KONZEPT SOMMERTOURISMUS IM KLIMAWANDEL und im Oktober 2019 fertig gestellt. Alle Angaben trotz sorgf£¤ltiger

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  • KONZEPT SOMMERTOURISMUS IM KLIMAWANDEL

    Oktober 2019

  • 1

    VORWORT

    Der Pongau liegt im Salzburger Land. Eingebettet zwischen dem Tennengebirge und den Hohen

    Tauern, bietet diese 434 km2 große, alpine Region, ob Sommer oder Winter, eine breite Vielfalt an

    touristischen Aktivitäten.

    Die Auswirkungen des Klimawandels sind allerdings auch hier allgegenwärtig. Nicht zuletzt aufgrund

    des medialen Hypes, steigt das Problembewusstsein in der Bevölkerung ebenso wie bei den Gästen.

    Die Tourismusregionen und -orte sind wichtige Partner bei der Umsetzung von Maßnahmen, die auf

    die Klimawandelanpassung und Nachhaltigkeit abzielen. Das bedarf nicht nur einer umfangreichen

    Analyse des bestehenden Angebotes, sondern dem Generieren innovativer Ideen unter Einbeziehung

    aller Leistungsträger. Dabei ist es notwendig die verschiedenen Aspekte des klimafreundlichen

    Tourismus nicht nur im Auge zu behalten, sondern jeweils aktiv zu berücksichtigen und zu optimieren.

    Das vorliegende Konzept zeigt Möglichkeiten auf zur internen Verankerung des Themas, zur

    Optimierung bestehender Tourismusbausteine sowie zur Entwicklung neuer Angebote. Dabei gilt, dass

    jedes Segment entlang der „Reise des Kunden“ nur so klimafreundlich wie die beteiligten

    Leistungsträger in der Region ist. Zielsetzung ist es daher nicht nur den mittlerweile sensibilisierten

    Gästen gerecht zu werden, sondern auch das Bewusstsein der touristischen Partner zu steigern.

    Die klimafreundlichen Aktivitäten und Angebote müssen mit Bedacht kommuniziert, die

    unterschiedlichen Zielgruppen berücksichtigt und verschiedene Kanäle genutzt werden. Daher

    beinhaltet das Konzept auch Anregungen und Erfolgsfaktoren der modernen, touristischen

    Kommunikation. Wobei auch hier der Grundsatz verfolgt wird: Informationen vermitteln,

    Einstellungen beeinflussen und Handlungen auslösen.

    Die Notwendigkeit zu handeln ist uns mehr als bewusst; das vorliegende Konzept liefert einen Beitrag

    zum „WIE“.

    Nadine Guggenberger, MSc KLAR! Pongau - KlimawandelAnpassungsModellRegion

    Regionalverband - Regionalmanagement Pongau

  • 2

    INHALT EINLEITUNG…………………………………………………………………………..3

    Auswirkungen des Klimawandels Chancen Tourismus & Klima Ausgangssituation Tourismusstatistik Die Region wird aktiv Zielsetzung Säulen einer innovativen Entwicklung Nachfrage Aspekte der Angebotsgestaltung Interdisziplinäres Denken ist gefragt Touristische Nachhaltigkeits-Labels

    THEMA KULINARIK & KLIMA……………………………………………..….12

    Fakten Worauf kommt es an Österreichischer Nahrungsmittelkonsum Kulinarische Geschäftsbereiche Der Kulinarik-Gast Einflussfaktoren Renaissance der regionalen Lebensmittel Handlungsempfehlungen Good Practice

    THEMA MOBILITÄT & KLIMA……………………………………………….23

    Fakten Kernfragen der Gäste Demographische & gesellschaftliche Trends Schlüsselfaktoren Bestandsaufnahme Pongau Handlungsempfehlungen Multimodale An- u. Abreise Handlungsempfehlungen Mobilität vor Ort Handlungsempfehlung Mobilitäts-Coach Good Practice

    THEMA KOMMUNIKATION…………………………………………………33

    Im Tourismus Zentrale Fragen Erfolgsfaktoren Kommunikations-Mix Handlungsempfehlungen Mobilitäts-Infos vorab Handlungsempfehlungen Mobilitäts-Infos vor Ort Storytelling Good Practice

    MANAGEMENT SUMMARY…………………………………………………41

    IMPRESSUM Herausgeber: KlimawandelAnpassungsModellRegion KLAR! Pongau. Redaktion und Text: Pangerl & Pangerl Optimiertes Tourismus- marketing, Mag. Karinja Pangerl, MBA. Fotos: Nadine Guggenberger, Georg Hofmann, ÖBB Neumayr, TVB Altenmarkt-Zauchensee, TVB Großarltal, TVB Obertauern, Das Konzept wurde in den Monaten Mai bis August unter Einbindung der regionalen Touristiker erarbeitet und im Oktober 2019 fertig gestellt. Alle Angaben trotz sorgfältiger Bearbeitung ohne Gewähr.

    “It is not the strongest

    of the species

    that survives,

    not the most intelligent

    that survives.

