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finance 2503

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Text of finance 2503

  • medianet.at

    Schach Hohe Ertrge mit dem Kniglichen Spiel 36

    Spitzenplatz Der Superi-or 4-Fonds holt sich Platz eins im Februar 38

    Sorgenfrei Die Wiener Stdtische bringt neue Existenzsicherung 39

    Sicherheit Fr card complete-CEO Heimo Hackel ganz vorn 39

    financenet

    Freitag, 25. Mrz 2016 COVER 33

    card complete

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    Die Volksbanken besinnen sich auf ihre WurzelnGerald Fleischmann, General der Volksbank Wien, ber den neuen Kurs des Unternehmens, Fusionen am Sektor und Jimmy Cliff. 34

    Chancen figo-CEO Andr Bajorat zum Wandel der Banken.

    fi

    go

    ATX (Schluss 23.3.) 2.267,61 -1,39%

    DAX (Schluss 23.3.) 10.022,93 0,40%

    Top 5 ATX Prime

    Flop 5 ATX Prime

    Lenzing 9,50% Do&Co 5,95% AMAG 4,92% Semperit 4,90% Strabag 4,59%

    Vienna Insurance Group -17,82%

    Immofinanz -9,40%

    Schoeller-Bleckmann -4,71%

    Uniqa Insurance Group -3,67%

    Porr -3,64%

    9,50%Lenzing

    -17,82%VIG

    Top 5 DAX

    Flop 5 DAX

    Bayer 4,45% HeidelbergCement 4,34% BASF 3,12% Infineon 2,77% Deutsche Post 2,48%

    Deutsche Lufthansa -6,35% Deutsche Bank -5,94%

    Commerzbank -4,01%

    Mnchner Rck. -3,35%

    ProSiebenSat.1 -3,23%

    4,45%Bayer

    -6,35%Lufthansa

    ATX 16.23. Mrz 2016

    DAX 16.23. Mrz 2016

    38

    Sager EZB-Boss Mario Draghi lst Debatte ber Helikoptergeld aus.

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    FP/T

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    38

  • medianet.at

    Von Thomas Mller

    WIEN. Schon das schiere Ausma des Hypo-Skandals zieht nicht nur Steuergeld, sondern auch die f-fentliche Aufmerksamkeit an wie ein schwarzes Loch eigentlich eine komfortable Situation fr den Volksbanken-Sektor, dessen milli-ardenschwere Altlasten ebenfalls mittels einer Bad Bank abgebaut werden mssen, zum Teil auf Kos-ten der Steuerzahler.

    Mit der Neuaufstellung des Ban-ken-Verbunds im Vorjahr ist die Volksbank Wien zur Zentralorga-nisation der Volksbanken gewor-den. Seit 1. Juni 2015 steht Gerald Fleischmann an ihrer Spitze und hat noch zahlreiche Fusionen vor sich. Am Ende des Prozesses soll 2017 ein Verbund aus acht Regio-nalbanken und zwei Spezialbanken stehen.

    medianet: Sie stehen seit Juni 2015 an der Spitze der Volksbank Wien. Welchen Songtitel wrden sie Ihrer bisherigen Amtszeit geben?Gerald Fleischmann: You can get it if you really want! Der Songtitel von Jimmy Cliff ist schon fast so alt wie ich selbst, aber er sagt per-fekt das aus, was wir in den letzten Monaten erreicht haben.

    Viele der groen Fortschritte waren nur mglich, weil alle Volks-banken und ihre Mitarbeiter ge-meinsam unbedingt dasselbe Ziel anstreben. Wir wollen ein solider, erfolgreicher sterreichischer Ban-kenverbund sein. Mit der Aufspal-tung der VAG, den Beschlssen ber die Neustrukturierung des Verbunds, mit der Etablierung ei-nes ehrgeizigen Fusionsplans, mit der Schaffung der Volksbank Wien als neuer Zentralorganisation und mit der Verbesserung der Eigen-kapitalsituation haben wir schon wichtige Meilensteine umgesetzt.

