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Informationsblatt der Priesterbruderschaft St. Petr · PDF fileP59231_Petrus_Info219.indd 4 20.04.11 14:54 Mai 2011 Informationsblatt der Priesterbruderschaft St. Petrus 5 mit seiner

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  • Informationsblatt der Priesterbruderschaft

    St. Petrus 21. Jg. Nr. 219/5 B6568 „Die Kirche, die Säule und Standfeste der Wahrheit“ (1 Tim 3,15). Mai 2011

    Anbau Priesterseminar: Tapeziert, Gerüst abgebaut und vieles mehr! Im Heiligen Land Einladung zur Priesterweihe in Wigratzbad „Zu viel Glauben“ – über den Aberglauben Die ‚liberale Agenda‘ in der Kirche ist verpufft! Papst Benedikt XVI. und die verlorenen Söhne Termine Chartres Wallfahrt

    „Ich will mich nochmals vollkommen der Gnade des Herrn anvertrauen. Er selbst wird entscheiden, wann und wie ich mein irdisches Leben und mein Hirtenamt beende. Im Leben und im Tod Totus Tuus durch Maria, die Unbefleckte. Indem ich schon jetzt diesen Tod akzeptiere, hoffe ich, dass Christus mir die Gnade des letzten Geleits gibt, das heißt mein Ostern. Ich hoffe auch, dass sie diese auch für jenes wichtigste Anliegen fruchtbar macht, dem ich zu dienen suche: die Rettung der Menschen...“ Papst Johannes Paul II. Aus dem Testament März 1980

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  • 2 Informationsblatt der Priesterbruderschaft St. Petrus Mai 2011

    Anbau Priesterseminar: Tapeziert, Gerüst abgebaut und vieles mehr! von Klaus Peter Kuhn Die Arbeiten an unserem Anbau gehen voran. Der Fortschritt ist überall sichtbar. Eine bestimmte Arbeit konnte aber auch besonders gut hören und das aus folgendem Grund: Unsere bestehende Brand- meldeanlage sei nach Auskunft der Fa. Siemens bereits veraltet. Man könne den Anbau nicht mit dieser verbinden. Folglich musste eine neue Anlage her. Dabei kam das günstigste Angebot diesmal nicht von Siemens. Nach dem Austausch der Melder und der Meldeanlage führte man ein Testprogramm durch - und einen Feueralarm muss man natürlich auch hören. Die neue Anlage funktioniert - un- überhörbar. Zurück zum Neubau. Der Zugang vom Treppenhaus musste mir neu- en Brandschutztüren ausgestattet

    Im Innenhof wird bereits an der Gestaltung gearbeitet: zunächst müssen die „Betonreste“, die beim Auskippen entstanden, entsorgt. werden.

    werden. Neue Vorschriften, neue Normen, somit neue Türen. In den Zimmern ist der auffälligste Fortschritt, dass die Wände und Decken mittlerweile tapeziert und gestrichen sind. Zusammen mit der fast fertigen Elektroinstallation erweckt dies schon den Eindruck einer gewissen Wohnlichkeit. Die Böden sind noch nicht fertig, hier sind wir im Verzug. Wie be- richtet, funktioniert die Fußboden- heizung schon, doch die Trocknung des Estrichs war nicht ausreichend, wie eine Messung ergab. Also Nachheizen, bevor der Bodenleger arbeiten darf. Bei Außentempera- turen von 25 Grad die Heizung wieder laufen zu lassen, wirkt be- fremdlich. In den Bädern wurden nun die Decken geschlossen. Dazu begann man mit der Montage

    der Waschbecken, Toiletten und Armaturen. Auch dies verstärkt den positiven Gesamteindruck.

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  • Mai 2011 Informationsblatt der Priesterbruderschaft St. Petrus 3

    Auf den beiden großen Bildern kann man gut erkennen, dass auch außen sich viel getan hat: Der Ver- putz hat nun seinen Anstrich erhal- ten, wobei die Farbe allerdings nicht ganz identisch mit der des Bestands hergestellt werden konnte. Dann wurden die Rolläden und die soge- nannten französischen Balkone, also die Gitter montiert. Fertigestellt

    Der neue Aufenthaltsraum im Dachge- schoß.

    Die Rückseite des Neubaus. Die Fenster sind offen, damit die feuchte Luft aus dem Estrich entweichen kann

    Selbst die Abstellkammern für Putzmittel und Staubsauger, sehen mittlerweile ansehnlich aus.

    Weiterhin wurde der Gruppenraum im Dachgeschoss - als Treffpunkt für den ersten Jahrgang - in der Zwischenzeit vertäfelt und mit Lampen versehen. Es fehlt hier noch der Boden sowie ein großer Einbauschrank.

    wurden auch die Regenfallrohre und Blitzableiter. Schließlich konn- te das Gerüst, das mit dem Gebäude immer mitgewachsen war, abgebaut werden. Wieder ein sehr erfreulicher Anblick! Nun fehlt außen noch die Nottreppe und die Zufahrt zur An- lieferung und zum Fettabscheider der Küche. Zusätzlich muss vor dem Gebäude noch ein befestigter Stellplatz für ein Feuerwehrfahrzeug angelegt werden, sowie die gesamte Innenhofgestaltung. Die Anpflan- zung der Bäume und Sträucher werden wir selbst vornehmen, zu dem Zeitpunkt, der für eine An- pflanzung günstig ist.

    Kritisch ist also im Augenblick nur der Estrich, der noch zuviel Feuchtigkeit enthält. Das wirft uns zur Zeit etwas zurück, doch gehen wir davon aus, dass der Schreiner mit dem Aufstellen der Möbel vor der Einweihung noch rechtzeitig fertig wird. Die Zimmertüren setzen wir erst nach dem Aufstellen der Möbel ein, damit vermeiden wir Beschä- digungen.

