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Informationsblatt November 2014

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www.zh.kath.ch

Text of Informationsblatt November 2014

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    Informationsblatt November 2014

    Papst Franziskus ermutigt uns in eindrcklichen Worten und Taten zum Engagement fr die Armen, Kranken und Schwchsten, treu dem Liebes-gebot Jesu Christi: Was ihr fr einen meiner geringsten [Schwestern und] Brder getan habt, das habt ihr mir getan (Mt 25,40). Kranke, Leidende und Sterbende ganzheitlich zu umsorgen und zu begleiten, gehrt seit mehr als 2000 Jahren zu den Werken der Barmherzigkeit und hat unsere abend-lndische Kultur geprgt. Auf ihr grndet unsere hochprofessionelle Ge-sundheitsversorgung. Die Katholische Kirche im Kanton Zrich sieht in der Palliative Care-Bewegung, die zunehmend in Netzwerken und interpro-fessionellen Care Teams geschieht, ein positives Zeichen der Zeit.Mit berzeugung engagieren wir uns gemeinsam mit unserer reformierten Schwesterkirche fr Palliative Care und bringen unser Knowhow der Seel-sorge und Freiwilligenarbeit im Netzwerk palliative zh+sh ein. Der pastora-le Schwerpunkt Palliative Care ist eine Realisierung der diakonischenGeh-hin-Kirche unserer Pastoralplne. In diesem Bereich knnen die Pfar-reien von der Fachkompetenz der Spital- und Klinikseelsorge pro tieren.Wir knnen viel voneinander lernen: von den Sterbenden, den Angehrigen, den Freiwilligen, den rzten und P egenden, den Seelsorgenden, den psy-chosozialen Diensten. Auf universitrer Ebene soll dieses Lernen durcheine Professur Spiritual Care an der Universitt Zrich gestrkt werden.Ich danke allen fr das vernetzte Engagement in und fr Palliative Care,das wir gemeinsam mit allen Menschen guten Willens im Kanton Zrich noch vertiefen und strken mchten. Josef Annen, Generalvikar

    Palliative Care als positives Zeichen der Zeit ////////////////////////////////////// //////////// Zwei Quereinsteiger vor der Priesterweihe////////////////////////////////////// ////////// 10 Jahre kirchliche Stelle fr Gemeindeberatung und Supervision/////// Armutsforum der Caritas wagt Visionen zu bezahlbarem Wohnen //////////////// ////////// Neue englische und italienische Missionare ernannt /////////////////////////

    Josef Annen, Generalvikar fr die Kanton Zrich und Glarus

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    Ja, ich freue mich sehr, wenn die Seelsorge Zeit hat, mit mir den Spuren meines Lebens nachzugehen vieles ist mir zeitlebens gut gelungen, doches gibt noch Baustellen. Ich war nie eine eissige Kirchgngerin, aber der Gedanken an Gott strkt mich und wird fr mich immer wichtiger. So die Worte der schwerkranken Frau B., Patientin im Unispital Zrich. Bald wird sie nach Hause entlassen und kann hoffentlich noch viele Monate bei einer guten Lebensqualitt und mit einer fachlich hochstehenden Symptomthera-pie (gute Schmerztherapie, Behandlung von Atemnot, belkeit, Angst, Hoffnungslosigkeit usw.) leben. Behandelt und begleitet wird sie auch zuhause von einem ambulanten, interprofessionellen Palliativteam.

