Handreichung - .evangelischen Kir-chen Mensch Kirchengeb¤ude, Gegenst¤nde im Innenraum (Kirchen-erkundungen),

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Handreichung

zum Kernlehrplan

Evangelische Religion

Gemeinschaftsschule

2012

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Einfhrung

Zwei Wege zu einer kompetenzorientierten Unterrichtsreihe

Zwei Wege zu einem kompetenzorientierten Unterricht am Beispiel des

des Schwerpunktes Evangelisch-katholisch in Klassestufe 5

Mglichkeit 1: Von der Dimension zur Unterrichtsreihe

Mglichkeit 2: Von der prozessorientierten Kompetenz zur Unterrichtsreihe

Beispiele fr kompetenzorientierte Unterrichtsreihen

Klassenstufe 5: Evangelisch-katholisch

Klassenstufe 6: Christen in der Nachfolge

Klassenstufe 7: Islam

Klassenstufe 7: Prophetie

Klassenstufe 8: Diakonie

Klassenstufe 9: Menschsein als Geschpf Gottes

Klassenstufe 10: Kirche heute und morgen

Klassenstufe 10: Bergpredigt

Kumulative Unterrichtsreihen in den drei Doppeljahrgngen

"Erntedank" im Doppeljahrgang 5/6 kompetenzorientiert unterrichten

"Erntedank" im Doppeljahrgang 7/8 kompetenzorientiert unterrichten

"Erntedank" im Doppeljahrgang 9/10 kompetenzorientiert unterrichten

Kompetenzorientierung am Beispiel einer Unterrichtsstunde

Paulus ndert sein Leben

Vorschlge fr einen Arbeitsplan

Arbeitsplan Klassenstufe 5

Arbeitsplan Klassenstufe 6

Arbeitsplan Klassenstufe 7

Arbeitsplan Klassenstufe 8

Arbeitsplan Klassenstufe 9

Arbeitsplan Klassenstufe 10

Kopiervorlagen

Kompetenzmatrix zur Auswahl der Kompetenzen

Matrix zur Erarbeitung einer kompetenzorientierten Unterrichtsreihe

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Vorwort Die Lehrplankommission Evangelische Religion Gemeinschaftsschule legt ein gutes Jahr nach Erscheinen des kompetenzorientierten Lehrplans fr die Erweiterte Realschule und die Gesamtschule im Saarland und nur wenige Monate nach dem Start der Gemeinschaftsschu-len eine Handreichung fr den Evangelischen Religionsunterricht vor. Das primre Ziel der Handreichung ist es, die Lehrerinnen und Lehrer in ihrem Bestreben nach einem guten Unterricht zu untersttzen. Die Vorgaben des kompetenzorientierten Kern-lehrplans fr die Gemeinschaftsschulen im Saarland (2011/12) werden deshalb erlutert und mit Beispielen versehen. Erarbeitet wurde die Handreichung von den Mitgliedern der Lehrplankommission Alf-Oskar Mller, Vorsitzender; Jan P. Grntjes, Co-Vorsitzender; Katharina Bill-Zimmermann, Ulri-ke Fuchs, Eva-Theobald-Kopp, Harald No (bis Juli 2012) und Holger Stenz in Zusam-menarbeit mit dem Beauftragten der Evangelischen Kirche der Pfalz, Pfr. Horst Heller, und dem Schulreferenten fr die Kirchenkreise Saar-Ost und Saar-West, Pfr. Dr. Gottfried Schimanowski. Die Lehrplankommission bedankt sich bei Nicole Bergmann, Jochen Knig, Steffen Link, Anne Lck, Birgit Regel und Ivana Weiler fr ihre Untersttzung und Mitwirkung bei der Implementierung. Die Autorinnen und Autoren erhoffen sich, dass die Handreichung zu einem oft genutzten Hilfsmittel fr einen guten Religionsunterricht wird.