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  • 4 Informationsblatt der Priesterbruderschaft St. Petrus Mai 2011

    Mit Maria ziehen wir zum Mari- enbrunnen, wo sie für Jesus und Joseph Wasser geholt hat. Heute führt der Weg mitten durch den lebendigen Markt. Als Jesus im Erwachsenenalter in seiner Heimatstadt lehrte, wurde er von aufgebrachten Zuhörern zum „Berg der Schrecken Mariens oder des Abgrundes“ hinaus gestoßen. Das Blumenmeer aus rosafarbenen Zyklamen, lila Iris (ob das wohl die Feldlilien sind, von denen Jesus spricht?), feuerroten Tulpen und Anemonen machen uns die Schre- cken leicht vergessen. Von hier aus ist der Berg Tabor unverkennbar. Auch ihn besteigen wir, die Flora (und auch die am Ort der Verklä- rung erbaute Basilika) ist ebenfalls überwältigend, gut versteht man die spontane Aussage der Jünger - hier lässt es sich wirklich gut sein. Jalla! Auf zum Erneuern der Ehe- und Ordensversprechen. Bevor wir in Kana ankommen, gibt Pater Ramm Müsterchen aus dem Ehe- leben zum Besten, wenig später in der Kirche hören wir bewegt auf seine tiefen Worte über eben dieses Sakrament. Der See Genezareth verzaubert uns

    Spät nachts oder frühmorgens, je nach Empfinden, empfängt uns die älteste Hafenstadt der Welt, Jaffa, mit einem echt arabischen Frühstück in einem echt arabischen Restaurant. Die meisten haben im Flugzeug nicht eben lang geschlafen, zu groß die freudige Aufregung. Für viele ist es nun der erste Kontakt mit Hummus. Was da so undefinierbar breiig neben dem Fladenbrot auf dem Teller liegt, erfreut nicht je- den. Besonders junge Ur-Schweizer („Was der Bauer nicht kennt …”) plagen sich mit hartnäckigen Vorbe- halten und kosten nicht. Doch bis am Ende der Reise wird sich noch manche Gelegenheit ergeben. Die Altstadt von Jaffa/Joppe (diese Stadt ist heute praktisch zusam- mengebaut mit dem modernen Tel Aviv) heißt uns sonnig warm willkommen in ihren stilvollen alten Gassen. Vor dem Haus des Gerbers hören wir aus der Apostel- geschichte, wie der hl. Petrus Tabita vom Tode erweckte. Ein gewaltiger Eindruck – wir sind tatsächlich auf den Spuren Jesu! Wie damals seine Jünger! Schon die Propheten und Könige des AT kannten Jaffa. Und jetzt sind wir hier! Mit dem Bus geht’s nordwärts ent- lang der Mittelmeer-Küste nach Cä- sarea Maritima, der feudalen Stadt, die sich Herodes der Große im 1. und 2. Jahrzehnt vor Chr. erbauen ließ. Fröhlich erklettern wir die steinernen Sitzreihen (4‘000 Plätze!) des Theaters und tummeln uns in den Resten der einstmals stattlichen Bauwerke. Die frische Meeresbrise weht die letzte Morgenmüdigkeit weg. Der hl. Petrus wurde in Jaffa aufgefordert, hierhin nach Cäsarea zu gehen und den Heiden Cornelius zu taufen. Unweigerlich machen wir uns

    Hannas (unser palästinensischer Buschauffeur) Lieblingsruf „Jalla“ zu eigen. Es kann vom aufmun- ternden „los geht’s“ über „kommt bitte“ bis zum fordernden „dalli, dalli, ruckzuck, zackzack“ so ziem- lich alles bedeuten. Jalla! Pünktlich strömen wir in den Bus und fahren ins Karmelgebirge. Tatsächlich, so wie die Muttergottes auf dem braunen Karmelskapulier und den Heiligenbildchen abge- bildet ist, so thront sie hier in der Stella-Maris-Kirche über der Grotte des Propheten Elias und schaut gütig auf uns nieder. Gegen Abend empfangen uns die Nazarethschwestern. Bei ihnen geht es uns prächtig: Hauskapelle, unterirdische Ausgrabungen aus der Zeit Christi inkl. kompetenter Führung einer Schwester direkt im Haus, hauseigene possierliche Schildkröten. Die hl. Messe bei der Verkündigungsgrotte, da, wo Gott Mensch geworden ist, bildet den feierlichen Abschluss dieses ersten Tages. Obwohl voll von Eindrücken, möchten wir am liebsten das Schlaf- bedürfnis ignorieren und die Plätze der Verkündigung Mariens und der Kindheit Jesu nicht mehr verlassen.

    Im Heiligen Land Pilgerfahrt mit Pater Martin Ramm vom 15. bis am 30. März 2011 von Ruth Meyer

    Nazareth

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  • Mai 2011 Informationsblatt der Priesterbruderschaft St. Petrus 5

    mit seiner Ruhe und seiner Schön- heit. Was gibt es Erquickenderes, als am Fest des hl. Josef bei Vollmond und Froschkonzert in diesen ge- heiligten Wassern den Schöpfer zu preisen? Leider ließen sich zu viele Pilger davon abhalten, doch viel- leicht beim nächsten Mal? Denn, so hat man uns garantiert: Krokodile gibt es hier keine!! In unmittelbarer Nähe unseres Ho- tels in Tiberias befindet sich keine Kirche, doch die Hl. Messe am Ufer dieses Sees, an und auf dem Jesus so reich gewirkt hat, hin zur aufgehenden Sonne, ist besonders

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