    Nicht Sterbehilfe, sondern ein gutes Leben bis zum SchlussEs geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben. Dieser Satz stammt von der Begrnderin von Palliative Care, Dame Cicely Saunders 1918 2005. Das ist der Grundgedanke von Palliative Care: Hilfe und Untersttzung geben fr ein erflltes Leben bis zuletzt. Die gezielte Frderung einer spezialisierten Palliative Care gehrt zu einer professionel-len und menschlichen Gesundheitsversorgung. Deshalb wurde die Natio-nale Strategie Palliative Care 2010 2015 erarbeitet, um Palliative Care gemeinsam mit den wichtigsten Akteuren des Gesundheitswesens und anderen Bereichen auch aus den Kirchen schweizweit zu verankern. Deshalb haben die katholische und die reformierte Kirche im Kanton Zrich ein kume-nisch abgestimmtes Engagement und eine Strategie Palliative Care frdie kommenden fnf Jahre (2014 2018) verabschiedet. Die kumenisch abgesprochene Strategie bezieht sich auf vier Bereiche: 1. Forschung und Bildung; 2. Sensibilisierung und ffentlichkeitsarbeit; 3. Vernetzung; 4. Verankerung und kumene. Gemeinsames Ziel ist es, die Begleitung von schwerkranken und sterbenden Menschen jeden Alters noch bewusster wahrzunehmen und die interprofes-sionelle Vernetzung mit anderen Berufsgruppen im Gesundheitswesen zu strken. Die beiden Kirchen sind entschlossen, ihre Verantwortung im Bereich Palliative Care zu bernehmen und sich als kompetente Partnerin-nen zur Verfgung zu stellen. Schwerkranke Menschen und ihre Angehrige sollen am Lebensende in Institutionen und Zuhause durch gut ausgebildete und erfahrene Fachleute aus ihrer Kirche eine religis-spirituelle Begleitung, Klrung und Geborgenheit (Spiritual Care) erfahren drfen.

    Die Dienststelle der Spital- und Klinikseelsorge untersttzt Pfarreien und Kirchgemeinden gerne bei der Planung und Durchfhrung von Informa-tionsveranstaltungen zum Thema Palliative Care. Auf der Homepage der Spitalseelsorge sind auch die erwhnten Strategiepapiere und die Fortbil-dungsunterlagen zu nden. www.spitalseelsorgezh.ch

    Kirchen setzen auf Palliative Care

    Spitalseelsorgerin Lisa Palm

    Die letzte Phase des Lebens so angenehm wie mglich zu gestalten darum geht es in Palliative Care. Lisa Palm, Spital-seelsorgerin am Universittsspital Zrich, ist Beauftragtezum Thema bei der Katholischen Kirche im Kanton Zrich.

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    Geweiht werden Felix Hunger von der Dreifaltigkeitspfarrei Rti-Drnten-Bubikon, Matthias Renggli (Pfarrei Maria Lourdes, Seebach) und Audrius Micka aus der Pfarrei Hl. Maurizius St. Moritz. Die beiden in Zrich tti-gen Seelsorger gingen einen eigenen Weg, der viele erstaunt: Sie waren wirt-schaftlich betrachtet erfolgreich auf der Karriereleiter nach oben unterwegs und verliessen diese, um ihrer Berufung zum Priestertum zu folgen.

    Vom Drogisten ber den Product Manager zum PriesterIn seinem Engagement als Ministrant, spter als Pfarreirat und Firmbeglei-ter suchte Felix Hunger schon frh Antworten auf die grosse Frage, wie Je-sus-Nachfolge heute aussehen kann. Nach seiner Lehre als Drogist undeinem Abstecher zum Radio bernahm er bei einem Pharmamulti als Pro-duct Manager die Verantwortung fr ein Millionenbudget. Die Frage seiner Berufung fhrte ihn mit 28 Jahren ber den Studiengang Theologie schliess-lich an die Uni Luzern und nach Rom. Felix Hunger ist sich bewusst, dass die Frage, warum er sich fr das Priestersein entschieden hat, auch nachder Weihe immer wieder aktuell bleibt, ja sogar Krisen mit einschliesst.Seine Sehnsucht nach Leben in Flle motiviert ihn fr die Nachfolge Jesu:Als Priester mchte ich die Sakramente als Geschenk des Lebens undder Hoffnung den Menschen jeden Alters weitergeben, ihnen nahe sein undsie begleiten. Ihm ist bewusst, dass er die existenziellen Fragen nach dem Menschsein und der Berufung jeden Tag aufs Neue beantworten muss.

    Von der katholischen Schule ber den Spediteur zum PriesterMatthias Renggli erinnert sich gern an die Zeit in der Freien Katholischen Schule Wiedikon: Das ist eine gute Schule mit tollen Menschen. Ein Ort, wo Beziehungen und Freundschaften frs Leben wachsen konnten.In seinem Beruf als Spediteur lag das weltweite Organisieren von Strassen-, Luft- und Seefracht in seiner Verantwortung. Bei einem dreitgigen Aufent-halt im Kloster fragte ein Franziskanerpater ihn sehr direkt: Als Spediteur bewegst du Gter von A nach B. Gott braucht auch Spediteure. Sie bewe-gen die Seelen zu Gott hin. Hast du dir auch schon berlegt, Spediteur des Himmels zu werden?. Dieser Funke brachte die Frage, was Gott von ihm will, wieder lichterloh zum Brennen. Nach einer Jugendwallfahrt reifteder Entschluss, Priester zu werden: Wie ein roter Faden war auf meinem Lebensweg der Heilige Geist sprbar, erinnert sich Renggli nachdenklich. Ich fhle mich wie ein Segelschiff. Ich habe die Segel vor sieben Jahren gehisst und spre den Rckenwind Gottes. Ich will Transparenz Gottes leben und Zeugnis geben.

