kaufe nur soviel, wie du auch wirklich essen kannst!

    Wenn jeder ein wenig zum Erhalt der Vielfalt beitrgt, so knnen die Men-schen auch noch in ein paar hundert Jahren Paradeiser, Erdpfel und Bohnen in allen mglichen Farben verschmausen. berlege, wie du am besten beitragen kannst!

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    Egal ob am Balkon oder im Garten, selbst ein Fensterbrett reicht schon aus, um sich so manches Gemse selber zu ziehen. Jedes Gemse und Obst, das du selber anpflanzt, ist heimisch, (hoffentlich) ungespritzt und kommt total frisch auf den Teller selbst-gemacht ist somit einfach am besten!

    Es ist somit am idealsten, wenn du deinen Bedarf an Obst und Gemse selber anbau-en kannst. Natrlich ist das nicht immer mglich. Doch vielleicht hast du auch einen Biobauern in der Nhe oder einen Wochenmarkt, wo du wirklich saisonale und regio-nale Produkte direkt vom Bauern kaufen kannst.

    Hat dir unsere gemeinsame Entdeckungsreise Spa gemacht? Hoffentlich ist dir nicht alles wie Kraut und Rben vorgekommen. brigens, die Herkunft dieser Redensart ist genauso ungeklrt, wie die Her-kunft so mancher Kulturpflanze.

    Viel wichtiger ist fr uns, dass wir uns bald wiederse-hen. Wie wrs in deinem Garten?Und damit du uns bis dahin ja nicht vergisst, haben wir zum Abschluss noch ein tolles Rezept fr dich! Lass es dir schmecken!

    Fruchtig se, knackige Gre!Rosa & Kurti

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    Einfach zum Nachkochen!Saftige rote Kraut&Rben-PfanneGenossen am besten mit Erdpfeln, Kndel und/oder einem Stck Fleisch! Zutaten: Krautkopf, 1 Karotte, Rote Rbe, 1 Knoblauchzehe, 3 Esslffel l, Wasser, Salz. Das Gemse reinigen bzw. schlen und fein schneiden.Das Kraut im heien l andnsten.Kraut salzen und mit wenig Wasser aufgieen (nur damit das Kraut nicht anbrennt!).Wenn das Kraut halbweich ist, das restliche Gemse dazugeben.Alles gemeinsam weiterdnsten lassen, dabei immer wieder umrhren (und wenn n-tig, nochmals mit Wasser aufgieen).Nach ca. 10 Minuten dnsten kann die Kraut&Rben-Pfanne serviert werden!

    Rtselauflsung

    Seite 12 Licht, Wrme, WasserSeite 14 Zwiebelgemse Zwiebeln, Wurzelgemse Karotten,

    Knollengemse Erdpfel, Stangengemse Spargel, Blattgemse Vogerlsalat, Bltengemse Karfiol, Fruchtgemse Gurken, Obst Zwetschken, Beeren Brombeeren , Getreide Weizen, lpflanze Sonnenblumen

    Seite 16 Tullner Kraut: Beim Einhobeln der Kruterkpfe entstehen sehr lange und dnne Fden, was fr die Sauerkrautherstellung besonders gut ist.

    Seite 17 1: Vogerlsalat, 2: Radicchio, 3: Chinakohl, 4: Endiviensalat, 5: Eissalat, 6: Kopfsalat, 7: Pak Choi, 8: Rucola

    Seite 23 Sellerie, Radieschen, Erdapfel, Zwiebel, KrenSeite 26 1: Ochsenherz, 2: Black Cherry, 3: Green Zebra, 4: Orange Fleischtomate,

    5: White BeautySeite 28 1: Melone Gurke, 2: Tomate Zitrone, 3: Tomate Krbis,

    4: Melanzani Paprika, 5: Paprika TomateSeite 33 Die Prinzessin auf der ErbseSeite 37 Im Uhrzeigersinn, oben beginnend: Stiel, Kerngehuse, Blte, Fruchfleisch,

    Kern, SchaleSeite 39 Kernobst: Apfel, Quitte, Birne / Steinobst: Pfirsch, Marille, Zwetschke,

    Kirsche / Beerenobst: Himbeere, Erdbeere, Stachelbeere / Schalenobst: Haselnuss, Edelkastanie

  • Der biologische ARCHE NOAH Schaugartenin Schiltern bei Langenlois beherbergt hunderte seltene Nutzpflanzen.

    In den Garten, auf den Teller! Hunderte Mitglieder bewahren gefhrdete Sorten und machen Produkte und Saatgut verfgbar.

    A R C H E N O A H

    w w w . a r c h e - n o a h . a tObere Strae 40, 3553 Schiltern

    T: +43-(0)2734-8626, F: -8627, E: [email protected] E S E L L S C H A F T F R D I E E R H A L T U N G D E R K U L T U R P F L A N Z E N -

    V I E L F A L T U N D I H R E E N T W I C K L U N G

    Engagement seit ber 20 Jahren, das Frchte trgt - Dank der Untersttzung von 8.000 engagierten Mitgliedern und Frderern.

    Verlust 3/4 der Vielfalt sind bereits verloren gegangen. Aus gutem Grund wollen wir die Vielfalt als Grundlage der Ernhrung wieder in die eigenen Hnde nehmen.

    Services fr VielfaltRaritten-Saatgut & Pflanzen, Obst-Sortenbestimmung, Bildung und Beratung, Bewusstseinsbildung und politische Arbeit ...

    Erhalten & WeitergebenDas ARCHE NOAH Sortenarchiv ist eine der grten privaten Kultur-pflanzensammlungen Europas.

    inserat_ausstellung.indd 1 02.02.2011 10:23:32

  • CDer biologische ARCHE NOAH Schaugartenin Schiltern bei Langenlois beherbergt hunderte seltene Nutzpflanzen.

    In den Garten, auf den Teller! Hunderte Mitglieder bewahren gefhrdete Sorten und machen Produkte und Saatgut verfgbar.

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    Jeden Samstag und Sonntag ab 14 Uhr: Spannende Familienangebote im Forschergarten

    Mitmach-Kindertheater mit dem Team Sieberer

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    Das genaue Programm und nhere Informationen unter www.diegartentulln.at oder unter 02272/68188.

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  • Dwww.landesmuseum.net Di bis So von 9 bis 17 Uhr

    Landesmuseum Niedersterreich I Kulturbezirk 5 I 3100 St. Plten

    Kraut & Rben Menschen und ihre

    Kulturpflanzen

    Detailinformationen ab 17. Juni 2011:E: [email protected] T: +43-2742 90 80 90-999www.landesmuseum.net

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