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Felix Mendelssohn Bartholdy Paulus · 2011. 2. 21. · Felix Mendelssohn Bartholdy Paulus Oratorium für Solostimmen, Chor und Orchester, op.36 Stadthalle Bülach Samstag, 12. Juni

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Text of Felix Mendelssohn Bartholdy Paulus · 2011. 2. 21. · Felix Mendelssohn Bartholdy Paulus Oratorium...

  • Felix Mendelssohn Bartholdy

    PaulusOratorium für Solostimmen,

    Chor und Orchester, op.36

    Stadthalle BülachSamstag, 12. Juni 2010, 19.30 Uhr

    Tonhalle ZürichSonntag, 13. Juni 2010, 19.30 Uhr

    Petra Hoffmann, Sopran Barbara Erni, Alt

    Rolf Romei, TenorMartin Bruns, Bass

    Andrea Kobi, Orgel (Zürich)

    Kammerchor Zürcher UnterlandSymphonisches Orchester Zürich

    Beat Raaflaub Leitung

  • KONZERTVORANZEIGE

    Camille Saint-Saëns

    Weihnachtsoratorium

    Benjamin Britten

    Saint Nicolas Cantata

    Predigerkirche ZürichSamstag, 4. Dezember 2010, 19.00 Uhr Sonntag, 5. Dezember 2010, 17.00 Uhr

    Heidi Wölnerhanssen, SopranLili Küttel, Mezzosopran

    Barbara Erni, AltGerd Türk, TenorRene Koch, Bass

    Peter Freitag, Orgel

    Kammerchor Zürcher UnterlandKinder- und Jugendchor Thalwil

    Leitung Gabriela Schöb FreitagSymphonisches Orchester Zürich

    Gesamtleitung Beat Raaflaub

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    Kultur und GesellschaftEINLEITUNG

    Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 – 1847)Paulus Oratorium nach Worten der Heiligen Schrift op. 36

    Der Welterfolg

    Angesichts der Tatsache, dass das Oratorium Paulus nach der Uraufführung in Düsseldorf an Pfingsten 1836 innert kurzer Zeit einen wahren Siegeszug durch Eu-ropa absolvierte, ist es nicht übertrieben, von einem Welterfolg zu sprechen. Am Birmingham Musical Festival 1837 dirigierte Mendelssohn sein Werk selbst, das in der Folge mit Händels Oratorien verglichen wurde. Aufführungen in Deutschland, in der Schweiz, in Dänemark, Holland, Polen, Russland und sogar in Boston brach-ten dem Werk eine Berühmtheit, die zur damaligen Zeit einzigartig war. Wäre Mendelssohn unser Zeitgenosse, würde er als „Starkomponist“ und „Stardirigent“ gefeiert.

    Während der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann sich die Begeisterungfür Mendelssohn und seine Werke abzukühlen. Namhafte Persönlichkeiten des kulturellen Lebens brachten Kritik an, allen voran Richard Wagner, aber auch George Bernard Shaw und andere. In der düsteren Zeit des nationalsozialistischen Regimes wurden Mendelssohns Werke aus den deutschen Konzertsälen verbannt.Glücklicherweise fand die grossartige Musik Felix Mendelssohns wieder zurück zuBewunderung und Wertschätzung. Das „Mendelssohn-Jahr“ aus Anlass des 200. Geburtstages des Komponisten liess seinen Stern wieder erstrahlen, und zeitlos gültig ist Robert Schumanns berühmtes Wort: „Er ist der Mozart des 19. Jahrhun-derts, der hellste Musiker, der die Widersprüche der Zeit am klarsten durchschaut und zuerst versöhnt.“

    Diese Aussage trifft den Kern der Lebensgeschichten sowohl des Komponisten als auch der Hauptperson des Oratoriums Paulus.

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    Calvin – zum 500. Geburtstag 1509 – 2009 Dr. Ernst Saxer W09-103 VDer Komponist

    Die Wurzeln des musikalischen Schaffens von Felix Mendelssohn finden sich einer-seits in der familiären Herkunft, der umfassenden Erziehung und Bildung, anderer-seits aber auch in der besondern Epoche des frühen 19. Jahrhunderts.

    Felix wurde am 3. Februar 1809 in Hamburg geboren. Seine Mutter Lea, ausgebil-dete Cembalistin, stammte aus einer einflussreichen gutbürgerlichen Familie. Der Vater Abraham, in einer bedeutenden jüdischen Familie aufgewachsen, war als Bankier weitgehend in die Gesellschaft integriert. Die Eltern unternahmen alles, um ihren vier Kindern eine umfassende klassische Bildung zu gewährleisten.

    Im Sommer 1811 floh die Familie aus dem französisch besetzten Hamburg nach Berlin. Am 21. März 1816 wurden die Mendelssohn-Kinder evangelisch getauft.Felix erhielt neben der Vermittlung von klassischen Bildungsinhalten auch früh eine intensive Musikerziehung, vorerst auf den Instrumenten Klavier, Orgel und Vi-oline, dann ab 1819 Kompositions- und Theorieunterricht bei Carl Friedrich Zelter, damals Direktor der angesehenen Berliner Singakademie und Bach-Verehrer. Ausgedehnte Reisen der Familie und frühe Kontakte mit den führenden Persön-lichkeiten der Zeit ergänzten die schulische Bildung und vermittelten dem jungen Mendelssohn Einsichten, die sein musikalisches Schaffen beeinflussen sollten. Na-mentlich mehrere Besuche bei Johann Wolfgang von Goethe hinterliessen nach-haltige Eindrücke.

    Der Einfluss des Klavierlehrers Ludwig Berger und persönliche Begegnungen mit Musikern wie Carl Maria von Weber weckten in Mendelssohn das Interesse für ro-mantische Musikanschauung. Im Gegensatz dazu wurden in der Singakademie,deren Mitglieder die Mendelssohn-Geschwister ab Herbst 1820 waren, Werke der grossen Barockmeister Bach und Händel einstudiert.

    Der vierzehnjährige Felix erhielt als Weihnachtsgeschenk von seiner Grossmutter eine Partitur-Abschrift der Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach. Fortan beschäftigte der Plan, dieses von der Öffentlichkeit vergessene Werk wieder auf-zuführen, den jungen Musiker. Nach Überwindung von vielen Widerständen kam es am 11. März 1829 in der Berliner Singakademie zur öffentlichen Aufführung.Mendelssohn, der die Leitung innehatte, gelang es, die Zuhörenden derart zu be-geistern, dass bereits zehn Tage später eine zweite Aufführung angesetzt wurde.

