DSC JOURNAL - dsc- .1 Vereinszeitschrift f¼r Mitglieder, Freunde und F¶rderer des DSC DSC JOURNAL

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    Vereinszeitschrift für Mitglieder, Freunde und Förderer des DSC

    DSC JOURNAL 21. Jahrgang · Januar/Februar/März

    Volleyballerin Lisa Izquierdo-Mocasqui ist bei den DSC-Damen die Aufsteigerin der Saison. Mehr dazu auf Seite 5.

    Preis: 1,00 “2013 1 Lichtblick für Steyer-Stadion Schwimmern wird das Wasser abgegraben Anni Schumacher hält DSC die Treue Nachwuchsteam Bahn gegründet

    Foto: Lutz Hentschel

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    M A r k e n F Ü h r e n M Ä r k t e

    Wir entwickeln seit 1990 langfristig wirksame kommunikationslösungen. www.oberueber-karger.de

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    Es entbehrt nicht einer gewissen Komik. Das ehrwürdige Heinz- Steyer-Stadion war am 14. April Schauplatz des Spielfilms „Fair- play“. Zur Kulisse taugte die ma- rode Arena bezeichnenderweise gerade wegen ihres aktuellen Zustandes. Denn der Film spielt in den 80er Jahren und die Pro- duzenten meinten: „Hier sieht es so aus wie damals.“ Wo einst von mehr als 30 000 Zuschauern sogar Weltrekorde bejubelt wur- den, sprießt inzwischen Unkraut und es sind vom Bauaufsichts- amt gerade einmal noch 4500 Zu- schauer zugelassen. Jetzt zeich- net sich jedoch plötzlich Licht am Ende des Tunnels ab. Im neu- en Haushalt der Stadt sind vier Millionen Euro eingeplant.

    Sportamtsleiter Sven Mania er- läutert, wie es demnächst voran- gehen könnte: „Wir haben ein Ge- samtkonzept, wie das Steyer-Sta- dion in sechs Bauabschnitten sa- niert werden kann. Wir rechnen mit Kosten bis zu rund 13 Millio- nen Euro. Wir sind froh, dass in den Haushaltsplanungen bis 2016 erst einmal diese vier Millionen Euro eingestellt wurden“, erklärt Mania. Begonnen werden soll so- gar noch in diesem Jahr mit der Errichtung eines Funktionsgebäu- des hinter der jetzigen Anzeige- tafel, also in der Westkurve. Die Finanzierung war schon vor der Bereitstellung der vier Millionen Euro gesichert, doch aufgrund der zusätzlichen Mittel soll es nun- mehr nicht ein-, sondern zwei- stöckig errichtet werden. „Dafür sind 400 000 Euro zusätzlich not-

    wendig“, so Mania. Nächstes Jahr soll der Bau fertig werden. Vorher kann die alte Holztribüne, die noch Umkleidekabinen beher- bergt, nicht abgerissen werden.

    Einer, der sich mit dem Thema „Stadion-Sanierung“ bestens aus- kennt, ist Gerd Töpfer, zweiter Vi- zepräsident des DSC und zugleich Abteilungsleiter der Leichtathle- ten. Der 64-Jährige hat sich über die frohe Kunde aus dem Stadtrat gefreut: „Das ist für uns auf jeden Fall ein Lichtblick und sehr posi- tiv zu bewerten“, betont Töpfer, fügt aber an: „Der Haushalt wur- de nur mit Auflagen bestätigt, da könnte es schon noch Störfak- toren geben.“ Dass das Stadion in Etappen rekonstruiert wird, findet Töpfer in Ordnung. „Für unsere Leichtathleten ist das Sta- dion als Trainingsstätte derzeit noch akzeptabel, mehr als unsere

    DSC-Sportfeste oder Schulwettbe- werbe sind allerdings wettkampf- mäßig nicht mehr möglich. Schon allein, weil die Anzeigetafel nicht mehr funktioniert und es keine vernünftige Lautsprecheranlage gibt. Doch wir wollten keinesfalls, dass das Stadion gesperrt wird. Früher war ja sogar einmal ein Komplettabriss geplant, jetzt soll glücklicherweise die Steintribü- ne erhalten werden. Wir gehen natürlich davon aus, dass alle Ab- schnitte so gebaut werden, dass sich eine Qualitätsverbesserung einstellt, möglichst auch mit einer zweiläufigen Weitsprunganlage“, hofft Töpfer.

