Click here to load reader

Hajimurad (кумык) Kupayev SS14 Grundlagen interner Unternehmensrechnung · PDF file 2017-04-19 · Hajimurad (кумык) Kupayev SS14 Grundlagen interner Unternehmensrechnung

  • View
    1

  • Download
    0

Embed Size (px)

Text of Hajimurad (кумык) Kupayev SS14 Grundlagen interner Unternehmensrechnung · PDF file...

  • Hajimurad (кумык) Kupayev SS14 Grundlagen interner Unternehmensrechnung Bigus

    Vorliegendes Lernmaterial darf nicht als absolut angesehen werden, sondern dient eher als ein Pfad bzw. soll euch die Zeit in bestimmten Situationen sparen. Die Materialien sind alle in Word-Format, so dass die

    Ergänzungen bzw. Bearbeitungen vorgenommen werden können. Weitere Mitschriften etc. findet ihr unter: https://aurivoir.de

    https://aurivoir.de/

  • Hajimurad (кумык) Kupayev SS14 Grundlagen interner Unternehmensrechnung Bigus

    1.GRUNDLAGEN Funktionen der KLR Planung und Entscheidung

    • Grundlage für unternehmerische Entscheidungen • wichtig unabhängig von Unterhmensgröße und -ziel

    Verhaltenssteuerung • ist wichtig bei großen, dezentral organisierten, gewinnorientierten Unternehmen • ist wichtig wenn Geschäftsbereiche oder Mitarbeiter die Unterhmensziele nicht gut genug verfolgen

    ◦ weniger wichtig in kleinen oder gemeinnützigen Unterhmen/Organisationen Kontrolle

    • notwendig zur Prüfung von Planung und Verhaltenssteuerung • Kostenkontrollen • Kontrolle von Erfolgen (von Bereichen / Mitarbeitern)

    Dokumentation • leitet sich aus den drei vorherigen Funktionen der KLR • Ziel: Ermittlung und Aufbereitung von Infos • wird teilweise wegen vertraglicher oder gesetzlicher Pflichten fällig

    Abgrenzung: Kosten & Erlöse, Aufwendungen & Erträge, Aus- & Einzahlungen Kosten – bewerteter, sachzielbezogener Güterverbrauch einer Periode Erlöse – bewertete, sachzielbezogene Güterentstehung einer Periode – Quantifizierung ist problematisch bei gemeinnützigen/staatlichen Organisationen – z.B. Unis, Deutsches Rotes Kreuz Aufwendungen – Wert aller verbrauchten Güter und Dienstleistungen einer Periode > betriebsbedingte Änderung des EK Erträge – Wert aller erbrachten Leistungen einer Periode, bewertet nach handels- bzw. steuerrechtlichen Vorschriften>Wertzuwachs

    Auszahlungen – Abgang liquider Mittel Einzahlungen – Zugang liquider Mittel Nicht alle Auszahlungen sind Kosten >etwa da kein Güterverbrauch (Rückzahlung eines Kredits, Kauf einer Maschine) >etwa da sachzielfremd (Dividendenausschüttung) Nicht alle Kosten sind Auszahlungen

    > etwa alle kalk. Kosten Viele Kosten sind aber mit Auszahlungen verbunden > pagatorische Kosten - Zahlungen für Gehalt, Miete, Zinsen usw.

  • Hajimurad (кумык) Kupayev SS14 Grundlagen interner Unternehmensrechnung Bigus

    Kostenbegriffe (Kostenarten)nach: Zahlungswirksamkeit: pagatorische und kalkulatorische Art der Erfassung in GuV: Grund-, Anders- und Zusatzkosten Abhängigkeit des Outputs: fixe: unabhängig von Kosteneinflussgröße – Abschreibungskosten, Festgehälter variable: abhängig von einer Kosteneinflussgröße(z.B. Outputmenge) – Material-,Stromkosten *Langrifstig sind auch Fixkosten nicht völlig fix. Zurechenbarkeit auf das Kostenobjekt(Produkt, Auftrag, Bereich): Einzelkosten: Kosten die einem Kostenobjekt direkt zugerechnet werden können Gemeinkosten: echte – werden von mehreren Kostenobjekten verursacht Gemeinkosten: unechte – sind an sich Einzelkosten, aber Kostenerfassung wäre zu unwirtschaftlich - Stromkosten, Kosten für Hilfs- /Betriebsstofe *variable Kosten sind oft Einzelkosten, aber nicht immer: Stromkosten (var.Gemeinkoste), Gehalt des Marketing Directors für Produkt A (fixe Produkteinzelkosten)