    Nach ausgedehnter Reisetätigkeit, insbesondere in England und Italien, und der Realisation von vielfältigen kompositorischen Projekten übernahm Mendelssohn1833 die Stelle als Städtischer Musikdirektor und Festivalleiter in Düsseldorf. Unter dem Eindruck der erfolgreichen Aufführungen der Matthäus-Passion reifte nach und nach das Vorhaben, ein geistliches Werk im Sinne der Barockoratorien zu schaffen.

    WERKBESCHREIBUNG

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    WERKBESCHREIBUNG

    Die Hauptgestalt sollte der Apostel Paulus sein, seine Geschichte in Worten der Bibel erzählt werden. Mendelssohn übernahm auch die sprachliche Gestaltung des Werks, konsultierte indessen als theologischen Berater den Dessauer Pfarrer Julius Schubring.

    1835 folgte die Ernennung zum Leiter der Leipziger Gewandhauskonzerte, im März 1836 wurde Felix Mendelssohn Ehrendoktor der Universität Leipzig, und im Mai fand das Niederrheinische Musikfest in Düsseldorf statt, zu dessen Höhepunkt die triumphale Uraufführung des Oratoriums Paulus wurde.

    Das Oratorium Paulus

    Die Ouvertüre hebt an mit dem eindringlichen Choralzitat „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ und lässt in einem sinfonischen Klanggemälde die zentrale Thematik des nachfolgenden Geschehens anklingen.

    Die Handlung vollzieht sich in zwei Teilen. Im ersten Abschnitt geht es um die Aus-einandersetzung des Apostels Stephanus mit dem jüdischen Volk, die in die dra-matische Szene der Steinigung mündet. „Steiniget ihn“ ist eine Chorpartie von peinigender Eindringlichkeit. Das traurige Geschehen findet Erlösung und Trost im wunderbaren an die Bachsche Tonsprache erinnernden Choral „Dir, Herr, dir will ich mich ergeben“. Nach einem erzählenden Chor, begleitet von einer wun-dersamen Cellostimme, tritt Saulus auf: „Vertilge sie, Herr Zebaoth“. Auf dem Weg nach Damaskus dann kommt die Wendung im Leben des Saulus: „Saul, was ver-folgst du mich?“ Auf die Offenbarung Christi, dargestellt durch die Frauenstim-men des Chores, folgt der Choral: „Wachet auf“. Der erste Teil des Werks schliesst mit „O welch eine Tiefe des Reichtums“, einer zweifachen Chorfuge.

    Der zweite Teil beginnt mit dem programmatischen Eingangschor „Der Erdkreis ist nun des Herrn“ und schildert die Missionstätigkeit der Apostel Paulus und Barna-bas. Aber Widerstand erwächst aus dem Volk: „Ist das nicht, der zu Jerusalem ver-störte alle, die diesen Namen anrufen?“. In ruhigem, kontemplativem Ablauf wird das Wirken des bekehrten Paulus geschildert. Rezitative, Arien und Chorpassagen wechseln ab und klingen aus mit der grossartigen Chorfassung des Psalmenworts „Lobe den Herrn, meine Seele“.

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    Die vielen Farben der Trauer Veronika Schnetzer W09-108 V

    TEXT

    Erster Teil

    1. Ouvertüre

    2. Chor Herr, der du bist der Gott, der Himmel und Erde und das Meer gemacht hat. Die Heiden lehnen sich auf, Herr wider dich und deinen Christ. Und nun, Herr, siehe an ihr Drohn, und gibt deinen Knechten, mit aller Freudigkeit zu reden dein Wort.

    (Apostelgeschichte IV. 24, 26, 29)

    3. ChoralAllein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für seine Gnade; darum dass nun und nimmermehr uns rühren kann kein Schade. Ganz unermessen ist seine Macht, nur das geschieht, was er be-dacht. Wohl uns, wohl uns des Herren !

    4. Rezitativ und Duett Sopran SoloDie Menge der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Stephanus aber, voll Glauben und Kräfte, tat Wunder vor dem Volk, und die Schriftgelehrten ver-mochten nicht zu widerstehn der Weis-heit und dem Geist, aus welchem er redete; da richteten sie zu etliche Män-ner, die da sprachen:

    Bass Solo (Die falschen Zeugen): Wir haben ihn gehört Lästerworte re-den wider diese heilige Stätte und das Gesetz.

    Sopran Solo: Und bewegten das Volk und die Älte-sten und traten hinzu, und rissen ihn hin, und führten ihn vor den Rat, und spra-chen: (Apostelgeschichte IV. 32, VI. 8, 10, 11, 13)

    Oratorium nach den Worten der Heiligen Schrift für Soli, Chor und Orchester op. 36

    5.Chor Das VolkDieser Mensch hört nicht auf zu reden Lästerworte wider Mosen und wider Gott. Haben wir euch nicht mit Ernst geboten, dass ihr nicht solltet lehren in diesem Namen? Und sehet, ihr habt Jerusalem erfüllt mit eurer Lehre; dieser Mensch hört nicht auf zu reden Läster-worte wider Mosen und wider Gott.Denn wir haben ihn hören sagen: Je-sus von Nazareth wird diese Stätte zer-stören und ändern die Sitten, die uns Mose gegeben hat. (Apostelgeschichte VI. 13, 14, V. 28)

    6. Rezitativ und Chor Sopran SoloUnd sie sahen auf ihn alle, die im Rate saßen, und sahen sein Angesicht wie eines Engels Angesicht. Da sprach der Hohepriester: Ist dem also? Stephanus sprach:

    Tenor Solo (Stephanus):Liebe Brüder und Väter, höret zu: Gott der Herrlichkeit erschien unsern Vätern, er rettete das Volk aus aller Trübsal und gab ihnen Heil. Aber sie vernahmen es nicht. Er sandte Mosen in Ägypten, da er ihr Leiden sah und hörete ihr Seuf-zen. Aber sie verleugneten ihn, und wollten ihm nicht gehorsam werden, und stießen ihn von sich und opferten den Götzen Opfer. Salomo baute ihm ein Haus, aber der Allerhöchste wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen ge-macht sind; der Himmel ist sein Stuhl, und die Erde seiner Füße Schemel; hat nicht seine Hand das alles gemacht? Ihr Halsstarrigen! Ihr widerstrebt al-lezeit dem heiligen Geist! Wie eure

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    TEXT

    Väter, so auch ihr. Welche Propheten haben eure Väter nicht verfolgt? Die da verkündeten die Zukunft dieses Ge-rechten, dessen Mörder ihr geworden seid. Ihr habt das Gesetz empfangen durch der Engel Geschäfte, und habt es nicht gehalten.