    Natrlich haben wir noch einige Aufgaben vor uns. Rome was not built in a day ... heit es weiter in dem Song. Wir werden unsere Zie-le erreichen, weil wir es wirklich wollen!

    medianet: Nach der Fusion der meisten Volksbanken in Ostster-reich ist im Mitte 2015 die heuti-ge Volksbank Wien entstanden. Was luft jetzt anders, damit der Steuerzahler nicht eines Tages wie-der mit einem Hilfspaket einsprin-gen muss?Fleischmann: Wir konzentrieren uns in Zukunft ausschlielich auf den Markt und hier auf unsere Kerngeschfte mit Privaten und Klein- und Mittelunternehmen. Da-

    durch gehen die Volksbanken nur sehr berschaubare Risiken ein.

    Gleichzeitig steigt durch die Fu-sionen mittelfristig die Kompetenz und die Ertragssituation in den einzelnen Volksbanken. Und nicht zuletzt haben wir im gesamten Volksbanken-Verbund eine klare Risikostrategie und noch striktere Risikokontrollen eingefhrt.

    Regionale Banken, die sich auf das inlndische Geschft konzent-rieren, haben auch in den vergan-

    genen Krisen solide und ohne ex-terne Hilfe gearbeitet. Und genau diesen Weg gehen wir mit unserer aktuellen Strategie.

    medianet: Am 17. Mrz gab es eine auerordentliche Hauptversamm-lung gute oder schlechte Nach-richten?Fleischmann: Gute Nachrichten, weil alle Beschlsse einstimmig gefasst wurden. Man muss aber klar sagen, dass die entscheiden-den Grundlagen dafr schon in den Vorjahren gelegt worden waren.

    Bei den Beschlssen am 17. Mrz handelte es sich um Adap-tierungen im Verbundvertrag und im Zusammenarbeits-Vertrag. Die gem der Bankenaufsicht vorhandenen Unschrfen der al-ten Versionen wurden damit jetzt bereinigt. Die klaren Spielregeln werden auch uns Volksbanken die Arbeit und die Zusammenarbeit er-leichtern.

    medianet: Wie geht es jetzt wei-ter? Es sollen 2016 ja noch weitere Volksbanken der Ostregion durch Fusionen zu Ihnen dazukommen.Fleischmann: Insgesamt wird es Ende 2017 in sterreich acht regi-onale Volksbanken und zwei Spezi-alinstitute im Verbund geben. Die Volksbank Wien ist neben ihrer Funktion als Zentralorganisation schon jetzt die grte regionale Volksbank in sterreich.

    Im Jahr 2016 sind noch vier weitere regionale Fusionen in s-terreich geplant, damit wird die Volksbank Wien im Retailgeschft ganz Wien, das ganze Burgenland und die Osthlfte von Niederster-reich abdecken.

    Mit einem Einzugsgebiet von ber 2,5 Millionen Einwohnern und einem Kundengeschftsvo-lumen, also alle Einlagen, Kredi-te, Kundendepots, von ber zehn Milliarden Euro besitzen wir eine ausgezeichnete Ausgangsbasis, um unsere Kunden optimal zu betreu-en und ein weiteres Wachstum zu erreichen.

    medianet: Wo sehen Sie als Zent-ralorganisation noch Handlungs-bedarf in sterreich? Wo wird sich noch bei den Volksbanken etwas tun?Fleischmann: Die wichtigsten Be-schlsse und Richtungsentschei-dungen sind schon gefallen, jetzt steht eine konsequente und saube-re Umsetzung an. 2016 und teilwei-se noch 2017 werden wir eine gro-e Zahl von Fusionen bewltigen.

    Darber hinaus erarbeiten wir die Synergien, um sowohl die Kos-ten der Verwaltung zu senken als auch deren Qualitt zu verbessern.