    Die Kampagne Chance Kirchenberufe informiert ber den Einstieg in kirchliche Berufe. Derzeit hngen in Zrcher Trams Plakate aus, die Seel-sorgende in ihrem Berufsumfeld zeigen. www.chance-kirchenberufe.ch

    Priesterweihe fr zwei Quereinsteiger

    Felix Hunger in seinem Bro in Rti

    Matthias Renggli im Esszimmer des Pfarrhauses Maria Lourdes in Zrich-Seebach

    Ein grosses Fest auch fr die Kirche im Kanton Zrich: Am 15. November spendet der Bischof in der Kathedrale Chur drei Mnnern das Sakrament der Priesterweihe. Zwei vonihnen sind im Kanton Zrich beheimatet.

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    Welche Frchte lassen sich nach einem Jahrzehnt erkennen?Die Stelle wirkt eher im Hintergrund und leistet mit Beratung, Supervision und Mediation unspektakulre Untersttzung, die nicht im Schaukasten ganz vorne hngt. Viel wichtiger ist, dass die Stelle bei den Seelsorgenden und kantonalen Einrichtungen bekannt ist und die Dienstleistungen bei Be-darf abgerufen werden. Generalvikar Josef Annen sensibilisiert die Verant-wortlichen und emp ehlt die Stelle in schwierigen Situationen.

    Hat die Supervision nicht eher eine Feuerwehrfunktion?Supervision lscht kaum einen Brand in einer Sitzung. Dafr ist ein Prozess erforderlich. Sie ist mehr als Krisenintervention. Sie stellt systematisch Ru-me zur Verfgung, in denen das eigene und das kollegiale beru iche Han-deln re ektiert werden. Das ist wichtig fr eine lebendige, sich entwickelnde Organisation wie eine Pfarrei. Ich wnschte mir, dass dies den Verantwortli-chen immer mehr bewusst wird.

    Gibt es Problematiken, die heute strker zutage treten als vor 10 Jahren?Ich treffe hu ger an, dass ein Arbeitsumfeld oder eine Aufgabe fr eine Person ungeeignet ist. Das kostet viel Energie, um den Alltag zu bewltigen. Kommen dann noch rger und Demtigungen dazu, macht die Situation krank. Heute gibt es mehr chronische berforderungen, mehr innere Kn-digungen und Ausgebranntsein als vor 10 Jahren.

    Welches Thema taucht berdurchschnittlich oft auf?Das Spitzenthema ist Fhrung. Gerade als Kirche sind wir eine Grossinsti-tution, die als mtterliche Glaubensinstitution und geschwisterliche Ge-meinschaft mit himmelhohen ethischen Ansprchen da steht. Zunehmend spielen in die Fhrungsthematik auch die Generationenfrage hinein sowie unterschiedliche nationale Mentalitten. Fhren ist anspruchsvoll undbentigt mehr innere Strke und Integritt als ussere Strke. Innerlich stark ist, wer Erfolge nicht privatisiert, sondern teilt, fr Fehler geradesteht und bei unangenehmen Entscheiden sein Gesicht zeigen kann.

    Was sind die drei wichtigsten Lernerfahrungen der letzten 10 Jahre?Erstens: Jede und jeder hat einen ffentlichen Marktwert, einen Ruf.Auf der anderen Seite gibt es einen Teamwert. Ich verlasse mich weniger auf den Marktwert. Zweitens: Es lohnt sich, in Kon ikten miteinander zu ringen und sie nicht machtmssig zu entscheiden. Drittens: Bei einem verbis-senen Kon ikt bin ich dankbar, in dieser Glaubensgemeinschaft zu sein. Wenn irgendwann alle fachlichen Instrumentarien ausgereizt sind, kann es mglich sein, auf Vergebung hinzuweisen. Wir haben die Mglichkeit, einander zu vergeben und Vergebung schenken zu lassen.