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Einfhrung Es wird nach dem Studium dieser Handreichung klar werden, dass kompetenzorientiertes Unterrichten nicht eine vllig neue Welt des pdagogischen Arbeitens darstellt. Und doch ndert sie die Sichtweise des Unterrichtenden auf das, was frher der Unterrichtsgegenstand genannt wurde. Die Kompetenzorientierung nimmt den Schler strker mit in den Blick. Des-sen Vorwissen, der Grad seiner Bereitschaft sich mit Neuem auseinanderzusetzen und die ueren Bedingungen des Lernprozesses flieen nun strker in die Unterrichtsplanung ein. Kompetenzorientierte Lehr- und Arbeitsplne fassen zusammen, welche neuen Fhigkeiten die Schlerinnen und Schler am Ende eines Doppeljahrganges erworben haben soll und wie sie diese zeigen knnen. Dabei sind auch und gerade im Evangelischen Religionsunterricht die Inhalte nicht un-wichtig geworden. Die anzubahnenden Kompetenzen sind nicht nur prozessualer, sondern auch inhaltlicher Natur. Die inhaltsorientierten Kompetenzen, die den sieben Dimensionen des Evangelischen Religionsunterrichts zugeordnet sind, werden ebenso wie die prozessori-entierten Kompetenzen im Unterricht angebahnt. In der Unterrichtsgestaltung gibt der Kern-lehrplan der Lehrperson sehr viel Freiheit fr die Wahl ihrer Unterrichtsschwerpunkte. An-zahl, Gre, Gestaltung der Unterrichtsreihen und deren Bindung an eine Klassenstufe legt er in die Entscheidung der Fachkonferenzen. Diese hat nun die Mglichkeit, aber auch die Verpflichtung, die Lerngruppen und die schulischen Rahmenbedingungen in den Blick zu nehmen und einen fr den Unterricht verpflichtenden Arbeitsplan zu erstellen. Bei der Erarbeitung der Unterrichtsschwerpunkte und Unterrichtsreihen bietet der Kernlehr-plan zwei mgliche Zugnge. Einerseits ist es wie bisher mglich, die Unterrichtsreihen eines Schuljahres thematisch zu konzipieren. Die Unterrichtsplanung beginnt so bei den Dimensi-onen (Gott, Schpfung und Verantwortung, Jesus Christus, Bibel, Mensch, Kirche sowie Re-ligionen und Weltanschauungen), die in der Kompetenzmatrix (Seite 62) senkrecht unterei-nander stehen. Sind die Dimension und die inhaltsorientierten Kompetenzen ausgewhlt, die vorrangig Schwerpunkt des Unterrichts werden sollen, werden anschlieend die prozessori-entierten Kompetenzen formuliert1. Dies ist deshalb ntig, um sicher zu stellen, dass in der Summe aller Unterrichtsreihen eines Doppeljahrganges nicht einzelne Kompetenzen zu Las-ten anderer ber Gebhr betont werden (z.B.: K I Kognition zu Lasten K III Religises Aus-drucksverhalten). Diese Vorgehensweise ist auf Seite 7 beispielhaft an einer Unterrichtsreihe Evangelisch-katholisch fr die Klassenstufe 5 demonstriert. Fr die Planung dieses Unterrichts kann die Matrix auf Seite 63 verwendet werden. Andererseits kann die Unterrichtsplanung auch von den prozessorientierten Kompetenzen ausgehen (Kognition - Theologische Sachkompetenz (K I), Perzeption Religise und theo-logische Sensibilitt (K II), Performanz Religises Ausdrucksverhalten (K III), Interaktion Dialogfhigkeit (K IV) sowie Partizipation Verantwortliche Lebensgestaltung (K V). Sie be-finden sich in der Kompetenzmatrix (Seite 62) in der waagerechten Reihe oben. Diese Vor-gehensweise bietet die Mglichkeit, zunchst die Frage zu beantworten, welche prozessori-entierten Kompetenzen gefrdert werden sollen. Wird z.B. ein Schulgottesdienst erarbeitet, wird vorwiegend die Kompetenzen aus dem Bereich K III (Performanz Religises Aus-drucksverhalten) gestrkt. Sie kann mit einer oder mehreren frei whlbaren Dimensionen gepaart werden, die durch ein Gottesdienstthema bestimmt werden. Diese werden zusam-

