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Informationsblatt der Priesterbruderschaft St. Petr · PDF fileErzbischof Bernard Jacque-line. Ihm sei dieser kurze Nachruf gewidmet. Bernard Jacqueline wurde am 13. März 1918 zu

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  • 17.Jg. Nr.173/4 B6568 Der Herr ist wahrhaft auferstanden und ist dem Simon erschienen! (Luk 24,34) April 2007

    Neue Hoffnung für Amsterdam Erzbischof Jacqueline Bericht über Mädchenfreizeiten Österliche Freude - eine Besinnung Termine

    Informationsblatt der Priesterbruderschaft

    St. Petrus

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  • 2 Informationsblatt der Priesterbruderschaft St. Petrus April 2007

    Hoffnung und neue Niederlassung in Amsterdam

    Kirche St. Agnes

    Auf Wunsch des Pfarrgemeinderates der Pfarrei St. Agnes wird unsere Bruderschaft von nun an in dieser Pfarrei arbeiten können, um auf diese Weise dort zu einem Neuaufbau des kirchlichen Lebens beizutragen. Die Pfarrei kämpfte mit einer sta- gnierenden Teilnehmerzahl an der Sonntagsmesse und wurde mit einem neuen Problem konfrontiert: der ge- genwärtige Pfarrer wird 2008 in den Ruhestand treten und die Diözese konnte keinen Nachfolger verspre- chen. Auch bestand die Gefahr der Schließung der Pfarrkirche. Die Priesterbruderschaft St. Petrus glaubt, dass eine Neuevangelisierung, die von einer Neubesinnung auf den authentischen katholischen Glauben ausgeht, es nicht daran fehlen lassen wird, Früchte zu bringen. Diese Sichtweise der Dinge zog die Auf- merksamkeit der Pfarrei derart an, dass sie die Priesterbruderschaft zu einer Probezeit von sechs Monaten einlud. Drei Monate später haben sich viele positive Zeichen bemerkbar gemacht: die Teilnahme an den Gottesdiensten wie auch das tägliche

    Pfarrleben hatte zugenommen, neue Ideen sind entstanden und neue Kontakte sind hergestellt worden. Eine Vertiefung des Glaubens findet statt, die Anzahl der Beichten ist beträchtlich angestiegen, Messdiener haben sich gefunden, Kinder und Jugendliche sind wieder in der Kirche zu sehen. Es gibt auch einen jungen Mann, der wünscht, die Taufe nach einer angemessenen Vorbereitung zu empfangen.

    P. Martin Knudsen

    Wie haben die „alteingesessenen“ Pfarrmitglieder das Kommen unserer Bruderschaft empfunden? Ich gebe hier drei Zeugnisberichte wieder: Nach Jahren mit einer kritisch niedrigen Teilnehmerzahl an der Sonntagsmesse und einem stufen- weise erlöschenden kirchlichen Leben kam plötzlich ein junger Pater in unsere Pfarrei, um dort in sehr kurzer Zeit neues Leben zu wecken. Die Tiefe der tridentinischen Mes- se zog Neulinge an und führte zu interessanten Gesprächen über die Glaubensvertiefung. In kurzer Zeit wurde die Kirche St. Agnes ein Ort der erneuerten Anregung und Vertie- fung des Glaubens für viele, die sich dort bald zu Hause fühlten und nach der Sonntagsmesse noch blieben, um eine Tasse Kaffee zu trinken. Ich wollte persönlich daran aus der Nähe teilnehmen und es ergaben sich an- regende Gespräche mit P. Knudsen, in denen die Tradition in der Lage schien, sich auf erstaunliche Weise mit unserer modernen Gesellschaft in einer fortwährenden Entwicklung in Einklang zu bringen.

    Judit Kolster

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  • April 2007 Informationsblatt der Priesterbruderschaft St. Petrus 3

    Vergangenen Februar ver- starb ein Prälat, der un- serer Bruderschaft herzlich zugetan war und mehr als einmal Weihen in unserem Seminar gespendet hatte: Erzbischof Bernard Jacque- line. Ihm sei dieser kurze Nachruf gewidmet. Bernard Jacqueline wurde am 13. März 1918 zu Saint- Lô, in der Normandie gebo- ren und am 12. März 1944 zum Priester geweiht. Ob- wohl er sich eigentlich stets ein seelsorgliches Wirken in seinem Heimatbistum Coutances vorgestellt hatte, trat er später gemäß der Maxime des hl. Franz von Sales „Nichts erbitten, aber auch nichts zurückwei- sen“ in den Dienst des Hl. Stuhls. Er wirkte auch an der französischen Nationalkirche in Rom, San Luigi dei Francesi. Im Alter von 64 Jahren empfing er nach der Ernennung zum Apo- stolischen Pro-Nuntius von Bu- rundi die Bischofsweihe mit dem Titel Erzbischof von Abbir Maius. Später wurde er Pro-Nuntius von Marokko, in welcher Funktion er im Jahr 1993 emeritierte. Darauf- hin lebte er zwar relativ zurückge- zogen, war jedoch weiterhin ein Hirte aus innerem Herzensdrang (vgl. 1 Petr 5,2). Auf mannigfache Weise brachte er seine Unterstützung für die über- lieferte Liturgie zum Ausdruck, nicht zuletzt auch durch Weihe- spendungen in unserem Seminar.