    Chor: Das VolkWeg, weg mit dem! Er lästert Gott, und wer Gott lästert, der soll sterben.

    Tenor Solo (Stephanus): Siehe, ich sehe den Himmel offen, und des Menschen Sohn zur Rechten Gottes stehn. (Apostelgeschichte VI. 15, VII. 1, XXI. 36;

    Drittes Buch Mose XXIV. 16)

    7. Arie Sopran SoloJerusalem, die du tötest die Propheten, die du steinigest, die zu dir gesandt. Wie oft hab ich nicht deine Kinder ver-sammeln wollen, und ihr habt nicht ge-wollt! Jerusalem! (Matthäus XXIII. 31)

    8. Rezitativ und Chor Tenor SoloSie aber stürmten auf ihn ein, und stie-ßen ihn zur Stadt hinaus, und steinigten ihn, und schrien laut:

    Chor: Das VolkSteiniget ihn! Er lästert Gott; und wer Gott lästert, der soll sterben. Steiniget ihn!

    (Apostelgeschichte VII. 51, 58; Drittes Buch Mose XXIV. 16)

    9. Rezitativ und Choral Tenor SoloUnd sie steinigten ihn. Er kniete nieder und schrie laut: Herr, behalte ihnen die-se Sünde nicht! Herr Jesu, nimm mei-nen Geist auf! Und als er das gesagt, entschlief er.

    Chor:Dir, Herr, dir will ich mich ergeben, dir, dessen Eigentum ich bin. Du nur allein, du bist mein Leben. und Sterben wird mir dann Gewinn. Ich lebe dir, ich ster-be dir: sei du nur mein, so g‘nügt es mir. (Apostelgeschichte VII. 59, 60)

    10. Rezitativ Sopran Solo Und die Zeugen legten ab ihre Kleider zu den Füßen eines Jünglings, der hieß Saulus; der hatte Wohlgefallen an sei-nem Tode. Es beschickten aber Ste-phanum gottesfürchtige Männer, und hielten eine große Klage über ihn.

    (Apostelgeschichte VII 58, VIII. 1, 2)

    11. ChorSiehe, wir preisen selig, die erduldet haben. Denn ob der Leib gleich stirbt, doch wird die Seele leben.

    (Jakobus I. 12)

    12. Rezitativ und Arie Tenor SoloSaulus aber zerstörte die Gemeinde und wütete mit Drohen und Morden wider die Jünger, und lästerte und sprach:

    Bass Solo (Paulus): Vertilge sie, Herr Zebaoth, wie Stop-peln vor dem Feuer! Sie wollen nicht erkennen, dass du mit deinem Namen heißest Herr allein, der Höchste in aller Welt. Lass deinen Zorn sie treffen, ver-stummen müssen sie!

    (Apostelgeschichte VIII. 2, IX. 1; Psalm LIX. 14, LXXXIII. 18, LXIX. 24)

    13. Rezitativ und Arioso Alt Solo Und zog mit einer Schar gen Damas-kus, und hatte Macht und Befehl von

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    Literatur und SprachenTEXT

    den Hohenpriestern, Männer und Wei-ber gebunden zu führen gen Jerusa-lem. Doch der Herr vergisst die Seinen nicht, er gedenkt seiner Kinder. Fallt vor ihm nieder, ihr Stolzen, denn der Herr ist nahe!

    (Apostelgeschichte IX. 2; Psalm CXV. 12; 2 Timotheus II. 19;

    Philipper IV. 5)

    14. Rezitativ mit Chor Tenor SoloUnd als er auf dem Wege war, und nahe zu Damaskus kam, umleuchtete ihn plötzlich ein Licht vom Himmel, und er fiel auf die Erde, und hörte eine Stim-me, die sprach zu ihm:

    Chor:Saul! was verfolgst du mich?

    Tenor: Er aber sprach:

    Bass (Paulus): Herr, wer bist du?

    Tenor: Der Herr sprach zu ihm:

    Chor: Ich bin Jesus von Nazareth, den du verfolgst!

    Tenor: Und er sprach mit Zittern und Zagen:

    Bass (Paulus): Herr, was willst du, dass ich tun soll?

    Tenor: Der Herr sprach zu ihm:

    Chor: Stehe auf und gehe in die Stadt, da wird man dir sagen, was du tun sollst.

    (Apostelgeschichte IX. 3 - 6)

    16. ChoralWachet auf, ruft uns die Stimme der Wächter, sehr hoch auf der Zinne,

    wach auf, du Stadt Jerusalem! Wacht auf! Der Bräut‘gam kommt, steht auf! Die Lampen nehmt! Halleluja! Macht euch bereit zur Ewigkeit, ihr müsset ihm entgegen gehn!

    (Matthäus XV. 1)

    17. Rezitativ Tenor SoloDie Männer aber, die seine Gefährten waren, standen, und waren erstarrt, denn sie hörten eine Stimme, und sa-hen niemand. Saulus aber richtete sich auf von der Erde, und da er sei-ne Augen auftat, sah er niemand; sie nahmen ihn aber bei der Hand, und führten ihn gen Damaskus, und war drei Tage nicht sehend, und aß nicht und trank nicht.

    (Apostelgeschichte IX. 7, 8, 9)

    18. Arie Bass Solo (Paulus) Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte, und tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit. Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir. Ein geängstetes und zerschlagenes Herz, wirst du, Gott, nicht verachten. Denn ich will die Übertreter deiner Wege lehren, dass sich die Sünder zu dir bekehren! Herr, tue meine Lippen auf, dass mein Mund deinen Ruhm verkündige.

    (Psalm LI. 3, 4, 11, 13, 15, 17)

    19. Rezitativ Tenor SoloEs war aber ein Jünger zu Damaskus, mit Namen Ananias, zu dem sprach der Herr: Sopran Solo:Ananias, stehe auf, und frage nach Saul von Tarse, denn siehe, er betet! Dieser ist mir ein auserwähltes Rüst-

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    Mensch und GesundheitTEXT

    zeug; ich will ihm zeigen, wie viel er lei-den muss um meines Namens willen.

