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Jahresrückblick 2013

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Jahresrückblick 2013

Text of Jahresrückblick 2013

  • jahresrckblick 2013

    Gemeinsam schneller helfen

  • 2ImpressumHerausgeberAktion Deutschland Hilft e.V.Kaiser-Friedrich-Strae 1353113 BonnTelefon +49 228 / 242 92-0Telefax +49 228 / 242 [email protected]ft.de

    Hochwasser

    Inhalt 3 Editorial 4 Wir ber uns 6 Einsatzfall 2013 Flchtlinge Syrien10 Einsatzfall 2013 Hochwasser Deutschland14 Einsatzfall 2013 Taifun Philippinen

    18 Ein Blick zurck Erdbeben/Tsunami Japan 2011

    20 Information der ffentlichkeit 23 Dank an Grospender24 Projektfinanzen32 Ausblick 201434 Organisation

    TaifunPhilippinen

    SyrienFlchtlinge

    Verantwortlich fr den Inhalt Manuela RobachRedaktion Moritz WohlrabMitarbeit Leo Frey (Projektnanzen)Auflage 3500 ExemplareGestaltung und Produktion www.media-team-huerth.de(korrigierter Stand, Juni 2014

    Bildnachweise Aktion Deutschland Hilft: Fulvio Zanettini: S. 2 (r.), S. 4, S. 14, S. 17; Stefan Trappe: S. 22 (oben); ADH: S. 20, S. 36 Reuters: Leonhard Foeger: S. 2 (l.), S. 13 (oben); Youssef Boudal: S.6 (oben); Erik De Castro: S. 32 (r.) Thomas Lohnes: Titel; S. 20 (oben), S. 38 privat: S. 2 (Mitte), S. 3, S.6 (unten); S. 9 (unten), S. 18, S. 37 Benja Sachau: S.7, S. 34 Hammer Forum: S. 8, S. 9 (oben) Timm Schamberger: S. 10, S. 11 (l.) ich.tv: S. 11 (r.), S13 (unten) Andre Hamann: S. 12 Help-Hilfe zur Selbsthilfe: S. 15-16 Ralf Niemzig: S. 23 ADRA: Reinhard Emrich: S. 32 (l.) iStock: Yves Grau: S. 33 www.dh-m.de: S. 35

  • 3Aktion Deutschland Hilft wurde im Jahr 2001 gegrndet die Grndervter und -mtter hatten ein Bndnis vor Augen, das bei groen humanitren Notlagen im Ausland schnelle und gemeinsame Hilfe leisten soll. Aktion Deutschland Hilft ist letztlich genau dies geworden. Dennoch: Der erste Einsatzfall fand im Jahr 2002 nicht im Ausland, sondern direkt vor der Haustr statt: die Elbeut. Uns war klar, dass wir auch in die-ser Situation vereint Hilfe leisten mssen. Gemeinsam appel-lierten unsere Mitgliedsorganisationen an die Bundesbrger, fr die Flutopfer im Osten des Landes zu spenden. 868.645,36 Euro kamen damals zusammen.

    2013, also nur elf Jahre spter, standen wir vor derselben Situa-tion: Entlang der Elbe, der Donau und der vielen Nebensse traten die Wassermassen ber die Deiche. Menschen wurden verletzt, Huser und Hfe zerstrt, Tiere gettet, Existenzen vernichtet. Niemand spricht mehr von einem Jahrhunderthoch-wasser, denn dafr sind die Flutkatastrophen entlang der Oder im Jahr 1997 und eben jene entlang der Elbe fnf Jahre spter noch viel zu prsent.

    Dank der vielen Spenderinnen und Spender, denen die Lage der betroffenen Menschen in Deutschland nicht gleichgltig war, konnten wir 2013 fr die Flutopfer in Ostdeutschland, Bayern und Schleswig-Holstein knapp 40 Millionen Euro Spenden sammeln.