    Unter anderem verdanken ihm die Priester unserer Bruderschaft, die am Vigiltag der hl. Apostel- fürsten Petrus und Paulus, dem 28. Juni 1997 die Weihe empfin- gen, ihr Priestertum. Die Predigt zu seinem 60. Priesterjubiläum beendete Erzbischof Jacqueline mit Gebetsworten aus der Feder Kardinal Newmans: „Führe Du, mildes Licht, führe Du mich hinan!“ Am 26 Februar dieses Jahres, nur wenig vor seinem 89. Geburtstag, wurde er vom ewigen Hohenpriester aus dieser Welt abberufen. O Herr gib ihm die ewige Ruhe – und das ewige Licht leuchte ihm!

    V R.I.P. Erzbischof

    Bernard Jacqueline

    Die tridentinische Messe und alles, was sie mit sich bringt, ist vollkom- men in die Struktur der Kirche St. Agnes integriert. Da P. Knudsen nur am Wochen- ende hier ist, ist er überlastet. Er muss hier die heilige Messe freitags, samstags und sonntags (um 12Uhr) zelebrieren; zusätzlich hört er die Beichten der Gläubigen, bereitet die Kinder auf die Erstkommunion vor, redet mit den Eltern, die ihre Kinder taufen lassen wollen. Auch die gewöhnlichen seelsorglichen Besuche fordern von ihm viel Zeit. Außerdem sieht man ihn immer öfter auf dem Fahrrad, um den Kranken die heilige Kommunion zu bringen. All dies sind positive Entwicklungen und dies in einem derart kurzen Zeitabschnitt. Für das nächste Jahr haben wir geplant, mit Katechis- musunterricht für die Kinder zu be- ginnen. Die Vorbereitungen hierfür sind bereits im Gange. Obwohl nur wenig Zeit vergangen ist, können wir sagen, dass wir als Pfarrmit- glieder von St. Agnes erfreut über die Entwicklungen sind.

    H. J. M. Govers, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates

    In der Kirche St. Agnes hat sich seit September mit dem Beginn der tra- ditionellen Liturgie viel verändert. Zur Sonntagsmesse um 12 Uhr kommen viele bisher unbekannte Teilnehmer von überall her. Dies hat der Kirche St. Agnes ein neues Gesicht gegeben und auch mehr finanzielle Mittel, die für eine drin- gende Restaurierung nötig sind. Ich wünsche P. Knudsen viel Erfolg;

    F. Braam, Pfarrer der Kirche St. Agnes

    beim Pontifikalamt am 28.6.1997 in Wigratzbad

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  • 4 Informationsblatt der Priesterbruderschaft St. Petrus April 2007

    Ich komme wieder! Über die Mädchenfreizeiten berichtet Agnes Vormittag

    Nachdem ich schon mehrere Male an einer Mädchenfreizeit von P. Recktenwald teilgenommen habe, muss ich sagen, dass es bis jetzt kein Ereignis gab, von dem ich sagen könnte, dass es mir nicht gefallen habe. Vieles, was man dort erlebt, verbindet man mit Freundschaft, Spiel, Spass und dem richtigen Maß an religiöser Glaubensvermittlung. Der Höhepunkt einer Mädchen- freizeit war der Besuch bei Radio Horeb und der Blick hinter die Kulissen. Der Nervenkitzel ließ das Herz bis zum Hals schlagen, als uns klar wurde, dass uns jetzt jeder auf der ganzen Welt hören konnte, der gerade das Radio auf diesen Sender eingeschaltet hatte. Es war ein aufregendes Gefühl, etwas tun zu dürfen, was nicht selbstverständ- lich ist. Die verschiedenen Gelegenheiten, bei denen gebastelt wurde, sorgten für das nötige Maß an kreativer Entfaltung. Auch solche Dinge wie das Bibelquiz bleiben mir unver- gesslich. Man versuchte weiter zu kommen und gegebenenfalls auch die Beste des Abends zu werden.

    Aber egal, wer gewann, man freute sich mit ihm, denn nicht nur Er- eignisse, Sportwettkämpfe und Er- folge waren uns wichtig, son- dern vor allem d i e Freund- schaften, die s i c h e n t w i - ckelten. Das ständige Zu- sammensein, das Verständ- nis füreinander und das Wohl- wollen für den anderen stärk- ten den Zusam- menhalt. Es gab niemanden, den man ausschloss, weil er nicht modisch genug gekleidet war oder bestimmte Eigenschaften nicht besaß. Die wichtigen D i n g e d e s ch r i s t l i chen

    Glaubens und die religiösen Werte wurden uns auf eine Art und Weise vermittelt, die unserem Alter ange- passt war. Keine langweiligen, nicht enden wollenden Vorträge warteten auf uns, sondern interessant gestal- tete Besuche, Vorträge und Spiele machten die verschiedenen Dinge leicht verständlich. Auf einem Schriftenstand standen uns span- nende Geschichten und Lebensbe- schreibungen zur Verfügung. Auch die Leiterinnen spielten eine entscheidende Rolle. Sie konnten regeln, was eben nur Frauen regeln können, und waren für alle Mäd- chen eine Anlaufstation für alle Fragen und Probleme. Jede Mädchenfreizeit ist für mich ein schönes Erlebnis, und ich kom- me gerne wieder.

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  • April 2007 Informationsblatt der Priesterbruderschaft St. Petrus 5

    Österliche Freude – eine Besinnung von P. Dr. Martin Lugmayr

    „Erschrecket nicht!“ - dieses Wort wurde Maria aus Magdala, Maria, der Mutter des Jakobus, und Salome von einer lichten Gestalt gesagt, als sie das Grab Jesu leer vorfanden (vgl. Mk 16,6). Diese verkündete ihnen die siegreiche Osterbotschaft: „Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden – er ist nicht hier. Seht, da ist die Stelle, wo man ihn hingel