    (Apostelgeschichte IX. 10, 11, 15, 17, 18) (Psalm LXXXVI. 12, 13; Jesaja XXV. 8)

    20. ArieBass Solo:Ich danke dir, Herr, mein Gott, von ganzem Herzen ewiglich; denn deine Güte ist gross über mich, und du hast meine Seele errettet aus der tiefen Höl-le. Herr, mein Gott, ich danke dir.

    21. Rezitativ Sopran SoloUnd Ananias ging hin, und kam in das Haus, und legte die Hände auf ihn und sprach:

    Tenor Solo (Ananias): Lieber Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt, der dir erschienen ist auf dem Wege, da du herkamst, dass du wieder sehend und mit dem heiligen Geist er-füllet werdest.

    Sopran Solo:Und alsbald fiel es wie Schuppen von seinen Augen, und er ward wieder se-hend und stand auf und ließ sich tau-fen; und alsbald predigte er Christum in den Schulen, und bewährte es, dass dieser ist der Christ.

    (Apostelgeschichte IX. 17, 18, 20; Römer XI. 33)

    22. ChorO welche Tiefe des Reichtums der Weisheit und Erkenntnis Gottes! Wie gar unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege! Ihm sei Ehre in Ewigkeit, Amen.

    (Römer XI. 33)

    Ende des ersten Teils

    PAUSE

    Zweiter Teil

    23. ChorDer Erdkreis ist nun des Herrn und seines Christ. Denn alle Heiden werden kom-men und anbeten vor dir. Denn deine Herrlichkeit ist offenbar geworden.

    (Offenbarung XI. 15, XV. 4)

    24. Rezitativ Sopran SoloUnd Paulus kam zu der Gemeinde und predigte den Namen des Herrn Jesu frei. Da sprach der heilige Geist: sendet mir aus Barnabas und Paulus zu dem Werk, dazu ich sie berufen habe. Da fasteten sie und beteten, und legten die Hände auf sie, und ließen sie gehen.

    (Apostelgeschichte IX. 28, XIII. 2, 3)

    25. Duettino Tenor (Barnabas)/ Bass Solo (Paulus)So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott vermahnet durch uns, an Christi statt.

    (2 Korinther V. 20)

    26. Chor Wie lieblich sind die Boten, die den Frie-den verkündigen. In alle Lande ist aus-gegangen ihr Schall, und in alle Welt ihre Worte.

    (Römer X. 15, 18)

    27. Rezitativ und AriosoSopran SoloUnd wie sie ausgesandt von dem heili-gen Geist, so schifften sie von dannen, und verkündigten das Wort Gottes mit Freudigkeit. Lasst uns singen von der Gnade des Herrn ewiglich und seine Wahrheit ver-kündigen ewiglich!

    (Apostelgeschichte XIII. 45; Jesaja XXXXV. 18)

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    Grundzüge chinesischer Heilkunde Regula Waldner W09-305 A

    gepredigt werden; nun ihr es aber von euch stoßet, und achtet euch selbst nicht wert des ewigen Lebens, siehe, so wenden wir uns zu den Heiden:

    (Apostelgeschichte XIII. 46)

    31. Duett Tenor (Barnabas) / Bass (Paulus) Denn also hat uns der Herr geboten: Ich habe dich den Heiden zum Licht gesetzet, dass du das Heil seist bis an das Ende der Erde. Denn wer den Na-men des Herrn wird anrufen, der soll se-lig werden.

    (Apostelgeschichte XIII. 47, II. 21)

    32. Rezitativ Sopran SoloUnd es war ein Mann zu Lystra, der war lahm und hatte noch nie gewandelt, der hörte Paulus reden, und als er ihn ansah, sprach er mit lauter Stimme: Ste-he auf! Auf deine Füße! Und er sprang auf und wandelte und lobete Gott. Da aber die Heiden sahen, was Paulus getan, hoben sie ihre Stimmen auf und sprachen zueinander:

    (Apostelgeschichte XIV. 11)

    33. Chor (Die Heiden)Die Götter sind den Menschen gleich geworden und sind zu uns hernieder-gekommen.

    (Apostelgeschichte (XIV. 11)

    34. Rezitativ Sopran SoloUnd nannten Barnabas Jupiter, und Paulus Mercurius. Der Priester aber Ju-piters, der vor ihrer Stadt war, brach-te Rinder und Kränze vor das Tor und wollte opfern samt dem Volk, und be-teten sie an.

    (Apostelgeschichte XIV. 12, 13)

    28. Rezitativ und ChorTenor SoloDa aber die Juden das Volk sahn, wie es zusammen kam, um Paulus zu hö-ren, wurden sie voll Neid und wider-sprachen dem, das von Paulus gesagt ward, und lästerten Gott und spra-chen:

    Chor (Das Volk):So spricht der Herr: Ich bin der Herr, und ist außer mir kein Heiland.

    Rezitativ Tenor Solo: Und sie stellten Paulus nach und hielten einen Rat zusammen, dass sie ihn tö-teten und sprachen zueinander:

    (Apostelgeschichte XIII. 45; Jesaja XXXXV. 18)

    29. Chor und ChoralDas Volk Ist das nicht der zu Jerusalem verstörte alle, die diesen Namen anrufen? Ver-stummen müssen alle Lügner! Weg, weg mit ihm!

    Soli:O Jesu Christe, wahres Licht, erleuch-te, die dich kennen nicht, und bringe sie zu deiner Herd, dass ihre Seel auch selig werd. ChorErleuchte, die da sind verblendet, bring her, die sich von uns getrennt, versammle, die zerstreuet gehn, mach fester, die im Zweifel stehn!

    (Apostelgeschichte IX. 21)

    30. Rezitativ Tenor Solo Paulus aber und Barnabas sprachen frei und öffentlich:

    Bass Solo (Paulus): Euch musste zuerst das Wort Gottes

    TEXT

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    35. Chor (Die Heiden)Seid uns gnädig, hohe Götter! Seht he-rab auf unser Opfer!