    10 Jahre Gemeindeberatung und Supervision

    Von Beginn an dabei:Bernd Kopp

    Generalvikar Josef Annen (l.)dankte an einer kleinen Feier Bernd Kopp fr seinen Einsatz

    Der damalige Weihbischof Peter Henrici lieferte das Konzept fr die Stelle. Seit 10 Jahren nun wirkt die kirchliche Stellefr Gemeindeberatung und Supervision eher im Hintergrund. Ein Gesprch mit ihrem Leiter Bernd Kopp.

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    Abschiedsfeier vor Grberrumung

    Im letzten Jahr wurde im Rahmen eines Pilotprojektes auf dem Friedhof Nordheim erstmals in der Stadt Zrich eine kumenische Abschiedsfeier fr Angehrige angeboten, kurz bevor die Grber und Nischen der Verstor-benen nach 25 Jahren aufgehoben wurden. Laut Bruno Bekowies vom Be-stattungs- und Friedhofamt Stadt Zrich, fand die Feier grossen Anklang. Darum entschied das Bestattungsamt zusammen mit den Landeskirchen, die Feiern auch in diesem Jahr durchzufhren und zu etablieren. In diesem Herbst werden in der Stadt Zrich Anfang November rund 3500 Grber und Grabnischen aufgehoben. Die Angehrigen wurden darum im Spt-sommer angeschrieben und zu den Feiern eingeladen. Die Nachfrage war gross, das Ritual werde sehr geschtzt, hiess es vom Bestattungsamt.Die Feier auf dem Friedhof wird von Pfarrpersonen oder Pastoralassistenten der katholischen und der reformierten Kirche geleitet. Die stimmungs volle Feier mit Musik, Gebeten, Schweigeminute und Blumen hilft laut Auskunft von Angehrigen, sich nochmals an die Verstorbenen zu erinnern und dann endgltig Abschied zu nehmen. Mehr dazu unter www.zh.kath.ch/blog

    Neue Seelsorgende bei den Missionen

    Die English Speaking Catholic Mission hat einen neuen Leiter: Boguslaw Kosmider folgt auf Father John Scully. Auch in der Missione Catolicadi Lingua Italiana (MCLI) gibt es noch in diesem Jahr nderungen.Don Tobia Carotenuto leitet neu die Pfarrei Don Bosco Zrich.Generalvikar Josef Annen, der gemeinsam mit Synodalrat, Kirchenp egen und Verantwortlichen fr Personal und Seelsorge diese Personalentscheide getroffen hat, bittet, Missionare gut aufzunehmen, und sichertseine Untersttzung zu. Im kommenden Jahr stehen weitere Personalvern-derungen bei der MCLI an sowohl in Winterthur als auch in der Unit Pastorale Zrich Oberland. www.zh.kath.ch/generalvikariat

    Informationen an Kirchenpfl egen aus erster Hand

    Rund 140 Personen aus fast allen Kirchgemeinden des Kantons haben in den vergangenen Wochen eines der vier Treffen der Kirchenp egen besucht. An 2-stndigen Abendveranstaltungen in den Kirchgemeinden Herrliberg, Geroldswil, Op kon-Glattbrugg sowie Zrich-Bruder Klaus informierten Synodalrat und Generalvikariat zum Kirchgemeindereglement und seine Vernehmlassung sowie die geplante Kantonalisierung der Paarberatungs-stellen. Joseph Bonnemain, Sekretr des Fachgremium Sexuelle bergriffe, referierte zudem zum Thema Prvention sexueller bergriffe im kirchlichen Umfeld. Unterlagen unter: www.zh.kath.ch/herbsttreffen

    Kirchenpfl egetreffen im Pfarrei-zentrum Opfi kon-Glattbrugg mit Ruth Thalman, Vizeprsidentin Synodalrat, und Joseph Bonnemain

    Gedenken an die Verstorbenen zu Allerheiligen

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    Alt werden: Lust oder Last?