    It is the one that is the

    most adaptable

    to change.”

    (Charles Darwin)

  • EINLEITUNG

    © Nadine Guggenberger © Georg Hofmann

  • 4

    AUSWIRKUNGEN DES KLIMAWANDELS

    CHANCEN

    Im Alpenraum schreitet die Erwärmung schneller voran (ca. + 2°C)

    als im globalen Mittel (ca. 0,85°C seit Beginn der

    Industrialisierung). Hauptverantwortlich für den

    Temperaturanstieg ist der Mensch durch seinen hohen Verbrauch

    fossiler Energieträger, der unmittelbar mit dem CO2- Ausstoß

    zusammenhängt, sowie durch die Änderungen in der Land-

    nutzung (Masterplan Klima + Energie 2020, Land Salzburg, 2015, 6). Bis zur

    Mitte des 21. Jahrhunderts wird mit einer weiteren Erhöhung der

    durchschnittlichen Jahrestemperatur um 1,3°C, bezogen auf die

    Referenzperiode 1971−2000, gerechnet und eine signifikante

    Zunahme an Hitzetagen (Tage mit Höchsttemperaturen über

    30°C) vorausgesagt. Im Bundesland Salzburg ist die Erwärmung im

    Winter sowie im Sommer annähernd gleich und betrifft das

    gesamte Bundesland gleichermaßen.

    Hinsichtlich der Niederschläge ist bereits in naher Zukunft mit

    einer leichten Zunahme des mittleren Jahresniederschlags zu

    rechnen. Laut Österreichischem Sachstandsbericht Klimawandel

    2014 deuten Modellergebnisse darauf hin, dass es zu einer

    Verschiebung der Niederschläge von Sommer und Herbst in

    Richtung Winter und Frühjahr kommt.

    Die Folgen des Klimawandels für das Bundesland Salzburg sind

    bereits zu erkennen und betreffen neben dem Naturraum, der die

    Bio-, Hydro-, Pedo- und Reliefsphäre umfasst, auch den vom

    Menschen geschaffenen Lebensraum, die Anthroposphäre. Siehe

    dazu „Strategie zur Anpassung an den Klimawandel in Salzburg“

    (Land Salzburg, 2017, 10 ff).

    Die Auswirkungen des Klimawandels werden zudem noch von

    gesellschaftlichen, ökonomischen und politischen Entwicklungen

    (z.B. demographischer Wandel, Urbanisierung, Veränderung der

    Landnutzung etc.) verstärkt.

    Durch das permanente Ansteigen der Temperaturen bietet der

    Klimawandel allerdings auch Chancen, insbesondere in Bezug auf

    die Verlängerung der Sommersaison. Es lässt sich die These

    ableiten, dass die Alpen vor einer Renaissance der klassischen

    Sommerfrische stehen. (Strategieplan Tourismus 2020, Land Salzburg, 2013, 13)

  • 5

    TOURISMUS & KLIMA

    AUSGANGS- SITUATION

    Der Klimawandel wirkt auf Land- Wasser- oder Forstwirtschaft

    und daher in vielen Bereichen, die unmittelbar mit dem Touris-

    mus zusammenhängen. Die Landschaft ist die Basisausstattung

    eines Erlebnisraumes, eine attraktive Berglandschaft ist das

    Kapital im zukünftigen Tourismus und muss sorgsam bewahrt

    werden. Allein ein Viertel der Salzburger Landesfläche liegt direkt

    auf Almgebiet. Dem umsichtigen Umgang mit den natürlichen

    Ressourcen wird auch vom Land Salzburg höchste Priorität

    eingeräumt (Strategieplan Tourismus 2020, Land Salzburg, 2013, 13).

    Die Landwirtschaft und ihre kulinarischen Ausprägungen sind

    besonders eng mit der Tourismusbranche verbunden. Mit einem

    Anteil von rund 60 Prozent an biologisch bewirtschafteter

    Landwirtschaftsfläche, trägt das Salzburger Land den stolzen Titel

    „Bio-Europameister”. Die strategische Allianz zwischen Tourismus

    und Landwirtschaft wird seit vielen Jahren gepflegt und hat

    erfolgreiche touristische Produktmarken wie den Salzburger

    Almsommer, das BioParadies SalzburgerLand, die Via Culinaria

    oder den Salzburger Bauernherbst hervorgebracht (https://unter-

    nehmen.salzburgerland.com/das-salzburgerland, abgerufen 25.9.2019). Das

    Thema Kulinarik wird ab Seite 13 detaillierter bearbeitet.

    Vor dem Hintergrund oben angeführter Szenarien und im Sinne

    eines nachhaltigen Klimawandelmanagements, stellen sich

    mittlerweile 44 Regionen in Österreich, den Folgen des Klima-

    wandels im Rahmen des KLAR!-Programms. Unterstützt durch

    den Klima- und Energiefonds werden Maßnahmenpläne erarbeit-

    et um den, klimatisch bedingten Herausforderungen bzw. den

    Auswirkungen auf Öko- und Sozialsysteme sowie W

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