Klimawandel Fertig

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Text of Klimawandel Fertig

  • Matrikelnummer: C12361686 Kurs: DT519/44 Dozent: Martin ONeill Datum: 25.03.2016

    Die Auswirkungen des Klimawandels auf den

    sterreichischen Wintersporttourismus

    Niamh Jones

  • 1

    Abstract

    Climate change is a current issue that is not associated with the tourism industry by

    many. In order to understand how the rising global temperature is affecting tourism, this study

    explores how the melting ski slopes of the Austrian Alps are negatively impacting Austrias

    winter tourism. While delving into this topic, it became apparent that the constant global

    population increase is linked tightly with the rising temperatures. Examples of the negative

    impacts caused by deforestation, animal agriculture and burning fossil fuels include melting

    icebergs, which leads to the need for snow canons. These snow canons themselves further

    contribute to climate change, as they use an extraordinary amount of energy to create snow.

    New methods of preserving the snow have been developed, such as a film that can be placed

    on the slopes to reflect sun rays and slow down the melting process. Primary research carried

    out in the form of survey and interview style questions gave first-hand experience of these

    problems, providing experience from both a number of Irish visitors and an Austrian ski

    teacher.

    As Austria is one of the most popular European ski destination it relies heavily on its

    winter tourist numbers. Since 2013, the number of overnight stays in the winter season in

    Austria has started to drop, possibly due to a lesser guarantee of snow coverage. The process

    and effects of this global change is impossible to combat at such a late stage, which leaves a

    limited number of alternatives for Austria. Towards the end of the paper, some suggestions are

    made as to how Austria could ensure steady year-round visitor numbers. Various possibilities

    such as offering cheap skiing courses for children, advertising other activities that are possible

    in the skiing regions at offpeak times as well as merging small ski resorts appear to be the

    possibilities with the most potential.

  • 2

    Inhaltverzeichnis

    1.0 Einleitung......3

    2.0 Klimawandel.........4

    2.1 Wintersporttourismus in sterreich......6

    Klimawandel und Wintersporttourismus:

    3.0 Was bedeutet das fr den sterreichischen Tourismus?........................................................8

    3.1 Die Gletscher schmelzen ab......9

    3.2 Kunstschnee....10

    3.3 Neuartige Alternative..11

    Primrforschung:

    4.0 Interview mit Doris Ziegelwanger: Skilehrerin in Schladming, Steiermark..12

    5.0 Skifahren wird immer teurer...13

    5.1 Irische Umfrage...13

    5.2 Wie sieht der zkunftige Wintersporttourismus in sterreich aus?....................................14

    5.3 Mglichkeiten fr sterreich......15

    6.0 Schluss....16

    7.0 Anonyme Anfrage...............17

    7.1 Quellenverzeichnis.........18

  • 3

    1.0 Einleitung

    Bisher wird viel Forschung ber Klimawandel betrieben. Jeder wei, dass wir unsere

    Umwelt beschdigen, und dass kleine nderungen in unserem Leben groe Auswirkungen

    haben knnen. Zum Beispiel, wenn man den Wasserhahn ausschaltet, wenn man das Wasser

    nicht benutzt, oder umweltfreundliche Glhbirnen in unseren Husern benutzt. Manche denken

    es sei ein bisschen naiv zu glauben, dass solche winzigen Vernderungen unseren Planeten

    retten knnten. Es ist zumindest ein Anfang und alles fngt langsam und klein an. Nach dem

    Klimagipfel in Paris vom 30. November bis zum 12. Dezember 2015 ist die Wichtigkeit des

    Klimawandels berall offensichtlich.

    Wenn man ber die Klimavernderung nachdenkt, kommt der Tourismus selten in

    Frage. Es ist schon klar, dass die Gletscher schmelzen und der Meeresspiegel steigt, aber was

    bedeutet das zum Beispiel fr den sterreichischen Wintersporttourismus? Dieser Bericht wird

    die Auswirkungen des Klimawandels an den sterreichischen Skipisten errtern und auch

    erklren wie wichtig der Tourismus fr die sterreichische Wirtschaft ist. Zum Schluss werden

    einige Vorschlge gemacht, wie sterreich das Beste aus der unumgnglichen klimatischen

    Vernderung machen kann.

  • 4

    2.0 Klimawandel

    Klimawandel gab es schon immer auf der Erde. Doch zur Zeit hat es die Erde mit einer

    durch Menschen hervorgerufenen globalen Erwrmung zu tun. In den letzten 100 Jahren, haben

    Forscher einen Anstieg der Durchschnittstemperatur von ungefhr 0,9 Grad Celcius gemessen.

    (IPCC: Climate Change 2007a). Die auf der Erde vorherrschenden Temperaturen sind das

    Ergebnis von vielen Faktoren, wie zum Beispiel, die Sonnenbestrahlung. Weitere Faktoren sind

    Treibhausgase wie das Kohlenstoffdioxid (CO2), das natrlich in der Atmosphre zu finden ist

    und das kurzwelliges Sonnenlicht nahezu ungefiltert auf die Erdoberflche durchlsst, aber die

    von der Erde emittierte Wrme blockiert (Podbregar, Schwanke & Frater, 2009). Dieser

    natrliche Prozess sorgt dafr, dass auf der Erde eine durchschnittliche Temperatur von +15

    Grad Celsius erhalten bleibt. Mit dem Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert, ist der

    Anteil der von Menschen verursachten Emissionen von Gasen stark gestiegen (Aktrk, 2012).

