Klartext 05/2010

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Der 2. Klartext in 2010.

Text of Klartext 05/2010

  • Klartext

    dornbirn.gruene.at

    Liebe Dornbirnerinnen, liebe Dornbirner!Am 14. Mrz 2010 werden in Dornbirn die Weichen fr die nchsten fnf Jah-re gestellt. Eine der wichtigsten Fragen wird sein, ob wir alle erneut einer VP-Alleinregierung ausgeliefert sein wer-den, oder ob sich eine neue Politik der Nachhaltigkeit, Kooperation und ko-logischen Verantwortung entwickeln kann.

    Erstmals in der jngeren Geschichte geht die Stadt Dornbirn mit roten Zahlen in ein Wahljahr. Sinkende Einnahmen wer-den uns zu Einsparungen zwingen. Die Kernfrage wird sein, ob eine allmchti-ge VP mit 50% der Stimmen ber die Kpfe von 100% Dornbirnerinnen und Dornbirnern hinweg entscheiden wird, wo und in welchem Mae gespart wird.

    Wir Grne stehen fr eine konsensori-entierte Zukunft der Kooperation. Wir stehen fr kologie, Selbstbestimmung, Gerechtigkeit und lebendige Demokratie. Ohne Wenn und Aber werden wir erneut diese unsere Werte in die neu zu whlen-de Stadtregierung einbringen: immer auf Basis der Menschenrechte und -pflichten und ohne Unterscheidung, wer woher kommt. Ob einheimisch oder zugereist, egal welcher Religionszugehrigkeit, wir Dornbirnerinnen und Dornbirner ms-sen an einem Strang ziehen, wenn wir nicht in einem Schuldenberg versinken wollen, der uns langfristig wie ein Klotz am Bein hngen wird.

    Dornbirnergrne

    Dornbirn hat was und kann mehrKlimaschutz in der GemeindeIm Rahmen des Umweltleitbildes hat Dornbirn schon viele gute Projekte durchgefhrt. Im e5-Programm braucht es aber noch einige Anstrengungen fr ein fnftes e. Dornbirn muss energie-autark werden! Reduzierung von min-destens 30% CO2 bis 2030!

    Unsere Vorschlge fr die Stadt: Bezug von kostrom Bekleidung in den ffentlichen Ein- rich tungen (Krankenhaus, Senioren- und Pflegeheim) nach kologischen und Fair Trade-Richtlinien

    Bio- und Fair Trade-Produkte in den stdtischen Betrieben Sonne und Holz statt l und Gas: Ausbau alternativer Energien (Biomasse heizwerke) Gutshof Martinsruh soll ein biologischer Musterbetrieb werden WeltUmweltWoche fix verankern Frderung von ko-Tourismus, beispielsweise autofreies Ebnit Erleichterung und Vorrang fr Gehende und Radfahrende

    Dipl. Ing. Arch. Martin KonzetStadtrat fr Jugend und HochbauAusschsse: Jugend, Hochbau & Energie, Stadtplanungmartin.konzet@gruene.at T 0699 14 08 59 08

    Ingrid BenediktStadtvertreterin Umweltausschussingrid.benedikt@gruene.at T 05572 27 434

  • dornbirn.gruene.at

    Campus Manu Schulverbund im Zentrum von Dornbirn

    Kooperation statt Konkurrenz Dorn-birn hat dazu die ideale Ausgangsitua-tion. Im Stadtkern liegen mehrere Schu-len in unmittelbarer Nachbarschaft, angrenzend davon liegen Stadthalle und Stadtbcherei, in Rufweite befin-den sich die inatura samt Park und das Kolpinghaus.

    Ziel ist es, einen schulischen, handwerk-lichen, knstlerischen und vor allem

    gemeinsamen Lebens-, Lern- und Frei-zeitraum mitten in der Stadt, in Zusam-menarbeit mit ansssigen Vereinen, zu schaffen: vernetzt vielseitig autofrei

    Dazu wird ein gut organisiertes, struk-turiertes und vielseitiges Angebot an vernetzten Leistungskursen, Werksttten und Frdermglichkeiten in allen Ge-buden, auch abends und in den Ferien, angeboten.