    Mit der Kampagne Alles hat seine Zeit sensibilisieren Justitia et Pax, die Reformierten Kirchen der Schweiz und Pro Senectute in allen vier Landes-teilen fr das Thema Hochaltrigkeit. Gegenwrtig leben rund 1,4 Mio. Menschen in der Schweiz, die 65 Jahre und lter sind, was gut 17% der stn-digen Bevlkerung entspricht. Abschluss dieser Kampagne bildet die Podiums-diskussion zum Thema Alt werden: Lust oder Last? vom 20. November 2014 (18 Uhr) im Grossmnster Zrich, die auch von der Katholischen Kirche im Kanton Zrich mitgetragen wird. www.alles-hat-seine-zeit.ch

    Caritas-Armutsforum: Bezahlbar wohnen

    Drei wohnpolitische Visionen hatte die Caritas von einer Soziologin und Raumplanerin, einem Volkswirtschaftler von Avenir Suisse und von einem Theologen und Ethiker gefordert. Und mit diesen Inputs die Diskussionder Teilnehmenden des diesjhrigen Armutforums im Zrcher Volkshaus lanciert. Die Vorschlge sind unterschiedlich: gar keine staatliche Frderung von genossenschaftlichem Wohnbau, gegen: Die Genossenschaften als Schlsselfunktion in einer funktionierenden Nachbarschaft. Eine weitere Idee war, Anreize fr private Investoren zu schaffen, billige Wohnungen zu bauen. Fragen bleiben auch im Hinblick auf jede der drei Wohn-Visionen und die stellen sich vor allem der Gesellschaft. Wollen wir eine soziale Durchmischung oder ist es in Ordnung, wenn der soziale Status an der Adresse abgelesen werden kann? Soll das Gut Wohnen Teil einer sozialen Infrastruktur sein, die staatlich gewhrleistet wird oder soll es den Gesetzen des freien Marktes unterworfen sein? Das Fazit: Es braucht einen gemeinsa-men politischen Effort, um die Wohnsituation Armutsbetroffener im Kanton Zrich und in der ganzen Schweiz zu verbessern. www.caritas-zuerich.ch

    Dezember-Synode: Hilfe fr Krisenregionen

    An der Dezember-Sitzung der Synode ist der Voranschlag fr das kommen-de Jahr traktandiert. Fr das Jahr 2015 schliesst der Voranschlag gegenber dem Finanzplan mit einem Aufwandberschuss von 3,16 Mio. Franken um rund 1 Mio. schlechter ab. Ausserdem werden die Synodalen am 4. Dezember 2014 im Zrcher Rathaus auch darber entscheiden, ob nanzielle ber-schsse aus den Jahresrechnungen 2014 bis 2017 als Spende in Krisenregionen iessen sollen. Zustzlich initiiert der Synodale Dominik Schmidt (Bauma) in einer Motion die Frage, ob 200 000 Franken aus der Zentralkasse direkt in die Krisenregionen in Syrien und dem Irak gespendet werden sollen.www.zh.kath.ch/synode

    Nur das Auto fehlt ihm heute,sagt der 100 Jahre alte Fritz Feuz

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    Kurs: Auf Weihnachten zu: mit Bibel, Kunst und Poesie

    Fr ein paar Stunden Atem holen, loslassen, der Hektik der Vorweihnachts-zeit ent iehen. Mit Uta-Maria Kninger, Leiterin der Fachstelle fr Religi-onspdagogik, tauchen die Kursbesucherinnen und -besucher in biblische Texte ein, entdecken Bilder aus der Kunst neu und greifen literarische Ge-danken auf. Der Kurs am 3. Dezember ist gedacht als eine kreative Einstim-mung auf Weihnachten. (18 bis 20.30 Uhr, Hirschengraben 70, Zrich).www.zh.kath.ch/kurse

    Kurs: Mann und Frau im Koran

    Die Koran-Lektre des Zrcher Lehrhauses Texte Thesen Auslegungen zum Thema Mann-Frau greift die derzeit dominante Debatte zur Ge-schlechterfrage im Islam auf. Anhand ausgewhlter Texte werden deren Wirkungsgeschichte und Interpretationen aufgezeigt. Diskutiert wird unter Leitung von Rifaat Lenzin zudem die Frage, was diese Texte fr die Musli-me von heute bedeuten. Mittwoch, 3., 10., 17. Dezember 2014, 14.15 bis 16.15 Uhr, Zrcher Lehrhaus. www.lehrhaus.ch