    Herkunft der Einsatzgüter: primäre: es handelt sich dabei um Kosten für Produktionsfaktoren die ein Unterhmen nicht selbst herstellt, sondern von den Beschaffungsmärkten bezieht – Personal-,Materialkosten sekundäre: es handelt sich dabei um Kosten von Produktionsfaktoren die ein Unterhmen selbst herstellt *Opportunitätskosten: entgangene Erlöse alternativer Entscheidungen – werden oft zu Unrecht nicht erfasst > die Kosten werden „schön“ gerechnet *Versunkene Kosten (sunkcosts): sind Kosten die bereits entstanden sind und nicht rückgängig gemacht werden können Entscheidungsrelevanz: relevante: von einer Entscheidung beeinflussbare Kosten – variable und sprungfixe Kosten irrelevante: von einer Entscheidung unbeeinflussbare Kosten – sunkcosts

  • Hajimurad (кумык) Kupayev SS14 Grundlagen interner Unternehmensrechnung Bigus

    Unternehmenspraxis : „Wir haben doch so viel investiert, wollen wir das Projekt wirklich aufgeben?“ *Beachtung von sunkcosts führt zu fehlerhaften Entscheidungen (Projektabbruch wäre evtl. sinnvoller) Zeitbezug: Istkosten: tatsächlich angefallene Kosten (der abgelaufenen Periode) Normalkosten oder Standardkosten: genormte Kosten – etwa auf Basis des Durchschnitts vergangener Jahre oder auf Basis vergleichbarer Unternehmen. Zweck: Ausgleich saisonaler Schawankungen, Anreizvermittlung Plankosten: zukunftig erwartete Kosten – etwa wegen Tarifverträgen, Inflationsraten, Marktbedingungen Sollkosten: vorgegebene Kosten – etwa auf Basis von Normal- oder Plankosten Betrieblicher Funktion: Beschaffungs-, Lagerhaltungs-, Verwaltungs-, Vertriebskosten etc. Art der Einsatzgüter: Personal-, Material-, Abschreibungskosten etc. *Grenzkosten

    • zusätzliche Kosten für eine zusätzliche Outputeinheit • erste Ableitung der Kostenfunktion nach Output

    *Gesamtkostenvs. Stückkosten Kges=Kfix + kvar*x kstück=Kges/x= kvar+ Kfix/x *Stückkosten sind von dem Output abhängig > Effekt der Fixkostendegression Systeme der Kostenrechnung Klassifizierung der Systeme Nach wesentlichem Rechnungszweck:

    • Dokumentationsfunktion: Istkostenrechnung • Planungsfunktion: Plankostenrechnung • Verhaltenssteuerungsfuntion: Sollkostenrechnung

    Nach Erfassung von Erlösen: • (reine) Kostenrechnung • KLR

    Nach Umfang der berücksichtigten Kosten: • Teilkostenrechnung – nur variable Kosten, nur Einzelkosten • Vollkostenrechnung – incl. Fixkosten bzw. Gemeinkosten

    *Prozesskostenrechnung – Wofür fallen die Kosten an?

