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Greenpeace Jahresrückblick 2014

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Greenpeace-Erfolge 2014: In der Textilbranche verpflichteten sich weitere Unternehmen zu ambitionierten Entgiftungszielen. Beim Waldschutz überzeugten wir Procter & Gamble davon, künftig auf Palmöl aus Regenwaldzerstörung zu verzichten. In der Lausitz bildeten 7500 Menschen eine grenzüberschreitende deutsch-polnische Kette für die Energiewende und gegen weitere Braunkohletagebaue - Greenpeace hatte die Demonstration mit organisiert. Eine weitere Kampagne des Jahres richtete sich gegen marode europäische AKW. Außerdem setzte sich Greenpeace für gentechnikfreie Fütterung in der Geflügelbranche ein, für den Schutz der Arktis und der Wale.

Text of Greenpeace Jahresrückblick 2014

  • www.greenpeace.de

    2014Greenpeace Deutschland blickt zurck

  • Liebe Frderinnen und Frderer, liebe Leserinnen und Leser,

    vielleicht haben Sie es gehrt: Greenpeace stellt sich struktu-rell neu auf, damit wir den glo-balen Umweltproblemen besser begegnen knnen.Wie gut das bereits funktioniert, knnen Sie an unserer Kampagne gegen die Einleitungen von Giften aus der Textilproduktion sehen (Seite 8). Auch zu den Folgen der Atom-katastrophe in Fukushima ar-beiten wir erfolgreich in globa-len Teams (Seite 64). Noch eine weitere Meldung ber die Orga-nisation selber ist Ihnen dieses Jahr vielleicht im Gedchtnis haften geblieben: Greenpeace International hat 2013 bei dem Versuch, sich gegen Wechsel-

    kursschwankungen abzusi-chern, 3,8 Millionen Euro Ver-lust gemacht. Diese Nachricht hat mich genauso getroffen wie viele unserer Frderinnen und Frderer. Lassen Sie mich an dieser Stelle nur sagen: Es war eine grobe Fehleinschtzung keine Bereicherung, keine ab-sichtliche Brsenspekulation. Details entnehmen Sie bitte unseren Sonderverffentlichun-gen dazu.

    Umweltschutz braucht konti-nuierlichen, starken Rckhalt. Beispiel Klimawandel: Bereits heute ist er vielerorts sprbar Drren sowie Starkregen neh-men zu, und das Eis in der Arktis schmilzt immer schnel-ler. Die Zeit wird knapp, wol-

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  • len wir die schlimmsten Auswir-kungen des Klimawandels noch vermeiden! Es ist daher fr mich persnlich ein starkes und Mut machendes Zeichen, dass im Sommer 7500 Menschen in der Lausitz gegen die klima-schdliche Kohleverstromung und fr eine Energiewende in Deutschland demonstriert haben.

    Greenpeace hat 2014 bei vielen Themen einiges erreicht: In der Textilbranche zum Beispiel ver-pflichten sich immer mehr Un-ternehmen zu immer ambiti-onierteren Entgiftungs zielen. Unter anderem Adidas, Puma, Tchibo und Lidl konnten wir dieses Jahr fr eine sauberere Produktion von Kleidung gewin-nen, das sind Schwergewichte

    der Branche! Und beim Wald-schutz konnten wir mit Procter & Gamble einen der weltgr-ten Palmlabnehmer davon ber-zeugen, seine Produkte knftig ohne Palml aus Regenwald-zerstrung zu erzeugen. Wir bleiben dran!

    Weiterhin bleibt viel zu tun. Ich danke Ihnen dafr, dass Sie sich mit uns zusammen engagieren, und freue mich, Sie auch weiter-hin bei unserem Einsatz fr eine bessere Welt an unserer Seite zu haben!

    Ihre Brigitte Behrens

    Greenpeace setzt sich weltweit fr den schutz der lebensGrundlaGen ein. danke, dass sie uns dabei untersttzen.

  • Inhalt01 Winter AdidAs: Kein Foulspiel Fr die umWelt!

    GiFtiGe mode: nicht mit uns

    shAmpoo zerstrt reGenWAld!

    ticKende zeitbomben im GrenzGebiet

    mit der beluGA GeGen AtomKrAFt

    02 FrhjAhr bienen: GeFAhr durch pestizid-beGonienArKtis: dAs erste l Kommt nAch europA

    Keine lbohrunG vor der breninsel!

    mit dem FAhrrAd Fr die ArKtis

  • 03 sommer GemeinsAm GeGen KohleprotestcAmp bei den linKen

    Keine GeschFte mit WAlFnGern!