    Buchtipp: Werkbuch Trauer und Abschied

    Im Angesicht von Tod und Abschied sind Seelsorgerinnen und Seelsorger sowie Menschen, die Sterbende und Trauernde begleiten, besonders gefor-dert. Es gilt die Emp ndungen der Trauernden einfhlsam aufzugreifen,als auch den Abschied wrdevoll zu gestalten. Das 190-seitige Werkbuch mit CD-Rom von Ulrike Voigt bietet eine Flle von Bausteinen, um Gedenk-feiern, Beerdigungen, Andachten und Abschiedsrituale zu gestalten (Reli-media, Verleih oder Verkauf, 28.90 Franken). www.relimedia.ch

    Kurs: Alles, was Recht ist Recht im Jugendrecht

    Unflle in Lagern, an Weekends oder bei Aus gen mit Jugendlichen sind nicht nur tragisch, sie lsen meist auch rechtliche Fragen aus:Wer trgt die Verantwortung? Wie kann oder muss ich mich als Veranstalter solcher kirchlicher Freizeitangebote absichern? Der Kurs vermittelt Jugendarbeitenden, Firmverantwortlichen und Pfarrei-leitenden Klarheit ber die rechtliche Situation ihrer Angebote. (Donnerstag, 4. Dezember, 9 bis 13 Uhr, Jugendseelsorge Zrich, Auf der Mauer 13, Zrich) www.zh.kath.ch/kurse oder www.jugendseelsorge.ch

    In der Hilf- und Sprachlosigkeit des Abschiedes die richtigen Worte fi nden

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    Das Informationsblatt geht elektronisch oder per Post an die Mitarbeitenden und ehrenamtlich ttigen Personen der Katholischen Kirche im Kanton Zrich.

    Herausgeber: Synodalrat der Katholischen Kirche im Kanton Zrich, Kommunikationsstelle, Hirschengraben 66, 8001 Zrich, Tel. 044 266 12 32, Fax 044 266 12 [email protected], www.zh.kath.ch

    Redaktion: Dominique Anderes, Arnold Landtwing (Generalvikariat), Kerstin Lenz, Lisa Palm, Aschi Rutz, Claudia Schneider, Viviane Schwizer

    Layout: Liz Ammann Gra k Design, ZrichDruck: Staffel Druck AG, ZrichErscheinungsweise: monatlich

    12. November Relimedia-Tag 2014

    Am Medientag 2014 stellt Relimedia neue Medien fr die kirchliche Arbeit vor. Die Medienstelle des Katholischen Mediendienstes und der Reformier-ten Medien verleiht Medien fr die Bereiche Kirche, Religionen, Ethik und Lebenskunde. Die Veranstaltung wendet sich an religionspdagogische Mit-arbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Interessierte. Die Mitarbeitenden von Relimedia stellen Unterrichtsmaterialien, Filme und Bcher fr alle Klas-senstufen vor. Das Detail-Programm ist auf der Homepage zu nden. Anmeldung erforderlich bis 10. November 2014. (9 bis 17 Uhr, Relimedia, Gemeindestrasse 11, Zrich) www.relimedia.ch

    15. November Nacht der Lichter

    Mit Gesngen und Gebeten aus Taiz laden die rmisch-katholische und die reformierte Kirche zur diesjhrigen Nacht der Lichter. Am Abend wird in-mitten hunderter Kerzen gemeinsam gesungen, gebetet und bei warmenGetrnken und Gebck beisammen gesessen. Ab 17.15 Uhr starten Work-shops in der Helferei beim Grossmnster. Einsingen im Grossmnster ist ab 18.30 Uhr. Im Anschluss Beisammensein an Feuertonnen auf dem Zwingli-platz. www.jugendseelsorge.ch

    20. November Das Abendmahl als Lachnummer

    Eine Marienstatue auf der Bhne, die zum lebendigen Vampir wird und nach einer Zigarettenpause verlangt. Das letzte Abendmahl, das sich in einer Orgie au st. Darf Kunst alles? Die Veranstaltung des Theaters Rigiblick und der Paulus-Akademie geht dem Verhltnis von Freiheit der Kunst und dem Schutz religiser Emp n-dungen nach. Ein Thema, das es auch immer wieder in die Schlagzeilender Medien schafft. Das Podiumsgesprch ndet im Anschluss an die Theaterauffhrung Monty Python Songs oder andere Verbrechen statt. (20 bis 22.15 Uhr, Theater Rigiblick, Zrich) www.paulus-akademie.ch

    Das Relimedia-Gebude ander Gemeindestrasse in Zrich

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