    Im Fokus stehen bei allen Ma-nahmen die Kunden. Durch interne Arbeitsteilungen und Effizienz-projekte werden zwar die Kosten gesenkt, noch wichtiger ist jedoch, dass sich unsere Berater in der Volksbank voll auf die Betreuung unserer Kunden konzentrieren knnen.

    medianet: Im lndlichen Raum haben Sie es u.a. mit den RaiffeisenBanken und der Bawag PSK als Konkurrenten zu tun. Bleibt da langfristig noch Platz fr einen dritten Player?

    Wenn das Gute doch so nahDie Volksbanken wollen in Zukunft von der groen weiten Welt und riskanten Wertpapieren die Finger lassen. Gerald Fleischmann, Generaldirektor der Volksbank Wien, setzt auf das traditionelle Bankgeschft.

    Am Steuer Gerald Fleischmann ist seit Juni 2015 Generaldirektor der Volksbank Wien.

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    Regionale Banken, die sich auf das Inlandsgeschft konzentrieren, haben auch in vergangenen Krisen solide und ohne externe Hilfe gearbeitet.

    34 finAnce:cover Freitag, 25. Mrz 2016

    eingemeindet 5,3 Mrd. gemeinsame Bilanzsumme haben die Volksbank Wien und einige kleinere Volksbanken in N und im Burgenland.

  • medianet.at

    Fleischmann: Ohne auf konkrete Mitbewerber eingehen zu wollen, alle Banken bereinigen ihre Fili-alstruktur. Ich denke, an vielen Standorten werden wir in Zukunft eher weniger als mehr Mitbewer-ber haben. Aus Kundensicht ist der Wettbewerb sicher ein Vorteil, ich bin aber berzeugt, dass auch wir als Bank davon profitieren. Denn der Wettbewerb spornt uns an, stndig unsere Qualitt und unsere Leistung zu verbessern. Und ber-dies mssen wir uns ja auch dem Trend der Digitalisierung stellen. Dort ist ja der Wettbewerb ortsun-abhngig, da investieren wir der-zeit sehr aktiv in eine Verbesserung unserer Angebote. Wenn es uns ge-lingt, eine hohe Beratungsqualitt in unseren Filialen, eine vertrau-ensvolle persnliche Kundenbezie-hung und ein gutes Online-Angebot zu kombinieren, dann werden wir im lndlichen und im stdtischen Raum erfolgreich sein.

    medianet: Andere Banken redu-zieren ihr Kreditvolumen, um die Kapitalquoten einhalten zu knnen. Werden Ihre Kunden auch mit mehr Zurckhaltung rechnen mssen?

    Fleischmann: Wir Volksbanken haben 2015 sehr intensiv an un-seren Kapitalquoten gearbeitet, derzeit liegen wir bei einer guten Kernkapitalquote von 11,5 Prozent. Im heurigen Jahr setzen wir viele Manahmen zur Ertragsverbesse-rung um. Eine hohe Kernkapital-quote und eine solide Ertragskraft werden uns erlauben, unsere Kern-aufgabe, die Finanzierung der Wirt-schaft, sehr gut erfllen zu knnen.

    Wir gehen nicht ins Ausland und nicht an die internationalen Wert-papiermrkte, wir Volksbanken verwenden unser Eigenkapital fr die Finanzierung der Privaten und der Unternehmen in sterreich.

    medianet: Die easybank verkauft jetzt Strom und Gas; wre das

    neue ra Im Juli 2015 wurde die VAG aufgelst und ihr verbliebenes Vermgen in eine Bad Bank bertragen. Aus den derzeit 37 Bankinstituten werden bis 2017 zehn.

    APA

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    Freitag, 25. Mrz 2016 finAnce:cover 35

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    lte

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    Wien. Die Stadt frs Leben.

    Online aufs Amt.Wann und wo ich will.

    Die digitalen Services der Stadt Wien machens mglich. So knnen Sie zum Beispiel online nachschauen, wie lange die Wartezeiten auf den Bezirksmtern sind. Schneller zu Pass, Meldezettel & Co. Die Stadt verkrzt Amtswege und machts Ihnen bequem. Dabei achtet Wien auf hohe Datensicherheit. Damit Ihre Daten gut geschtzt sind. Alle Services des Virtuellen Amts

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