    Ein gemeinsam erarbeitetes Leitbild und demokratisch errungene Vereinbarun-gen regeln den Alltag. Schn gestaltete Eingangsbereiche zum Schulgelnde ver-mitteln den Schlerinnen und Schlern Geborgenheit und betonen die Gemein-samkeiten.

    Mag.a Edith Bsch

    Freirume fr Jung und Alt Dornbirn macht ein Spielraumkonzept

    Bildung darf kein unbezahlbarer Luxus werden. Der Fortbestand unserer Ge-sellschaft wird davon abhngen, wie wir in der Forschung gemeinsame Sache machen und nachhaltiges Wissen teilen.

    Wir Dornbirner Grne werden das neue stdtische Spielraumkonzept aktiv mitge-stalten, damit sichergestellt ist, dass es al-len Generationen etwas bringt. Jung und Alt sollen gleichermaen davon profitie-ren in einem kommunikationsfrdern-den Projekt, das mehrere Generationen vereint. Gerade Kinder und Jugendliche brauchen natrliche Freirume, die ih-nen die Mglichkeit von praktischer und sozialer Erfahrung bieten. Nicht alles

    darf Design sein, die Mglichkeit ak-tiv selbstgestaltend ttig zu sein und sich dabei sozial-kommunikativ zu verstndi-gen ist enorm wichtig. Dadurch entsteht Sinnsetzung, die wiederum eine gesunde Identittsentwicklung begnstigt und Kinder sowie Jugendliche stark macht.

    Bildung ist ein soziales und kulturelles Kapital von unschtzbarem Wert das wir lngst noch nicht ausgeschpft haben.

    Wir Grne fordern deshalb: Bei Jugend und Bildung darf nicht gespart werden, denn gerade dort mssen wir investie-ren. Jugend und Bildung als nachhaltige Zukunftstrger!

    Marion Maier

    Ideenbrse An den einzelnen Schulen werden gute Ideen zur Umsetzung des Campus Manu zusammengetragen und danach gemeinsam entschieden, wie beispielsweise

    an den Eckpunkten des Gelndes knnten von den Schlerinnen und Schlern in Eigenregie, unter fachlicher Anleitung von Knstlerinnen/Knstler, Fachleuten aus dem Bereich Brunnenbau, einzigartige Brunnen inkl. Sitzgelegenheiten gebaut werden Teile der Stadthalle knnten als Jugendherberge genutzt werden ein Stadtcaf bzw. eine Mensa knnte gemeinsam umgesetzt und betrieben werden eine kleine Joggingbahn rund um das Schulgelnde und eine zweite, erweiterte Joggingbahn inkl. inatura-Park, fr alle Dornbirnerinnen und Dornbirner sowie Gste, knnten die Einheit des Gelndes betonen ein Bio-Gemsegarten knnte gemeinsam betrieben werden

    Hauptschule

    Kindergarten

    Turnhalle

    Sonderschule

    Volksschule

    Stadthalle

    inatura

    Bcherei

    Bundesgymnasium

    Jahn

    gass

    e

    Schu

    lgas

    se

    Webergasse Realschulstrae

  • dornbirn.gruene.at

    Seit 1972 findet jhrlich am 5. Juni welt-weit der Weltumwelttag statt. Anlss-lich dieses Tages veranstaltete die Stadt Dornbirn 2009 erstmalig die WeltUm-weltWoche. Ein konkreter Vorschlag:

    Im Zuge der Stadtstraenerneuerung wurde bei der Ampel an dieser Stelle ein-fach ein Zebrastreifen gestrichen. Somit ist es zu Fu nicht mehr mglich, direkt von der Straenseite Hypobank zur Bus-haltestelle beim alten Postamt zu kom-men! Die Betroffenen mssen zuerst auf die Straenseite Stadtmuseum, danach ber die Stadtstrae und dann nochmals ber die Dr. Waibelstrae gehen. Gesamt: Drei Straenquerungen!