    04 herbst chicKen-burGer mit Gen-FutterumWeltArbeit durch den sucher

    jApAn ein lAnd mit riss

    die nAtur verhAndelt nicht!

    zum titel: Greenpeace-Aktivisten erinnern vor dem Kanzleramt in Berlin die Politiker, dass nur mit einem Ausstieg aus der Kohleverstromung die schlimmsten Folgen des Klimawandels aufgehalten werden knnen.

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  • indonesien Atom: Fessenheim

    WInter 2014

    detox

    die AKtionen im berblicK

  • Gifte aus der Kleiderproduktion belasten Gewsser, Wlder werden abgeholzt, Atomkraftwerke bedrohen Europa. Mit gewaltfreien Aktionen engagiert sich Greenpeace weltweit dafr, unsere Lebensgrundlagen zu bewahren. Damit es auch morgen noch Regenwlder und sauberes Wasser gibt.

    Atom: Fessenheim Atom: beluGA-tour

    WInter 2014

  • D e tox F r K l e i D u n G o h n e G i F t

    AdidAs: Kein Foulspiel Fr die umWelt!

  • D e tox F r K l e i D u n G o h n e G i F t

    AdidAs: Kein Foulspiel Fr die umWelt!

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  • Fair Play fr Sportbekleidung: Greenpeace-Aktivisten fordern Adidas auf, seine Entgiftungsbemhungen konsequenter voranzutreiben als bisher. Ein Produkttest im Mai zeigt: Noch tut Adidas viel zu wenig.

    es passt Adidas gar nicht in den Kram: Mitte Mai, kurz vor der WM das Milliardengeschft mit dem Ver-kauf von Fuball-Fanartikeln kommt gerade in Schwung , verffentlicht Greenpeace den Report Rote Karte fr Sport-marken. Darin sind 33 WM-Sportartikel auf verschiedene

    gefhrliche Chemikalien getes-tet worden. Das Ergebnis: Un-abhngige Labore haben in Pro-ben von Adidas-, Nike- und Puma-Produkten Schadstoffe wie per- und polyfluorierte Che-mikalien (PFC) gefunden. 17 von 21 getesteten Fuballschu-hen enthalten diese leider ex-trem langlebigen Substanzen.

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  • Hier protestieren Greenpeace-Aktivisten in Herzogenaurach nahe dem Firmenhauptsitz gegen zu viel Gift in Adidas-Fuballschuhen. Rund um die Welt finden hnliche Aktionen statt.

    Vor allem Adidas-Schuhe und -Handschuhe schneiden schlecht ab der PFC-Wert des Schuh-modells Predator liegt zum Beispiel vierzehnfach ber dem firmen eigenen Grenzwert.

    Nach dem Report gehen welt-weit Greenpeace-Aktivisten auf die Strae und fordern Adidas

    auf, einem konkreten Ausstiegs-plan fr die umweltgefhrli-chen Chemikalien zuzustimmen. Dazu gehren konkrete Aus-stiegsdaten fr die jeweiligen Substanzen ebenso wie mehr Transparenz in der Lieferkette. Zwar hatte Adidas sich bereits 2011 Greenpeace gegenber verpflichtet, seine Produkte bis

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  • 2020 auf giftfrei umzustellen. Tests in 2013 und 2014 zeigten aber, dass der Sportartikelher-steller bis dato kaum nennens-werte Schritte hin zu sauberer Kleidung unternommen hat.

    Lange hlt Adidas dem erneu-ten Druck nicht stand, schnell reagiert die Sportfirma mit den drei Streifen auf die Kri-tik. Nach Gesprchen mit Greenpeace verffentlicht Adi-das schlielich einen konkreten und ambitionierten Ausstiegs-plan fr PFC: bis Ende 2017 sind 99 Prozent aller Adidas-Produkte frei davon, bis 2020 sollen es alle sein. Auch der For-derung nach mehr Transparenz in der Lieferkette kommt das Unternehmen nach.

    Was fr ein Erfolg und was fr ein Signal an die gesamte Branche! Wir setzen uns dafr ein, dass Nike und die anderen Marken auch bald folgen!