    36. Rezitativ, ArieTenorDa das die Apostel hörten, zerrissen sie ihre Kleider und sprangen unter das Volk, schrien und sprachen:

    BassIhr Männer, was macht ihr da? Wir sind auch sterbliche Menschen gleich wie ihr und predigen euch das Evangelium, dass ihr euch bekehren sollt von die-sem falschen zu dem lebendigen Gott, welcher gemacht hat Himmel und Erde und das Meer. Wie der Prophet spricht: All eure Götzen sind Trügerei, sind eitel Nichts und haben kein Leben; sie müs-sen fallen, wenn sie heimgesucht wer-den. Gott wohnet nicht in Tempeln mit Menschenhänden gemacht. Wisset ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid? Und dass der Geist Gottes in euch wohnet? So jemand den Tempel Gottes verder-ben wird, den wird Gott verderben. Denn der Tempel Gottes ist heilig, der seid ihr. Aber unser Gott ist im Himmel. Er schaffet alles, was er will.

    37. Rezitativ Sopran SoloDa ward das Volk erreget wider sie, und es erhob sich ein Sturm der Juden und der Heiden, und wurden voller Zorn und riefen gegen ihn:

    (Apostelgeschichte XIV. 2, 5)

    38. ChorJuden und HeidenHier ist des Herren Tempel! Ihr Männer von Israel, helfet! Dies ist der Mensch, der alle Menschen an allen Enden leh-ret wider dies Volk, wider das Gesetz und wider diese heil‘ge Stätte! Steiniget ihn!

    39. Rezitativ Sopran SoloUnd sie alle verfolgten Paulus auf sei-nem Wege, aber der Herr stand ihm bei und stärkte ihn, auf dass durch ihn die Predigt bestätigt würde, und alle Heiden höreten.

    (2 Timotheus IV. 17)

    40. Cavatine Tenor SoloSei getreu bis in den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben. Fürchte dich nicht, ich bin bei dir!

    (Offenbarung II. 10; Jeremia I. 8)

    41. Rezitativ Sopran SoloPaulus sandte hin und ließ fordern die Ältesten von der Gemeinde zu Ephe-sus, und sprach zu ihnen:

    Bass Solo(Paulus): Ihr wisset, wie ich allezeit bin bei euch gewesen, und dem Herrn gedient mit aller Demut und mit vielen Tränen, und habe bezeuget den Glauben an un-sern Herrn Jesum Christum. Und nun siehe, ich, im Geist gebunden, fahre hin gen Jerusalem; Trübsal und Bande harren mein daselbst. Ihr werdet nie mein Angesicht wiedersehen.

    Sopran Solo:Sie weineten und sprachen: (Apostelgeschichte XX. 17 - 19, 21

    23, 25, 31)42. Chor und RezitativSchone doch deiner selbst! Das wider-fahre dir nur nicht!Rezitativ Bass Solo(Paulus): Was machet ihr, dass ihr weinet und brechet mir mein Herz? Denn ich bin bereit, nicht allein mich binden zu las-sen, sondern auch zu sterben zu Je-rusalem, um des Namens willen des Herren Jesu.

    TEXT

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    Rezitativ Tenor Solo: Und als er das gesagt, kniete er nieder, und betete mit ihnen allen, und sie geleiteten ihn in das Schiff, und sahen sein Angesicht nicht mehr.

    (Matthäus XVI. 22; Apostelgeschichte XXI. 13, XX. 36, 38)

    43. Chor Sehet, welch eine Liebe hat uns der Herr erzeiget, dass wir sollen Gottes Kinder heißen!

    (1 Johannes III. 1)

    44. Rezitativ Sopran SoloUnd wenn er gleich geopfert wird über

    dem Opfer unsers Glaubens, so hat er einen guten Kampf gekämpft; er hat den Lauf vollendet; er hat Glauben ge-halten; hinfort ist ihm beigelegt die Kro-ne der Gerechtigkeit, die ihm der Herr an jenem Tage, der gerechte Richter, geben wird.

    (2 Timotheus IV. 6 - 8)

    45. Schlusschor Nicht aber ihm allein, sondern allen, die seine Erscheinung lieben. Der Herr den-ket an uns und segnet uns. Lobe den Herrn! Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Na-men. Ihr seine Engel, lobet den Herrn!

    (2 Timotheus IV. 8; Psalm CIII. 1, 20)

    TEXT

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    Natur und UmweltTEXT

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  • Petra Hoffmann, Sopran

    Petra Hoffmann erhielt ihre Gesangsausbildung bei Prof. Elsa Cavelti in Frankfurt/Main. Ergänzend studierte sie bei Charles Spencer, Paul Esswood und Sir John Eliot Gardiner.

    In zahlreichen Gastverträgen u.a. als Blondchen (Entführung aus dem Serail), Frasquita (Carmen) , Lenio (Griechische Passion ), Zerlina (Don Giovanni), Königin der Nacht (Zauberflöte), Sie (Begehren), Neither (M. Feldman), 1.Sopran (Pro-meteo) wurde sie u.a. an die Opera de la Monnaie Brüssel, das Theater Basel, die Opera Real Madrid, das Teatro Nacional de Sao Carlos Lissabon, die Staatsoper Stuttgart, das Bayerische Staatsschauspiel Marstall und das Teatro la Fenice Ve-nedig verpflichtet. Als gesuchte Interpretin zeitgenössischer Werke ist Petra Hoff-mann regelmäßig bei internationalen Festivals wie den Salzburger Festspielen, Biennale di Venezia, Steirischer Herbst, Festwochen Luzern, Wien Modern, musica viva München, Ruhrtriennale, Milano Musica u. v. m., sowie in Japan und Süda-merika zu Gast.

    Zahlreiche CD-, TV-, und Rundfunkproduktionen dokumentieren das breitgefä-cherte Repertoire der Sopranistin.

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    Kommunikation und PersönlichkeitSOLISTEN

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    Barbara Erni, Alt

    Die Altistin Barbara Erni liess sich zur Primarlehrerin ausbilden, bevor sie das Lehr-diplom für Gesang bei Frieder Lang absolvierte. Darauf folgte ein Studium in der Konzertklasse von Hans Peter Blochwitz an der Hochschule der Künste Bern und in der Opernklasse des Schweizer Opernstudios in Biel. Sie besuchte Meisterkurse bei Ingeborg Danz, Marga Schiml, Krisztina Laki und Lani Poulson.

    Barbara Erni ist als Konzertsängerin im In- und Ausland tätig, wobei ihr Repertoire verschiedene Werke aus dem Frühbarock bis hin zu zeitgenössischen Werken um-fasst. Ihre Vorlieben und Stärken liegen bei den Kantaten, Passionen und Orato-rien u.a. von Bach, Händel und Mendelssohn. Sie wirkt aber auch immer wieder in verschiedenen Vokalensembles-Projekten mit. So sang sie bei cantus firmus solo-thurn, beim Ensemble Corund Luzern und bei den Basler Vokalsolisten.