    Unser Vorschlag:1. eine Grnphase Verkehr Stadtstrae aus- und einwrts ( )2. eine Grnphase Verkehr vom Ober-dorf in die Stadtstrae bzw. Richtung Hypotiefgarage ( )3. eine Grnphase fr den Rad- und Fu-gngerverkehr in alle Richtungen, (rot fr den gesamten Autoverkehr) ( ) somit knnte die Querung auch diagonal erfolgen. Diese Regelung hat sich in vie-len Stdten schon bestens bewhrt.

    Vorteile dieser Regelung: Wartephasen fr den Autoverkehr beim rechts Ab-biegen gibt es nicht mehr. Menschen mit dem Rad und zu Fu knnen ohne Gefahren die Straen berqueren und sind bedeutend schneller. Diese Rege-lung wrde allen Beteiligten nur Vorteile bringen.

    Ingrid Benedikt

    Grn kommt sicher!Optimale Lsung bei der Rathausampel fr alle

    Wie kommen wir voran?Der Anteil des motorisierten Straen-verkehrs am gesamten Energiever-brauch betrgt ber 30%. Der moto-risierte Straenverkehr ist damit der grte Energiefresser aller Lebens-bereiche und der hauptschliche Ver-ursacher schdlicher Emissionen: CO2, NOX und Feinstaub.

    Saubere Luft, bessere Lebensqualitt und gesundere Kinder erreichen wir nur mit einer grnen Verkehrspolitik.

    Wir fordern:

    mehr Platz fr alle nicht motorisierten VerkehrsteilnehmerInnen: Fugnger- und RadfahrerInnen neue Straenquerschnitte entsprechend den Geschwindigkeits- vorschriften, z.B. breitere Gehsteige (ohne geparkte Autos) und schmalere Fahrbahnen in Straen mit 30 km/h

    Vorrang fr alle, die zu Fu unterwegs sind: kein sinnloses Warten an roten Fugngerampeln (Grn kommt ja sicher, aber wann?) sichere und schnelle Radrouten fr den Alltagsradverkehr, besonders fr Schulkinder kein Durchzugsverkehr in Wohn- gebieten

    Bislang kann der Durchzugsverkehr die Wohngebiete (im Verkehrsplanerdeutsch Kammern) queren, um Stau auf den Hauptverkehrswegen zu umfahren. Die Kammern sollen jedoch ihren Bewohner-Innen und Gsten vorbehalten sein. Das kann ganz einfach mit Durchfahrtssper-ren erreicht werden. Wir Grne werden uns bei der berarbeitung des Verkehrs-konzeptes dafr stark machen!

    Mag.a Dr. Juliane Alton

    Fortbewegung aus eigener Kraft

    frdert das Wohlbefinden und die

    Lebensqualitt. Allein im Auto zu

    sitzen, ist nicht nur unglaublich

    ineffizient, es trgt auch trotz hoher

    Abgaben nur die Hlfte der verur-

    sachten Kosten und wird somit von

    der Allgemeinheit zwangssubventio-

    niert. Fr den LKW-Verkehr gilt:

    Er trgt nur ein Sechstel der verur-

    sachten Kosten selbst.

    Wie weit bringt mich die Energie

    einer Wattstunde?

    zu Fu: 100 m

    mit dem Rad: 225 m

    mit dem Auto: 3 m

  • dornbirn.gruene.at

    20 Jahre Impuls das wars?Seit 1988 wurde unter dem Namen Im-puls eine Art Alternative zum konven-tionellen Sommerprogramm der Bre-genzer Festspiele veranstaltet.

    Eine der Hauptsulen des Programms war immer die in unseren Breiten kaum gepflegte Kunstform des Straentheaters. Das Kulturfestival Impuls war stets mit einer zauberhaften Performance natio-naler und internationaler Straen- und ZirkustheaterknstlerInnen ein Groer-eignis in Dornbirn.

    Ohne Zweifel konnten wir auf diesen knstlerischen Hhepunkt stolz sein, bei

    den Darbietungen nationaler und inter-nationaler KnstlerInnen mit ihren un-terschiedlichen Performances, bei denen alle BesucherInnen ohne Eintritt teilneh-men konnten.

    Dass das 20-jhrige Jubilums-Festival von Impuls im Jahr 200