industrial 2503

  • View
    217

  • Download
    1

Embed Size (px)

DESCRIPTION

 

Text of industrial 2503

  • medianet.at

    industrial technology

    Multi Carrier Flexibles Transportsystem von Festo und Siemens 61

    Digitaldruck Neue Maschine von Heidelberg und Fujifilm 64

    Vernetzt Bosch startet mit einem eigenen Cloud-Service 64

    TU Wien Technischer Trick macht Aluminium spritzgussfhig 63

    KooperaTion

    Der Leichtbau im FokusLINZ. Die WKO Obersterreich veranstaltet gemeinsam mit der IHK Niederbayern und der Business Upper Austria am 19. April ein lnderbergreifendes Kooperationsforum fr den Technologiebereich Leichtbau.

    Interessenten knnen sich im Vorfeld (bis sptestens 14. April) online registrieren und ein detailliertes Kooperations-profil erstellen.

    Ab dem 29. Mrz knnen dann unter allen registrierten Teilnehmern Gesprchspartner fr 4-Augen-Gesprche ge-bucht werden. (red)

    Freitag, 25. Mrz 2016 CoVer 57

    A

    leo

    Sol

    ar

    Schwellenlnder haben mehr energie als europaIn Europa stockt die Energiewende, das weltweite Wachstum wird vor allem von Schwellen- und Entwicklungslndern getrieben. 58

    Digitalisierung Mehr Outsourcing durch fehlendes Know-how.

    V

    DI

    62

    www.vsl.atTel: +43 2236 615 72 0

    Verpackung - Koffer - Flightcase

    D

    awgh

    aus

    Pho

    togr

    aphy

    Lagerarbeiter 4.0 Die Logistikbranche zhlt zu den groen Wachstumssegmenten fr Roboter. 60

    TU Wien

    Wirautomatisieren. automatisieren. Sicher.

    Pilz GmbH pilz@pilz.at www. pilz.at

    Sicher.

  • medianet.at58 Coverstory Freitag, 25. Mrz 2016

    MNCHEN. Die Zeichen fr die Solarbranche stehen auf Wachs-tum; dem Weltmarkt fr den Be-trieb und die Wartung von PV-Kraftwerken wird in den kommen-den Jahren ein krftiger Zuwachs attestiert: Laut der von GTM Re-search und Solichamba Consulting herausgegebenen Studie Mega-watt-Scale PV O&M and Asset Ma-nagement 20152020 wird er bis 2020 auf ber 488 GW steigen.

    Crowdfunding & CoOb sich diese Prognosen erfllen, hngt zu einem wesentlichen Teil von Anlagenfinanzierung ab. Vor dem Hintergrund rcklufiger Ein-speisevergtung hat sich die Solar-branche bereits in den vergange-nen Jahren verstrkt um neue Ge-schfts- und Finanzierungs modelle

    bemht. Allerdings zeigen interna-tionale Vergleiche, dass Europa hier noch einigen Aufholbedarf besitzt. Daher wurde dieses Thema heuer in den Fokus der Intersolar Europe Conference gestellt, die im Vorfeld der Intersolar Europe Fach-messe in Mnchen am 21. und 22. Juni stattfindet.

    Strategien der InvestorenIn der Session Europes Todays and Tomorrows PV Financing Landscape am ersten Konferenz-tag bieten Experten von Bloomberg einen aktuellen berblick ber die derzeitige Situation und Trends in Europa, die Anlagestrategien der Investoren sowie verschiedene Finanzierungsmglichkeiten fr private und gewerbliche Anlagen. Der Vortrag The Role of Financial

    Institutions and the Participation of the Crowds for PV Development zeigt die Vor- und Nachteile inno-vativer Finanzierungsformen wie Crowdfunding gegenber etablier-ten Brgerbeteiligungsmodellen auf.

    Auf der Agenda der Konferenz stehen zudem die aktuellen Trends auf den globalen und regionalen Photovoltaikmrkten, komplexe Groprojekte, Solar-Diesel-Hyb-ridsysteme, Kraftwerke mit Gro-speichern, Energiemanagement-systeme sowie der kosteneffiziente Anlagenbetrieb.

