Facharbeit Oktober 2017 Die Integration von ...· Trisomie 21) (Gesundheit und Medizin heute, Deutsches

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  • Facharbeit Oktober 2017

    Die Integration von

    schulpflichtigen Kindern

    mit Down-Syndrom im

    Kanton SZ

    Name, Vorname, Klasse

    Amann, Livia, FM3

    Betreuende Lehrperson

    Fischer Patrick

  • 2

    Inhaltverzeichnis

    1. Abstract ................................................................................................................................ 3

    2. Vorwort ................................................................................................................................ 4

    3. Das Down-Syndrom .............................................................................................................. 5

    3.1. Definition Down-Syndrom ....................................................................................................... 5

    3.1.1. Formen ............................................................................................................................ 6

    3.1.2. Ursachen der Entstehung ................................................................................................ 6

    3.1.3. Merkmale ........................................................................................................................ 7

    3.1.4. Krperliche Beeintrchtigungen ...................................................................................... 7

    3.1.5. Strke der geistigen Behinderung ................................................................................... 7

    3.1.6. Charaktereigenschaften .................................................................................................. 7

    4. Frderung ............................................................................................................................. 9

    4.1. Bericht einer Ergotherapeutin ............................................................................................... 11

    5. Der steinige Weg bis zur Einschulung der Familie Vogt ......................................................... 12

    6. Leiden die anderen Schler an Nachteilen? .......................................................................... 14

    7. Sicht des Lehrers ................................................................................................................. 15

    7.1. Benachteiligungen ................................................................................................................. 16

    7.2. Falsche Beschuldigungen....................................................................................................... 16

    7.3. Probleme ............................................................................................................................... 16

    8. Politik ................................................................................................................................. 18

    8.1. UNO Konvention geht in die richtige Richtung ..................................................................... 18

    9. Pro und Contra der Integration ............................................................................................ 19

    10. Zusammenfassung .............................................................................................................. 20

    10.1. Fazit ................................................................................................................................... 20

    11. Schlusswort ........................................................................................................................ 21

    11.1. Danksagung ....................................................................................................................... 21

    12. Interviews ........................................................................................................................... 22

    12.1. Interviewfragen: Familie Vogt ........................................................................................... 22

    12.2. Interviewfragen: Lehrperson ............................................................................................. 23

    13. Literaturverzeichnis ............................................................................................................ 24

    14. Eigenstndigkeitserklrung ................................................................................................. 25

  • 3

    1. Abstract

    Oft frage ich mich, was mich spter als Lehrerin einmal erwarten wird. Vor allem jetzt,

    wo das Thema Integration doch immer aktueller wird. Da ich wusste, dass in Wangen

    ein Down-Syndrom Kind in die Primarschule geht, kam ich dazu, dieses Thema fr

    meine Facharbeit aufzugreifen und im Speziellen auf Kinder mit Down-Syndrom

    auszurichten.

    Ich traf mich erstmals mit der Familie Vogt, deren Sohn Ferdinand in Wangen zur

    Schule geht. Daraus ergab sich ein interessantes Gesprch und sie konnten mir sehr

    viele Informationen liefern. Weiter hatte ich ein Interview mit der ehemaligen

    Klassenlehrerin von Ferdinand, welche ihn in den ersten zwei Schuljahren betreute.

    In meiner Facharbeit versuchte ich die Vor- und Nachteile darzustellen, indem ich auch

    die Sicht der Lehrerin, sowie die aktuelle politische Situation, mit einbrachte.

    Es gibt viele Gegner der Integration, was die Frderung nicht wirklich positiv

    beeinflusst. Aber natrlich kann ich die Sorgen und ngste der Eltern um die Zukunft

    ihrer Kinder verstehen, denn zuerst fragte ich mich auch, ob dies wirklich funktionieren

    kann. Jedoch mchte ich mit all den Berichten, die ich gelesen habe und den

    Erfahrungen, die mir erzhlt wurden Ihnen zeigen, dass es nicht schlecht ist und viele

    Vorteile mit sich bringt.

  • 4

    2. Vorwort

    Immer wieder auf der ganzen Welt sieht, hrt und fhlt man sie, die Ungerechtigkeit.