    Nach kurzer Zeit gibt Adidas dem Druck nach und unterschreibt weitreichende Verpflichtun-

    gen, konsequent zu entgiften. Ein richtungs-weisendes Zeichen an die Sportartikelbranche!

    Mehr dazu ...

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  • G ift in der Produktion von Kleidung oder in der Klei-dung selbst muss nicht sein. Seit 2011 setzt sich Greenpeace in seiner weltweiten Detox-Kam-pagne (Detox: Entgifte) dafr ein, dass elf besonders giftige und umweltschdliche Chemi-kaliengruppen bis 2020 aus der Produktionskette der Beklei-dungsindustrie verbannt wer-den. Neben Adidas war 2014

    in unserem Visier: Kindermode, Luxuskleidung und Discounter-mode. Wir bleiben dran! Denn die Modebranche braucht immer wieder den Druck von Umweltaktivisten und Kun-den, um sich zu vielleicht teure-ren, dafr aber umweltfreund-licheren Produktionsmethoden durchzuringen. Doch die meis-ten Modelabels hren auf die Kritik ihrer Kufer!

    GiFtiGe mode: nicht mit uns! Weitere schWerpunKte der detox-KAmpAGne 2014

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  • Egal ob Luxus oder billig, fr Kleine

    oder Groe: Mode muss giftfrei sein!

    Im Herbst 2014 findet Greenpeace zu viel Chemie in Discounter-Gummistiefeln.

  • I n d o n e s I e n

    shAmpoo zerstrt

    reGenWAld!

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  • p alml steckt in Shampoo, Rasierschaum oder Waschmittel. Aber: Dafr darf kein Regenwald zerstrt werden! Besonders schlimm ist die Lage in Indonesien. Brandrodungen fr Palmlplan-tagen bedrohen den wertvollen Regenwald und somit auch die Lebensrume von Orang-Utan, Sumatra-Tiger und Java- Nashorn. 2014 nimmt Greenpeace den Konzern Procter & Gamble ins Visier, einen der grten Palmlabneh-mer weltweit, und fordert ihn auf, seine Produkte ohne Palml aus Regenwaldzerstrung zu produzieren. Nach mehreren Wochen mit Aktionen, Gesprchen und fast 400.000 Untersttzern lenkt Procter & Gamble ein und unterschreibt eine ambitionierte Waldschutz-verpflichtung. Ein erster Schritt, die sinnlose Zerstrung der indonesischen Regenwlder zu stoppen!

    shAmpoo zerstrt

    reGenWAld!

    Greenpeace fordert: Fr Palml darf kein Regen-wald abgeholzt werden!

    Mehr zum Thema: Lizenz zum Tten die letzte Zuflucht des Sumatra-Tigers schwindet

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  • s ie sind alt, marode und gefhrlich wie tickende Zeitbomben liegen ei-nige von Frankreichs ltesten und stranflligsten Atomkraft-werken entlang der deutsch-franzsischen Grenze. Doch diese Gefahr ignorierend er-

    wgt Frankreich, die AKW-Laufzeiten sogar weiter zu ver-lngern. Noch im Wahlkampf 2012 hatte Prsident Franois Hollande versprochen, bis 2025 den Anteil von Atomstrom von 75 auf 50 Prozent zu reduzieren sowie das Uralt-Atomkraftwerk

    Atom l A n d F rA n k r e I c h

    ticKende zeitbomben im

    GrenzGebiet

    ber 60 Greenpeace-Aktivisten protestieren auf dem Gelnde des franzsischen AKW Fessenheim und fordern die Abschaltung des maroden Meilers.

  • Greenpeace fordert von Frankreich, seine gefhr-lichsten Meiler so schnell wie mglich abzuschalten.

    Fessenheim ist das str-anflligste Atomkraftwerk Frankreichs und nur einen Kilometer von der deutschen Grenze entfernt.

    Fessenheim 2016 abzuschalten. Doch im neuen Gesetz steht nichts zur Abschaltung! Am 18. Mrz gelangen ber 60 Greenpeace-Aktivisten aus 14 Lndern auf das Gelnde des maroden Meilers, einige steigen ihm aufs Dach und hngen ein riesiges Banner, auf dem Stop Risking Europe steht.

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  • d ass franzsische, belgi-sche, schweizerische und deutsche Altmeiler gan

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