    Unter dem Motto Solar meets Wind werden darber hinaus die Herausforderungen und Chancen, die sich aus dem Zusammenspiel zwischen Solar- und Windenergie ergeben, thematisiert. (red)

    Frhjahr begonnen, die Produktion soll noch im ersten Quartal 2017 starten.

    Wir investieren dort, wo wir gute Geschftsbedingungen vor-finden, erklrt Markus Tacke, CEO der Siemens Wind Power and Rene-wables Division.

    Ziel der marokkanischen Regie-rung ist es, bis 2020 rund 42% sei-nes Energiebedarfs durch Erneu-

    Von Britta Biron

    BERLIN. Die Energiewende mag eine europische Erfindung sein, mittlerweile sieht es aber eher da-nach aus, dass die Alte Welt zuneh-mend ins Hintertreffen gert.

    Einer Analyse von IHS Inc zufol-ge rangiert Deutschland beim Pho-tovoltaik-Zubau zwar weiterhin un-ter den Top-Nationen, wird heuer allerdings von den USA und Japan berholt und damit von Platz zwei auf Platz vier abrutschen.

    Dass sich am deutschen bzw. auch europischen PV-Markt seit Jahren wenig bewegt, sei, so IHS-Analystin Josefin Berg, vor allem auf die Krzungen bei den Frde-rungen zurckzufhren. Auf globa-ler Ebene zeige sich dagegen wei-terhin ein starkes Wachstum. Denn fr heuer wird mit zustzlichen 69 GW (2015: 59 GW) und damit einer installierten Gesamtleistung von mehr als 310 GW gerechnet. Ein hnliches Bild zeigt sich auch bei der Windkraft. Mittlerweile bersteigt die Windkraftleistung in China mit 145 GW jene Europas mit 142 GW.

    Boom-Markt AfrikaVom weltweiten Boom der Erneu-erbaren Energien profitiert Europa aber dennoch.

    So hat Siemens im Vorjahr den grten jemals in Afrika vergebe-nen Auftrag fr Windenergieanla-gen erhalten. Dabei handelt es sich um drei Groprojekte eines von Mainstream Renewable Power ge-fhrten Konsortiums in Sdafrika.

    Der deutsche Konzern hat krz-lich auch bekannt gegeben, in Ma-rokko ein Werk fr Windkraftroto-ren zu errichten. Das Investitions-volumen betrgt mehr als 100 Mio. . Mit dem Bau wird noch dieses

    erbare Energien zu decken davon ein Fnftel durch die Windkraft.

    Schwellenlnder werden grnMarokko ist ein hervorragen-der Standort, um die wachsenden Onshore-Mrkte in Afrika, dem Mittleren Osten und Europa zu be-dienen, so Tacke weiter.

    Zunehmend auf saubere Ener-giequellen wollen knftig viele

    Schwellenlnder setzen. So ist vor Kurzem der Pollo Solar Park, das bisher grte Photovoltaik-Kraft-werk der Philippinen mit einer Leistung von 132,5 MW, in Betrieb gegangen.

    In Bau befindet sich in Chile der-zeit die PV-Anlage La Silla; sie wird das erste PV-Kraftwerk der Welt, das neuartige doppelseitige und smarte Module mit herkmmlichen Modulen kombiniert. Damit soll die Strom-Produktion im Vergleich zu einer herkmmlichen Anlage derselben Gre um 510 Prozent gesteigert werden.

    Chancen fr EU-WirtschaftErneuerbare Energie ist in vielen Entwicklungslndern die wirt-schaftlich gnstigste Energie-quelle, ist Thani Al Zeyoudi vom Auenministerium der Vereinigten Arabischen Emirate berzeugt.

    Allerdings bentigen viele dieser Lnder bei ihren ambitionierten Plnen finanzielle Hilfe.