    Wenn das Steyer-Stadion fertig sa- niert ist, soll es künftig noch 12 000 Zuschauer fassen. Das sieht Töp- fer als „absolut vernünftige Grö- ße“ an. „Früher kamen zu den Leichtathletik-Veranstaltungen 30 000 Zuschauer, aber diese Be- geisterung ist heute nicht mehr zu erwecken. Da gab es trotz aller guten Traditionen in den letzten Jahren einen deutlichen Knick. Selbst diese 12 000 Leute muss man erst einmal ins Stadion be- kommen. Aber wir haben es mit unserer Trainingshalle gesehen, wenn eine moderne Anlage vor- handen ist, gibt das einen enor- men Schub. Und nationale Meis- terschaften in den Altersklassen oder Länderkämpfe wären auf jeden Fall machbar“, ist Gerd Töp- fer überzeugt. Bis dahin wird es allerdings noch eine Weile dau- ern. Zumindest die Filmemacher waren mit der Kulisse zuletzt zu- frieden…

    INHALT

    Seite 4

    SponSoren vorgeStellt Huhle Stahl- und Metallbau GmbH Großröhrsdorf

    leichtathletik Freundeskreis nimmt Arbeit auf

    Seite 5

    nachwuchSSport- lerin deS QuartalS Lisa Izquierdo-Mocasqui

    Seite 6

    Schwimmen Schwimmern wird das Wasser abgegraben

    Seite 7

    miX Kurz & knapp

    Eine Reise um die Welt

    Jubiläum & Abschied

    Seite 8

    im ehrenamt Dorit Schöne: Durch Sohn zurück an den Beckenrand

    BeachvolleyBall Anni Schumacher hält DSC die Treue

    Seite 9

    geSchäftSStelle Nach dem Titel ans andere Ende der Welt

    radSport Nachwuchsteam „Bahn“ gegründet

    Seite 10

    topS impreSSum

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    Das Steyer-Stadion verfällt seit Jahren, die Sanierung soll nun bald beginnen.

    Gerd Töpfer

    lichtblick für Steyer-Stadion

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    Ralf Buschan kennt sich mit Ei- sen bestens aus. Man könnte sa- gen, dieses chemische Element bestimmt gleich zweifach sein Leben. Beruflich hat er täglich damit zu tun, denn seit 2003 lei- tet er als Geschäftsführer die Fir- ma Huhle Stahl- und Metallbau GmbH in der Radeberger Straße in Großröhrsdorf. Eisen als Werk- stoff gehört dabei zu den Grund- materialien, mit denen im Unter-

    nehmen hantiert wird. Die Firmen- geschichte reicht bis ins Jahr 1910 zurück, als Emil Huhle in Dres- den eine Bau- und Gasschlosse- rei gründete. Schon 1918 wurde der Firmensitz nach Großröhrs- dorf verlegt.