    Kaum sieht ein Mensch anders aus oder verhlt sich anders, verhalten sich die

    Menschen um die betroffene Person herum seltsam. Doch was ist, wenn er gar nichts

    dafr kann und er einfach so ist wie er ist. Vielleicht unterschtzt man einige sehr in

    ihrem Knnen, nur weil sie anders sind.

    Als ich zum ersten Mal den roten Faden besuchte, einen Begleitkurs fr die

    Facharbeit, konnte ich mir keine klare Vorstellung machen, in welche Fachrichtung

    mein Thema gehen sollte. Doch zusammen mit meiner Betreuungsperson kam ich auf

    dieses tolle Thema.

    In meiner Facharbeit schreibe ich ber die erkmpfte Einschulung des Down-

    Syndroms Kind Ferdinand. Mit dieser Arbeit mchte ich mir selber ein Bild ber die

    Integration von Down-Syndrom Kindern machen und mich am Schluss entscheiden,

    ob ich dafr oder dagegen bin.

    Ich werde mich zuerst mit der Familie Vogt treffen, danach mchte ich noch die

    ehemalige erst und zweit Klassenlehrperson von Ferdinand interviewen und ihre

    persnliche Sicht erfahren. Mein Interesse liegt darin, die guten und schlechten Seiten

    der Integration speziell mit Bezug auf das Down-Syndrom aufzuzeigen. Da die Politik

    auch eine wichtige Rolle spielt, werde ich sie ebenfalls miteinbeziehen. Aber der

    grsste Teil wird sich um Ferdinand handeln, ein wahres Musterbeispiel der

    Integration.

    Dass ich selber einmal Lehrerin werden mchte, macht alles noch spannender. Und

    natrlich interessiert es mich sehr, wie eine Integration funktioniert und wie weit man

    schon gegangen ist.

    Die Informationen zu der Trisomie 21 entnahm ich vorwiegend aus Fachbcher. Die

    restlichen Quellen stammen von Berichten aus dem Internet oder den Treffen und

    Interviews.

  • 5

    3. Das Down-Syndrom

    3.1. Definition Down-Syndrom

    Das Down-Syndrom wurde erstmals im Jahr 1866 von dem englischem Arzt John

    Langdon Down erklrt (Leitner, 2017). Der Begriff Syndrom beschreibt eine Gruppe

    von mehreren Krankheitsanzeichen, welche gleichzeitig auftreten knnen (Natura

    Grundlagen der Biologie fr Schweizer Maturittsschulen). Unbedachterweise wird es

    auch manchmal Mongolismus gennant. Diese Bezeichnung bezieht sich auf den

    Verlauf des oberen Augenlides, klingt aber auch abwertend. Aus diesem Grund sollte

    nur die fachsprachliche Bezeichnung verwendet werden (Natura Grundlagen der

    Biologie fr Schweizer Maturittsschulen).

    Die Chromosomen sind die Trger der Erbanlagen. In ihnen ist der Stoff aus dem die

    Gene bestehen (Beyer D. I., et al., 2006). Das Down Syndrom ist keine Erkrankung

    im eigentlichen Sinne, sondern bezeichnet eine Chromosomenvernderung, bei der

    das Chromosom 21 dreifach statt nur doppelt vorhanden ist. ( Trisomie 21) (Leitner,

    2017).

    Seit 1995 weiss man, dass alle Krperzellen von Menschen mit Down-Syndrom ein

    Chromosom zu viel aufweisen, also 47 anstatt der normalen 46. Zuviel ist das

    Chromosom 21, weshalb der Gendefekt auch als Trisomie 21 bezeichnet wird

    (Gesundheit und Medizin heute, Deutsches Rotes Kreuz, 1994).

    Trisomie 21 tritt in der Regel zufllig auf (Mutation). Das Down-Syndrom ist nicht

    vererbbar, das heisst, dass Eltern, in deren Familienstammbau das Down-Syndrom

    noch nicht vorgekommen ist, ein betroffenes Kind bekommen knnten. Frauen, die im

    Alter von ber 35 Jahren schwanger sind, haben statistisch gesehen ein erhhtes

    Risiko ein Down-Syndrom Kind zu gebren (Natura Grundlagen der Biologie fr

    Schweizer Maturittsschulen).

  • 6

    3.1.1. Formen

    Alle Kinder mit Down-Syndrom haben das Chromosom 21 dreimal (daher Trisomie 21).

    Aber je nachdem, ob nur ein Teil vom Chromosom 21 oder das gesamte Chromosom