    Am Stadttheater Biel Solothurn war die Altistin als Georgette in „Die Schule der Frauen“ von R. Liebermann, als Junon in Offenbachs „Orphée aux Enfers“ und als Peronella in „Boccaccio“ von Franz von Suppé zu hören.

    SOLISTEN

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    Rolf Romei, Tenor

    Der gebürtige Schaffhauser studierte in Winterthur und Karlsruhe und ist Gewinner mehrerer nationaler und internationaler Wettbewerbe und Förderpreise. Wich-tige sängerische Impulse erhielt er als Privatschüler von Nicolai Gedda.

    Als lyrischer Tenor war er fest engagiert in St.Gallen und Augsburg sowie am Staatstheater Oldenburg, Gastverträge führten an die Opernhäusern von Stutt-gart, Darmstadt, Bern, Aachen, Wuppertal, Würzburg und Düsseldorf sowie ans Edinburgh Festival.

    Seit Sommer 2006 ist er festes Ensemblemitglied am Theater Basel, wo er z.B. als Belmonte in Mozarts „Entführung“, als Prinz in Prokofieffs „L’amour des trois Oran-ges“, als Sou Chong in „Das Land des Lächelns“ oder in der Titelrolle von Gounods „Faust“ zu erleben war, als Maler in Bergs „Lulu“ (womit er auch am Teatro Real in Madrid gastierte) oder zuletzt als Skuratov in Janáceks „Aus einem Totenhaus“.Neben der Bühne pflegt er eine rege Konzerttätigkeit. Er gibt Lieder- und Kam-mermusikabende und ist dank seiner breit gefächerten Repertoires als Interpret Neuer Musik ebenso gefragt wie als Bach-Evangelist oder als Solist der grossen Oratorien der Klassik und Romantik. So trat er z.B. am Lucerne Festival in Mozarts „Davidde Penitente“ und als Evange-list in Bachs „Johannespassion“ auf und debütierte in der Berliner Philharmonie mit Martins „Golgotha“ und in Lissabon mit Dvoraks „Stabat Mater“. Unter Helmuth Rilling sang er Pendereckis „Credo“, Schuberts „Messe in As-Dur“, Bachs „h-moll-Messe“ sowie Haydns „Schöpfung“ und zeichnete mit Michel Corboz Mozarts „c-moll-Messe“ für das Schweizer Radio auf.

    Sowohl von den „Freunden des Liedes Zürich“, von „olten classique“, als auch vom Festival „Orff in Andechs“ bei München wurde er wiederholt zu Lieder-abenden eingeladen.

    SOLISTEN

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    Der Trauer begegnen Veronika Schnetzer W09-507 A

    Martin Bruns, Bariton

    Der Basler Bariton studierte erst Violine und wurde für einige Jahre Geiger im Berner Sinfonieorchester, bevor er Gesang bei Daniel Ferro an der Juilliard School in New York studierte. Anschliessend wurde er Ensemble-Mitglied des Hessischen Staatstheaters in Wiesbaden und sang während mehrerer Jahre viele Rollen sei-nes Fachs wie Papageno, Barbier, Dandini, Donner und Silvio. Gastengagements führten ihn auch an die Bayerische Staatsoper in München, die Opernhäuser in Bern, Freiburg i. Brsg. sowie an die Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf. Sein Re-pertoire reicht von Monteverdi und Bach über Mozart, Mahler und Schönberg bis zu zeitgenössischer Musik. Er hat mit führenden Orchestern und Ensembles gesun-gen (z.B. Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks München, Scharoun Ensemble der Berliner Philharmoniker, NDR Sinfonieorchester Hamburg, New York Chamber Symphony, Israel Kibbutz Orchestra, Orfeón Donostiarra San Sebastian, Chor und Orchester der Fundacao Gulbenkian Lissabon, Akademie für Alte Musik Berlin, Ensemble 415, Wiener Klaviertrio) und ist u.a. an den Festivals von Salzburg (Osterfestspiele), Luzern, Ottawa, Aldeburgh, Nantes, Budapest aufgetreten.

    Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Marcello Viotti, Ivor Bolton, Eric Ericson, Michel Corboz, Yoav Talmi, Heinz Holliger, Peter Ruzicka, Gerard Schwarz, Oleg Caetani und Jonathan Nott. Liederabende haben ihn in viele Länder Europas sowie nach Nordamerika geführt (u.a. New York, Washington, Chicago, San Diego, Seattle, Ottawa, Québec, Edmonton). Regelmässige Klavierpartner sind Jan Philip Schul-ze, Ulrich Eisenlohr, Stéphane Lemelin und Christoph Hammer (Hammerflügel). Zahlreiche Rundfunkproduktionen in Deutschland, der Schweiz, Österreich und den USA sowie CD-Einspielungen bei Naxos, Decca, Divox und ArsProduktion.

    Im vergangen Jahr unterrichtete er vertretungsweise eine Hauptfachklasse an der Zürcher Hochschule der Künste. Als Gastprofessor ist er neu auch an der Berliner Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ tätig. Im Oktober 2010 übernimmt er zudem eine Gesangsprofessur an der Kölner Hochschule für Musik und Tanz (Standort Aachen). Martin Bruns lebt in Basel.

    SOLISTEN

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    Formen und GestaltenSOLISTEN

    Andrea Kobi, Orgel

    Andrea Kobi gewann 2005 den 1. Preis des Schweizerischen Jugendmusikwett-bewerbs und den Prix Suisse für die Interpretation eines zeitgenössischen Werkes. 2006 und 2008 wurde ihr der Studienpreis der Ernst Göhner-Stiftung und des Migros Genossenschaftsbundes verliehen. Im vergangenen Jahr hat sie beim 3. Interna-tionalen Orgelwettbewerb der Bühlkirche den 3. Preis gewonnen und war Finalis-tin beim Internationalen Orgelwettbewerb in Kotka (Finnland).

    Andrea Kobi studierte an der Musikhochschule Zürich in der Klasse von Prof. Ste-fan Johannes Bleicher, besuchte Meisterkurse bei Guy Bovet und Marie Claire Alain und absolviert zurzeit ein Masterstudium bei Jacques van Oortmerssen am Conservatorium van Amsterdam.