1 Bei der Erarbeitung einer Unterrichtsreihe ist es unter Umstnden ntig, die prozessorientierten Kompetenzfor-mulierungen der Unterrichtsreihe anzupassen. So kann z.B. kann die Kompetenzformulierung IV,3 sich bei Be-gegnungen anderer Religionen und Weltanschauungen angemessen verhalten sowie nach gemeinsamen Hand-lungsmustern suchen neu formuliert werden, wenn der Unterricht nicht das Verhltnis von Religionen zueinan-

der, sondern das der groen Kirchen zu den Sondergemeinschaften thematisiert wird. Sie knnte dann lauten: sich bei Begegnungen mit Angehrigen von Sondergemeinschaften vorurteilsfrei verhalten sowie nach Gemein-samkeiten suchen

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men mit den inhaltsorientierten Kompetenzen, die sich nach dem Jahresplan richten, in ei-nem zweiten Schritt festgelegt. Ein solches Vorgehen ist auch fr andere Unterrichtsreihen mglich. So knnen bei einer Unterrichtsreihe Umgang mit Abschied und Trauer zunchst die prozessorientierten Kom-petenzen festgelegt werden (z.B. aus K II, Perzeption Religise und theologische Sensibili-tt), um danach die Dimensionen mit den inhaltsorientierten Kompetenzen und schlielich die Unterrichtsbausteine festzulegen. Diese Vorgehensweise ist auf Seite 8 beispielhaft an einer Unterrichtsreihe Evangelisch-katholisch fr die Klassenstufe 5 dargestellt. Fr die Planung dieses Unterrichts kann die Matrix auf Seite 62 verwendet werden. Die Vorschlge fr Unterrichtsreihen und Unterrichtsstunden in dieser Handreichung (Seite 9 bis 21) whlen den ersten der beiden Wege. Die Lehrplankommission hat sich fr diesen Weg entschieden, damit die Handreichung mglichst viel praktischen Nutzen fr die Unter-richtenden hat. Aus dem gleichen Grund sind auf den Seiten 54 bis 60 Vorschlge fr Arbeitsplne in allen Jahrgangsstufen erarbeitet worden. Es versteht sich von selbst, dass es sich dabei nur um Anregungen handelt. Sie wollen eine Hilfestellung sein, eigene Arbeitsplne zu erarbeiten, die dem Anspruch des kompetenzorientierten Unterrichtens entsprechen. Die Handreichung enthlt auf den Seiten 22 bis 48 ein Beispiel fr den kumulativen Aufbau von Unterrichtsschwerpunkten ber mehrere Klassenstufen hinweg. Am Beispiel einer je-weils nur wenige Stunden umfassenden Unterrichtsreihe wird demonstriert, wie das Ernte-dankfest zu einem Schwerpunkt des Unterrichts in allen drei Doppeljahrgngen werden knnte. Die Kompetenzen des hheren Doppeljahrganges bauen dabei jeweils auf denen des vorangegangen Doppeljahrganges auf. Schlielich findet sich auf den Seiten 49 bis 53 ein Beispiel fr die kompetenzorientierte Konzeption einer einzelnen Unterrichtsstunde. Um sicherzustellen, dass alle im Kernlehrplan fr die Doppeljahrgnge vorgesehenen Kom-petenzen auch angebahnt und mglichst erreicht werden, ist es ntig, dass die Fachkonfe-renz eigene Arbeitsplne entwickelt oder bestehende Arbeitsplne und Unterrichtsreihen daraufhin berprft, ob sie die inhaltsorientierten und prozessorientierten Kompetenzen de