    Mindestens acht Mrd. wollen allein europische Lnder gemein-sam aufbringen insgesamt fnf Mrd. haben Deutschland und Frankreich bereits zugesagt, um Projekte in Afrika zu untersttzen. Nicht ganz uneigenntzig, denn man hofft durchaus zu Recht auf Auftrge fr die Unternehmen in der EU. Europas Windenergie-Industrie hat einen Marktanteil von 40 Prozent und ist in techni-scher Hinsicht fhrend. Um weiter-hin wettbewerbsfhig zu bleiben, brauchen wir auch einen starken Heimatmarkt, meint Giles Dick-son, CEO derEuropean Wind Ener-gy Association.

    An der schwelle zur energiewende Treiber des anhaltenden weltweiten Wachstums der Erneuerbaren Energien sind vor allem Schwellen- und Entwicklunglnder.

    smarte energiezukunftEiner der Schwerpunkte der diesjhrigen Intersolar Europe Conference sind alternative Finanzierungsmodelle.

    Neues Werk 100 Mio. inves-tiert Siemens in eine Rotorblattfer-tigung in Marokko, von wo aus ab 2017 Mrkte in Afrika und Asien beliefert werden.

    Die Intersolar Europe Conference findet am 21. und 22. Juni in Mnchen statt.

    Grnes Afrika Der Schwarze Kontinent hat in Sachen Ener-gieversorgung noch groen Aufholbedarf, und viele afrikanische Lnder wollen den wachsenden Energiehunger aus erneuerbaren Quellen stillen. Neben der Tech-nik kommt dafr auch Geld aus Eu-ropa. Deutschland und Frankreich planen, ein 8 Mio. -Finanzpaket zu schnren, mit dem Projekte in Afrika untersttzt werden sollen.

    8 Mio.

    S

    iem

    ens

    S

    olar

    Pro

    mot

    ion

    Gm

    bH

  • medianet.at Freitag, 25. Mrz 2016 EnErgiE & rEssourcEn 59

    DARMSTADT. Rund 70% der in Europa verwendeten flammge-schtzten Kunststoffe sind halo-genfrei und ihr Anteil wird noch weiter steigen. Entsprechend ge-winnt auch die Frage des Recyc-lings dieser Produktgruppe mehr Bedeutung.

    Bisher liegen dazu allerdings erst wenige Erkenntnisse vor. Daher hat das Fraunhofer-Institut fr Betriebsfestigkeit und System-zuverlssigkeit LBF dazu jetzt ein mehrjhriges Forschungsprojekt gestartet.

    AnwendungsorientiertDie Forschung findet im Rahmen der Projektfrderung der Industri-ellen Gemeinschaftsforschung der AiF (Arbeitsgemeinschaft indus-trieller Forschungsvereinigungen) und unter Beteiligung von Mit-gliedsfirmen der PINFA (Phospho-rus, Inorganic & Nitrogen Flame Retardants Association) statt.

    Da das Institut anwendungs-relevante und bereits in Verwen-dung stehende Formulierungen nutzt, knnen die beteiligten Un-ternehmen die Erkenntnisse so-fort und unmittelbar umsetzen, etwa indem Produktionsabflle bei flammgeschtzten Formulierungen besser genutzt und dadurch Kosten eingespart werden knnen.

    Hohes EinsparpotenzialWidmen wird sich das Projekt auch dem Thema, wie die Eigen-schaften von wieder aufbereiteten Kunststoffen durch Zugabe ma-geschneiderter Additive verbes-sert werden knnen, um dadurch auch neue Anwendungsbereiche und Geschftsfelder fr Hersteller und Anwender zu erschlieen. Bei einem gesamten Marktvolumen

    in Europa von rund drei Mrd. fr halogenfrei flammgeschtzte Kunststoffe schtzt das Fraunhofer LBF, dass das Einsparungspoten-zial durch die Wiederverwendung von Produktionsabfllen bei etwa 150 Mio. jhrlich betragen wird. Der mgliche Wert fr Altkunst-

    stoffe liegt noch deutlich darber. Darber hinaus sollen die Erkennt-nisse aus dem Forschungsprojekt auch dazu beitragen, Risiken zum