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    Skulpturen aus Papier Tom Küffer W09-603 A

    Beat Raaflaub, Dirigent

    Beat Raaflaub studierte Germanistik und Geschichte in Basel und promovierte 1977 in Neuer Schweizer Geschichte. Gleichzeitig liess er sich bei Fritz Näf zum Konzertsänger ausbilden und studierte Schulmusik und Chorleitung an der Musik-akademie Basel. Anschliessend vertiefte er die Dirigierpraxis bei Erich Schmid. Seit 1976 ist er Leiter der Allgemeinen Musikschule Muttenz.

    1979 übernahm er die künstlerische Leitung der Kantorei St. Arbogast Muttenz und des Kammerchors Zürcher Unterland. Neben Konzerten im Einzugsgebiet der beiden Chöre konzertiert er gelegentlich auch in anderen Regionen der Schweiz. Mit dem Kammerchor Zürcher Unterland gastierte er in Prag und in Nürnberg. Ge-meinsam traten die beiden Chöre in Haydns Schöpfung, im Requiem von Brahms, in Mendelssohns Elias und in Verdis Requiem auf. Ebenfalls werden gelegentlich gemeinsame Singwochen durchgeführt.

    Von 1983 – 2007 war Beat Raaflaub künstlerischer Leiter der Knabenkantorei Basel. Er begleitete diesen international bekannten Jugendchor auf Konzertreisen durch viele Länder Europas, in die USA, nach Südafrika und Brasilien.

    Unter der Leitung von Beat Raaflaub wurden zahlreiche Radio-, Fernseh- und CD-Aufnahmen realisiert.

    Dirigent

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    Glitzernde Weihnacht mit Sternen Gabriele Rieck W09-605 A

    Symphonisches Orchester Zürich

    Mit seinen vielseitigen und interessanten Programmen ist das 1981 gegründete Symphonische Orchester Zürich (S-O-Z) im Zürcher Musikleben präsent. Basis sei-ner Aktivitäten bildet die Konzertreihe im Grossen Tonhallesaal Zürich. Mit Freude übernimmt das S-O-Z anspruchsvolle Chorbegleitungsaufgaben und spielt auch für andere Konzert- und Musiktheaterveranstalter, Firmen und Organisationen.

    Das Orchester bietet auch immer wieder jungen Talenten die Möglichkeit, sich solistisch zu profilieren und gewährt in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik und Theater Nachwuchskräften die Chance, wertvolle Erfahrungen im Or-chesterbetrieb zu sammeln.

    Seine vielfältigen Aufgaben verwirklicht das S-O-Z mit Besetzungen vom Kammer-orchester bis zum grossen Symphonieorchester. Zahlreiche Auftritte in der ganzen Schweiz wie z.B. Opernaufführungen in der Arena von Avenches, Weihnachtsga-la in Flims oder Begleitorchester des Concours International de Violon Tibor Varga in Martigny werden durch erfolgreiche Auslandsauftritte wie die China-Tournee zum 25-jährigen Jubiläum und die Einladung an die Escales Musicales in Evian/Frankreich bereichert.

    Das Repertoire des Orchesters reicht von der Klassik über die Romantik bis hin zu Crossover und zahlreichen Uraufführungen der Musik unserer Zeit.

    Von 2007/8 bis 2009/10 konnte der Zürcher Christof Escher als Dirigent verpflichtet werden. In der Saison 2010/11 werden verschiedene Dirigenten eingesetzt.

    ORCHESTER

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    KAMMERCHOR ZÜRCHER UNTERLAND

    Kammerchor Zürcher Unterland

    Der Kammerchor Zürcher Unterlandwurde vor 45 Jahren von Jean-Pierre Druey aus Winterthur und einigen am Ge-sang interessierten Personen aus Bülach und Eglisau gegründet. Heute gehören dem Chor über 75 Sängerinnen und Sänger an. Seit 30 Jahren wird der Kam-merchor Zürcher Unterland von Beat Raaflaub geleitet. Der Kammerchor Zürcher Unterland veranstaltet jährlich zwei bis drei Konzerte in der Stadt und im Kanton Zürich sowie auch in verschiedenen Regionen der Schweiz und im Ausland. Zu-sätzlich werden in letzter Zeit vermehrt Auftritte auch in kleineren Formationen mit Erfolg durchgeführt.

    Breites RepertoireEinstudiert werden Chorwerke aller Epochen, sowohl mit Instrumental- oder Or-chesterbegleitung als auch a cappella. Es werden nicht nur Oratorien und kirch-liche Werke, sondern auch Lieder, Madrigale und weltliche Gesänge zur Auffüh-rung gebracht. Für diese Konzerte werden nur erstklassige Solisten und Orchester verpflichtet.

    Höhepunkteder Konzerttätigkeit des Kammerchors Zürcher Unterland bildete die Uraufführung des Auftragswerkes „CIRCOMONDO“ - einer Musicaloper im Juni 2001. Wie bei der szenischen Aufführung der „Carmina Burana“ von Carl Orff im Jahre 1990 , war die Begeisterung bei den Mitwirkenden und beim Publikum sehr gross. Die Konzertreisen nach Prag und Nürnberg wie die Mitwirkung an den Musikfestspie-len in Meiringen waren auch ein spezielles Erlebnis. 1995 erhielt der Kammerchor Zürcher Unterland in Würdigung seines langjährigen Wirkens den Kulturpreis der Stadt Bülach.

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    Sängerinnen und Sänger desKammerchors Zürcher Unterland

    SopranVreni Baltensperger, Anni Baumann, Sophie Baumann, Irma Bürgi, Jolanda De-mont, Ursula Dornbierer, Beatrice Dübendorfer, Mathilde Erni, Doris Etspüler, Vreni Forrer, Ulrike Haas, Margrit Heiz, Christa Jost, Dorothe Keller, Anita Lenz, Erika Lüthi, Berti Pfeiffer, Marianne Raaflaub, Heidi Schmid, Trudi Schnegg, Agnes Siegrist, Ursula Spring, Christina Stahel, Cécile Stämpfli

    AltVera Altorfer, Martha Brown, Ruth Carullo, Dagmar Dorn, Christine Fehrlin, Käthi Flöscher, Ursula Fumasoli, Käthi Gehrig, Marianne Juzi, Karin Levy, Christa Lüthi, Beatrice Mühlethaler, Ruth Schlatter, Marianne Schmid, Andrea Steppeler, Vreni Sturzenegger, Silvia Tobler, Mechthild Voigt, Hana Wölfle, Elsa Zaugg