    Zum Team von Geschäftsführer Ralf Buschan gehören erfahrene und talentierte, junge Mitarbeiter, die in allen Bereichen des Stahl-

    und Metallbaus die richtigen Lö- sungen für ihre Kunden finden. Aber auch in seiner Freizeit liebt der 47-Jährige Eisen – er stemmt sie schon seit dem 15. Lebensjahr gern in die Höhe. „In meinem Hei- matort Spremberg habe ich mit dem Gewichtheben angefangen, bin dreimal wöchentlich beim Ver- ein Blau-Weiß zum Training ge- gangen. Auch wenn ich nie Hoch- leistungssport betrieben habe,

    macht mir der Sport noch heute riesigen Spaß“, erzählt Ralf Bu- schan. Als er vor zwei Jahren sei- nen Wohnsitz von Spremberg nach Großröhrsdorf verlegte, wollte er sein Hobby keinesfalls aufgeben. „Ich sah mich um, wo ich am bes- ten weiter dem Gewichtheben frö- nen kann. Da lag es nahe, dass ich mich beim DSC anmelde. Ich bin auch sofort mit offenen Armen aufgenommen worden“, betont Buschan, der seither dreimal wö- chentlich von Großröhrsdorf nach Dresden fährt, um in der DSC- Halle die Hanteln zu bewegen, sich mit anderen Sportlern aus- zutauschen und natürlich nimmt er auch an Masters-Wettkämpfen teil. „Mein Highlight war 2011 der fünfte Platz bei der EM und Rang vier bei den Euro-Masters-Games in Italien. Wir Masters sind eine dufte Truppe, da gibt es großen Zusammenhalt und einen schö- nen Austausch“, findet er. Natür- lich wolle er auch gute Leistungen bringen, aber ohne verbissen zu sein. „Es soll doch Spaß machen und die Gesundheit darf nicht da- runter leiden“, sagt Ralf Buschan, für den es fast selbstverständlich war, die Gewichtheber mit seiner Firma auch als Sponsor zu unter- stützen. „Das habe ich schon in Spremberg so gehalten. Ich weiß, wie schwer es heutzutage ist, Un- terstützer für eine Randsportart zu finden. Das hängt oft am En- thusiasmus und Engagement Ein- zelner ab“, weiß er nur zu gut. Deshalb sei es ihm eine Herzens- angelegenheit.

    Die Idee wurde im August letzten Jahres beim Ehemaligentreffen der Leichtathleten geboren: „Wir wol- len einen Freundeskreis bilden, um uns wieder mehr auf unsere Traditionen zu besinnen und ein Band zu den heutigen Athleten des Vereins zu knüpfen“, hatte da- mals Cheftrainer Dietmar Jarosch gesagt.

    Michael Gröscho, Sabine Amberger und Carla Faulhaber, die schon das grandiose Ehemaligentreffen organisiert hatten, nahmen sich in den letzten Monaten dieser Idee

    an und machten Nägel mit Köpfen. „Wir haben den Freundeskreis der Leichtathleten des SC Einheit Dres- den/DSC gegründet, sind inzwi- schen ein eingetragener Verein“, berichtete Gröscho, der mit seinen beiden Mitstreiterinnen auch den Abteilungsvorstand bildet, nicht ohne Stolz. „Wir haben klare Ziel- stellungen, wollen in erster Linie unsere Traditionen pflegen. Dabei möchten wir nicht nur frühere Spitzensportler, sondern die breite Masse ehemaliger Aktiver errei- chen, gemeinsam ein Netzwerk schaffen und auch die nachfolgen-

    den Generationen ins Boot holen, damit sie wissen, auf welche Tra- ditionen und Erfolge unser Verein zurückblicken kann und sie sich dessen bewusst werden“, erläutert Gröscho das Anliegen des Freun- deskreises.

    Michael Gröscho selbst arbeitet schon länger an einer Leichtath- letik-Chronik, sammelt und sich- tet dafür fleißig Material. Im Rhythmus von fünf Jahren will der Verein das Ehemaligentreffen organisieren und wenn aus die- sem Netzwerk der eine oder an-

    dere Sponsor hervorgeht, der die heutigen Spitzenathleten unter- stützen möchte, sind Gröscho und seine Mitstreiterinnen auch nicht böse. Der Jahresbeitrag für den Freundeskreis liegt bei modera- ten 30 Euro.