    Doch die brutalen Auswirkungen des Klimawandels waren nicht nur in Deutschland zu spren Anfang November fegte Taifun Haiyan mit Rekordgeschwindigkeiten und daher auch mit bei-spielloser Zerstrungskraft ber die Philippinen. Die Stadt Taclo-ban auf der Insel Leyte wurde zum Symbolort der Katastrophe, denn hier kamen die meisten Menschen ums Leben. Unsere Mitgliedsorganisationen waren jedoch nicht nur in Tacloban, sondern in vielen anderen Regionen aktiv, um die betroffenen Menschen ungeachtet der teilweise versperrten Zugangswege zu erreichen und mit Hilfsgtern zu versorgen. Nun geht es an den Wiederaufbau.

    Im Dezember erlebte das Bndnis eine ganz besondere Zsur: Unser langjhriger Schirmherr Dr. Richard von Weizscker ber-gab das Amt an Professor Horst Khler. Unser Kuratoriumsvor-sitzender, Bundesauenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier, fand zum Abschied treffende Worte: Dass Sie, sehr geehrter Herr von Weizscker, diesem Bndnis Ihr Vertrauen geschenkt und Ihren Namen geliehen haben, das hat am Ende ganz viel zum Gelingen dieses Projekts beigetragen. Insgesamt verzeichnete Aktion Deutschland Hilft im Jahr 2013 Spendeneinnahmen in Hhe von rund 81 Millionen Euro. Fr die-se auergewhnliche Summe danken wir allen Spenderinnen und Spendern von ganzem Herzen. Unsere vereinte Form der weltweiten Nothilfe ist nur durch Menschen wie Sie mglich!

    Ihr

    Bernd PastorsVorsitzender

    Aktion Deutschland Hilft e. V.

    Ihre

    Manuela RobachGeschftsfhrerinAktion Deutschland Hilft e. V.

    Beste Gre aus dem Aktionsbro,

    Liebe Leserin, lieber Leser,

    3

  • 4Consortium 12-12, Disasters Emergency Committee, Stichting Samenwerkende Hulporganisaties, AGIRE, Humanitarian Coa-lition, Radiohjlpen, Glckskette oder Aktion Deutschland Hilft die Namen unterscheiden sich in Belgien, Grobritannien, den Niederlanden, Italien, Kanada, Schweden, der Schweiz und Deutschland voneinander, die Grundidee hingegen ist berall dieselbe: schnelle, effektive und abgestimmte Hilfe fr Men-schen in Not. Weltweit. Diese acht nationalen Nothilfe-Bndnisse haben sich unter dem Namen Emergency Appeals Alliance (EAA) zusam-mengeschlossen, um sich bei groen weltweiten Kata-strophen schnell und unbrokratisch zu informieren und Hintergrnde auszutauschen. Einmal pro Jahr treffen sie sich auf der Fhrungsebene, hier werden gemeinsame Er-fahrungen und innovative Ideen geteilt. Ein Memorandum of Understanding mit den Zielen: Erfahrungsaustausch, gemeinsames Lernen und Sammeln von relevanten Infor-mationen fr die Arbeit der Bndnisse wurde im Oktober 2013 unterzeichnet. Doch schon 2001, dem Grndungsjahr von Aktion Deutsch-land Hilft, blickte man bereits ber den bundesdeutschen Tellerrand: Das britische Disasters Emergency Committee und die Schweizer Glckskette standen fr das in Deutschland ge-plante Pendant Pate. Heribert Rhrig vom Arbeiter-Samariter-

    Bund, Manuela Robach, damals CARE Deutschland und Bert Hinterkeuser von der Arbeiterwohlfahrt hatten sich an der Chalton Street 43 in London und an der Rue des Marachers 8 in Genf (den Zentralen der beiden Bndnisse) die jeweiligen Konzepte erlutern lassen. Das Ergebnis war eine an deutsche Gegebenheiten angepasste Vorgehensweise. Eine Strategie, die noch heute die Basis ist

    Die StrategieDie bei Aktion Deutschland Hilft organisierten Bndnispart-ner fhren ihre langjhrige Erfahrung in der humanitren Auslandshilfe zusammen, um infolge einer groen Naturkata-strophe oder bei einer humanitren Krise ohne unntige Zeit-verzgerung Not leidenden Menschen zu helfen. So werden berschneidungen oder Versorgungslcken whrend der Phase der Nothilfe und des spteren Wiederaufbaus vermieden. Die Organisationen ergnzen sich und protieren von den Erfah-rungen, Strken und Strukturen der anderen zugunsten von Menschen in den Krisengebieten, sowohl in der Phase der Nothilfe als auch spter whrend des Wiederaufbaus.Bei schweren Erdbeben, Wirbelstrmen, berschwem-mungen, Drren oder kriegerischen Auseinandersetzungen kommt es zu einem gemeinsamen Spendenaufruf. Die Auftei-lung der Spendengelder erfolgt nach einem Schlssel, der die