    TenorThomas Bär, Konrad Erni, Paul Fischer, Jürg Girsberger, Heinz Leu, Werner Ruggli, Peter Schunk, Ruedi Stahel, Daniel Voegeli, Christian Züllig

    BassKarl Bolleter, Max Dornbierer, Andreas Dübendorfer, Gianni Escher, Walter Forrer, Niklaus Haslebacher, Eugen Hauser, Urs Hofer, Markus Humbel, Ruedi Keller, Ale-xander Kienzler, Ernesto Krähenbühl, Ursin Maggi, Bruno Pfeiffer, Kurt Pfenninger, Andreas Sarasin, Edi Schmid, Peter Wehrli, Thomas Wernli

    KAMMERCHOR ZÜRCHER UNTERLAND

    ProbenarbeitDie Proben finden wöchentlich am Donnerstagabend in Höri statt; vor den Kon-zerten wird zusätzlich noch ein Probenwochenende eingeschaltet. Grosser Wert wird auf die Pflege der Stimme gelegt. Neben der sehr sorgfältigen Stimmbildung zu Beginn jeder Probe werden chorintern Stimmbildungskurse angeboten, die für den Chorklang und die individuellen sängerischen Fähigkeiten sehr wertvoll sind. Als Stimmbildnerin zeichnet Ruth Achermann verantwortlich.

    Konzertvorschau Die nächsten Konzerte des Kammerchors Zürcher Unterland finden am 4. und 5. Dezember 2010 in der Predigerkirche in Zürich statt. Zur Aufführung gelangt das Weihnachtsoratorium von Saint-Saëns und von Britten die St. Nicolas Cantata. Als Solisten wirken Heidi Wölnerhanssen, Sopran, Lili Küttel, Mezzosopran, Barbara Erni, Alt, Gerd Türk, Tenor und René Koch, Bass, mit. Unter der Gesamtleitung von Beat Raaflaub musizieren der Kammerchor Zürcher Unterland, der Kinder- und Jugendchor Thalwil und das Symphonische Orchester Zürich.

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    Dank

    Folgende Institutionen, Firmen und private Gönner unterstützen unseren Chor in verdankenswerter Weise:

    GÖNNERLISTE

    Architektenagentur Rohrbach, Wehrli, Pellegrino, WinterthurFritz Angst, Metzgerei, BülachBezirkssparkasse DielsdorfUlrich Baumgartner AG, Schreinerei HöriMargarita Bucher Stiftung, NiederweningenHans Ehrismann, WetzikonMathilde Erni, Musikshop, ZweidlenDr. Karl Flöscher, SteinmaurIris und Christoph Froehlich, EglisauGemeinde DietlikonEugen Hauser, HinwilThomas Hauser, NeerachViktor Juzi, NeerachAnita Kästli, HinwilHans-Heiri Keller, Treuhand, BachenbülachKlaus Confiserie/Cafe, BülachLandi Züri UnterlandKatja und Rolf Lüthi, RegensbergArmin Lüthy, NiederhasliMedica, med. Laboratorien Dr. F. Käppeli AG, ZürichEmil Meier, EglisauMelitta und Georg Michels, BülachMode Huber AG, BülachChristel und Ernst Müller, BülachMusica Viva AG, BülachPfister Druck AG, BülachMarie Röthenmund, NiederhasliSchlatter Holzbau - Sägerei OberglattAlois Schmed, BachenbülachClaudia und Peter Schönenberger, Autozubehör, WinterthurSchulpflege HöriSpirella S.A., EmbrachStadt BülachVetropack Holding SA, St. PrexZürcher Kantonalbank

    Auch allen nicht genannten Spendern danken wir herzlich!

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    Wir suchen neue Gesangstalente

    Hat Sie unser letztes Konzert angesprochen oder hätten Sie Freude, in unserem Chor mitzusingen? Dann laden wir Sie herzlich zu einer unverbindlichen Kennen-lern-Chorprobe ein.

    Wir suchen gezielt neue Sänger/Innen, die bereit sind, Ihre Stimme unter der fach-kundigen Anleitung unseres Dirigenten weiterzubilden und den Kammerchor Zür-cher Unterland stimmlich zu unterstützen. Es erwarten Sie aufgestellte und interes-sante Chorproben.

    Die Proben finden jeweils am Donnerstagabend von 19:30 bis 21:45 Uhr im Sing-saal des Primarschulhauses Weiher in Höri statt. Die erste Probe für die neue Kon-zertperiode ist am 17.Juni 2010. Die Schulferien sind probenfrei.

    Für das nächste Konzert wird das Weihnachtsoratorium von Saint-Saëns und die Saint Nicolas Cantata von Britten einstudiert.

    Scheuen Sie sich nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen.Konrad Erni, Präsident, 8192 ZweidlenTel. +41 44 867 39 72 / E-Mail: [email protected]

    MITGLIEDERWERBUNG

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    Sind Sie am Kammerchor Zürcher Unterland interessiert?

    Wir freuen uns ganz besonders über Ihr Interesse an unserem Chor und bitten Sie, für weitere Informationen untenstehenden Abschnitt zu verwenden.

    Bitte setzen Sie mich rechtzeitig von Ihren Konzerten in Kenntnis

    Ich möchte Aktivmitglied werden (Proben: Donnerstag 19.30 Uhr in Höri)

    Ich möchte Passivmitglied werden (Jahresbeitrag ab Fr. 50.--)

    Ich möchte Konzertmitglied werden (Jahresbeitrag Fr.180.-- / inkl. 2 Freikarten der ersten Platzkategorie nach freier Wahl pro Jahr)

    Ich möchte Gönner werden (Jahresbeitrag ab Fr. 200.-- mit Erwähnung in den choreigenen Publikationen)

    Name:................................................................................................................................

    Adresse:.............................................................................................................................

    PLZ/Wohnort:.......................................................................................................................

    Telefon:.................................................................................................................................

    E-Mail:..................................................................................................................................

    Datum:.............................Unterschrift:..............................................................................

    Einsenden an: Kammerchor Zürcher Unterland Mathilde Erni Marchstrasse 1 8192 Zweidlen Tel/Fax: 044 867 39 72 E-Mail: [email protected] Weitere Informationen unter www.kammerchor-zu.ch

    MITGLIEDERWERBUNG

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    Wolfbachstr. 17, Postfach, 8024 Zürich, Telefon 044 269 99 99Telefax 044 269 99 09, [email protected], www.medica.ch

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