    Seit Anfang der 70er Jahre wird festgestellt, dass die CO2-Konzentration in der

    Atmosphre steigt. So wurde es im Jahr 1972 auf der ersten Umweltkonferenz der Vereinigten

    Nationen erklrt. In den 80er Jahren wurde eine Vielzahl von Konferenzen zum Klimaschutz

    veranstaltet (Oppen & Nolte, 2008).

    Wir sehen um uns herum immer mehr Hinweise auf vom Menschen

    verursachten Schden in vielen Regionen der Erde: gefhrliche Niveaus der

    Verschmutzung von Wasser, Luft, Erde und Lebewesen; groe und unerwnschte

    Strungen des kologischen Gleichgewichts der Biosphre.

    (United Nations Environment Programme, 1972)

    Die Erwrmung des Klimasystems ist offensichtlich. Beobachtungen des Anstiegs der

    mittleren globalen Luft- und Meerestemperaturen, des weit verbreiteten Abschmelzens von

    Schnee und Eis, und des stetig steigenden mittleren globalen Meeresspiegel, besttigen dieses

    Phnomen (IPCC: Climate Change 2007b: eigene bersetzung). Aber warum passiert das jetzt

    fter als frher? Hauptschlich schuld sind die Viehwirtschaft und die Verbrennung fossiler

    Brennstoffe. Aber auch die Abholzung von Wldern haben die Konzentration von

    Treibhausgasen in der Atmosphre ansteigen lassen (Paeger, 2015). Wie oben erwhnt, trgt

    die Industrialisierung der Welt ebenso stark dazu bei. Es gibt berall immer mehr Fabriken, die

    fossile Brennstoffe verbrennen. Es wird immer mehr abgeforstet, um Land fr Viehwirtschaft

  • 5

    bereitzustellen (Die Presse, 2014). Die Zahl der Menschen, die die Viehwirtschaft ankurbeln,

    und die, die Verbrennung fossiler Brennstoffe frdern, steigen mit der stetig wachsenden

    Weltbevlkerung an (3,3 Milliarden 1965 im Vergleich zu 7,4 Milliarden 2016)

    (Worldometers, 2016).

  • 6

    2.1 Wintersporttourismus in sterreich

    Tourismus spielt in sterreich schon lange eine wichtige Rolle. Schon am Anfang des

    19. Jahrhunderts war Wien ein beliebtes Reiseziel fr die Aristokratie. Der Ausbau und Neubau

    von Wanderwegen und Schutzhtten im gesamten Alpenraum hat den sterreichischen

    Tourismus einen hheren Stellenwert gebracht. Wintersporttourismus, beziehungsweise

    Skitourismus begann erst kurz vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Im Jahr 1905 wurden

    in St. Anton am Arlberg (Bundesland Vorarlberg) die ersten Skikurse angeboten (Stotter &

    Scheiber, 2010). Obwohl der Sommertourismus in sterreich seit den 90er Jahren sinkt,

    nimmt der Wintertourismus seit den 70er Jahren kontinuierlich zu (Statistik Austria, 2010).

    (Grafik 1. Entwicklung der Bettenauslastung in der Winter- und Sommersaison seit 2001,

    Statistik Austria, 2014)

    In Grafik 1. sieht man wie die bernachtungen in den Wintersaisonen seit 2001 stetig

    gestiegen sind und wie sie bis 2013 strker vertreten waren als in den Sommersaisonen.

    Hingegen ist ersichtlich, dass bernachtungen in der Wintersaison seit 2013 stetig gesunken

    sind. Man kann davon behaupten, dass der Klimawandel schon seit 2013 eine groe

    Auswirkung auf den Wintersporttourismus in sterreich gehabt hat.

  • 7

    Eine Umfrage im Jahr 2012 hat gezeigt, welche Entscheidungskriterien es fr einen

    sterreichurlaub gibt. 56 Prozent der Befragten haben sterreich wegen der Attraktivitt der

    Skigebiete gewhlt, whrend 42 Prozent der Meinung sind, dass die Schneesicherheit im

    Winter ein Urlaubsmotiv ist. Das heit, wenn zu wenig Schnee vorhanden ist, werden Touristen

    weniger wahrscheinlich sterreich besuchen, um dort einen Winterurlaub zu verbringen. Gute

    Luft und ein gesundes Klima spielen ebenfalls eine wichtige Rolle fr die Befragten (31

    Prozent).

    (Grafik 2. Entscheidungskriterien der Gste fr einen sterreichurlaub, Wirtschaftskammer

    sterreich, 2014)

    Im Jahr 2008 wurden 50 Prozent aller in Europa konsumierten Wintersporturlaube in

    sterreich verbracht. Der Hauptkonkurrent Frankreich, lag mit 14 Prozent dahinter, Italien und

    die Schweiz waren mit je 11 Prozent noch weiter abgeschlagen (WK, 2008). ber die Hlfte

    der sterreicher fuhr im Jahr 2012 ski und das meistens mindestens einmal pro Wintersaison

    (Bundesministerium fr Wirtschaft, Familie und