    Nothilfe aus Deutschland: weltweit aktiv, global vernetzt

    wir ber uns

  • 5Die acht Phaseneines Einsatzfalls1. Alarmierungsphase Das Bro von Aktion Deutschland Hilft ist an verschiedene Katastrophen-Frhwarnsysteme angeschlossen. Wenn ent-sprechende Meldungen eintreffen, wird mit den Bndnispart-nern unverzglich die Schwere der Katastrophe eingeschtzt.

    2. Ausrufen des Einsatzfalls Mehrere Faktoren spielen bei der Bewertung von Katastro-phen eine Rolle: Hierbei mssen sowohl die Schwere der Ka-tastrophe als auch die Mglichkeiten der Betroffenen, sich selbst zu helfen, bercksichtigt werden.

    3. Die Hilfe startetDie Bndnispartner von Aktion Deutschland Hilft ergreifen alle notwendigen Manahmen der Nothilfe. Jene Organisa-tionen mit bestehenden Strukturen im betreffenden Land sind dabei besonders schnell einsatzbereit.

    4. Spendenaufruf Die Bndnispartner wenden sich mit einem gemeinsamen Spendenaufruf an die ffentlichkeit.

    5. Katastrophen-Fonds Bei groen Katastrophen zhlt jede Minute. Um direkte Hilfs-manahmen zu ermglichen, verfgt Aktion Deutschland Hilft ber einen Katastrophen-Fonds. Dank dieser Gelder knnen die Bndnispartner unmittelbar erste Manahmen einleiten.

    6. Koordinierungsmanahmen Sowohl in der Phase der Nothilfe als auch in der Phase des Wiederaufbaus fallen dem Bonner Aktionsbro Koordinie-rungsaufgaben zu. Die Absprachen dienen einer mglichst schnellen und effektiven Untersttzung der betroffenen Menschen.

    7. ffentlichkeitsarbeit/Fundraising Um bestmgliche Hilfe leisten zu knnen, kmmert sich das Aktionsbro parallel um die Gewinnung weiterer Spenden. Je mehr die ffentlichkeit ber die Not der Menschen erfhrt, desto grer ist die Untersttzung fr die Opfer.

    8. Evaluierung Ein wichtiger Schritt fr die Sicherstellung von effektiven Hilfsleistungen ist die kritische Nachbetrachtung der gelei s-te ten Arbeit. Dies dient dazu, dass alle an der Hilfe Beteilig ten aus ihren Fehlern lernen und sptere Einsatzflle noch zielge-richteter durchgefhrt werden. Darum investiert das Bndnis ein Prozent der Spenden in eine unabhngige Evaluierung der Hilfsmanahmen.

    Leistungsfhigkeit und das Leistungsprol der jeweils beteili-gten Hilfsorganisationen bercksichtigt. Damit die Hilfsma-nahmen umgehend anlaufen knnen, wurde der Katastro-phen-Fonds eingerichtet. Das Bndnis sammelt ganzjhrig fr diesen Fonds, um die sofortige Nothilfe whrend der nch-sten Katastrophe nanzieren zu knnen. Whrend unserer Einsatzflle werden fnf Prozent jedes Spenden-Euros fr die allgemeinen Einsatzkosten (unter anderem Spenderbe-treuung, Informations- und ffentlichkeitsarbeit) verwendet, ein Prozent iet in die Qualittssicherung (berprfung der Projekte durch externe Gutachter sowie Fortbildungsma-nahmen fr die Helfer). Die Mitglieder des Bndnisses haben sich nach dem Tsunami 2005 entschieden, das Bndnis in der deutschen ffentlichkeit fr die internationale Hilfe nach Katastrophen bekannter zu ma-chen.

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