    Prinzipien der Kostenzuweisung Zusammenhang zw. Output, Güterverbrauch und Kosten

  • Hajimurad (кумык) Kupayev SS14 Grundlagen interner Unternehmensrechnung Bigus

    Zusätzlicher Output benötigt Zusätzlichen Güterverbrauch benötigt Zusätzliche Kosten 1. Verursachungsprinzip – besagt, dass einem Kostenobjekt (Kostenstelle, Produkt) nur die von ihm verursachten Kosten

    zugerechnet weredn – nur Variable Einzelkosten. Ist primär zu beachten. *Zusätzlicher Output benötigt Zusätzlichen Güterverbrauch benötigt Zusätzliche Kosten anders erklärt: Beanspruchungsprinzip + zusätzlicher Ressourcenverzehr bedeutet Zunahme der Kosten. Bsp.: Schraubenfabrik: Wenn eine Schraube mehr hergestellt wird, bedeutet das, dass mehr Ressourcen benötigt werden (Rohmaterial), welches etwas kostet. Daher handelt es sich um Kosten nach Verursachungsprinzip.

    2. Beanspruchungsprinzip – fordert nur, dass Outputsteigerung den Güterverbrauch ansteigen lässt, nicht aber die Kosten z.B. Beanspruchung einer Maschine durch zusätzlichen Auftrag, aber die Abschreibungskosten steigen nicht an. *Zusätzlicher Output benötigt Zusätzlichen Güterverbrauch anders erklärt: Verteilungsprinzip + zusätzliche Outputerstellung bewirkt zusätzlichen Ressourcenverzehr Verwaltungskosten sind nach Beanspruchungsprinzip keine Kosten, da Erstellung einer zusätzlichen Outputeinheit keine Auswirkungen auf den Ressourcenverzehr (bei der Verwaltung) hat. Bsp.: Fixkosten für eine Maschine: Kosten sind weder rückholbar noch reagieren sie auf Schwankung im tatsächlichen Gebrauch der Maschine. Wenn bekannt ist wie viele Outputeinheiten hergestellt werden, können Fixkosten anteilig angelastet werden, denn die Herstellung eines Produkts beansprucht die Gesamtkapazität.

    3. Verteilungsprinzip - Bsp.: Verwaltungskosten, da ohne Verwaltung keine Produktion möglich wäre, aber bei verändertem Outputvolumen reagieren Verwaltungstätigkeiten nicht oder nur sehr träge (ленивый).

    *Zusätzlicher Output benötigt nichts anders erklärt: Es ist das schwächste Prinzip der Kostenrechnung, da nur Zusammenhang zwischen gesamtem Output und gesamten Kosten des Objekts besteht. Wegfall der betrachteten Kosten würde Ressourcenverzehr und gesamte Outputerstellung unmöglich machen. Bsp.: Verwaltungskosten, da ohne Verwaltung keine Produktion möglich wäre, aber bei verändertem Outputvolumen reagieren Verwaltungstätigkeiten nicht oder nur sehr träge.Bsp.: Verwaltungskosten, da ohne Verwaltung keine Produktion möglich wäre, aber bei verändertem Outputvolumen reagieren Verwaltungstätigkeiten nicht oder nur sehr träge. *Variable Kosten folgen Verursachungsprinzip (Bsp.: Rohstoffkosten), während fixe Kosten nur dem Beanspruchungs- oder dem Verteilungsprinzip folgen. **PROBLEM: Beanspruchungsprinzip und Verteilungsprinzip helfen praktisch oft nicht weiter: Frage: Wie kann man fixe Kosten und Gemeinkosten verteilen? Vorschläge: Durchschnitts- und Tragfähigkeitsprinzip Durchschnittsprinzip – besagt, dass solche Kosten, die nicht oder nur schwerlich bestimmten Kostenstellen oder Produkten/Aufträgen zugeordnet werden können, hilfsweise anhand bestimmten Bezugsgrößen verteilt werden.

    � Gemeinkosten werden z.B. durchschnittlich auf Anzahl gefertigter Produkteinheiten verteilt � andere Bezugsgrößen sind z.B. Fertigungszeit oder Einzelkosten der Produkte � *Strebt Verursachungsprinzip an.

    Tragfähigkeitsprinzip – besagt, dass Kosten auf verschiedene Produkte ( oder Kostenstellen ) nach deren Tragfähigkeit verteilt werden. Produkte mit einem höheren Übe